Die Zukunft des Lesens
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Description
Das Lesen ist in der Krise, das Schreiben wird durch generative KI automatisiert: Die Alphabetisierung ist im Wandel begriffen. Verlage, Bildungseinreichtungen, die Presse und andere Institutionen der Schriftkultur finden sich in der Defensive wieder. Deren Fixierung auf Literalität übersieht, dass KI es den Plattformen ermöglich hat, das Verhältnis von Mündlichkeit und Schriftlichkeit neu zur Verhandlung zu stellen. Auf Plattformen werden das gesprochene und das geschriebene Wort mit weitreichenden kulturellen, politischen und sozialen Folgen rekombiniert: Wo KI verbale Äußerungen und Texte gleichermaßen verarbeiten kann, beginnen orale über literale Formate zu dominieren. Damit läuft das Lesen Gefahr, eine Kulturtechnik der Wenigen zu werden.
In Die Zukunft des Lesens zeigt Christoph Engemann, wie die neuartige Plattform-Oralität von Podcasts, Onlinevideo und TikTok nicht nur das Lesen verändert, sondern deren KI-gestützte Monopolisierung auch die Offenheit der Sprache infrage stellt.
Book Information
Author Description
Christoph Engemann, 1972 in Paderborn geboren, ist Medienwissenschaftler und forscht nach Stationen in Bremen, Stanford, Austin, Weimar und Hangzhou am DFG-Sonderforschungsbereich »Virtuelle Lebenswelten« der Ruhr-Universität Bochum. Seine Themenschwerpunkte sind Künstliche Intelligenz, Medien der Staatlichkeit, Graphen & Graphennahmen, Genealogie der Transaktion, Ruralität und Scheunen.
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Die Grundprämisse steht eigentlich fast nur implizit drinne, aber sie ist: das Lesen ist in einer eklatanten Krise. Auch nach dem allerneusten Medienwandel ist eigentlich eine überbordende Textlichkeit allerorten, aber sie wird nicht mehr gelesen, sondern durch Audio, Video und KI sekundär vermittelt. Der medien(technische) Zuschnitt des Essays ist sehr gut. Aber leider kommt mir der kultursoziologische und rezeptionsästethische Aspekt viel zu kurz. Aber es ist schlicht nicht der Anspruch der Buches und lässt sich ihm nur schwer vorwerfen. Besonders interessant gewesen wäre die neue Lust am Buch, die sich durch Tiktok ergab, in Hinblick auf ihre Beschaffenheit zu untersuchen, die ja viel stärker durch Digitalität geprägt ist, als durch Literalität. Aber ja, Hätte hätte.
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Das Lesen ist in der Krise, das Schreiben wird durch generative KI automatisiert: Die Alphabetisierung ist im Wandel begriffen. Verlage, Bildungseinreichtungen, die Presse und andere Institutionen der Schriftkultur finden sich in der Defensive wieder. Deren Fixierung auf Literalität übersieht, dass KI es den Plattformen ermöglich hat, das Verhältnis von Mündlichkeit und Schriftlichkeit neu zur Verhandlung zu stellen. Auf Plattformen werden das gesprochene und das geschriebene Wort mit weitreichenden kulturellen, politischen und sozialen Folgen rekombiniert: Wo KI verbale Äußerungen und Texte gleichermaßen verarbeiten kann, beginnen orale über literale Formate zu dominieren. Damit läuft das Lesen Gefahr, eine Kulturtechnik der Wenigen zu werden.
In Die Zukunft des Lesens zeigt Christoph Engemann, wie die neuartige Plattform-Oralität von Podcasts, Onlinevideo und TikTok nicht nur das Lesen verändert, sondern deren KI-gestützte Monopolisierung auch die Offenheit der Sprache infrage stellt.
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Christoph Engemann, 1972 in Paderborn geboren, ist Medienwissenschaftler und forscht nach Stationen in Bremen, Stanford, Austin, Weimar und Hangzhou am DFG-Sonderforschungsbereich »Virtuelle Lebenswelten« der Ruhr-Universität Bochum. Seine Themenschwerpunkte sind Künstliche Intelligenz, Medien der Staatlichkeit, Graphen & Graphennahmen, Genealogie der Transaktion, Ruralität und Scheunen.




