Die Wahrheit der Dinge

Die Wahrheit der Dinge

Hardback
4.315
GerechtigkeitWahre KriminalfälleTrue CrimeJustizdrama

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Description

Wo verlaufen die Grenzen von Schuld und Gerechtigkeit?

Frank Petersen ist Strafrichter aus Leidenschaft. Er ist von der Unfehlbarkeit des Rechts und von der Kraft des Gesetzes überzeugt. Seine Urteile sind gerecht und objektiv.

Als er wegen eines umstrittenen Rechtsspruchs heftig in Kritik gerät, droht sein Leben aus den Fugen zu geraten. Seine Familie wendet sich von ihm ab. Seine Frau macht ihm, dem Mann des Gesetzes, den schlimmstmöglichen Vorwurf: Er sei selbstherrlich und lasse sich von Vorurteilen leiten.

Die Geschehnisse reißen ein altes Trauma auf: Corinna Maier, die in seinem Gerichtssaal den rechtsradikalen Mörder ihres Sohnes erschossen hat, bevor Petersen sein Urteil verkünden konnte. Plötzlich sind all die Themen von damals wieder präsent: Vorurteile, Fremdenhass, Selbstjustiz und die Grenzen des Rechtsstaats.

- Wenn ein Richter über sich selbst richten muss: Blick in die Grauzonen des Justizsystems

- Für Fans von True-Crime-Krimis und Politthrillern: inspiriert von zwei wahren Justizfällen

- Moralisch brisante Fragen: Wo beginnt Schuld? Was ist Gerechtigkeit?

- Spannende und kluge Unterhaltung für Leser von Ferdinand von Schirach und Bernhard Schlink

Ein tiefgründiger Roman, der Fiktion und Realität verwebt

Als Rechtsanwalt kennt Autor Markus Thiele den Gerichtssaal in all seinen Facetten. In seinem anspruchsvollen Justizdrama leuchtet er juristische Grauzonen aus. Aus der Verbindung von Fiktion und Realität entsteht ein scharfsinniger Roman, der zum Nachdenken anregt.

Frank Petersen muss sich selbst mit Fragen konfrontieren, die er sich nie zu stellen getraut hat: Wer, wenn nicht er, trägt die Verantwortung für sein Handeln? Der Autor zeichnet das Psychogramm eines Mannes nach, der von sich glaubt, er wüsste, wo die Wahrheit liegt – und der an diesem Irrglauben zu scheitern droht.

Ein hochaktueller Roman, der auf wahren Kriminalfällen basiert!

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
240
Price
22.00 €

Posts

6
All
5

Meine Meinung Auch mit seinem zweiten Buch schafft es der Autor mich von seiner Geschichte völlig zu überzeugen. So ganz ohne Kritkpunkte ist auch dieses Buch ein Lesehighlight in 2021. In zwei Handlungssträngen, 2015 und 1989 (und folgende), werden Ausschnitte aus dem Leben der beiden Protagonisten erzählt, die im Gerichtssaal schicksalhaft aufeinandertreffen: Corinna Maier erschießt am letzten Verhandlungstag den Angeklagten in Richter Frank Petersens Gerichtsverhandlung, kurz bevor dieser sein Urteil verkünden kann und traumatisiert ihn damit ein stückweit. Er glaubt an das Gesetzt, die Wahrheit und Gerechtigkeit. Umso mehr erschüttert ihn, dass bereits vier seiner Urteile nachträglich vom BGH in Karlsruhe korrigiert wurden. Petersen zweifelt an sich. Er braucht eine Antwort, die ihm nur Corinna Maier geben kann, die nun nach vier Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird. Markus Thieles Protaginisten konnten mich absolut für sich einnehmen. Sie werden allumfassend betrachtet. Die Studentenzeit der jungen Corinna Maier bringt uns ihr näher und bildet den Hintergrund für ihre mörderische Tat. Frank Petersens letztes Urteil zerrüttet seine Familie. Es scheint der letzte Tropfen zu sein, der die Familie zum Überlaufen bringt. Und so steht er anderntags ohne Frau und Sohn da und überlegt, wie es dazu kommen konnte. Die Fragen, die sich Petersen dabei stellt sind tiefgründigt. Ich konnte mich mit dem Richter wie auch der Möderin identifizieren. Denn Corinna Maiers Leben war nicht leicht. Während sie mehrfach mit Verlusten klarkommen musste, erkannte sie, dass sich in all der Zeit kaum was verändert hat. Richter Petersen horcht auf der Suche nach Antworten tief in sich hinein. Ihn dabei zu begleiten war wahrlich eine Freude für mich. Dieses Buch ist ruhig und nüchtern und bewegt sich dennoch stetig nach vorne. Auf die Erkenntnisse, auf die es am Ende hinausläuft, war ich sehr gespannt und letztendlich zufrieden. So konnte es mich mit all seiner Wahrheit und Menschlichkeit sehr berühren. Neben all den menschlichen Schicksalschlägen, die sich im Laufe der Geschichte offenbarten, habe ich zudem einiges über das deutsche Rechtsystem gelernt. Ich hoffe auf weitere so außergewöhnliche Bücher des Autors. Fazit Ich glaube, ich habe einen neuen Lieblingsautor! Markus Thieles aktuelles Buch verbindet eine fiktive Geschichte, die von zwei wahren Rechtsfällen inspiriert wurde. Absolut grandios, absolut gelungen! Wer Gegenwartsliteratur mit aktuellen Themen mag, über die man sich nach dem Lesen wunderbar unterhalten kann, sollte unbedingt zu diesem Buch hier greifen!

4

Rezensionsexemplar Frank Petersen ist Strafrichter und überzeugt von seinen Urteilen. Doch ein umstrittenes Urteil bringt dieses Bild sehr ins Wanken. Er steht plötzlich ohne seine Familie da und muss sich selbst fragen, ob sein Selbstverständnis wirklich der Wahrheit entspricht. Ich war wirklich gespannt auf dieses Buch, da sich die Thematik sehr vielversprechend angehört hat und es hat mir gut gefallen. Der Protagonist Frank Petersen war mir leider nicht so wirklich sympathisch. Er wirkte etwas zu sehr von sich und seinen Entscheidungen überzeugt und war somit mMn auch sehr festgefahren und voreingenommen in seinen Ansichten. Corinna Maier, welche wir ebenfalls begleiten, war mir um einiges sympathischer und die Dinge, die sie erleben musste, haben mich sehr bewegt. Die Nebencharaktere waren mir in diesem Buch leider etwas zu blass. Der Schreibstil war für meinen Geschmack etwas zu abgehackt und hat des öfteren meinen Lesefluss unterbrochen. Auch die auktoriale Erzählperspektive hat mir nicht so gut gefallen, da ich mich somit nicht komplett in die Handlung fallen lassen konnte. Nichtsdestotrotz konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Die Handlung rundum das Thema Rechtsradikalismus ist leider aktueller denn je und wurde mMn sehr gut in dem Buch untergebracht, sodass ich in einigen Aspekten auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt wurde. Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen und insbesondere wegen der Thematik kann ich es jedem*r empfehlen.

3

Inhalt Frank Petersen ist Strafrichter aus Leidenschaft. Er ist von der Unfehlbarkeit des Rechts und von der Kraft des Gesetzes überzeugt. Seine Urteile sind gerecht und objektiv. Als er wegen eines umstrittenen Rechtsspruchs heftig in Kritik gerät, droht sein Leben aus den Fugen zu geraten. Seine Familie wendet sich von ihm ab. Seine Frau macht ihm, dem Mann des Gesetzes, den schlimmstmöglichen Vorwurf: Er sei selbstherrlich und lasse sich von Vorurteilen leiten. Die Geschehnisse reißen ein altes Trauma auf. 1989 erschießt Corinna Maier den rechtsradikalen Mörder ihres Sohnes in Petersens Gerichtssaal, noch bevor ein Urteil verkündet werden konnte. Plötzlich sind all die Themen von damals wieder präsent: Vorurteile, Fremdenhass, Selbstjustiz und die Grenzen des Rechtsstaats. Meinung Die Frage danach, wo Schuld beginnt und wo Gerechtigkeit endet, hat uns vielleicht alle schon einmal bewegt und zum Nachdenken gebracht. Wenn dann – so wie in diesem Roman – Fiktion und Realität miteinander einhergehen, dann ist das die perfekte Grundlage für eine spannende Lektüre, die einen auch nach dem Lesen nicht so schnell loslassen mag. In diesem Roman verbindet Markus Thiele gekonnt zwei wahre Justizfälle mit einer Geschichte, die er zwar langsam, aber sehr interessant und fesselnd aufbaut. Fantastisch ist, wie greifbar alles wirkt. Wie genau der Autor erzählen kann, sodass man es auch als Laie gut versteht. Das ist eine Kunst, die ich bei Romanen in dieser Richtung immer erhoffe, aber nicht oft bekomme. Frank Petersen, unser Protagonist, erzählt dabei seine ganz eigene Geschichte. An manchen Stellen war er mir leider etwas zu flach und unnahbar. Das hat sich im Laufe des Romanes zwar etwas gebessert, aber ich glaube, ich hätte noch ein paar mehr Seiten mit ihm “verbringen müssen”, damit wir uns richtig sympathisch geworden wären. Das kann ich übrigens über das ganze Buch sagen. Ich hätte mir einfach noch etwas “mehr” gewünscht. Zwar hatte ich nicht den Eindruck, dass mir maßgeblich etwas an Information gefehlt hat, aber mir erscheinen 240 Seiten doch etwas sehr kurz für die Fülle an Informationen und vor allem Gefühlen, die hier herübergebracht werden wollen. Nichtsdestotrotz fand ich es großartig, wie Markus Thiele viele wichtige Themen angesprochen hat, die einen – wie eingangs schon erwähnt – so schnell auch nicht kalt lassen wollen. Fazit Die Frage nach Schuld und Gerechtigkeit: Lässt sie sich überhaupt jemals richtig beantworten? Vermutlich nicht, aber in “Wahrheit der Dinge” gibt es eine Menge genau darüber zu lesen. Und das in unterhaltsamer Form, auch wenn ich mir manchmal noch etwas mehr Tiefe gewünscht hätte. 3 von 5 Buchherzen! ♥♥♥ Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

4

Die Wahrheit der Dinge steckt manchmal im Detail, oder? Frank Petersen ist Strafrichter in Hamburg. Schon immer hatte er sich als unfehlbar angesehen. Sei es in seiner Beziehung, der Erziehung seines Sohnes oder in seinem Beruf. Doch die letzten Fälle wurden von höherer Instanz angezweifelt. Und was noch schlimmer ist, er fängt an, seine eigenen Entscheidungen anzuzweifeln. Der letzte Richterspruch betrifft auch den eigenen neunzehnjährigen Sohn, der keine Lust mehr hat, nach Hause zu kommen. Nachdem seine Frau und Sohn das gemeinsame Haus und sein Leben verlassen haben, beginnt der Strafrichter sein Leben zu ordnen. Waren seine Entscheidungen wirklich immer richtig? Petersen stellt sich selbst in Frage. Seine Urteile kamen ins Wanken nachdem Corinna Müller, die als Nebenklägerin anwesend war, in seinem Gerichtssaal Selbstjustiz vollzog. Sie schmuggelte eine Pistole in den Gerichtssaal und erschoß den Angeklagten mit 8 Kugeln, kurz bevor das Urteil gefällt wurde. Nach vier Jahren Haft wird diese Frau nun aus der Haft entlassen. Petersen holt sie aus dem Gefängnis ab und hofft auf Antworten, die auch sein Leben wieder richten könnten. Markus Thiele nahm sich zwei echte Rechtsfälle als Vorbild zu seinem Roman Die Wahrheit aller Dinge. (Der Fall: Marianne Bachmeier und der Fall Amadeu Antonio Kiowa) Während die Hauptfigur Frank Petersen fast an seiner Urteilskraft verzweifelt . Begleitet der Leser die zweite Hauptfigur, Corinna Meier, die den Beschuldigten im Gerichtssaal erschossen hatte, bis zu ihrer Tat. Das Warum, bleibt ständig in der Luft hängen. Ich finde es sehr gelungen, wie der Autor seinen Richter Petersen darstellt. Selbstzweifelnd beginnt Petersen sein Leben zu ordnen und die Entscheidungen kritisch unter die Lupe zu nehmen. Es ist nicht einfach zwischen Schwarz und Weiß zu entscheiden. Dazwischen liegen so viele Graustufen des Lebens, die man meistens gar nicht wahr nimmt. Es ist spannend, die Entwicklung des Richters entstehen zu sehen. Der Roman ist eine gekonnt gesponnene (fast wahre) Geschichte, die sich um Rassismus, Angst und Fehlbarkeiten dreht. In seinen Entscheidungen, ist der Mensch immer fehlbar. Er ist nicht immer frei von den Einflüssen der Gesellschaft. Auch Richter lassen sich beeinflussen. Die Schwierigkeit mit seinen Urteilen umzugehen und zu leben werden in „die Wahrheit der Dinge“ von dem Autor sehr gut rüber gebracht. Dabei ist das Buch keineswegs langweilig. Markus Thiele schreibt unterhaltsam und lässt dem Leser Zeit, sich seine eigene Meinung zu bilden. Ich fand es gelungen!

5

Frank Petersen ist Strafrichter mit Leib und Seele, sein Beruf beherrscht sein Leben. Er urteilt objektiv und gerecht – so zumindest denkt er. Doch ein Urteil droht, seine Familie zu zerstören. Bereits 4 Jahre zuvor, als Corinna Meier in seine m Gerichtssaal kurz vor der Verkündung des Urteils den Mörder ihres Sohnes erschoss, geriet Franks Welt aus den Fugen. Jetzt macht er sich auf die Suche nach dem Warum und der Antwort auf die Frage, ob und wie er es hätte verhindern können. Inspiriert von tatsächlichen Fällen behandelt dieser Roman die Themen Recht und Gerechtigkeit, Selbstjustiz und Fremdenhass. Erzählt wird einerseits aus heutiger Perspektive die Geschichte des Strafrichters, seine Selbstzweifel, seine Suche nach Bestätigung und sein langsames Erkennen und Umdenken. Auf der anderen Seite wird in Rückblenden das Leben Corinna Meiers begleitet, die sowohl den Mann, den sie liebte, als auch ihren Sohn durch rechtsextrem motivierte Gewalttaten verliert. Das ist spannend und flüssig zu lesen, die Geschichte nimmt einen vollkommen in Beschlag. Die Personen werden allesamt sehr gut dargestellt, man kann sich gut in sie hineinversetzen und im Laufe der Zeit ihre Gedankengänge und Gefühle gut nachvollziehen. Das berührt und bewegt nachhaltig, und regt zum Nachdenken über die eigenen Vorstellungen und moralischen Denkansätze an. Mein Fazit: Ein spannender und bewegender Roman über juristische Grauzonen, Schuld und Gerechtigkeit, brisante und hochaktuelle Themen. Absolut lesenswert!

4

Ein fesselnder Roman, der sich intensiv mit der Frage nach Schuld auseinandersetzt. Nicht jedoch allein mit der "klassischen Schuld" der Täter, sondern auch intensiv mit der Frage, ob ein Richter die richtigen Entscheidungen gefällt hat. Markus Thiele spinnt eine fiktive und gleichzeitig auf gleich zwei Ebenen reale Geschichte. Zwei der Figuren sind inspiriert von real existierenden Personen; gleichzeitig spielt das Buch in keiner fiktiven Welt, sondern unserer harten, viel zu oft rechtsradikalen Welt. Über den Schreibstil des Autors kann definitiv diskutiert werden. Stellenweise kam er mir etwas hölzern vor und so manche Wiederholungen schwankten zwischen Einfallslosigkeit und gelungenem Stilmittel. Über das mehrmalige Droppen des ausgeschriebenen N-Wortes - selbst wenn es zur Verdeutlichung des rechtsextremen Hasses war - müssen wir an dieser Stelle vermutlich nicht weiter reden. Davon abgesehen wird hier einer wichtigen Frage nachgegangen, die meiner Meinung nach mit dieser Geschichte einen gelungenen Rahmen erhalten hat.

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