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Freitauchen

3,7(24)
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Über das Buch

Feinfühlig, wahrhaftig und mit der genau richtigen Dosis Sommer erzählt Freitauchen vom Erwachsenwerden, von der Trauer und der Liebe

Delphine glaubte, El Hierro hinter sich gelassen zu haben: die Insel, das Tauchen, ihre Familie. Doch nach Jahren des Schweigens kehrt sie zurück, um von ihrem Zwillingsbruder Abschied zu nehmen, der beim Tauchen verunglückt ist. Die Tage sind heiß, die Sonne gnadenlos, und mit der staubigen Luft steigen verdrängte Erinnerungen auf. Auch die scheinbar sorglose Welt ihrer Eltern bekommt Risse. Tragen sie eine Mitschuld am Tod ihres Bruders? Und wieso ist Yann, einst dessen größter Konkurrent um sportliche Rekorde, heute überall dort, wo ihr Bruder jetzt fehlt?

Editionen (1)

ISBN9783753001265
VerlagEcco Verlag
Erscheinungsdatum24.02.26

Rezensionen & Bewertungen

24 Bewertungen

11 Rezensionen

3,7

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  • fruggielicious
    fruggielicious

    2669 Follower

    4,0

    Identität, Trauer, Liebe 💛

    ✨Rezensionsexemplar✨ - Einzelband - Coming of age / zeitgenössischer Roman ✨Zitate „Ich fühle mich wie ein Zaungast. Wie jemand, der gerade nicht dazugehört und vielleicht nie dazugehört hat. Eine Außenstehende, die zufällig vorbeigekommen ist und nun verwundert die Szenerie betrachtet.“ „Meine Eltern weigern sich zu trauern. Es passt einfach nicht zu ihrem Lifestyle.“ „»Bonjour, Delphine. Ahhh, du duftest nach Jugend und nach Sex«, begrüßt er mich grenzüberschreitend wie eh und je.“ „»Ich schreibe immer an einem neuen Roman. Und dieser wird besonders erfolglos werden.« »Warum denkst du das?« »Weil ich über Verlierer schreibe. Das will kein Mensch lesen. Geschichten über Gewinner, die alles verlieren, oder Verlierer, die zu Helden werden, das ist gefragt, aber nicht Verlierer, die Verlierer bleiben. Das ist, als würden die Leute über ihr eigenes Leben lesen.«“ „Ein bunt zusammengewürfelter Haufen aus Lebenskünstlern, Selbstdarstellerinnen, Sinnsuchenden. Die üblichen Verdächtigen, die sich, seit ich denken kann, um meinen Vater scharen wie um einen selbst ernannten Guru. Seine Religion ist das Tauchen ohne Hilfsmittel. Freediving, Apnoe. Es gehört zu seinem Leben wie für den Rest der Menschheit das Atmen – etwas, ohne das er sehr lange auskommt.“ ✨Persönliche Einordnung innerhalb des Genres - Erwachsenwerden - Blick hinter die Kulissen einer „entspannten“ Hippie Familie, die langsam zerbricht - Trauer - Atmosphärisch für mich vergleichbar mit „The Surf House“ von Lucy Clarke (ganz anderes Genre, aber in beiden Büchern SPÜRT man die HITZE des Settings) - Inhaltlich unter Bezugnahme auf eine Familie, die kaputt geht, könnte man „Alle glücklich“ von Kira Mohn erwähnen und unter Bezugnahme auf andere Themen „A Mountain between us“ von Jenni Krawiec (es ist aber wie gesagt ein anderes Genre) ✨Inhalt Delphine kehrt zurück nach El Hierro. Dort leben ihre Eltern und dort ist ihr Zwillingsbruder Dillon beim Tauchen verunglückt. Und warum nimmt Yann, der ewige Konkurrent ihres Bruders, scheinbar nahtlos seinen Platz ein? ✨Meinung Ihr versteht nicht, wie sehr ich dieses Buch regelrecht gebraucht habe. Es hat mich geerdet, verlangsamt, mich in Geduld geübt. Es ist ein sehr sehr schönes, tiefgründiges Buch. Es geht um Familienstrukturen, die bröckeln, um Trauer und unterschiedliche Umgangsarten damit. Und hauptsächlich geht es um Selbstfindung, Identität und unterschiedliche Lebenswege. Das Ganze passiert vor dem Hintergrund einer Familie, die auf El Hierro lebt und deren Lebensmittelpunkt das Apnoetauchen (Freediving = Tauchen mit nur einem Atemzug ohne externe Luftzufuhr) ist. Ein gefährlicher Sport, der aber wohl süchtig macht. Ich finde wirklich nicht immer alle Sachthemen in Romanen interessant (ganz im Gegenteil), aber diese Art zu tauchen hat mich fasziniert und ich habe sehr gern darüber gelesen. Auch setzt sich diese Geschichte gegen Diskrimierungen ein. Menschen können nicht in Schubladen gestopft werden und es kostet Leben, wenn man sich aufgrund veralteter Denkweisen nicht dazu bekennen kann, man selbst zu sein. Müsste ich Kritik äußern, dann würde ich sagen, dass ich persönlich das Buch evtl. als ganz Bisschen zu lang empfunden habe. Also vor dem großen Finale hatte ich Momente, in denen ich darüber nachgedacht habe, dass Bücher dieses Genres wohl mit Recht normalerweise doch ein ganzes Stück knapper gehalten sind. Aber das ist Geschmacksache und kommt immer auf die Geschichte an. Andere Bücher waren mir schon oft zu kurz, deshalb ist es lediglich ein unbestimmtes Gefühl. Die Protagonistin Delphine hat es mir auch zwischendurch nicht so leicht gemacht (ist auch nicht ihre Aufgabe), sie war einerseits selbst hin- und hergerissen, andererseits hat sie oft alle anderen verurteilt…. Und natürlich hat sie auch hohe moralische Standards für ihre Familienmitglieder gesetzt, für sich selbst hingegen viel Güte walten lassen. Das war zwar nervenaufreibend, aber es ist wohl manchmal so. Life is messy, nobody is perfect! Die Geschichte zwischen Delphine und Yann und was da noch so herauskommt, müsst Ihr selbst entdecken. ✨Fazit Wenn Ihr Euch rastlos und unruhig fühlt und dringend in eine ganz andere Welt einTAUCHEN wollt, dann ist das hier das richtige Buch für Euch. Hoffentlich könnt Ihr Euch zu einem passenden Zeitpunkt selbst ein Bild machen! 4/5⭐️⭐️⭐️⭐️ Challenge: also das ist jetzt Buch 6. An sich wollte ich Pause machen, aber ich hab die Energie und vor allem die ganz neuen Bücher ohne Hype tropes brauchen einfach Liebe und schlagkräftige Argumente. Habe also gestern Nacht noch 180 Seiten gelesen und das Buch beendet, es hatte aber Sogwirkung auf mich. Deshalb mache ich dann an anderen Tagen Pause. Ich bin selten wirklich müde von dieser ganzen Sache hier 😂😂. Ich liebe es einfach. Habt einen tollen Tag! ☀️☀️☀️🌷🌷🌷

    Identität, Trauer, Liebe 💛

    7. März 2026

  • beautybooks
    beautybooks

    155 Follower

    5,0

    Wow! Ich habe gar nicht erwartet, dass mich dieses Buch so begeistern wird. Große Liebe für diesen Roman.

    22. Apr. 2026

  • duftundlicht
    duftundlicht

    218 Follower

    3,5

    „Du bist so erwachsen geworden, ohne mich. Und ich bin es ohne dich geworden. Wir haben so viel verpasst. Ich wünschte, ich wäre für dich da gewesen.“ Delphine kehrt nach Jahren an den Ort zurück, den sie einst wegen ihrer Familie verlassen hat, um sich von ihrem Bruder zu verabschieden. Doch nicht nur alte Erinnerungen liegen in der Luft, auch die Frage nach der Schuld an seinem Tod. Es ist ein Buch, das sich flüssig liest, berührt und gleichzeitig dieses Gefühl von Sommer, Urlaub und tief verwurzeltem Familientrauma vermittelt. Ihr wisst ja, ich bin ein kleiner Klappentext Junkie. Genau deshalb habe ich mich für dieses Buch entschieden und irgendwie etwas ganz anderes erwartet. Ich hatte mit ein bisschen Spannung gerechnet, vielleicht sogar mit einem leichten Thriller. Stattdessen ist es eine sehr intensive, traumatische Familien und Liebesgeschichte. Vielleicht hat sie mich gerade wegen dieser falschen Erwartung nicht ganz überzeugen können, obwohl sie wirklich gut war. Man erlebt den Verlust eines Familienmitglieds, lernt viel über Selbstreflexion, über das Tauchen, über das Überwinden von Angst und über Gedanken, die einem oft im Weg stehen, obwohl sie es gar nicht müssten. Es geht um verschiedene Welten, die aufeinandertreffen, um Menschen, die sich selbst im Weg stehen, um Vergangenheit, Trauma und eine Verzweiflung, die am Ende ganz anders ist, als man zunächst denkt. Irgendwie würde ich sagen, es ist schon eine Empfehlung für alle, die nach einer etwas anderen Liebesgeschichte suchen. Für alle, die vielleicht gerade etwas brauchen, das ein kleines bisschen beim Heilen hilft. 3,5 Sterne

    29. März 2026

3 von 11 Rezensionen

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