Geile Zeit
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Description
»Seydack schreibt so unmittelbar, ehrlich und poetisch, dass man sich fühlt wie auf einer atemlosen Zeitreise von den 90ern bis in die Gegenwart.« Caroline Wahl
Kindheit in den 90ern. Lego, Nutellabrote und Samstagabend mit der Familie Wetten, dass..? Eine Idylle. Bis zum 11. September 2001. Dann Schweigeminuten in der Schule und die erste Liebe auf ICQ. Verkürztes Studium, unbezahlte Praktika, Berufsstart im Lockdown. Erst eine neue Rechte. Dann ein neuer Krieg. Zwischendurch Trichtersaufen. Es gilt: Je düsterer die Zukunft, desto knalliger die Klamotten. Willkommen im Leben der Millennials. Was für eine geile Zeit!
Die ersten Jahre leben die meisten Millennials noch im analogen Bullerbü der 90er. Saure Schnüre vom Dorfbäcker für 10 Pfennig. Dann folgt das jähe Erwachen. 9/11. Amokläufe an Schulen. Schweigeminuten. Trichtersaufen als gemeinsames Hobby. Ecstasy als Erziehung der Gefühle. Likes statt Liebesbriefe. Nach unzähligen Praktika endlich die erste Festanstellung. Und dann Lockdown. Statt zusammen mit neuen Kollegen, allein in einer winzigen Wohnung, die Mietpreise sind astronomisch. Zweimal leuchtet der Stern der Millennials auf: Lena gewinnt den Eurovision Song Contest. Mario Götze schießt Deutschland zum WM-Titel. Doch das Licht dieser vermeintlichen Ikonen verglüht schnell. Niclas Seydack erzählt warmherzig von einer kalten Zeit. Dauerkrise, digitaler Aufbruch und eine neue Sensibilität – während die Millennials erwachsen werden, ist die Welt mehrmals eine andere geworden. Nur Wetten, dass..? feiert noch ein Comeback.
Stimmen zum Buch
»Wichtig, witzig, wehmütig. Gut.« Ronja von Rönne
»Ein Buch wie eine Flaschenpost aus einer anderen, schmerzhaft naiven Zeit. Ein bisschen unheimlich. Aber auch unheimlich gut.« Friedemann Karig
Book Information
Author Description
Niclas Seydack, geboren 1990 an der Ostsee, arbeitet als freier Reporter in München, vor allem für Die Zeit, den Spiegel und das Magazin der Süddeutschen Zeitung. Er ist Mitautor des Bestsellers Corona – Geschichte eines angekündigten Sterbens (2020) und Teil des Rechercheteams, mit dem Dirk Rossmann seine Klima-Thriller schreibt. Er lebt in München.
Posts
Auch wenn ich doch älter bin , kann ich mich gut in die beschriebene Generation hineinversetzen. Ich konnte in Erinnerungen schwelgen…9/11, Löffelsprache gab es auch bei mir bereits , rotten.com, Talkshows etc. …. Pubertät bei Jungs ist ja auch nochmal so ne Sache für sich 🙈 Der Mittelteil war etwas überflüssig für mich, aber am Ende wurde es wieder besser. Mal für zwischendurch war es in Ordnung …

Ein Buch über und für eine ganze Generation
Der Autor Niclas Seydack schildert in diesem Buch wie es war die Kindheit in den 90ern zu erleben, die Jugend in der 00er Jahren und das junge Erwachsenenleben während der Pandemie. Unschuldig und gutgläubig bis zum 11. September 2001. Live und unzensiert wurden die Bilder im Fernseher übertragen, Menschen die aus den brennenden Twin Towers sprangen und diese anschließend in sich zusammenfielen. Das ungefilterte Internet, wie rotten.com haben ihn und viele andere geprägt. In dieser Welt voller Abgründe immer auf der Suche nach sich selbst. Niclas Seydack ist es mit viel Humor gelungen ein Buch für und über eine ganze Generation, den Millennials, zu schreiben. Ich bin 1990 geboren und habe mich in so vielen Sätzen wiedergefunden. Ich finde das Buch hat fast etwas lyrisches und poetisches an sich und hat großartige Einblicke in ein Stück Geschichte gegeben. Ich kann es oft gar nicht glauben wie viele Jahre nach den einzelnen Ereignissen schon vergangen sind und ich glaube dem Autor geht es genauso. Ein wenig überspitzt, aber genau auf den Punkt getroffen ist es nicht nur ein Buch für die Millennials unter uns, sondern auch für alle anderen die einen kleinen Einblick in unsere Vergangenheit und unser Seelenleben werfen wollen.
Zeit-Reise
Ein Abbild einer - meiner - Generation mit so viel Wahrheit und (Galgen-)Humor schreibt Seydack autobiografisch von dem, was "uns" ausmacht, denn wir haben es erlebt. Und "es", das ist so vieles - von 9/11 über Festival-Liebe zu elendigen Praktika-Marathons, Aussichten auf eigentlich nichts und das wirklich schlechte Fernsehen - um einen Auszug zu nennen. Aber auch über Wehmut und die Liebe zu den 90er Jahren. Millenails wissen wovon ich rede - es war unsere Jugend. „Geile Zeit“ ist so voll und so viel, fast schon überladen, aber das liegt gar nicht an schlechter Stilistik oder so, sondern schlicht an der Tatsache, dass eben wirklich so viel passiert ist in diesem kurzen Abschnitt, die auch meine Jugend war. Bezüglich der heutigen Zeit zeigt der Autor durchaus Probleme dieser Generation auf - sei es die Wohnraumproblematik oder die fragwürdige Rentenpolitik. Seydack bleibt dabei beschreibend und das gibt grade denen, die aus dieser Generation stammen, viel Raum zum Schwelgen in eigenen Erinnerungen, entwickelt aber keine Lösungsansätze für bestehende Probleme. Dennoch hat nun jeder selbst die Möglichkeit, darüber nachzudenken & vielleicht trägt die Lektüre dieses Buches bei anderen lesenden Generationen für ein gewisses Verständnis bei.
Eine Zeitkapsel unserer Generation
Das Gefühl einer/meiner Generation -Rezensionsexemplar- . Genre: Eine Erzählung, ein Sachbuch, eine Stimme einer Generation, eine Biographie? Eine Mischung aus all dem & sehr witzig, persönlich & doch allgemein. . Setting: Niclas nimmt uns mit durch seine Kindheit in den 90ern, dem ersten großen Ereignis (11. September), die Jugend & Corona. Er beschreibt das Gefühl einer ganzen Generation mit einer Prise, was treibt uns an & was wollen wir eigentlich. . Ich fühlte mich so getroffen, meine Generation & soviel erinnern & zustimmendes nicken. Einzig ein paar häufig vorkommende Wiederholungen, haben mir den Lesefluss etwas stocken lassen . Schnapp dir deinen Kaffee & lass uns nochmal zurück blicken.
Eine Hommage an unsere Lebensjahre
Dieses Buch ist tröstend und frustrierend zugleich. So viele schöne Erinnerungen werden geweckt, beim Lesen habe ich oft geschmunzelt und viele Parallelen zu meiner Kindheit und Jugend entdeckt. Aber seine ernsten Worte, seine kritischen haben mich zum reflektieren angeregt. Rückblickend lässt sich vieles anders betrachten - nicht immer zum Vorteil. Niclas Seydack hat mit vielen Betrachtungen Recht, obwohl sie mir sauer aufstoßen. Es tat ein wenig weh, einige Wahrheiten zu lesen, die man bisher erfolgreich verdrängt hat. Alles in allem eine gelungene Biografie einer Generationen, die zum nachdenken anregt.
Schnelldurchlauf durch die letzten 20 Jahre deutscher Geschichte aus Sicht eines Heranwachsenden „Die Welt da draußen war zerrissen, die Welt in uns oftmals genauso.“ (S. 165) Wisst Ihr noch, wo ihr wart, als die Flugzeuge in die Twin Tower flogen? Niclas, damals 11, saß mit seiner Schwester vor dem Fernseher und wollte Pokémon gucken, sie Talkshows. Dieser Anschlag war der erste von vielen Katastrophen, die seitdem die Medienlandschaft und sein (unser) Leben beeinflusst haben und ihn für die Zukunft schwarzsehen lassen. Aber erst einmal wurde Niclas noch von seinen Eltern abgeschirmt, haben sie versucht, seine heile Welt ein wenig zu verlängern. In der Schule sah das anders aus, da wurden ihnen klargemacht, dass nur Leistung zählt, Einsatzbereitschaft, und dass die Jobs, die Spaß machen, kein Geld bringen. Zur Ablenkung entdeckt er mit seinen Freunden Sex und Alkohol, nabelt sich ab, wird nach dem Studium und unzähligen Praktika Journalist. Bis der Lockdown kommt und alle vereinsamen. Wobei sie auch ohne Lockdown nur noch für die Arbeit und ohne Freunde leben, dafür ist nämlich keine Zeit, wenn man irgendwann mal Erfolg haben will. „Geile Zeit“ ist ein Schnelldurchlauf durch die letzten 20 Jahre deutscher Geschichte aus Sicht eines erst Heranwachsenden, dann Erwachsenen, verknüpft mit dem Lebenslauf des Autors. Man merkt, dass Niclas Seydack Journalist ist. Seine Erzählstil schwankt zwischen Reportage und Selbstgespräch. Je nach Alter und Situation seines Ichs wird die Sprache auch mal sehr direkt und vulgär. Ich weiß nicht, was ich von dem Buch erwartet hatte. Natürlich habe ich mit dem Titel sofort das gleichnamige Lied von Juli verbunden, dass ich heute immer noch mitsingen kann, und das Lebensgefühl. Ansonsten aber haben Niclas und ich keine Gemeinsamkeiten. Ich bin eine Frau, 16 Jahre älter, und kann mit pubertierenden Jungsfantasien und der dazugehörigen Sprache nicht viel anfangen. Zudem wirken seine Erinnerungen oft emotionslos, wie eine Aufzählung. Seine Zukunftsangst kann ich zwar lesen, aber nicht spüren. Außerdem stört mich als Dresdnerin, dass meine Heimatstadt mehrfach als schlechtes Beispiel für Ausschreitungen und rechte Kräfte genannt wird – wir sind nicht alle so! Alles in allem also leider nicht mein Buch, aber bitte lasst Euch davon nicht abschrecken.

Geile Zeit von Niclas Seydack ist eine warmherzige Autobiografie, die das Lebensgefühl der Millennials einfängt und ich fühlte mich perfekt in meine eigene Jugend versetzt. Die Generation der 90er Jahre erlebte Legosteine, Nutellabrote (ich nicht, denn ich habe eine Haselnussallergie) und Samstagabende mit “Wetten, dass…?” oder auch später TV Total– eine Idylle, die sich jedoch nach dem 11. September 2001 veränderte. Seydack beschreibt den Weg einer ganzen Generation bis in die heutige Zeit. Die Zukunft mag düster sein, aber die Klamotten sind knallig. Eine geile Zeit, die Seydack poetisch und ehrlich bis in die Gegenwart beschreibt: Nach unzähligen Praktika folgt die erste Festanstellung, dann der Lockdown. Seydacks Schreibstil ist unmittelbar und fesselnd, und sein Buch führt einem seine eigene Kindheit gut vor Augen. Fazit: Eine unheimlich gute Reise durch die Erinnerungen der Millennials und hat mich gut an mein eigenes Aufwachsen erinnert. Etwas mehr Tiefgang hätte ich mir zwischendurch gewünscht aber alles in allem ein guter Überblick über eine ganze Generation. Auf jedenfall empfehlenswert, wenn man sich noch einmal zurückversetzen lassen will in sein eigenes Erwachsen werden.
Sehr unterhaltsam
Die Autobiographie einer Generation verspricht dieses Buch zu sein, nämlich die meiner Generation. 1990 geboren bin ich Teil einer Generation die ziemlich verloren zu sein scheint und die irgendwie so dazwischen hängt und nicht so richtig Fisch noch Fleisch ist. Niclas Seydack ist im gleichen Jahr wie ich geboren und er hat es sich zur Aufgabe gemacht zu erklären, warum wir sind, wie wir sind und welche Ereignisse und Gegebenheiten großen Einfluss auf uns und unsere Entwicklung hatten. Unsere Boomer-Eltern, Kriesen in der Weltwirtschaft, Kriege, Terroranschläge und allerlei Popkulturelles bringt er da zur Sprache. Und ja, es gab wirklich viele nostalgische Momente, die mich da bei der Lektüre gepackt haben. Ich habe mich und mein Leben sehr häufig wiedererkannt, komme jedoch wohl auch aus einem ähnlichen Milieu wie der Autor. Kindheit auf dem Land, Eltern aus der Mittelschicht, akademische Laufbahn. Ich bin mir sicher, dass die Kindheut und Jugend, die im Buch beschrieben wird so oder so ähnlich bei vielen Menschen unserer Generation nicht ausgesehen hat, weshalb ich sagen würde, die Autobiographie einer ganzen Generation kann das Buch nicht sein. Der Autor erzählt von seinem Leben und daher ist das Buch doch wohl eher ein recht persönliches. Mich hat es wirklich gut unterhalten, wenn es doch neben all den humorvollen Passagen auch weniger positive Stellen hat, wenn zum Beispiel über all die negativen Geschehnisse gesprochen wird, die Teil unserer Kindheit und Jugend waren oder auch unsere Gegenwart, die durch viele Stolpersteine (Inflation Arbeitsmarkt, Pandemie,...) gespickt ist die unser Leben so anders machen, als zum Beispiel das unserer Eltern in jungen Jahren noch war.

»Mein Leben lang hieß es, ich könne alles schaffen, solange ich mich nur genug anstrenge. Oft genug hatte das gestimmt. Oft war das ein guter Antrieb. Hätten wir bloß nicht die Kehrseite genauso verinnerlicht. Wenn wir es nicht schafften, konnte das nur eines heißen: Wir hatten versagt.« (S. 200) »GEILE ZEIT — Autobiographie einer Generation« ist das Memoir des Journalisten, Reporters und Autors Niclas Seydack. Der 1990 geborene Wahl-Münchener & Nordlicht, schreibt basierend auf seinen eigenen Erfahrungen und dem Weltgeschehen über das Aufwachsen als Gen Y / Millenials [= alle Menschen, die zwischen 1980-1999 geboren worden sind] in den 1990er / 2000er Jahren. Dabei schreibt er darüber, welche und wie Krisen uns Millenials früh geprägt haben, wie z. B. Terroranschläge — insbesondere 9/11, Tsunami 2004, Amokläufe an bspw. Schulen weltweit, Nah-Ost-Konflikt, Kriege und Finanz- & Wirtschaftskrise bis zur Corona-Pandemie. Es werden ebenso — aus heutiger Sicht — toxische Glaubenssätze der Leistungsgesellschaft als auch der 00-Jahre (Frauen-Klischees, Pornos etc.) betrachtet. SO FAR ist ein interessantes Memoir, in dem Niclas Seydack Lesende mit durch die Jahrzehnte nimmt. Als Millenial erkenne ich die ein oder andere Situation wieder. Nichtsdestotrotz finde ich den Untertitel »Autobiographie einer Generation« unpassend, da viele Situation extrem männlich geprägt sind und nicht allgemein-gültig sind (was der Untertitel aber suggeriert) und viele Privilegien nicht reflektiert werden. Bspw. habe ich NIE mit meinen Freundinnen bestimmte Filme hin- und heugetauscht. Aber das ist nur ein Beispiel von vielen, die für mich nicht zwangsläufig übertragbar und sehr männlich sind. Zudem wird mir die Grenzüberschreitung bei vielen Situationen aus der heutigen Rückschau zu wenig kritisiert und dadurch zu viel einfach reproduziert. Zwar gibt es einmal kurz Kritik zum NSU-Prozess, das hätte ich mir aber deutlich mehr gewünscht. Insgesamt sehr passend finde ich Beobachtungen, wie die Folgende: »Wir haben diesen Unsinn nie gefilmt. Unsere Nokia 3310 konnten das nicht. Und darin lag seine besondere Schönheit. Alles, was wir erlebten, war reine Gegenwart. Dokumentiert nur in unserer Erinnerung, wo es durch das Wieder-und-wieder-Erzählen immer größer und schöner und wichtiger wurde, als es jemals in echt gewesen sein konnte. Wir waren da, an dem Ort, in dem Moment. Und nirgends sonst.« (S. 76) ALL IN ALL: Ein unterhaltsames, interessantes und sehr individuell emphatisches Memoir, das sicherlich seine passende Leser*innen-schaft finden wird.

Erinnerungen
Zunächst möchte ich mich bei vorablesen für das Rezensionsexemplar bedanken. In „Geile Zeit“ von Niclas Seydack geht es um die Erfahrungen, die die Generation der Millenials gemacht hat. Der Autor beschreibt hier sehr authentisch, was in der Zeit seiner Kindheit, Jugend und als Erwachsener in der Welt, in der Schule und im echten Leben Sache war. Dabei nutzt er einfache Sprache, manchmal auch nur Stichworte oder Lyrics, aber es passt zum Buch. Er geht auf verschiedene Schwierigkeiten insbesondere dieser Generation ein. Dadurch lässt man als Leser die vergangene Zeit auch für sich selbst nochmal Revue passieren und wird an gute und auch schlechte Dinge erinnert. Ich finde das Buch sehr gelungen und konnte für mich auch noch das ein oder andere mitnehmen, auch wenn ich mich eher als Zillenial sehe. Wer also nochmal in der Vergangenheit schwelgen möchte, sollte das Buch unbedingt lesen.
„Geile Zeit“ ist eine humorvolle und zugleich nachdenklich stimmende Reise in die Kindheit und Jugend der Millennials, auch Generation Y genannt. Niclas Seydacks autobiographischer Roman führt zurück in die 90er und frühen 2000er Jahre. Eine Zeit, die geprägt war von ICQ, Pokémon-Karten, Bravo Hits, Wetten, dass..? und TV total. Geschickt verwebt Seydack persönliche Erlebnisse mit den großen Ereignissen, die seine Generation prägten. Darunter die Anschläge vom 11. September 2001, den Tsunami von 2004 und den Corona-Lockdown. Seydacks authentischer und humorvoller Schreibstil lässt einen die Szenen hautnah miterleben und sich in vielen Momenten wiedererkennen. Während der erste Teil des Buches eine nostalgische Zeitreise ist und Erinnerungen an analoge Zeiten weckt, schlägt der zweite Teil einen ernsteren Ton an. Hier stehen die Gegenwart mit all den Herausforderungen der heutigen Zeit sowie die Unsicherheiten und Ängste der Millennials im Vordergrund. Und auch wenn mich der zweite Teil nicht mehr ganz so packen konnte, bleibt „Geile Zeit“ dennoch eine lohnenswerte Lektüre. Es fängt die Erinnerungen an eine Generation ein, die zwischen analogen Kindheitserlebnissen und digitalen Herausforderungen aufwuchs und bietet sowohl Lacher als auch nachdenkliche Momente. Auch wenn ich nicht mehr in die Gruppe der Millennials falle, hat es mir auf jeden Fall großen Spaß gemacht, in Erinnerungen zu schwelgen und die eigene Jugend Revue passieren zu lassen.

Ich habe mich bis zum Ende gefragt, was der Autor eigentlich sagen will
Zum Buch: Der Autor ist Anfang der neunziger Jahre geboren, einer, seine Meinung nach Geilen Zeit. Es gab noch Nutellabrote, Wetter dass und Familienabende. Aber es gab auch 9/11 und den ersten Amoklauf in Erfurt. Meine Meinung: Ich war in den Neunzigern Jahren zwar kein Kind mehr, wie der Autor, aber ich war gespannt auf das Buch. Allerdings kam ich nicht wirklich mit dem Erzählstil klar, der Autor machte ziemliche Zeitsprünge und hat man die Zeit nicht selbst miterlebt, weiß man oft überhaupt nicht wovon er spricht. Auch ist mit bis zum Schluss unklar gewesen, worauf er überhaupt hinaus wollte. Es kam immer wieder 9/11, wer es miterlebt hat, weiß, es war eine Katastrophe, es war schrecklich, aber warum es immer und immer wieder erwähnt wurde, konnte ich nicht nachvollziehen. Als er dann in der Gegenwart angekommen ist, war es nur noch ein Gejammer, wie schlimm es Selbstständige Künstler getroffen hat, wie ungerecht alles ist. Ich kann es nicht nachvollziehen und verstehe nicht was er damit überhaupt sagen wollte. Fast schon schade um die Lesezeit.
Zeitreise in unsere Vergangenheit
Als Kind der 90er war dieses Buch ein absolutes Muss für mich. Schon der Klappentext hat sich für mich wie eine meiner Erinnerungen an meine Kindheit angefühlt. Das ganze Buch an sich hat mich an so vielen Stellen schmunzeln und an meine eigenen Erlebnisse zu den jeweils beschreibenen Zeiten zurückdenken lassen. Ein perfekter Throwback in die guten alten Zeiten. Der Autor spricht mir mit fast Allem aus dem Herzen und so bin ich nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch an einem Tag verschlungen. Der erste Teil hat mir durch die ganzen persönlichen Erinnerungen und Erzählungen dabei wirklich sehr gut gefallen. Als es im zweiten Teil dann um die ganzen Probleme, mit der unsere Generation zu kämpfen hat, ging, musste ich doch das ein oder andere mal hart schlucken. Hier wird einem doch nochmal bewusst was in unserem knapp 30 Jahren auf dieser Welt schon passiert ist. Durch die Songzeilen die immer wieder ins Buch eingebaut wurde, wurde es super aufgelockert und ich hatte den jeweilgen Song direkt im Ohr. Alles in allem eine perfekt zutreffende Charakterisierung einer Generation, die es als Erste nicht leichter und besser haben wird als die Generation ihrer Eltern.
Eine zähe Zeitreise
In "Geile Zeit" porträtiert der Autor Niclas Seydack eine Generation, die in den 90er Jahren geboren und aufgewachsen ist. Von der Kindheit bis in die frühen 2000er und anschließenden Jugend, über das Erwachsen werden bis in die heutige Zeit. Speziell der erste Teil des Buches hat Spaß gemacht zu lesen, da man in vielen Kindheitserinnerungen schwelgen konnte, die wohl die meisten Kinder, die zu dieser Zeit aufgewachsen sind, teilen. Es war schön sich selbst daran zu erinnern und beim Lesen ist kaum aufgefallen, dass es sich um ein Sachbuch handelt. Je mehr man liest, desto weiter nähert man sich auf dem Zeitstrahl der heutigen Zeit. Und desto negativer wird auch die Stimmung im Buch für mein Empfinden. Vieles wird schlecht gesehen und abgelehnt. Das Buch las sich für mich nicht wie ein Sachbuch, sondern zunehmend eher wie ein Roman, in dem es keine Handlung gibt. Es ist eine Aneinanderreihung von Erlebnissen und Ereignissen, die ein Mensch, der jetzt um die 30 Jahre alt ist in seinem Leben schon erlebt hat. Je näher es dem Ende des Buches und damit der kürzeren Vergangenheit zuging, desto langweiliger wurde es für mich. An diese Ereignisse kann man sich noch zu gut erinnern und an einige davon, wie etwa die Pandemie-Zeit, möchte man sich vielleicht auch gar nicht so viel erinnern. Dadurch war das Buch für mich nur zu Beginn interessant. Im Verlauf wurde es zunehmend belastender und hat sich nicht mehr wie gute Unterhaltung angefühlt.
Stück Zeitgeist mit Blick in den Rückspiegel
Geile Zeit liest sich wie ein Wiedersehen mit der eigenen Vergangenheit. Das liegt natürlich daran, dass wir derselben Generation angehören, aber auch dieselbe Stadt zum Studieren gewählt und ähnliche berufliche Wege eingeschlagen haben. Bei vielen Passagen hab ich innerlich "Ja, stimmt!" Oder "Genau so war's!“ gerufen. Seydack schafft es, die besondere Mischung aus Leichtigkeit, Unsicherheit und jugendlichem Größenwahn einzufangen, ohne kitschig zu werden. Ein ehrliches und sehr nahes Buch über das Erwachsenwerden der Menschen, die jetzt in ihren Dreißigern stecken.
Spannende Zeitreise
Niclas Seydack beschreibt, ausgehend von seiner Kindheit das Leben seiner Generation, der Generation der um 1990 geborenen oder, wie er es sagt: Der ersten Generation der es nicht besser gehen wird als ihrer Vorgängergeneration. Und er tut dies auf durchaus unterhaltsame und spannende Art und Weise. Der flotte, ja fast atemlose Schreibstil lässt mich als Leser nur so durch die Seiten fliegen. Und, so wie ich es verstanden habe, ist dies auch das Mantra dieser Generation: Höher, schneller, weiter. Eins folgt sofort auf das Andere. Keine Pause, keine Lücke im Lebenslauf, immer bereit, immer da. Und dann folgt, irgendwann, plötzlich die Ernüchterung wenn man begreift das das Alles, das ganze Bemühen, nicht wertgeschätzt wird und man quasi mit leeren Händen dasteht... Seydack macht das Dilemma seiner Generation im wesentlichen an zwei Dingen fest: 09/11 – der Tag an dem Flugzeuge ins World Trade Center und ins Pentagon stürzten und sich damit auch die heile Welt seiner Kindheit in Rauch auflöste und die zunehmende Gefahr von Amokläufen auch an deutschen Schulen und die Aufklärungsarbeit wie die Schüler sich im Falle eines Falles zu verhalten hätten. Es ist durchaus logisch und nachvollziehbar beschrieben warum seine Generation diesen Weg gegangen ist, wie sie von Lehrern und Eltern und nicht zuletzt von den Massenmedien und schlussendlich auch vom Internet, geprägt wurden und was vor allem das Internet und die Handys, dieses 24/7 bereit sein und ständig informiert sein, dieser Informationsüberfluss für sie bedeutet haben. Und dann, als sie endlich erwachsen waren und durchstarten wollten kam Corona. Und wieder wurde alles anders als sie erwartete hatten, als ihnen versprochen wurde. Sie saßen, statt im Büro mit Kollegen, alleine zuhause. Die Erwartungen die sie an das Berufsleben hatten, die Dinge die sie für selbstverständlich gehalten hatten, erfüllten sich ein weiteres mal nicht. All dies baute, so Niclas Seydack, in den Köpfen dieser Generation ein Schuldgefühl auf, mit dem sich nicht so einfach fertig werden lässt, eine Idee das sie selbst daran schuld sind das es bei ihnen nicht genauso gut läuft wie bei den vorangegangenen Jahrgängen... Und daran, so der Autor, müssen sie arbeiten: Dieses Schuldgefühl nicht länger zuzulassen. Inhaltlich kann man das Buch in zwei Teile teilen: Der erste Teil „Autobiographie“ beschreibt die Kindheit und Jugend des Autors zwischen Schule, Zuhause, Lan Partys und Krabben pulen. Dieser Teil ist sehr nostalgisch angehaucht und liest sich einfach kuschelig, ein Wohlfühlteil. Der zweite Teil „Generation“ ist eine Generationsanalyse, vom Schreibstil schneller und sachlicher gehalten aber auch sehr interessant zu lesen. Auch wenn es für mich nicht ganz nachvollziehbar ist das Dilemma einer ganzen Generation an zwei Ereignissen festzumachen ( Hey, wir hatten immerhin auch den „Deutschen Herbst“ und „Tschernobyl“) konnte ich die Gedankengänge gut nachvollziehen und bin jetzt etwas schlauer was die Millennials betrifft. Leseempfehlung für alle diejenigen die dem Gefühl dieser Generation nachspüren wollen, die sich informieren wollen oder die einfach gerne Bücher wie „Generation Golf“ gelesen haben. Der leichte und flockige aber auch nachdenklich machende Schreibstil des Autors macht es einem leicht das Buch zu lesen und zu mögen.
In einer Zeit, in der sich niemand entscheiden kann, wann Generation X in Y und Z übergeht, kategorisierte mich Seydack gerade noch so in die Y - die Millenials - ein und tatsächlich fand ich mich - trotz spätem 90er Jahrgang - noch sehr in diesem Buch wieder. Es war eine kurze Ode an die Generation der Systemkämpfer. Ein Mix aus Leichtigkeit und Frustration. Seydack rollt alles von Anfang an auf. Er erzählt über die leichten Kinder- und Jugendtage, die getrübt wurden von 9/11 und dem Erwachsen werden in einer Zeit, in der jede Jobsuche und die Selbstfindung ein einziger Kampf ist. Wir sind die vergessene Generation, die irgendwo zwischen Wiederaufbau und Weltumschwung steht. Das Buch ist unterteilt in eine Autobiographie und einen Generationsüberblick, wobei sich beides für mich gleich angefühlt hat. Ich hatte erwartet, dass nach dem biografischen Teil ein kleines Resümee der Generation folgt, doch auch im zweiten Teil wirkte es primär wie ein Fortschreiben von Seydacks privatem Leben. Natürlich fand ich mich in ICQ-Gesprächen und überzogenen Streichen wieder, doch empfand ich das Buch gerade im ersten Teil als zu stark geschlechtergeprägt. Was mich als Generation vertreten soll, vertrat in vielen Aspekten primär die männliche Seite der Generation und vor allem nur die deutsche Weltsicht. Kritik am System oder eine Analyse über Deutschland hinaus sucht man vergeblich. In der zweiten Hälfte folgten einige starke Statements, die mich mein Leben auf eine andere Art haben sehen lassen. Nie wäre mir in den Sinn gekommen, dass wir eine vergessene Übergangsgeneration sind, doch es stimmt. Und alles, was einem zum Nachdenken anregt, verdient Aufmerksamkeit. Somit kann ich das Buch als lustige, traurige und kurzweilige Anekdote ans Leben weiterempfehlen, die zwar mit Längen aufschlägt und vielleicht nicht immer so repräsentabel/repräsentiv ist, wie erhofft, aber am Ende verdeutlicht, dass wir eine gemeinsam kämpfende Generation sind, gespickt mit Unmengen Individuen, die alle ihre eigene kleine Geschichte erzählen.

Geile Zeit…
In „Geile Zeit“ nimmt der Autor Niclas Seydack die Leser mit auf eine nostalgische Reise durch seine Kindheit und Jugend in den 90er Jahren. Die autobiografische Erzählung ist geprägt von einer Mischung aus Humor, Melancholie und kritischer Reflexion. Seydack beleuchtet zentrale Ereignisse und kulturelle Phänomene, die seine Generation geprägt haben, und verknüpft persönliche Erlebnisse mit gesellschaftlichen Entwicklungen. Der Autor beschreibt seine Kindheit in den 90er Jahren, die von einer unbeschwerten Lebensweise geprägt war. Er erinnert sich an das Aufwachsen ohne die ständige Erreichbarkeit durch Smartphones und soziale Medien, was zu einer anderen Form der Unbeschwertheit und Freiheit führte. Ein zentraler Punkt in Seydacks Erzählung ist das Ereignis vom 11. September 2001. In diesem Kapitel reflektiert er, wie dieser Tag das Sicherheitsgefühl und die Weltanschauung seiner Generation nachhaltig beeinflusste. Er schildert, wie sich das Leben nach diesem Ereignis veränderte, sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Seydack thematisiert verschiedene Herausforderungen, die mit dem Erwachsenwerden und dem Einstieg in das Berufsleben einhergehen. Geile Zeit ist ein Buch in das man sich in die Zeit um Millenium zurückversetzen kann. Von mir gibt es 4/5 Sterne.
Bittersüße Nostalgie
„Uns wurde die Welt versprochen und es stellte sich heraus: Wir waren die Ersten, denen es niemals besser gehen wird als unseren Eltern. Vielleicht war es trotzdem 'ne geile Zeit. Aber mit Sicherheit ist sie für uns unwiederbringlich vorbei.“ Seydack arbeitet in seinem autobiografischen Text viele Stationen ab, dabei arbeitet er mit vielen Schlagwörten zu einschneidenden Ereignissen unserer Zeit und Popkulturverweisen, die sofort Erinnerungen hervorzurufen. Diese sind nicht rosarot, oftmals naiv und noch häufiger schmerzhaft, aber immer mittendrin und authentisch.
Mir gefiel die erste Hälfte echt gut. Ich spürte die Nostalgie, und auch wenn ich 6 Jahre jünger bin, konnte ich meistens nachvollziehen wovon er sprach. Wir teilen gewisse Erinnerungen. Die zweite Hälfte wiederum fühlte sich wie jedes andere Sachbuch an. Meiner Meinung nach hatte es hier nichts mehr mit Millenials zu tun, gefühlt habe ich sowas auch schon im Gen Z Büchern gelesen. Gute, kurzweilige Unterhaltung. Hätte mehr Tiefgang haben können.
Biografie einer Generation
Seydack erzählt von seinen Erfahrungen aber auch von den Erfahrungen einer ganzen Generation. Der Autor hat in einem Interview gesagt, dass er dieses Buch nicht nur für seine Generation geschrieben hat, sondern auch für ältere oder jüngere Menschen, damit seine Generation besser verstanden wird. Niclas Seydack schreibt sehr ehrlich und anschaulich. Man fühlt sich immer als würde man direkt neben ihm stehen, wenn er von seinen Freunden und von früher erzählt. Als gehöre man zur Freundesgruppe dazu. Manchmal war mir der Schreibstil allerdings etwas zu schroff und ich musste ganz schön schlucken. Ich habe mich mit vielen Dingen aus diesem Buch verbunden gefühlt, dadurch hat das lesen sehr viel Spaß gemacht. Zum Schluss hin fand ich das Buch ein wenig langatmig. Ich denke, das lag daran, dass ich nicht die exakte Zielgruppe bin. (Unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar vom @tropenverlag)

Was es heißt ein Millennial zu sein
Geile Zeit von Niclas Seydack durfte ich als Rezensionsexemplar lesen und ich darf sagen, dass er mir aus der Seele spricht. Für mich ist es ein Buch, das beschreibt wie wir Millennials aufgewachsen sind und wie wir das Leben wahrnehmen. Überfordert durch eine Welt mit Reizüberflutungen aus dem Internet und Fernsehen sind wir in eine Welt gestolpert, in der eine Katastrophe die nächste jagt und für unsere Generation nichts sicher zu sein scheint. In dieser Welt sollen wir lernen wer wir sind und was wir wollen, aber bloß nicht zu sehr und nur im Rahmen der gesellschaftlichen Vorgaben. Überspitzt und mit Humor arbeitet der Autor das ein oder andere Erlebte auf und in einigen, wenn nicht so gar den meisten Beschreibungen, kann ich mich selbst wiederfinden. Danke für dieses Werk!
Da werden Erinnerungen wach...
Ich war überrascht, wie ähnlich und unähnlich sich Biografien zugleich sein können. In vielen Dingen habe ich meine Kindheit und Jugend wiedererkannt und in vielen anderen Dingen wiederum nicht. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, und aufgrund seiner lockeren Schreibweise schnell weg gelesen werden kann.
Nichts Halbes und nichts Ganzes
Obwohl ich ein Millennial bin und nur 2 Jahre älter als der Autor, hat das Buch mich leider nicht überzeugt. Es ist eine nicht gut gelungene und nur halbherzig strukturierte Mischung aus persönlicher Autobiografie des Autors, Gesellschaftskritik und Beobachtungen über die Millennial-Generation im unangenehmen "Wir"-Stil. Hab mir von dem Konzept mehr versprochen.
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»Seydack schreibt so unmittelbar, ehrlich und poetisch, dass man sich fühlt wie auf einer atemlosen Zeitreise von den 90ern bis in die Gegenwart.« Caroline Wahl
Kindheit in den 90ern. Lego, Nutellabrote und Samstagabend mit der Familie Wetten, dass..? Eine Idylle. Bis zum 11. September 2001. Dann Schweigeminuten in der Schule und die erste Liebe auf ICQ. Verkürztes Studium, unbezahlte Praktika, Berufsstart im Lockdown. Erst eine neue Rechte. Dann ein neuer Krieg. Zwischendurch Trichtersaufen. Es gilt: Je düsterer die Zukunft, desto knalliger die Klamotten. Willkommen im Leben der Millennials. Was für eine geile Zeit!
Die ersten Jahre leben die meisten Millennials noch im analogen Bullerbü der 90er. Saure Schnüre vom Dorfbäcker für 10 Pfennig. Dann folgt das jähe Erwachen. 9/11. Amokläufe an Schulen. Schweigeminuten. Trichtersaufen als gemeinsames Hobby. Ecstasy als Erziehung der Gefühle. Likes statt Liebesbriefe. Nach unzähligen Praktika endlich die erste Festanstellung. Und dann Lockdown. Statt zusammen mit neuen Kollegen, allein in einer winzigen Wohnung, die Mietpreise sind astronomisch. Zweimal leuchtet der Stern der Millennials auf: Lena gewinnt den Eurovision Song Contest. Mario Götze schießt Deutschland zum WM-Titel. Doch das Licht dieser vermeintlichen Ikonen verglüht schnell. Niclas Seydack erzählt warmherzig von einer kalten Zeit. Dauerkrise, digitaler Aufbruch und eine neue Sensibilität – während die Millennials erwachsen werden, ist die Welt mehrmals eine andere geworden. Nur Wetten, dass..? feiert noch ein Comeback.
Stimmen zum Buch
»Wichtig, witzig, wehmütig. Gut.« Ronja von Rönne
»Ein Buch wie eine Flaschenpost aus einer anderen, schmerzhaft naiven Zeit. Ein bisschen unheimlich. Aber auch unheimlich gut.« Friedemann Karig
Book Information
Author Description
Niclas Seydack, geboren 1990 an der Ostsee, arbeitet als freier Reporter in München, vor allem für Die Zeit, den Spiegel und das Magazin der Süddeutschen Zeitung. Er ist Mitautor des Bestsellers Corona – Geschichte eines angekündigten Sterbens (2020) und Teil des Rechercheteams, mit dem Dirk Rossmann seine Klima-Thriller schreibt. Er lebt in München.
Posts
Auch wenn ich doch älter bin , kann ich mich gut in die beschriebene Generation hineinversetzen. Ich konnte in Erinnerungen schwelgen…9/11, Löffelsprache gab es auch bei mir bereits , rotten.com, Talkshows etc. …. Pubertät bei Jungs ist ja auch nochmal so ne Sache für sich 🙈 Der Mittelteil war etwas überflüssig für mich, aber am Ende wurde es wieder besser. Mal für zwischendurch war es in Ordnung …

Ein Buch über und für eine ganze Generation
Der Autor Niclas Seydack schildert in diesem Buch wie es war die Kindheit in den 90ern zu erleben, die Jugend in der 00er Jahren und das junge Erwachsenenleben während der Pandemie. Unschuldig und gutgläubig bis zum 11. September 2001. Live und unzensiert wurden die Bilder im Fernseher übertragen, Menschen die aus den brennenden Twin Towers sprangen und diese anschließend in sich zusammenfielen. Das ungefilterte Internet, wie rotten.com haben ihn und viele andere geprägt. In dieser Welt voller Abgründe immer auf der Suche nach sich selbst. Niclas Seydack ist es mit viel Humor gelungen ein Buch für und über eine ganze Generation, den Millennials, zu schreiben. Ich bin 1990 geboren und habe mich in so vielen Sätzen wiedergefunden. Ich finde das Buch hat fast etwas lyrisches und poetisches an sich und hat großartige Einblicke in ein Stück Geschichte gegeben. Ich kann es oft gar nicht glauben wie viele Jahre nach den einzelnen Ereignissen schon vergangen sind und ich glaube dem Autor geht es genauso. Ein wenig überspitzt, aber genau auf den Punkt getroffen ist es nicht nur ein Buch für die Millennials unter uns, sondern auch für alle anderen die einen kleinen Einblick in unsere Vergangenheit und unser Seelenleben werfen wollen.
Zeit-Reise
Ein Abbild einer - meiner - Generation mit so viel Wahrheit und (Galgen-)Humor schreibt Seydack autobiografisch von dem, was "uns" ausmacht, denn wir haben es erlebt. Und "es", das ist so vieles - von 9/11 über Festival-Liebe zu elendigen Praktika-Marathons, Aussichten auf eigentlich nichts und das wirklich schlechte Fernsehen - um einen Auszug zu nennen. Aber auch über Wehmut und die Liebe zu den 90er Jahren. Millenails wissen wovon ich rede - es war unsere Jugend. „Geile Zeit“ ist so voll und so viel, fast schon überladen, aber das liegt gar nicht an schlechter Stilistik oder so, sondern schlicht an der Tatsache, dass eben wirklich so viel passiert ist in diesem kurzen Abschnitt, die auch meine Jugend war. Bezüglich der heutigen Zeit zeigt der Autor durchaus Probleme dieser Generation auf - sei es die Wohnraumproblematik oder die fragwürdige Rentenpolitik. Seydack bleibt dabei beschreibend und das gibt grade denen, die aus dieser Generation stammen, viel Raum zum Schwelgen in eigenen Erinnerungen, entwickelt aber keine Lösungsansätze für bestehende Probleme. Dennoch hat nun jeder selbst die Möglichkeit, darüber nachzudenken & vielleicht trägt die Lektüre dieses Buches bei anderen lesenden Generationen für ein gewisses Verständnis bei.
Eine Zeitkapsel unserer Generation
Das Gefühl einer/meiner Generation -Rezensionsexemplar- . Genre: Eine Erzählung, ein Sachbuch, eine Stimme einer Generation, eine Biographie? Eine Mischung aus all dem & sehr witzig, persönlich & doch allgemein. . Setting: Niclas nimmt uns mit durch seine Kindheit in den 90ern, dem ersten großen Ereignis (11. September), die Jugend & Corona. Er beschreibt das Gefühl einer ganzen Generation mit einer Prise, was treibt uns an & was wollen wir eigentlich. . Ich fühlte mich so getroffen, meine Generation & soviel erinnern & zustimmendes nicken. Einzig ein paar häufig vorkommende Wiederholungen, haben mir den Lesefluss etwas stocken lassen . Schnapp dir deinen Kaffee & lass uns nochmal zurück blicken.
Eine Hommage an unsere Lebensjahre
Dieses Buch ist tröstend und frustrierend zugleich. So viele schöne Erinnerungen werden geweckt, beim Lesen habe ich oft geschmunzelt und viele Parallelen zu meiner Kindheit und Jugend entdeckt. Aber seine ernsten Worte, seine kritischen haben mich zum reflektieren angeregt. Rückblickend lässt sich vieles anders betrachten - nicht immer zum Vorteil. Niclas Seydack hat mit vielen Betrachtungen Recht, obwohl sie mir sauer aufstoßen. Es tat ein wenig weh, einige Wahrheiten zu lesen, die man bisher erfolgreich verdrängt hat. Alles in allem eine gelungene Biografie einer Generationen, die zum nachdenken anregt.
Schnelldurchlauf durch die letzten 20 Jahre deutscher Geschichte aus Sicht eines Heranwachsenden „Die Welt da draußen war zerrissen, die Welt in uns oftmals genauso.“ (S. 165) Wisst Ihr noch, wo ihr wart, als die Flugzeuge in die Twin Tower flogen? Niclas, damals 11, saß mit seiner Schwester vor dem Fernseher und wollte Pokémon gucken, sie Talkshows. Dieser Anschlag war der erste von vielen Katastrophen, die seitdem die Medienlandschaft und sein (unser) Leben beeinflusst haben und ihn für die Zukunft schwarzsehen lassen. Aber erst einmal wurde Niclas noch von seinen Eltern abgeschirmt, haben sie versucht, seine heile Welt ein wenig zu verlängern. In der Schule sah das anders aus, da wurden ihnen klargemacht, dass nur Leistung zählt, Einsatzbereitschaft, und dass die Jobs, die Spaß machen, kein Geld bringen. Zur Ablenkung entdeckt er mit seinen Freunden Sex und Alkohol, nabelt sich ab, wird nach dem Studium und unzähligen Praktika Journalist. Bis der Lockdown kommt und alle vereinsamen. Wobei sie auch ohne Lockdown nur noch für die Arbeit und ohne Freunde leben, dafür ist nämlich keine Zeit, wenn man irgendwann mal Erfolg haben will. „Geile Zeit“ ist ein Schnelldurchlauf durch die letzten 20 Jahre deutscher Geschichte aus Sicht eines erst Heranwachsenden, dann Erwachsenen, verknüpft mit dem Lebenslauf des Autors. Man merkt, dass Niclas Seydack Journalist ist. Seine Erzählstil schwankt zwischen Reportage und Selbstgespräch. Je nach Alter und Situation seines Ichs wird die Sprache auch mal sehr direkt und vulgär. Ich weiß nicht, was ich von dem Buch erwartet hatte. Natürlich habe ich mit dem Titel sofort das gleichnamige Lied von Juli verbunden, dass ich heute immer noch mitsingen kann, und das Lebensgefühl. Ansonsten aber haben Niclas und ich keine Gemeinsamkeiten. Ich bin eine Frau, 16 Jahre älter, und kann mit pubertierenden Jungsfantasien und der dazugehörigen Sprache nicht viel anfangen. Zudem wirken seine Erinnerungen oft emotionslos, wie eine Aufzählung. Seine Zukunftsangst kann ich zwar lesen, aber nicht spüren. Außerdem stört mich als Dresdnerin, dass meine Heimatstadt mehrfach als schlechtes Beispiel für Ausschreitungen und rechte Kräfte genannt wird – wir sind nicht alle so! Alles in allem also leider nicht mein Buch, aber bitte lasst Euch davon nicht abschrecken.

Geile Zeit von Niclas Seydack ist eine warmherzige Autobiografie, die das Lebensgefühl der Millennials einfängt und ich fühlte mich perfekt in meine eigene Jugend versetzt. Die Generation der 90er Jahre erlebte Legosteine, Nutellabrote (ich nicht, denn ich habe eine Haselnussallergie) und Samstagabende mit “Wetten, dass…?” oder auch später TV Total– eine Idylle, die sich jedoch nach dem 11. September 2001 veränderte. Seydack beschreibt den Weg einer ganzen Generation bis in die heutige Zeit. Die Zukunft mag düster sein, aber die Klamotten sind knallig. Eine geile Zeit, die Seydack poetisch und ehrlich bis in die Gegenwart beschreibt: Nach unzähligen Praktika folgt die erste Festanstellung, dann der Lockdown. Seydacks Schreibstil ist unmittelbar und fesselnd, und sein Buch führt einem seine eigene Kindheit gut vor Augen. Fazit: Eine unheimlich gute Reise durch die Erinnerungen der Millennials und hat mich gut an mein eigenes Aufwachsen erinnert. Etwas mehr Tiefgang hätte ich mir zwischendurch gewünscht aber alles in allem ein guter Überblick über eine ganze Generation. Auf jedenfall empfehlenswert, wenn man sich noch einmal zurückversetzen lassen will in sein eigenes Erwachsen werden.
Sehr unterhaltsam
Die Autobiographie einer Generation verspricht dieses Buch zu sein, nämlich die meiner Generation. 1990 geboren bin ich Teil einer Generation die ziemlich verloren zu sein scheint und die irgendwie so dazwischen hängt und nicht so richtig Fisch noch Fleisch ist. Niclas Seydack ist im gleichen Jahr wie ich geboren und er hat es sich zur Aufgabe gemacht zu erklären, warum wir sind, wie wir sind und welche Ereignisse und Gegebenheiten großen Einfluss auf uns und unsere Entwicklung hatten. Unsere Boomer-Eltern, Kriesen in der Weltwirtschaft, Kriege, Terroranschläge und allerlei Popkulturelles bringt er da zur Sprache. Und ja, es gab wirklich viele nostalgische Momente, die mich da bei der Lektüre gepackt haben. Ich habe mich und mein Leben sehr häufig wiedererkannt, komme jedoch wohl auch aus einem ähnlichen Milieu wie der Autor. Kindheit auf dem Land, Eltern aus der Mittelschicht, akademische Laufbahn. Ich bin mir sicher, dass die Kindheut und Jugend, die im Buch beschrieben wird so oder so ähnlich bei vielen Menschen unserer Generation nicht ausgesehen hat, weshalb ich sagen würde, die Autobiographie einer ganzen Generation kann das Buch nicht sein. Der Autor erzählt von seinem Leben und daher ist das Buch doch wohl eher ein recht persönliches. Mich hat es wirklich gut unterhalten, wenn es doch neben all den humorvollen Passagen auch weniger positive Stellen hat, wenn zum Beispiel über all die negativen Geschehnisse gesprochen wird, die Teil unserer Kindheit und Jugend waren oder auch unsere Gegenwart, die durch viele Stolpersteine (Inflation Arbeitsmarkt, Pandemie,...) gespickt ist die unser Leben so anders machen, als zum Beispiel das unserer Eltern in jungen Jahren noch war.

»Mein Leben lang hieß es, ich könne alles schaffen, solange ich mich nur genug anstrenge. Oft genug hatte das gestimmt. Oft war das ein guter Antrieb. Hätten wir bloß nicht die Kehrseite genauso verinnerlicht. Wenn wir es nicht schafften, konnte das nur eines heißen: Wir hatten versagt.« (S. 200) »GEILE ZEIT — Autobiographie einer Generation« ist das Memoir des Journalisten, Reporters und Autors Niclas Seydack. Der 1990 geborene Wahl-Münchener & Nordlicht, schreibt basierend auf seinen eigenen Erfahrungen und dem Weltgeschehen über das Aufwachsen als Gen Y / Millenials [= alle Menschen, die zwischen 1980-1999 geboren worden sind] in den 1990er / 2000er Jahren. Dabei schreibt er darüber, welche und wie Krisen uns Millenials früh geprägt haben, wie z. B. Terroranschläge — insbesondere 9/11, Tsunami 2004, Amokläufe an bspw. Schulen weltweit, Nah-Ost-Konflikt, Kriege und Finanz- & Wirtschaftskrise bis zur Corona-Pandemie. Es werden ebenso — aus heutiger Sicht — toxische Glaubenssätze der Leistungsgesellschaft als auch der 00-Jahre (Frauen-Klischees, Pornos etc.) betrachtet. SO FAR ist ein interessantes Memoir, in dem Niclas Seydack Lesende mit durch die Jahrzehnte nimmt. Als Millenial erkenne ich die ein oder andere Situation wieder. Nichtsdestotrotz finde ich den Untertitel »Autobiographie einer Generation« unpassend, da viele Situation extrem männlich geprägt sind und nicht allgemein-gültig sind (was der Untertitel aber suggeriert) und viele Privilegien nicht reflektiert werden. Bspw. habe ich NIE mit meinen Freundinnen bestimmte Filme hin- und heugetauscht. Aber das ist nur ein Beispiel von vielen, die für mich nicht zwangsläufig übertragbar und sehr männlich sind. Zudem wird mir die Grenzüberschreitung bei vielen Situationen aus der heutigen Rückschau zu wenig kritisiert und dadurch zu viel einfach reproduziert. Zwar gibt es einmal kurz Kritik zum NSU-Prozess, das hätte ich mir aber deutlich mehr gewünscht. Insgesamt sehr passend finde ich Beobachtungen, wie die Folgende: »Wir haben diesen Unsinn nie gefilmt. Unsere Nokia 3310 konnten das nicht. Und darin lag seine besondere Schönheit. Alles, was wir erlebten, war reine Gegenwart. Dokumentiert nur in unserer Erinnerung, wo es durch das Wieder-und-wieder-Erzählen immer größer und schöner und wichtiger wurde, als es jemals in echt gewesen sein konnte. Wir waren da, an dem Ort, in dem Moment. Und nirgends sonst.« (S. 76) ALL IN ALL: Ein unterhaltsames, interessantes und sehr individuell emphatisches Memoir, das sicherlich seine passende Leser*innen-schaft finden wird.

Erinnerungen
Zunächst möchte ich mich bei vorablesen für das Rezensionsexemplar bedanken. In „Geile Zeit“ von Niclas Seydack geht es um die Erfahrungen, die die Generation der Millenials gemacht hat. Der Autor beschreibt hier sehr authentisch, was in der Zeit seiner Kindheit, Jugend und als Erwachsener in der Welt, in der Schule und im echten Leben Sache war. Dabei nutzt er einfache Sprache, manchmal auch nur Stichworte oder Lyrics, aber es passt zum Buch. Er geht auf verschiedene Schwierigkeiten insbesondere dieser Generation ein. Dadurch lässt man als Leser die vergangene Zeit auch für sich selbst nochmal Revue passieren und wird an gute und auch schlechte Dinge erinnert. Ich finde das Buch sehr gelungen und konnte für mich auch noch das ein oder andere mitnehmen, auch wenn ich mich eher als Zillenial sehe. Wer also nochmal in der Vergangenheit schwelgen möchte, sollte das Buch unbedingt lesen.
„Geile Zeit“ ist eine humorvolle und zugleich nachdenklich stimmende Reise in die Kindheit und Jugend der Millennials, auch Generation Y genannt. Niclas Seydacks autobiographischer Roman führt zurück in die 90er und frühen 2000er Jahre. Eine Zeit, die geprägt war von ICQ, Pokémon-Karten, Bravo Hits, Wetten, dass..? und TV total. Geschickt verwebt Seydack persönliche Erlebnisse mit den großen Ereignissen, die seine Generation prägten. Darunter die Anschläge vom 11. September 2001, den Tsunami von 2004 und den Corona-Lockdown. Seydacks authentischer und humorvoller Schreibstil lässt einen die Szenen hautnah miterleben und sich in vielen Momenten wiedererkennen. Während der erste Teil des Buches eine nostalgische Zeitreise ist und Erinnerungen an analoge Zeiten weckt, schlägt der zweite Teil einen ernsteren Ton an. Hier stehen die Gegenwart mit all den Herausforderungen der heutigen Zeit sowie die Unsicherheiten und Ängste der Millennials im Vordergrund. Und auch wenn mich der zweite Teil nicht mehr ganz so packen konnte, bleibt „Geile Zeit“ dennoch eine lohnenswerte Lektüre. Es fängt die Erinnerungen an eine Generation ein, die zwischen analogen Kindheitserlebnissen und digitalen Herausforderungen aufwuchs und bietet sowohl Lacher als auch nachdenkliche Momente. Auch wenn ich nicht mehr in die Gruppe der Millennials falle, hat es mir auf jeden Fall großen Spaß gemacht, in Erinnerungen zu schwelgen und die eigene Jugend Revue passieren zu lassen.

Ich habe mich bis zum Ende gefragt, was der Autor eigentlich sagen will
Zum Buch: Der Autor ist Anfang der neunziger Jahre geboren, einer, seine Meinung nach Geilen Zeit. Es gab noch Nutellabrote, Wetter dass und Familienabende. Aber es gab auch 9/11 und den ersten Amoklauf in Erfurt. Meine Meinung: Ich war in den Neunzigern Jahren zwar kein Kind mehr, wie der Autor, aber ich war gespannt auf das Buch. Allerdings kam ich nicht wirklich mit dem Erzählstil klar, der Autor machte ziemliche Zeitsprünge und hat man die Zeit nicht selbst miterlebt, weiß man oft überhaupt nicht wovon er spricht. Auch ist mit bis zum Schluss unklar gewesen, worauf er überhaupt hinaus wollte. Es kam immer wieder 9/11, wer es miterlebt hat, weiß, es war eine Katastrophe, es war schrecklich, aber warum es immer und immer wieder erwähnt wurde, konnte ich nicht nachvollziehen. Als er dann in der Gegenwart angekommen ist, war es nur noch ein Gejammer, wie schlimm es Selbstständige Künstler getroffen hat, wie ungerecht alles ist. Ich kann es nicht nachvollziehen und verstehe nicht was er damit überhaupt sagen wollte. Fast schon schade um die Lesezeit.
Zeitreise in unsere Vergangenheit
Als Kind der 90er war dieses Buch ein absolutes Muss für mich. Schon der Klappentext hat sich für mich wie eine meiner Erinnerungen an meine Kindheit angefühlt. Das ganze Buch an sich hat mich an so vielen Stellen schmunzeln und an meine eigenen Erlebnisse zu den jeweils beschreibenen Zeiten zurückdenken lassen. Ein perfekter Throwback in die guten alten Zeiten. Der Autor spricht mir mit fast Allem aus dem Herzen und so bin ich nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch an einem Tag verschlungen. Der erste Teil hat mir durch die ganzen persönlichen Erinnerungen und Erzählungen dabei wirklich sehr gut gefallen. Als es im zweiten Teil dann um die ganzen Probleme, mit der unsere Generation zu kämpfen hat, ging, musste ich doch das ein oder andere mal hart schlucken. Hier wird einem doch nochmal bewusst was in unserem knapp 30 Jahren auf dieser Welt schon passiert ist. Durch die Songzeilen die immer wieder ins Buch eingebaut wurde, wurde es super aufgelockert und ich hatte den jeweilgen Song direkt im Ohr. Alles in allem eine perfekt zutreffende Charakterisierung einer Generation, die es als Erste nicht leichter und besser haben wird als die Generation ihrer Eltern.
Eine zähe Zeitreise
In "Geile Zeit" porträtiert der Autor Niclas Seydack eine Generation, die in den 90er Jahren geboren und aufgewachsen ist. Von der Kindheit bis in die frühen 2000er und anschließenden Jugend, über das Erwachsen werden bis in die heutige Zeit. Speziell der erste Teil des Buches hat Spaß gemacht zu lesen, da man in vielen Kindheitserinnerungen schwelgen konnte, die wohl die meisten Kinder, die zu dieser Zeit aufgewachsen sind, teilen. Es war schön sich selbst daran zu erinnern und beim Lesen ist kaum aufgefallen, dass es sich um ein Sachbuch handelt. Je mehr man liest, desto weiter nähert man sich auf dem Zeitstrahl der heutigen Zeit. Und desto negativer wird auch die Stimmung im Buch für mein Empfinden. Vieles wird schlecht gesehen und abgelehnt. Das Buch las sich für mich nicht wie ein Sachbuch, sondern zunehmend eher wie ein Roman, in dem es keine Handlung gibt. Es ist eine Aneinanderreihung von Erlebnissen und Ereignissen, die ein Mensch, der jetzt um die 30 Jahre alt ist in seinem Leben schon erlebt hat. Je näher es dem Ende des Buches und damit der kürzeren Vergangenheit zuging, desto langweiliger wurde es für mich. An diese Ereignisse kann man sich noch zu gut erinnern und an einige davon, wie etwa die Pandemie-Zeit, möchte man sich vielleicht auch gar nicht so viel erinnern. Dadurch war das Buch für mich nur zu Beginn interessant. Im Verlauf wurde es zunehmend belastender und hat sich nicht mehr wie gute Unterhaltung angefühlt.
Stück Zeitgeist mit Blick in den Rückspiegel
Geile Zeit liest sich wie ein Wiedersehen mit der eigenen Vergangenheit. Das liegt natürlich daran, dass wir derselben Generation angehören, aber auch dieselbe Stadt zum Studieren gewählt und ähnliche berufliche Wege eingeschlagen haben. Bei vielen Passagen hab ich innerlich "Ja, stimmt!" Oder "Genau so war's!“ gerufen. Seydack schafft es, die besondere Mischung aus Leichtigkeit, Unsicherheit und jugendlichem Größenwahn einzufangen, ohne kitschig zu werden. Ein ehrliches und sehr nahes Buch über das Erwachsenwerden der Menschen, die jetzt in ihren Dreißigern stecken.
Spannende Zeitreise
Niclas Seydack beschreibt, ausgehend von seiner Kindheit das Leben seiner Generation, der Generation der um 1990 geborenen oder, wie er es sagt: Der ersten Generation der es nicht besser gehen wird als ihrer Vorgängergeneration. Und er tut dies auf durchaus unterhaltsame und spannende Art und Weise. Der flotte, ja fast atemlose Schreibstil lässt mich als Leser nur so durch die Seiten fliegen. Und, so wie ich es verstanden habe, ist dies auch das Mantra dieser Generation: Höher, schneller, weiter. Eins folgt sofort auf das Andere. Keine Pause, keine Lücke im Lebenslauf, immer bereit, immer da. Und dann folgt, irgendwann, plötzlich die Ernüchterung wenn man begreift das das Alles, das ganze Bemühen, nicht wertgeschätzt wird und man quasi mit leeren Händen dasteht... Seydack macht das Dilemma seiner Generation im wesentlichen an zwei Dingen fest: 09/11 – der Tag an dem Flugzeuge ins World Trade Center und ins Pentagon stürzten und sich damit auch die heile Welt seiner Kindheit in Rauch auflöste und die zunehmende Gefahr von Amokläufen auch an deutschen Schulen und die Aufklärungsarbeit wie die Schüler sich im Falle eines Falles zu verhalten hätten. Es ist durchaus logisch und nachvollziehbar beschrieben warum seine Generation diesen Weg gegangen ist, wie sie von Lehrern und Eltern und nicht zuletzt von den Massenmedien und schlussendlich auch vom Internet, geprägt wurden und was vor allem das Internet und die Handys, dieses 24/7 bereit sein und ständig informiert sein, dieser Informationsüberfluss für sie bedeutet haben. Und dann, als sie endlich erwachsen waren und durchstarten wollten kam Corona. Und wieder wurde alles anders als sie erwartete hatten, als ihnen versprochen wurde. Sie saßen, statt im Büro mit Kollegen, alleine zuhause. Die Erwartungen die sie an das Berufsleben hatten, die Dinge die sie für selbstverständlich gehalten hatten, erfüllten sich ein weiteres mal nicht. All dies baute, so Niclas Seydack, in den Köpfen dieser Generation ein Schuldgefühl auf, mit dem sich nicht so einfach fertig werden lässt, eine Idee das sie selbst daran schuld sind das es bei ihnen nicht genauso gut läuft wie bei den vorangegangenen Jahrgängen... Und daran, so der Autor, müssen sie arbeiten: Dieses Schuldgefühl nicht länger zuzulassen. Inhaltlich kann man das Buch in zwei Teile teilen: Der erste Teil „Autobiographie“ beschreibt die Kindheit und Jugend des Autors zwischen Schule, Zuhause, Lan Partys und Krabben pulen. Dieser Teil ist sehr nostalgisch angehaucht und liest sich einfach kuschelig, ein Wohlfühlteil. Der zweite Teil „Generation“ ist eine Generationsanalyse, vom Schreibstil schneller und sachlicher gehalten aber auch sehr interessant zu lesen. Auch wenn es für mich nicht ganz nachvollziehbar ist das Dilemma einer ganzen Generation an zwei Ereignissen festzumachen ( Hey, wir hatten immerhin auch den „Deutschen Herbst“ und „Tschernobyl“) konnte ich die Gedankengänge gut nachvollziehen und bin jetzt etwas schlauer was die Millennials betrifft. Leseempfehlung für alle diejenigen die dem Gefühl dieser Generation nachspüren wollen, die sich informieren wollen oder die einfach gerne Bücher wie „Generation Golf“ gelesen haben. Der leichte und flockige aber auch nachdenklich machende Schreibstil des Autors macht es einem leicht das Buch zu lesen und zu mögen.
In einer Zeit, in der sich niemand entscheiden kann, wann Generation X in Y und Z übergeht, kategorisierte mich Seydack gerade noch so in die Y - die Millenials - ein und tatsächlich fand ich mich - trotz spätem 90er Jahrgang - noch sehr in diesem Buch wieder. Es war eine kurze Ode an die Generation der Systemkämpfer. Ein Mix aus Leichtigkeit und Frustration. Seydack rollt alles von Anfang an auf. Er erzählt über die leichten Kinder- und Jugendtage, die getrübt wurden von 9/11 und dem Erwachsen werden in einer Zeit, in der jede Jobsuche und die Selbstfindung ein einziger Kampf ist. Wir sind die vergessene Generation, die irgendwo zwischen Wiederaufbau und Weltumschwung steht. Das Buch ist unterteilt in eine Autobiographie und einen Generationsüberblick, wobei sich beides für mich gleich angefühlt hat. Ich hatte erwartet, dass nach dem biografischen Teil ein kleines Resümee der Generation folgt, doch auch im zweiten Teil wirkte es primär wie ein Fortschreiben von Seydacks privatem Leben. Natürlich fand ich mich in ICQ-Gesprächen und überzogenen Streichen wieder, doch empfand ich das Buch gerade im ersten Teil als zu stark geschlechtergeprägt. Was mich als Generation vertreten soll, vertrat in vielen Aspekten primär die männliche Seite der Generation und vor allem nur die deutsche Weltsicht. Kritik am System oder eine Analyse über Deutschland hinaus sucht man vergeblich. In der zweiten Hälfte folgten einige starke Statements, die mich mein Leben auf eine andere Art haben sehen lassen. Nie wäre mir in den Sinn gekommen, dass wir eine vergessene Übergangsgeneration sind, doch es stimmt. Und alles, was einem zum Nachdenken anregt, verdient Aufmerksamkeit. Somit kann ich das Buch als lustige, traurige und kurzweilige Anekdote ans Leben weiterempfehlen, die zwar mit Längen aufschlägt und vielleicht nicht immer so repräsentabel/repräsentiv ist, wie erhofft, aber am Ende verdeutlicht, dass wir eine gemeinsam kämpfende Generation sind, gespickt mit Unmengen Individuen, die alle ihre eigene kleine Geschichte erzählen.

Geile Zeit…
In „Geile Zeit“ nimmt der Autor Niclas Seydack die Leser mit auf eine nostalgische Reise durch seine Kindheit und Jugend in den 90er Jahren. Die autobiografische Erzählung ist geprägt von einer Mischung aus Humor, Melancholie und kritischer Reflexion. Seydack beleuchtet zentrale Ereignisse und kulturelle Phänomene, die seine Generation geprägt haben, und verknüpft persönliche Erlebnisse mit gesellschaftlichen Entwicklungen. Der Autor beschreibt seine Kindheit in den 90er Jahren, die von einer unbeschwerten Lebensweise geprägt war. Er erinnert sich an das Aufwachsen ohne die ständige Erreichbarkeit durch Smartphones und soziale Medien, was zu einer anderen Form der Unbeschwertheit und Freiheit führte. Ein zentraler Punkt in Seydacks Erzählung ist das Ereignis vom 11. September 2001. In diesem Kapitel reflektiert er, wie dieser Tag das Sicherheitsgefühl und die Weltanschauung seiner Generation nachhaltig beeinflusste. Er schildert, wie sich das Leben nach diesem Ereignis veränderte, sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Seydack thematisiert verschiedene Herausforderungen, die mit dem Erwachsenwerden und dem Einstieg in das Berufsleben einhergehen. Geile Zeit ist ein Buch in das man sich in die Zeit um Millenium zurückversetzen kann. Von mir gibt es 4/5 Sterne.
Bittersüße Nostalgie
„Uns wurde die Welt versprochen und es stellte sich heraus: Wir waren die Ersten, denen es niemals besser gehen wird als unseren Eltern. Vielleicht war es trotzdem 'ne geile Zeit. Aber mit Sicherheit ist sie für uns unwiederbringlich vorbei.“ Seydack arbeitet in seinem autobiografischen Text viele Stationen ab, dabei arbeitet er mit vielen Schlagwörten zu einschneidenden Ereignissen unserer Zeit und Popkulturverweisen, die sofort Erinnerungen hervorzurufen. Diese sind nicht rosarot, oftmals naiv und noch häufiger schmerzhaft, aber immer mittendrin und authentisch.
Mir gefiel die erste Hälfte echt gut. Ich spürte die Nostalgie, und auch wenn ich 6 Jahre jünger bin, konnte ich meistens nachvollziehen wovon er sprach. Wir teilen gewisse Erinnerungen. Die zweite Hälfte wiederum fühlte sich wie jedes andere Sachbuch an. Meiner Meinung nach hatte es hier nichts mehr mit Millenials zu tun, gefühlt habe ich sowas auch schon im Gen Z Büchern gelesen. Gute, kurzweilige Unterhaltung. Hätte mehr Tiefgang haben können.
Biografie einer Generation
Seydack erzählt von seinen Erfahrungen aber auch von den Erfahrungen einer ganzen Generation. Der Autor hat in einem Interview gesagt, dass er dieses Buch nicht nur für seine Generation geschrieben hat, sondern auch für ältere oder jüngere Menschen, damit seine Generation besser verstanden wird. Niclas Seydack schreibt sehr ehrlich und anschaulich. Man fühlt sich immer als würde man direkt neben ihm stehen, wenn er von seinen Freunden und von früher erzählt. Als gehöre man zur Freundesgruppe dazu. Manchmal war mir der Schreibstil allerdings etwas zu schroff und ich musste ganz schön schlucken. Ich habe mich mit vielen Dingen aus diesem Buch verbunden gefühlt, dadurch hat das lesen sehr viel Spaß gemacht. Zum Schluss hin fand ich das Buch ein wenig langatmig. Ich denke, das lag daran, dass ich nicht die exakte Zielgruppe bin. (Unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar vom @tropenverlag)

Was es heißt ein Millennial zu sein
Geile Zeit von Niclas Seydack durfte ich als Rezensionsexemplar lesen und ich darf sagen, dass er mir aus der Seele spricht. Für mich ist es ein Buch, das beschreibt wie wir Millennials aufgewachsen sind und wie wir das Leben wahrnehmen. Überfordert durch eine Welt mit Reizüberflutungen aus dem Internet und Fernsehen sind wir in eine Welt gestolpert, in der eine Katastrophe die nächste jagt und für unsere Generation nichts sicher zu sein scheint. In dieser Welt sollen wir lernen wer wir sind und was wir wollen, aber bloß nicht zu sehr und nur im Rahmen der gesellschaftlichen Vorgaben. Überspitzt und mit Humor arbeitet der Autor das ein oder andere Erlebte auf und in einigen, wenn nicht so gar den meisten Beschreibungen, kann ich mich selbst wiederfinden. Danke für dieses Werk!
Da werden Erinnerungen wach...
Ich war überrascht, wie ähnlich und unähnlich sich Biografien zugleich sein können. In vielen Dingen habe ich meine Kindheit und Jugend wiedererkannt und in vielen anderen Dingen wiederum nicht. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, und aufgrund seiner lockeren Schreibweise schnell weg gelesen werden kann.
Nichts Halbes und nichts Ganzes
Obwohl ich ein Millennial bin und nur 2 Jahre älter als der Autor, hat das Buch mich leider nicht überzeugt. Es ist eine nicht gut gelungene und nur halbherzig strukturierte Mischung aus persönlicher Autobiografie des Autors, Gesellschaftskritik und Beobachtungen über die Millennial-Generation im unangenehmen "Wir"-Stil. Hab mir von dem Konzept mehr versprochen.





































