Ender's Game
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Description
In order to develop a secure defense against a hostile alien race's next attack, government agencies breed child geniuses and train them as soldiers. A brilliant young boy, Andrew "Ender" Wiggin lives with his kind but distant parents, his sadistic brother Peter, and the person he loves more than anyone else, his sister Valentine. Peter and Valentine were candidates for the soldier-training program but didn't make the cut-young Ender is the Wiggin drafted to the orbiting Battle School for rigorous military training.
Ender's skills make him a leader in school and respected in the Battle Room, where children play at mock battles in zero gravity. Yet growing up in an artificial community of young soldiers Ender suffers greatly from isolation, rivalry from his peers, pressure from the adult teachers, and an unsettling fear of the alien invaders. His psychological battles include loneliness, fear that he is becoming like the cruel brother he remembers, and fanning the flames of devotion to his beloved sister.
Is Ender the general Earth needs? But Ender is not the only result of the genetic experiments. The war with the Buggers has been raging for a hundred years, and the quest for the perfect general has been underway for almost as long. Ender's two older siblings are every bit as unusual as he is, but in very different ways. Between the three of them lie the abilities to remake a world. If, that is, the world survives.
Orson Scott Card's Ender's Game is the winner of the 1985 Nebula Award for Best Novel and the 1986 Hugo Award for Best Novel.
THE ENDER UNIVERSE
Ender series
Ender's Game / Ender in Exile / Speaker for the Dead / Xenocide / Children of the Mind
Ender's Shadow series
Ender's Shadow / Shadow of the Hegemon / Shadow Puppets / Shadow of the Giant / Shadows in Flight
Children of the Fleet
The First Formic War (with Aaron Johnston)
Earth Unaware / Earth Afire / Earth Awakens
The Second Formic War (with Aaron Johnston)
The Swarm /The Hive
Ender novellas
A War of Gifts /First Meetings
Book Information
Posts
Eigentlich lese ich nicht so gerne Science Fiction, aber dieses Buch hat mich überzeugt. Zum einen, weil viel Gesellschaftskritik in dem Buch steckt und zweitens, weil mir die Charaktere sehr gefallen. Die Handlung nimmt ab Mitte des Buches mehr Geschwindigkeit auf und enthüllt ein Ende, das sich definitiv für weitere Erzählungen eignet.
Kraftlose Umsetzung. Starke Grundidee
( Vorsicht Spoiler) Enders Spiel hat eine starke Grundidee: Ein hochbegabtes Kind wird in einer Militärakademie zum Genie gedrillt, um eine außerirdische Bedrohung abzuwehren – und erkennt am Ende, dass es längst realen Krieg geführt hat. Diese Wendung ist clever, ebenso wie die ethischen Fragen nach Manipulation, Schuld und Verantwortung. Leider bleibt die Umsetzung dahinter zurück. Die psychologischen Dimensionen – Enders Isolation, sein innerer Konflikt, das Verhältnis zu seinen Mentoren – werden oft nur angedeutet statt wirklich durchdrungen. Viele Figuren bleiben blass, der Stil eher funktional als eindringlich. Auch die Verfilmung von 2013 verschenkt viel Potenzial: Visuell gelungen, aber dramaturgisch flach und emotional leer. Gerade die ambivalente Lehrer-Schüler-Dynamik, die in der Vorlage zumindest angelegt ist, wird im Film kaum spürbar. Insgesamt ist Enders Spiel ein spannendes Gedankenspiel, das aber nicht die Kraft hat, seine Themen bis zum Ende auszuerzählen.
Military-SF ist generell ein Genre, mit dem ich mich schwer tue. Von der Glorifizierung der Helden wie in einem Landser-Groschenroman bis zur moralischen Auseinandersetzung mit der Freund-Feind-Beziehung bekommt man hier alles geboten. Die teilweise echt furchtbaren Anfangsheftchen von Perry Rhodan, als es fast nur um die Kriegsführung ging, versuchten erst gar nicht die Moral zu thematisieren. Schwierig wird es, wenn ein Autor versucht, seine moralische Ansichten auf plakative Weise dem Leser zu verkaufen, vor allem wenn hierbei ein jüngere Leserschaft angesprochen wird. Was habe ich aus Enders Spiel herausgelesen: Egal was du tust, wenn deine Tat auch noch so verwerflich ist, solange du sie in einer guten Absicht getan hast, bist du von der Schuld befreit! Beispiel: Du bist ein Sechsjähriger, der nur auf die Welt kam, weil es Staat und Militär von deinen Eltern verlangten, weil man deine Veranlagungen als außergewöhnlich einschätzt. Du wirst deiner Familie entrissen und in eine Kampfschule gesteckt, in der es keine Liebe und Freundschaft gibt, nur Manipulation, Auseinandersetzung und Mobbing. Deine Beschützer, Eltern und Kommandanten, schützen dich nicht, du bist schüchtern und lässt die Häme der Anderen über dich ergehen. Du bist aber durch und durch gut, hell, strahlend. Wirst du dann in die Ecke gedrängt und wehrst dich, tötest Menschen, dann bis du nach wie vor ohne Schuld, denn die Welt wollte dir ja Böses und du hast dich gewehrt. Du weißt, dass deine Aufgabe es ist, die Menschheit irgendwann zu führen, den Feind aus dem All auszulöschen. Du bist dazu bereit, wirst mit dem Jahren genauso kalt wie deine Mitmenschen und dann kommt der Tag des Genozid, du löschst den Feind komplett aus, aber du dachtest es sei nur ein Spiel, dann ist der Genozid gerechtfertigt, denn du handelst ja in guter Absicht. Die Kommandanten sagen später, dass sie und du richtig gehandelt haben, denn es diente ja nur zu Erhaltung der menschlichen Rasse. Komisch, all diese Sätze hatte ich schon mal gehört. In einem Gerichtssaal in Nürnberg in den Jahren 45/46. Mir ist die Zeichnung des Helden Ender einfach zu plakativ. Er ist der Marty Stu des Autors. Das Buch erfreut sich gerade bei Jugendlichen nach wie vor großer Beliebtheit. Wahrscheinlich hätte ich mich als Teenager auch davon angesprochen gefühlt, denn welcher junger Mensch fühlt sich nicht unterdrückt, von Mitschülern oder Eltern oder bürgerlichen Konventionen. Wer würde seinen Gegner nicht gerne mal die Fresse zu Brei treten (Schulbully Erde) oder das Nasenbein ins Hirn rammen (Kampfschulbully All). Wer würde nicht gerne mal eine Rechtfertigung haben, dass seine Computerspielausbildung wichtig ist und dass er nur mal schnell die Welt retten muss? Kinder als Kriegshelden. Grundschüler, die in einer Erwachsenensprache darüber philosophieren, die Welt retten zu wollen. Kommandanten, die die Kinder wie Laborratten beobachten und dabei das Treiben so sinnreich kommentieren wie Rainer Calmund im Sky Sport Studio. Ich habe das Buch zwar zu Ende gelesen, wofür es vielleicht einen zweiten Stern verdient hat, aber ich lehne die Aussage, die Wirkung und den Autor (ein übler Homophob) von ganzen Herzen ab.
Military-SF ist generell ein Genre, mit dem ich mich schwer tue. Von der Glorifizierung der Helden wie in einem Landser-Groschenroman bis zur moralischen Auseinandersetzung mit der Freund-Feind-Beziehung bekommt man hier alles geboten. Die teilweise echt furchtbaren Anfangsheftchen von Perry Rhodan, als es fast nur um die Kriegsführung ging, versuchten erst gar nicht die Moral zu thematisieren. Schwierig wird es, wenn ein Autor versucht, seine moralische Ansichten auf plakative Weise dem Leser zu verkaufen, vor allem wenn hierbei ein jüngere Leserschaft angesprochen wird. Was habe ich aus Enders Spiel herausgelesen: Egal was du tust, wenn deine Tat auch noch so verwerflich ist, solange du sie in einer guten Absicht getan hast, bist du von der Schuld befreit! Beispiel: Du bist ein Sechsjähriger, der nur auf die Welt kam, weil es Staat und Militär von deinen Eltern verlangten, weil man deine Veranlagungen als außergewöhnlich einschätzt. Du wirst deiner Familie entrissen und in eine Kampfschule gesteckt, in der es keine Liebe und Freundschaft gibt, nur Manipulation, Auseinandersetzung und Mobbing. Deine Beschützer, Eltern und Kommandanten, schützen dich nicht, du bist schüchtern und lässt die Häme der Anderen über dich ergehen. Du bist aber durch und durch gut, hell, strahlend. Wirst du dann in die Ecke gedrängt und wehrst dich, tötest Menschen, dann bis du nach wie vor ohne Schuld, denn die Welt wollte dir ja Böses und du hast dich gewehrt. Du weißt, dass deine Aufgabe es ist, die Menschheit irgendwann zu führen, den Feind aus dem All auszulöschen. Du bist dazu bereit, wirst mit dem Jahren genauso kalt wie deine Mitmenschen und dann kommt der Tag des Genozid, du löschst den Feind komplett aus, aber du dachtest es sei nur ein Spiel, dann ist der Genozid gerechtfertigt, denn du handelst ja in guter Absicht. Die Kommandanten sagen später, dass sie und du richtig gehandelt haben, denn es diente ja nur zu Erhaltung der menschlichen Rasse. Komisch, all diese Sätze hatte ich schon mal gehört. In einem Gerichtssaal in Nürnberg in den Jahren 45/46. Mir ist die Zeichnung des Helden Ender einfach zu plakativ. Er ist der Marty Stu des Autors. Das Buch erfreut sich gerade bei Jugendlichen nach wie vor großer Beliebtheit. Wahrscheinlich hätte ich mich als Teenager auch davon angesprochen gefühlt, denn welcher junger Mensch fühlt sich nicht unterdrückt, von Mitschülern oder Eltern oder bürgerlichen Konventionen. Wer würde seinen Gegner nicht gerne mal die Fresse zu Brei treten (Schulbully Erde) oder das Nasenbein ins Hirn rammen (Kampfschulbully All). Wer würde nicht gerne mal eine Rechtfertigung haben, dass seine Computerspielausbildung wichtig ist und dass er nur mal schnell die Welt retten muss? Kinder als Kriegshelden. Grundschüler, die in einer Erwachsenensprache darüber philosophieren, die Welt retten zu wollen. Kommandanten, die die Kinder wie Laborratten beobachten und dabei das Treiben so sinnreich kommentieren wie Rainer Calmund im Sky Sport Studio. Ich habe das Buch zwar zu Ende gelesen, wofür es vielleicht einen zweiten Stern verdient hat, aber ich lehne die Aussage, die Wirkung und den Autor (ein übler Homophob) von ganzen Herzen ab.
Anders als erwartet
Ich hatte erwartet, dass mehr Fokus auf Strategie und Kriegsführung gelegt wird. Das ist aber quasi überhaupt nicht vorhanden. Es geht hauptsächlich um die Entwicklung des Hauptcharakters. Das wiederum fand ich aber sehr gut und glaubwürdig geschrieben, vor allem die Manipulation und sorgfältige Planung um Ender als Kommandant voranzubringen.
Read it for a boyfriend who claimed it was his favorite book. I was sure I wouldn't like it, since I'd always avoided sci-fi, but I surprised myself by enjoying it quite a lot. It was well-written and exciting. The tech stuff and vocab went over my head at times, but I had expected worse, so that was ok. Maybe I'll read it again someday, but at this point, it still reminds me of the jackass who loved it, so I'm not too inclined. Don't let that dissuade you, though. ETA: Orson Scott Card is the worst. Never mind.
Der dritte Stern kam erst durch das letzte Viertel dazu
Ich fand die Idee, der Geschichte von Anfang an gut, aber die Umsetzung gefiel mir nicht immer. Gerade als so viele der Spiele zwischen den Kindern beschrieben wurden, zog sich das Buch und es fiel mir schwer weiterzulesen zu wollen. Trotzdem interessierte mich aber immer, wie das Buch ausgehen würde und das letzte Viertel fand ich wieder spannend. Anfangs verstand ich nicht ganz, warum für diese große und wichtige Aufgabe unbedingt ein kleines Kind erforderlich war, statt eines talentierten und ausgebildeten Erwachsenen. Aber mit der Zeit verstand ich, dass es gerade darum ging, ein Kind genau so zu formen, wie sie es wollten. Ein Kind, das einfacher manipulierbar war, sich weniger gegen den Missbrauch, den es erleben musste wehren konnte und dass schlussendlich nur diese Art des Lebens kannte. Die Frage, ob der Missbrauch, den all diese Kinder erleben mussten, gerechtfertigt ist durch die Rettung der Menschheit, zieht sich durch das Buch, was ich sehr interessant fand. Dafür dass es die ganze Zeit um Kinder ging, fand ich es manchmal etwas komisch, wie der Autor sich in die Kinder hineindachte. Vor allem als er aus der Sicht der 10- und 12-jährigen Geschwister Enders betonte wie jung sie waren, indem er sie sagen ließ, dass sie noch nicht mal ihre Monatsblutung hätte und sie zusammen noch keine 5 Schamhaare hätten. Ich weiß nicht welche Geschwister in dem Alter das so besprechen würden. Man hätte es ja eher auf ihre Körpergröße beziehen können oder darauf, dass der Bruder noch keine Barthaare hat, statt auf ihren Intimbereich. Außerdem verstehe ich auch nicht ganz die Begründung, warum so wenig Mädchen für die Ausbildung geeignet waren. Dabei ging es ja schließlich nicht um körperliche Überlegenheit, sondern um Strategie, Intelligenz und Resilienz.
Description
In order to develop a secure defense against a hostile alien race's next attack, government agencies breed child geniuses and train them as soldiers. A brilliant young boy, Andrew "Ender" Wiggin lives with his kind but distant parents, his sadistic brother Peter, and the person he loves more than anyone else, his sister Valentine. Peter and Valentine were candidates for the soldier-training program but didn't make the cut-young Ender is the Wiggin drafted to the orbiting Battle School for rigorous military training.
Ender's skills make him a leader in school and respected in the Battle Room, where children play at mock battles in zero gravity. Yet growing up in an artificial community of young soldiers Ender suffers greatly from isolation, rivalry from his peers, pressure from the adult teachers, and an unsettling fear of the alien invaders. His psychological battles include loneliness, fear that he is becoming like the cruel brother he remembers, and fanning the flames of devotion to his beloved sister.
Is Ender the general Earth needs? But Ender is not the only result of the genetic experiments. The war with the Buggers has been raging for a hundred years, and the quest for the perfect general has been underway for almost as long. Ender's two older siblings are every bit as unusual as he is, but in very different ways. Between the three of them lie the abilities to remake a world. If, that is, the world survives.
Orson Scott Card's Ender's Game is the winner of the 1985 Nebula Award for Best Novel and the 1986 Hugo Award for Best Novel.
THE ENDER UNIVERSE
Ender series
Ender's Game / Ender in Exile / Speaker for the Dead / Xenocide / Children of the Mind
Ender's Shadow series
Ender's Shadow / Shadow of the Hegemon / Shadow Puppets / Shadow of the Giant / Shadows in Flight
Children of the Fleet
The First Formic War (with Aaron Johnston)
Earth Unaware / Earth Afire / Earth Awakens
The Second Formic War (with Aaron Johnston)
The Swarm /The Hive
Ender novellas
A War of Gifts /First Meetings
Book Information
Posts
Eigentlich lese ich nicht so gerne Science Fiction, aber dieses Buch hat mich überzeugt. Zum einen, weil viel Gesellschaftskritik in dem Buch steckt und zweitens, weil mir die Charaktere sehr gefallen. Die Handlung nimmt ab Mitte des Buches mehr Geschwindigkeit auf und enthüllt ein Ende, das sich definitiv für weitere Erzählungen eignet.
Kraftlose Umsetzung. Starke Grundidee
( Vorsicht Spoiler) Enders Spiel hat eine starke Grundidee: Ein hochbegabtes Kind wird in einer Militärakademie zum Genie gedrillt, um eine außerirdische Bedrohung abzuwehren – und erkennt am Ende, dass es längst realen Krieg geführt hat. Diese Wendung ist clever, ebenso wie die ethischen Fragen nach Manipulation, Schuld und Verantwortung. Leider bleibt die Umsetzung dahinter zurück. Die psychologischen Dimensionen – Enders Isolation, sein innerer Konflikt, das Verhältnis zu seinen Mentoren – werden oft nur angedeutet statt wirklich durchdrungen. Viele Figuren bleiben blass, der Stil eher funktional als eindringlich. Auch die Verfilmung von 2013 verschenkt viel Potenzial: Visuell gelungen, aber dramaturgisch flach und emotional leer. Gerade die ambivalente Lehrer-Schüler-Dynamik, die in der Vorlage zumindest angelegt ist, wird im Film kaum spürbar. Insgesamt ist Enders Spiel ein spannendes Gedankenspiel, das aber nicht die Kraft hat, seine Themen bis zum Ende auszuerzählen.
Military-SF ist generell ein Genre, mit dem ich mich schwer tue. Von der Glorifizierung der Helden wie in einem Landser-Groschenroman bis zur moralischen Auseinandersetzung mit der Freund-Feind-Beziehung bekommt man hier alles geboten. Die teilweise echt furchtbaren Anfangsheftchen von Perry Rhodan, als es fast nur um die Kriegsführung ging, versuchten erst gar nicht die Moral zu thematisieren. Schwierig wird es, wenn ein Autor versucht, seine moralische Ansichten auf plakative Weise dem Leser zu verkaufen, vor allem wenn hierbei ein jüngere Leserschaft angesprochen wird. Was habe ich aus Enders Spiel herausgelesen: Egal was du tust, wenn deine Tat auch noch so verwerflich ist, solange du sie in einer guten Absicht getan hast, bist du von der Schuld befreit! Beispiel: Du bist ein Sechsjähriger, der nur auf die Welt kam, weil es Staat und Militär von deinen Eltern verlangten, weil man deine Veranlagungen als außergewöhnlich einschätzt. Du wirst deiner Familie entrissen und in eine Kampfschule gesteckt, in der es keine Liebe und Freundschaft gibt, nur Manipulation, Auseinandersetzung und Mobbing. Deine Beschützer, Eltern und Kommandanten, schützen dich nicht, du bist schüchtern und lässt die Häme der Anderen über dich ergehen. Du bist aber durch und durch gut, hell, strahlend. Wirst du dann in die Ecke gedrängt und wehrst dich, tötest Menschen, dann bis du nach wie vor ohne Schuld, denn die Welt wollte dir ja Böses und du hast dich gewehrt. Du weißt, dass deine Aufgabe es ist, die Menschheit irgendwann zu führen, den Feind aus dem All auszulöschen. Du bist dazu bereit, wirst mit dem Jahren genauso kalt wie deine Mitmenschen und dann kommt der Tag des Genozid, du löschst den Feind komplett aus, aber du dachtest es sei nur ein Spiel, dann ist der Genozid gerechtfertigt, denn du handelst ja in guter Absicht. Die Kommandanten sagen später, dass sie und du richtig gehandelt haben, denn es diente ja nur zu Erhaltung der menschlichen Rasse. Komisch, all diese Sätze hatte ich schon mal gehört. In einem Gerichtssaal in Nürnberg in den Jahren 45/46. Mir ist die Zeichnung des Helden Ender einfach zu plakativ. Er ist der Marty Stu des Autors. Das Buch erfreut sich gerade bei Jugendlichen nach wie vor großer Beliebtheit. Wahrscheinlich hätte ich mich als Teenager auch davon angesprochen gefühlt, denn welcher junger Mensch fühlt sich nicht unterdrückt, von Mitschülern oder Eltern oder bürgerlichen Konventionen. Wer würde seinen Gegner nicht gerne mal die Fresse zu Brei treten (Schulbully Erde) oder das Nasenbein ins Hirn rammen (Kampfschulbully All). Wer würde nicht gerne mal eine Rechtfertigung haben, dass seine Computerspielausbildung wichtig ist und dass er nur mal schnell die Welt retten muss? Kinder als Kriegshelden. Grundschüler, die in einer Erwachsenensprache darüber philosophieren, die Welt retten zu wollen. Kommandanten, die die Kinder wie Laborratten beobachten und dabei das Treiben so sinnreich kommentieren wie Rainer Calmund im Sky Sport Studio. Ich habe das Buch zwar zu Ende gelesen, wofür es vielleicht einen zweiten Stern verdient hat, aber ich lehne die Aussage, die Wirkung und den Autor (ein übler Homophob) von ganzen Herzen ab.
Military-SF ist generell ein Genre, mit dem ich mich schwer tue. Von der Glorifizierung der Helden wie in einem Landser-Groschenroman bis zur moralischen Auseinandersetzung mit der Freund-Feind-Beziehung bekommt man hier alles geboten. Die teilweise echt furchtbaren Anfangsheftchen von Perry Rhodan, als es fast nur um die Kriegsführung ging, versuchten erst gar nicht die Moral zu thematisieren. Schwierig wird es, wenn ein Autor versucht, seine moralische Ansichten auf plakative Weise dem Leser zu verkaufen, vor allem wenn hierbei ein jüngere Leserschaft angesprochen wird. Was habe ich aus Enders Spiel herausgelesen: Egal was du tust, wenn deine Tat auch noch so verwerflich ist, solange du sie in einer guten Absicht getan hast, bist du von der Schuld befreit! Beispiel: Du bist ein Sechsjähriger, der nur auf die Welt kam, weil es Staat und Militär von deinen Eltern verlangten, weil man deine Veranlagungen als außergewöhnlich einschätzt. Du wirst deiner Familie entrissen und in eine Kampfschule gesteckt, in der es keine Liebe und Freundschaft gibt, nur Manipulation, Auseinandersetzung und Mobbing. Deine Beschützer, Eltern und Kommandanten, schützen dich nicht, du bist schüchtern und lässt die Häme der Anderen über dich ergehen. Du bist aber durch und durch gut, hell, strahlend. Wirst du dann in die Ecke gedrängt und wehrst dich, tötest Menschen, dann bis du nach wie vor ohne Schuld, denn die Welt wollte dir ja Böses und du hast dich gewehrt. Du weißt, dass deine Aufgabe es ist, die Menschheit irgendwann zu führen, den Feind aus dem All auszulöschen. Du bist dazu bereit, wirst mit dem Jahren genauso kalt wie deine Mitmenschen und dann kommt der Tag des Genozid, du löschst den Feind komplett aus, aber du dachtest es sei nur ein Spiel, dann ist der Genozid gerechtfertigt, denn du handelst ja in guter Absicht. Die Kommandanten sagen später, dass sie und du richtig gehandelt haben, denn es diente ja nur zu Erhaltung der menschlichen Rasse. Komisch, all diese Sätze hatte ich schon mal gehört. In einem Gerichtssaal in Nürnberg in den Jahren 45/46. Mir ist die Zeichnung des Helden Ender einfach zu plakativ. Er ist der Marty Stu des Autors. Das Buch erfreut sich gerade bei Jugendlichen nach wie vor großer Beliebtheit. Wahrscheinlich hätte ich mich als Teenager auch davon angesprochen gefühlt, denn welcher junger Mensch fühlt sich nicht unterdrückt, von Mitschülern oder Eltern oder bürgerlichen Konventionen. Wer würde seinen Gegner nicht gerne mal die Fresse zu Brei treten (Schulbully Erde) oder das Nasenbein ins Hirn rammen (Kampfschulbully All). Wer würde nicht gerne mal eine Rechtfertigung haben, dass seine Computerspielausbildung wichtig ist und dass er nur mal schnell die Welt retten muss? Kinder als Kriegshelden. Grundschüler, die in einer Erwachsenensprache darüber philosophieren, die Welt retten zu wollen. Kommandanten, die die Kinder wie Laborratten beobachten und dabei das Treiben so sinnreich kommentieren wie Rainer Calmund im Sky Sport Studio. Ich habe das Buch zwar zu Ende gelesen, wofür es vielleicht einen zweiten Stern verdient hat, aber ich lehne die Aussage, die Wirkung und den Autor (ein übler Homophob) von ganzen Herzen ab.
Anders als erwartet
Ich hatte erwartet, dass mehr Fokus auf Strategie und Kriegsführung gelegt wird. Das ist aber quasi überhaupt nicht vorhanden. Es geht hauptsächlich um die Entwicklung des Hauptcharakters. Das wiederum fand ich aber sehr gut und glaubwürdig geschrieben, vor allem die Manipulation und sorgfältige Planung um Ender als Kommandant voranzubringen.
Read it for a boyfriend who claimed it was his favorite book. I was sure I wouldn't like it, since I'd always avoided sci-fi, but I surprised myself by enjoying it quite a lot. It was well-written and exciting. The tech stuff and vocab went over my head at times, but I had expected worse, so that was ok. Maybe I'll read it again someday, but at this point, it still reminds me of the jackass who loved it, so I'm not too inclined. Don't let that dissuade you, though. ETA: Orson Scott Card is the worst. Never mind.
Der dritte Stern kam erst durch das letzte Viertel dazu
Ich fand die Idee, der Geschichte von Anfang an gut, aber die Umsetzung gefiel mir nicht immer. Gerade als so viele der Spiele zwischen den Kindern beschrieben wurden, zog sich das Buch und es fiel mir schwer weiterzulesen zu wollen. Trotzdem interessierte mich aber immer, wie das Buch ausgehen würde und das letzte Viertel fand ich wieder spannend. Anfangs verstand ich nicht ganz, warum für diese große und wichtige Aufgabe unbedingt ein kleines Kind erforderlich war, statt eines talentierten und ausgebildeten Erwachsenen. Aber mit der Zeit verstand ich, dass es gerade darum ging, ein Kind genau so zu formen, wie sie es wollten. Ein Kind, das einfacher manipulierbar war, sich weniger gegen den Missbrauch, den es erleben musste wehren konnte und dass schlussendlich nur diese Art des Lebens kannte. Die Frage, ob der Missbrauch, den all diese Kinder erleben mussten, gerechtfertigt ist durch die Rettung der Menschheit, zieht sich durch das Buch, was ich sehr interessant fand. Dafür dass es die ganze Zeit um Kinder ging, fand ich es manchmal etwas komisch, wie der Autor sich in die Kinder hineindachte. Vor allem als er aus der Sicht der 10- und 12-jährigen Geschwister Enders betonte wie jung sie waren, indem er sie sagen ließ, dass sie noch nicht mal ihre Monatsblutung hätte und sie zusammen noch keine 5 Schamhaare hätten. Ich weiß nicht welche Geschwister in dem Alter das so besprechen würden. Man hätte es ja eher auf ihre Körpergröße beziehen können oder darauf, dass der Bruder noch keine Barthaare hat, statt auf ihren Intimbereich. Außerdem verstehe ich auch nicht ganz die Begründung, warum so wenig Mädchen für die Ausbildung geeignet waren. Dabei ging es ja schließlich nicht um körperliche Überlegenheit, sondern um Strategie, Intelligenz und Resilienz.




















