Friday Black
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Description
'An unbelievable debut' New York Times
Racism, but "managed" through virtual reality
Black Friday, except you die in a bargain-crazed throng
Happiness, but pharmacological
Love, despite everything
A Publisher's Weekly Most Anticipated Book for Fall 2018
Friday Black tackles urgent instances of racism and cultural unrest, and explores the many ways we fight for humanity in an unforgiving world. In the first, unforgettable story of this collection, The Finkelstein Five, Adjei-Brenyah gives us an unstinting reckoning of the brutal prejudice of the US justice system. In Zimmer Land we see a far-too-easy-to-believe imagining of racism as sport. And Friday Black and How to Sell a Jacket as Told by Ice King show the horrors of consumerism and the toll it takes on us all.
Fresh, exciting, vital and contemporary, Friday Black will appeal to people who love Colson Whitehead's Underground Railroad, the TV show Black Mirror, the work of Kurt Vonnegut and George Saunders, and anyone looking for stories that speak to the world we live in now.
'An excitement and a wonder' George Saunders
'The writing in this outstanding collection will make you hurt and demand your hope' Roxane Gay
'The fiction debut of the year. Bravo young man. We await your encore' Mary Karr
Book Information
Posts
Erschütternd, faszinierend, keine gute Laune Lektüre Friday Black ist schwer in Worte zu fassen. Am ehesten könnte ich den Erklärungsversuch so angehen: die Kurzgeschichten in Friday Black lesen sich so, als hätte sich die Serie Black Mirror nicht mit den düsteren Visionen der technischen Zukunft befasst, sondern stattdessen mit den Themen Rassismus, Gewalt und Kapitalismus. Aber auch das trifft es nicht ganz. Dieses Buch zu lesen fühlt sich an als würde man mit einem scharfen Messer in einer offenen Wunde herumstochern. Obwohl Friday Black gerade mal 230 Seiten hat, musste ich es mehrfach beiseite legen. Mehr als eine der 12 Geschichten am Stück zu lesen, erfordert ein beeindruckendes Maß mentaler Stärke. Dieses Buch zu lesen, macht keinen Spaß, bereitet keine Freude oder entspannte Lesestunden. Dieses Buch zu lesen, heißt sich mit der Gegenwart und der Zukunft gleichermaßen auseinanderzusetzen. Und oh boy, die Bilder, die der Debütautor Adjei-Brenyah vor meinem Auge entstehen ließ, waren wirklich erschütternd. Was diesen Geschichtenband so besonders macht, ist die Art und Weise wie der Autor die o.g. Themen angeht; wie er fantastische Elemente verwendet, wie er die Konsequenzen des aktuellen kulturellen Klimas auf erfundene Szenarien projiziert und derzeitige Tendenzen durch den intelligenten Einsatz von Übertreibungen hervorhebt. OH, und falls ich es bis hierhin noch nicht deutlich gemacht habe: ihr solltet dieses Buch lesen. Es ist wirklich großartig. Und so so wichtig.
FRIDAY BLACK Nana Kwame Adjei-Brenyah hat mir mit seiner Sammlung von Kurzgeschichten einige nachdenkliche Abende beschert. In insgesamt 12 eigenständigen Kurzgeschichten entführt r einen in fremde und teils bekannte Welten. Die Geschichte sind unterschiedlich lang: teils sind sie mit zwei Seiten sehr kurz. Jede Kurzgeschichte ist aussagekräftig und ich kann nur empfehlen sie einzeln zu lesen. Alle hintereinander “weg zu lesen” war mir persönlich zu anstrengend, da das Setting wechselt und man wirklich konzentriert beim lesen sein muss, um alles zu verstehen. Vor allem die Kurzgeschichte “Die Finkelstein Five” hat mich total gerührt und zugleich schockiert. Hier wird von Rassismus berichtet und wie es ist jung, schwarz und in der USA lebend zu sein. Neben dieser Geschichte hat mir auch “Friday Black” und der Konsumwahnsinn sehr gefallen. Aufrüttelnd und so ehrlich. Insgesamt behandelt der Autor sehr kontroverse Themen, die mich jedoch nicht alle überzeugen konnten. Sehr anspruchsvoll und schwer verarbeitet Adjei-Brenyah aktuelle Themen von denen ich nur zwei Erzählungen richtig gelungen fand. Eine absolute Leseempfehlung würde ich deshalb nicht aussprechen.
>>Nana Kwame Adjei-Brenyah erzählt in zwölf verstörenden Storys von Liebe und Leidenschaft in Zeiten von Gewalt, Rassismus und ungezügeltem Konsum. Wie fühlt es sich an, im heutigen Amerika jung und schwarz zu sein? Welche Spuren hinterlässt alltägliche Ungerechtigkeit? In einer unkonventionellen Mischung aus hartem Realismus, dystopischer Fantasie und greller Komik findet der US-Amerikaner eine neue Sprache für die brennenden Themen unserer Zeit.<< „Friday Black“ von Nana Kwame Adjei-Brenyah ist eine Kurzgeschichtensammlung, auf die man sich wie ich finde wirklich einlassen muss. Der Autor hat einen ganz eigenen Stil und die Geschichten sind jede für sich doch eher speziell, insbesondere im Bezug darauf, wie sie eben erzählt werden. Ich glaube, dieses Buch ist nichts für Jedermann. Mir persönlich hat es nach dem zweiten Anlauf allerdings doch gut gefallen. Auch ich musste mich erst einmal ganz bewusst darauf einlassen. Doch dann konnten mich die Geschichten wirklich erreichen und teilweise durch die rohe, brutale Erzählweise in ihren Bann ziehen. Fazit: Wer das Außergewöhnliche im Zusammenhang mit brisanten aktuellen Thematiken in Form von Kurzgeschichten sucht, der sollte sich Friday Black auf jeden Fall mal näher ansehen!
In dieser Geschichte passieren gleich mehrere Dinge beinahe gleichzeitig und wir haben es mit einigen Personen zu tun, die alle eine wichtige Rolle in diesem Buch spielen, welches im Jahr 2068 angesetzt ist. Heute mal mit einer etwas anderen Rezension: Hank Borrows: Langzeitarbeitsloser, der nachts mit seinem Hund spazieren ist und etwas sehr ungewöhnliches im Wald entdeckt. Eine Art Roboter? Ein Alien? Was auch immer es ist, niemand glaubt ihm wirklich. Hui-Chen Tinkerman: Bekommt ziemlichen Ärger, weil ein Experiment ausgebrochen ist und für sehr viel Wirbel sorgt … Adam: Ein Experiment, was außer Kontrolle geraten ist … Skylar Johnson: Ein Lehrer, mit zwei Koffern. Aber nur einen öffnet er. Doch was befindet sich in Koffer Nummer 2? Die Antwort weist schon mal zum zweiten Teil hin … Oder? Ricco: Nerd, der mit seiner Drohne interessantes entdeckt. Er ist heimlich in Ellen verliebt. Ellen: Riccos beste Freundin, sie zocken gerne zusammen und sind plötzlich mitten in einem Abenteur, was ziemlich gefährlich ist … Und sie stehen Adam gegenüber … Heimlich in Ricco verliebt. Natürlich kommen noch viele weitere Personen, Tiere und Wesen oder Dinger vor. Eine wirklich spannende Geschichte, die mir den Schlaf geraubt hat – weil ich nicht aufhören konnte zu lesen. Sehr toll gemacht mit dem, was darin vorkommt. Der Titel „Sonntags kommt das Alien“ ist zwar im ersten Moment etwas irritierend – könnte auf eine Komödie schließen, aber ergibt so natürlich total Sinn, denn etwas Ironie hat noch nie geschadet. „Soontown 1“ hat mir wirklich gut gefallen. Es ist witzig und doch spannend mit einem kleinen Ekelfaktor. Bin schon sehr auf die weiteren zwei Teile gespannt. 5/5
Inhalt: In zwölf dystopischen Kurzgeschichten erzählt Nana Kwame Adjei-Brenyah von einem rassistischen, gewaltvollen und konsumorientierten Amerika, in dem der Protagonist, ein junger Afroamerikaner, lebt und arbeitet. Doch ist das alles noch Dystopie? Meine Meinung: Der Klappentext versprach ein kraftvolles, mitreißendes und ungewöhnliches Debüt, welches ich nach der ersten Kurzgeschichte so unterschrieben hätte. Ein starker Auftakt. Auch die titelgebende Story über den Black Friday schockte mich zutiefst – und überzeugte mich zeitgleich aufgrund der eindringlichen und doch kühlen Beschreibung. Ich fragte mich oftmals, ob das Gelesene noch Dystopie war oder schon längst traurige Realität ist. Dadurch sind mir einige dieser Geschichten noch immer sehr präsent und werden mich noch eine Zeit lang begleiten. Andere Stories empfand ich deutlich schwächer und nicht so mitreißend wie angekündigt; sind bald vergessen. Durchschnittlich, so würde ich den Schreibstil Adjei-Brenyahs beschreiben. „Friday Black“ war sehr angenehm zu lesen, sodass ich schnell in die Geschichten finden konnte. Begeisterungsstürme löste er in mir allerdings nicht aus, doch muss er das? Ich finde nicht. Hier liegt der Fokus klar auf dem Inhalt und damit kommen wir zu dem für mich wichtigsten Aspekt: Ich wünsche mir zutiefst, dass diese Geschichten reine Fiktion bleiben. Wenn sich jedoch nichts ändert, befürchte ich gegenteiliges. Umso wichtiger ist es, dass Menschen wie Adjei-Brenyah mit ihren (Kurz-)Geschichten auf strukturelle Missstände aufmerksam machen. Immer und immer wieder, bis es in den Köpfen aller angekommen ist. Ich bin gespannt, was Nana Kwame Adjei-Brenyah in Zukunft veröffentlichen wird und werde ihn auf jeden Fall im Auge behalten. Insgesamt ein gelungenes Debüt mit kleinen Schwächen. Eine Leseempfehlung spreche ich für alle aus, die sich auf schräge, dystopische und unglaublich reale Geschichten aus der Sicht eines Afroamerikaners einlassen möchten. Zuletzt darf die Aufmachung nicht unerwähnt bleiben. Ich halte selten ein Buch in den Händen, das mit so viel Liebe zum Detail gestaltet wurde. Großartig!
Friday Black Hochaktuell, fesselnd, brutal, vor allem brutal in ihrem Wahrheitsgehalt – die zwölf Kurzgeschichten des Debütautors Nana Kwame Adjei-Brenyah, Sohn ghanaischer Eltern, handeln von Rassismus, Kapitalismus, Gewalt und immer wieder alltäglicher Ungerechtigkeit. Angesiedelt sind sie teils ganz banal in einem Kaufhaus, einem Vergnügungspark, einer Schule. Immer wieder versieht der Autor sie jedoch mit einer Prise Fantasy, mit dystopischen Elementen und schafft es dadurch gleichzeitig, die realen Elemente zu verstärken. Der Stil ist nüchtern, flüssig und meist leicht zu lesen, aber die Themen sind harte Kost; brutalste Gewalt, ob psychisch oder physisch, ist omnipräsent. Jammern auf ganz hohem Niveau: die erste Story, „Die Finkelstein Five“, ist mit Abstand die fesselndste. Sie ist so grandios genial geschrieben, zeugt von vielversprechenden schriftstellerischen Talent, macht es aber den folgenden Geschichten schwer. Ähnlich gut fand ich noch „Zimmer-Land“ und die titelgebende Story „Friday Black“. Insgesamt ein sehr zu empfehlendes Erstlingswerk!
Ich habe “Friday Black” von Nana Kwame Adjei-Brenyah beendet und bin ziemlich geflasht. 12 Kurzgeschichten, eine dystopischer und verstörender als die andere. Danke @bloggerportal und @penguin_verlag für das Rezensionsexemplar! [CN: Anti-Schwarzer Rassismus, Blut, Gewalt, Mord, Suizid, transfeindlicher Slur (177)] Das Buch beinhaltet extreme Gewalt. Schaut euch bitte nochmal die CN an, bevor ihr das Buch lest. Dies ist auch ein Punkt, der mich sehr geärgert hat. Es gab absolut keine Warnung, dass es dermaßen gewalttätig wird in dem Buch. Die Geschichten haben den anti-Schwarzen Rassismus im Fokus und thematisieren das auf eine aggressive Weise. Dabei vermischt der Autor Dystopie mit Realität und in manchen Geschichten geht es mehr in die Richtung Sci-Fi. Auch wenn mich einige Geschichten an die Serie “Black Mirror” erinnert haben, weil sie so verstörend sind, konnte ich in allen Geschichten einen Kern der Wahrheit erkennen. Vieles spiegelt unsere Gesellschaft wider, zwar überspitzt, aber dennoch. Für mich war die erste Geschichte “The Finkelstein 5”, die eindrucksvollste. Ein weißer Mann ermordete fünf Schwarze Kinder mit einer Kettensäge und behauptet, dass er seine eigenen Kinder verteidigt hätte. Selbstverteidigung. Er wurde freigesprochen. Das mag unglaublich erscheinen, aber genau das passiert auch in unserer Welt. Breonna Taylor schlief ihrer Wohnung, als die Polizei in das Appartement eindrang und sie erschoss. Keine Anklage. Tamir Rice war 12, als er von einem Polizisten erschossen wurde. Freigesprochen. Notwehr. Eine andere Geschichte, die mich beeindruckt und verstört hat, ist Zimmer Land: ein Schwarzer Arbeiter arbeitet in einem Freizeitpark, wo weiße Bürger*innen ihre Fantasien zur “Verteidigung” ihrer Familien ausleben können. Die Idee fand ich sehr spannend. Würde das helfen die Aggression gegen Schwarze Menschen einzudämmen? Indem weiße Menschen auf Schwarze Menschen in einem Freizeitpark schießen? Diese Kurzgeschichtenkollektion heißt “Friday Black” und natürlich kommt darin auch das Thema “Black Friday” vor. Wie wichtig ist uns Konsum? Was macht Konsum mit uns? Diese Geschichte war erschreckend zu lesen und es hat mich geradezu angewidert, wie Menschen tatsächlich dazu bereit sind über Leichen zu gehen. Wortwörtlich. Dann gab es auch einige Geschichten, die sich für mich gezogen haben oder die mich einfach nur verwirrt haben. Dennoch regt das Buch dazu an mehr über unsere Gesellschaft nachzudenken und auch das eigene Verhalten zu reflektieren.
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'An unbelievable debut' New York Times
Racism, but "managed" through virtual reality
Black Friday, except you die in a bargain-crazed throng
Happiness, but pharmacological
Love, despite everything
A Publisher's Weekly Most Anticipated Book for Fall 2018
Friday Black tackles urgent instances of racism and cultural unrest, and explores the many ways we fight for humanity in an unforgiving world. In the first, unforgettable story of this collection, The Finkelstein Five, Adjei-Brenyah gives us an unstinting reckoning of the brutal prejudice of the US justice system. In Zimmer Land we see a far-too-easy-to-believe imagining of racism as sport. And Friday Black and How to Sell a Jacket as Told by Ice King show the horrors of consumerism and the toll it takes on us all.
Fresh, exciting, vital and contemporary, Friday Black will appeal to people who love Colson Whitehead's Underground Railroad, the TV show Black Mirror, the work of Kurt Vonnegut and George Saunders, and anyone looking for stories that speak to the world we live in now.
'An excitement and a wonder' George Saunders
'The writing in this outstanding collection will make you hurt and demand your hope' Roxane Gay
'The fiction debut of the year. Bravo young man. We await your encore' Mary Karr
Book Information
Posts
Erschütternd, faszinierend, keine gute Laune Lektüre Friday Black ist schwer in Worte zu fassen. Am ehesten könnte ich den Erklärungsversuch so angehen: die Kurzgeschichten in Friday Black lesen sich so, als hätte sich die Serie Black Mirror nicht mit den düsteren Visionen der technischen Zukunft befasst, sondern stattdessen mit den Themen Rassismus, Gewalt und Kapitalismus. Aber auch das trifft es nicht ganz. Dieses Buch zu lesen fühlt sich an als würde man mit einem scharfen Messer in einer offenen Wunde herumstochern. Obwohl Friday Black gerade mal 230 Seiten hat, musste ich es mehrfach beiseite legen. Mehr als eine der 12 Geschichten am Stück zu lesen, erfordert ein beeindruckendes Maß mentaler Stärke. Dieses Buch zu lesen, macht keinen Spaß, bereitet keine Freude oder entspannte Lesestunden. Dieses Buch zu lesen, heißt sich mit der Gegenwart und der Zukunft gleichermaßen auseinanderzusetzen. Und oh boy, die Bilder, die der Debütautor Adjei-Brenyah vor meinem Auge entstehen ließ, waren wirklich erschütternd. Was diesen Geschichtenband so besonders macht, ist die Art und Weise wie der Autor die o.g. Themen angeht; wie er fantastische Elemente verwendet, wie er die Konsequenzen des aktuellen kulturellen Klimas auf erfundene Szenarien projiziert und derzeitige Tendenzen durch den intelligenten Einsatz von Übertreibungen hervorhebt. OH, und falls ich es bis hierhin noch nicht deutlich gemacht habe: ihr solltet dieses Buch lesen. Es ist wirklich großartig. Und so so wichtig.
FRIDAY BLACK Nana Kwame Adjei-Brenyah hat mir mit seiner Sammlung von Kurzgeschichten einige nachdenkliche Abende beschert. In insgesamt 12 eigenständigen Kurzgeschichten entführt r einen in fremde und teils bekannte Welten. Die Geschichte sind unterschiedlich lang: teils sind sie mit zwei Seiten sehr kurz. Jede Kurzgeschichte ist aussagekräftig und ich kann nur empfehlen sie einzeln zu lesen. Alle hintereinander “weg zu lesen” war mir persönlich zu anstrengend, da das Setting wechselt und man wirklich konzentriert beim lesen sein muss, um alles zu verstehen. Vor allem die Kurzgeschichte “Die Finkelstein Five” hat mich total gerührt und zugleich schockiert. Hier wird von Rassismus berichtet und wie es ist jung, schwarz und in der USA lebend zu sein. Neben dieser Geschichte hat mir auch “Friday Black” und der Konsumwahnsinn sehr gefallen. Aufrüttelnd und so ehrlich. Insgesamt behandelt der Autor sehr kontroverse Themen, die mich jedoch nicht alle überzeugen konnten. Sehr anspruchsvoll und schwer verarbeitet Adjei-Brenyah aktuelle Themen von denen ich nur zwei Erzählungen richtig gelungen fand. Eine absolute Leseempfehlung würde ich deshalb nicht aussprechen.
>>Nana Kwame Adjei-Brenyah erzählt in zwölf verstörenden Storys von Liebe und Leidenschaft in Zeiten von Gewalt, Rassismus und ungezügeltem Konsum. Wie fühlt es sich an, im heutigen Amerika jung und schwarz zu sein? Welche Spuren hinterlässt alltägliche Ungerechtigkeit? In einer unkonventionellen Mischung aus hartem Realismus, dystopischer Fantasie und greller Komik findet der US-Amerikaner eine neue Sprache für die brennenden Themen unserer Zeit.<< „Friday Black“ von Nana Kwame Adjei-Brenyah ist eine Kurzgeschichtensammlung, auf die man sich wie ich finde wirklich einlassen muss. Der Autor hat einen ganz eigenen Stil und die Geschichten sind jede für sich doch eher speziell, insbesondere im Bezug darauf, wie sie eben erzählt werden. Ich glaube, dieses Buch ist nichts für Jedermann. Mir persönlich hat es nach dem zweiten Anlauf allerdings doch gut gefallen. Auch ich musste mich erst einmal ganz bewusst darauf einlassen. Doch dann konnten mich die Geschichten wirklich erreichen und teilweise durch die rohe, brutale Erzählweise in ihren Bann ziehen. Fazit: Wer das Außergewöhnliche im Zusammenhang mit brisanten aktuellen Thematiken in Form von Kurzgeschichten sucht, der sollte sich Friday Black auf jeden Fall mal näher ansehen!
In dieser Geschichte passieren gleich mehrere Dinge beinahe gleichzeitig und wir haben es mit einigen Personen zu tun, die alle eine wichtige Rolle in diesem Buch spielen, welches im Jahr 2068 angesetzt ist. Heute mal mit einer etwas anderen Rezension: Hank Borrows: Langzeitarbeitsloser, der nachts mit seinem Hund spazieren ist und etwas sehr ungewöhnliches im Wald entdeckt. Eine Art Roboter? Ein Alien? Was auch immer es ist, niemand glaubt ihm wirklich. Hui-Chen Tinkerman: Bekommt ziemlichen Ärger, weil ein Experiment ausgebrochen ist und für sehr viel Wirbel sorgt … Adam: Ein Experiment, was außer Kontrolle geraten ist … Skylar Johnson: Ein Lehrer, mit zwei Koffern. Aber nur einen öffnet er. Doch was befindet sich in Koffer Nummer 2? Die Antwort weist schon mal zum zweiten Teil hin … Oder? Ricco: Nerd, der mit seiner Drohne interessantes entdeckt. Er ist heimlich in Ellen verliebt. Ellen: Riccos beste Freundin, sie zocken gerne zusammen und sind plötzlich mitten in einem Abenteur, was ziemlich gefährlich ist … Und sie stehen Adam gegenüber … Heimlich in Ricco verliebt. Natürlich kommen noch viele weitere Personen, Tiere und Wesen oder Dinger vor. Eine wirklich spannende Geschichte, die mir den Schlaf geraubt hat – weil ich nicht aufhören konnte zu lesen. Sehr toll gemacht mit dem, was darin vorkommt. Der Titel „Sonntags kommt das Alien“ ist zwar im ersten Moment etwas irritierend – könnte auf eine Komödie schließen, aber ergibt so natürlich total Sinn, denn etwas Ironie hat noch nie geschadet. „Soontown 1“ hat mir wirklich gut gefallen. Es ist witzig und doch spannend mit einem kleinen Ekelfaktor. Bin schon sehr auf die weiteren zwei Teile gespannt. 5/5
Inhalt: In zwölf dystopischen Kurzgeschichten erzählt Nana Kwame Adjei-Brenyah von einem rassistischen, gewaltvollen und konsumorientierten Amerika, in dem der Protagonist, ein junger Afroamerikaner, lebt und arbeitet. Doch ist das alles noch Dystopie? Meine Meinung: Der Klappentext versprach ein kraftvolles, mitreißendes und ungewöhnliches Debüt, welches ich nach der ersten Kurzgeschichte so unterschrieben hätte. Ein starker Auftakt. Auch die titelgebende Story über den Black Friday schockte mich zutiefst – und überzeugte mich zeitgleich aufgrund der eindringlichen und doch kühlen Beschreibung. Ich fragte mich oftmals, ob das Gelesene noch Dystopie war oder schon längst traurige Realität ist. Dadurch sind mir einige dieser Geschichten noch immer sehr präsent und werden mich noch eine Zeit lang begleiten. Andere Stories empfand ich deutlich schwächer und nicht so mitreißend wie angekündigt; sind bald vergessen. Durchschnittlich, so würde ich den Schreibstil Adjei-Brenyahs beschreiben. „Friday Black“ war sehr angenehm zu lesen, sodass ich schnell in die Geschichten finden konnte. Begeisterungsstürme löste er in mir allerdings nicht aus, doch muss er das? Ich finde nicht. Hier liegt der Fokus klar auf dem Inhalt und damit kommen wir zu dem für mich wichtigsten Aspekt: Ich wünsche mir zutiefst, dass diese Geschichten reine Fiktion bleiben. Wenn sich jedoch nichts ändert, befürchte ich gegenteiliges. Umso wichtiger ist es, dass Menschen wie Adjei-Brenyah mit ihren (Kurz-)Geschichten auf strukturelle Missstände aufmerksam machen. Immer und immer wieder, bis es in den Köpfen aller angekommen ist. Ich bin gespannt, was Nana Kwame Adjei-Brenyah in Zukunft veröffentlichen wird und werde ihn auf jeden Fall im Auge behalten. Insgesamt ein gelungenes Debüt mit kleinen Schwächen. Eine Leseempfehlung spreche ich für alle aus, die sich auf schräge, dystopische und unglaublich reale Geschichten aus der Sicht eines Afroamerikaners einlassen möchten. Zuletzt darf die Aufmachung nicht unerwähnt bleiben. Ich halte selten ein Buch in den Händen, das mit so viel Liebe zum Detail gestaltet wurde. Großartig!
Friday Black Hochaktuell, fesselnd, brutal, vor allem brutal in ihrem Wahrheitsgehalt – die zwölf Kurzgeschichten des Debütautors Nana Kwame Adjei-Brenyah, Sohn ghanaischer Eltern, handeln von Rassismus, Kapitalismus, Gewalt und immer wieder alltäglicher Ungerechtigkeit. Angesiedelt sind sie teils ganz banal in einem Kaufhaus, einem Vergnügungspark, einer Schule. Immer wieder versieht der Autor sie jedoch mit einer Prise Fantasy, mit dystopischen Elementen und schafft es dadurch gleichzeitig, die realen Elemente zu verstärken. Der Stil ist nüchtern, flüssig und meist leicht zu lesen, aber die Themen sind harte Kost; brutalste Gewalt, ob psychisch oder physisch, ist omnipräsent. Jammern auf ganz hohem Niveau: die erste Story, „Die Finkelstein Five“, ist mit Abstand die fesselndste. Sie ist so grandios genial geschrieben, zeugt von vielversprechenden schriftstellerischen Talent, macht es aber den folgenden Geschichten schwer. Ähnlich gut fand ich noch „Zimmer-Land“ und die titelgebende Story „Friday Black“. Insgesamt ein sehr zu empfehlendes Erstlingswerk!
Ich habe “Friday Black” von Nana Kwame Adjei-Brenyah beendet und bin ziemlich geflasht. 12 Kurzgeschichten, eine dystopischer und verstörender als die andere. Danke @bloggerportal und @penguin_verlag für das Rezensionsexemplar! [CN: Anti-Schwarzer Rassismus, Blut, Gewalt, Mord, Suizid, transfeindlicher Slur (177)] Das Buch beinhaltet extreme Gewalt. Schaut euch bitte nochmal die CN an, bevor ihr das Buch lest. Dies ist auch ein Punkt, der mich sehr geärgert hat. Es gab absolut keine Warnung, dass es dermaßen gewalttätig wird in dem Buch. Die Geschichten haben den anti-Schwarzen Rassismus im Fokus und thematisieren das auf eine aggressive Weise. Dabei vermischt der Autor Dystopie mit Realität und in manchen Geschichten geht es mehr in die Richtung Sci-Fi. Auch wenn mich einige Geschichten an die Serie “Black Mirror” erinnert haben, weil sie so verstörend sind, konnte ich in allen Geschichten einen Kern der Wahrheit erkennen. Vieles spiegelt unsere Gesellschaft wider, zwar überspitzt, aber dennoch. Für mich war die erste Geschichte “The Finkelstein 5”, die eindrucksvollste. Ein weißer Mann ermordete fünf Schwarze Kinder mit einer Kettensäge und behauptet, dass er seine eigenen Kinder verteidigt hätte. Selbstverteidigung. Er wurde freigesprochen. Das mag unglaublich erscheinen, aber genau das passiert auch in unserer Welt. Breonna Taylor schlief ihrer Wohnung, als die Polizei in das Appartement eindrang und sie erschoss. Keine Anklage. Tamir Rice war 12, als er von einem Polizisten erschossen wurde. Freigesprochen. Notwehr. Eine andere Geschichte, die mich beeindruckt und verstört hat, ist Zimmer Land: ein Schwarzer Arbeiter arbeitet in einem Freizeitpark, wo weiße Bürger*innen ihre Fantasien zur “Verteidigung” ihrer Familien ausleben können. Die Idee fand ich sehr spannend. Würde das helfen die Aggression gegen Schwarze Menschen einzudämmen? Indem weiße Menschen auf Schwarze Menschen in einem Freizeitpark schießen? Diese Kurzgeschichtenkollektion heißt “Friday Black” und natürlich kommt darin auch das Thema “Black Friday” vor. Wie wichtig ist uns Konsum? Was macht Konsum mit uns? Diese Geschichte war erschreckend zu lesen und es hat mich geradezu angewidert, wie Menschen tatsächlich dazu bereit sind über Leichen zu gehen. Wortwörtlich. Dann gab es auch einige Geschichten, die sich für mich gezogen haben oder die mich einfach nur verwirrt haben. Dennoch regt das Buch dazu an mehr über unsere Gesellschaft nachzudenken und auch das eigene Verhalten zu reflektieren.











