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“Feder und Flamme” von Livia Blackburne ist der zweite Band der „The Queen’s Council“-Reihe. Eine Anthologie-Serie aus dem Hause Disney – die Bücher können somit unabhängig voneinander gelesen werden. Einige Jahre sind vergangen seit Mulan China vor den Hunnen gerettet hat. Seitdem hat sie eine Miliz aus Frauen gegründet und sorgt für Sicherheit in ihrer Provinz. Das bzw. der Einzige, nach dem sie sich sehnt, ist Shang. Doch sein Besuch stellt ihre Welt auf den Kopf: er überbringt die Botschaft, der Kaiser fordere ihre Anwesenheit im Palast. Dort angekommen teilt seine Majestät ihr mit, dass er sie als seine Erbin auserkoren habe. Eine Entscheidung, die für großen Unmut sorgt. Wird es Mulan erneut gelingen, China zu schützen – dieses Mal vor sich selbst? „Feder und Flamme“ hat mir deutlich besser gefallen als sein Vorgänger „Rose und Rebell“. Dies liegt vor allem daran, dass Blackburne es geschafft hat, Mulan so zu schreiben, wie wir sie aus den Filmen kennen. In diesem Szenario ist es auch deutlich nachvollziehbarer, dass Mulan vor der Verantwortung der Krone zurückschreckt. Ein Amt als Minister oder ein hoher Posten beim Militär wären viel sinnvollere Positionen für sie. So widerspricht diese Prämisse auch dem real historischen Kontext, den diese Reihe anzustreben gedenkt. Hier muss man wirklich beide Augen zudrücken und sich daran erinnern, dass es ein fiktives Werk ist. Dafür stellt uns Blackburne aber diverse reale Frauen der chinesischen Geschichte vor, die den einengenden Frauenrollen entflohen sind, um für sich und ihre Liebsten zu kämpfen. Immer her damit! Ein weiteres zweischneidiges Schwert ist die Liebesgeschichte von Mulan und Shang. Einerseits bietet uns „Feder und Flamme“ tatsächlich einige wunderschöne Einblicke in ihre aufkeimende Beziehung, andererseits trennt die Handlung die beiden viel zu oft über viel zu lange Zeiträume voneinander. Ja, Mulan braucht keinen Ritter, der auf seinem Schimmel angeritten kommt und sie rettet, aber es ist doch schon etabliert, dass das nicht die Dynamik der beiden ist. Das titelgebende „Queen’s Council“ gestaltet sich hier auch einerseits besser, andererseits schlechter als in „Rose und Rebell“. Es wird in diesem Buch sehr spät erst enthüllt, sodass ich lange Zeit geradezu wahnhaft auf der Suche nach Hinweisen war. Nachdem es dann enthüllt ist, wird es aber zu einem fixen Bestandteil der Handlung und greift in meinen Augen zu sehr in die Ereignisse mit ein. Hier hätte ich mir mehr Eigeninitiative von Mulan gewünscht. Sie braucht eben weder einen Mann, der sie rettet, noch einen magischen Rat – zumindest ist das meine Meinung. Alles in allem hat mir „Feder und Flamme“ bestätigt, dass Geschichten über Mulan nie langweilig werden. Sie ist und bleibt ein Vorbild für junge Frauen. Ihre Geschichte, egal in welcher Form, zeigt uns jedes Mal, dass Geschlechterrollen gebrochen werden sollen, diese aber in ihrer unabhängigen Form weder besser noch schlechter als die jeweils anderen sind. Mulan ist stark, auch wenn sie schwach ist. Mulan verliert nicht ihre Weiblichkeit, wenn sie in eine „männliche“ Rolle schlüpft. So mag das Buch zwar ein paar Schwächen haben, trotzdem ist es definitiv lesenswert. 3/5 Sterne.
Aug 2, 2025
“Feder und Flamme” von Livia Blackburne ist der zweite Band der „The Queen’s Council“-Reihe. Eine Anthologie-Serie aus dem Hause Disney – die Bücher können somit unabhängig voneinander gelesen werden. Einige Jahre sind vergangen seit Mulan China vor den Hunnen gerettet hat. Seitdem hat sie eine Miliz aus Frauen gegründet und sorgt für Sicherheit in ihrer Provinz. Das bzw. der Einzige, nach dem sie sich sehnt, ist Shang. Doch sein Besuch stellt ihre Welt auf den Kopf: er überbringt die Botschaft, der Kaiser fordere ihre Anwesenheit im Palast. Dort angekommen teilt seine Majestät ihr mit, dass er sie als seine Erbin auserkoren habe. Eine Entscheidung, die für großen Unmut sorgt. Wird es Mulan erneut gelingen, China zu schützen – dieses Mal vor sich selbst? „Feder und Flamme“ hat mir deutlich besser gefallen als sein Vorgänger „Rose und Rebell“. Dies liegt vor allem daran, dass Blackburne es geschafft hat, Mulan so zu schreiben, wie wir sie aus den Filmen kennen. In diesem Szenario ist es auch deutlich nachvollziehbarer, dass Mulan vor der Verantwortung der Krone zurückschreckt. Ein Amt als Minister oder ein hoher Posten beim Militär wären viel sinnvollere Positionen für sie. So widerspricht diese Prämisse auch dem real historischen Kontext, den diese Reihe anzustreben gedenkt. Hier muss man wirklich beide Augen zudrücken und sich daran erinnern, dass es ein fiktives Werk ist. Dafür stellt uns Blackburne aber diverse reale Frauen der chinesischen Geschichte vor, die den einengenden Frauenrollen entflohen sind, um für sich und ihre Liebsten zu kämpfen. Immer her damit! Ein weiteres zweischneidiges Schwert ist die Liebesgeschichte von Mulan und Shang. Einerseits bietet uns „Feder und Flamme“ tatsächlich einige wunderschöne Einblicke in ihre aufkeimende Beziehung, andererseits trennt die Handlung die beiden viel zu oft über viel zu lange Zeiträume voneinander. Ja, Mulan braucht keinen Ritter, der auf seinem Schimmel angeritten kommt und sie rettet, aber es ist doch schon etabliert, dass das nicht die Dynamik der beiden ist. Das titelgebende „Queen’s Council“ gestaltet sich hier auch einerseits besser, andererseits schlechter als in „Rose und Rebell“. Es wird in diesem Buch sehr spät erst enthüllt, sodass ich lange Zeit geradezu wahnhaft auf der Suche nach Hinweisen war. Nachdem es dann enthüllt ist, wird es aber zu einem fixen Bestandteil der Handlung und greift in meinen Augen zu sehr in die Ereignisse mit ein. Hier hätte ich mir mehr Eigeninitiative von Mulan gewünscht. Sie braucht eben weder einen Mann, der sie rettet, noch einen magischen Rat – zumindest ist das meine Meinung. Alles in allem hat mir „Feder und Flamme“ bestätigt, dass Geschichten über Mulan nie langweilig werden. Sie ist und bleibt ein Vorbild für junge Frauen. Ihre Geschichte, egal in welcher Form, zeigt uns jedes Mal, dass Geschlechterrollen gebrochen werden sollen, diese aber in ihrer unabhängigen Form weder besser noch schlechter als die jeweils anderen sind. Mulan ist stark, auch wenn sie schwach ist. Mulan verliert nicht ihre Weiblichkeit, wenn sie in eine „männliche“ Rolle schlüpft. So mag das Buch zwar ein paar Schwächen haben, trotzdem ist es definitiv lesenswert. 3/5 Sterne.
Aug 2, 2025






