Herbstgeschichte
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Description
Über die Kraft der Kunst und der lebenslangen Freundschaft
Der Schauspieler Bruno und sein Freund Michael, Schriftsteller, lernen auf einer Bahnreise die junge Marietta kennen. Die Kunststudentin ist merkwürdig unruhig und scheint vor etwas auf der Flucht zu sein. Spontan nehmen sich Bruno und Michael ihrer an und begleiten sie bis nach Venedig, wo sie nach wenigen Tagen einfach verschwindet. Erst Jahre später begegnet Michael ihr auf einer Lesung wieder. Diese Begegnung ist der Beginn einer Fürsorge für eine traumatisierte Frau, deren Geschichte auch die Lebenswege von Michael und Bruno verändert.
Sten Nadolny hat einen klugen, hintersinnigen Roman über lange Freundschaften, tiefe Versehrungen und die Kraft des Erzählens geschrieben.
»Sten Nadolny ist ein Erzähler unvergesslicher Geschichten.« FAZ
Sten Nadolnys Longseller »Die Entdeckung der Langsamkeit« ist ein moderner Klassiker
Book Information
Author Description
Sten Nadolny, geboren 1942 in Zehdenick an der Havel, lebt in Berlin. Für sein Werk wurde er unter anderen mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis 1980, dem Hans-Fallada-Preis 1985, dem Premio Vallombrosa 1986, dem Ernst-Hoferichter-Preis 1995 und dem Weilheimer Literaturpreis 2010 ausgezeichnet. Nach seinem literarischen Debüt »Netzkarte« erschien 1983 der Roman »Die Entdeckung der Langsamkeit«, der in alle Weltsprachen übersetzt wurde und inzwischen zum modernen Klassiker der deutschsprachigen Literatur geworden ist. Seitdem veröffentlichte Sten Nadolny zahlreiche Romane, unter anderem »Ein Gott der Frechheit«, »Er oder ich« und zuletzt »Das Glück des Zauberers«. Für seinen Familienroman »Weitlings Sommerfrische« bekam er 2012 den Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Herbstgeschichte ist – fast möchte man sagen – ein ruhiger Krimi Noir, allerdings einer, der sich den gängigen Regeln verweigert. Statt klassischer Spannung erhält man ein ungewöhnliches Dreier-Gespann aus Schriftsteller, Schauspieler und Studentin. Der Erzähler Titus, der als Freund und zugleich Außenstehender fungiert, schildert die Ereignisse mit einer gewissen Zurückhaltung, die typisch für Nadolny ist. Inhaltlich schlägt das Buch erstaunlich viele Brücken zur Gegenwart. Nadolny streift Corona, Impfungen und Impfgegner, #MeToo – inklusive der Frage nach unrechtmäßigen Beschuldigungen –, das Gendern und allgemein jene gesellschaftlichen Debatten, in denen kleine, aber laute Gruppen den Ton angeben. Man fragt sich unweigerlich: Will er all das nur andeuten, spiegeln, kritisch beleuchten? Oder ist da tatsächlich ein Groll, den er kaum verborgen hält? Ich bin mir nicht sicher – und vielleicht ist gerade diese Ungewissheit einer der Reize des Buches. Der Roman ist langsam, leise und in seinem Erzählen leichtfüßig. Nadolny bleibt seinem Stil treu: Der Text hat jene kontemplative Qualität, die bereits Die Entdeckung der Langsamkeit ausgezeichnet hat, und auch die sprachliche Feinheit, die man aus Selim oder die Gabe der Rede kennt. Wer diese beiden Werke mochte, wird Herbstgeschichte mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls lieben.

Sten Nadolny erzählt die Geschichte zweier ehemaliger Schulfreunde, die in ihren frühen 50ern die Bekanntschaft einer schwer traumatisiertrn jungen Frau machen. Die Schicksale der Drei werden sich über die nächsten 2 Jahrzehnte immer wieder kreuzen. Es geht ums Helfen uns geholfen Bekommen, um Pflichtgefühl und Abhängigkeit. Erzählt ist das Buch toll, es liest sich spannend und ist sprachlich sehr schön. Allerdings bleiben die 3 Hauptcharaktere für mich unnahbar und fremd. Was mich aber am meisten gestört hat, ist der "male gaze", der sich durch das ganze Buch gezogen ist, was bestimmt dem Alter bzw der Generation des Autors geschuldet und daher nachvollziehbar ist, für mich aber einfach störend.
Eine Geschichte in mehreren Dimensionen
Ich habe nicht ganz in das Buch hineingefunden. Die vorliegende Geschichte war mir einfach nicht interessant und spannend genug. Außerdem werden teilweise Aspekte wiederholt, weil es sich um eine Geschichte in mehreren Dimensionen handelt und das dann die Natur der Sache ist. Also das Buch handelt von jemanden der ein Buch über die Geschichte schreibt, in der er teilweise auch vorkommt, weil er die Protagonisten kennt. Die Idee ist auch ganz nett und hat vor allem am Ende einen gewissen Charme, schafft es aber nicht, den ganzen Roman relevant zu machen. Die Sprechstimme ist sehr angenehm und passend für diesen Roman.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Über die Kraft der Kunst und der lebenslangen Freundschaft
Der Schauspieler Bruno und sein Freund Michael, Schriftsteller, lernen auf einer Bahnreise die junge Marietta kennen. Die Kunststudentin ist merkwürdig unruhig und scheint vor etwas auf der Flucht zu sein. Spontan nehmen sich Bruno und Michael ihrer an und begleiten sie bis nach Venedig, wo sie nach wenigen Tagen einfach verschwindet. Erst Jahre später begegnet Michael ihr auf einer Lesung wieder. Diese Begegnung ist der Beginn einer Fürsorge für eine traumatisierte Frau, deren Geschichte auch die Lebenswege von Michael und Bruno verändert.
Sten Nadolny hat einen klugen, hintersinnigen Roman über lange Freundschaften, tiefe Versehrungen und die Kraft des Erzählens geschrieben.
»Sten Nadolny ist ein Erzähler unvergesslicher Geschichten.« FAZ
Sten Nadolnys Longseller »Die Entdeckung der Langsamkeit« ist ein moderner Klassiker
Book Information
Author Description
Sten Nadolny, geboren 1942 in Zehdenick an der Havel, lebt in Berlin. Für sein Werk wurde er unter anderen mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis 1980, dem Hans-Fallada-Preis 1985, dem Premio Vallombrosa 1986, dem Ernst-Hoferichter-Preis 1995 und dem Weilheimer Literaturpreis 2010 ausgezeichnet. Nach seinem literarischen Debüt »Netzkarte« erschien 1983 der Roman »Die Entdeckung der Langsamkeit«, der in alle Weltsprachen übersetzt wurde und inzwischen zum modernen Klassiker der deutschsprachigen Literatur geworden ist. Seitdem veröffentlichte Sten Nadolny zahlreiche Romane, unter anderem »Ein Gott der Frechheit«, »Er oder ich« und zuletzt »Das Glück des Zauberers«. Für seinen Familienroman »Weitlings Sommerfrische« bekam er 2012 den Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag.
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Herbstgeschichte ist – fast möchte man sagen – ein ruhiger Krimi Noir, allerdings einer, der sich den gängigen Regeln verweigert. Statt klassischer Spannung erhält man ein ungewöhnliches Dreier-Gespann aus Schriftsteller, Schauspieler und Studentin. Der Erzähler Titus, der als Freund und zugleich Außenstehender fungiert, schildert die Ereignisse mit einer gewissen Zurückhaltung, die typisch für Nadolny ist. Inhaltlich schlägt das Buch erstaunlich viele Brücken zur Gegenwart. Nadolny streift Corona, Impfungen und Impfgegner, #MeToo – inklusive der Frage nach unrechtmäßigen Beschuldigungen –, das Gendern und allgemein jene gesellschaftlichen Debatten, in denen kleine, aber laute Gruppen den Ton angeben. Man fragt sich unweigerlich: Will er all das nur andeuten, spiegeln, kritisch beleuchten? Oder ist da tatsächlich ein Groll, den er kaum verborgen hält? Ich bin mir nicht sicher – und vielleicht ist gerade diese Ungewissheit einer der Reize des Buches. Der Roman ist langsam, leise und in seinem Erzählen leichtfüßig. Nadolny bleibt seinem Stil treu: Der Text hat jene kontemplative Qualität, die bereits Die Entdeckung der Langsamkeit ausgezeichnet hat, und auch die sprachliche Feinheit, die man aus Selim oder die Gabe der Rede kennt. Wer diese beiden Werke mochte, wird Herbstgeschichte mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls lieben.

Sten Nadolny erzählt die Geschichte zweier ehemaliger Schulfreunde, die in ihren frühen 50ern die Bekanntschaft einer schwer traumatisiertrn jungen Frau machen. Die Schicksale der Drei werden sich über die nächsten 2 Jahrzehnte immer wieder kreuzen. Es geht ums Helfen uns geholfen Bekommen, um Pflichtgefühl und Abhängigkeit. Erzählt ist das Buch toll, es liest sich spannend und ist sprachlich sehr schön. Allerdings bleiben die 3 Hauptcharaktere für mich unnahbar und fremd. Was mich aber am meisten gestört hat, ist der "male gaze", der sich durch das ganze Buch gezogen ist, was bestimmt dem Alter bzw der Generation des Autors geschuldet und daher nachvollziehbar ist, für mich aber einfach störend.
Eine Geschichte in mehreren Dimensionen
Ich habe nicht ganz in das Buch hineingefunden. Die vorliegende Geschichte war mir einfach nicht interessant und spannend genug. Außerdem werden teilweise Aspekte wiederholt, weil es sich um eine Geschichte in mehreren Dimensionen handelt und das dann die Natur der Sache ist. Also das Buch handelt von jemanden der ein Buch über die Geschichte schreibt, in der er teilweise auch vorkommt, weil er die Protagonisten kennt. Die Idee ist auch ganz nett und hat vor allem am Ende einen gewissen Charme, schafft es aber nicht, den ganzen Roman relevant zu machen. Die Sprechstimme ist sehr angenehm und passend für diesen Roman.








