Fürchtet euch

Fürchtet euch

Softcover
3.513
JungenMordZeugeKirchen Und Klöster

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Description

»Ein Roman von geradezu hypnotischer Stärke – zutiefst erschütternd und großartig erzählt.« The New York Times

In Marshall, einem abgeschiedenen Ort in den Bergen North Carolinas, geschieht an einem heißen Sommertag das Unfassbare. Der dreizehnjährige Christopher Hall kommt während der Abendmesse ums Leben. Der Junge hat noch nie ein Wort gesprochen. Deshalb sollte er an diesem Sonntag in der Kirche »geheilt« werden.
Niemand aus der Gemeinde will sich zum Tod des Jungen äußern. Auch der charismatische Prediger Carson Chambliss, der selbsternannte Erlöser im Ort, schweigt zu dem Vorfall.
Was jedoch keiner in Marshall ahnt: Christophers jüngerer Bruder Jess hat das Geschehen in der Kirche an dem Tag, als sein Bruder starb, von außen beobachtet. Und Jess weiß, was er gesehen hat. Er weiß auch, was Christopher und er nur wenige Tage zuvor in ihrem Elternhaus gesehen haben. Als Jess sein Wissen teilt, spitzt sich die Situation zu, und es kommt zur Katastrophe.

New York Times Bestseller

Von Kirkus Reviews und Library Journal zum besten Roman 2012 gewählt

Ausgezeichnet mit dem Dagger Award für den besten Debütroman

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
Police Procedural
Format
Softcover
Pages
352
Price
10.30 €

Posts

4
All
3

Fürchtet euch ist ein Buch von Wiley Cash. Es ist am 22. April 2013 im Fischer Verlag als Taschenbuch erschienen. Das Buch umfasst 352 Seiten. Das englische Original A Land More Kind Than Home erschien am 29. März 2012 bei Doubleday. Inhalt Mitten in einem kleinen Ort in den Bergen von North Carolina passiert etwas Erschütterndes. Der dreizehnjährige Christopher, auch Stump genannt, hatte bisher nie ein Wort gesprochen und soll während des Gottesdienstes geheilt werden. Doch er überlebt diesen Tag in der Kirche nicht. Niemand will sich darüber äußern, doch was hat sein neunjähriger Bruder Jess gesehen? Als er sein Schweigen bricht, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Erster Satz Kiesstaub wehte über den Parkplatz, während ich im Wagen saß und das Gebäude als das sah, was es gewesen war; nicht als das, was es jetzt in diesem Augenblick im heißen Sonnenlicht war, sondern rund zwölf oder fünfzehn Jahre zuvor: ein großer Gemischtwarenladen, wo sich die Leute vor der Essenstheke drängelten oder in einer Schlange vor dem Limonadenstand warteten, wo kleine Kinder sich Eis in so ziemlich jeder denkbaren Geschmacksrichtung bestellten, wo sie Bonbons in Viertelpfundtüten kauften, Schokokekse, Zuckermandeln und andere Sachen, auf die ich seit Jahren schon keinen Appetit mehr hatte. Meinung Das Cover gefällt mir persönlich sehr gut, denn ich mag orangene Töne gerne. Außerdem ist es passend gewählt. Die Kirche im Hintergrund und der Junge im Feld spiegeln eindeutig das wider, was im Klappentext formuliert wird. Der Schreibstil des Autors hat mir relativ gut gefallen. Es hätte an einigen Teilen des Buches sicher im englischen Original besser geklungen, denn ich vermute, dass einige Übersetzungen einfach schlecht gelungen sind. Das kreide ich dem Schreibstil des Autors aber nicht an. Cash schreibt zudem sehr detailliert alles auf. Beispielsweise beschreibt er ganz genau, wie der neunjährige Jess sich ein Glas Milch nimmt und wie er sich das nimmt. Manchmal wusste ich jedoch nicht, warum alles so genau beschrieben wird. An anderen Stellen ist diese Genauigkeit aber passend und regt die Vorstellung sehr gut an. Das Buch ist aus verschiedenen Sichten geschrieben. Diese sind entweder die vom neunjährigen Jess, dem Sheriff Clem oder der ehemaligen Hebamme Adelaide. Alle drei sind jeweils in der Ich-Form geschrieben und erzählen von den gegenwärtigen Ereignissen oder von Erlebnissen und Erinnerungen aus der eigenen Vergangenheit des jeweiligen Erzählers. Die Handlung war für mich persönlich nicht mehr sonderlich spannend, weil das Ereignis des Todes schon vorweg genommen wurde. Teilweise war die Geschichte zu langatmig und ich habe mich des Öftern gefragt, was die Erinnerungen aus der Vergangenheit mit der eigentlichen Handlung zu tun haben. Gegen Ende des Buches wurde es aber noch einmal spannend und es wurde doch noch richtige Spannung aufgebaut. Auch wurde ich hier nun endlich halbwegs gefesselt, da ich wissen wollte, wie die Geschichte enden wird. Ich vermute durchaus, dass es einen tieferen Sinn in diesem Buch gibt, der mir jedoch nicht deutlich geworden ist. Die Charaktere wirken sehr authentisch, auch wenn ich oft die Handlungen der Personen nicht nachvollziehen konnte. Genau das macht sie aber in diesem Buch so besonders. Der neunjährige Jess wirkt einerseits sehr kindlich und seinem Alter entsprechend. Andererseits muss er schon sehr viel mitbekommen und sieht eigentlich zu viel für sein junges Alter. Er ist ziemlich ängstlich und möchte es jedem Recht machen. Damit war Jess für mich am sympathischsten von allen Charakteren. Seine Mutter Julie hingegen wurde mir im Verlauf der Handlung immer unsympathischer. Ich kann ihre Handlungen nicht nachvollziehen und kann mich nicht in sie hineinversetzen. Sie glaubt dem Pastor und vertraut ihm blind. Dabei merkt sie gar nicht mehr, was sie ihrer eigenen Familie damit antut. Adelaide ist mir sehr sympathisch gewesen, sie wirkte wie die nette Großmutter, die für jeden da ist und immer einen guten Rat hat. Sie scheut sich vor nichts und hilft, wo sie nur kann. Außerdem ist sie sehr charakterstark und vertraut nur auf ihre eigene Meinung. Fazit Ein recht interessantes Buch, das es leider nicht geschafft hat, mich komplett zu fesseln und zu überzeugen. Vieles bleibt mir nach dem Lesen noch immer unklar. Wer jedoch das Buch und die Handlung versteht, der wird hier sicher Spaß haben beim Lesen.

5

Ein sehr ergreifendes Buch

Ich habe das Buch zum zweiten Mal gelesen. Das Buch ist einfach geschrieben, lässt sich super lesen. Auch der Wechsel zwischen den Charakteren ist sehr gut umgesetzt. Die Geschichte ist tragisch und sehr traurig. Eins der wenigen Bücher die mich zum Weinen gebracht hat.

4

Eine traurige Thematik, die auch in der heutigen Zeit noch ein äußerst brisantes Thema ist. Lesenswert!

4

2012 zum besten Roman gewählt - und ganz ehrlich - ich kann nur sagen: VERDIENT. In Marshall, einem abgeschiedenen Ort in den Bergen North Carolinas, geschieht an einem heißen Sommertag das Unfassbare. Der dreizehnjährige Christopher Hall kommt während der Abendmesse ums Leben. Ein Junge, der noch nie ein Wort gesprochen hat, soll "geheilt" werden. Niemand aus der Gemeinde will sich zum Tod des Jungen äußern. Alle verfallen in Schweigen, was die Lösung dieses Falles sehr schwer macht. Auch der charismatische Prediger Carson Chambliss, der selbsternannte Erlöser im Ort, schweigt zu dem Vorfall. Was hat er zu verbergen? Was jedoch keiner in Marshall ahnt: Christophers jüngerer Bruder Jess hat das Geschehen in der Kirche an dem Tag, als sein Bruder starb, von außen beobachtet. Und Jess weiß, was er gesehen hat. Er weiß auch, was Christopher und er nur wenige Tage zuvor in ihrem Elternhaus gesehen haben. Als Jess sein Wissen teilt, spitzt sich die Situation zu, und es kommt zur Katastrophe. CUT----------------- Was der Autor unter anderem anspricht, ist das Snakehandling der sog. "Pfingstbewegung". Eine Kirche, in der während der Messe mit Klapperschlangen hantiert wird. Somit wird der Glauben der Kirchenbesucher unter Beweis gestellt. Eine recht makabre Sache, bei der mehrere Prediger ums Leben kam. Mehr dazu auf WIKI: https://de.wikipedia.org/wiki/Snake_handling CUT------------------- Alles in allem ein sehr dichtes Buch. Einzig und allein die Ich-Darstellung in jedem Kapitel hat mich am Anfang etwas verwirrt. Man gewöhnt sich aber recht schnell daran. Das Buch hat für mich bis heute nichts an Aktualität verloren, da es die Pfingstkirchen immer noch gibt und das Snakehandling verbotenerweise in vielen Staaten immer noch ausgeführt wird.

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