Psychologie der Massen

Psychologie der Massen

Hardback
3.785
SozialismusSoziologieEinleitungReligion

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Description

GUSTAVE LE BON (1841-1931) Arzt, Ethnologe, Soziologe und Psychologe. Er gilt als Begründer der 'Massenpsychologie'. Sein berühmtes Werk 'Psychologie der Massen' übte einen nachhaltigen Einfl uss in der Wissenschaft und praktischen Politik aus. Dieses Grundlagenwerk der Sozialpsychologie beeinfl usste nicht nur Siegmund Freud ('Die Massenpsychologie und die Ich-Analyse'), sondern wurde auch von Politikern und Diktatoren des 20. Jahrhunderts für die Ausarbeitung ihrer Propagandatechniken benutzt.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Hardback
Pages
208
Price
4.95 €

Posts

15
All
4

Verständlich erklärt, warum Menschen in der Menge anders handeln

Psychologie der Massen“ von Gustav Le Bon hat mich überrascht es ist wie eine Art Blick hinter die Kulissen menschlicher Dynamik. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, eine präzise Anleitung in der Hand zu halten, wie sich Menschen in der Gruppe beeinflussen lassen, beunruhigend klar und faszinierend. Besonders als jemand ohne tiefes Vorwissen oder besser gesagt als Psychologie Leihe, empfand ich die Gedanken erstaunlich verständlich und greifbar. Ich konnte mir gut vorstellen, wie gerade Staatsführer oder Machthaber diese Einsichten nutzen, um Massen gezielt zu lenken.

Verständlich erklärt, warum Menschen in der Menge anders handeln
5

Sollte man gelesenen haben

Meiner Meinung nach ist dieses Buch ein absolutes Pflichtwerk – eines, das gerne auch in Schulen behandelt werden sollte. Es zeigt eindrücklich, wie das Denken eines Individuums durch die Zugehörigkeit zu einer Masse beeinflusst werden kann. Jeder Mensch weiß, wie wichtig Gemeinschaft ist. Natürlich geht man im Leben auch manchmal eigene Wege – ich würde mich selbst teilweise dazu zählen. Dennoch kann ein Mensch ohne soziale Kontakte psychisch krank werden. Dieses Buch macht jedoch deutlich, was passieren kann, wenn man aufhört, sich über sich selbst zu definieren, und sich nur noch über die Gruppe identifiziert, der man angehört. Viele der bekanntesten und zugleich grausamsten Diktatoren der Geschichte haben sich mit solchen Mechanismen beschäftigt – auch wenn dieses Buch keineswegs als Anleitung gedacht ist, um Massen zu manipulieren. Im Gegenteil: Es zeigt, wie – wie schon der Titel andeutet – die Psychologie innerhalb einer Masse funktioniert. Anhand erschreckender Beispiele, unter anderem aus dem 19. Jahrhundert, wird deutlich, wie Menschen fernab von gesundem Menschenverstand bereit sind, Unschuldige hinrichten zu lassen – und dabei noch glauben, etwas Gutes zu tun. Sie schenken Aussagen Glauben, ohne sie zu hinterfragen, und wählen oft den einfacheren Weg, anstatt kritisch zu prüfen, ob das Geschehen überhaupt gerechtfertigt ist. Eine Passage werde ich nicht vergessen: Es wird beschrieben, wie Frauen Bänke zurechtrücken, um bei einer Hinrichtung besser sehen zu können. In solchen Momenten fehlt jegliches Schuldbewusstsein, weil die Menschen so stark indoktriniert sind, dass sie sich selbst für die „Guten“ halten. Man muss dabei auch an das antike Rom und das Kolosseum denken. Dort war es fast schon eine Familienaktivität, Kämpfe und Hinrichtungen zu beobachten – und danach gemeinsam essen zu gehen. Gleichzeitig sahen sich viele dieser Menschen selbst als moralisch gut. So sehr kann die Wahrnehmung eines Menschen verzerrt werden, wenn die richtigen Einflüsse wirken. Genau hier setzt dieses Buch an: Es regt dazu an, eigene Entscheidungen zu hinterfragen. Gemeinschaft ist wichtig – aber nicht um jeden Preis.

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Mensch, Masse, Manipulation – wie aktuell kann ein Werk von 1895 bitte sein? 🧠🗣️🔥

In „Psychologie der Massen“ analysiert Gustave Le Bon, wie sich das Verhalten des Einzelnen verändert, sobald er Teil einer Gruppe wird. Der Mensch, so Le Bons zentrale These, „verliert im Kollektiv seinen Verstand“. An die Stelle rationalen Denkens treten Emotionen, Affekte, unkritische Zustimmung. Eine Masse will nicht überzeugt, sondern geführt werden – durch Bilder, Wiederholung, Suggestion. Klingt bekannt? Willkommen in der Gegenwart. Schon der Einstieg ist fordernd – keine leichte Kost, zumal Sprache und Beispiele aus heutiger Sicht längst überholt wirken. Wer sich aber auf den Duktus einer wissenschaftlichen Arbeit von 1895 einlässt, wird belohnt mit einer erstaunlich präzisen Beschreibung von Mechanismen, die bis heute in Politik, Medien und Gesellschaft wirksam sind. Dass Sigmund Freud das Werk rezipierte und totalitäre Regime daraus ihre Propagandastrategien ableiteten, ist bezeichnend. Gänsehaut inklusive. Le Bons Blick ist pessimistisch, seine Diagnose gnadenlos. Die Masse ist leichtgläubig, wankelmütig, irrational – ein Spielball für charismatische Führerfiguren, denen es nicht an Intelligenz, sondern an Instinkt für Inszenierung mangeln darf. Interessant auch: Le Bon meint mit “Rasse” nicht Biologie, sondern eher kulturelle Prägung – ein Begriff, der heute selbstverständlich problematisch ist, im Kontext von 1895 aber anders gelesen werden muss. Erstaunlich, dass sich von diesem Begriff, sowie von dem archaischen Frauenbild, was damals halt einfach historisch bedingt gang und gäbe war, noch immer einige Rezensenten getriggert fühlen… „Psychologie der Massen“ ist unbequem, streitbar und definitiv kein Wohlfühlbuch. Aber gerade deshalb so lesenswert. Zwischen den Zeilen liest man nicht nur über die Pariser Kommune oder Napoleon – man erkennt auch TikTok, Wahlkampfstrategien, Radikalisierung in Foren und Filterblasen. Pflichtlektüre? Vielleicht. Aber ganz sicher ein Klassiker, der mehr über unsere Zeit voraussagt, als man 1895 wohl für möglich gehalten hätte. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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Achtung Spoiler möglichkeit 🤔🧐

In den ersten beiden Teilen erklärt Le Bon seine These: Die Masse macht ihre Leute anonym und anfällig für Suggestion. Nicht das beste Argument ist wichtig, sondern das, was er „Prestige“ nennt, also so eine Art unantastbare Ausstrahlung, die durch Erfolg und geschickte Inszenierung entsteht. Führer, Propheten und Redner arbeiten deshalb mit Bildern, Mythen und ständiger Wiederholung. Er sieht die Demokratie kritisch und den Sozialismus als gefährliche Illusion. Auch wenn man seine Ansichten historisch einordnen muss, kommt einem die beschriebene Dynamik immer noch sehr bekannt vor. Der dritte Teil vom Buch erklärt, wie die Gesetze aus den ersten beiden Teilen, der Massenpsychologie, in allen möglichen Situationen funktionieren, mit Beispielen von Menschenmengen bis zu Gruppen wie Parteien. Ich fand den Teil, ehrlich gesagt, ziemlich trocken. Im Grunde ist "Psychologie der Massen" kein Ratgeber, sondern eher eine Analyse, die erklärt, wie Gruppen ticken. Es hilft besser zu verstehen, was Menschen in der Gruppe stark, aber auch verletzlich macht. ​Natürlich hat das Buch auch Schwachstellen. Le Bons Blick ist veraltet und seine Einteilungen von „Völkern“ sind sicherlich nicht aktuell, was verständlich ist, da wir es hier mit einem Text aus dem Jahr 1895 und der Übersetzung von 1911 zu tun haben. Dennoch ist das Buch als Denkwerkzeug verblüffend aktuell. Wer moderne Wahlkämpfe, Medienhypes oder Social-Media-Wellen betrachtet, erkennt schon Le Bons Motive sofort wieder. ​

Achtung Spoiler möglichkeit 🤔🧐
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Sollte man einmal gelesen haben, gerade wenn man sich leicht von Medien und Co. beeinflussen lässt.

"Niedere Entwicklungsstufen wie Frauen lassen sich von ihren Gefühlen leiten." Aha. Warum überleben denn Frauen sowohl im Menschen- als auch im Tierreich länger? Und warum gibt es mehr Weibchen im Tier- und Menschenreich, obwohl zweimal häufiger Jungen geboren werden? (Für ein Weibchen braucht es zwei X-Chromosomen, während es für ein Männchen nur ein X und Y Chromosom oder zwei Y-Chromosomen braucht). Weil Frauen sich eben nicht so leicht von Gefühlen und Impulsitivität lenken lassen, sondern eher besonnen handeln. Vorsichtig sein und nachdenken als typisch weibliche Merkmale, werden oft verpönt, sind aber für das Überleben in freier Wildbahn immer entscheidend gewesen. Während Männchen sich von Trieben lenken lassen und impulsiv handeln, hohe Risiken eingehen und daher auch schneller sterben. Aus Sicht der Natur ist das auch so vorgesehen, da Männchen in der Natur nur da sind um sich fortzupflanzen und ihren Zweck damit erfüllt haben. Männliche Lachse sterben nach der Befruchtung. Spinnen fressen nach der Befruchtung das Männchen als Brutfutter. Weibchen müssen sich aber um den Nachwuchs kümmern und sind verantwortlich für das Fortbestehen der Art. Deswegen hatten Weibchen schon immer die Eigenschaften für langes Fortbestehen in sich: Vorsicht, was sich durch Nachdenken vor dem Handeln äußert, Besonnenheit, Harmonie, keine Machtkämpfe um des Egos Willens. Das wollte ich hier nur mal richtig stellen. Nun zum restlichen Inhalt des Buches: Vieles ist interessant und vermittelt gute Einblicke. Einiges ist jedoch veraltet. Z.B. wird die Psychologie eines Menschen an seine Rasse geknüpft. Dennoch vermittelt es auch bis heute viele noch allgemeingültigen Prinzipien der Psychologie des Menschen und seinem Handeln in der Masse. Es ist es wert zu lesen. Meine Empfehlung: hört es als Hörbuch. Da geht es leichter von der Hand.

4

Ein unverzichtbares Buch.

3

Schwierig zu bewerten. Interessante Punkte. 1911 erschienen, noch vor Hitler. Mich würde interessieren was Le Bron heute sagen würde, zu social Media und der Massenpsychologie von heute. Gerade in Kapitel "Gefühle und Sittlichkeit der Massen" und "Führer der Massen" kann man heute noch Lehren ziehen.

5

Sehr nützlich um Politik, Gesellschaft und das Halten von Reden besser zu verstehen.

4

Psychologie der Massen von Gustave Le Bon

Das Buch ist ein Klassiker von 1895. Der Autor beschriebt, wie sich der Einzelne in der Masse verändert. Der Mensch verliert unter dem Zwang großer Gruppen seine Fähigkeit und seinen Willen zur Kritik. Das Buch wurde auch von Politikern und Diktatoren für die Ausarbeitung ihrer Propagandatechniken benutzt. Sicherlich gibt es auch weitere Bücher, die sich fließender lesen lassen und die, der heutigen Zeit angepasst sind.

3

Schwere Fachliteratur. Aber doch interessant was sie früher schon wussten

5

Ein auch heute noch aktuelles Buch. Man sollte ein gewisses Interesse an Psychologie haben. Das Buch ist eine wissenschaftliche Arbeit und daher nicht einfach zu lesen. Trotzdem finde ich es sehr interessant und ich konnte einiges daraus lernen.

3

Zu Gustave Le Bons Zeit waren seine Überlegungen sicher revolutionär. Heutzutage sind aber viele Aussagen als rassistisch und elitär und fachlich outdated zu bewerten. Daher habe ich das Buch abgebrochen und bin zu einem gewechselt, dass Le Bons Aussagen psychologisch einordnet.

0

Ich habe es abgebrochen. Es war kaum auszuhalten es zu lesen. Ich werde es später nochmal versuchen. Ich wünschte das Buch würde anders auf dem Markt kommen.

3.5

Schwerer Schreibstil, nicht einfach zu lesen. Aber inhaltlich interessant. Der Wissensstand zu der Zeit war schon enorm groß.

5

Sehr gutes Buch. Es ist aus dem Jahre 1895 und die damaligen Manipulationen passen auch in die heutige Zeit.

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