"Es rührt daher, dass die Geschichte des Ostens bis hierhin nicht gut ausgegangen ist."
Traurig aber wahr... Was ich aus diesem Buch mitnehme ist, die Tatsache, dass hinter der Wut, dem Zorn und der Abkehr von der Demokratie im Osten viele Verletzungen, Enttäuschungen und unerfüllte Wünsche stehen, sowie das Gefühl nicht gesehen und gehört zu werden und, dass die Afd 0% dazu beitragen würde, dass diese Wünsche in Erfüllung gehen, sondern lediglich noch mehr Leid und ein noch größeres Keil zwischen Ost und West hauen würde. Im ersten Teil des Buches beschreibt Hensel die konkreten Ursachen der Enttäuschungen die Ostdeutsche erlebt haben. Im zweiten Teil berichtet sie von Gesprächen mit Politikern die aus dem Osten kommen, Afdler und demokratischer Natur, die ihre Perspektiven auf die Lage der Nation beisteuern. Generell ist das Buch sehr faktenlastig und zäh aber mit etwas Disziplin schafft man es durchzukommen, weil es dann doch immer wieder spannend bleibt. Mir haben die Perspektiven von Menschen gefehlt, die nicht in der Politik sind. Über diese wird leider nur in der dritten Person erzählt.




