Es war einmal ein Land
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
»Das Ende der Demokratie in Ostdeutschland wird kommen. Vielleicht ist es schon da. Wir sollten vorbereitet sein!«
In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun von immer mehr Ostdeutschen mächtig in Zweifel gezogen und droht damit, zu Ende zu gehen – die Demokratie in Ostdeutschland. Scharfsinnig beschreibt Hensel den langen Weg nach rechts, der für viele Ostdeutsche einmal links begann und durch eine wiedervereinte Bundesrepublik führt, die gerade selbst in der tiefsten Krise ihrer Geschichte steckt. Hensel scheut dabei nicht vor harten Wahrheiten zurück, reiht sich nicht in gängige Narrative über den Osten ein und zeigt einmal mehr, dass sie sich seit ihrem Spiegel-Bestseller »Zonenkinder« eine ganz eigene Perspektive und einen unverwechselbaren erzählerischen Ton bewahrt hat. Geschockt von der eigenen Erkenntnis nimmt sie uns mit auf eine Reise, an deren Ende sie eine Erklärung dafür zu finden hofft, wie es dazu kommen konnte, dass Demokratie für viele Ostdeutsche keine Option mehr ist.
Erscheint im Vorfeld der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.
Book Information
Author Description
Jana Hensel, geboren 1976, aufgewachsen in Leipzig, wurde 2002 mit ihrem Porträt einer jungen ostdeutschen Generation »Zonenkinder« schlagartig bekannt. Seither arbeitet sie als Journalistin und veröffentlichte zahlreiche Bücher, die zu SPIEGEL-Bestsellern wurden. Für ihre Arbeit wurde sie mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet und als Journalistin des Jahres für ihre Berichterstattung über Ostdeutschland geehrt. Sie ist für DIE ZEIT tätig und lebt in Berlin.
Posts
"Es rührt daher, dass die Geschichte des Ostens bis hierhin nicht gut ausgegangen ist."
Traurig aber wahr... Was ich aus diesem Buch mitnehme ist, die Tatsache, dass hinter der Wut, dem Zorn und der Abkehr von der Demokratie im Osten viele Verletzungen, Enttäuschungen und unerfüllte Wünsche stehen, sowie das Gefühl nicht gesehen und gehört zu werden und, dass die Afd 0% dazu beitragen würde, dass diese Wünsche in Erfüllung gehen, sondern lediglich noch mehr Leid und ein noch größeres Keil zwischen Ost und West hauen würde. Im ersten Teil des Buches beschreibt Hensel die konkreten Ursachen der Enttäuschungen die Ostdeutsche erlebt haben. Im zweiten Teil berichtet sie von Gesprächen mit Politikern die aus dem Osten kommen, Afdler und demokratischer Natur, die ihre Perspektiven auf die Lage der Nation beisteuern. Generell ist das Buch sehr faktenlastig und zäh aber mit etwas Disziplin schafft man es durchzukommen, weil es dann doch immer wieder spannend bleibt. Mir haben die Perspektiven von Menschen gefehlt, die nicht in der Politik sind. Über diese wird leider nur in der dritten Person erzählt.
Hauptstadtjournalistin erklärt den Osten
Jana Hensel war 13, als die Mauer fiel. Gemeinsam mit ihrer Mutter demonstrierte sie damals in Leipzig mit auf der Straße und sorgte so mit für die Wende. Später studierte sie Germanistik. Als sie in der Bibliothek saß und von ihrer Hausarbeit gelangweilt war, schrieb sie das Buch "Zonenkinder". Es erschien 2002. Heute ist Jana Hensel eine bekannte Journalistin, die in Berlin lebt, sich vor einigen Jahren von dem Vater ihres Kindes trennte und mit dem Rad rüber ins Regierungsviertel fährt, um Reportagen und Porträts über wichtige Personen zu schreiben. Angela Merkel hat sie schon mal angerufen, um über einen Artikel zu sprechen. Was das alles mit ihrem neuen Buch "Es war einmal ein Land", in dem es laut Untertitel darum geht, wie und warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet zu tun hat? Keine Ahnung, ist ja eigentlich privater stuff, steht aber trotzdem mit drinne. Ich habe mit JH nicht viel gemein. War nicht demonstrieren, weil auf dem Dorf nicht demonstriert wurde. Hab nicht studiert, sondern zwei Ausbildungen gemacht und arbeite heute in einem schlecht bezahltem Beruf in Thüringen, wo ich herkomme. Hab mich nie als "Zonenkind" gesehen und hasste damals beim Lesen jede Zeile. Heute bin ich überaus gern ostdeutsch, stolz darauf und hab trotzdem noch nie AfD gewählt, arbeite aber in einer Stadt, wo dies jeder zweite getan hat. In Teilen fand ich das Buch recht interessant. JH kann gut Zusammenhänge erklären, auch geschichtliche wie politische Verläufe klar und prägnant darstellen. Sie sagt viele kluge Sachen, denen ich inhaltlich voll zustimme und scheute nicht davor zurück, für das Buch Leute wie Chrupalla oder Krah zu interviewen. Leider kommt sie am Schluss nicht ohne den selbstzufrieden gereckten empörten Zeigefinger aus. Wird ihr Buch dafür sorgen, daß der Osten nicht von den Rechten übernommen wird? Ich fürchte nein.
Zwischen Analyse und Wirklichkeit
Man schlägt dieses Buch auf und merkt ziemlich schnell, dass es kein gemütlicher Lesestoff für zwischendurch ist. Hier geht es um große Fragen, um Enttäuschung, um Politik und um die Stimmung in einem Teil des Landes, der sich seit der Wende irgendwie nie ganz angekommen fühlt. Jana Hensel versucht zu erklären, warum viele Menschen in Ostdeutschland heute so skeptisch auf die Demokratie schauen. Dabei blickt sie zurück auf den großen Aufbruch nach der Wende, auf Hoffnungen, Erwartungen und auf das, was davon übrig geblieben ist. Beim Lesen hatte ich öfter diesen Gedanken im Kopf: Ja, das ist interessant, aber irgendwie greift es nicht immer ganz. Hensel schreibt klug und reflektiert, keine Frage. Man merkt, dass sie sich intensiv mit dem Thema beschäftigt hat und dass sie selbst Teil dieser Geschichte ist. Genau das macht viele Passagen stark, weil persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Beobachtungen zusammenkommen. Trotzdem hat mich das Buch nicht komplett gepackt. An manchen Stellen wirkt es eher wie eine lange Analyse als wie eine wirklich packende Erzählung. Ich hätte mir mehr konkrete Geschichten gewünscht, mehr Stimmen, mehr Leben zwischen all den Gedanken. Unterm Strich bleibt ein Buch, das wichtige Fragen stellt und zum Nachdenken anregt, aber nicht immer die Tiefe oder Kraft entwickelt, die man sich bei so einem großen Thema vielleicht erhofft. Interessant zu lesen ist es trotzdem, nur eben kein Titel, der einen komplett umhaut.

Ein Buch, das Verständnis aufkommen, dabei aber die eigentlichen Stimmen zu wenig zu Wort kommen lässt
Ich habe als Person, die nach der Wende in Westdeutschland geboren und sozialisiert wurde, dieses Buch mit großem Interesse gelesen und wollte verstehen. Dies gelang mir dank der historisch detaillierten Schilderungen Hensels auch - das Buch lässt mich mit einem tiefen Gefühl von Mitgefühl zurück und dem Wunsch danach, wieder mehr miteinander zu reden und uns zuzuhören. Jedoch kommen in Hensels Buch ebenjene Ostdeutschen abseits der politischen Führungsriege gar nicht zu Wort, ihre Geschichten, Sorgen, Ängste werden nicht erzählt.
Description
»Das Ende der Demokratie in Ostdeutschland wird kommen. Vielleicht ist es schon da. Wir sollten vorbereitet sein!«
In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun von immer mehr Ostdeutschen mächtig in Zweifel gezogen und droht damit, zu Ende zu gehen – die Demokratie in Ostdeutschland. Scharfsinnig beschreibt Hensel den langen Weg nach rechts, der für viele Ostdeutsche einmal links begann und durch eine wiedervereinte Bundesrepublik führt, die gerade selbst in der tiefsten Krise ihrer Geschichte steckt. Hensel scheut dabei nicht vor harten Wahrheiten zurück, reiht sich nicht in gängige Narrative über den Osten ein und zeigt einmal mehr, dass sie sich seit ihrem Spiegel-Bestseller »Zonenkinder« eine ganz eigene Perspektive und einen unverwechselbaren erzählerischen Ton bewahrt hat. Geschockt von der eigenen Erkenntnis nimmt sie uns mit auf eine Reise, an deren Ende sie eine Erklärung dafür zu finden hofft, wie es dazu kommen konnte, dass Demokratie für viele Ostdeutsche keine Option mehr ist.
Erscheint im Vorfeld der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.
Book Information
Author Description
Jana Hensel, geboren 1976, aufgewachsen in Leipzig, wurde 2002 mit ihrem Porträt einer jungen ostdeutschen Generation »Zonenkinder« schlagartig bekannt. Seither arbeitet sie als Journalistin und veröffentlichte zahlreiche Bücher, die zu SPIEGEL-Bestsellern wurden. Für ihre Arbeit wurde sie mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet und als Journalistin des Jahres für ihre Berichterstattung über Ostdeutschland geehrt. Sie ist für DIE ZEIT tätig und lebt in Berlin.
Posts
"Es rührt daher, dass die Geschichte des Ostens bis hierhin nicht gut ausgegangen ist."
Traurig aber wahr... Was ich aus diesem Buch mitnehme ist, die Tatsache, dass hinter der Wut, dem Zorn und der Abkehr von der Demokratie im Osten viele Verletzungen, Enttäuschungen und unerfüllte Wünsche stehen, sowie das Gefühl nicht gesehen und gehört zu werden und, dass die Afd 0% dazu beitragen würde, dass diese Wünsche in Erfüllung gehen, sondern lediglich noch mehr Leid und ein noch größeres Keil zwischen Ost und West hauen würde. Im ersten Teil des Buches beschreibt Hensel die konkreten Ursachen der Enttäuschungen die Ostdeutsche erlebt haben. Im zweiten Teil berichtet sie von Gesprächen mit Politikern die aus dem Osten kommen, Afdler und demokratischer Natur, die ihre Perspektiven auf die Lage der Nation beisteuern. Generell ist das Buch sehr faktenlastig und zäh aber mit etwas Disziplin schafft man es durchzukommen, weil es dann doch immer wieder spannend bleibt. Mir haben die Perspektiven von Menschen gefehlt, die nicht in der Politik sind. Über diese wird leider nur in der dritten Person erzählt.
Hauptstadtjournalistin erklärt den Osten
Jana Hensel war 13, als die Mauer fiel. Gemeinsam mit ihrer Mutter demonstrierte sie damals in Leipzig mit auf der Straße und sorgte so mit für die Wende. Später studierte sie Germanistik. Als sie in der Bibliothek saß und von ihrer Hausarbeit gelangweilt war, schrieb sie das Buch "Zonenkinder". Es erschien 2002. Heute ist Jana Hensel eine bekannte Journalistin, die in Berlin lebt, sich vor einigen Jahren von dem Vater ihres Kindes trennte und mit dem Rad rüber ins Regierungsviertel fährt, um Reportagen und Porträts über wichtige Personen zu schreiben. Angela Merkel hat sie schon mal angerufen, um über einen Artikel zu sprechen. Was das alles mit ihrem neuen Buch "Es war einmal ein Land", in dem es laut Untertitel darum geht, wie und warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet zu tun hat? Keine Ahnung, ist ja eigentlich privater stuff, steht aber trotzdem mit drinne. Ich habe mit JH nicht viel gemein. War nicht demonstrieren, weil auf dem Dorf nicht demonstriert wurde. Hab nicht studiert, sondern zwei Ausbildungen gemacht und arbeite heute in einem schlecht bezahltem Beruf in Thüringen, wo ich herkomme. Hab mich nie als "Zonenkind" gesehen und hasste damals beim Lesen jede Zeile. Heute bin ich überaus gern ostdeutsch, stolz darauf und hab trotzdem noch nie AfD gewählt, arbeite aber in einer Stadt, wo dies jeder zweite getan hat. In Teilen fand ich das Buch recht interessant. JH kann gut Zusammenhänge erklären, auch geschichtliche wie politische Verläufe klar und prägnant darstellen. Sie sagt viele kluge Sachen, denen ich inhaltlich voll zustimme und scheute nicht davor zurück, für das Buch Leute wie Chrupalla oder Krah zu interviewen. Leider kommt sie am Schluss nicht ohne den selbstzufrieden gereckten empörten Zeigefinger aus. Wird ihr Buch dafür sorgen, daß der Osten nicht von den Rechten übernommen wird? Ich fürchte nein.
Zwischen Analyse und Wirklichkeit
Man schlägt dieses Buch auf und merkt ziemlich schnell, dass es kein gemütlicher Lesestoff für zwischendurch ist. Hier geht es um große Fragen, um Enttäuschung, um Politik und um die Stimmung in einem Teil des Landes, der sich seit der Wende irgendwie nie ganz angekommen fühlt. Jana Hensel versucht zu erklären, warum viele Menschen in Ostdeutschland heute so skeptisch auf die Demokratie schauen. Dabei blickt sie zurück auf den großen Aufbruch nach der Wende, auf Hoffnungen, Erwartungen und auf das, was davon übrig geblieben ist. Beim Lesen hatte ich öfter diesen Gedanken im Kopf: Ja, das ist interessant, aber irgendwie greift es nicht immer ganz. Hensel schreibt klug und reflektiert, keine Frage. Man merkt, dass sie sich intensiv mit dem Thema beschäftigt hat und dass sie selbst Teil dieser Geschichte ist. Genau das macht viele Passagen stark, weil persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Beobachtungen zusammenkommen. Trotzdem hat mich das Buch nicht komplett gepackt. An manchen Stellen wirkt es eher wie eine lange Analyse als wie eine wirklich packende Erzählung. Ich hätte mir mehr konkrete Geschichten gewünscht, mehr Stimmen, mehr Leben zwischen all den Gedanken. Unterm Strich bleibt ein Buch, das wichtige Fragen stellt und zum Nachdenken anregt, aber nicht immer die Tiefe oder Kraft entwickelt, die man sich bei so einem großen Thema vielleicht erhofft. Interessant zu lesen ist es trotzdem, nur eben kein Titel, der einen komplett umhaut.

Ein Buch, das Verständnis aufkommen, dabei aber die eigentlichen Stimmen zu wenig zu Wort kommen lässt
Ich habe als Person, die nach der Wende in Westdeutschland geboren und sozialisiert wurde, dieses Buch mit großem Interesse gelesen und wollte verstehen. Dies gelang mir dank der historisch detaillierten Schilderungen Hensels auch - das Buch lässt mich mit einem tiefen Gefühl von Mitgefühl zurück und dem Wunsch danach, wieder mehr miteinander zu reden und uns zuzuhören. Jedoch kommen in Hensels Buch ebenjene Ostdeutschen abseits der politischen Führungsriege gar nicht zu Wort, ihre Geschichten, Sorgen, Ängste werden nicht erzählt.







