Freitauchen

Freitauchen

Hardback
3.818

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Description

Feinfühlig, wahrhaftig und mit der genau richtigen Dosis Sommer erzählt Freitauchen vom Erwachsenwerden, von der Trauer und der Liebe

Delphine glaubte, El Hierro hinter sich gelassen zu haben: die Insel, das Tauchen, ihre Familie. Doch nach Jahren des Schweigens kehrt sie zurück, um von ihrem Zwillingsbruder Abschied zu nehmen, der beim Tauchen verunglückt ist. Die Tage sind heiß, die Sonne gnadenlos, und mit der staubigen Luft steigen verdrängte Erinnerungen auf. Auch die scheinbar sorglose Welt ihrer Eltern bekommt Risse. Tragen sie eine Mitschuld am Tod ihres Bruders? Und wieso ist Yann, einst dessen größter Konkurrent um sportliche Rekorde, heute überall dort, wo ihr Bruder jetzt fehlt?

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Hardback
Pages
352
Price
22.70 €

Author Description

Anna Rosina Fischer hat bereits mehrere erfolgreiche Jugendromane veröffentlicht. »Freitauchen« ist ihr literarisches Debüt. Wenn sie nicht gerade neue Ideen zu Papier bringt, arbeitet sie in einem großen dänischen Unternehmen oder prokrastiniert professionell beim Streicheln ihrer Katzen. Anna Rosina Fischer lebt, liebt und leidet in Berlin.

Posts

9
All
4

Identität, Trauer, Liebe 💛

✨Rezensionsexemplar✨ - Einzelband - Coming of age / zeitgenössischer Roman ✨Zitate „Ich fühle mich wie ein Zaungast. Wie jemand, der gerade nicht dazugehört und vielleicht nie dazugehört hat. Eine Außenstehende, die zufällig vorbeigekommen ist und nun verwundert die Szenerie betrachtet.“ „Meine Eltern weigern sich zu trauern. Es passt einfach nicht zu ihrem Lifestyle.“ „»Bonjour, Delphine. Ahhh, du duftest nach Jugend und nach Sex«, begrüßt er mich grenzüberschreitend wie eh und je.“ „»Ich schreibe immer an einem neuen Roman. Und dieser wird besonders erfolglos werden.« »Warum denkst du das?« »Weil ich über Verlierer schreibe. Das will kein Mensch lesen. Geschichten über Gewinner, die alles verlieren, oder Verlierer, die zu Helden werden, das ist gefragt, aber nicht Verlierer, die Verlierer bleiben. Das ist, als würden die Leute über ihr eigenes Leben lesen.«“ „Ein bunt zusammengewürfelter Haufen aus Lebenskünstlern, Selbstdarstellerinnen, Sinnsuchenden. Die üblichen Verdächtigen, die sich, seit ich denken kann, um meinen Vater scharen wie um einen selbst ernannten Guru. Seine Religion ist das Tauchen ohne Hilfsmittel. Freediving, Apnoe. Es gehört zu seinem Leben wie für den Rest der Menschheit das Atmen – etwas, ohne das er sehr lange auskommt.“ ✨Persönliche Einordnung innerhalb des Genres - Erwachsenwerden - Blick hinter die Kulissen einer „entspannten“ Hippie Familie, die langsam zerbricht - Trauer - Atmosphärisch für mich vergleichbar mit „The Surf House“ von Lucy Clarke (ganz anderes Genre, aber in beiden Büchern SPÜRT man die HITZE des Settings) - Inhaltlich unter Bezugnahme auf eine Familie, die kaputt geht, könnte man „Alle glücklich“ von Kira Mohn erwähnen und unter Bezugnahme auf andere Themen „A Mountain between us“ von Jenni Krawiec (es ist aber wie gesagt ein anderes Genre) ✨Inhalt Delphine kehrt zurück nach El Hierro. Dort leben ihre Eltern und dort ist ihr Zwillingsbruder Dillon beim Tauchen verunglückt. Und warum nimmt Yann, der ewige Konkurrent ihres Bruders, scheinbar nahtlos seinen Platz ein? ✨Meinung Ihr versteht nicht, wie sehr ich dieses Buch regelrecht gebraucht habe. Es hat mich geerdet, verlangsamt, mich in Geduld geübt. Es ist ein sehr sehr schönes, tiefgründiges Buch. Es geht um Familienstrukturen, die bröckeln, um Trauer und unterschiedliche Umgangsarten damit. Und hauptsächlich geht es um Selbstfindung, Identität und unterschiedliche Lebenswege. Das Ganze passiert vor dem Hintergrund einer Familie, die auf El Hierro lebt und deren Lebensmittelpunkt das Apnoetauchen (Freediving = Tauchen mit nur einem Atemzug ohne externe Luftzufuhr) ist. Ein gefährlicher Sport, der aber wohl süchtig macht. Ich finde wirklich nicht immer alle Sachthemen in Romanen interessant (ganz im Gegenteil), aber diese Art zu tauchen hat mich fasziniert und ich habe sehr gern darüber gelesen. Auch setzt sich diese Geschichte gegen Diskrimierungen ein. Menschen können nicht in Schubladen gestopft werden und es kostet Leben, wenn man sich aufgrund veralteter Denkweisen nicht dazu bekennen kann, man selbst zu sein. Müsste ich Kritik äußern, dann würde ich sagen, dass ich persönlich das Buch evtl. als ganz Bisschen zu lang empfunden habe. Also vor dem großen Finale hatte ich Momente, in denen ich darüber nachgedacht habe, dass Bücher dieses Genres wohl mit Recht normalerweise doch ein ganzes Stück knapper gehalten sind. Aber das ist Geschmacksache und kommt immer auf die Geschichte an. Andere Bücher waren mir schon oft zu kurz, deshalb ist es lediglich ein unbestimmtes Gefühl. Die Protagonistin Delphine hat es mir auch zwischendurch nicht so leicht gemacht (ist auch nicht ihre Aufgabe), sie war einerseits selbst hin- und hergerissen, andererseits hat sie oft alle anderen verurteilt…. Und natürlich hat sie auch hohe moralische Standards für ihre Familienmitglieder gesetzt, für sich selbst hingegen viel Güte walten lassen. Das war zwar nervenaufreibend, aber es ist wohl manchmal so. Life is messy, nobody is perfect! Die Geschichte zwischen Delphine und Yann und was da noch so herauskommt, müsst Ihr selbst entdecken. ✨Fazit Wenn Ihr Euch rastlos und unruhig fühlt und dringend in eine ganz andere Welt einTAUCHEN wollt, dann ist das hier das richtige Buch für Euch. Hoffentlich könnt Ihr Euch zu einem passenden Zeitpunkt selbst ein Bild machen! 4/5⭐️⭐️⭐️⭐️ Challenge: also das ist jetzt Buch 6. An sich wollte ich Pause machen, aber ich hab die Energie und vor allem die ganz neuen Bücher ohne Hype tropes brauchen einfach Liebe und schlagkräftige Argumente. Habe also gestern Nacht noch 180 Seiten gelesen und das Buch beendet, es hatte aber Sogwirkung auf mich. Deshalb mache ich dann an anderen Tagen Pause. Ich bin selten wirklich müde von dieser ganzen Sache hier 😂😂. Ich liebe es einfach. Habt einen tollen Tag! ☀️☀️☀️🌷🌷🌷

Identität, Trauer, Liebe 💛
3.5

„Du bist so erwachsen geworden, ohne mich. Und ich bin es ohne dich geworden. Wir haben so viel verpasst. Ich wünschte, ich wäre für dich da gewesen.“ Delphine kehrt nach Jahren an den Ort zurück, den sie einst wegen ihrer Familie verlassen hat, um sich von ihrem Bruder zu verabschieden. Doch nicht nur alte Erinnerungen liegen in der Luft, auch die Frage nach der Schuld an seinem Tod. Es ist ein Buch, das sich flüssig liest, berührt und gleichzeitig dieses Gefühl von Sommer, Urlaub und tief verwurzeltem Familientrauma vermittelt. Ihr wisst ja, ich bin ein kleiner Klappentext Junkie. Genau deshalb habe ich mich für dieses Buch entschieden und irgendwie etwas ganz anderes erwartet. Ich hatte mit ein bisschen Spannung gerechnet, vielleicht sogar mit einem leichten Thriller. Stattdessen ist es eine sehr intensive, traumatische Familien und Liebesgeschichte. Vielleicht hat sie mich gerade wegen dieser falschen Erwartung nicht ganz überzeugen können, obwohl sie wirklich gut war. Man erlebt den Verlust eines Familienmitglieds, lernt viel über Selbstreflexion, über das Tauchen, über das Überwinden von Angst und über Gedanken, die einem oft im Weg stehen, obwohl sie es gar nicht müssten. Es geht um verschiedene Welten, die aufeinandertreffen, um Menschen, die sich selbst im Weg stehen, um Vergangenheit, Trauma und eine Verzweiflung, die am Ende ganz anders ist, als man zunächst denkt. Irgendwie würde ich sagen, es ist schon eine Empfehlung für alle, die nach einer etwas anderen Liebesgeschichte suchen. Für alle, die vielleicht gerade etwas brauchen, das ein kleines bisschen beim Heilen hilft. 3,5 Sterne

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5

Wow! Ich habe gar nicht erwartet, dass mich dieses Buch so begeistern wird. Große Liebe für diesen Roman.

3

| Rᴇᴠɪᴇᴡ | Rezensionsexemplar ✧˖° Freitauchen - Anna Rosina Fischer ✧˖° ★★★/5 Freitauchen von Anna Rosina Fischer erzählt die Geschichte von Delphine, die nach dem Tod ihres Zwillingsbruders wieder zurück auf die Insel El Hierro kommt. Dort wird sie nicht nur mit ihrer Vergangenheit und ihrer Familie konfrontiert, sondern auch mit all den Gefühlen, die sie lange versucht hat zu verdrängen. Währenddessen begegnet sie immer wieder Yann, der eng mit den Erinnerungen an ihren Bruder verbunden ist. Mich hat das Buch wirklich schnell abgeholt. Man ist direkt in der Geschichte drin und merkt sofort diese schwere, unterschwellige Stimmung, die sich durch das ganze Buch zieht. Besonders gut gefallen hat mir, wie das Freitauchen nicht nur als Sport dargestellt wird, sondern auch als Bild für das Verdrängen von Gefühlen und Schmerz. Die ganze Familie versucht irgendwie, mit dem Verlust des Bruders klarzukommen, ohne wirklich darüber zu sprechen, und genau das wurde sehr fein und glaubwürdig beschrieben. Vor allem Delphine fand ich als Protagonistin sehr stark geschrieben. Sie wirkt anfangs eher verschlossen, aber ihre Gefühle brechen nach und nach immer stärker hervor. Das hat sich beim Lesen sehr echt angefühlt, ruhig erzählt, aber trotzdem intensiv und teilweise richtig schmerzhaft. Der Schreibstil war dabei sehr bewusst und intelligent, ohne gekünstelt zu wirken. Zwischendurch hat mir allerdings manchmal etwas mehr Tiefe gefehlt, vor allem in der Handlung. Es passiert über längere Zeit nicht besonders viel, wodurch das Buch stellenweise etwas ruhiger wurde. Trotzdem ist Freitauchen insgesamt ein sehr sensibles und tiefgründiges Buch über Trauer, Verdrängung und das langsame Zulassen von Gefühlen. Vor allem die Atmosphäre und die leisen emotionalen Momente sind mir am Ende besonders im Kopf geblieben.

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4

✨ Rezension ✨

Freitauchen | Anna Rosina Fischer | Ecco | 352 Seiten | ⭐️⭐️⭐️⭐️ In Freitauchen verbringen wir mit Delphine einen Sommer auf ihrer alten Heimatinsel. Eigentlich hatte sie die Insel und ihre Hippie Eltern hinter sich gelassen, aber als ihr Zwillingsbruder beim tauchen verunglückt, muss sie zur Beerdigung heimkehren. Nach 6 Jahren ist irgendwie alles wie immer und doch alles anders. Angefangen bei der Beziehung ihrer Eltern, weiter bei Yann, früher größter Rivale ihres Bruders und jetzt regelmäßiger Gast und Mitarbeiter ihrer Eltern. Wo früher Skepsis und Feindschaft waren, entsteht jetzt eine Verbindung. Der Stil hat mir gefallen und mich sehr schnell in die Geschichte geholt. Der Sommer steckte auf jeder Seite und auch die Emotionen unserer Protagonisten kamen sehr direkt bei mir an. Schwierige Themen werden gut transportiert und benannt. Traumata aufgearbeitet. Probleme werden nicht klein geredet oder vergessen, sondern betitelt. Mir hat das Buch insgesamt wirklich gut gefallen und ich freue mich schon auf Tage draussen in der Wärme.

✨ Rezension ✨
5

Ein sehr perfektes Buch für die kommenden warmen wochen!!

5

Atmosphärisch, emotional und voller Ocean-Vibes 🌊

Freitauchen von Anna Rosina Fischer ist ein gefühlvoller Roman über Trauer, Familie und Selbstfindung. Delphine kehrt nach dem Tod ihres Zwillingsbruders zurück auf ihre Heimatinsel, wo sie sich ihrer Vergangenheit und alten Wunden stellen muss. Die Handlung ist stellenweise vorhersehbar, aber das stört nicht. Die Stärke liegt ganz klar in der Atmosphäre und den Emotionen. Der Schreibstil ist leicht, aber sehr berührend, und man taucht richtig in Delphines Innenwelt ein. Besonders schön fand ich das Setting: Insel, Meer und Freitauchen sind so lebendig beschrieben, dass man sich direkt dorthin versetzt fühlt. Für mich ein absolutes Herzensbuch: emotional, nahbar und perfekt für alle, die Geschichten mit Meeresfeeling lieben. 🌊 *Rezensionsexemplar / Werbung (unbezahlt)

3

Wie lange kannst du die Luft anhalten? 🫧 🐬

Mit „Freitauchen“ schenkt uns Anna Rosina Fischer einmal Sommer, Sonne satt auf rund 350 Seiten. Wir begleiten Delphine, die aus dem fernen Finnland zu ihrer Familie auf El Hierro zurückkehrt – ein Ort, den sie lange gemieden hat. Der Anlass ist traurig: Ihr Zwillingsbruder ist beim Apnoetauchen verunglückt. Delphine versucht sich in ihrem alten Umfeld zurechtzufinden und wirkt dabei zunächst kühl und distanziert, blickt zynisch auf ihre Mitmenschen und misst oft mit zweierlei Maß. Doch in den stillen Momenten, in denen sie gedanklich mit ihrem toten Bruder spricht, zeigt sich eine ganz andere, verletzliche Seite, die mich als Leserin berührt hat. Es geht um Verlust und Trauer und um die Frage, was von einem Menschen bleibt, wenn er plötzlich nicht mehr da ist. Um Kindbleiben und Erwachsenwerden, um festgefahrene Glaubenssätze und das befreiende Gefühl, sie endlich loszulassen. Aber auch um diese nagende Unzulänglichkeit, um Zweifel an sich selbst. Die Geschichte bleibt dabei bewusst ruhig und klar erzählt, ohne große überraschende Wendungen, was dem leichten, sommerlichen Lesefluss aber keinen Abbruch tut. Stattdessen steht die emotionale Entwicklung im Vordergrund, die sich ganz unaufgeregt entfaltet. Ein perfekter „Sommersnack“ also – ideal für den nächsten Urlaub auf den Kanaren oder einfach für ein paar entspannte Lesestunden zwischendurch. 📖 Wenn ihr wissen wollt, wohin Delphines Reise sie wirklich führt und ob sie lernt, wieder aufzutauchen: Wagt den Sprung ins Wasser! 💦

3

Hippie-Happy-Life … oder auch nicht

Den Vibe des Buches hab ich sehr gemocht: Inselleben, das Meer, das Apnoetauchen, Sonne, Freiheit, El Hierro. Inhaltlich konnte mich die Geschichte rund um Delphine und den Tauchunfall ihres Bruders aber irgendwie nicht so richtig abholen. Sie ist (als Hörbuch) eher nebenbei hergeplätschert und wird mir leider nicht wirklich im Gedächtnis bleiben.

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