Flugasche
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Description
Der Roman, der in der DDR nicht erscheinen durfte – über ein großes Thema unserer Zeit
Flugasche erzählt die zwei Geschichten der 30-jährigen Journalistin Josefa Nadler. Beruflich schreibt sie in einer Reportage die Wahrheit über das Kraftwerk B., tritt für die Rechte der dort wohnenden Menschen ein, darf ihre Reportage jedoch nicht veröffentlichen. Sie muss sich vor ihren Kollegen und der Partei rechtfertigen. Privat lebt sie allein mit ihrem Sohn, gefangen in einem Gefühlschaos zwischen der Sehnsucht nach Geborgenheit und Freiheit und der Erfahrung von Einsamkeit und Zwang. Ein großer Roman, der danach fragt, wie man sich im Leben selbst gerecht bleiben kann.
Book Information
Author Description
Monika Maron, geboren 1941 in Berlin, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der Gegenwart. Sie wuchs in der DDR auf, übersiedelte 1988 in die Bundesrepublik nach Hamburg und lebt seit 1993 wieder in Berlin. Sie veröffentlichte zahlreiche Romane und mehrere Essaybände. Ausgezeichnet wurde sie mit diversen Preisen, darunter der Kleistpreis (1992), der Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Homburg (2003), der Deutsche Nationalpreis (2009), der Lessing-Preis des Freistaats Sachsen (2011), der Ida-Dehmel-Literaturpreis (2017), sowie der Stahl-Literaturpreis (2025). Bei Hoffmann und Campe erschienen zuletzt der Essayband Was ist eigentlich los? (2021), der Roman Das Haus (2023), sowie die Erzählung Die Katze (2024).
Posts
Interessante Einblicke in eine Welt vor meiner Zeit mit einer Protagonistin, in der ich mehr wiederentdeckt, als ich erwartet hätte...
Der Roman ist älter als ich und so musste ich mich zuerst an die Sprache gewöhnen. Das klappt aber recht schnell und ich konnte mich gut auf Josefas Geschichte einlassen. Der Einblick in diese Zeit, die ich nur vom Hörensagen kanne, die DDR mit ihren Repressalien, fiel mir leicht. Die Protagonistin ist ein 30 jährige Journalistin mit viel Gerechtigkeitsempfinden, aufbrausend und kurzsichtig, aber klarer Haltung. In Ihre Träume und Ihre Gedankenwelt einzutauchen war sehr spannend und ich habe viel mehr Gemeinsamkeiten entdecken können, als ich erwartet hatte. Interessanterweise kam mir folgender Gedanke: Ist diese Geschichte wirklich heute nicht mehr vorstellbar? Die politische Zensur, der Josefa ausgesetzt ist, wäre heute undenkbar, aber wirtschaftliche Interessen oder gesellschaftliche Normen können auch heute Bericht beeinflussen. Sind wir so frei, wie wir gern wären oder wie würde Josefas Leben wohl aussehen, wenn sie heute Journalistin wäre? Hätte sie vielleicht einen Podcast oder einen Blog, in dem sie ohne Redaktion berichten könnte?
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Der Roman, der in der DDR nicht erscheinen durfte – über ein großes Thema unserer Zeit
Flugasche erzählt die zwei Geschichten der 30-jährigen Journalistin Josefa Nadler. Beruflich schreibt sie in einer Reportage die Wahrheit über das Kraftwerk B., tritt für die Rechte der dort wohnenden Menschen ein, darf ihre Reportage jedoch nicht veröffentlichen. Sie muss sich vor ihren Kollegen und der Partei rechtfertigen. Privat lebt sie allein mit ihrem Sohn, gefangen in einem Gefühlschaos zwischen der Sehnsucht nach Geborgenheit und Freiheit und der Erfahrung von Einsamkeit und Zwang. Ein großer Roman, der danach fragt, wie man sich im Leben selbst gerecht bleiben kann.
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Monika Maron, geboren 1941 in Berlin, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der Gegenwart. Sie wuchs in der DDR auf, übersiedelte 1988 in die Bundesrepublik nach Hamburg und lebt seit 1993 wieder in Berlin. Sie veröffentlichte zahlreiche Romane und mehrere Essaybände. Ausgezeichnet wurde sie mit diversen Preisen, darunter der Kleistpreis (1992), der Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Homburg (2003), der Deutsche Nationalpreis (2009), der Lessing-Preis des Freistaats Sachsen (2011), der Ida-Dehmel-Literaturpreis (2017), sowie der Stahl-Literaturpreis (2025). Bei Hoffmann und Campe erschienen zuletzt der Essayband Was ist eigentlich los? (2021), der Roman Das Haus (2023), sowie die Erzählung Die Katze (2024).
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Interessante Einblicke in eine Welt vor meiner Zeit mit einer Protagonistin, in der ich mehr wiederentdeckt, als ich erwartet hätte...
Der Roman ist älter als ich und so musste ich mich zuerst an die Sprache gewöhnen. Das klappt aber recht schnell und ich konnte mich gut auf Josefas Geschichte einlassen. Der Einblick in diese Zeit, die ich nur vom Hörensagen kanne, die DDR mit ihren Repressalien, fiel mir leicht. Die Protagonistin ist ein 30 jährige Journalistin mit viel Gerechtigkeitsempfinden, aufbrausend und kurzsichtig, aber klarer Haltung. In Ihre Träume und Ihre Gedankenwelt einzutauchen war sehr spannend und ich habe viel mehr Gemeinsamkeiten entdecken können, als ich erwartet hatte. Interessanterweise kam mir folgender Gedanke: Ist diese Geschichte wirklich heute nicht mehr vorstellbar? Die politische Zensur, der Josefa ausgesetzt ist, wäre heute undenkbar, aber wirtschaftliche Interessen oder gesellschaftliche Normen können auch heute Bericht beeinflussen. Sind wir so frei, wie wir gern wären oder wie würde Josefas Leben wohl aussehen, wenn sie heute Journalistin wäre? Hätte sie vielleicht einen Podcast oder einen Blog, in dem sie ohne Redaktion berichten könnte?




