Echo des Schweigens
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Description
Recht oder Gerechtigkeit?
Ein spannender Roman um einen schockierenden Justizskandal Strafverteidiger Hannes Jansen steht vor dem brisantesten Fall seiner Karriere: Er vertritt einen Polizisten, der wegen Mordes an einem Asylbewerber angeklagt ist. Seine Kontrahentin ist ausgerechnet die Frau, die er liebt: Rechtsmedizinerin Sophie Tauber, die ein neues rechtsmedizinisches Gutachten erstellt hat, das die Unschuld von Jansens Mandant in Frage stellt. Hat dieser Justizskandal die Macht, die Beziehung scheitern zu lassen? Wie viel Wahrheit verträgt die Liebe zweier Menschen, wenn sie sich auf unterschiedlichen Seiten von Recht und Gerechtigkeit wiederfinden? Moral, Gerechtigkeit und Schuld sind mehr als abstrakte Konstrukte – sie bestimmen über Leben und Tod. Der Autor und Rechtsanwalt Markus Thiele zeigt das äußerst eindringlich in seinem Roman „Echo des Schweigens“.
- Ein Anwalt zwischen Gesetz und Moral: packend erzähltes Justizdrama
- Inspiriert von einem der größten Justizskandale der Bundesrepublik: dem Fall Oury Jalloh in Dessau
- Spannendes Lesevergnügen für Fans von Ferdinand von Schirach und Bernhard Schlink
- Auch als Hörbuch bei Sony Music
Fakten und Indizien, Rechtsmedizin und Strafverteidigung – wer bekommt Recht?
Liebe oder juristische Integrität – wofür wird sich Hannes Jansen entscheiden? Doch auch Sophie Tauber steht vor schwierigen Fragen: Ein jahrzehntelang verschwiegenes Verbrechen, das in die NS-Zeit zurückreicht, offenbart tiefe Risse in ihrer Familiengeschichte. Kann sie sich auf ihren moralischen Kompass noch verlassen? Markus Thiele kennt den Gerichtssaal in all seinen Facetten. Gekonnt verwebt er in seinem Roman Fiktion und Realität am Beispiel eines wahren, bis heute ungeklärten Kriminalfalls.
Ein tiefgründiges und hochaktuelles Buch!
Book Information
Posts
Der Titel des Buches und der Klappentext lassen zunächst auf eine ganz andere Story schließen. Letztlich ist die Hauptstory eine andere. Die Diskussion um Recht und Gerechtigkeit wird nur am Rande geführt. Wenn man sich dann mit diesen Einbußen auf die eig. Hauptstory einlässt, ist diese aber dann recht spannend erzählt.
„Ein Anwalt zwischen Gesetz und Moral. Eine Rechtsmedizinerin, die auf ein ungesühntes Verbrechen stößt. Und ein Justizskandal, der das Paar zu zerreißen droht. Denn wie viel Wahrheit verträgt die Liebe zweier Menschen, wenn sie sich auf unterschiedlichen Seiten von Recht und Ungerechtigkeit wiederfinden?“ Soweit der Klappentext……. Die Ausgangslage dieses Romanes bildet der Prozess gegen einen Polizeibeamten, dem vorgeworfen wird, 13 Jahre zuvor einen gefesselten senegalesischen Gefangenen in seiner Zelle verbrannt zu haben. Obwohl der Polizist bereits freigesprochen war, wird das Verfahren neu aufgerollt, nachdem die Gerichtsmedizinerin Sophie Tauber Beweise gefunden hat, dass es sich nur um ein Tötungsdelikt gehandelt haben kann. Der Strafverteidiger ist ausgerechnet Sophies neuer Freund Hannes Jansen…. Inspiriert durch das Schicksal des Sierra-Leoners Oury Jalloh, der im Jahr 2005 tatsächlich bei einem nie aufgeklärten Brand in einer Gefängniszelle in Dessau ums Leben kam, stellt #markusthiele in seinem Roman Fragen nach Recht und Gerechtigkeit, zeigt einen Verteidiger im Zwiespalt zwischen Gesetz, Berufsethos, Pflichterfüllung und Gewissen und Moral. Aber das Buch hat noch eine zweite, nicht weniger erschütternde Ebene: die Geschichte von Sophies Großeltern, Lea Rosenbaum und Carl Jansen, eine verbotene Liebe zu Zeiten des Dritten Reiches. Echo des Schweigens ist ein absolut lesenswerter Roman, hochaktuell und spannend.
Durch den Klappentext hatte ich mich auf ein Buch eingestellt, welches sich hauptsächlich um einen Gerichtsprozess dreht. Tatsächlich ist der Fall Okeke nur ein kleiner Teil des Romans, denn hier wird noch viel mehr erzählt. Es geht um die Pathologin Sophie, die sich auf die Suche nach ihrem Vater macht und verzweifelt versucht zu verstehen, warum dieser sympathische Mann sie und ihre Mutter im Stich gelassen hat. Parallel dazu lernt Sophie den Anwalt Hannes kennen, doch die junge Liebesbeziehung gerät ins Wanken, als sich die beiden im Gerichtssaal begegnen. In Rückblicken wird zudem noch die Geschichte der Jüdin Lea erzählt, die 1941 versucht, Deutschland zu verlassen. „Echo des Schweigens“ ist vollgepackt mit verschiedenen Handlungssträngen, die sich allesamt sehr fesselnd lesen. Es ist kein Buch, dass man mal eben nebenbei liest. Der Autor fordert seine Leser durchaus und man sollte sich in jedem Fall die Zeit und die Ruhe nehmen, den Roman konzentriert zu lesen. Zum einen um nichts zu verpassen und zum anderen, weil das Buch einfach die volle Aufmerksamkeit verdient. Ich hatte davor einen sehr seichten Roman gelesen und so war der Schreibstil von Markus Thiele sprachlich ein absoluter Genuss. Auch die optische Gestaltung finde ich großartig. Entfernt man den Schutzumschlag, so findet man darunter ein identisches Motiv mit umgekehrten Farben. Diese Spielerei passt perfekt zur Handlung. Es ist nicht alles schwarz oder weiß. Schwarz kann genauso weiß sein, es kommt auf die Sichtweise des Betrachters an. Der auf dem Klappentext beschriebene Prozess ist zwar im Grunde nur ein Randthema, aber das Buch beginnt und endet mit diesem Fall der verdeutlicht, dass in einem Rechtsstaat Gerechtigkeit nicht unbedingt bedeutet, dass alles gerecht endet, sondern dass bestimmte Regeln eingehalten werden. Es ist erschütternd und interessant gleichermaßen, dass man von jeder Schuld freigesprochen werden kann, wenn man nur den richtigen Rechtsanwalt hat. Lange Zeit war mir nicht ganz klar, wie die einzelnen Handlungsstränge nun zusammenhängen. Am Ende wird alles miteinander verwoben, auf eine Art, die etwas zu unwahrscheinlich erscheint, was aber an meiner Gesamtbewertung nichts ändert. „Echo des Schweigens“ war für mich ein Überraschungshit. Weder vom Autor noch vom Verlag hatte ich zuvor gehört. Das Buch übertraf meine Erwartungen bei weitem und ich vergebe sehr gerne 5 Sterne.
Meine Meinung Dieses Buch hat mich positiv überrascht, denn es war noch interessanter und spannender, als ich es erwartet hatte! Ausgegangen bin ich von einem reinen Krimi, doch diese Geschichte bietet weit mehr! Geschickt verwebt der Autor einen Justizskandal, der auf wahren Begebenheiten beruht mit einem Handlungsstrang, der in die NS-Zeit zurückgeht. Lange Zeit ist nicht klar, wie der Handlungsstrang und der Fall vor Gericht aus der Gegenwart mit dem aus der Vergangenheit zusammenhängt. Nach und nach werden die Verbindungen klar, die ein Drama, basierend auf gesetzlichen und moralischen Fragen in Bezug auf Mord, auslösen. Die Liebesgeschichte, die auch im Vordergrund steht und durch die Ereignisse aus der Vergangenheit erschüttert wird, ist vielleicht einen kleinen Ticken zu sehr konstruiert. Dennoch ist sie nicht kitschig und insgesamt rund. Die Probleme, die sich zum Ende hin entblättern, habe ich lange Zeit nicht erraten. Dem Autor gelingt durch die Handlungsstränge ein Genresprung. Denn “Echo des Schweigens” ist ein Gegenwartsroman mit Krimielementen, ein Justizroman, ein Roman mit einer interessanten Liebesgeschichte in Verbindung mit Historischem aus der dunklen NS-Zeit und der Judenverfolgung. Der Autor erzählt chronologisch beide Handlungsstränge, beginnt jedoch mit einem Prolog, der auf den Juli 2018 datiert ist. Anschließend geht er in der Handlung zum September 2017 zurück und lässt seine Leser*innen im ersten Teil entdecken, wie es zur Ausgangssituation des Prologs kam. Anschließend geht es wieder chronologisch weiter, bis zum Epilog, der im September 2018 endet. Dazwischen blendet Markus Thiele immer wieder den historischen Teil ein, der im November 1938 startet. Diese Erzählweise und der zeitliche Wechsel greifen wunderbar ineinander und lassen die Leser*innen tief in die Geschichte eintauchen. Markus Thiele weiß zu fesseln. Durch seinen Beruf als Rechtsanwalt ist er versiert bzgl. der Themen Gericht, Gerichtsverhandlungen, Plädoyers und der Herangehensweise sowie den Strategien bei Verhandlungen. Dies ist sehr deutlich zu spüren und macht die Abschnitte vor Gericht zu einem echten Lesegenuss! Protagonisten sowie Antagonisten sind sehr gut ausgearbeitet. Ihre Handlungen waren überzeugend und brachten mich oftmals zum Nachdenken. Wie würde ich mich entscheiden? Was ist das Gesetzt und für wen ist es da? Diese Fragen waren, im Hinblick auf die Thematik im Buch, für mich nicht immer ganz leicht und klar zu beantworten. Fazit Ein Genremix, der mich begeistern konnte und der sich für mich als Highlight herausgestellt hat. Für alle Leser*innen, die gerne Kriminalfälle als auch #GegenDasVergessen lesen und sich durch sprachliches Können sowie fundiertes Fachwissen begeistern lassen wollen! Absolute Kauf- und Leseempfehlung!
Wenn die Vergangenheit anklopft Welch ein schlichtes aber trotzdem sehr interessant gestaltet Cover. Die Farben passen für mich auch gut zum gesamt Konzept. Der Schreibstil ist manchmal etwas nüchtern, aber manchmal trotzdem voller Emotionen. Das alles klingt sehr widersprüchlich aber es passt irgendwie doch zusammen. Ein Buch welches mich nachhaltig berührt hat. Nicht nur weil es da Passagen gab, die mich mehr als schockiert haben. Ich mochte die Kapitelunterteilung auch sehr gerne, es war auch gut für das Verständnis das die Jahreszahlen drüber standen. Die Länge der Kapitel war auch sehr gut gewählt, sie waren nicht zu lang das mag ich nicht so gerne. Die Spannung war aber die ganze Zeit da und hatte mich auch fest im Griff. Es gab ja ein Geschichte als Nebenstrang, die mich sehr berührt hat. Es spielt in der Zeit 1944 und geht um ein Liebespaar, dass es gar nicht geben darf. Und in der Gegenwart geht es auch um ein Liebespaar welches sich eigentlich nicht lieben sollte. Trotzdem das es um ein Liebespaar geht ist es nicht langweilig und es kommt auch eine wichtig Botschaft dabei rüber. Fazit ein wirklich gutes Buch welches ich mehr als empfehlen kann.
Ohne den fleissigen Verlagsvertreter hätte ich dieses Buch wohl nicht gelesen. Besser wäre das auch gewesen. Aber der Vertreter tat halt das, was Vertreter nun einmal tun und hat mich sehr neugierig gemacht. Leider war das Buch trotzdem nichts für mich. Hauptsächlich deswegen, weil die Geschichte einfach keinen Zug hat. Dass sie so oder in der Art bereits tausend Mal verarbeitet wurde, hilft nicht. Auch der reale Hintergrund ist eher mau. Auch der Schreibstil ist fad. Die Figuren auch. Der angeblich grandiose Twist am Ende - öde. Es tut mir Leid für alle, denen dieses Buch gefällt, aber mir entlockte jede einzelne Seite bloss ein weiteres grosses Gähnen.
Echo des Schweigens ist ein Werk, dem ich zwiegespalten gegenüberstehe. Auf zwei Zeitebenen geht es einmal im 21. Jahrhundert um Hannes, der in einem Strafprozess einen Polizeibeamten vertritt, der einen Asylanten im Gewahrsam angezündet haben soll, sowie um Sophie, Hannes' neue Liebesbekanntschaft und Gutachterin in eben jenem Verfahren, die auf der Spur ihrer Wurzeln ist. In der Zeit 1933-1945 geht es um die Jüdin Lea Rosenbaum und ihr Schicksal. Was mir gefallen hat: - Das Werk ist in einem sehr angenehm lesbaren Schreibstil geschrieben. - Der Autor bemüht sich, dem Leser und juristichen Laien das deutsche Strafrechtssystem näherzubringen. - Das Werk thematisiert wichtige rechtspolitische und ethisch-moralische Fragen, mit denen Juristen, insbesondere Strafverteidiger, häufiger konfrontiert werden und weist die Allgemeinheit auf diese hin. Damit tat ich mich schwer: - Die Geschichte mit den zwei Zeitebenen wirkt nicht wirklich fokussiert. Der Zusammenhang beider Ebenen ist eher lose. Es wirkt, als habe der Autor zwei Werke in einem verfassen wollen und daher die eigentlich wichtigen Fragen, die er aufwerfen möchte, lieber etwas vernachlässigt und weniger tiefgehend behandelt, was sehr schade ist. - Zwar bemüht sich der Autor, und hier durchaus nah an der Realität, dem Leser das Strafrechtssystem nahezubringen, aber er erlaubt sich auch einige kreative Freiheiten, wodurch auch schnell ein falscher Eindruck entstehen kann. Zumindest im Nachwort, in welchem er durchaus einige Dinge klarstellt, hätte ich m ir auch bezüglich seiner juristischen Darstellungen eine Klarstellung gewünscht. Teile der juristischen Handlung sind schlicht unnötig amerikanisiert dargestellt (wenn auch nicht so extrem wie in manch anderem Werk) und dadurch unnötig unrealistisch. Aus meiner Sicht hätte es dieser Abwandlungen schlicht nicht bedurft. Fazit: Interessanter Roman. Okay, aber für mich nicht mehr. 3-3,5 Sterne.
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Recht oder Gerechtigkeit?
Ein spannender Roman um einen schockierenden Justizskandal Strafverteidiger Hannes Jansen steht vor dem brisantesten Fall seiner Karriere: Er vertritt einen Polizisten, der wegen Mordes an einem Asylbewerber angeklagt ist. Seine Kontrahentin ist ausgerechnet die Frau, die er liebt: Rechtsmedizinerin Sophie Tauber, die ein neues rechtsmedizinisches Gutachten erstellt hat, das die Unschuld von Jansens Mandant in Frage stellt. Hat dieser Justizskandal die Macht, die Beziehung scheitern zu lassen? Wie viel Wahrheit verträgt die Liebe zweier Menschen, wenn sie sich auf unterschiedlichen Seiten von Recht und Gerechtigkeit wiederfinden? Moral, Gerechtigkeit und Schuld sind mehr als abstrakte Konstrukte – sie bestimmen über Leben und Tod. Der Autor und Rechtsanwalt Markus Thiele zeigt das äußerst eindringlich in seinem Roman „Echo des Schweigens“.
- Ein Anwalt zwischen Gesetz und Moral: packend erzähltes Justizdrama
- Inspiriert von einem der größten Justizskandale der Bundesrepublik: dem Fall Oury Jalloh in Dessau
- Spannendes Lesevergnügen für Fans von Ferdinand von Schirach und Bernhard Schlink
- Auch als Hörbuch bei Sony Music
Fakten und Indizien, Rechtsmedizin und Strafverteidigung – wer bekommt Recht?
Liebe oder juristische Integrität – wofür wird sich Hannes Jansen entscheiden? Doch auch Sophie Tauber steht vor schwierigen Fragen: Ein jahrzehntelang verschwiegenes Verbrechen, das in die NS-Zeit zurückreicht, offenbart tiefe Risse in ihrer Familiengeschichte. Kann sie sich auf ihren moralischen Kompass noch verlassen? Markus Thiele kennt den Gerichtssaal in all seinen Facetten. Gekonnt verwebt er in seinem Roman Fiktion und Realität am Beispiel eines wahren, bis heute ungeklärten Kriminalfalls.
Ein tiefgründiges und hochaktuelles Buch!
Book Information
Posts
Der Titel des Buches und der Klappentext lassen zunächst auf eine ganz andere Story schließen. Letztlich ist die Hauptstory eine andere. Die Diskussion um Recht und Gerechtigkeit wird nur am Rande geführt. Wenn man sich dann mit diesen Einbußen auf die eig. Hauptstory einlässt, ist diese aber dann recht spannend erzählt.
„Ein Anwalt zwischen Gesetz und Moral. Eine Rechtsmedizinerin, die auf ein ungesühntes Verbrechen stößt. Und ein Justizskandal, der das Paar zu zerreißen droht. Denn wie viel Wahrheit verträgt die Liebe zweier Menschen, wenn sie sich auf unterschiedlichen Seiten von Recht und Ungerechtigkeit wiederfinden?“ Soweit der Klappentext……. Die Ausgangslage dieses Romanes bildet der Prozess gegen einen Polizeibeamten, dem vorgeworfen wird, 13 Jahre zuvor einen gefesselten senegalesischen Gefangenen in seiner Zelle verbrannt zu haben. Obwohl der Polizist bereits freigesprochen war, wird das Verfahren neu aufgerollt, nachdem die Gerichtsmedizinerin Sophie Tauber Beweise gefunden hat, dass es sich nur um ein Tötungsdelikt gehandelt haben kann. Der Strafverteidiger ist ausgerechnet Sophies neuer Freund Hannes Jansen…. Inspiriert durch das Schicksal des Sierra-Leoners Oury Jalloh, der im Jahr 2005 tatsächlich bei einem nie aufgeklärten Brand in einer Gefängniszelle in Dessau ums Leben kam, stellt #markusthiele in seinem Roman Fragen nach Recht und Gerechtigkeit, zeigt einen Verteidiger im Zwiespalt zwischen Gesetz, Berufsethos, Pflichterfüllung und Gewissen und Moral. Aber das Buch hat noch eine zweite, nicht weniger erschütternde Ebene: die Geschichte von Sophies Großeltern, Lea Rosenbaum und Carl Jansen, eine verbotene Liebe zu Zeiten des Dritten Reiches. Echo des Schweigens ist ein absolut lesenswerter Roman, hochaktuell und spannend.
Durch den Klappentext hatte ich mich auf ein Buch eingestellt, welches sich hauptsächlich um einen Gerichtsprozess dreht. Tatsächlich ist der Fall Okeke nur ein kleiner Teil des Romans, denn hier wird noch viel mehr erzählt. Es geht um die Pathologin Sophie, die sich auf die Suche nach ihrem Vater macht und verzweifelt versucht zu verstehen, warum dieser sympathische Mann sie und ihre Mutter im Stich gelassen hat. Parallel dazu lernt Sophie den Anwalt Hannes kennen, doch die junge Liebesbeziehung gerät ins Wanken, als sich die beiden im Gerichtssaal begegnen. In Rückblicken wird zudem noch die Geschichte der Jüdin Lea erzählt, die 1941 versucht, Deutschland zu verlassen. „Echo des Schweigens“ ist vollgepackt mit verschiedenen Handlungssträngen, die sich allesamt sehr fesselnd lesen. Es ist kein Buch, dass man mal eben nebenbei liest. Der Autor fordert seine Leser durchaus und man sollte sich in jedem Fall die Zeit und die Ruhe nehmen, den Roman konzentriert zu lesen. Zum einen um nichts zu verpassen und zum anderen, weil das Buch einfach die volle Aufmerksamkeit verdient. Ich hatte davor einen sehr seichten Roman gelesen und so war der Schreibstil von Markus Thiele sprachlich ein absoluter Genuss. Auch die optische Gestaltung finde ich großartig. Entfernt man den Schutzumschlag, so findet man darunter ein identisches Motiv mit umgekehrten Farben. Diese Spielerei passt perfekt zur Handlung. Es ist nicht alles schwarz oder weiß. Schwarz kann genauso weiß sein, es kommt auf die Sichtweise des Betrachters an. Der auf dem Klappentext beschriebene Prozess ist zwar im Grunde nur ein Randthema, aber das Buch beginnt und endet mit diesem Fall der verdeutlicht, dass in einem Rechtsstaat Gerechtigkeit nicht unbedingt bedeutet, dass alles gerecht endet, sondern dass bestimmte Regeln eingehalten werden. Es ist erschütternd und interessant gleichermaßen, dass man von jeder Schuld freigesprochen werden kann, wenn man nur den richtigen Rechtsanwalt hat. Lange Zeit war mir nicht ganz klar, wie die einzelnen Handlungsstränge nun zusammenhängen. Am Ende wird alles miteinander verwoben, auf eine Art, die etwas zu unwahrscheinlich erscheint, was aber an meiner Gesamtbewertung nichts ändert. „Echo des Schweigens“ war für mich ein Überraschungshit. Weder vom Autor noch vom Verlag hatte ich zuvor gehört. Das Buch übertraf meine Erwartungen bei weitem und ich vergebe sehr gerne 5 Sterne.
Meine Meinung Dieses Buch hat mich positiv überrascht, denn es war noch interessanter und spannender, als ich es erwartet hatte! Ausgegangen bin ich von einem reinen Krimi, doch diese Geschichte bietet weit mehr! Geschickt verwebt der Autor einen Justizskandal, der auf wahren Begebenheiten beruht mit einem Handlungsstrang, der in die NS-Zeit zurückgeht. Lange Zeit ist nicht klar, wie der Handlungsstrang und der Fall vor Gericht aus der Gegenwart mit dem aus der Vergangenheit zusammenhängt. Nach und nach werden die Verbindungen klar, die ein Drama, basierend auf gesetzlichen und moralischen Fragen in Bezug auf Mord, auslösen. Die Liebesgeschichte, die auch im Vordergrund steht und durch die Ereignisse aus der Vergangenheit erschüttert wird, ist vielleicht einen kleinen Ticken zu sehr konstruiert. Dennoch ist sie nicht kitschig und insgesamt rund. Die Probleme, die sich zum Ende hin entblättern, habe ich lange Zeit nicht erraten. Dem Autor gelingt durch die Handlungsstränge ein Genresprung. Denn “Echo des Schweigens” ist ein Gegenwartsroman mit Krimielementen, ein Justizroman, ein Roman mit einer interessanten Liebesgeschichte in Verbindung mit Historischem aus der dunklen NS-Zeit und der Judenverfolgung. Der Autor erzählt chronologisch beide Handlungsstränge, beginnt jedoch mit einem Prolog, der auf den Juli 2018 datiert ist. Anschließend geht er in der Handlung zum September 2017 zurück und lässt seine Leser*innen im ersten Teil entdecken, wie es zur Ausgangssituation des Prologs kam. Anschließend geht es wieder chronologisch weiter, bis zum Epilog, der im September 2018 endet. Dazwischen blendet Markus Thiele immer wieder den historischen Teil ein, der im November 1938 startet. Diese Erzählweise und der zeitliche Wechsel greifen wunderbar ineinander und lassen die Leser*innen tief in die Geschichte eintauchen. Markus Thiele weiß zu fesseln. Durch seinen Beruf als Rechtsanwalt ist er versiert bzgl. der Themen Gericht, Gerichtsverhandlungen, Plädoyers und der Herangehensweise sowie den Strategien bei Verhandlungen. Dies ist sehr deutlich zu spüren und macht die Abschnitte vor Gericht zu einem echten Lesegenuss! Protagonisten sowie Antagonisten sind sehr gut ausgearbeitet. Ihre Handlungen waren überzeugend und brachten mich oftmals zum Nachdenken. Wie würde ich mich entscheiden? Was ist das Gesetzt und für wen ist es da? Diese Fragen waren, im Hinblick auf die Thematik im Buch, für mich nicht immer ganz leicht und klar zu beantworten. Fazit Ein Genremix, der mich begeistern konnte und der sich für mich als Highlight herausgestellt hat. Für alle Leser*innen, die gerne Kriminalfälle als auch #GegenDasVergessen lesen und sich durch sprachliches Können sowie fundiertes Fachwissen begeistern lassen wollen! Absolute Kauf- und Leseempfehlung!
Wenn die Vergangenheit anklopft Welch ein schlichtes aber trotzdem sehr interessant gestaltet Cover. Die Farben passen für mich auch gut zum gesamt Konzept. Der Schreibstil ist manchmal etwas nüchtern, aber manchmal trotzdem voller Emotionen. Das alles klingt sehr widersprüchlich aber es passt irgendwie doch zusammen. Ein Buch welches mich nachhaltig berührt hat. Nicht nur weil es da Passagen gab, die mich mehr als schockiert haben. Ich mochte die Kapitelunterteilung auch sehr gerne, es war auch gut für das Verständnis das die Jahreszahlen drüber standen. Die Länge der Kapitel war auch sehr gut gewählt, sie waren nicht zu lang das mag ich nicht so gerne. Die Spannung war aber die ganze Zeit da und hatte mich auch fest im Griff. Es gab ja ein Geschichte als Nebenstrang, die mich sehr berührt hat. Es spielt in der Zeit 1944 und geht um ein Liebespaar, dass es gar nicht geben darf. Und in der Gegenwart geht es auch um ein Liebespaar welches sich eigentlich nicht lieben sollte. Trotzdem das es um ein Liebespaar geht ist es nicht langweilig und es kommt auch eine wichtig Botschaft dabei rüber. Fazit ein wirklich gutes Buch welches ich mehr als empfehlen kann.
Ohne den fleissigen Verlagsvertreter hätte ich dieses Buch wohl nicht gelesen. Besser wäre das auch gewesen. Aber der Vertreter tat halt das, was Vertreter nun einmal tun und hat mich sehr neugierig gemacht. Leider war das Buch trotzdem nichts für mich. Hauptsächlich deswegen, weil die Geschichte einfach keinen Zug hat. Dass sie so oder in der Art bereits tausend Mal verarbeitet wurde, hilft nicht. Auch der reale Hintergrund ist eher mau. Auch der Schreibstil ist fad. Die Figuren auch. Der angeblich grandiose Twist am Ende - öde. Es tut mir Leid für alle, denen dieses Buch gefällt, aber mir entlockte jede einzelne Seite bloss ein weiteres grosses Gähnen.
Echo des Schweigens ist ein Werk, dem ich zwiegespalten gegenüberstehe. Auf zwei Zeitebenen geht es einmal im 21. Jahrhundert um Hannes, der in einem Strafprozess einen Polizeibeamten vertritt, der einen Asylanten im Gewahrsam angezündet haben soll, sowie um Sophie, Hannes' neue Liebesbekanntschaft und Gutachterin in eben jenem Verfahren, die auf der Spur ihrer Wurzeln ist. In der Zeit 1933-1945 geht es um die Jüdin Lea Rosenbaum und ihr Schicksal. Was mir gefallen hat: - Das Werk ist in einem sehr angenehm lesbaren Schreibstil geschrieben. - Der Autor bemüht sich, dem Leser und juristichen Laien das deutsche Strafrechtssystem näherzubringen. - Das Werk thematisiert wichtige rechtspolitische und ethisch-moralische Fragen, mit denen Juristen, insbesondere Strafverteidiger, häufiger konfrontiert werden und weist die Allgemeinheit auf diese hin. Damit tat ich mich schwer: - Die Geschichte mit den zwei Zeitebenen wirkt nicht wirklich fokussiert. Der Zusammenhang beider Ebenen ist eher lose. Es wirkt, als habe der Autor zwei Werke in einem verfassen wollen und daher die eigentlich wichtigen Fragen, die er aufwerfen möchte, lieber etwas vernachlässigt und weniger tiefgehend behandelt, was sehr schade ist. - Zwar bemüht sich der Autor, und hier durchaus nah an der Realität, dem Leser das Strafrechtssystem nahezubringen, aber er erlaubt sich auch einige kreative Freiheiten, wodurch auch schnell ein falscher Eindruck entstehen kann. Zumindest im Nachwort, in welchem er durchaus einige Dinge klarstellt, hätte ich m ir auch bezüglich seiner juristischen Darstellungen eine Klarstellung gewünscht. Teile der juristischen Handlung sind schlicht unnötig amerikanisiert dargestellt (wenn auch nicht so extrem wie in manch anderem Werk) und dadurch unnötig unrealistisch. Aus meiner Sicht hätte es dieser Abwandlungen schlicht nicht bedurft. Fazit: Interessanter Roman. Okay, aber für mich nicht mehr. 3-3,5 Sterne.











