Gym
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Book Information
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Gefangen in einer toxischen Gedankenwelt einer namenlosen Protagonistin🫣🎭
Wow🫣. Gym von Verena Kessle hat mich wirklich mitgerissen. Wir sind gefangen in den verwirrenden, toxischen und irgendwann echt düsteren Gedanken unserer namenlosen Protagnonistin. Was harmlos beginnt, entpuppt sich sehr schnell schon als creepy, cringe und definitiv nicht normal🫣. Während des gesamten Buches erinnert sich die Protagonistin an eine schlimme Tat, aus der Vergangenheit, die uns aber nur häppchenweise enthüllt wird. Ihr Neustart als angestellte im Gym soll ihr gut tun - bis ihr Gedankenkarusell wieder los geht...🫣🎭 Verstörend, deep, toxisch, spannend, schockierend...Die Autorin hat ein Händchen dafür, sich in die tiefen Abgründe der menschlichen Psyche einzunisten und diese zu erforschen! Ich empfehle es definitiv weiter!

Oohhaa
Ein Buch, was einen einfach nur in seinen Bann zieht. Der Schreibstil ist flüssig ,die Handlung spannend, die Kapitel kurz. Man kann einfach nicht aufhören. Man muss weiterlesen, auch wenn man Angst vor der weiteren Zuspitzung hat. Weggucken möchte und doch hingucken muss ... aushalten muss, was hier eigentlich passiert. Ich habe das nicht immer geschafft und musste manche Passagen einfach überfliegen. Es war zu viel. Die Autorin spielt mit Scham, Ekel, Wut, Sucht ... und dabei fing alles harmlos, aber mit einer Lüge, an.
Großartig
Dieses herrliche Fitnessstudio-Kammerspiel habe ich mit Ausnahme der ersten 20 Seiten komplett an einem Tag durchgezogen, weil es mich so in seinen Bann gezogen hat. Die Spannungskurve ist einfach großartig konstruiert. Verena Kessler entwirft eine Fitnessübung mit drei Sätzen, die aber nach dem ersten Satz komplett aus den Fugen gerät. Keiner zählt mehr mit. Die unzuverlässige und namenlose Erzählperson macht das Ganze obendrein dadurch spannend, dass sie die Leserschaft in ihren Bann (oder Wahn?) zieht und ihre eigene subjektive Wirklichkeitskonstruktion präsentiert. Hier verlieren Objektivität und Logik ihre Wirkkraft. Man könnte auch sagen, die Erzählerin ist eine notorische Lügnerin, die sich immer mehr in ihre Lügengeschichte verstrickt und sie mit aller Macht aufrechterhält. In meiner Wahrnehmung geht es bei Gym darum, wie sich langsam und stetig eine psychische Erkrankung entwickeln und manifestieren kann. Zu Beginn des Romans wird man mit Humor und kleinen Lachern in die Handlung eingesogen. Wenn es denn absurd, mitunter ekelig und auch wahnhaft wird, kann man nicht mehr aussteigen. Ich hab‘s komplett geliebt und hatte danach richtig Redebedarf.
WTF
Als fellow gymgirl habe ich mich anfangs sehr abgeholt gefühlt von dem Buch. Der Weg der unbenannten Protagonistin fühlte sich vertraut an. Bis er es nicht mehr tat und ich nur noch mit großen Augen weiterlesen musste. Keine Ahnung, ob ich das Buch empfehlen würde, aber ich habe es verschlungen. Es ist ganz wunderbar leicht geschrieben, trocken und humorvoll, hat Spaß gemacht! Ich sehe meine Fingernägel jetzt mit ganz anderen Augen.
Ein Roman, der immer mehr an Fahrt aufnimmt, und man in einen Strudel aus Körperkult, Lügen und Neid hineingezogen wird. Die Protagonistin driftet immer mehr an in ein Extrem, angestachelt von einer anderen Frau. Es entfacht ein stiller Wettkampf, wer in der Lage ist, seinen Körper mehr zu quälen. Aber der größere Faktor: ihr Wesen scheint sich auch zu verändern. Hatte sie davor noch ein sorgsam aufgebautes Lügenkonstrukt entwickelt, war es ihr am Ende komplett egal, dass ihre Lügen entlarvt wurden. Dass das Thema weibliche Wir hier so martialisch dargestellt wurde, fand ich sehr eingängig. Und am Ende werden wir Leser:innen entlassen mit der Frage: entbrennt wieder ein neuer Wettkampf in einer anderen Arena?
Wahnsinn!
- Bücherschrankfund - Also dieses Buch hat mich echt überrascht. Ich wusste schon, dass es mir auf Grund der Thematik wahrscheinlich gefallen würde (hab das Buch auch im Gym gelesen 😂), aber dass solche Plottwists kommen, damit hätte ich nicht gerechnet. Ich muss sagen ich fands echt geil, dass nicht einzelne Themen im Fokus standen, sondern die Autorin ein ganzes System an Themen gezeigt hat. Ich fand es toll, dass gezeigt wurde, dass Handlungen reale Folgen haben unf schlimme Dinge nicht immer plötzlich und nur bösen Menschen passieren. Es wird gezeigt wie schnell Ideale kippen können und man hinterfragt seine Moral. Solche Bücher liebe ich sehr ❤️ Ich hab die Kernfrage des Buches auch geliebt, nämlich "Was passiert, wenn eine kranke Gesellschaft krankes Verhalten als Stärke/etwas Positives feiert?" Wahnsinnig spannende Frage fand ich 👍 Der einzige Minuspunkt war für mich die Flashbacks, die etwas verwirrend sein können, weil sie nicht gekennzeichnet sind. Für einige könnte ich mir noch vorstellen dass der Ekel ein Minuspunkt sein könnte. Für mich wars das nicht, da ich auch gern Horror lese 😂👌 Fazit: Ein humorvolles Buch, was etwas überzogen wirkt, aber gleichzeitig erschreckend nah an realen Tendenzen ist und eigentlich permanent einen Spiegel hochhält. Große Empfehlung 🙂↕️

garantierte Unterhaltung auf 188 Seiten
Toller Roman. Ich habe dieses Buch auf einen Satz gelesen und konnte es kaum weglegen. Diese Story beinhaltet so ziemlich alles was man sich von einem spannenden, vielseitigem Roman wünscht. Spannung, sozialkritisch, charakterstarke Protagonistin, gut dosierte Verstörung gemischt mit feinem Humor.
Seit der Frankfurter Buchmesse 25 lag dieses Buch auf meinem SuB. Die Lesung von der sehr sympathischen Verena Kessler war toll! Mehr oder weniger absichtlich habe ich das Buch aber erstmal auf dem SuB gelassen. Ich hatte einfach schon zu viele Rezensionen darüber gelesen, die wollte ich erst aus meinem Kopf haben. Frei an das Buch rangehen. Heute habe ich es in einem Rutsch gelesen. "Jahrelang hatte mein Körper vor allem gesessen, er war ein Bürokörper, ein U-Bahn-Körper, ein Couchkörper." Ein einschneidendes Erlebnis ändert alles und die Protagonistin fängt in einem Gym an. Ihren untrainierten Körper erklärt sie damit, gerade erst entbunden zu haben. Fehrat gibt ihr die Chance zu einem Neustart in seinem Fitnessstudio. Anstrengend ist nicht nur das viele Stehen, sondern auch das ständige Erfinden von Geschichten rund um den "Kleinen". Nach und nach kommen nicht nur die Geschehnisse ans Licht, die den Jobwechsel erforderlich machten, sondern wächst auch die Obsession zum Kraftsport. Sie trainiert immer härter und öfter. Ihre größte Kraft scheint ihr Wille zu sein. Nicht nur das Training wird intensiver, auch ihre Ernährung unterwirft sie dem Ziel einen perfekten Körper zu bekommen. Das ist zum Teil schon sehr....naja....Besonders. Mir hat das Buch richtig gut gefallen, ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Auch der hintergründige Humor hat mir viel Freude bereitet. Das Extreme zu verfolgen hat mich atemlos gemacht, sprachlos. Kurz vor dem gut konstruierten Ende war es mie etwas zu drüber. Nichts desto trotz für mich ein tolles Buch welches ich sehr gerne gelesen habe.

Anfangs stark, dann gings abwärts
Mich hat das Cover abgesprochen - wie meistens. Der Einstieg war zügig, ohne Kontext und es ging schnell voran in der Story. Einiges Lächeln und Grinsen am Anfang, verschwand aber ab der Mitte des Buches. Was sich scheinbar langsam aufbaute, wurde in der Entwicklung des Charakters immer zügiger vorangetrieben... An sich ein gutes Stilmittel, wobei es mir etwas zu schnell ging und der Geschichte einen unglaubwürdigen Touch verlieh. Es wirkte so, als wolle die Autorin zu schnell zu viel. Das Ende war für micu eigentlich nur noch konfus bzw ab dem letzten Drittel der Geschichte ging für mich der Faden verloren.
Was zur Hölle? Der Anfang ist so gut. Dann wird es rapide absurd...
Am Anfang war ich schnell in der Story. Fand es amüsant, absurd, komisch. Dann streuen sich Sequenzen des alten Lebens hinein und es wird immer weirder. Tbh ab 60-70% fand ich es anstrengend und das Ende gefiel mir nicht, weil es so halbgar war. Mir war zu wenig aufgeklärt.
Dass mir das Buch so sehr gefallen wird, das hatte ich nicht kommen sehen. 🌟
Was eine wilde Geschichte! Anfangs noch ganz witzig, wird die Handlung immer bizarrer und wilder. Toll geschrieben und eine ungewöhnliche Protagonistin. Das Buch hat mich richtig in seine Bann gezogen und begeistert. Das offene Ende hat mir auch gut gefallen. Ein ungewöhnliches Buch, das sicher nicht für jede*n was ist.
Gym von Verena Keßler Gym hat mich beim Lesen zunehmend ratlos zurückgelassen. Das Buch springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart und deutet mögliche Folgen an, ohne diese Ebenen für mich wirklich miteinander zu verbinden. Ich hatte lange das Gefühl, dass etwas Wichtiges im Hintergrund liegt aber was genau, blieb bis zum Schluss unklar. Besonders schwierig fand ich, dass sich mir weder die Protagonistin noch ihr Verhalten erschlossen haben. Es bleibt offen, was ihr konkret passiert ist, warum sie handelt, wie sie handelt, und wohin ihre Reise eigentlich führen soll. Statt Entwicklung oder Erkenntnis gibt es viele Andeutungen, Leerstellen und atmosphärische Momentaufnahmen. Diese könnten spannend sein, wenn sie auf etwas zulaufen würden - für mich taten sie das nicht. Je weiter ich gelesen habe, desto mehr offene Fragen haben sich angesammelt. Die Erzählung verweigert bewusst Klarheit, bietet aber keinen emotionalen oder gedanklichen Halt, an dem ich mich festhalten konnte. Am Ende blieb bei mir weniger ein Nachhall als vielmehr Verwirrung darüber, worum es in diesem Buch eigentlich gehen wollte. Insgesamt ist Gym für mich ein Buch, das viel andeutet, aber kaum etwas einlöst. Die formale Zurückhaltung und die episodische Erzählweise haben mich nicht überzeugt, weil mir Orientierung, Entwicklung und ein greifbarer Kern gefehlt haben. ★★☆☆☆ (2 von 5 Sternen)
Berauschendes Buch mit abgefuckten Twists
Lange nicht mehr so von den Wendungen eines Buchs überrascht worden.. Ich bin durch Gym in wenigen Tagen durchgerauscht und durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen. Teil 1 hat mir belustigt. Die Idee, das (angebliche) Muttersein als Ausrede dafür zu nutzen, optisch nicht in die Gym-Bubble zu passen , hat mir gefallen. Das Buch spielt schön mit Stereotypen, um sie gleichzeitig auch immer mal wieder aufzubrechen. Dass die Protagonistin noch ein dunkles Geheimnis mit sich schleppt, war zwar permanent präsent, doch mit so einem Knall habe ich nicht gerechnet. Mir hat gefallen, wie sich Teil 2 immer mehr zu einem Fiebertraum entwickelt hat, man nur auf die große Entladung gewartet hat - und bis dahin (zumindest ging es mir so) auf starke Konfrontation mit dem eignen Ekelempfinden gehen musste. Teil 3 hätte es für mein Empfinden in der Form nicht gebraucht, ein kurzer Epilog hatte mir ausgereicht.
Achtung Suchtgefahr :)
Wenn man das Buch einmal in der Hand hat ist es schwer es wieder wegzulegen. Die Kapitel sind so kurzweilig, dass man immer denkt komm eins geht noch und schwups hat man das Buch fertig gelesen 😅 Ein Buch mit unerwartetem Tiefgang. Unterhaltsam und trotzdem ernst gegen Ende. Große Empfehlung!
Wenn du deinen Körper an die Grenzen bringts und noch darüber hinaus. Das Buch Gym von Verena Kessler hat mich positiv überrascht. Es gibt einen Einblick in die Fitnesswelt und wie schnell man sich an deren misst und auch vor Steroide keinen halt macht. Es ensteht eine Sucht nach dem perfekten Körper und man gibt alles rund herum auf und lebt nur mehr für den Sport. Tolle geschrieben. Die Kurzen Kapitel fand ich super und auch den Einblick in die Gym Welt.

Obsessiv, obszön, überspitzt – absolut filmreif!😂🏋🏻♀️
Eine gefakte Mutterschaft, Fitnesswahn bis zur Obsession, eine vermeintliche Bewährungsstrafe und Schmerzensgeld… spannend! Die Story ist so herrlich überzogen, böse und absolut filmreif. Die Hauptfigur ist mir so unsympathisch, so neidisch, konkurrenzbehaftet und krankhaft ehrgeizig, dass ich sie gleichzeitig schütteln und neugierig beobachten will. Was treibt sie bloß an? Warum ist sie so, wie sie ist?! Auch die Nebenfiguren, die deutlich liebenswerter sind, sind wunderbar gezeichnet und machen das Ganze zu einem bissigen, schwarzhumorigen Trip durch die Fitness- und Gesundheitsbranche. Kurzweilig, verstörend und verdammt unterhaltsam!
Die namenlose Protagonistin war mir von Anfang an sehr suspekt und unsympathisch. Meine erste Einschätzung hat mich nicht getäuscht. Eine obsessive Persönlichkeit, die sich in ihre jeweiligen Ziele hineinsteigert bis zur (Selbst)-Zerstörung. Die Geschichte wird in zwei Ebenen und in 3 Sätze (passend zum Fitness-Thema) unterteilt erzählt - in der Gegenwart hauptsächlich im „Gym“ und in der Vergangenheit der Protagonistin. Der Erzählstil ist dabei nicht geradlinig bis hin - für meine Begriffe - manchmal sogar etwas wirr. Tatsächlich hat mich in erster Linie die Frage bei der Stange gehalten, was in der Vergangenheit vorgefallen ist. Der Fitnessteil mit den teils ekelerregenden Ernährungsgewohnheiten der Protagonistin hat mich ab einem gewissen Punkt so abgestoßen, dass ich ohne die zweite Erzählebene möglicherweise abgebrochen hätte. Verena Kessler hat die Eskalation auf beiden Erzählebenen auf den Punkt zusammengeführt. Das Ende zeigt dann stimmig die Zukunft der Protagonistin auf. Wer zu diesem Buch greift, braucht starke Nerven und eine hohe Ekelgrenze in Bezug auf den Umgang mit Lebensmitteln.
In einem Rutsch gelesen.
Dieses Buch hat mich eine ganze Reihe von Emotionen durchleben lassen. Begann ich das Buch noch mit einem Schmunzeln zu lesen, entwickelt es eine unglaubliche Dynamik, der ich mich nicht entziehen konnte. Das Ende mich sehr erschüttert und ich hätte es mir anders gewünscht. Mich hat die Geschichte sehr beeindruckt!
Die namenlose Protagonistin nimmt einen Stelle als Tresenkraft in einem Fitnessstudio an, angeblich weil sie alleinerziehende Mutter ist und dringend einen Job braucht. Doch das Kind ist erfunden, und auch ihr bisheriger Lebensweg ist anders als erwartet. Recht schnell wird sie vom Fitnessmuffel zur Gym-Sis, trainiert immer mehr und härter und greift sogar auf Doping zurück. Doch irgendwann entgleitet ihr alles... Insgesamt fand ich dieses Buch gut lesbar, wenn auch teilweise etwas unglaubwürdig (z.B. dass das erfundene Kind Ferhat bei der Lohnabrechnung nicht auffällt oder dass die Protagonistin mit ihrer Vorgeschichte noch nie im Fitnessstudio war), wobei ich darüber recht gut hinwegsehen konnte. Allerdings fand ich die vermutete Kritik am Selbstoptimierungswahn auch etwas drüber, denn dass die Protagonistin ziemlich schnell bei Training, Ernährung und Stoffen ins Extreme abgleitet, liegt vermutlich eher oder auch an ihrer Overachiever-Persönlichkeit als an irgendwelchen gesellschaftlichen Zwängen. Trotz dieser kleinen persönlichen Kritikpunkte aber 4 Sterne, denn irgendwie hatte das Buch was :-)
Unsere Gesellschaft als Turbo der Selbstoptimierung.
Das Ich ist ein sensibles Biotop... Wie findet man den optimalen Grad zwischen Selbstpflege und Selbstoptimierung? Das war eines der ersten Dinge, die mir nach dem Lesen dieses Buchs in den Sinn kamen. Wo endet die Selbstpflege und geht zu einer krankhaften Selbstoptimierung über... Wo beginnt es zu kippen? Stellt man diese Frage in einem gesellschaftlichen Kontext wird es noch komplizierter. Im zwischenmenschlichen Rahmen kann die Selbstoptimierung einen ganz schönen Boost bekommen. Durch das Buch wird die Brille der Gesellschaft auf sehr zugespitzte und dennoch unglaublich treffende Weise dargestellt. Was sind die Gedanken und Empfindungen der Menschen wenn sie andere Menschen sehen: Anerkennung, Zuneigung, Neid, Missgunst, Scham, Ekel... Wieso müssen wir als Gesellschaft immer alles bewerten? Das Buch regt sehr dazu an, eigene Verhaltensweisen und den Blick auf andere Menschen kritisch zu hinterfragen. Ich bin durch die Seiten geflogen und fand es grandios.
"Gym" ist ein gesellschaftskritischer Roman, der auf überzogene Art und Weise aufzeigt, wohin übertriebene Selbstoptimierung, Leistungsdruck und Egoismus führen können. Zu Anfang hatte ich eher den Eindruck, dass es sich hierbei um einen eher witzigen Unterhaltungsroman handelt, doch dann ging der Roman überraschenderweise richtig in die Tiefe - vor allen Dingen als dann die Vergangenheit der namenlosen Protagonistin ins Spiel kam. Letztendlich hat mich "Gym" gut unterhalten und meine Neugier auf weitere Romane der Autorin geweckt (wie z.B. "Die Gespenster von Demmin" oder "Eva").
Ich habe eine Geschichte erwartet, die sarkastisch und mit einem Augenzwinkern die Fitnessbranche betrachtet. Was für ein Trugschluss! Ich habe eine Geschichte bekommen, die mich schockiert, angeekelt und irgendwie ahnungslos zurückgelassen hat. Da ich gerade so gar keinen Plan habe, wie ich dieses Buch bewerten soll, verzichte ich diesmal. Krasse Leseerfahrung!
Rasante Story über Fitnesswahn und Selbstoptimierung - Empfehlung!
Diese dünne Buch hat es in sich! Verena Keßler beschreibt eine junge Frau, die mehr zufällig zu einem Job in einem Fitnesstudio kommt, sich dann aber zunehmend von Training, Bodyshaping und optimaler Fitnessernährung anstecken lässt und dabei sich selbst verliert. Vor allem zu Beginn musste ich oft lachen und hatte sehr viel Spaß an dem Buch. Verena Keßler treibt ihr Protagonistin bis zum Äußersten - das fordert und macht nachdenklich. Richtig gutes Buch, schneller Erzählstil, überraschende Sogwirkung - ich kann es empfehlen!
Gym ist ein kurzer Roman der zwar amüsant wirkt aber eigentlich auch lange nach klingt. Die Kapitel sind kurz. Man kommt sofort gut rein und der Schreibstil ist angenehm ,auf dem Punkt gebracht und dabei auch etwas zynisch. Es geht um eine Frau die sich in einem Gym vorstellt und beim Gespräch eine Notlüge erfindet. Dadurch bekommt sie den Job und ist somit in der Welt des Fitness. Körperkultur, Obsessionen, Selbstoptimierung und Selbstzerstörung finde man hier . Den Schluss hätte ich persönlich nicht erwartet. Trotzdem sehr lesenwert .
Hier geht es rasant daher - zwischen Milchpumpe, Beinpresse und Basilikum. Es geht um eine Lüge, die immer größer wird und schwer zu kontrollieren ist. Es geht um die Kontrolle des Körpers, um das Überwinden von Grenzen, bis es außer Kontrolle gerät. Und es geht ums Alleinsein. Sich nicht dazugehörig zu fühlen und aus dem Wunsch nach Anerkennung immer noch ein bisschen mehr als 100% zu geben.
Hm, hm, hm 🫢
Ich glaube mir ist es schon lange nichtmehr so schwer gefallen eine Bewertung zu schreiben! Das Buch war angenehm zu lesen - aber es war auf jeden Fall verrückt und auch echt eklig manchmal. Grad wenn man kein Fleisch isst. xD Ich weiß es nicht … wars gut, wars schlecht? Kann ich nicht sagen. 😭
GYM von Verena Keßler hat mich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten zurückgelassen. Der Roman zeigt sehr zugespitzt, wie stark Konkurrenzkampf und Geltungsdrang das Leben der Protagonistin bestimmen. Im Fitnessstudio wird das ständige Sich-Vergleichen und Streben nach Anerkennung fast schon zur Obsession. Das ist stellenweise eindringlich, mir persönlich aber oft zu überdreht und emotional schwer zugänglich. Trotzdem bleibt die Kritik an Selbstoptimierung und Leistungsdruck im Kopf.
Wilder Ritt durchs Megagym
Gute Unterhaltung mit überspitzten Charakteren und wilder Geschichte. Hier wird nicht leise Sozialkritik ausgesprochen, man wird mit dem Megafon angeschrien. Allen voran einfach der Optimierungswahnsinn, höher, schneller weiter und man muss es nur wollen. Auch toll war wie alle Ihr eigenes Narrativ erfinden und es stellt keiner in Frage. Das Baby, welches nicht existiert, die Sportfluencerin, welche nur Erfolg hat dank Ihres Pos usw Am Ende war es oft ehrlich eklig und ich mochte eigentlich keinen der Charaktere. Und trotzdem konnte ich nicht aufhören zu hören. Hat es mich unterhalten, ja auf eine merkwürdige faszinierende Art. Hat es mich zum Nachdenken bewegt, ja irgendwie schon. Man sollte einfach vieles nicht glauben, was die Menschen dir erzählen.
Kontrolle oder Kontrollverlust? 🏋🏼♀️
Eigentlich wollte sie nur einen Neuanfang. Doch im Fitnessstudio wird schnell mehr daraus: ein Ort voller Blicke, Erwartungen und Fragen danach, wie wir unseren eigenen Körper sehen In kurzen, präzisen Szenen beobachtet man das Geschehen im Fitnessstudio: Wer schaut wen an? Wer fühlt sich gesehen, oder bewertet? Und wie sehr bestimmen gesellschaftliche Normen darüber, wie wir unseren eigenen Körper wahrnehmen? Das Buch ist klug, beobachtend und manchmal ganz schön unangenehm 🙈 Die Geschichte zeigt, wie viel mehr hinter einem scheinbar alltäglichen Ort wie dem Fitnessstudio steckt – Machtverhältnisse, Schönheitsideale und die Frage, wem Raum eigentlich gehört. Ich habe das Buch total gerne gelesen, es hat mich so gut unterhalten, war manchmal etwas eklig, aber auch lustig! Und ich musste es so schnell zu Ende lesen, da ich unbedingt wissen musste, wie es ausgeht 😮💨😁 Auch für die, die nicht ins Fitnessstudio gehen: eine absolute Empfehlung ☺️

Mikrokosmos Fitnessstudio
Sie braucht dringend einen Job, egal welchen. Da kommt das Gym gerade recht. Blöd nur, dass ihr Körper so gar nicht nach Gym aussieht. Doch sie bekommt den Job, mit einer klitzekleinen Notlüge: sie hat grad ein Baby bekommen. Doch ihr erfundenes Baby ist nicht das einzige Geheimnis von ihr, was verbirgt sie? Und welche alten Verhaltensmuster reißen auf, als sie sich kopfüber und voller Ehrgeiz ins Training stürzt? Der Roman ist eine amüsant überspitzte Darstellung der Leistungsgesellschaft und dem Mikrokosmos des Fitnessstudios mit all seinen Grüppchen und verschiedenen Menschen und zeigt vor allem, wie schnell sich ein gesundes Verhalten ins ungesunde und wahnhafte entwickeln kann. Will sich die namenlose Protagonistin am Anfang des Trainings noch selbst erschaffen, gleitet sie getrieben von Wut und Konkurrenzkampf in eine solche Obsession, dass man ihr bald eher beim zerstören, als beim erschaffen zuschaut. Trotzdem bleibt sie für mich unnahbar, ihre Gedanken und Gefühle sind kaum greifbar und auch ihre Intention bleibt für mich in einem Nebel aus aufgewirbelten Proteinpulver ungesehen. Trotzdem ein Roman, der mit diesem Setting des Fitnessstudios mal völlig anders an das Thema des Leistungsdrucks herangeht und mit seiner Wut, der Besessenheit und dem Ekel, den er auslöst, doch in einer hohen Intensität im Kopf bleibt.
Eine bizarre Psychoanalyse über Machtstreben(?) So richtig bin ich bei dem Buch noch nicht durchgestiegen.
"Gym" von Verene Keßler. Was soll ich dazu sagen? Ich weiß es nicht! Festhalten kann ich für mich, dass Keßler wieder eine sehr spannende Charakterstudie hier vorgelegt hat. Im Mittelpunkt steht die unbenannte mittelalte Protagonistin, die sich bei einem Fitnesstudio bewirbt und auf Nachfrage nach ihrer unsportlichen Figur mit einer Lüge, dass sie vor kurzem entbunden hat, antwortet. Ab dann begleitet man sie in ihrem Arbeitsalltag, wo sie immer exzessiver in den Sportwahn reindriftet, und bekommt durch Rückblenden einen Einblick in ihre Vergangenheit, die nicht ohne ist. Keßlers Schreibstil hatte wieder keine Längen, so dass man das Buch schnell und gut weglesen konnte. Nur bin ich aus dem Buch halt nicht schlau geworden. Die Protagonistin ist mit ihrem Verhalten und ihren Lügen, ihrem Machtstreben wahrlich keine Symphatieträgerin. Ihr "Ess"verhalten am Ende war auch sehr eklig beschrieben. Und mir war halt nicht klar, ist es eine Kritik am Machtstreben, am Lügen, am Fitnesswahn? Mir hat irgendwie ein klares Ziel im Buch gefehlt. Und auch das Ende bleibt nebulös. Wer ist die andere Frau in der Klinik, die sie dann obsessiv wieder verfolgt? Für mich bleiben nach dem lesen sehr viele Fragen offen. Mein Fazit: Das Buch ist schon interessant, aber irgendwie fehlt mir ein roter Faden.

Verpasste Chance
Die Protagonistin braucht dringend einen Job - für das Fitnessstudio ist sie eigentlich nicht fit genug, also erfindet sie die Geschichte, dass sie gerade gebunden hat… und dann versinkt sie immer mehr in die Fitness-Welt. Diese absurde Situation macht am Anfang beim Lesen wirklich Spaß, irgendwann spielt die Lüge aber gar keine Rille mehr. Die Handlung ist natürlich sehr überspitzt, aber auch eindimensional. Ich hatte gehofft, dass die Autorin die Möglichkeiten, die das Thema Gym hergibt, noch mehr ausreizt und ein tolles Porträt dieser Welt zeigt. Aber dafür ist der Text zu fragmentarisch und die Psychologie der Protagonistin kommt zu kurz, denn eigentlich werden nur ihre Handlungen beschrieben. Das Debüt der Autorin hat mir in Summe besser gefallen.
Irre und zugleich interessant
Dieses Buch ist wirklich interessant es fängt sehr einfach an. Es passiert nichts ungewöhnliches und schleicht sich so dahin. Trotzdem fragt man sich zwischendurch immer, was ihr passiert ist, zur Mitte hin wird es dann ziemlich schnell, sehr eklig und irre. Wieso ist die Frau so obsessiv? Wieso ist die Frau so aggressiv und zum Schluss erklärt sich einiges. Ich finde super interessant, die Entwicklung zu sehen, wie sie durch Konkurrenzkampf aggressiv wird, wie sie irgendwie anders ist. Aber doch dieselbe, wie brutal sie wirklich ist nur, weil sie sich hintergangen fühlt. Besonders gut fand ich auch den Einblick in die geschlossene und auch da ihre Gedanken weiterhin von Konkurrenz und Brutalität geleitet werden . Ich finde auch gut, dass einige Dinge offen gehalten werden ob es nun stimmt mit ihrer Freundschaft oder ob es eine Lüge ist. Einen Stern Abzug weil ich finde man hätte dieses Buch auch noch länger machen können.  Und weil ich es am Anfang etwas langweilig fand.
Zwischen Hantelbank und Wahnsinn
„Gym“ hat mich total überrascht! Eigentlich dachte ich, es geht einfach ums Fitnessstudio, aber das Buch ist viel tiefer. Es geht um Kontrolle, Selbstoptimierung, Schuld und die Suche nach einem Neuanfang – alles verpackt in einer richtig besonderen Erzählweise. Ich fand’s spannend, manchmal verstörend, aber vor allem super interessant geschrieben. Zeigt, wie nah Stärke und Wahn beieinander liegen können. Sprachlich richtig gut, clever aufgebaut – und ja, es hat mir echt Spaß gemacht zu lesen!

Im Verlauf des Lesens von 3,5 auf 4,1 gestiegen. Es startet als belanglose Beschreibung der alltäglichen Gepflogenheiten in der Gym Bubble (zwar sure inkl. aller Absurditäten,aber joah alltäglicher Gym CultureWahnsinn halt,wäre so dahingeplätschert) .Uferte jedoch zum " Glück" durch die psychisch labile und obsessive Protagonistin eingebettet in 3 verschiedene Settings komplett aus.Konkurrenzkämpfe um die Crown kann man schließlich auch in Kliniken austragen
Krass.
"Sie alle waren hier, um irgendwo dazugehören. Um ihren Körper so anzupassen, dass er sich in ein Bild fügte." - S. 103 Großartige Geschichte über Körperwahrnehmung und (falsche) Idealvorstellungen. Der Schauplatz der Handlung ist ein Fitnessstudio, die Hauptprotagonistin eine junge Frau, die Dreck am Stecken hat und dringend einen Job braucht, sich deswegen sogar ein Kind ausdenkt und ihr Leben dann in (noch) extreme(re) Bahnen lenkt. Fitnesswahn next Level! War mal was ganz anderes und hat mir herausragend gut gefallen.
GYM Verena Kessler ET: 19.8.25 Unsere namenlose Ich-Erzählerin sucht dringend einen Job. Mit ungewaschenen Haaren und Erdnussflip-Bauch steht sie vor Ferhat, dem Besitzer des Mega Gyms. Schon beim ersten Blick ist ihm klar: Diese Bewerberin passt so gar nicht in sein Bild von „schlank, sportlich, muskulös“. Doch als sie behauptet, gerade entbunden zu haben, drückt er ein Auge zu und stellt sie ein – ohne zu ahnen, dass es sich dabei um eine Notlüge handelt. Fragen nach dem Baby weicht sie geschickt aus, und wenn jemand Fotos sehen will, präsentiert sie kurzerhand das Kind einer Ex-Kollegin. Doch die Umgebung im Gym bleibt nicht ohne Wirkung: Umgeben von trainierten, perfekt durchgestylten Körpern beginnt sie, sich selbst immer stärker in Frage zu stellen. Der Drang zur Selbstoptimierung packt sie – und bald kennt ihr Ehrgeiz beim Training kaum noch Grenzen. Wie weit sie geht und wo das alles endet, müsst ihr selbst lesen … Was für ein krasses Buch! Ich habe es in einem Rutsch verschlungen. Verena Kessler trifft einmal mehr den Nerv der Zeit: Schönheitswahn, Leistungsdruck, der Wunsch nach Anerkennung – all das verdichtet sie in einer packenden Geschichte. Besonders gelungen fand ich die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, die der Erzählung viel Tiefe geben. Der Schreibstil ist wie gewohnt mitreißend, klar und nie vorhersehbar – ein Text, der immer wieder überraschende Haken schlägt. Allerdings sollte man als Leser*in nicht zu zart besaitet sein, denn manche Szenen sind durchaus verstörend oder eklig. Ein kleiner Kritikpunkt: Ich hätte mir mehr Hintergrund darüber gewünscht, was letztlich die Psychose der Protagonistin ausgelöst hat. Dieser Aspekt blieb für mich etwas offen. Fazit: Ein starkes, eindringliches Buch, das direkt ins Heute passt, tiefgründig und dennoch schnell zu lesen. Ich brauch definitiv noch ein wenig Zeit, um alles nachwirken zu lassen. 4½/5

Sehr lesenswert: 👍👍👍👍
«@justwannasweat, so hiess Swetlanas Account. Laut ihrer Bio war sie Aerobic, Fitness & Dance Instructor und gab unter anderem Kurse im MEGA GYM.» Im MEGA GYM spielt dieses moderne Kammerspiel von Verena Kessler. Eine originelle, rasant und unterhaltsam erzählte Geschichte einer Antiheldin, die als Fitnesscenter-Mitarbeiterin eine Chance kriegt, weil der nach eigener Aussage feministische GYM-Chef der jungen Mutter eine Perspektive bieten will. Dass die Mutterschaft als Ausrede für den unflachen Bauch erfunden werden musste: geschenkt. Mir gefällt das Sitcomhafte, mit der sich die Autorin subtil in Kapitalismus- und Social-Media-Kritik übt - daran ändert auch der etwas unmotivierte Schluss nichts.

Characteristics
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Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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Gefangen in einer toxischen Gedankenwelt einer namenlosen Protagonistin🫣🎭
Wow🫣. Gym von Verena Kessle hat mich wirklich mitgerissen. Wir sind gefangen in den verwirrenden, toxischen und irgendwann echt düsteren Gedanken unserer namenlosen Protagnonistin. Was harmlos beginnt, entpuppt sich sehr schnell schon als creepy, cringe und definitiv nicht normal🫣. Während des gesamten Buches erinnert sich die Protagonistin an eine schlimme Tat, aus der Vergangenheit, die uns aber nur häppchenweise enthüllt wird. Ihr Neustart als angestellte im Gym soll ihr gut tun - bis ihr Gedankenkarusell wieder los geht...🫣🎭 Verstörend, deep, toxisch, spannend, schockierend...Die Autorin hat ein Händchen dafür, sich in die tiefen Abgründe der menschlichen Psyche einzunisten und diese zu erforschen! Ich empfehle es definitiv weiter!

Oohhaa
Ein Buch, was einen einfach nur in seinen Bann zieht. Der Schreibstil ist flüssig ,die Handlung spannend, die Kapitel kurz. Man kann einfach nicht aufhören. Man muss weiterlesen, auch wenn man Angst vor der weiteren Zuspitzung hat. Weggucken möchte und doch hingucken muss ... aushalten muss, was hier eigentlich passiert. Ich habe das nicht immer geschafft und musste manche Passagen einfach überfliegen. Es war zu viel. Die Autorin spielt mit Scham, Ekel, Wut, Sucht ... und dabei fing alles harmlos, aber mit einer Lüge, an.
Großartig
Dieses herrliche Fitnessstudio-Kammerspiel habe ich mit Ausnahme der ersten 20 Seiten komplett an einem Tag durchgezogen, weil es mich so in seinen Bann gezogen hat. Die Spannungskurve ist einfach großartig konstruiert. Verena Kessler entwirft eine Fitnessübung mit drei Sätzen, die aber nach dem ersten Satz komplett aus den Fugen gerät. Keiner zählt mehr mit. Die unzuverlässige und namenlose Erzählperson macht das Ganze obendrein dadurch spannend, dass sie die Leserschaft in ihren Bann (oder Wahn?) zieht und ihre eigene subjektive Wirklichkeitskonstruktion präsentiert. Hier verlieren Objektivität und Logik ihre Wirkkraft. Man könnte auch sagen, die Erzählerin ist eine notorische Lügnerin, die sich immer mehr in ihre Lügengeschichte verstrickt und sie mit aller Macht aufrechterhält. In meiner Wahrnehmung geht es bei Gym darum, wie sich langsam und stetig eine psychische Erkrankung entwickeln und manifestieren kann. Zu Beginn des Romans wird man mit Humor und kleinen Lachern in die Handlung eingesogen. Wenn es denn absurd, mitunter ekelig und auch wahnhaft wird, kann man nicht mehr aussteigen. Ich hab‘s komplett geliebt und hatte danach richtig Redebedarf.
WTF
Als fellow gymgirl habe ich mich anfangs sehr abgeholt gefühlt von dem Buch. Der Weg der unbenannten Protagonistin fühlte sich vertraut an. Bis er es nicht mehr tat und ich nur noch mit großen Augen weiterlesen musste. Keine Ahnung, ob ich das Buch empfehlen würde, aber ich habe es verschlungen. Es ist ganz wunderbar leicht geschrieben, trocken und humorvoll, hat Spaß gemacht! Ich sehe meine Fingernägel jetzt mit ganz anderen Augen.
Ein Roman, der immer mehr an Fahrt aufnimmt, und man in einen Strudel aus Körperkult, Lügen und Neid hineingezogen wird. Die Protagonistin driftet immer mehr an in ein Extrem, angestachelt von einer anderen Frau. Es entfacht ein stiller Wettkampf, wer in der Lage ist, seinen Körper mehr zu quälen. Aber der größere Faktor: ihr Wesen scheint sich auch zu verändern. Hatte sie davor noch ein sorgsam aufgebautes Lügenkonstrukt entwickelt, war es ihr am Ende komplett egal, dass ihre Lügen entlarvt wurden. Dass das Thema weibliche Wir hier so martialisch dargestellt wurde, fand ich sehr eingängig. Und am Ende werden wir Leser:innen entlassen mit der Frage: entbrennt wieder ein neuer Wettkampf in einer anderen Arena?
Wahnsinn!
- Bücherschrankfund - Also dieses Buch hat mich echt überrascht. Ich wusste schon, dass es mir auf Grund der Thematik wahrscheinlich gefallen würde (hab das Buch auch im Gym gelesen 😂), aber dass solche Plottwists kommen, damit hätte ich nicht gerechnet. Ich muss sagen ich fands echt geil, dass nicht einzelne Themen im Fokus standen, sondern die Autorin ein ganzes System an Themen gezeigt hat. Ich fand es toll, dass gezeigt wurde, dass Handlungen reale Folgen haben unf schlimme Dinge nicht immer plötzlich und nur bösen Menschen passieren. Es wird gezeigt wie schnell Ideale kippen können und man hinterfragt seine Moral. Solche Bücher liebe ich sehr ❤️ Ich hab die Kernfrage des Buches auch geliebt, nämlich "Was passiert, wenn eine kranke Gesellschaft krankes Verhalten als Stärke/etwas Positives feiert?" Wahnsinnig spannende Frage fand ich 👍 Der einzige Minuspunkt war für mich die Flashbacks, die etwas verwirrend sein können, weil sie nicht gekennzeichnet sind. Für einige könnte ich mir noch vorstellen dass der Ekel ein Minuspunkt sein könnte. Für mich wars das nicht, da ich auch gern Horror lese 😂👌 Fazit: Ein humorvolles Buch, was etwas überzogen wirkt, aber gleichzeitig erschreckend nah an realen Tendenzen ist und eigentlich permanent einen Spiegel hochhält. Große Empfehlung 🙂↕️

garantierte Unterhaltung auf 188 Seiten
Toller Roman. Ich habe dieses Buch auf einen Satz gelesen und konnte es kaum weglegen. Diese Story beinhaltet so ziemlich alles was man sich von einem spannenden, vielseitigem Roman wünscht. Spannung, sozialkritisch, charakterstarke Protagonistin, gut dosierte Verstörung gemischt mit feinem Humor.
Seit der Frankfurter Buchmesse 25 lag dieses Buch auf meinem SuB. Die Lesung von der sehr sympathischen Verena Kessler war toll! Mehr oder weniger absichtlich habe ich das Buch aber erstmal auf dem SuB gelassen. Ich hatte einfach schon zu viele Rezensionen darüber gelesen, die wollte ich erst aus meinem Kopf haben. Frei an das Buch rangehen. Heute habe ich es in einem Rutsch gelesen. "Jahrelang hatte mein Körper vor allem gesessen, er war ein Bürokörper, ein U-Bahn-Körper, ein Couchkörper." Ein einschneidendes Erlebnis ändert alles und die Protagonistin fängt in einem Gym an. Ihren untrainierten Körper erklärt sie damit, gerade erst entbunden zu haben. Fehrat gibt ihr die Chance zu einem Neustart in seinem Fitnessstudio. Anstrengend ist nicht nur das viele Stehen, sondern auch das ständige Erfinden von Geschichten rund um den "Kleinen". Nach und nach kommen nicht nur die Geschehnisse ans Licht, die den Jobwechsel erforderlich machten, sondern wächst auch die Obsession zum Kraftsport. Sie trainiert immer härter und öfter. Ihre größte Kraft scheint ihr Wille zu sein. Nicht nur das Training wird intensiver, auch ihre Ernährung unterwirft sie dem Ziel einen perfekten Körper zu bekommen. Das ist zum Teil schon sehr....naja....Besonders. Mir hat das Buch richtig gut gefallen, ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Auch der hintergründige Humor hat mir viel Freude bereitet. Das Extreme zu verfolgen hat mich atemlos gemacht, sprachlos. Kurz vor dem gut konstruierten Ende war es mie etwas zu drüber. Nichts desto trotz für mich ein tolles Buch welches ich sehr gerne gelesen habe.

Anfangs stark, dann gings abwärts
Mich hat das Cover abgesprochen - wie meistens. Der Einstieg war zügig, ohne Kontext und es ging schnell voran in der Story. Einiges Lächeln und Grinsen am Anfang, verschwand aber ab der Mitte des Buches. Was sich scheinbar langsam aufbaute, wurde in der Entwicklung des Charakters immer zügiger vorangetrieben... An sich ein gutes Stilmittel, wobei es mir etwas zu schnell ging und der Geschichte einen unglaubwürdigen Touch verlieh. Es wirkte so, als wolle die Autorin zu schnell zu viel. Das Ende war für micu eigentlich nur noch konfus bzw ab dem letzten Drittel der Geschichte ging für mich der Faden verloren.
Was zur Hölle? Der Anfang ist so gut. Dann wird es rapide absurd...
Am Anfang war ich schnell in der Story. Fand es amüsant, absurd, komisch. Dann streuen sich Sequenzen des alten Lebens hinein und es wird immer weirder. Tbh ab 60-70% fand ich es anstrengend und das Ende gefiel mir nicht, weil es so halbgar war. Mir war zu wenig aufgeklärt.
Dass mir das Buch so sehr gefallen wird, das hatte ich nicht kommen sehen. 🌟
Was eine wilde Geschichte! Anfangs noch ganz witzig, wird die Handlung immer bizarrer und wilder. Toll geschrieben und eine ungewöhnliche Protagonistin. Das Buch hat mich richtig in seine Bann gezogen und begeistert. Das offene Ende hat mir auch gut gefallen. Ein ungewöhnliches Buch, das sicher nicht für jede*n was ist.
Gym von Verena Keßler Gym hat mich beim Lesen zunehmend ratlos zurückgelassen. Das Buch springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart und deutet mögliche Folgen an, ohne diese Ebenen für mich wirklich miteinander zu verbinden. Ich hatte lange das Gefühl, dass etwas Wichtiges im Hintergrund liegt aber was genau, blieb bis zum Schluss unklar. Besonders schwierig fand ich, dass sich mir weder die Protagonistin noch ihr Verhalten erschlossen haben. Es bleibt offen, was ihr konkret passiert ist, warum sie handelt, wie sie handelt, und wohin ihre Reise eigentlich führen soll. Statt Entwicklung oder Erkenntnis gibt es viele Andeutungen, Leerstellen und atmosphärische Momentaufnahmen. Diese könnten spannend sein, wenn sie auf etwas zulaufen würden - für mich taten sie das nicht. Je weiter ich gelesen habe, desto mehr offene Fragen haben sich angesammelt. Die Erzählung verweigert bewusst Klarheit, bietet aber keinen emotionalen oder gedanklichen Halt, an dem ich mich festhalten konnte. Am Ende blieb bei mir weniger ein Nachhall als vielmehr Verwirrung darüber, worum es in diesem Buch eigentlich gehen wollte. Insgesamt ist Gym für mich ein Buch, das viel andeutet, aber kaum etwas einlöst. Die formale Zurückhaltung und die episodische Erzählweise haben mich nicht überzeugt, weil mir Orientierung, Entwicklung und ein greifbarer Kern gefehlt haben. ★★☆☆☆ (2 von 5 Sternen)
Berauschendes Buch mit abgefuckten Twists
Lange nicht mehr so von den Wendungen eines Buchs überrascht worden.. Ich bin durch Gym in wenigen Tagen durchgerauscht und durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen. Teil 1 hat mir belustigt. Die Idee, das (angebliche) Muttersein als Ausrede dafür zu nutzen, optisch nicht in die Gym-Bubble zu passen , hat mir gefallen. Das Buch spielt schön mit Stereotypen, um sie gleichzeitig auch immer mal wieder aufzubrechen. Dass die Protagonistin noch ein dunkles Geheimnis mit sich schleppt, war zwar permanent präsent, doch mit so einem Knall habe ich nicht gerechnet. Mir hat gefallen, wie sich Teil 2 immer mehr zu einem Fiebertraum entwickelt hat, man nur auf die große Entladung gewartet hat - und bis dahin (zumindest ging es mir so) auf starke Konfrontation mit dem eignen Ekelempfinden gehen musste. Teil 3 hätte es für mein Empfinden in der Form nicht gebraucht, ein kurzer Epilog hatte mir ausgereicht.
Achtung Suchtgefahr :)
Wenn man das Buch einmal in der Hand hat ist es schwer es wieder wegzulegen. Die Kapitel sind so kurzweilig, dass man immer denkt komm eins geht noch und schwups hat man das Buch fertig gelesen 😅 Ein Buch mit unerwartetem Tiefgang. Unterhaltsam und trotzdem ernst gegen Ende. Große Empfehlung!
Wenn du deinen Körper an die Grenzen bringts und noch darüber hinaus. Das Buch Gym von Verena Kessler hat mich positiv überrascht. Es gibt einen Einblick in die Fitnesswelt und wie schnell man sich an deren misst und auch vor Steroide keinen halt macht. Es ensteht eine Sucht nach dem perfekten Körper und man gibt alles rund herum auf und lebt nur mehr für den Sport. Tolle geschrieben. Die Kurzen Kapitel fand ich super und auch den Einblick in die Gym Welt.

Obsessiv, obszön, überspitzt – absolut filmreif!😂🏋🏻♀️
Eine gefakte Mutterschaft, Fitnesswahn bis zur Obsession, eine vermeintliche Bewährungsstrafe und Schmerzensgeld… spannend! Die Story ist so herrlich überzogen, böse und absolut filmreif. Die Hauptfigur ist mir so unsympathisch, so neidisch, konkurrenzbehaftet und krankhaft ehrgeizig, dass ich sie gleichzeitig schütteln und neugierig beobachten will. Was treibt sie bloß an? Warum ist sie so, wie sie ist?! Auch die Nebenfiguren, die deutlich liebenswerter sind, sind wunderbar gezeichnet und machen das Ganze zu einem bissigen, schwarzhumorigen Trip durch die Fitness- und Gesundheitsbranche. Kurzweilig, verstörend und verdammt unterhaltsam!
Die namenlose Protagonistin war mir von Anfang an sehr suspekt und unsympathisch. Meine erste Einschätzung hat mich nicht getäuscht. Eine obsessive Persönlichkeit, die sich in ihre jeweiligen Ziele hineinsteigert bis zur (Selbst)-Zerstörung. Die Geschichte wird in zwei Ebenen und in 3 Sätze (passend zum Fitness-Thema) unterteilt erzählt - in der Gegenwart hauptsächlich im „Gym“ und in der Vergangenheit der Protagonistin. Der Erzählstil ist dabei nicht geradlinig bis hin - für meine Begriffe - manchmal sogar etwas wirr. Tatsächlich hat mich in erster Linie die Frage bei der Stange gehalten, was in der Vergangenheit vorgefallen ist. Der Fitnessteil mit den teils ekelerregenden Ernährungsgewohnheiten der Protagonistin hat mich ab einem gewissen Punkt so abgestoßen, dass ich ohne die zweite Erzählebene möglicherweise abgebrochen hätte. Verena Kessler hat die Eskalation auf beiden Erzählebenen auf den Punkt zusammengeführt. Das Ende zeigt dann stimmig die Zukunft der Protagonistin auf. Wer zu diesem Buch greift, braucht starke Nerven und eine hohe Ekelgrenze in Bezug auf den Umgang mit Lebensmitteln.
In einem Rutsch gelesen.
Dieses Buch hat mich eine ganze Reihe von Emotionen durchleben lassen. Begann ich das Buch noch mit einem Schmunzeln zu lesen, entwickelt es eine unglaubliche Dynamik, der ich mich nicht entziehen konnte. Das Ende mich sehr erschüttert und ich hätte es mir anders gewünscht. Mich hat die Geschichte sehr beeindruckt!
Die namenlose Protagonistin nimmt einen Stelle als Tresenkraft in einem Fitnessstudio an, angeblich weil sie alleinerziehende Mutter ist und dringend einen Job braucht. Doch das Kind ist erfunden, und auch ihr bisheriger Lebensweg ist anders als erwartet. Recht schnell wird sie vom Fitnessmuffel zur Gym-Sis, trainiert immer mehr und härter und greift sogar auf Doping zurück. Doch irgendwann entgleitet ihr alles... Insgesamt fand ich dieses Buch gut lesbar, wenn auch teilweise etwas unglaubwürdig (z.B. dass das erfundene Kind Ferhat bei der Lohnabrechnung nicht auffällt oder dass die Protagonistin mit ihrer Vorgeschichte noch nie im Fitnessstudio war), wobei ich darüber recht gut hinwegsehen konnte. Allerdings fand ich die vermutete Kritik am Selbstoptimierungswahn auch etwas drüber, denn dass die Protagonistin ziemlich schnell bei Training, Ernährung und Stoffen ins Extreme abgleitet, liegt vermutlich eher oder auch an ihrer Overachiever-Persönlichkeit als an irgendwelchen gesellschaftlichen Zwängen. Trotz dieser kleinen persönlichen Kritikpunkte aber 4 Sterne, denn irgendwie hatte das Buch was :-)
Unsere Gesellschaft als Turbo der Selbstoptimierung.
Das Ich ist ein sensibles Biotop... Wie findet man den optimalen Grad zwischen Selbstpflege und Selbstoptimierung? Das war eines der ersten Dinge, die mir nach dem Lesen dieses Buchs in den Sinn kamen. Wo endet die Selbstpflege und geht zu einer krankhaften Selbstoptimierung über... Wo beginnt es zu kippen? Stellt man diese Frage in einem gesellschaftlichen Kontext wird es noch komplizierter. Im zwischenmenschlichen Rahmen kann die Selbstoptimierung einen ganz schönen Boost bekommen. Durch das Buch wird die Brille der Gesellschaft auf sehr zugespitzte und dennoch unglaublich treffende Weise dargestellt. Was sind die Gedanken und Empfindungen der Menschen wenn sie andere Menschen sehen: Anerkennung, Zuneigung, Neid, Missgunst, Scham, Ekel... Wieso müssen wir als Gesellschaft immer alles bewerten? Das Buch regt sehr dazu an, eigene Verhaltensweisen und den Blick auf andere Menschen kritisch zu hinterfragen. Ich bin durch die Seiten geflogen und fand es grandios.
"Gym" ist ein gesellschaftskritischer Roman, der auf überzogene Art und Weise aufzeigt, wohin übertriebene Selbstoptimierung, Leistungsdruck und Egoismus führen können. Zu Anfang hatte ich eher den Eindruck, dass es sich hierbei um einen eher witzigen Unterhaltungsroman handelt, doch dann ging der Roman überraschenderweise richtig in die Tiefe - vor allen Dingen als dann die Vergangenheit der namenlosen Protagonistin ins Spiel kam. Letztendlich hat mich "Gym" gut unterhalten und meine Neugier auf weitere Romane der Autorin geweckt (wie z.B. "Die Gespenster von Demmin" oder "Eva").
Ich habe eine Geschichte erwartet, die sarkastisch und mit einem Augenzwinkern die Fitnessbranche betrachtet. Was für ein Trugschluss! Ich habe eine Geschichte bekommen, die mich schockiert, angeekelt und irgendwie ahnungslos zurückgelassen hat. Da ich gerade so gar keinen Plan habe, wie ich dieses Buch bewerten soll, verzichte ich diesmal. Krasse Leseerfahrung!
Rasante Story über Fitnesswahn und Selbstoptimierung - Empfehlung!
Diese dünne Buch hat es in sich! Verena Keßler beschreibt eine junge Frau, die mehr zufällig zu einem Job in einem Fitnesstudio kommt, sich dann aber zunehmend von Training, Bodyshaping und optimaler Fitnessernährung anstecken lässt und dabei sich selbst verliert. Vor allem zu Beginn musste ich oft lachen und hatte sehr viel Spaß an dem Buch. Verena Keßler treibt ihr Protagonistin bis zum Äußersten - das fordert und macht nachdenklich. Richtig gutes Buch, schneller Erzählstil, überraschende Sogwirkung - ich kann es empfehlen!
Gym ist ein kurzer Roman der zwar amüsant wirkt aber eigentlich auch lange nach klingt. Die Kapitel sind kurz. Man kommt sofort gut rein und der Schreibstil ist angenehm ,auf dem Punkt gebracht und dabei auch etwas zynisch. Es geht um eine Frau die sich in einem Gym vorstellt und beim Gespräch eine Notlüge erfindet. Dadurch bekommt sie den Job und ist somit in der Welt des Fitness. Körperkultur, Obsessionen, Selbstoptimierung und Selbstzerstörung finde man hier . Den Schluss hätte ich persönlich nicht erwartet. Trotzdem sehr lesenwert .
Hier geht es rasant daher - zwischen Milchpumpe, Beinpresse und Basilikum. Es geht um eine Lüge, die immer größer wird und schwer zu kontrollieren ist. Es geht um die Kontrolle des Körpers, um das Überwinden von Grenzen, bis es außer Kontrolle gerät. Und es geht ums Alleinsein. Sich nicht dazugehörig zu fühlen und aus dem Wunsch nach Anerkennung immer noch ein bisschen mehr als 100% zu geben.
Hm, hm, hm 🫢
Ich glaube mir ist es schon lange nichtmehr so schwer gefallen eine Bewertung zu schreiben! Das Buch war angenehm zu lesen - aber es war auf jeden Fall verrückt und auch echt eklig manchmal. Grad wenn man kein Fleisch isst. xD Ich weiß es nicht … wars gut, wars schlecht? Kann ich nicht sagen. 😭
GYM von Verena Keßler hat mich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten zurückgelassen. Der Roman zeigt sehr zugespitzt, wie stark Konkurrenzkampf und Geltungsdrang das Leben der Protagonistin bestimmen. Im Fitnessstudio wird das ständige Sich-Vergleichen und Streben nach Anerkennung fast schon zur Obsession. Das ist stellenweise eindringlich, mir persönlich aber oft zu überdreht und emotional schwer zugänglich. Trotzdem bleibt die Kritik an Selbstoptimierung und Leistungsdruck im Kopf.
Wilder Ritt durchs Megagym
Gute Unterhaltung mit überspitzten Charakteren und wilder Geschichte. Hier wird nicht leise Sozialkritik ausgesprochen, man wird mit dem Megafon angeschrien. Allen voran einfach der Optimierungswahnsinn, höher, schneller weiter und man muss es nur wollen. Auch toll war wie alle Ihr eigenes Narrativ erfinden und es stellt keiner in Frage. Das Baby, welches nicht existiert, die Sportfluencerin, welche nur Erfolg hat dank Ihres Pos usw Am Ende war es oft ehrlich eklig und ich mochte eigentlich keinen der Charaktere. Und trotzdem konnte ich nicht aufhören zu hören. Hat es mich unterhalten, ja auf eine merkwürdige faszinierende Art. Hat es mich zum Nachdenken bewegt, ja irgendwie schon. Man sollte einfach vieles nicht glauben, was die Menschen dir erzählen.
Kontrolle oder Kontrollverlust? 🏋🏼♀️
Eigentlich wollte sie nur einen Neuanfang. Doch im Fitnessstudio wird schnell mehr daraus: ein Ort voller Blicke, Erwartungen und Fragen danach, wie wir unseren eigenen Körper sehen In kurzen, präzisen Szenen beobachtet man das Geschehen im Fitnessstudio: Wer schaut wen an? Wer fühlt sich gesehen, oder bewertet? Und wie sehr bestimmen gesellschaftliche Normen darüber, wie wir unseren eigenen Körper wahrnehmen? Das Buch ist klug, beobachtend und manchmal ganz schön unangenehm 🙈 Die Geschichte zeigt, wie viel mehr hinter einem scheinbar alltäglichen Ort wie dem Fitnessstudio steckt – Machtverhältnisse, Schönheitsideale und die Frage, wem Raum eigentlich gehört. Ich habe das Buch total gerne gelesen, es hat mich so gut unterhalten, war manchmal etwas eklig, aber auch lustig! Und ich musste es so schnell zu Ende lesen, da ich unbedingt wissen musste, wie es ausgeht 😮💨😁 Auch für die, die nicht ins Fitnessstudio gehen: eine absolute Empfehlung ☺️

Mikrokosmos Fitnessstudio
Sie braucht dringend einen Job, egal welchen. Da kommt das Gym gerade recht. Blöd nur, dass ihr Körper so gar nicht nach Gym aussieht. Doch sie bekommt den Job, mit einer klitzekleinen Notlüge: sie hat grad ein Baby bekommen. Doch ihr erfundenes Baby ist nicht das einzige Geheimnis von ihr, was verbirgt sie? Und welche alten Verhaltensmuster reißen auf, als sie sich kopfüber und voller Ehrgeiz ins Training stürzt? Der Roman ist eine amüsant überspitzte Darstellung der Leistungsgesellschaft und dem Mikrokosmos des Fitnessstudios mit all seinen Grüppchen und verschiedenen Menschen und zeigt vor allem, wie schnell sich ein gesundes Verhalten ins ungesunde und wahnhafte entwickeln kann. Will sich die namenlose Protagonistin am Anfang des Trainings noch selbst erschaffen, gleitet sie getrieben von Wut und Konkurrenzkampf in eine solche Obsession, dass man ihr bald eher beim zerstören, als beim erschaffen zuschaut. Trotzdem bleibt sie für mich unnahbar, ihre Gedanken und Gefühle sind kaum greifbar und auch ihre Intention bleibt für mich in einem Nebel aus aufgewirbelten Proteinpulver ungesehen. Trotzdem ein Roman, der mit diesem Setting des Fitnessstudios mal völlig anders an das Thema des Leistungsdrucks herangeht und mit seiner Wut, der Besessenheit und dem Ekel, den er auslöst, doch in einer hohen Intensität im Kopf bleibt.
Eine bizarre Psychoanalyse über Machtstreben(?) So richtig bin ich bei dem Buch noch nicht durchgestiegen.
"Gym" von Verene Keßler. Was soll ich dazu sagen? Ich weiß es nicht! Festhalten kann ich für mich, dass Keßler wieder eine sehr spannende Charakterstudie hier vorgelegt hat. Im Mittelpunkt steht die unbenannte mittelalte Protagonistin, die sich bei einem Fitnesstudio bewirbt und auf Nachfrage nach ihrer unsportlichen Figur mit einer Lüge, dass sie vor kurzem entbunden hat, antwortet. Ab dann begleitet man sie in ihrem Arbeitsalltag, wo sie immer exzessiver in den Sportwahn reindriftet, und bekommt durch Rückblenden einen Einblick in ihre Vergangenheit, die nicht ohne ist. Keßlers Schreibstil hatte wieder keine Längen, so dass man das Buch schnell und gut weglesen konnte. Nur bin ich aus dem Buch halt nicht schlau geworden. Die Protagonistin ist mit ihrem Verhalten und ihren Lügen, ihrem Machtstreben wahrlich keine Symphatieträgerin. Ihr "Ess"verhalten am Ende war auch sehr eklig beschrieben. Und mir war halt nicht klar, ist es eine Kritik am Machtstreben, am Lügen, am Fitnesswahn? Mir hat irgendwie ein klares Ziel im Buch gefehlt. Und auch das Ende bleibt nebulös. Wer ist die andere Frau in der Klinik, die sie dann obsessiv wieder verfolgt? Für mich bleiben nach dem lesen sehr viele Fragen offen. Mein Fazit: Das Buch ist schon interessant, aber irgendwie fehlt mir ein roter Faden.

Verpasste Chance
Die Protagonistin braucht dringend einen Job - für das Fitnessstudio ist sie eigentlich nicht fit genug, also erfindet sie die Geschichte, dass sie gerade gebunden hat… und dann versinkt sie immer mehr in die Fitness-Welt. Diese absurde Situation macht am Anfang beim Lesen wirklich Spaß, irgendwann spielt die Lüge aber gar keine Rille mehr. Die Handlung ist natürlich sehr überspitzt, aber auch eindimensional. Ich hatte gehofft, dass die Autorin die Möglichkeiten, die das Thema Gym hergibt, noch mehr ausreizt und ein tolles Porträt dieser Welt zeigt. Aber dafür ist der Text zu fragmentarisch und die Psychologie der Protagonistin kommt zu kurz, denn eigentlich werden nur ihre Handlungen beschrieben. Das Debüt der Autorin hat mir in Summe besser gefallen.
Irre und zugleich interessant
Dieses Buch ist wirklich interessant es fängt sehr einfach an. Es passiert nichts ungewöhnliches und schleicht sich so dahin. Trotzdem fragt man sich zwischendurch immer, was ihr passiert ist, zur Mitte hin wird es dann ziemlich schnell, sehr eklig und irre. Wieso ist die Frau so obsessiv? Wieso ist die Frau so aggressiv und zum Schluss erklärt sich einiges. Ich finde super interessant, die Entwicklung zu sehen, wie sie durch Konkurrenzkampf aggressiv wird, wie sie irgendwie anders ist. Aber doch dieselbe, wie brutal sie wirklich ist nur, weil sie sich hintergangen fühlt. Besonders gut fand ich auch den Einblick in die geschlossene und auch da ihre Gedanken weiterhin von Konkurrenz und Brutalität geleitet werden . Ich finde auch gut, dass einige Dinge offen gehalten werden ob es nun stimmt mit ihrer Freundschaft oder ob es eine Lüge ist. Einen Stern Abzug weil ich finde man hätte dieses Buch auch noch länger machen können.  Und weil ich es am Anfang etwas langweilig fand.
Zwischen Hantelbank und Wahnsinn
„Gym“ hat mich total überrascht! Eigentlich dachte ich, es geht einfach ums Fitnessstudio, aber das Buch ist viel tiefer. Es geht um Kontrolle, Selbstoptimierung, Schuld und die Suche nach einem Neuanfang – alles verpackt in einer richtig besonderen Erzählweise. Ich fand’s spannend, manchmal verstörend, aber vor allem super interessant geschrieben. Zeigt, wie nah Stärke und Wahn beieinander liegen können. Sprachlich richtig gut, clever aufgebaut – und ja, es hat mir echt Spaß gemacht zu lesen!

Im Verlauf des Lesens von 3,5 auf 4,1 gestiegen. Es startet als belanglose Beschreibung der alltäglichen Gepflogenheiten in der Gym Bubble (zwar sure inkl. aller Absurditäten,aber joah alltäglicher Gym CultureWahnsinn halt,wäre so dahingeplätschert) .Uferte jedoch zum " Glück" durch die psychisch labile und obsessive Protagonistin eingebettet in 3 verschiedene Settings komplett aus.Konkurrenzkämpfe um die Crown kann man schließlich auch in Kliniken austragen
Krass.
"Sie alle waren hier, um irgendwo dazugehören. Um ihren Körper so anzupassen, dass er sich in ein Bild fügte." - S. 103 Großartige Geschichte über Körperwahrnehmung und (falsche) Idealvorstellungen. Der Schauplatz der Handlung ist ein Fitnessstudio, die Hauptprotagonistin eine junge Frau, die Dreck am Stecken hat und dringend einen Job braucht, sich deswegen sogar ein Kind ausdenkt und ihr Leben dann in (noch) extreme(re) Bahnen lenkt. Fitnesswahn next Level! War mal was ganz anderes und hat mir herausragend gut gefallen.
GYM Verena Kessler ET: 19.8.25 Unsere namenlose Ich-Erzählerin sucht dringend einen Job. Mit ungewaschenen Haaren und Erdnussflip-Bauch steht sie vor Ferhat, dem Besitzer des Mega Gyms. Schon beim ersten Blick ist ihm klar: Diese Bewerberin passt so gar nicht in sein Bild von „schlank, sportlich, muskulös“. Doch als sie behauptet, gerade entbunden zu haben, drückt er ein Auge zu und stellt sie ein – ohne zu ahnen, dass es sich dabei um eine Notlüge handelt. Fragen nach dem Baby weicht sie geschickt aus, und wenn jemand Fotos sehen will, präsentiert sie kurzerhand das Kind einer Ex-Kollegin. Doch die Umgebung im Gym bleibt nicht ohne Wirkung: Umgeben von trainierten, perfekt durchgestylten Körpern beginnt sie, sich selbst immer stärker in Frage zu stellen. Der Drang zur Selbstoptimierung packt sie – und bald kennt ihr Ehrgeiz beim Training kaum noch Grenzen. Wie weit sie geht und wo das alles endet, müsst ihr selbst lesen … Was für ein krasses Buch! Ich habe es in einem Rutsch verschlungen. Verena Kessler trifft einmal mehr den Nerv der Zeit: Schönheitswahn, Leistungsdruck, der Wunsch nach Anerkennung – all das verdichtet sie in einer packenden Geschichte. Besonders gelungen fand ich die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, die der Erzählung viel Tiefe geben. Der Schreibstil ist wie gewohnt mitreißend, klar und nie vorhersehbar – ein Text, der immer wieder überraschende Haken schlägt. Allerdings sollte man als Leser*in nicht zu zart besaitet sein, denn manche Szenen sind durchaus verstörend oder eklig. Ein kleiner Kritikpunkt: Ich hätte mir mehr Hintergrund darüber gewünscht, was letztlich die Psychose der Protagonistin ausgelöst hat. Dieser Aspekt blieb für mich etwas offen. Fazit: Ein starkes, eindringliches Buch, das direkt ins Heute passt, tiefgründig und dennoch schnell zu lesen. Ich brauch definitiv noch ein wenig Zeit, um alles nachwirken zu lassen. 4½/5

Sehr lesenswert: 👍👍👍👍
«@justwannasweat, so hiess Swetlanas Account. Laut ihrer Bio war sie Aerobic, Fitness & Dance Instructor und gab unter anderem Kurse im MEGA GYM.» Im MEGA GYM spielt dieses moderne Kammerspiel von Verena Kessler. Eine originelle, rasant und unterhaltsam erzählte Geschichte einer Antiheldin, die als Fitnesscenter-Mitarbeiterin eine Chance kriegt, weil der nach eigener Aussage feministische GYM-Chef der jungen Mutter eine Perspektive bieten will. Dass die Mutterschaft als Ausrede für den unflachen Bauch erfunden werden musste: geschenkt. Mir gefällt das Sitcomhafte, mit der sich die Autorin subtil in Kapitalismus- und Social-Media-Kritik übt - daran ändert auch der etwas unmotivierte Schluss nichts.






















































