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Die Unglückseligen

3.7(13)
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About the book

Der große Roman über die Sehnsucht nach Unsterblichkeit

In der amerikanischen Kleinstadt Dark Harbor treffen im Supermarkt aufeinander: Johanna Mawet, Molekularbiologin aus Deutschland, die darum ringt, durch genetische Manipulationen den unsterblichen Menschen zu erschaffen, und Johann Wilhelm Ritter, 1776 geborener Romantiker und Physiker, der sich danach sehnt, endlich in Frieden sterben zu dürfen.

Vor dem Hintergrund der heutigen technologischen Möglichkeiten erzählt Thea Dorn von den alten Menschheitsfragen, dem Sinn von Leben und Tod. »Die Unglückseligen« ist ein nachdenklicher Wissenschaftsroman, eine anrührende Liebesgeschichte und großes Welttheater in der langen Tradition des Fauststoffs.

Editions (4)

ISBN9783328101932
PublisherPenguin
Publication Date12/11/17
Pages560

Reviews & Ratings

13 ratings

3 reviews

3.7

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  • birni
    birni

    12 Followers

    3.5

    Tolle Grundstory aber das Ende…naja

    Die Auflösung der Geschichte und das Ende des Buchs haben mir persönlich nicht gefallen. Grundsätzlich aber eine insgesamt spannende Thematik, die besonders im ersten Drittel des Buches auch mit vielen Fakten und Erklärungen punktet.

    May 20, 2024

  • nettebuecherkiste
    nettebuecherkiste

    129 Followers

    4.0

    Während eines Forschungsaufenthalts an der US-amerikanischen Ostküste begegnet die Molekularbiologin Johanna Mawet einem offenbar verwirrten Mann, der in ihr den Leibhaftigen zu erkennen scheint. Der Zufall sorgt dafür, dass sie ihm wieder begegnet – da behauptet der Kerl doch, Johann Wilhelm Ritter zu heißen, Physiker und 1766 geboren zu sein. Zunächst glaubt Johanna ihm natürlich nicht, doch immer mehr spricht dafür, dass der Mann die Wahrheit sagt und somit für Johanna das ideale Forschungsobjekt darstellt. Johanna möchte nämlich nichts Geringeres erreichen als die Unsterblichkeit des Menschen. Thea Dorns Roman hat mich von Beginn an mit seiner Originalität und seinem Humor überrascht, den ich aus irgendwelchen Gründen nicht erwartet hatte. Die moderne Variante des Faust-Themas ist vor allem sprachlich ein Genuss. Es gibt drei Erzählperspektiven, einmal Johannas, die in moderner Sprache gehalten ist, dann Ritters, dessen Sprache blumig-altertümlich ist, und schließlich die des Teufels, der in ebenfalls altertümlicher Sprache mit viel Schalk das Geschehen rund um Johanna und Ritter kommentiert. Dies macht das Buch einzigartig und sorgt dafür, dass das Lesen richtig Spaß macht. Dazu kommen Einsprengsel anderer Natur, die überraschen und für weiteren Humor sorgen. Gelegentlich stößt der Leser auf Verweise auf Goethes Faust, für mich am deutlichsten in Johannas Aussage: „Wenn es so bleiben muss wie bisher“, fügte sie leise hinzu, „wäre es vielleicht besser, wenn gar kein Leben entstanden wäre.“ (Seite 210) Auch ein Pudel kommt gelegentlich vor… Ich habe mir bei der Lektüre immer wieder gewünscht, ich hätte den Faust noch einmal gelesen, denn ich befürchte, einige weitere solcher Stellen könnten mir entgangen sein. Während Johann Ritter sich trotz seiner Unsterblichkeit durch Demut vor Gott und der Natur auszeichnet, ist Johannas Charakter von der Hybris geprägt: „Trotzdem zeigen wir der Schöpfung zum ersten Mal ernsthaft, dass wir es besser können als sie.“ Man ahnt, dass Johanna von ihrem Sockel gestoßen werden wird, ihre Hybris zu Wahn werden wird. Die Geschichte um Johanna und Ritter liest sich flüssig und spannend, durchsetzt mit ein paar Längen, bis zum für mich nicht vorhersehbaren Ende. Ein Roman, der mir sowohl inhaltlich als auch formal und sprachlich viel Vergnügen bereitet hat und zum Nachdenken über die Natur des Menschen und der Grenzen der Wissenschaft anregt.

    Sep 28, 2022

  • 4.0

    Für mich ein durch und durch besonderes Buch, das sich nicht so nebenher lesen lässt, da es dem Leser doch einiges an Konzentration, Flexibilität und Sprachvermögen abverlangt. Etwas Vergleichbares habe ich bislang nicht gelesen und so wird es mir sicherlich noch lange in guter Erinnerung bleiben.

    Sep 2, 2016

Author

About Thea Dorn

Thea Dorn, geboren 1970, studierte Philosophie und Theaterwissenschaften in Frankfurt, Wien und Berlin und arbeitete als Dozentin und Dramaturgin. Sie schrieb eine Reihe preisgekrönter Romane und Bestseller, Theaterstücke, Drehbücher und Essays und moderierte die Sendung »Literatur im Foyer« im SWR-Fernsehen. Seit März 2020 leitet sie das »Literarische Quartett« des ZDF. Thea Dorn lebt in Berlin.

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