Europa braucht den Euro nicht
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Description
Das tut auch Thilo Sarrazin in seinem neuen Buch, aber auf andere Weise und mit anderen Ergebnissen. Er zeichnet die verheerenden Resultate politischen Wunschdenkens nach und stellt die Debatte vom Kopf auf die Füße.
Book Information
Author Description
Thilo Sarrazin ist einer der profiliertesten politischen Köpfe der Republik. Seine fachliche Kompetenz in Finanzfragen gepaart mit dem Mut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen, hat ihn in viele wichtige Ämter gebracht. Als Fachökonom war er Spitzenbeamter und Politiker, er war verantwortlich für Konzeption und Durchführung der deutschen Währungsunion, beaufsichtigte die Treuhand und saß im Vorstand der Deutschen Bahn Netz AG. Von 2002 bis 2009 war er Finanzsenator in Berlin, anschließend eineinhalb Jahre Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank. Zuletzt hatte er mit seinem Buch „Deutschland schafft sich ab" einen Millionenerfolg.
Posts
Der Leser solle sich selbst ein Urteil bilden...so der Ansatz des Autors. Dabei geht Sarrazin davon aus, dass man keinen Experten trauen kann, ja, am Ende bleibt dem Leser nichts anderes übrig, als Sarrazins Meinung zu übernehmen, da alles andere ja irgendwie schlecht ist. Eine rein objektive Darstellung des Themas erwartet ja wohl selbst der einfältigste Käufer nicht mehr, nachdem er den etwas reißerischen Titel gelesen hat (übrigens bekommt man öfters mal das Gefühl, dieser einfältige Leser zu sein, da der Autor gerne, wenn auch nicht so direkt, darauf hinweist, dass er das Thema für uns Plöbse extra einfach behandelt. Wirtschaftspolitik und -märkte sind auch für mich nicht restlos erschließbar, trotzdem fand es ein wenig unangenehm, immer gesagt zu bekommen, dass es doch gar nicht so kompliziert ist, wie ich wohl annehmen werde. Hinzu kommt, dass der erste Teil einfach nur autobiographisch anmutet. Da gibt es keine beweislastigen Diskussionen um den Euro, nein. Dafür lauschen wir Sarrazins unglaublichen Höhenflügen, seinen Erfolgen und den gefühlten 3000 Begebenheiten, in denen andere (!!) irgendetwas falsch gemacht haben. Etwas weniger Selbstlob hätte ich an dieser Stelle sehr schön gefunden. Es fiel mir zudem auch schwer, zwischendurch nicht abzuschalten bzw. nach dem Abschalten wieder in die Erläuterungen hinein zu finden, was daran liegen kann, dass ich im Moment viel zu tun habe und immer erst spät abends etwas im Hörbuch hören kann, oder am Medium Hörbuch selbst. Ich denke, dass es besser ist, ein solches Sachbuch zu lesen, statt es vorgelesen zu bekommen, um alle Verträge, Prozentzahlen, Namen und Abhängigkeiten wirklich mitzubekommen. Trotzdem fand ich es interessant, in den Kopf dieses Mannes ein bisschen hinein zu schauen, seinen Überlegungen (die überwiegend doch auch irgendwie schlüssig waren). Und doch möchte ich das Ideelle eines gemeinsamen Europas und das Menschliche in Bezug auf unsere Nachbarn, denen es schlechter geht, über das Wirtschaftliche stellen. PS: Ich war erstaunt (in einem freudigen Sinne), wie offen der Autor damit umgeht, dass er auch selbst über die Jahre immer wieder seine Meinung geändert hat. Hurra, Sarrazin ist DOCH ein Mensch ;)
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Das tut auch Thilo Sarrazin in seinem neuen Buch, aber auf andere Weise und mit anderen Ergebnissen. Er zeichnet die verheerenden Resultate politischen Wunschdenkens nach und stellt die Debatte vom Kopf auf die Füße.
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Thilo Sarrazin ist einer der profiliertesten politischen Köpfe der Republik. Seine fachliche Kompetenz in Finanzfragen gepaart mit dem Mut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen, hat ihn in viele wichtige Ämter gebracht. Als Fachökonom war er Spitzenbeamter und Politiker, er war verantwortlich für Konzeption und Durchführung der deutschen Währungsunion, beaufsichtigte die Treuhand und saß im Vorstand der Deutschen Bahn Netz AG. Von 2002 bis 2009 war er Finanzsenator in Berlin, anschließend eineinhalb Jahre Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank. Zuletzt hatte er mit seinem Buch „Deutschland schafft sich ab" einen Millionenerfolg.
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Der Leser solle sich selbst ein Urteil bilden...so der Ansatz des Autors. Dabei geht Sarrazin davon aus, dass man keinen Experten trauen kann, ja, am Ende bleibt dem Leser nichts anderes übrig, als Sarrazins Meinung zu übernehmen, da alles andere ja irgendwie schlecht ist. Eine rein objektive Darstellung des Themas erwartet ja wohl selbst der einfältigste Käufer nicht mehr, nachdem er den etwas reißerischen Titel gelesen hat (übrigens bekommt man öfters mal das Gefühl, dieser einfältige Leser zu sein, da der Autor gerne, wenn auch nicht so direkt, darauf hinweist, dass er das Thema für uns Plöbse extra einfach behandelt. Wirtschaftspolitik und -märkte sind auch für mich nicht restlos erschließbar, trotzdem fand es ein wenig unangenehm, immer gesagt zu bekommen, dass es doch gar nicht so kompliziert ist, wie ich wohl annehmen werde. Hinzu kommt, dass der erste Teil einfach nur autobiographisch anmutet. Da gibt es keine beweislastigen Diskussionen um den Euro, nein. Dafür lauschen wir Sarrazins unglaublichen Höhenflügen, seinen Erfolgen und den gefühlten 3000 Begebenheiten, in denen andere (!!) irgendetwas falsch gemacht haben. Etwas weniger Selbstlob hätte ich an dieser Stelle sehr schön gefunden. Es fiel mir zudem auch schwer, zwischendurch nicht abzuschalten bzw. nach dem Abschalten wieder in die Erläuterungen hinein zu finden, was daran liegen kann, dass ich im Moment viel zu tun habe und immer erst spät abends etwas im Hörbuch hören kann, oder am Medium Hörbuch selbst. Ich denke, dass es besser ist, ein solches Sachbuch zu lesen, statt es vorgelesen zu bekommen, um alle Verträge, Prozentzahlen, Namen und Abhängigkeiten wirklich mitzubekommen. Trotzdem fand ich es interessant, in den Kopf dieses Mannes ein bisschen hinein zu schauen, seinen Überlegungen (die überwiegend doch auch irgendwie schlüssig waren). Und doch möchte ich das Ideelle eines gemeinsamen Europas und das Menschliche in Bezug auf unsere Nachbarn, denen es schlechter geht, über das Wirtschaftliche stellen. PS: Ich war erstaunt (in einem freudigen Sinne), wie offen der Autor damit umgeht, dass er auch selbst über die Jahre immer wieder seine Meinung geändert hat. Hurra, Sarrazin ist DOCH ein Mensch ;)




