Der dritte Stern kam erst durch das letzte Viertel dazu
Ich fand die Idee, der Geschichte von Anfang an gut, aber die Umsetzung gefiel mir nicht immer. Gerade als so viele der Spiele zwischen den Kindern beschrieben wurden, zog sich das Buch und es fiel mir schwer weiterzulesen zu wollen. Trotzdem interessierte mich aber immer, wie das Buch ausgehen würde und das letzte Viertel fand ich wieder spannend. Anfangs verstand ich nicht ganz, warum für diese große und wichtige Aufgabe unbedingt ein kleines Kind erforderlich war, statt eines talentierten und ausgebildeten Erwachsenen. Aber mit der Zeit verstand ich, dass es gerade darum ging, ein Kind genau so zu formen, wie sie es wollten. Ein Kind, das einfacher manipulierbar war, sich weniger gegen den Missbrauch, den es erleben musste wehren konnte und dass schlussendlich nur diese Art des Lebens kannte. Die Frage, ob der Missbrauch, den all diese Kinder erleben mussten, gerechtfertigt ist durch die Rettung der Menschheit, zieht sich durch das Buch, was ich sehr interessant fand. Dafür dass es die ganze Zeit um Kinder ging, fand ich es manchmal etwas komisch, wie der Autor sich in die Kinder hineindachte. Vor allem als er aus der Sicht der 10- und 12-jährigen Geschwister Enders betonte wie jung sie waren, indem er sie sagen ließ, dass sie noch nicht mal ihre Monatsblutung hätte und sie zusammen noch keine 5 Schamhaare hätten. Ich weiß nicht welche Geschwister in dem Alter das so besprechen würden. Man hätte es ja eher auf ihre Körpergröße beziehen können oder darauf, dass der Bruder noch keine Barthaare hat, statt auf ihren Intimbereich. Außerdem verstehe ich auch nicht ganz die Begründung, warum so wenig Mädchen für die Ausbildung geeignet waren. Dabei ging es ja schließlich nicht um körperliche Überlegenheit, sondern um Strategie, Intelligenz und Resilienz.
















