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Homo Deus

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Über das Buch

Bei Anbruch des dritten Jahrtausends erwacht die Menschheit, streckt ihre Glieder und reibt sich die Augen: «Mal sehen, was heute auf der Agenda steht.» Hunger, Krankheit und Krieg, die Plagen der Vergangenheit, sind beherrschbar geworden. Wonach sollen wir als nächstes streben? Hararis brillant und kurzweilig geschriebenes Buch fragt, wie es dem Homo Sapiens ergehen wird, wenn er einen technikverstärkten Homo Deus erschafft, der sich vom heutigen Menschen deutlicher unterscheidet als dieser vom Neandertaler. Was bleibt von uns und der modernen Religion des Humanismus, wenn wir Maschinen konstruieren, die alles besser können als wir? In unserer Gier nach Gesundheit, Glück und Macht könnten wir uns ganz allmählich so weit verändern, bis wir schließlich keine Menschen mehr sind.

Editionen (9)

ISBN9783406801976
VerlagC.H.Beck
Erscheinungsdatum03.01.23
Seitenzahl576

Rezensionen & Bewertungen

316 Bewertungen

25 Rezensionen

4,0

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  • philippeg
    philippeg

    406 Follower

    3,0

    Populärpseudowissenschaftlich

    Solange der Historiker Harari sich innerhalb seines Fachgebiets (im weitesten Sinn) bewegt, sind seine Formulierungen klar, verständlich und nachvollziehbar. Begibt er sich auf fremdes Terrain werden die Formulierungen komplizierter und wirrer, die Behauptungen gar abenteuerlich. Das liegt daran, dass er nicht die Definitionen der jeweiligen Wissenschaften verwendet, sondern die eigenen Deutungen, weil sie seinem Narrativ dienen. Seriös ist das nicht. Es bleiben interessante Überlegungen zur zentrale Frage, ob der wissende Mensch (Homo Sapiens) sich zum einem göttlichen Menschen (Homo Deus) entwickelt. Zahlreiche Entwicklungen dienen gleichzeitig als Begründung und Deutung der Überlegungen des Autors. Mit fortschreitendem Text wird der Blickwinkel immer enger, glaubt dem eigenen Narrativ und blendet Alternativen aus. Das ganze als Humbug abzutun wäre dennoch falsch, denn es lohnt sich seine eigene Meinung zu bilden. Ja, es gibt Menschen, die viel Geld und Zeit investieren, um das ewige Leben zu erreichen. Gottesähnliche Wesen sind sie deswegen nicht. Ja, es gibt Firmen, die Unmengen an Daten sammeln und die Menschen damit beeinflussen, vielleicht sogar manipulieren. Das Buch zehn Jahre nach seinem Erscheinen zu lesen, hat einen grossen Vorteil. Man liest alles mit einer gewissen Distanz und einem Wissen, welches der Autor nicht hatte. So sah er COVID-19 nicht kommen und wie die Menschheit darauf reagieren würde. Kriege sind immer noch Kriege um Ressourcen, egal ob der Ukraine-Krieg oder die Trumpschen Kriege und Kriegsandrohungen. Hightechwaffen sind nicht überlegen, wie der Iran bewiesen hat. Und doch beschreibt Harari reelle Tendenzen und es schadet nicht, sich die Frage zu stellen: Was mache ich da?

    3 Tage vor

  • 4,0

    Der Mensch gleich Gott?! Yuval Noah Harari erzählt in Homo Deus von den Entwicklungen der Menscheitsgeschichte und stellt uns eine neue Spezie Mensch vor, den homo deus! Am Anfang geht es in diesem Buch eher um die Geschichte der Menschheit bis zur heutigen Zeit. Wo hat der Mensch sich weiterentwickelt und wo übertrifft er alle Erwartungen? Realitätsnah und informativ verdeutlicht uns der Autor, wie unsere heutige technologische Gesellschaft entstanden ist und wie es mit ihr weiter geht. Es geht um Daten, Künstliche Intelligenz, Roboter und wir Menschen, eine vielleicht nie sterbende Spezies. Wie wird das alles mit uns enden? Dieses Buch regt zum Nachdenken an. Man reflektiert beim Lesen sich und seine Gesellschaft, macht sich sorgen, will es besser machen. Und obwohl Yuval Noah Harari immer sachlich bleibt, kommt durch seine ironische Schreibweise eine gewisse Deutung rüber. Er zeigt dadurch wie wichtig dieses Thema ist. Wir alle sollten uns fragen, wie wird das mit uns noch enden? Das einzige was mich gestört hat, war, dass es teilweise sehr unübersichtlich war. Ich konnte die Themen nicht immer zuordnen, den Gedankengang nicht immer nachvollziehen und wusste teilweise nicht, wovon überhaupt gerade die Sprache ist. Eine mehrfache Unterteilung der Kapitel wäre da von Vorteil gewesen. Ich habe das Buch verschlungen. Es ist eines der besten Sachbücher, die ich jemals gelesen habe. Alles in Allem war es ein tolles Leseerlebnis!

    22. Jan. 2023

  • ebob
    ebob

    311 Follower

    2,0

    Alter Wein in neuen Schläuchen

    Alle haben über dieses Buch geredet, man konnte es nicht ignorieren. Zudem klang der Klappentext auch ziemlich vielversprechend. Tja, dann kam mir mein Freund Pieter in den Sinn, der mich warnte, von hochgejubelten Autoren mehrere Bücher zu lesen, da sich ihre Anliegen in den meisten Werken wiederholen. Und genau so war es in »Homo Deus«. Für mich ein billiger Abklatsch seines Vorgängerwerks »Eine kurze Geschichte der Menschheit«. Letzteres wahrlich ein gelungenes Buch, höchst empfehlenswert. Doch bei »Homo Deus« quält man sich abermals um die Geschichte der Menschheit, obwohl man wie im Klappentext versprochen einen Blick durch Harari’s Kristallkugel erhaschen möchte. Doch dieser bleibt einfach aus. Nach 100 Seiten, 200 Seiten und 300 Seiten. Manchmal ist der Autor so nett und schlägt die ein oder andere Brücke von der Geschichte zur Gegenwart, doch diese sind keineswegs erstaunlich, da die angeschnittenen Themen bereits in vielen anderen Büchern, z. B. von Precht oder Anders Indset, wesentlich detaillierter abgehandelt wurden. Ich konnte das Gefühl nicht abschütteln, dass die Leserschaft in einem Meer aus rezyklierten Inhalten seines Vorgängerwerkes und plattem Allgemeinwissen schwimmt, und Harari sein Buch nur mit einer Pipette und ein paar Tröpfchen oberflächlicher Zukunftsforschung anreichert. Nachdem ich das Buch abgeschlossen hatte, fühlte ich mich um den Titel des Buches sowie um den Kaufpreis betrogen. Es scheint, als ob der Autor mit wenig zusätzlicher Recherche einfach noch schnell ein weiteres Buch auf den Markt bringen wollte, um von seiner Reputation zu profitieren. Solltest du aber noch nichts von Harari gelesen haben und setzt dich zum ersten Mal damit auseinander, wohin die Menschheit zusteuern könnte, ist das Buch ganz okay, aber völlig gehypt. Andere Autoren waren gründlicher und gehen viel tiefer.

    15. März 2025

3 von 25 Rezensionen

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