Goethes Leichen
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Book Information
Posts
Paul Kohl kenne ich durch seine Bücher über den Nationalsozialismus. Als ich dann dieses historischen Krimi entdeckte, wurde ich neugierig. Also, wie fange ich an? Paul Kohl kann schreiben. Gleichzeitig finde ich es stets interessant, wie er auf historische Figuren eingeht, diese in die Handlung integriert und auch seine künstlerische Freiheit teilweise voll auslebt. Da haben wir natürlich unseren berühmten Wolfgang von Goethe, der als Geheimrat in zwielichtige Geschäfte verwickelt ist. Gleichzeitig würde ich Goethe nicht unbedingt als Hauptperson bezeichnen, das sind vielmehr der Archivar Kestner und sein Praktikant Lorenz in dem Buch. Diese beiden sind ein ungleiches Paar, der eine regeltreu und fast pedantisch, der andere will am liebsten die Republik ausrufen. Dadurch entstand eine ganz eigene, teilweise auch humorvolle Dynamik. Eigentlich sollen die beiden nur ein Schriftstück aus Weimar nach Hannover bringen und geraten durch die Neugier Kestners in Lebensgefahr. Ferner spielt die Hinrichtung der Magd Johanna Catharia Höhn eine wichtige Rolle. Wusstet ihr, dass laut Forschung in der Frühen Neuzeit Mägde die Hauptgruppe für Kindemörderinnen darstellte? Bereits zu Zeit dieser Hinrichtung gab es intensive Diskussionen über die Abschaffung der Todesstrafe für diese Straftat. Eigentlich fand ich den Krimi gut, manchmal zog er sich ein wenig, doch dann kam das Ende. Und da frage ich mich, warum Autoren manchmal das Bedürfnis haben, so völlig schräge Elemente oder Auflösungen einzuarbeiten. Während erst noch das Adjektiv „historisch“ zutraf, bewegten wir uns auf einmal ins Reich des Fantastischen. Warum? Keine Ahnung. Dieses Ausflug hätte ich mir gerne erspart und jener stieß mir sauer auch auf. Völlig an den Haaren herbeigezogen. Nun ja, manchmal hat man halt Pech… Das Buch habe ich aussortiert und werde wohl bei dem Autor nicht mehr herumexperimentieren. Seine Bücher über das Dritte Reich sind lesenswert, aber zumindest diesen Krimi brauchte es für mich nicht.
Description
Book Information
Posts
Paul Kohl kenne ich durch seine Bücher über den Nationalsozialismus. Als ich dann dieses historischen Krimi entdeckte, wurde ich neugierig. Also, wie fange ich an? Paul Kohl kann schreiben. Gleichzeitig finde ich es stets interessant, wie er auf historische Figuren eingeht, diese in die Handlung integriert und auch seine künstlerische Freiheit teilweise voll auslebt. Da haben wir natürlich unseren berühmten Wolfgang von Goethe, der als Geheimrat in zwielichtige Geschäfte verwickelt ist. Gleichzeitig würde ich Goethe nicht unbedingt als Hauptperson bezeichnen, das sind vielmehr der Archivar Kestner und sein Praktikant Lorenz in dem Buch. Diese beiden sind ein ungleiches Paar, der eine regeltreu und fast pedantisch, der andere will am liebsten die Republik ausrufen. Dadurch entstand eine ganz eigene, teilweise auch humorvolle Dynamik. Eigentlich sollen die beiden nur ein Schriftstück aus Weimar nach Hannover bringen und geraten durch die Neugier Kestners in Lebensgefahr. Ferner spielt die Hinrichtung der Magd Johanna Catharia Höhn eine wichtige Rolle. Wusstet ihr, dass laut Forschung in der Frühen Neuzeit Mägde die Hauptgruppe für Kindemörderinnen darstellte? Bereits zu Zeit dieser Hinrichtung gab es intensive Diskussionen über die Abschaffung der Todesstrafe für diese Straftat. Eigentlich fand ich den Krimi gut, manchmal zog er sich ein wenig, doch dann kam das Ende. Und da frage ich mich, warum Autoren manchmal das Bedürfnis haben, so völlig schräge Elemente oder Auflösungen einzuarbeiten. Während erst noch das Adjektiv „historisch“ zutraf, bewegten wir uns auf einmal ins Reich des Fantastischen. Warum? Keine Ahnung. Dieses Ausflug hätte ich mir gerne erspart und jener stieß mir sauer auch auf. Völlig an den Haaren herbeigezogen. Nun ja, manchmal hat man halt Pech… Das Buch habe ich aussortiert und werde wohl bei dem Autor nicht mehr herumexperimentieren. Seine Bücher über das Dritte Reich sind lesenswert, aber zumindest diesen Krimi brauchte es für mich nicht.




