Hier ist der Beginn und das Ende ist dort

Hier ist der Beginn und das Ende ist dort

Hardback
4.442

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Description

Das lang erwartete Debüt von Spiegel-Bestsellerautor Jean-Philippe Kindler

Drei Tage vor der Bundestagswahl 2029 verliert Jonas seinen Vater. Während er mit der Trauer ringt und versucht, seinem kleinen Sohn den Tod des Opas zu erklären, kämpft Estelle im Team von Spitzenkandidatin Sandra Terzinger-Köhn um politischen Einfluss – und gegen die Kälte im Bundestag. Selbst ein Neonazi-Anschlag auf friedliche Demonstrierende ist dort kaum der Rede wert. Jonas und Estelle verbindet indes eine fragile Situationship – intensiv, wenn sie sich sehen, fast wortlos dazwischen. In einer Welt, die immer kälter und rauer wird, suchen sie beide nach Halt – und fragen sich: Was ist, wenn ich dich brauche?

Jean-Philippe Kindler erzählt mit großer Intensität und klarem Blick von Verlust, Verantwortung und der Suche nach Nähe in einer zerrissenen Gesellschaft.

„Zwischen Trauer und Verarbeitung, zwischen Vaterschaft und Sohn-Sein, zwischen Berliner Politik-Elite und Alltagsbewältigung stellt Kindler die Frage: Wie wollen wir leben? Ein Text, der bleibt.“ Kaleb Erdmann


Bei Fragen zur Produktsicherheit, wenden Sie sich bitte an: [email protected]

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
224
Price
22.70 €

Author Description

Jean-Philippe Kindler, geboren in Duisburg, ist Satiriker und politischer Vordenker. Für seine Bühnenprogramme erhielt Kindler viele Auszeichnungen, unter anderem den Prix Pantheon und den Deutschen Kabarettpreis. Er ist Mitbegründer des linken Podcast-Kollektivs Studio Rot und arbeitet als Berater für Die Linke. 2023 erschien sein Spiegel-Bestseller Scheiß auf Selflove, gib mir Klassenkampf. Jean-Philippe Kindler lebt in Hamburg.

Characteristics

2 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
53%
17%
1%
6%
30%
14%
48%
69%
84%
38%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
45%
55%
64%
59%

Pace

Fast50%
Slow50%
Moderate0%
Variable0%

Writing Style

Simple50%
Complex0%
Moderate50%
Bildhaft (50%)Minimalistisch (50%)Poetisch (50%)

Posts

14
All
5

Vom Beginn bis zum Ende: absolut lesenswert

Sehr starkes, relevantes Buch. Besonders gelungen ist die Verbindung von persönlicher Geschichte und aktueller politischer Realität. Nichts wirkt aufgesetzt, sondern genau da verortet, wo Politik heute stattfindet: im Alltag, in Beziehungen, im eigenen Denken. Das fühlt sich extrem authentisch und lebensnah an. Gleichzeitig bleibt es nicht im Politischen hängen. Es zeigt, wie wichtig Haltung ist, ohne den Blick für das Menschliche zu verlieren. Und es macht klar, dass es darüber hinaus noch andere Dinge im Leben gibt, die zählen. Genau dieser Spagat macht das Buch so überzeugend. Für mich ein sehr zeitgemäßer Roman, der wirklich etwas trifft. Absolut lesenswert.

Vom Beginn bis zum Ende: absolut lesenswert
4.5

Ein literarischer Blick auf Angst, Gesellschaft und Generationen

**** Mein Eindruck ****
Dieses Buch bewegt sich zwischen vielen Ebenen: Leben und Tod, Kindheit und Erwachsensein, Alter, Politik, Angst und dem Wunsch nach Veränderung. Es ist anregend, provokativ und bewusst nicht eindeutig – genau das macht seinen Reiz aus. Wir befinden uns im Jahr 2029, nur wenige Jahre in der Zukunft. Während ein Vater im Sterben liegt, stellt ein Kind kluge, manchmal erschreckend klare Fragen. Gleichzeitig rückt die politische Situation immer stärker in den Fokus: Eine Bundestagswahl steht bevor und mit ihr die reale Angst vor einem politischen Wandel, der viele verunsichert. Diese Verbindung aus persönlichem Schicksal und gesellschaftlicher Entwicklung wirkt intensiv und regt zum Nachdenken an. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass sich Vergangenheit und Zukunft berühren – als würden sich bestimmte Muster wiederholen. Ob bewusst gesetzt oder eigene Interpretation, genau diese Gedanken machen das Buch spannend. Die Geschichte liefert keine klaren Antworten. Stattdessen zeigt sie Facetten: Generationen, Hierarchien, soziale Strukturen und unterschiedliche Blickwinkel auf das Leben. Besonders die Perspektive des Kindes bringt dabei eine eigene, fast schon hoffnungsvolle Note hinein, die im Kontrast zu den düsteren politischen und gesellschaftlichen Themen steht. Sprachlich treffen kluge, prägnante Sätze auf teilweise verschrobene Gedankengänge. Nicht immer wirkt alles vollständig ausgearbeitet oder zielgerichtet, stellenweise empfand ich die Geschichte sogar als etwas ziellos. Gleichzeitig liegt genau darin auch eine gewisse Authentizität – wie ein Gedankengeflecht, das sich nicht vollständig ordnen lässt, weil es so nah an der Realität ist. Das gemeinsame Ende, in dem mehrere Generationen auf einer Demonstration zusammenkommen, wirkt symbolisch. Doch auch hier bleibt vieles offen – das Ziel, die Wirkung, die Zukunft. Es ist ein Abschluss, der eher Fragen stellt als Antworten gibt. Für mich ist dieses Buch vor allem ein Denkanstoß. Eine literarische Auseinandersetzung mit einer möglichen Zukunft, die sich manchmal erschreckend nah anfühlt. **** Empfehlung? ****
Für alle, die sich auf politische und gesellschaftliche Themen in literarischer Form einlassen möchten. Wer Bücher schätzt, die mehr Fragen stellen als Antworten geben und Raum für eigene Gedanken lassen, wird hier eine spannende, wenn auch nicht immer greifbare Lektüre finden.

5

Absoluter Volltreffer! Sätze, die bleiben, und eine Geschichte, die nicht nur berührt, sondern stärkt, für das einzustehen und auf die Straße zu gehen, was wirklich zählt: Menschlichkeit und Zusammenhalt - in Zeiten, in denen so vieles um uns herum zu zerbrechen droht.

5

ein buch, wegen welchem ich sage: lesen ist großartig

„reicht doch ja! […] das, was reichte war eine welt in der es herrschaft sichert, wenn die menschen sich untereinander für bedrohung und konkurrenz halten, statt diejenigen, die sie überhaupt erst in diese position zwingen.“ hab mehrfach während des lesens geheult. das buch ist ein ganz anderes als das erste des autors und trotzdem genauso toll und wichtig. die geschichte verkörpert wunderbar sehr tiefe, eigene, authentische charaktere und erzählt ein tieftrauriges erleben von liebe und verlust in zeiten von spätkapitalismus, rechtsruck und weltschmerz. eine wunderbare aufarbeitung von familienschicksalen und lauter appell an zusammenhalt und liebe 🫶🏽

5

Sehr berührend, emotional und kurzweilig. Total nachvollziehbare Charaktere, besonders die Dialoge mit dem Kind sind schön geschrieben. Und der Einblick in den Politikbetrieb und die Widersprüche kamen auch super rüber. Hätte auch noch mehr davon gelesen/gehört!

5

Starkes Buch

Das Buch hatte ich extra vorbestellt und es heute in einem durchgehört. Ich konnte nicht aufhören. Jean-Philippe Kindler hat komplexe Charaktere entwickelt, die gebrochen, stark und sehr echt sind. So viele Themen miteinander zu verstricken ist eine Kunst. Trauer, Beziehungen zu den eigenen Eltern, Depressionen, Klassengesellschaft, Rassismus, Politik, Politikverdrossenheit, Rechtsruck, Lobbyismus, Loyalität, Liebe … Ganz starkes Buch!

5

Traurig, echt, schön!

Ich konnte mit so vielem in diesem Buch identifizieren und deshalb war es auch so ein schöner Read für mich. Die Beziehungen der Charaktere waren so authentisch und aus dem Leben ...einfach schön! Empfehlung!

5

Lest dieses Buch! Es ist tieftraurig und trotzdem oder gerade deswegen wunderschön Ich bin eigentlich ein gemächlicher Leser, aber dieses Buch habe ich verschlungen. Jean-Philippe Kindler erzählt in einer Sprache des Herzens, wie ich es lange nicht gelesen habe. Sein Debütroman berichtet vom Leben wie es ist. Schön und grässlich, freudig und traurig. P.S.: Außerdem liebe ich es, wenn in Büchern Bezug auf Songs genommen wird, um einen Bruchteil der Gefühlswelt der Figuren in den eigenen Alltag mitzunehmen. Das trägt mich manchmal sogar durch besonders schlechte Bücher, bei einem besonders guten Buch wie diesem macht es mir aber umso mehr Freude.

5

Lasst uns weitermachen!

Gerade habe ich das Buch von Jean-Philippe Kindler fertig gelesen und wow, da sind noch so viele Gefühle in mir. Dieses Buch ist auf eine ganz besondere Weise hoffnungsspendend und das finde ich wirklich bemerkenswert. Es hat mir gezeigt, dass man in Grauzonen leben darf. Dass Verzeihen ein Prozess ist und dass man trotzdem ein weiches Herz gegenüber einer Person behalten darf. Die Angst, ein Familienmitglied zu verlieren, ist definitiv bei mir da. Aber ich würde sagen: Dieses Buch nimmt mir ein Stück dieser Angst. Ich muss nach einem Tot keine Leere „füllen“. Es ist auch einfach okay, diese Leere auszuhalten. Die politische Lage, die im Buch beschrieben wird, ist erschreckend. Und gleichzeitig motiviert sie mich. Denn genau dagegen versuche ich aktuell etwas zu tun. Bürgerwehren wirken extrem - und wenn man hört, dass es so etwas inzwischen auch in Deutschland gibt, merkt man: So weit weg ist das alles nicht mehr. Umso wichtiger ist es, dass wir laut bleiben. Dass wir auf Demos gehen. Dass wir uns nicht unterkriegen lassen. Deswegen kann ich dem Kleinen nur zustimmen: "Ich lieb Demos."

4.5

Irgendwie gemütlich, wohltuend, ehrlich, beruhigend. Alles ist kompliziert aber irgendwie bringt er Ruhe in das Chaos, Menschen die ok sind. Alles ist ok, nichts ist super gut, aber alles ist ok.

4

Schönes Buch für zwischendurch

5

Sprache finden für das, was unaussprechlich scheint

4.5

So viele Themen verpackt in wunderschöne und berührende Bilder. Ich bin froh es gelesen zu haben ✨

„Wir können diesen Ort, wo etwas beginnt und wo etwas endet, schlicht sprachlich nicht fassen. […]“ Ich habe es verschlungen. Jean‑Philippe Kindler kann wunderschöne Bilder mit seinen Worten kreieren. Es geht um Politik, Trauer, Mut, die richtigen Worte zu finden und um die Distanz zwischen zwei Menschen, die sich eigentlich sehr gerne haben. Kleine Spoiler vorhanden! ☺️ Die Erzählung über das Verhältnis zwischen dem Protagonisten und seinem Vater hat mich sehr berührt. Der ständige Wechsel zwischen Angst und kurzen Momenten der Nähe ist unglaublich gut beschrieben. Jonas ist ständig auf der Hut und darauf bedacht, alles richtig zu machen. Selbst in den schönen Momenten passt er auf, damit die Stimmung nicht kippt. Ein Zitat, das mich besonders berührt hat: „Ich saß auf der Schüssel, ließ laufen und wollte lösen: Das gesuchte Wort ist traurig. Ich war traurig. Ich war mein ganzes Leben schon traurig.“ Ein weiteres schönes Bild, das wohl viele nachempfinden können: „Alles lag offen, alles war da: die Traurigkeit und die Hoffnung. Und die Musik, die sie hörte, kühlte die Wunde, wie der Wind früher in Kindertagen, wenn man sich das Knie aufgeschlagen hatte.“ Besonders spannend fand ich das letzte Kapitel, in dem beide Perspektiven aufeinanderprallen und dadurch Nähe entsteht. Ein kleiner Abzug, weil manche Bilder zu verkopft waren und ich dadurch kurz aus der Geschichte gerissen wurde. Es ändert aber nichts daran, dass ich gelacht habe, berührt war und ein paar Tränen vergossen habe. Am Ende bleibt eine wunderschöne kleine Reise in die Welt zweier Menschen, irgendwo zwischen dem, was endet und dem, was vielleicht gerade erst beginnt. Nachtrag: Nachdem ich bei der Lesung in Berlin war, wurde mir nochmal mehr bewusst, dass die Kapitel aus Jonas Sicht deshalb so viel angenehmer waren weil es nicht um Politik ging. Auch bei der Lesung sagte die Moderatorin: „Haben sie gemerkt wie anders das Gefühl hier im Raum war, als er jetzt das Kapitel über Jonas gelesen hat.“

So viele Themen verpackt in wunderschöne und berührende Bilder. 
Ich bin froh es gelesen zu haben ✨
5

Habe das Buch von meinem Sohn geschenkt , er war auf einer Lesung von L P Kindler. Ich kannte ihn nicht und war daher sehr neugierig auf sein Buch, da ich weiß, mein Sohn ist ein sehr reflektierter Mensch. Das Buch hat mir sehr gut gefallen , ist authentisch und ehrlich .

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