Doppelleben

Doppelleben

Hardback
3.213

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Description

Ein grandioser Roman über die letzten Jahre der zwillingsgleich lebenden Brüder Goncourt und das Doppelleben ihrer Haushälterin, inmitten von Glanz und Elend im Paris zu Zeiten Napoleons III.

Der Roman nimmt uns mit zu Jules und Edmond de Goncourt, die alles teilten: das Haus, die Gedanken, die Arbeit, die Geliebte. Zu zweit gingen sie zum Treffen mit Flaubert, Zola und anderen Künstlern ins Palais der Cousine des Kaisers, in Ausstellungen und zu Restaurantbesuchen mit Freunden und Bekannten. Und danach lästerten sie ab über alle, die sie getroffen hatten, im geheimen Tagebuch, das sie gemeinsam führten. Berühmt-berüchtigt waren sie für ihren Blick, dem angeblich nichts entging, und ihre spitze Feder, die alles notierte. Bis Jules unheilbar erkrankte …

Und der Roman nimmt uns mit in die Gegenwelt: zu Rose, ihrer Haushälterin, die zum Hausstand gehört wie ein Möbelstück. Die unbemerkt von den Brüdern existenzielle Dramen durchlebt, sich hoffnungslos in den Falschen verliebt und von ihm schamlos ausgenutzt wird, die ein Kind austrägt, ohne dass die Brüder es bemerken, es gebiert, liebt und später auch verliert; die Trinkerin wird und ihre Dienstherrn hintergeht und bestiehlt, ohne dass diese es merken. Bis sie stirbt und den Brüdern ein Licht aufgeht …

Ein packendes Epochengemälde in Lebensläufen, die gegensätzlicher kaum sein können.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
304
Price
23.70 €

Author Description

Alain Claude Sulzer, 1953 geboren, lebt als freier Schriftsteller in Basel, Berlin und im Elsass. Er hat zahlreiche Romane veröffentlicht, u.a. Ein perfekter Kellner, Zur falschen Zeit, Aus den Fugen, Doppelleben und zuletzt Fast wie ein Bruder. Seine Bücher sind in alle wichtigen Sprachen übersetzt. Für sein Werk erhielt er u.a. den Prix Médicis étranger, den Hermann-Hesse-Preis, den Kulturpreis der Stadt Basel und den Solothurner Literaturpreis.

Posts

3
All
2.5

Der Teil der Geschichte, der über die Brüder handelte, hat mich sehr berührt. Ich war den Tränen nahe. Rose‘ Geschichte ist etwas komplizierter. Sie wird als eine „hässliche“, eifersüchtige, armselige Frau dargestellt, die für einen Mann der sie wie Dreck behandelt, ihr gesamtes Leben zerstörte. Diese Erzählung beruht jedoch auf einem Buch der Brüder, das wiederum auf dem echten Leben von Rose basiert. An dieser Stelle darf man nicht vergessen, dass es sich bei den Brüdern um Männer aus dem 19. Jahrhundert handelt. Ich denke also, dass Rose in beiden Büchern schlecht dargestellt wurde und ihr jegliche Intelligenz und Selbstrespekt aberkannt wurden.

1

DNF. dieses buch war eine unglaubliche enttäuschung. was als die eindrucksvolle geschichte einer frau, eingebettet in die geschichte der brüder goncourt, beschrieben wird stellte sich als stumpfe geschichte des leides heraus. der character der Rose war leider unglaublich flach. sie erscheint als gefäß für den autor, der im grunde nichts weiter aussagt, als dass frauen misshandelt werden und oft ganz versteckt, im stillen leiden. nach der hälfte war ich so frustriert mit diesem narrativ einer frau, die so verliebt ist, dass sie sich selbst und ihr leben für einen mann der nichts tut, als sie auszunutzen und zu misshandeln, aufgibt und das nie hinterfragt, nie erkennt, was ihr eigentlich angetan wird. ich weigere mich weiterhin solche geschichten zu lesen, wenn ich meine zeit damit verbringen könnte, so viele bessere bücher mit facettenreichen frauencharakteren zu lesen.

2

Nicht mein Fall

Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen oder fesseln. 2 Sterne für den wirklich guten Schreibstil des Autors, da gibt es nichts auszusetzen. Ich wünschte nur die Geschichte hätte mithalten können. Je mehr ich gelesen habe, desto unbehaglicher habe ich mich gefühlt. Gerade die Darstellung der weiblichen Protagonistin war für mich unglaublich enttäuschend, musste doch immer wieder erwähnt werden wie optisch unansprechend (hässlich fiel hier öfter), naiv und verbittert sie doch war. Es muss ja nicht immer alles schön und rosig sein, aber das war mir dann doch etwas zu viel Leiden in einem Buch verpackt. Durch den Klappentext hatte ich andere Erwartungen.

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