Frankenstein

Frankenstein

Hardback
3.92050

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Description

„Hüte dich, denn ich bin furchtlos und deshalb mächtig!“

Erleben Sie den weltberühmten Klassiker von Mary Shelleys Frankenstein in dieser opulenten Schmuckausgabe!

Nach dem frühen Tod seiner Mutter hat Viktor Frankenstein nur ein einziges Ziel: einen Weg zu finden, um den Tod zu besiegen – egal, was dazu nötig ist. Diesen findet er nicht in den mystischen Schriften der Alchemisten des Mittelalters, sondern im Studium der modernen Wissenschaften, und geblendet von der Macht des Möglichen, ignoriert er Moral und Bedenken. Aber als Viktor aus den sterblichen Überresten verschiedener Menschen tatsächlich ein neues Wesen erschafft, ist dies nicht der perfekte Mensch, den er kreieren wollte, sondern ein abstoßendes Zerrbild. Angeekelt flieht Viktor vor dem Geschöpf. Allerdings ist das Monster keineswegs gewillt, seinem Erschaffer ein glückliches Leben zu gönnen, während es selbst in Kummer und Elend lebt. Verbunden durch unversöhnbaren Hass, haben die Kreatur und ihr Schöpfer nur ein einziges Ziel: den anderen für das Leid zahlen zu lassen, das sie einander zugefügt haben …

10 aufwendig gestaltete Extras versetzen die Leserinnen und Leser in die Zeit des Romans und lassen die Geschichte lebendig werden: eine Karte, Notizbuchseiten, Briefe und vieles mehr! Ein einmaliges Erlebnis für die Fans dieses für das Science-Fiction- und Gothic-Genre wegweisenden Romans.

Einzigartige Schmuckausgabe des Klassikers: mit Kaltfolie, Tiefprägung und Leseband Reich veredelt und durchgehend illustriert Mit 10 aufwendig gestalteten Extras

Book Information

Main Genre
Self-Help & Non-Fiction
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Hardback
Pages
272
Price
30.90 €

Characteristics

3 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
70%
6%
51%
0%
83%
32%
63%
97%
76%
18%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
25%
66%
38%
50%

Pace

Fast33%
Slow0%
Moderate33%
Variable33%

Writing Style

Simple0%
Complex100%
Moderate0%
Bildhaft (67%)Poetisch (100%)Außergewöhnlich (67%)

Posts

360
All
5

Das lohnt sich

Es fällt mir schwer, meine Empfindungen zu diesem Buch in Worte zu fassen. Und vielleicht ist genau das schon ein Zeichen dafür, wie sehr es mich getroffen hat. Stellenweise war es echt zäh. Aber gerade in dieser Schwere liegt seine Wucht. Immer wieder musste ich nach einem Satz das Buch zuklappen, innehalten, atmen und die Worte erst einmal sacken lassen. Dieses Buch erzählt von Schmerz. Von zwei gequälten Seelen, die sich umeinander winden wie offene Wunden. Es ist leise und zugleich unerbittlich. Moralisch komplex und tief gehend. Du hast den Film gesehen und fragst dich, ob sich das Buch trotzdem lohnt? Ja. Unbedingt.

Das lohnt sich
2.5

🧌👨‍🔬🧬⚗️ Frankenstein ⚗️🧬👨‍🔬🧌

📖 Zusammenfassung Frankenstein von Mary Shelley erzählt die Geschichte des jungen Naturwissenschaftlers Victor Frankenstein, der von dem Wunsch getrieben ist, die Geheimnisse des Lebens zu entschlüsseln. In obsessiver Arbeit erschafft er ein künstliches Wesen. Als sein Experiment gelingt, reagiert er jedoch mit Abscheu und wendet sich von seiner Schöpfung ab. Das namenlose Geschöpf bleibt allein zurück und muss ohne Führung oder Zugehörigkeit seinen Platz in der Welt finden. Es entwickelt ein ausgeprägtes Bewusstsein für Sprache, Moral und Leid, während es nach Sinn und menschlicher Nähe sucht. ⭐ Rezension Frankenstein gilt als ein zentraler Klassiker der Literatur, kann jedoch für moderne Leserinnen und Leser sprachlich herausfordernd sein. Die stark vom frühen 19. Jahrhundert geprägte Sprache, lange Satzkonstruktionen und ausführliche philosophische Passagen machen den Roman stellenweise schwer zugänglich und verlangen hohe Konzentration. Inhaltlich behandelt Mary Shelley zeitlose Themen wie Verantwortung des Schöpfers, gesellschaftliche Ausgrenzung und die Folgen menschlicher Hybris. Besonders die Perspektive des Geschöpfs verleiht dem Roman emotionale Tiefe. Gleichzeitig kann die dichte, pathetische Erzählweise das Leseerlebnis anstrengend wirken lassen. Die Coppenrath-Ausgabe hebt sich durch ihre hochwertige Gestaltung und atmosphärischen Illustrationen positiv hervor und trägt zur ästhetischen Wirkung des Buches bei, auch wenn der Text selbst als fordernd empfunden werden kann.

4

"Du bist vielleicht mein Schöpfer, aber ich bin dein Gebieter."

Kennst du eigentlich Frankenstein? Noch vor ein paar Tagen hätte ich wahrscheinlich sowas gesagt wie: "Klar, dass ist doch dieses untote Monster, was Menschen umbringt." Das war VOR dem Buch. Jetzt allerdings fällt meine Antwort etwas anders aus. Aber der Reihe nach... Zunächst zum Inhalt (Quelle Internet): Die Geschichte von Frankenstein handelt von dem jungen Schweizer Wissenschaftler Viktor Frankenstein, der das Geheimnis des Lebens lüftet und eine künstliche Kreatur erschafft. Das Monster, das er aus Leichenteilen zusammensetzt, wird von ihm aus Abscheu im Stich gelassen, nachdem es zum Leben erweckt wurde. Das Monster, das sich zunächst missverstanden und einsam fühlt, wird durch die Ablehnung der Menschen böse und sinnt auf Rache an seinem Schöpfer und seiner Familie, was zu einer tödlichen Verfolgung bis in die Arktis führt. Jetzt zu meiner Meinung NACH dem Buch: Ich glaube es ist nicht so einfach die Schöpfung von Viktor Frankenstein als Monster zu sehen. In diesem Roman zeigt sich mal wieder: Niemand kommt böse auf die Welt! Oder in dem Fall: Wird böse erschaffen 😅 Das "Monster" kann nämlich nicht nur atmen, sondern auch denken und vor allem fühlen. Leider wird ihm von Anfang an, nicht nur seitens seines Schöpfers, sondern auch von allen Menschen nur Hass, Furcht, Gewalt und Angst entgegengebracht. Beschimpfungen wie "Dämon" und "Monster" ist alles was er hört. Dabei möchte diese Figur, die nur wegen dem fanatischen Ehrgeiz eines Einzelnen überhaupt existiert nur eins: Geliebt und akzeptiert werden. Doch leider geht dieser Wunsch nicht in Erfüllung und so wird aus der ganzen Liebe in ihm, irgendwann purer Hass gegen seine Peiniger. Und genau das ist der Punkt. Haben die Menschen ihn nicht erst zu dem gemacht, was er am Ende ist? Ein Mörder... Ich für meinen Teil kann ihn nicht einfach als den Teufel abschreiben. Die Morde sind natürlich nicht ok, aber ich kann nach dem Lesen dieses Buches auf jeden Fall ein gewisses Verständnis für "das Monster" aufbringen. Manchmal muss man eben zweimal hinsehen... Ein Klassiker, der mich tatsächlich überrascht hat. Alles in allem lesenswert. Punkt Abzug gibt es dennoch, weil mir der Charakter des Viktor Frankenstein doch ziemlich oft auf die Nerven ging.🤷‍♀️

5

Ein vielschichtiger und psychologisch tiefer Roman über das Monster Mensch. 👍😎 Neuestes Mitglied in meiner Bibliothek des Lebens.

4.5

Was den Menschen vor ca 200 Jahren schlaflose Nächte bereitet hat, ist heute natürlich nur noch ein lauer Furz im Wind. Schauern tut an dem Schauerroman nix mehr. Trotzdem überzeugt Frankenstein und ist absolut unterhaltsam. Es ist zu Recht ein Klassiker und natürlich auch seiner Zeit weit voraus. Mir hat es sehr Spaß gemacht. Auch wegen dieser tollen Ausgabe, die mit ihren Illustrationen ein Traum ist. Das Auge liest schließlich mit.

Post image
5

Ein Klassiker. Wirklich tolles Buch mit schöner Illustrationen

2

Auf den anderen Studiengebieten mögt Ihr so weit kommen, wie vor Euch auch andere schon gekommen sind - es gibt nichts mehr, das Ihr lernen könntet. Doch in der wissenschaftlichen Forschungsarbeit hören die Entdeckungen und Wunder nimmer auf. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Uff. Frankenstein war für mich leider so gar kein Vergnügen – vielmehr eine literarische Prüfung der Geduld, der Nerven und stellenweise auch der eigenen Lebensfreude. Ich erkenne ohne Zögern an, warum dieses Werk ein Klassiker ist. Die moralische Botschaft ist deutlich, ja beinahe mahnend erhoben wie ein erhobener Zeigefinger aus dem 19. Jahrhundert: Verantwortung für das eigene Handeln, die Hybris des Menschen, das Spiel mit Schöpfung und Konsequenz. Die Grundidee ist stark, klug und von einem Potenzial, das bis heute nachwirkt. Daran besteht kein Zweifel. Und doch. Während der Lektüre fühlte ich mich zeitweise wie die elendste Seele, die je über diesen Erdball wandelte – nicht wegen des Leidens der Figuren allein, sondern weil ich mich durch endlose Klagen, Selbstanklagen und pathetische Monologe kämpfen musste. Frankenstein selbst empfand ich als erstaunlich anstrengenden Zeitgenossen, dessen permanente Seelenqual mich irgendwann weniger berührte als schlicht ermüdete. Ich wollte ihm stellenweise zurufen: „Ja, wir haben verstanden, es ist schlimm – aber könntest du es vielleicht ein einziges Mal etwas kürzer zusammenfassen?“ Zwei Sterne vergebe ich dennoch – und das nicht widerwillig. Zum einen für die wunderbare, altehrwürdige Sprache, die zeigt, wie kunstvoll und feierlich man einst zu schreiben pflegte. So anstrengend sie mitunter auch sein mag, ich habe eine gewisse Schwäche für diesen Stil. Zum anderen für die moralische Tiefe, die dem Werk unbestreitbar innewohnt und ihm seinen Platz in der Literaturgeschichte sichert. Leider jedoch reichten diese beiden gewichtigen Punkte für mich nicht aus, um das Buch wirklich zu genießen. Die Waagschale neigte sich trotz aller Anerkennung zu deutlich in Richtung Mühsal. ✨️ Fazit ✨️ Frankenstein ist ein bedeutendes Werk, keine Frage – ein Denkmal seiner Zeit, seiner Idee und seiner moralischen Tragweite. Für mich persönlich jedoch war es weniger ein Leseerlebnis als eine Ausdauerübung. Ich verneige mich respektvoll vor dem Klassiker, lege ihn dann aber mit einem tiefen Seufzer beiseite und sage: Wir beide sind wohl einfach keine Seelenverwandten.

Auf den anderen Studiengebieten mögt Ihr so weit kommen, wie vor Euch auch andere schon gekommen sind - es gibt nichts mehr, das Ihr lernen könntet. Doch in der wissenschaftlichen Forschungsarbeit hören die Entdeckungen und Wunder nimmer auf. 

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
5

Ganz anders als erwartet

Ich dachte, es sei viel brutaler. Dabei ist es eine richtig traurige Geschichte. Regt sehr zum nachdenken an

5

„Hüte dich denn ich bin furchtlos, und deshalb bin ich mächtig.“

Wow, was kann ich bloß sagen? Ich bin etwas überwältigt von diesem Buch. Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich diese Geschichte vollkommen gefesselt. Für mich ist Frankenstein keine Gruselgeschichte, sondern eine Geschichte, in der die Begierden überhandnehmen und ein gewaltiges Auf und Ab der Gefühle auslösen. Frankensteins Monster wünschte sich nichts sehnlicher als Liebe und Zuneigung. Er möchte einfach nur dazu gehören. Er versucht sich seinen Weg ins Leben zu finden, als guter Freund, dennoch begegnet man ihm nur mit Angst und Abstoßung. Ich kann mich zwischen Mitgefühl und der „Verurteilung“ wegen seiner Taten, ihn gegenüber nicht entscheiden. Es ist wirklich ein sehr fesselnder und intensiver Roman, der auf jeden Fall seine Wirkung bei mir hinterlassen hat.

5

Frankenstein von Mary Shelley ist ein Klassiker schlechthin, mit einer moralischen und gesellschaftlichen Botschaft, die auch heute noch aktuell ist. Ich mag das Buch. 😊

3.5

sehr interessant, aber doch anders als man es sich vorstellt, wenn man von der geschichte hört 😇

ich hab mir dieses jahr vorgenommen mehr klassiker zu lesen. dieses hier hab ich schon länger im blick gehabt, weil das einer der klassiker ist, von denen man mit am meisten gehört hat. in meiner kindheit hab ich öfter eine serie geschaut, in der in einer folge unter anderem frankenstein vorkommt. seitdem interessiert mich die geschichte & hab sie immer mal wieder im kopf gehabt. 😇 dementsprechende erwartungen hatte ich aber auch. ich muss sagen, dass die geschichte gaaanz ganz anders ist, als ich sie mir vorgestellt hab. 😳 ich fand, dass diese kreatur 'frankenstein' sehr wenig dargestellt wurde. ich hätte mir gewünscht, dass mehr aus seiner perspektive erzählt wird. er wurde erschaffen & war einfach da (der weg dahin wird wirklich lang und detailliert erzählt). so richtig viel über ihn erfahren hat man aber nicht. ausser natürlich, dass er ein paar grausame dinge angestellt hat. gruselig dargestellt wurdem diese für mich nicht, aber ich weiß auch, dass die geschichte schon sehr alt ist & damals andere dinge für schlimm empfunden wurden. 🥰 trotz allem war es für mich richtig interessant die geschichte zu lesen, die ich seit meiner kindheit immer mal wieder im kopf hab & von der zumindest jeder mal gehört hat. 😇 der schreibstil war echt angenehm muss ich sagen. man kommt ziemlich schnell durch. 🥰 den film bzw. die filme dazu werde ich mir sicherlich auch mal anschauen! vielleicht wurde da ein bisschen mehr über die kreatur 'frankenstein' erzählt. 😇 ich kanns auf jeden fall für klassikereinsteiger, wie ich es bin, empfehlen. kommt da aber natürlich auch auf die übersetzung an! 🥰

5

Wieder einmal ein Klassiker!!

Wir alle kennen Frankenstein. Aber wie viele davon haben das Buch von Shelley gelesen? Absoluter Klassiker, so gut erzählt, eine so schöne aber unglaublich traurige Geschichte und das Ende .... :'( Vor kurzem ist ja ein neuer Frankenstein Film rausgekommen, der so schlecht war, dass ich nach 10 Minuten abbrechen musste und das Buch in die Hand genommen habe. Ohne zu wissen wie der Rest des Filmes ist, kann ich ganz klar sagen, dass das Buch, mal wieder, deutlich besser ist als der Film ❤️

2

Ich war einfach enttäuscht. Ich meine, ich liebe Klassiker und kann auch mit der „alten“ Sprache gut umgehen. Und ich habe auch verstanden, in welcher Zerrissenheit „Das Geschöpf“ sich befunden hat. Und trotzdem finden sich in der Geschichte zu viele Widersprüche und unlogische Handlungen der Protagonisten. Wenn ich es etwa mit dem Roman „Dracula“ vergleiche, kann ich nur sagen, dass ich Frankenstein für völlig überbewertet halte. ABER, das ist nur meine Meinung! Wer kennt das Buch und ist anderer Meinung?

4.5

Ein wunderschöner Schmuckband, in welchem die fantastische Horrorgeschichte von Frankenstein wieder gegeben wird! Ob Mary Shelley damals schon ahnte, wie berühmt ihre Geschichte wird und das sie in jedem Zeitalter Anklang findet?! Dieses Buch sieht nicht nur super gut aus im Regal, es ist einfach auch eine Freude es zu lesen.

5

Zeitloser Klassiker

Vermutlich kennt wirklich jeder irgendeine Version von Frankenstein, aber es ist noch einmal etwas völlig anderes, das Original zu lesen. Obwohl die Sprache natürlich aus einer anderen Zeit ist, kann man es gut lesen. Es ist eindeutig für Fans von Horror, aber auch von Klassikern geeignet.

5

beendet am: 23.11.25 Sprache: Englisch < Der Roman über den jungen Schweizer Viktor Frankenstein, der einen künstlichen Menschen erschafft, ist ein seltenes Glanzstück der romantischen Schauerliteratur: Das grandiose erzählerische Geschick, mit dem die englische Autorin ihr Thema zu einer bis heute ungebrochen populären Geschichte verarbeitete, lässt ihren »Frankenstein«-Roman weit über die meisten vergleichbaren Romane seiner Epoche hinausragen. > Nach Dracula darf Frankenstein natürlich auch nicht fehlen. Auch in dieser Fassung werden wieder viele Hintergrundinformationen über Mary Shelley, ihre Umstände und Familie und ihre Zeit gegeben. Dadurch bekommt der Leser eine kurze Geschichtsstunde zu einem hervorragenden Gruselroman dazu. Die Erzählweise ist ausgeschmückt, aber nicht zu malerisch, wodurch es sehr angenehm zu lesen ist. Es wird hauptsächlich aus der Sicht von Frankenstein erzählt und der Leser verfolgt ihn auf seinem Werdegang vom kleinen Jungen bis zu dem Wissenschaftler, der das Monster erschaffen hat, was der perfekte Mensch werden sollte. Das Buch befasst sich hierbei sehr gut mit dem Zwiespalt eines Wissenschaftlers, das moralisch oder wissenschaftlich Richtige zu tun. Auch wird auf die Schuldgefühle und daraus resultierenden Probleme des Wissenschaftlers eingegangen, der sich bei diesem Zwiespalt gegen die Moral entschieden hat. Die eigentlichen Probleme mit dem erschaffenen Monster entstehen allerdings nur, weil Frankenstein es direkt nach Erschaffung verstößt. Dadurch wird die Frage aufgeworfen, was passiert wäre, wenn er für sein Erschaffenes Verantwortung übernommen und den „Fehler“ durch Fürsorge und Pflege wieder korrigiert hätte. Die Kapitel aus der Sicht des Monsters geben dem Leser einen guten Einblick in die Gedanken und Gefühle eines Wesens, was wie ein Neugeborenes alles über diese Welt lernen und seinen Platz darin finden muss. Wie wichtig dabei eine leitende, schützende und fürsorgliche Person ist, wird hier sehr deutlich. Die Aufteilung in die beiden Perspektiven verleiht der Geschichte sehr viel Nuance und ein Verständnis für sowohl Schöpfer, als auch Schöpfung. Dieses Verständnis bereinigt allerdings auf keinen Fall die Taten beider. Mary Shelley gelingt es wunderbar, die Konflikte zwischen Frankenstein und seinem Monster darzustellen und die Problematik der Handlungen beider zu erläutern, ohne sie ihrer Menschlichkeit zu berauben. Eine klare Leseempfehlung!

5

Eine düstere Meisterleistung der Weltliteratur 😍

Mary Shelleys Frankenstein ist für mich weit mehr als nur eine Gruselgeschichte – es ist ein tiefgründiger, kraftvoll erzählter Roman über menschliche Hybris, Verantwortung und Einsamkeit. In nur drei Tagen habe ich es gelesen. Das Buch entfaltete seine beklemmende Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Die tragische Geschichte von Viktor Frankenstein und seinem „Geschöpf“ zog mich förmlich in einen Strudel moralischer Fragen: Wer ist hier das wahre Monster – der Schöpfer oder das Erschaffene? Shelley verbindet philosophische Tiefe mit dramatischer Wucht, und ihre Sprache ist zugleich poetisch wie eindringlich. Ein Klassiker, der auch heute noch erschüttert, fasziniert – und mich nachdenklich zurücklässt.

4

Mein liebster Klassiker bisher.

"Frankenstein", von Mary Shelley, ist einer der ersten und bekanntesten Horror-/Gruselgeschichten unserer Zeit. Inhalt: "Nach dem frühen Tod seiner Mutter hat Viktor Frankenstein nur ein einziges Ziel: einen Weg zu finden, um den Tod zu besiegen – egal, was dazu nötig ist. Diesen findet er nicht in den mystischen Schriften der Alchemisten des Mittelalters, sondern im Studium der modernen Wissenschaften, und geblendet von der Macht des Möglichen, ignoriert er Moral und Bedenken. Aber als Viktor aus den sterblichen Überresten verschiedener Menschen tatsächlich ein neues Wesen erschafft, ist dies nicht der perfekte Mensch, den er kreieren wollte, sondern ein abstoßendes Zerrbild. Angeekelt flieht Viktor vor dem Geschöpf. Allerdings ist das Monster keineswegs gewillt, seinem Erschaffer ein glückliches Leben zu gönnen, während es selbst in Kummer und Elend lebt. Verbunden durch unversöhnbaren Hass, haben die Kreatur und ihr Schöpfer nur ein einziges Ziel: den anderen für das Leid zahlen zu lassen, das sie einander zugefügt haben …" (Klappentext) Die Charaktere: Ich denke, um die komplette Bandbreite der Figuren und ihrer Persönlichkeit zu erfassen, müsste man sich die Geschichte definitiv öfter zu Gemüte führen. Ich fand es sehr interessant, wie Viktor Frankensteins Leben verlaufen ist. Seine eigentlich wohl behütete Kindheit und wie man als Leser sehr früh schon gemerkt hat, dass er jemand ist, der sich sehr schnell und intensiv in Dinge hineinsteigert. Sei es das Studium der Wissenschaften, jeglicher Art, seine Idee, den perfekten Menschen zu erschaffen, bishin zu seiner Jagd nach seiner so verhassten Schöpfung. Ich fand es sehr interessant, wie die Schuld, die Frankenstein empfindet, ihn von Zeit zu Zeit auffrisst und nur noch ein Wrack von Me sch zurücklässt. Weiterhin hat mich sehr überrascht, dass wir auch die Perspektive von Frankensteins Kreatur zu erfahren bekommen. Diese konnte mich leider emotional nicht ganz so abholen, wie erhofft. Natürlich habe ich die Beweggründe von ihr Verstanden. Die unbändige Sehnsucht nach Liebe und Zugehörigkeit, die es zu demjenigen gemacht hat, der es zum Schluss war. Aber wie bereits erwähnt, habe ich das Gefühl, dass man diesen Roman öfters lesen müsste, um ein größeres Verständnis für die Figuren und ihre Beziehung zueinander, aufzubauen. Der Schreibstil: Zu Beginn der Geschichte, hatte ich etwas Schwierigkeiten mit dem Schreibstil klar zu kommen. Aber wenn man sich erstmal reingefuchst hat, war sie meiner Meinung nach, super verständlich. Ich hatte nie zuvor Berührungspunkte mit Frankenstein und war demnach sehr überrascht, dass die berühmte Geschichte, die wir alle irgendwie mehr oder weniger kennen, in einer Art "Rahmenhandlung" eingebettet ist. Ich fand das eigentlich total erfrischend und mal etwas anderes, als sonst. Ich war auch erst ein wenig verwundert, wie die Geschichte des Kapitän und seiner Mannschaft, mit der Geschichte von Viktor Frankenstein zusammenhängt, aber das hat sich alles relativ schnell aufgeklärt. Ich fand zudem richtig gut, dass die Geschichte in mehrere Teile aufgeteilt ist, wobei auch die Kreatur öfters zu Wort kommt. Wobei ich sagen muss, dass mir der Teil der Kreatur nicht ganz so gut gefallen hat, wie die Teile von Viktor, weil ich das Gefühl hatte, dass handlungstechnisch nicht ganz so viel passiert ist. Ein wenig gestört hat mich außerdem, dass der Lesefluss manchmal stagniert ist, da ab und zu wirklich umschweifend die Natur beschrieben wurde. Manchmal war das wirklich schön, aber meistens hat es eher gestört. Was mich außerdem sehr überrascht hat, waren die teilweise recht modernen Ansichten, die die Autorin hier mit einfließen lassen hat. Das fand ich sehr beeindruckend, wenn man bedenkt zu welcher Zeit das Buch erschienen ist. Themen (könnte Spoilern): Diese Geschichte ist so viel mehr, als eine Horrorgeschichte. Es geht um Moral und Verantwortung gegenüber seinen Mitmenschen. Weiterhin steht das stetige Streben nach Wissen, Macht und Anerkennung im Fokus, verkörpert durch Viktor Frankenstein. Allerdings lernt man auch aus der Geschichte, was passiert, wenn man stets und ständig auf Ablehnung bzw. Hass stößt und was dies mit einem machen kann, wenn eigentlich alle nur auf der Suche nach Liebe und Anerkennung sind. Diese Geschichte ist so vielschichtig, dass man bestimmt noch viel mehr aufzählen könnte, aber das hier sind die Dinge, die ich nach einmaligem Lesen herausgefiltert habe. Fazit: "Frankenstein", von Marry Shelley, ist bisher der Klassiker, der mich am meisten von sich überzeugen konnte (gut, so viele habe ich auch noch nicht gelesen 😅). Ich mochte, dass er relativ kurzweilig war und eine gute Balance zwischen Handlung und Charakterentwicklung hatte (wenn man versteht, was ich meine). Die Sprache war nach anfänglichen Schwierigkeiten, irgendwann sehr gut verständlich. In diesem Roman steckt so viel drin, dass ich das Gefühl habe, nicht die richtigen Worte zu finden. Ich kann es definitiv empfehlen, auch Leuten, die vielleicht anfangen wollen, Klassiker zu lesen.

3

Ein Klassiker der Literaturgeschichte mit einem guten Plot, aber doch den ein oder anderen Plotholes…

Autorin: Mary Shelley Seiten: 265 Genre: Horror Hauptcharaktere: Viktor Frankenstein, Henry Clerval, Frankenstein’s Monster, Robert Walton Mr. Walton hat in diesem Buch die Memoiren von Frankenstein nacherzählt. Frankenstein war ein junger Wissenschaftler, der beweisen wollte, dass man Totes wieder zum Leben erwecken kann. So entwarf er das Monster und war erfolgreich. Allerdings ging mir Frankenstein als Charakter ziemlich auf die Nerven. Er ist absolut unreflektiert und ein echter Jammerlappen, der in Selbstmitleid vergeht. Das Monster war mir zunächst sympathisch, es tat mir fast leid. Jedoch verfiel auch das Monster irgendwann in nerviges, unreflektiertes Selbstmitleid. Der Schreibstil war zeitgemäß anstrengend, aber wenn man einmal drin war, doch gut zu lesen. Ich würde das Buch insgesamt durchaus als empfehlenswerten Klassiker bezeichnen, den man einfach kennen sollte. Allerdings muss man sich darauf einlassen und über für uns heute unlogische Zeitschienen und teilweise auch über unpassende Handlungen der Charaktere hinwegsehen können.

Ein Klassiker der Literaturgeschichte mit einem guten Plot, aber doch den ein oder anderen Plotholes…
3

Bin sehr zwiegespalten. Einerseits ist die Sprache toll, andererseits fand ich gerade die Sprache nach einiger Zeit sehr schwierig... Den Plot kennt wohl jeder so grob. Ein Klassiker, den man gelesen haben kann, aber definitiv nicht muss.

4

Tiefgründig und seiner Zeit weit voraus. Und leider immer noch sehr aktuell: Was darf Wissenschaft? Wie anmaßend ist der Mensch? Wie gehen wir mit Andersartigen um? Absolute Empfehlung!

4

Ich liebe Minalima

Das Buch ist einfach so wunderschön. Die Geschichte ist anders als man denkt. Jeder kennt irgendwelche Verfilmungen von Frankenstein, aber die wahre Geschichte haut einen aus den Socken und man fühlt mit jedem mit. Eine Geschichte ohne Happy End und in der jeder Fehler begangen hat, die er bereut. Sollten wir daraus lernen? Wahrscheinlich schon.

3.5

Frankenstein

Sehr schönes Buch. Die Schreibweise ist am Anfang etwas schwieriger finde ich da es sehr alt ist. Ich muss dazu sagen mit dem Wort hülfe bin ich nicht warm geworden und es kam so oft in diesem Buch vor. Es ist trotzdem ein sehr schönes Buch und auch spannend und zum Teil herzzerreißend. Ich habe mehr mit Leid mit dem Dämon als mit dem Herr Frankenstein.

Frankenstein
3.5

Überraschend aber auch enttäuscht

Die Geschichte von Frankenstein dürfte den meisten zumindest in den Grundzügen bekannt sein, und so ging es auch mir. Dies minderte leider ein wenig den Reiz des Buches, da die Grundidee für mich nicht neu war. Der Verlauf der Erzählung wirkte daher oft vorhersehbar, und irgendwann liess ich mich darauf ein, das Buch vor allem für seine Dialoge und die Einblicke in die „menschliche“ Psyche zu lesen. Besonders gelungen fand ich die Darstellung der Gefühlswelt des Monsters. Ich konnte seine Qualen und seine Verzweiflung nachfühlen, denn trotz seiner beinahe unmenschlichen Taten ist ihm tiefes Unrecht widerfahren. Auf der anderen Seite hatte ich erhebliche Schwierigkeiten mit Frankenstein. Er inszeniert sich als moralischen Menschen, weigert sich aber, Verantwortung für die Folgen seines eigenen Ehrgeizes und Schaffensdrangs zu übernehmen. Stattdessen sieht er sich durchweg als Opfer eines Fluchs. Das Buch zeigt, wie verhängnisvoll es sein kann, Gott spielen zu wollen, und wie unsere oberflächliche Wahrnehmung katastrophale Folgen haben kann – nicht nur für uns selbst, sondern auch für andere. Dieser Strudel aus Schuld und Unheil ist zentral für die Erzählung. Die Sprache und die Dialoge haben mich an einigen Stellen durchaus berührt, wenngleich weniger, als ich zu Beginn erhofft hatte. Trotzdem ist dieser Klassiker zweifellos lesenswert, besonders für diejenigen, die Frankenstein und sein Monster noch nicht kennen und unvoreingenommen in die Geschichte eintauchen können. Gerade der Erzählstil hat mich überrascht, das wir viel über einen dritten Erzähler erfahren.

Überraschend aber auch enttäuscht
3

Ein Ursprungswerk der Science Fiction, aber…

…es ist doch zwischendurch sehr…nennen wir es mal gefühlslastig, was zugegeben auch der Epoche der Entstehung verschuldet ist. Dennoch ist der grundlegende Konflikt Schöpfer vs. Schöpfung spannend, wenngleich der Konflikt eher indirekt stattfindet, ohne Kampf im typischen Sinne.

4

Frankenstein - Einsamkeit schafft das Monster 🧌

Mary Shelleys Frankenstein erzählt die Geschichte des jungen Viktor Frankenstein, der getrieben von Forscherdrang etwas erschaffen will, was vor ihm noch niemand gewagt hat. Der Drang, Grenzen zu überschreiten, Neues zu entdecken und „der Erste“ zu sein, begleitet die Menschheit schon immer und wird oft als heroische Eigenschaft gefeiert. Genau aus diesem Antrieb heraus wagt Viktor das Unvorstellbare; er versucht, aus toter Materie Leben zu erschaffen. Doch das von ihm geschaffene Wesen ist nicht das eigentliche Monster der Geschichte. Vielmehr stellt der Roman die Frage, was einen Menschen wirklich menschlich macht. Das erschaffene Leben im Buch sehnt sich nämlich nach Zugehörigkeit, Verständnis und Liebe, nach einem Platz in der Welt wie jeder andere auch. Was ich aus diesem Buch mitnehme, ist vor allem die Erkenntnis, dass niemand „böse“ auf die Welt kommt. Grausamkeit und Dunkelheit entstehen oft erst durch Ablehnung, Einsamkeit und fehlende Verantwortung. Zudem zeigt Frankenstein, wie wenig äußere Erscheinung über die innere Welt eines Wesens aussagt; über seine Sensibilität, seine Verletzlichkeit und seine Fähigkeit zu fühlen. Mary Shelley hält uns mit diesem Werk einen Spiegel vor, über Verantwortung gegenüber dem eigenen Handeln und darüber, wie schnell wir urteilen, ohne wirklich hinzusehen. Frankenstein ist damit weit mehr als eine düstere Schauergeschichte; es ist ein zutiefst menschlicher, tragischer Roman über Schöpfung, Schuld und das Bedürfnis nach Liebe. P.S. Die Sprache ist etwas veraltet und machte das Lesen schwer, deshalb 4 von 5 Punkten.. aber die Botschaft ist auf jeden Fall zeitlos und bewegend!

3.5

Frankensteins Monster gehört zum Geschichten-Allgemeinwissen wie Dracula, Trolle und Elfen. Aber die Originalgeschichte kannte ich bisher nicht.

Es fällt mir schwer dieses Buch zu bewerten: Ich finde es sehr beeindruckend, dass die Hauptfiguren aus einem Buch von 1818 immer noch in unserem Wissen fortleben. Die Geschichte ist auch flüssig geschrieben, aber ich gebe zu, das ständige mit sich selbst und seinen Gefühlen beschäftigen, fand ich nur mäßig spannend. Ich war auch sehr überrascht, wie wenig Frankenstein und das Monster miteinander direkt interagieren. Es gibt nur 2 Dialoge. Dafür wurde die Atmosphäre fantastisch dargestellt. Ich konnte mich sehr gut in die Landschaft und die Stimmung einfühlen. Das Leben der Autorin fand ich dafür umso spannender und auch sehr tragisch. Fazit: ein Klassiker den man durchaus gelesen haben kann, aber den ich nicht unbedingt nochmal lesen werde.

5

Attraktive Schmuckausgabe !

Schon viele Male und in verschiedenen Versionen habe ich Frankenstein als Film gesehen, nun habe ich mich ans Buch getraut. Die ersten Seiten waren etwas schwergänig zu lesen , da ich mich zunächst an den Schreibstil gewöhnen musste. Doch einmal in der Geschichte drin , machte es mir große Freude. Das Buch ist aufwändig gestaltet und enthält 10 informative Goodies. Was mich jedoch sehr störte , waren die schwarzen Seiten mit weißen Text, da ich viel in den Abendstunden lese.

4.5

Amazing book...

Mary Shelley is one of the first women to combine sci-fi and Gothic themes in this literary milestone. It's full of themes that are as important know as they were 200 years ago... A must read for anybody who is into Gothic literature!

3

Ein Meilenstein der weiblichen Literatur

Noch lange ist mir das Buch im Gedächtnis geblieben. Vor allem aber das ausgeprägte Selbstmitleid des Dr.Frankenstein. Er selbst verursacht derart viel leid in seinem Umfeld und sieht sich dennoch immer nur selbst als Opfer. Durch die vielen Verfilmungen bleibt leider die Spannung aus, dennoch ist es lesenswert da vieles besser geschrieben als geschauspielert werden kann.

5

Da es sich um eine Sonderauflage eines weltweit bekannten Klassikers handelt, bewerte ich mit den 5 Sternen ausschließlich die Aufmachung des Buches.&nbsp;Und die ist hier wirklich gelungen. Das Buch sieht und fühlt sich hochwertig an. Es ist ungewöhnlich schwer! Was wurde in diesem Einband verarbeitet?Die Illustrationen, die sich durch die Geschichte ziehen, sind detailreich und liebevoll gestaltet. Sie unterstreichen die düstere Stimmung und schaffen ein atmosphärisches Leseerlebnis. Oftmals werden Szenen aus dem Geschehen aufgegriffen. Viele Zeichnungen wiederholen sich, meist mit leichten Abwandlungen, was ich aber nicht als negativ empfunden habe.&nbsp;Falls jemand wie ich Frankenstein zuvor noch nicht gelesen hat, noch ein paar Worte zum Inhalt: Die Geschichte bekommt von mir 3 Sterne. Obwohl das Buch nicht lang ist, zog es sich stellenweise, und ich hatte mir wohl mehr Gruselfaktor erhofft von diesem Horrorklassiker. Gerade die Erschaffung des Monsters wird übergangen, und das war für mich der interessante Teil (obwohl es inhaltlich natürlich Sinn ergibt, warum das so ist).So bleibt es eine Geschichte mit Denkanstößen über die Psyche des Menschen und die Notwendigkeit von Liebe und Zuneigung.Wer Frankenstein liebt, wird mit dieser Schmuckausgabe sehr glücklich sein.&nbsp;

4

Ein wunderschön illustrierter Klassiker!

Dieses Buch steckt voller Emotionen. Die Tragik, die es durchzieht, ist berührend und hallt lange nach. Und obwohl „Frankenstein“ ein Klassiker ist, wirken seine Themen auch heute noch erstaunlich aktuell. Viktor, ein exzentrischer Wissenschaftler, erschafft ein Geschöpf aus Leichenteilen und muss sich schon bald den Folgen seines Handelns stellen. Er erkennt nicht, welche Verantwortung er trägt, ein Fehler, der nicht nur ihn selbst, sondern auch die Menschen in seinem Umfeld in den Abgrund reißt. Ich habe die Geschichte zum ersten Mal gelesen und war überrascht, wie zeitlos die behandelten Themen sind. Das Streben nach Macht prägt die Menschheit weiterhin und doch führt Macht allein nicht zu Glück. Sie kann isolieren, einsam machen und Menschen von ihrer Umgebung entfremden. Genau wie bei Viktor, der sich in seinem Ehrgeiz verliert und alles aufs Spiel setzt, was ihm einst lieb war. Besonders eindrücklich fand ich jedoch die verheerenden Auswirkungen von Ablehnung. Jedes fühlende Wesen sehnt sich nach Zuneigung, Anerkennung und Liebe. Bleiben diese aus, kann Schmerz in Zorn umschlagen. Genau das zeigt sich an Viktors Geschöpf. Was mich am meisten berührt hat, ist die Sensibilität und Verletzlichkeit dieses Wesens. Es fühlt sich von seinem Schöpfer verraten, wollte geliebt werden und fand stattdessen nur Ablehnung. Nicht nur durch Viktor, sondern durch die gesamte Gesellschaft. Seine Selbstreflexion und die Fähigkeit, seine Gefühle auszudrücken, lassen es für mich wesentlich menschlicher erscheinen als Viktor selbst, der sich stets im Mittelpunkt sieht und sich mit Ausreden vor Verantwortung drückt. Für mich wirkt er wie ein Hochstapler, der sich größer macht, als er ist und erst viel zu spät erkennt, welche Folgen sein Verhalten hat. Der Schreibstil hat mir außerordentlich gut gefallen. Im Vergleich zu unserer heutigen Alltagssprache wirkt Shelleys Ausdrucksweise fast poetisch. Sie versteht es meisterhaft, Emotionen in Worte zu fassen und dem Text eine tiefe, melancholische Schönheit zu verleihen. Die künstlerische Gestaltung der MinaLima-Ausgabe ist ein wahres Kunstwerk. Die Farben harmonieren perfekt und man spürt sofort, wie viel Liebe zum Detail in dieser Edition steckt. Jedes Kapitel beginnt mit einer stimmungsvollen Illustration und die zahlreichen Extras im Buch sind kunstvoll, filigran und laden zum Verweilen ein. Manche Elemente sind so detailreich, dass man sich minutenlang darin verlieren kann. Insgesamt ist dieses Buch absolut zu empfehlen. Da es sich sprachlich gut lesen lässt, eignet es sich auch für Einsteiger:innen in die Klassiker-Literatur. Besonders lesenswert ist es jedoch, weil es Themen behandelt, die bis heute nichts an Bedeutung verloren haben. Für Liebhaber:innen schön gestalteter Bücher ist die MinaLima-Ausgabe außerdem ein echtes Highlight.

5

Eine herzergreifende Geschichte in der gut und böse in einander verschwimmt

4.5

Frankenstein – zeitlos düster, eindrucksvoll bebildert

Die besonders illustrierte Ausgabe von Frankenstein aus dem Coppenrath Verlag bringt den Klassiker in einer sehr stimmigen Form daher. Die Geschichte über Schuld, Verantwortung und Ausgrenzung wirkt zeitlos und berührend, vor allem weil das „Monster“ als leidende, einsame Figur gezeigt wird. Die dunklen Illustrationen passen hervorragend zur Atmosphäre und vertiefen den Text, ohne ihn zu überladen. Eine kurze, aber intensive Leseerfahrung – schön gestaltet und durch das bewusst offene Ende auch noch nachdenklich machend.

4

Ein klassischer Psychothriller

Wer Klassiker mag und Thriller mag der hat hier das Beste aus beiden Welten. Dieser Klassiker gibt eine so düstere Stimmung ab und die Gefühlswelt der Charaktere wird so gut beschrieben, dass man reingezogen wird und mitfühlt. Man erlaubt sich selbst schon bald nicht mehr so schnell zu urteilen und ist der Autorin vollkommen ausgeliefert in ihrem Gedanken-/ Gefühlsspiel. Außerdem soll das Werk noch dieses Jahr verfilmt werden für Netflix also kann man das gut davor noch einmal lesen.

4

Mary Shelley hat mit ihrer Geschichte Fragen aufgeworfen die auch heute noch aktuell sind. Was passiert wenn Menschen isoliert werden, welche Auswirkungen hat dies? Sollte man, nur weil man es kann, Gott spielen? Es zeigt sich das trotz der vielen Jahre wir doch immer noch alle gleich sind.

4

Wer ist hier wohl das Monster? Ich habe endlich den Klassiker "Frankenstein" gelesen. Die Schreibweise fand ich sehr gut,man hat gemerkt,dass es im Jahre 1800 geschrieben wurde. Kommen wir zur Geschichte ohne was vorweg zunehmen. Ich hatte viel mehr Mitleid mit dem "Monster",als mit Frankenstein selbst. Werde das Buch nochmal lesen irgendwann. Das Ende ging mir zu schnell und frag mich ob ich da alles verstanden habe oder zu kompliziert denke. Mein Gedanke war immer ob er sich das alles einbildet und einfach durchgedreht ist? Er hatte ja immer dieses hohe Fieber. Von mir erstmal nur 4 🌟.

4

Ein spannender Klassiker, der einen zum Nachdenken anregt. Hat mir gut gefallen.

Diesen Klassiker haben wir im November in unserem Buch Club gelesen. Ich wollte Frankenstein unbedingt mal lesen, da es jetzt schon wieder eine neue Verfilmung gibt und auf beides sehr gespannt war. Es gibt wohl keinen Klassiker, der so oft verfilmt wurde wie Frankenstein. Es geht um den jungen Schweizer Victor Frankenstein, der einen künstlichen Menschen erschafft hat. Ich habe etwas gebraucht, um in die Geschichte zu kommen, denn es geht mit Briefen los und ich erst dachte, dass wir hier einen Briefroman haben. Die Erzählweise ändert sich aber im Laufe des Romans. Aber als ich mich daran gewöhnt habe, konnte mich die Geschichte richtig fesseln. Der Roman ist aus der Zeit gekommen, nicht umsonst nennt man ihn Klassiker, aber trotzdem regt es auch zum Nachdenken an. Gerade in der heutigen Zeit ist das Thema hoch im Kurs. Es wird eine Kreatur erschaffen, ein Monster, und man begleitet es auf seinem Lebensweg. Ist es wirklich ein Lebensweg oder eher ein Leidensweg?! Ist es wirklich ein Monster? Es begeht grausame Dinge und doch fühlt man mit ihm mit und bekommt regelrecht Mitleid. Eigentlich möchte er nur einen Freund, einen Begleiter haben und nicht als das hässliche Untier dastehen. Zum Ende hin kann man manche Beweggründe mehr nachvollziehen. Wohingegen Frankenstein für mich ein sehr unsympathischer Charakter war. Wir lernen seine Kindheit kennen, was mir sehr gut gefallen hat und begleiten ihn in seinem Wahn, sich über den Tod hinaus erheben zu wollen. Sein abdriften in die Wissenschaft und sein verantwortungsloses Handeln. Ein sehr egozentrischer Mensch und absolut selbstgerecht. Mir hat der Roman wirklich gut gefallen und ich werde mir den Film auch bald anschauen. Ich bin froh, dass ich momentan so viele Klassiker lese, denn auch wenn sie aus der Zeit gekommen sind, sollte man sie trotzdem unbedingt mal gelesen haben.

4

Schauerroman in toller Aufmachung

Bei diesem Buch muss man die Handlung und die Aufmachung getrennt betrachten. Das Buch ist ein echtes Schmuckstück, eines der schönsten Bücher, die ich je besessenen habe. Der hellblaue Blattschnitt schimmert in metallischem Glanz und passt perfekt zum Umschlag. Im Buch gibt es viele Illustrationen und schön gestaltete Seiten. Allerdings nehmen die Grafiken meist keinen direkten Bezug zum Text. Die zwischen den Seiten liegenden Gimmicks fand ich eher unnötig, und weil diese beim Lesen hie und da aus dem Buch gerutscht sind, habe ich sie während der Lektüre einfach entfernt. Der Text lässt sich gut lesen, hat aber die Langatmigkeit und schwärmerische Art, die viele klassische Romane aufweisen und meine Konzentration beim Lesen erschweren. Die Handlungsweise von Viktor Frankenstein ist manchmal nicht nachvollziehbar, beispielsweise dass er sich während seiner Reise nach Schottland so viel Zeit lässt. Die Erzählung aus Sicht des Monsters (in blauer Farbe gedruckt) fand ich interessant, zumal man eine andere Perspektive gewinnt und auch versteht, warum das Geschöpf schliesslich böse wurde. Wirklichen Horror empfand ich nicht, der Thriller, den ich parallel lese, hat da um einiges brutalere Szenen. Es ist für mich irgendwie auch ein Reiseroman mit Schaueranteil, wobei die meiste Zeit eine sehr melancholische Grundstimmung herrscht. Ich habe mich bis anhin nicht mit Frankenstein auseinandergesetzt und betrachte es als eine Bereicherung, dass ich nun diesen Roman kenne. Mit dem gängigen Bild, das von Frankenstein vorherrscht, hat das Buch meines Erachtens wenig zu tun.

4

Ein gruseliger Klassiker - Perfekt für die Herbstzeit 👾

Ein Klassiker, den man perfekt zur dunklen Jahreszeit lesen kann. Liest sich wesentlich flüssiger als Dracula und hat einen auch mehr in seinen Bann gezogen. Ich hätte nicht gedacht, dass sich nur so wenige Filme auf die tatsächliche Geschichte beziehen und vieles, was man so kennt, eigentlich dazugedichtet ist. Leider zogen die letzten Kapitel etwas und das Ende wirkte abrupt. Dennoch eine Empfehlung für Fans von Grusel-Klassikern!

5

Frankenstein ⚡✒️🧟‍♀️🕯️

"Doch es war alles ein Traum; keine Eva linderte meinen Kummer oder teilte meine Gedanken, ich war allein. Ich erinnerte mich an Adams Bitte an seinen Schöpfer. Doch wo war der meine? Er hatte mich verlassen. Und in der Bitterkeit meines Herzens verfluchte ich ihn." Ich ging mit der Erwartungshaltung an das Buch heran, einen klassischen Schauerroman zu lesen, und wurde von der Tiefgründigkeit der Melancholie sowie den intensiven Emotionen des Frankenstein-Monsters überrascht. Diese verleihen der Geschichte eine besondere Note und geben dem Monster eine gewisse Nahbarkeit und menschliche Tiefe. Zudem fande ich den Schreibstil sehr angenehm und poetisch, was den Lesefluss erleichterte. Generell konnte man die Geschehnisse sehr gut nachempfinden, und ich finde, dass die Geschichte viel Raum für unterschiedliche Interpretationen bietet. Jeder Leser kann sie auf seine eigene Weise deuten, doch ich denke, dass insbesondere die Themen familiärer Beziehungen und die Beziehung zu Gott eine zentrale Rolle spielen. Alles in allem hat mich dieser Roman wirklich tief berührt und ich würde ihn sehr empfehlen (besonders für Leute, die mit Klasssikern anfangen wollen)

3

Er würde hoffen, dass der kümmerliche Lebensfunke, den er entzündet hatte, verlöschte, wenn man ihn sich selbst überließe, und dass dieses Wesen, so unzulänglich zum Leben erweckt, zu toter Materie verfiele und er Schlaf fände in der Gewissheit, es werde sich ewige Grabesstille über die vergängliche Existenz des abscheulichen Leichnams senken, den er als Wiege des Lebens betrachtet hatte. Er schläft ein; etwas weckt ihn auf; er öffnet die Augen, und siehe, das scheußliche Wesen steht an seinem Bett, öffnet die Vorhänge und sieht ihn mit gelben, wässrigen, aber forschenden Augen an. Entsetzt öffnete ich die Augen. - Zitat, Einführung der Autorin, 15. Oktober 1831 Vieles, vielleicht sogar unsere komplette Imagination, beruht auf Abbildungen und Filmsequenzen, welche die Kreatur aus Frankenstein als ungelenkes Monster mit Schrauben im Kopf darstellen. Mit diesen Vorstelllungen oder filmischen Darstellungen hat der Roman Frankenstein, der erstmals 1818 veröffentlicht und von einer blutjungen Engländerin verfasst wurde, wenig gemein. In der bereits zitierten "Einführung der Autorin", welche man direkt auf den ersten Seiten der Reclam Ausgabe findet, geht die Autorin auf den Gründungsmythos ihrer berühmten Geschichte ein, die sie nach Veröffentlichung nochmals bearbeitete. Im Sommer 1816 besuchte sie mit ihrem zukünftigen Ehemann, dem Dichter Shelley, dir Schweiz und die beiden wurden Nachbarn von Lord Byron. Das schlechte Wetter fesselte die Touristen ans Haus und so vertrieb man sich mit Gespenstergeschichten die Zeit. Und so kam bald der Gedanke auf, eigene Gruselgeschichten zu ersinnen. Mary fühlt sich der Aufgabe zunächst nicht gewachsen, doch in einer Gewitternacht bleibt sie schlaflos und die "Phantasie ergreift sie völlig in Besitz" und schließlich kommt die Erleuchtung: ... "Was mich entsetzt hat, wird auch andere Entsetzen, und ich brauche nur die Erscheinung zu beschreiben, die meine nächtliche Ruhe gestört hatte." Ist das nicht ein phantastischer Auftakt für eine grandiose Geschichte? Leider kann der (überarbeitete) Roman nicht halten, was der Anfang verspricht. Das liegt zum einen in der besonderen Erzählstruktur begründet, die furchtbar umständlich ist. Es gibt drei Protagonisten, einmal Walton, der vom Schiff aus, Briefe an seine Schwester schreibt und darin vom Schicksal des Passagiers Viktor Frankenstein berichtet, der wiederum seine Geschichte erzählt und drittens ist da natürlich das Monster selbst. Die Geschichte der Kreatur wird im Bericht von Frankenstein selbst eingefügt, da sie beim ersten Zusammentreffen des Schöpfers mit dem widerlichen Produkt, geschildert wird und eine große Schwäche des Werkes offenbart. Denn dieser Bericht, der die Wandlung des unbeholfenen Geschöpfs zum mörderischen Monster aufzeigen soll, ist in der Darstellung übermäßig sentimental, märchenhaft moralisch und voller Klischees. Dazu ist dieser Teil so künstlich in die Länge gezogen, dass die ursprüngliche Spannung verloren geht. Auch die Figur des Viktor Frankenstein gibt Rätsel auf. Er wird als liebevoll, geistreich und auch als guter Freund beschrieben, aber seine Taten und Gedanken im Buch passen nicht dazu. Am Anfang ist seine Hybris riesig und sogar seine Zukünftige sieht er wie "sein Eigentum". Wird ihm eine Situation zu viel bekommt er sofort eine Nervenkrise, er lehnt jede Verantwortung oder Schuld für sein Handeln ab und versagt völlig darin, seine geliebten Menschen zu schützen oder auch nur zu warnen. In dem sehr klugen und informativ gestalteten Nachwort des Übersetzers Christian Grawe soll aufgezeigt werden, warum gerade moderne Lesende zur Lektüre von Mary Shelleys Roman greifen sollten. Obwohl die Lanze beredt geschwungen wird, bleibt am Ende die Frage, ob die Faszination um den Mythos Frankenstein nicht (zurecht) übermächtiger ist, als das Werk an sich. FAZIT Die interessanten existenziellen Fragen werden leider von der Autorin nur angerissen und der Konflikt zwischen Schöpfer und Kreatur wird eher oberflächlich, zumindest aber konventionell abgehandelt. Schade, die Geschichte hat wirklich Potential.

ABGEBROCHEN

Mein privates Leben ging in Flammen auf und ich hatte keine Willenskraft die langen, komplizierten Sätze im Buch zu verstehen. Voll schade eigentlich, weil ich an einer Stelle aufgehört habe, wo alles SEHR spannend wurde

3.5

Zurecht ein Klassiker

Mary Shelley hat mit "Frankenstein oder der neue Prometheus" ein zeitlosen Klassiker erschaffen und setzte damit den Grundstein für Science Fiction. Der Schöpfer wird durch seine eigene Hypris und seiner Schöpfung gequält - Viktor Frankenstein, ach so brilliant und in der Theorie tugendhaft, schafft sein eigenes Unglück. Mir fällt es tatsächlich erstaunlich schwer viel Mitgefühl für ihn zu empfinden. Was ihm widerfährt ist absolut schrecklich. Das Schicksal seiner geliebten Menschen absolut unverdient und nicht zu entschuldigen. Dennoch - waren es nicht er und die Menschen im allgemeinen, die seine namenlose Schöpfung erst zum Monster machten? Das Buch entfaltet seine unglaubliche Wucht insbesondere, wenn die Kapitel eben jenes namenlosen Geschöpfes an die Reihe kommen. Für eben jenen empfinde ich sehr viel mehr Mitleid, als mit seinem Schöpfer. Er kam nicht böse auf die Welt. Er hat nicht darum geben erschaffen zu werden.

4.5

Mein erster Klassiker. Den Anfang habe ich persönlich als schwierig empfunden, jedoch ist dies auch dem Aufbau geschuldet. Man erhält einen angenehmen Einblick zwischen den Gedanken von Frankenstein und dem Unhold. Der rote Faden zwischen Leben und Tod zieht sich durch das gesamte Buch.

4

Klassiker und doch unerwartet anders 🧟‍♂️

Ich wollte schon immer mal die echte Geschichte hinter Frankenstein kennen, nachdem man das Thema wirklich in tausend Horrorfilmen und Popkultur-Versionen gesehen hat. Das Buch hat mich echt überrascht – die Originalstory ist viel emotionaler, viel philosophischer und irgendwie auch viel trauriger, als ich gedacht hätte. Besonders die abwechslungsreiche Erzählperspektive und die Sicht des Monsters fand ich spannend.

5

Ich hab mich in den Schreibstil verliebt! Eine wundervollen und tragische Geschichte , die so gar nichts mit dem zu tun hat,was man erwarten würde. Für mich ein Highlight!!!

5

Mensch oder Monster sein?

Unter meinen Lieblingsbüchern gibt es eine weitere kleine Unterkategorie: meine Rabbit-hole-Bücher. Dabei handelt es sich um Bücher, die mich so sehr in den Bann ziehen, dass ich zu allen möglichen Faktoren, die konkret oder indirekt mit Werk und AutorIn zu tun haben, in ein Recherche-Labyrinth abgleite, einen Tab nach dem anderen öffne und in eine für mich neue thematische Bubble abtauche. Ich liebe es, wenn ich so mit Haut und Haar mehr wissen will und hab mich richtig gefreut, als ich im Bezug auf Mary Shelleys „Frankenstein“ merkte, dass ich wieder in diesen Sog geraten bin. Bis vor Kurzem unterlag ich noch der Fehlinformation, dass Frankenstein das Monster wäre, auf das sich an allen Ecken und Ende der Popkultur mal mehr, mal weniger schaurig bezogen wird. Diese Kreatur allerdings bleibt namenlos und wird nur als Frankensteins Monster bezeichnet. Victor Frankenstein ist ein aus der Schweiz stammender alchemistischer Wissenschaftler, der es sich zum Ziel gesetzt hat, künstliches Leben zu erschaffen und in der Folge mit den Geistern zu kämpfen hat, die er rief und nun wie der Zauberlehrling nicht mehr los wird, nur dass es in diesem Fall leider keinen Meister als Backup-Retter im Hintergrund gibt. Seine Kreatur bringt Verderben über alle, die seinem Schöpfer nahe stehen. Und dennoch liegen meine Sympathien und mein Mitgefühl nicht bei Frankenstein. Der Alchemist stellt seine Hybris, die Grenzen der Wissenschaft auszuweiten über das Pflichtgefühl gegenüber der Verantwortung, die mit seinen Fähigkeiten einhergehen. Es gelingt ihm nicht, seinen Ekel vor seinem Geschöpf zu überwinden, das nichts dafür kann, das es von ihm zum Leben erweckt wurde und nicht gefragt wurde, ob es so ein Dasein fristen möchte. In dogmatischer Willkür stellt sich Frankenstein über die Bedürfnisse und Wünsche des Monsters, die letztlich nur in Zugehörigkeit und als finaler Kompromiss in einer Gefährtin bestehen. Das eigentliche Monster begleiten wir von Anfang an während seiner ersten Kontakte mit der Spezies Mensch. Die Hoffnungen, Sehnsüchte und der Wunsch nach Zugehörigkeit, all das ist nachvollziehbar. Auch die Logik, mit der sich die Kreatur Sachverhalte zu erklären versucht, ist schlüssig. Wahrscheinlich wären die Denkmuster eines Aliens, das auf unserer Welt ausgesetzt würde, ganz ähnlich. Das Monster beeindruckt uns, indem es viele unserer Kulturtechniken autodidaktisch erlernt. Und genauso greifbar und physisch mitfühlbar erschien mir dann auch der Schmerz der Kreatur, nachdem Hoffnung für Hoffnung, Wunsch für Wunsch nach und nach zerschmettert wurde, weil das Monster durchweg die dunkelsten Züge der Natur des Menschen zu spüren bekommt. Wo Werte, Gesetze und gesellschaftliche Konventionen normalerweise bremsen, entflammt in der Kreatur ein unerbittliches Streben nach Rache, der Weg zu diesem Ziel ist von Leichen gesäumt. Die Geschichte ist natürlich immer wieder schaurig, aber für mich überdauerten die philosophischen Fragestellungen, die hier zum Klingen kommen, den Grusel allemal. Zumal sämtliche Motive unverändert aktuell sind: Können wir mit dem Echo der Produkte des wissenschaftlichen/technologischen Fortschritts (Stichwort KI) umgehen? Wie werden wir, wer wir sind? Was ist in uns angelegt und was Ergebnis dessen, wie mit uns umgegangen wird? Ich habe diesen Klassiker unglaublich gern gelesen. Ich finde ihn in seiner Sprache gut zugänglich und habe die Naturbeschreibungen und auch das zum Teil nautisch geprägte Setting geliebt. Ich empfand den äußeren Aufbau als sehr kunstvoll, hier greifen letztlich mehrere Ebenen von Berichten (Bericht im Bericht quasi) aus verschiedenen Perspektiven in einander, das erzeugte zusätzlich Spannung und Dynamik. Wenn man mich fragt, könnte Shelleys „Frankenstein“ ein sehr geeigneter Einstieg in die Welt der Klassiker sein. Ein Recherche-Tab, der sich definitiv geöffnet hat, ist der über die Autorin, die ihrer Zeit sehr, sehr voraus gewesen sein muss. Ich habe mir bereits Bücher, die einen Bezug zu ihrer Biografie haben, bestellt und freue mich sehr auf die Lektüre. Ein weiteres Recherche-Tab bezog sich auf das antike und unverändert inspirierende Prometheus-Motiv und wie es auf Frankenstein Anwendung finden kann. Die Ausführungen und Gedanken allein darüber könnten wieder einigen Zeilen und Seiten füllen. Ich gebe mich jedenfalls weiter meiner neuen Rabbit-hole-Thematik hin und überlasse es letztlich jedem und jeder von uns zu entscheiden, wer in diesem Klassiker mehr oder weniger Mensch bzw. Monster ist, Frankenstein oder seine Kreatur.

3.5

In dem Klassiker "Frankenstein" von Mary Shelley geht es um Victor Frankenstein, der in seinen jungen Jahren ein lebendes Wesen erschafft. Dieses Wesen ist in seinem Aussehen so erschreckend, dass es einem Monster gleicht. Frankenstein flieht vor seiner Schöpfung und gibt seine Verantwortung für das Wesen vollständig ab. Doch das Monster wird von den Menschen aufgrund seines erschreckenden Äußeren abgestoßen, und niemand erkennt die gute Seele hinter der schrecklichen Fassade. Das Monster sucht Frankenstein auf und bittet ihn, ein weibliches Wesen zu erschaffen, um endlich seiner Isolation zu entkommen und Liebe sowie Verständnis in einem anderen Wesen zu finden. Wie weit darf Victor Grenzen der Schöpfung überschreiten, und welche Konsequenzen könnte die Existenz eines zweiten Wesens mit sich bringen? Mary Shelley war ihrer Zeit weit voraus. Sie stellt Fragen über Schöpfung, Verantwortung und die Folgen. Weder Frankenstein noch das Monster werden eindeutig als gut oder böse dargestellt,die Autorin zwingt uns, beide Seiten zu verstehen und zu hinterfragen. Ich persönlich konnte sowohl das Monster in seiner Einsamkeit und Sehnsucht nachvollziehen als auch Frankensteins Entschluss bzgl. dem zweiten Wesen. Das Buch endet tragisch und passt perfekt zu herbstlicher, düsterer Stimmung, sowie für Halloween 🎃 🍂🍁📚

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