Frühling der Barbaren
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Description
Der Schweizer Fabrikerbe Preising wird in einem tunesischen Oasenresort zur Hochzeit reicher, junger Engländer aus der Londoner Finanzwelt eingeladen. Während die Festgesellschaft sich in ihren Betten noch von den Strapazen des ausschweifenden Festes erholt, verkündet England den Staatsbankrott. Und mit gesperrten Kreditkarten, in der Wüste gestrandet, plötzlich überschuldet und arbeitslos geworden, scheint es nur ein kurzer Schritt zurück in die Barbarei. Spannend, klug konstruiert, durchaus auch komisch, mit unvergesslichen Bildern und einer reichen, beweglichen Sprache erzählt, seziert dieses Buch menschliche Schwächen und zielt dabei mitten ins Herz der Gegenwart.
Book Information
Author Description
Jonas Lüscher, geboren 1976 in der Schweiz, lebt in München. 2013 erhielt er den Berner Literaturpreis und den Bayerischen Kunstförderpreis. Sein Debüt »Frühling der Barbaren« wie auch sein zweiter Roman »Kraft« standen auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. »Kraft« wurde mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet.
Posts
Kurze Erzählung, welche Werte, Charakter und den Einfluss von Geld hinterfragt. Wenn auch nicht all zu nachhaltend.
Der Einstieg ist etwas sperrig – ein Ich-Erzähler berichtet von einer Geschichte, die ihm der Protagonist erzählt hat, was kurzzeitig Distanz schafft. Mit der Zeit kommt man zwar besser in den Lesefluss, doch der Zugang bleibt schwierig. Wie bereits ein anderer Rezensent treffend anmerkt, regt das Buch zum Nachdenken über Werte und den Einfluss von Geld auf den Charakter an. Trotzdem konnte mich die Erzählung insgesamt nicht überzeugen – immerhin war sie nicht allzu lang.
Wenn man nach mehreren Jahren ein Buch noch einmal liest, kann sich einiges verändert haben. Unter anderem auch der Blick auf das besagte Werk. Unterdessen habe ich mehr Erfahrung, was das Leben anbelangt, mehr Verständnis für die wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhänge als damals, als ich das Buch zum ersten Mal las. Diese Punkte führen dazu, dass mir die Lektüre noch mehr eingefahren ist als zuvor. Alles ist irgendwie klarer, einleuchtender. Ich sehe noch deutlicher, wie zerbrechlich das Leben ist, das wir uns aufgebaut haben. Ein kleiner Schubs - und nichts ist mehr, wie es war. Da fragt man sich automatisch, was die wichtigen Werte im Leben sind, die Konstanten. Dinge, die bleiben, wenn alles andere zerbricht.
Konzeptroman, kurz, aber heftig (125 Seiten). Abgesang auf den High-Venture-Kapitalismus. Fulminantes Finale: Totes Kamel, brennendes Hotel-Resort. Sprache: etwas umständlich (Erzähler erzählt vom Erzähler, der erzählt, wohl um Biographisches zu vermeiden), witzig-absurde, aber etwas verkopfte Bilder
Description
Der Schweizer Fabrikerbe Preising wird in einem tunesischen Oasenresort zur Hochzeit reicher, junger Engländer aus der Londoner Finanzwelt eingeladen. Während die Festgesellschaft sich in ihren Betten noch von den Strapazen des ausschweifenden Festes erholt, verkündet England den Staatsbankrott. Und mit gesperrten Kreditkarten, in der Wüste gestrandet, plötzlich überschuldet und arbeitslos geworden, scheint es nur ein kurzer Schritt zurück in die Barbarei. Spannend, klug konstruiert, durchaus auch komisch, mit unvergesslichen Bildern und einer reichen, beweglichen Sprache erzählt, seziert dieses Buch menschliche Schwächen und zielt dabei mitten ins Herz der Gegenwart.
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Author Description
Jonas Lüscher, geboren 1976 in der Schweiz, lebt in München. 2013 erhielt er den Berner Literaturpreis und den Bayerischen Kunstförderpreis. Sein Debüt »Frühling der Barbaren« wie auch sein zweiter Roman »Kraft« standen auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. »Kraft« wurde mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet.
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Kurze Erzählung, welche Werte, Charakter und den Einfluss von Geld hinterfragt. Wenn auch nicht all zu nachhaltend.
Der Einstieg ist etwas sperrig – ein Ich-Erzähler berichtet von einer Geschichte, die ihm der Protagonist erzählt hat, was kurzzeitig Distanz schafft. Mit der Zeit kommt man zwar besser in den Lesefluss, doch der Zugang bleibt schwierig. Wie bereits ein anderer Rezensent treffend anmerkt, regt das Buch zum Nachdenken über Werte und den Einfluss von Geld auf den Charakter an. Trotzdem konnte mich die Erzählung insgesamt nicht überzeugen – immerhin war sie nicht allzu lang.
Wenn man nach mehreren Jahren ein Buch noch einmal liest, kann sich einiges verändert haben. Unter anderem auch der Blick auf das besagte Werk. Unterdessen habe ich mehr Erfahrung, was das Leben anbelangt, mehr Verständnis für die wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhänge als damals, als ich das Buch zum ersten Mal las. Diese Punkte führen dazu, dass mir die Lektüre noch mehr eingefahren ist als zuvor. Alles ist irgendwie klarer, einleuchtender. Ich sehe noch deutlicher, wie zerbrechlich das Leben ist, das wir uns aufgebaut haben. Ein kleiner Schubs - und nichts ist mehr, wie es war. Da fragt man sich automatisch, was die wichtigen Werte im Leben sind, die Konstanten. Dinge, die bleiben, wenn alles andere zerbricht.
Konzeptroman, kurz, aber heftig (125 Seiten). Abgesang auf den High-Venture-Kapitalismus. Fulminantes Finale: Totes Kamel, brennendes Hotel-Resort. Sprache: etwas umständlich (Erzähler erzählt vom Erzähler, der erzählt, wohl um Biographisches zu vermeiden), witzig-absurde, aber etwas verkopfte Bilder






