Die Übersetzerin
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Description
Jersey, 1940. Als Hedy eine Stelle als Übersetzerin für die deutschen Besatzer der Kanalinsel antritt, weiß niemand, dass die junge Frau Jüdin ist. Während sie durch heimliche Akte des Widerstands versucht, gegen die Nazis aufzubegehren, verliebt sie sich ausgerechnet in den deutschen Wehrmachtssoldaten Kurt, der ihre Gefühle erwidert. Doch Hedys Identität bleibt nicht lange verborgen. Gemeinsam mit Kurt und einer guten Freundin schmiedet Hedy einen mutigen Plan, um ihren Verfolgern zu entkommen ...
Book Information
Author Description
Jenny Lecoat kam in Jersey zur Welt, nur fünfzehn Jahre nach dem Ende der Besatzung der Kanalinseln durch die Nazis. Im Anschluss an ihr Schauspielstudium an der Universität von Birmingham zog sie nach London und arbeitete als Moderatorin und Zeitschriften-Kolumnistin, bevor sie 1994 vollberuflich Fernsehautorin wurde. Die Übersetzerin ist ihr erster Roman.
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Leben unter der Besatzung auf Jersey. Die Kanalinseln wurden von den Nazis besetzt und Hedy, die als Jüdin geflüchtet ist, bekommt es nun mit der Angst zu tun. Tatsächlich "versteckt" sie sich als Übersetzerin in der Zentrale der Nazis. Sie lernt Kurt kennen. Er kann mit nichts was die Nazis sagen und zum anfangen, hatte aber keine Wahl und ist als Leutnant auf den Kanalinseln. Er verliebt sich in Hedy und als es für sie immer gefährlicher wird, hilft er ihr ihrer Freundin Dorothea zu überleben und Hedy zu verstecken. Die Kanalinseln werden häufig vergessen, dass auch dort Krieg war und die Menschen unter der Besatzung gelitten haben.
Gutes Buch
Ich hab des Buch im Handel das erste mal gesehen und mir gedacht ich nehme es einfach mit. Ohne Erwartungen bin ich rein gestartet. Die Story hat mich mal mehr und mal weniger gepackt. Zwischendurch hatte ich auch immer Leseflauten. Zum Ende hin hatte ich eher ein ungutes Gefühl wie das Buch ausgehen würde, aber das wurde dann nicht bestätigt. Man darf auch nicht vergessen, dass die Story auf einer wahren Geschichte beruht. Also ich kann mir nur im geringsten vorstellen, was diese Personen alles aushalten und durchleben mussten. Umso schöner, dass diese (Liebes-) Geschichte mit dem Rest der Welt geteilt wird. Ich bin rundum zufrieden
Interessant.
Ich finde einfach die ganze Thematik des zweiten Weltkriegs immer wieder interessant und sehr erschütternd. So auch die Geschichte der jüdischen Übersetzerin Hedy, die durch die Hilfe von Freundschaft und Liebe sich durch den zweiten Weltkrieg kämpft. Alle Eindrücke, die man bekommen hat, von minimalem Widerstand, Verstecken bis zur absoluten Hungersnot war sehr erschütternd, genau beschrieben und interessant. Ich hatte mir etwas mehr von dem Buch erhofft, aber bin trotzdem froh, es gelesen zu haben!
Ich hab mir meine eigene Meinung gebildet 🪻
Fast hätte ich dieses Buch (aufgrund schlechter Bewertungen!) von meiner Leseliste gestrichen - zum Glück nicht! Ich habe mir meine eigene Meinung gebildet 🪻 Man kann den Roman fast als eine Biografie von Hedy Bercu bezeichnen. Nicht nur deshalb konnte mich der Roman total begeistern, sondern auch durch den lebendigen Schreibstil. Es grenzt an ein Wunder, dass Hedy überlebt hat. 5/5 Sterne Spoiler Alert: Bitte nicht den Eintrag auf Wikipedia von Hedy Bercu lesen 😄

Die Übersetzerin" von Jenny Lecoat spielt auf der von den Nazis besetzten Kanalinseln Jersey in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. Der Klappentext entsprach meinem Beuteschema und auch die Kombination vom historischen Roman und Liebesgeschichte fand ich gelungen. Auch wenn es etwas klischeehaft ist: eine Jüdin verliebt sich in einen Wehrmachtsoffizier und wird durch ihn gerettet. Trotz dieses Klischees habe ich jede einzelne Seite mit großer Begeisterung gelesen. Gerade die Geschichte der Besatzungszeit interessiert mich sehr und wie sehr die Bevölkerung der Inseln mit der Wehrmacht kollaboriert haben oder nicht. Die Sprache ist bildhaft und Lecoat gelingt es gut, die Zeit mit all ihren Schrecken und Ängsten einzufangen. Mit der Besatzung, den Bombardements, der Nahrungsmittelreduktion. Es ist authentisch und glaubwürdig dargestellt. Nicht nur bei Hedy, Kurt und Dorothea, den drei Protagonisten, sondern auch bei der Bevölkerung von Jersey. Auch die Charakterentwicklung, speziell bei Dorothea vom naiven Mädchen zur tapferen kämpfenden Frau, die zu Hedy steht und ihr Leben riskiert. Allein die Idee von Hedy unter dem Auge des Feindes zu arbeiten, Hut ab vor der Courage. Gut gefallen hat mir Kurt und die Darstellung seiner Sicht auf die Nazis und ihre Rassenideologie. Man erkennt, dass er als Ingenieur nicht wirklich hinter der Ideologie steht. Dann ist da noch Hedy, eine aus Österreich vor den Nazis auf die Kanalinsel geflohene Jüdin, die nun als Übersetzerin für die Besatzungsmacht arbeitet. Auch wenn die Geschichte sich eigentlich um sie dreht, ist sie für mich, von allen Personen, der am schwächsten dargestellte Charakter des Buches. Sie bleibt für mich blass und entwickelt sich im Vergleich zu Dorothea und Kurt nicht weiter. Würde die Handlung nicht auf wahren Begebenheiten beruhen, so würde ich manches als an den Haaren herbeigezogen bezeichnen. Vieles kommt unglaubwürdig vor, aber zeigt allerdings auch, dass das Leben so manches mal seltsame Wege geht. Leseempfehlung für alle, die sich für die Zeit, die Kanalinseln und auch einer Liebesgeschichte nicht abgeneigt sind..
Meiner Meinung nach ist die Geschichte gut und sehr emotional, doch es ist zu detailliert geschrieben und es beinhaltet zu viele Fremdwörter, was mir persönlich schwergefallen ist leicht zu verstehen. Und was mir noch nicht gefallen hat ist, dass die Sätze zu lang sind. Es macht das Buch nur noch komplizierter.
Hedy, eine österreichische Jüdin, glaubt den Nazis entkommen zu sein. Von ihren Eltern und Schwester getrennt, baut sie sich ein neues Leben auf Jersey auf. Doch ihr Plan geht nicht auf: 1940 landen die ersten Truppen der deutschen Wehrmacht auf der Kanalinsel. Hedy ist verzweifelt, wurde sie sofort als Jüdin klassifiziert und verliert ihren Job postwendend. Lebensmittelkarten sind ihr jetzt verboten und anfänglich wird sie noch von ihrem besten Freund Anton mit Lebensmittel versorgt, doch das Essen reicht nicht zum Überleben. Sie nimmt eine Stelle als Übersetzerin an - ausgerechnet für die Nazis. Durch Zufall lernt sie den Besatzungsoffizier Kurt kennen und die verbotene Liebe nimmt ihren herausfordernden Lauf. Die Geschichte von Jenny Lecoat beruht auf einer wahren Begebenheit. Der Schreibstil ist fliessend und fesselnd und ich war sofort in der Geschichte angekommen. Mein Fazit: Die Nazis sind mir eigentlich zu nett dargestellt und die fürchterlichen Gräueltaten der selbsternannten Herrenrasse sind mir nicht intensiv genug beschrieben worden, jedoch war die Geschichte so spannend aufgebaut, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Und genau das macht ein gutes Buch aus. Es gibt andere, intensivere Bücher aus der Nazizeit, aber hier stand die deutsch/jüdische Liebesgeschichte mit allen Gefahren im Vordergrund und die gefiel mir sehr..
Vor allem die zweite Hälfte des Buches konnte mich dann doch überzeugen
Eine süße Liebesgeschichte mal aus einer ganz anderen Perspektive. Tragisch und dennoch hoffnungsvoll. Die Charaktere waren authentisch, auch wenn mir Anfang die Protagonistin Hedy super unsympathisch war, weil Sie immer so fies zu Dorothea war. hat sich aber dann schnell gelegt. Wer Kriegsgeschichten mag, sollte dem Buch mal eine Chance geben.
Eine tief bewegende Geschichte von Mut und Liebe in einer dunklen Zeit. Der Roman führt den Leser in die Zeit des 2. Weltkriegs auf die Kanalinsel Jersy. Hedy lebt in ständiger Angst und Unterdrückung doch die Liebe ist stärker als alles andere. Wie grausam diese Zeit war, wie viel Leid all diese Menschen ertragen musste, es ist unvorstellbar und immer wieder erschreckend….
Das Cover und der Klappentext sind sehr passend gewählt und geben einen guten Eindruck darauf, was einem im Buch erwartet. Was ich zuvor auch nicht wusste war, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht und die Autorin auf der Insel 15 Jahre nach Kriegsende geboren wurde. Darüber wurde ich mit einem beigelegten Brief der Autorin informiert. Dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, hat das ganze Buch für mich noch viel wertvoller gemacht und umso wichtiger, dass diese Geschichte gelesen wird und man sich mit dem Thema auseinandersetzt. Dadurch, dass die Autorin selbst auf Jersey geboren wurde, ist die Geschichte auch unglaublich authentisch geschrieben. Man spürt sofort, dass sie die Insel kennt, mit der Geschichte aufgewachsen ist und persönlich mit den Menschen reden konnte, die zur Besetzungszeit der Nazis dort gelebt haben. Wirklich bemerkenswert ist ihr Schreibstil, mit dem sie es schafft, einen gedanklich in die Zeit zurück zu versetzen, viel Spannung aufzubauen und vor allem die Gefühle der Charaktere auf einen selbst überspringen zu lassen. Besonders wenn die Hauptperson Hedy sich verfolgt oder ängstlich gefühlt hat, hat sich dieses Gefühl übertragen und man hat gehofft, dass es gut ausgeht, obwohl man wusste, dass die Ereignisse längst geschehen sind. Ebenfalls sehr gut herausgearbeitet werden in dem Buch vielseitige Perspektiven auf die Motive und Gründe von Handlungen und Entscheidungen der Personen. Besonders gut beleuchtet finde ich Kurt, den Wehrmachtssoldaten, der eigentlich nie in die Armee wollte aber dazu gezwungen wurde, und auch nie die Rassenideologie mitgetragen, verstanden oder akzeptiert hat. Dieses Buch ist eines der wertvollsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe und macht einem immer wieder deutlich, wie schrecklich die Zeiten gewesen sind und dass wir definitiv verhindern müssen, dass jemals wieder solche Grausamkeiten geschehen.
Wer einen dunklen, schweren Kriegsroman erwartet, wird sicher nicht glücklich werden. Die Geschichte (nacherzählt nach wahrer Begebenheit) ist vor allem auf den romantischen Aspekt fokussiert, der Krieg zeigt zwar deutliche Auswirkungen im Buch, doch er wirkt weniger brutal und grausam wie in den meisten WW2 Büchern. Das kommt sicherlich auch daher, dass die Kanalinseln ein ganz anderer Drehort für so einen Roman ist, aber auch davon, dass der Fokus explizit eher auf den romantischen Part gesetzt wurde. Alles in allem hats mir wirklich gut gefallen, es ließ sich leicht und flüssig lesen und war definitiv interessant
Vielen Dank an Bastei Lübbe Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Meine Meinung zu „die Übersetzerin“ von Jenny Lecoat: Zunächst habe ich etwas gebraucht mich mit der Geschichte vertraut zu machen. Der Schreibstil hat mir aber von der ersten Seite an sehr gefallen. Es handelt sich bei dem Buch um einen Roman, der auf einer wahren Begebenheit beruht. Allerdings hätte der Titel auch jeden anderen Namen tragen können, da wirklich nur in den ersten Seiten auf die Stelle der Übersetzerin eingegangen wurde. Hedy ist eine tolle Protagonistin, deren Gefühle ich aber leider nicht vollends vermittelt bekommen habe. Sie ist mutig, ängstlich, und frech. Zwischen Hedy und Kurt entwickelt sich sehr schnell eine Liebesbeziehung, die mir etwas zu schnell ging, ich aber dennoch in einer so schwierigen Zeit sehr schön fand. Für mich ein klarer Pluspunkt ist das Beruhen auf einer wahren Begebenheit. Ich lese sehr gerne Bücher, die zu der Zeit des zweiten Weltkriegs spielen, und einen Funken Wahrheit besitzen. Der Roman ist trotz der Ängste der Protagonisten wenig mit Spannung beladen, was wahrscheinlich auch viel an den sehr langen Kapiteln liegt. Die Geschichte hätte echt um einiges mehr Potenzial gehabt, welches leider auf vielen Strecken nicht genutzt wurde.
Ein interessantes und durchgehend spannendes Buch über eine komplexe und schwierige Zeit. Bis auf winzige Details sehr sauber recherchiert. Erfreulich auch, dass die Autorin nicht der Versuchung erlegen ist, der Geschichte diese unnötige, übersteigerte Dramatik mitzugeben, die man leider gelegentlich in historischen Romanen findet. Die Wahrheit ist in aller Regel dramatisch genug.
Ein wirkliches interessantes Thema, beruhend auf einer wahren Geschichte. Leider für mich nicht so richtig gut umgesetzt. Der Anteil der Liebesgeschichte im Roman war mir viel zu hoch, wobei mir die Anziehung der Beiden einfach nicht klar ist, dafür lerne ich als Leser die Charaktere nicht tief genug kennen. Gut trotzdem weil gerade die Besatzungszeit der Kanalsinseln während des 2. Weltkrieges gut rüber kommt und gerade im letzten Drittel wird es wirklich spannend.
Eindrucksvoll, emotional und erschreckend Worum geht’s? Die Jüdin Hedy flüchtet vor den Nazis aus Deutschland nach Jersey. Doch auch dort fallen die Deutschen ein. Sie ist gezwungen, bei der Station der Wehrmacht eine Stelle als Übersetzerin anzunehmen. Heimlich versucht sie, von innen heraus die Soldaten zu boykottieren, bis sie den Leutnant Kurt Neumann trifft und sich in diesen verliebt. Meine Meinung: „Die Übersetzerin“ von Jenny Lecoat ist ein absolut beeindruckendes Buch. Basierend auf einer wahren Begebenheit zaubert die Autorin aus wahren und fiktiven Details eine Geschichte, die so ergreifend und zu Herzen gehend ist, wie ich selten ein Buch gelesen habe. Perfekt recherchiert erweckt die Autorin das Bild einer Zeit wieder zum Leben, mit all seinen Grausamkeiten aber auch den kleinen glücklichen Momenten, und verzaubert ihre LeserInnen mit ihren Worten. Wir lernen Hedy kennen. Sie ist Jüdin und auf der Flucht, aber dennoch eine starke Frau, eine Kämpferin und eine Frau, die zu ihrem Wort steht. Man bewundert und bemitleidet sie gleichermaßen. Es ist erschreckend, was sie alles durchleben muss. An ihrer Seite Anton, ihr bester Kumpel, der gezwungen wird, in den Krieg zu ziehen. Und Dorothea, eine mindestens genauso starke Frau wie Hedy selbst und die Frau von Anton. Ich finde es schön, wie die Autorin auch die schwierige Entwicklung der Beziehung der Frauen zueinander beschreibt. Und dann haben wir noch Kurt, den Leutnant, in den Hedy sich verliebt. Auch er gefällt mir gut, ein starker Mann, der sich ebenfalls gegen das System auflehnt. Auch die Charaktere der „Bösen“ gefallen mit gut. Fischer, Wildgrube, Orange und wie sie alle heißen. Jenny Lecoat hat wirklich authentische Charaktere zum Leben erschaffen. Die Geschichte selbst hat mich ebenfalls ergriffen. Selbst kleinste Details hat die Autorin mit einbezogen und dadurch eine noch realere Welt gemalt. Die Beschreibung der Zustände in der Bevölkerung, der Hunger, der stumme Kampf – absolut eindrucksvoll dargestellt. Das Kämpfen der Einzelnen und der Gemeinschaft. Die Verfolgung von Hedy durch die Nazis. Überhaupt das Leben in dieser Zeit zwischen den Einheimischen und den Nazis. Alles wirkt so unglaublich real! Die Geschichte war spannend, erschreckend, mitreißend und auf ihre Art faszinierend. Besonders gut hat mir auch der Epilog am Ende gefallen, wo wir noch ein bisschen über die Zukunft von Hedy und Dorothea erfahren durften, die mir beide sehr ans Herz gewachsen sind! Fazit: „Die Übersetzerin“ von Jenny Lecoat ist eine unglaublich eindrucksvolle Geschichte, in der sich wahre Begebenheit und Fiktion gekonnt mischen. Die Autorin lässt eine Zeit wiederaufleben, die grausam und erschreckend war. Mit Hedy und Dorothea erschafft sie zwei außergewöhnliche Charaktere, die man einfach ins Herz schließen muss und mit denen man mitfühlt, mitleidet, mitkämpft und sich mitfreut über jeden noch so kleinen gewonnenen Kampf. Auch die Beschreibung der Landschaft, die Gefühle der Menschen, all das wirkt so unglaublich real und greifbar. Die Erlebnisse dieses schrecklichen Krieges, die Besatzung, das Leben der Besetzer und der Besetzten. Die anschließende Befreiung und das Leben danach. Vielen Dank auch für den Epilog, in dem wir noch etwas über die Zukunft von Hedy und Dorothea erfahren durften – ich habe die beiden Frauen Seite für Seite immer mehr ins Herz geschlossen und war froh, am Ende noch etwas über ihre Zukunft lesen zu dürfen. 5 Sterne von mir für dieses beeindruckende Werk über eine erschreckende Zeit und über starke Menschen!
Zum Buch: Hedwig, genannt Hedy, ist als Jüdin aus Wien auf die KanalInsel geflohen. Dort erlebt sie 1940 die Besetzung der Deutschen. Als in einem Stützpunkt Übersetzer gesucht werden, verheimlicht sie ihre Herkunft und beginnt bei der Deutschen Besatzung zu arbeiten. Dort lernt sie den Leutnant Kurt Neumann kennen und lieben, stets bewusst das sie immer in Gefahr ist entdeckt und desotiert zu werden ... Meine Meinung: Eine Kriegsgeschichte mit wahren Hintergrund, gut recherchiert, warmherzig und authentisch erzählt. Aber es hatte auch seine Längen, manchmal war es meiner Meinung nach nicht relevant für die Geschichte und richtig gepackt hatte mich das Buch auch erst in der zweiten Hälfte. Das Ende, das letzte Viertel war dann so spannend und packend das ich es kaum noch aus der Hand legen konnte. Alles in allem ein bewegender, sehr bedrückende Roman über eine Zeit, die wir alle gerne Rückgängig machen würden. Die dunkle Vergangenheit, sehr authentisch und ehrlich erzählt. Für alle, die sich für die Zeit interessieren ist es sicherlich spannend zu lesen.
Beschreibung Als sich Österreich dem nationalsozialistischen Deutschen Reich anschließt, flieht Hedy von Wien auf die britische Kanalinsel Jersey. Doch schon bald treffen auch auf der Insel die Deutschen ein und unter der Besatzungsmacht ist das Leben für die junge Jüdin äußerst gefährlich. Aus ihrer Not heraus nimmt Hedy eine Stelle als Übersetzerin bei den deutschen Besatzern an und begegnet dem Soldaten Kurt, in dem sie gegen jede Vernunft die große Liebe findet. Zusammen versuchen sie die schweren Kriegsjahre zu überstehen… Meine Meinung Romane, die auf wahren Begebenheiten oder realen Personen beruhen, lese ich äußerst gerne und so ist Jenny Lecoats historischer Roman »Die Übersetzerin« auf meinen Radarschirm geraten. Die Autorin hat um die Jüdin Hedwig Bercu-Goldenberg (kurz ›Hedy‹), welche mit Anfang 20 vor den Nationalsozialisten von Österreich auf die britische Kanalinsel Jersey floh und dort als Übersetzerin für die deutschen Besatzer arbeitete, eine eindrucksvolle Geschichte und Romanze gewoben. Dabei wurden Namen verändert und Jenny Lecoat hat die historisch belegten Details mit freier Hand für fiktionale Einflüsse zu einem ergreifenden Gesamtpaket verschnürt. In »Die Übersetzerin« wird ein Zeitrahmen von 1940 bis 1946 eingefangen und ein deutliches Bild der Situation für die Bewohnerinnen und Bewohner der Kanalinsel Jersey zur Zeit des Zweiten Weltkriegs unter den deutschen Besatzern gezeichnet. Die harten Lebensumstände für die britische Bevölkerung mit Lebensmittelknappheit, Verboten und Rationierungen stellen den Hintergrund für eine besondere Romanze. Hedy mit ihrer jüdischen Herkunft und dem ständigen Bangen um ihre Sicherheit gerät in einen Gewissenskonflikt, als ihr vorgeschlagen wird, dass sie sich doch auf die Stelle als Übersetzerin bei den deutschen Besatzern bewerben soll. Doch die Not ist so groß, sodass sie für ihr Überleben zu allem bereit ist. Besonders die angespannte Atmosphäre auf Jersey hat Jenny Lecoat so dicht gewoben, dass sie zum Greifen nah scheint und man ein gutes Bild von der besonderen Stellung der Kanalinsel während des Krieges erhält. Die Inselbewohnerinnen und Bewohner waren der deutschen Besatzungsmacht ausgeliefert und wurden damit in die Situation gebracht, die für ein Überleben die Kooperation erforderlich machte. Gut gefallen haben mir daher die Kleinigkeiten, mit denen Hedy und ihre Freundin Dorothea eine Art stille Rebellion führen. Allerdings setzen sich die beiden damit auch einer großen Gefahr aus. Die Romanze zwischen Hedy und dem deutschen Wehrmachtssoldaten Kurt zeigt herrlich auf, dass Feind nicht immer gleich Feind ist und macht trotz der Nähe zum Kitschigen einen authentischen Eindruck. Ich habe auf jeden Fall bis zum Schluss mit Kurt und Hedys Schicksal mitgefiebert! Etwas zu kurz kommt mir allerdings die Vergangenheit der beiden Protagonisten. Gerade bei Hedy wären Rückblenden zu ihrer Flucht von Österreich auf Jersey ein guter Punkt gewesen, um der Geschichte noch mehr Tiefe zu verleihen. Fazit Eine ergreifende Lektüre, die das Leben auf der Kanalinsel Jersey während des Zweiten Weltkriegs mit einer berührenden Liebesgeschichte verknüpft. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 28.11.2021
Ich wollte schon länger so einen Roman lesen. Eine Geschichte von unmöglicher Liebe. Eine Geschichte von Verzweiflung und Angst. Es war grausam, zu lesen, wie es war. Besetzt. Ausgeliefert. Zunächst plätschert das Buch so hin und man wird in die Situation eingeführt. Man lernt Hedy und Kurt ein wenig kennen und ihre Gefühle zu ihren Lagen. Es wurden aber auch die anderen Charaktere wie Dorothea und Anton eingeführt (ich konnte nie verstehen, was Hedy gegen Dorothea hat, mich hat ihre Feindseligkeit total gestört). Dann trafen sie aufeinander. Hedy und Kurt. Ihre Liebe war komplett wahnsinnig und manches Mal fragte ich mich, ob das zu dieser Zeit möglich war. Auch die Überzeugungen von Kurt. Aber es beruht ja auf einer wahren Geschichte. Irgendwann ab Mitte des Buchen spitzte sich die Lage zu und hatte ich wirklich Sorge, Kurt, Dorothea und Hedy könnten es nicht überleben. Die Autorin hat es geschafft, das Leid und die unterschwellige Angst der Protagonisten auf die Leser:innen zu übertragen. Doch mir fehlte die Tiefe zu den Charakteren. Natürlich hatte ich Angst, aber ich litt nicht so mit, wie ich es gerne getan hätte. Besonders fiel mir das bei Kurt und Hedys Momenten auf oder wenn sie kein Essen mehr hatten und ich mich fragte, ob und wie sie es überleben. Es gab aber keine Erklärung. So hat man die Persönlichkeiten nur angekratzt, sie fühlten sich manchmal für mich nicht real an. Vermutlich hatte ich einfach zu wenig Bindung zu ihnen. Das Buch hätte wirklich ein paar Seiten länger sein können, um noch tiefer in die Geschichte einzutauchen. Am Ende aber habe ich viel dazu gelernt und mir ein ganz neues Bild machen können. Die Einheimischen, die Bewohner der Insel, wurden gequält und unterdrückt, doch die kleinen Aufstände und die Liebe von Kurt zu Hedy hat mir wirklich Hoffnung gegeben.
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Jersey, 1940. Als Hedy eine Stelle als Übersetzerin für die deutschen Besatzer der Kanalinsel antritt, weiß niemand, dass die junge Frau Jüdin ist. Während sie durch heimliche Akte des Widerstands versucht, gegen die Nazis aufzubegehren, verliebt sie sich ausgerechnet in den deutschen Wehrmachtssoldaten Kurt, der ihre Gefühle erwidert. Doch Hedys Identität bleibt nicht lange verborgen. Gemeinsam mit Kurt und einer guten Freundin schmiedet Hedy einen mutigen Plan, um ihren Verfolgern zu entkommen ...
Book Information
Author Description
Jenny Lecoat kam in Jersey zur Welt, nur fünfzehn Jahre nach dem Ende der Besatzung der Kanalinseln durch die Nazis. Im Anschluss an ihr Schauspielstudium an der Universität von Birmingham zog sie nach London und arbeitete als Moderatorin und Zeitschriften-Kolumnistin, bevor sie 1994 vollberuflich Fernsehautorin wurde. Die Übersetzerin ist ihr erster Roman.
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Leben unter der Besatzung auf Jersey. Die Kanalinseln wurden von den Nazis besetzt und Hedy, die als Jüdin geflüchtet ist, bekommt es nun mit der Angst zu tun. Tatsächlich "versteckt" sie sich als Übersetzerin in der Zentrale der Nazis. Sie lernt Kurt kennen. Er kann mit nichts was die Nazis sagen und zum anfangen, hatte aber keine Wahl und ist als Leutnant auf den Kanalinseln. Er verliebt sich in Hedy und als es für sie immer gefährlicher wird, hilft er ihr ihrer Freundin Dorothea zu überleben und Hedy zu verstecken. Die Kanalinseln werden häufig vergessen, dass auch dort Krieg war und die Menschen unter der Besatzung gelitten haben.
Gutes Buch
Ich hab des Buch im Handel das erste mal gesehen und mir gedacht ich nehme es einfach mit. Ohne Erwartungen bin ich rein gestartet. Die Story hat mich mal mehr und mal weniger gepackt. Zwischendurch hatte ich auch immer Leseflauten. Zum Ende hin hatte ich eher ein ungutes Gefühl wie das Buch ausgehen würde, aber das wurde dann nicht bestätigt. Man darf auch nicht vergessen, dass die Story auf einer wahren Geschichte beruht. Also ich kann mir nur im geringsten vorstellen, was diese Personen alles aushalten und durchleben mussten. Umso schöner, dass diese (Liebes-) Geschichte mit dem Rest der Welt geteilt wird. Ich bin rundum zufrieden
Interessant.
Ich finde einfach die ganze Thematik des zweiten Weltkriegs immer wieder interessant und sehr erschütternd. So auch die Geschichte der jüdischen Übersetzerin Hedy, die durch die Hilfe von Freundschaft und Liebe sich durch den zweiten Weltkrieg kämpft. Alle Eindrücke, die man bekommen hat, von minimalem Widerstand, Verstecken bis zur absoluten Hungersnot war sehr erschütternd, genau beschrieben und interessant. Ich hatte mir etwas mehr von dem Buch erhofft, aber bin trotzdem froh, es gelesen zu haben!
Ich hab mir meine eigene Meinung gebildet 🪻
Fast hätte ich dieses Buch (aufgrund schlechter Bewertungen!) von meiner Leseliste gestrichen - zum Glück nicht! Ich habe mir meine eigene Meinung gebildet 🪻 Man kann den Roman fast als eine Biografie von Hedy Bercu bezeichnen. Nicht nur deshalb konnte mich der Roman total begeistern, sondern auch durch den lebendigen Schreibstil. Es grenzt an ein Wunder, dass Hedy überlebt hat. 5/5 Sterne Spoiler Alert: Bitte nicht den Eintrag auf Wikipedia von Hedy Bercu lesen 😄

Die Übersetzerin" von Jenny Lecoat spielt auf der von den Nazis besetzten Kanalinseln Jersey in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. Der Klappentext entsprach meinem Beuteschema und auch die Kombination vom historischen Roman und Liebesgeschichte fand ich gelungen. Auch wenn es etwas klischeehaft ist: eine Jüdin verliebt sich in einen Wehrmachtsoffizier und wird durch ihn gerettet. Trotz dieses Klischees habe ich jede einzelne Seite mit großer Begeisterung gelesen. Gerade die Geschichte der Besatzungszeit interessiert mich sehr und wie sehr die Bevölkerung der Inseln mit der Wehrmacht kollaboriert haben oder nicht. Die Sprache ist bildhaft und Lecoat gelingt es gut, die Zeit mit all ihren Schrecken und Ängsten einzufangen. Mit der Besatzung, den Bombardements, der Nahrungsmittelreduktion. Es ist authentisch und glaubwürdig dargestellt. Nicht nur bei Hedy, Kurt und Dorothea, den drei Protagonisten, sondern auch bei der Bevölkerung von Jersey. Auch die Charakterentwicklung, speziell bei Dorothea vom naiven Mädchen zur tapferen kämpfenden Frau, die zu Hedy steht und ihr Leben riskiert. Allein die Idee von Hedy unter dem Auge des Feindes zu arbeiten, Hut ab vor der Courage. Gut gefallen hat mir Kurt und die Darstellung seiner Sicht auf die Nazis und ihre Rassenideologie. Man erkennt, dass er als Ingenieur nicht wirklich hinter der Ideologie steht. Dann ist da noch Hedy, eine aus Österreich vor den Nazis auf die Kanalinsel geflohene Jüdin, die nun als Übersetzerin für die Besatzungsmacht arbeitet. Auch wenn die Geschichte sich eigentlich um sie dreht, ist sie für mich, von allen Personen, der am schwächsten dargestellte Charakter des Buches. Sie bleibt für mich blass und entwickelt sich im Vergleich zu Dorothea und Kurt nicht weiter. Würde die Handlung nicht auf wahren Begebenheiten beruhen, so würde ich manches als an den Haaren herbeigezogen bezeichnen. Vieles kommt unglaubwürdig vor, aber zeigt allerdings auch, dass das Leben so manches mal seltsame Wege geht. Leseempfehlung für alle, die sich für die Zeit, die Kanalinseln und auch einer Liebesgeschichte nicht abgeneigt sind..
Meiner Meinung nach ist die Geschichte gut und sehr emotional, doch es ist zu detailliert geschrieben und es beinhaltet zu viele Fremdwörter, was mir persönlich schwergefallen ist leicht zu verstehen. Und was mir noch nicht gefallen hat ist, dass die Sätze zu lang sind. Es macht das Buch nur noch komplizierter.
Hedy, eine österreichische Jüdin, glaubt den Nazis entkommen zu sein. Von ihren Eltern und Schwester getrennt, baut sie sich ein neues Leben auf Jersey auf. Doch ihr Plan geht nicht auf: 1940 landen die ersten Truppen der deutschen Wehrmacht auf der Kanalinsel. Hedy ist verzweifelt, wurde sie sofort als Jüdin klassifiziert und verliert ihren Job postwendend. Lebensmittelkarten sind ihr jetzt verboten und anfänglich wird sie noch von ihrem besten Freund Anton mit Lebensmittel versorgt, doch das Essen reicht nicht zum Überleben. Sie nimmt eine Stelle als Übersetzerin an - ausgerechnet für die Nazis. Durch Zufall lernt sie den Besatzungsoffizier Kurt kennen und die verbotene Liebe nimmt ihren herausfordernden Lauf. Die Geschichte von Jenny Lecoat beruht auf einer wahren Begebenheit. Der Schreibstil ist fliessend und fesselnd und ich war sofort in der Geschichte angekommen. Mein Fazit: Die Nazis sind mir eigentlich zu nett dargestellt und die fürchterlichen Gräueltaten der selbsternannten Herrenrasse sind mir nicht intensiv genug beschrieben worden, jedoch war die Geschichte so spannend aufgebaut, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Und genau das macht ein gutes Buch aus. Es gibt andere, intensivere Bücher aus der Nazizeit, aber hier stand die deutsch/jüdische Liebesgeschichte mit allen Gefahren im Vordergrund und die gefiel mir sehr..
Vor allem die zweite Hälfte des Buches konnte mich dann doch überzeugen
Eine süße Liebesgeschichte mal aus einer ganz anderen Perspektive. Tragisch und dennoch hoffnungsvoll. Die Charaktere waren authentisch, auch wenn mir Anfang die Protagonistin Hedy super unsympathisch war, weil Sie immer so fies zu Dorothea war. hat sich aber dann schnell gelegt. Wer Kriegsgeschichten mag, sollte dem Buch mal eine Chance geben.
Eine tief bewegende Geschichte von Mut und Liebe in einer dunklen Zeit. Der Roman führt den Leser in die Zeit des 2. Weltkriegs auf die Kanalinsel Jersy. Hedy lebt in ständiger Angst und Unterdrückung doch die Liebe ist stärker als alles andere. Wie grausam diese Zeit war, wie viel Leid all diese Menschen ertragen musste, es ist unvorstellbar und immer wieder erschreckend….
Das Cover und der Klappentext sind sehr passend gewählt und geben einen guten Eindruck darauf, was einem im Buch erwartet. Was ich zuvor auch nicht wusste war, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht und die Autorin auf der Insel 15 Jahre nach Kriegsende geboren wurde. Darüber wurde ich mit einem beigelegten Brief der Autorin informiert. Dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, hat das ganze Buch für mich noch viel wertvoller gemacht und umso wichtiger, dass diese Geschichte gelesen wird und man sich mit dem Thema auseinandersetzt. Dadurch, dass die Autorin selbst auf Jersey geboren wurde, ist die Geschichte auch unglaublich authentisch geschrieben. Man spürt sofort, dass sie die Insel kennt, mit der Geschichte aufgewachsen ist und persönlich mit den Menschen reden konnte, die zur Besetzungszeit der Nazis dort gelebt haben. Wirklich bemerkenswert ist ihr Schreibstil, mit dem sie es schafft, einen gedanklich in die Zeit zurück zu versetzen, viel Spannung aufzubauen und vor allem die Gefühle der Charaktere auf einen selbst überspringen zu lassen. Besonders wenn die Hauptperson Hedy sich verfolgt oder ängstlich gefühlt hat, hat sich dieses Gefühl übertragen und man hat gehofft, dass es gut ausgeht, obwohl man wusste, dass die Ereignisse längst geschehen sind. Ebenfalls sehr gut herausgearbeitet werden in dem Buch vielseitige Perspektiven auf die Motive und Gründe von Handlungen und Entscheidungen der Personen. Besonders gut beleuchtet finde ich Kurt, den Wehrmachtssoldaten, der eigentlich nie in die Armee wollte aber dazu gezwungen wurde, und auch nie die Rassenideologie mitgetragen, verstanden oder akzeptiert hat. Dieses Buch ist eines der wertvollsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe und macht einem immer wieder deutlich, wie schrecklich die Zeiten gewesen sind und dass wir definitiv verhindern müssen, dass jemals wieder solche Grausamkeiten geschehen.
Wer einen dunklen, schweren Kriegsroman erwartet, wird sicher nicht glücklich werden. Die Geschichte (nacherzählt nach wahrer Begebenheit) ist vor allem auf den romantischen Aspekt fokussiert, der Krieg zeigt zwar deutliche Auswirkungen im Buch, doch er wirkt weniger brutal und grausam wie in den meisten WW2 Büchern. Das kommt sicherlich auch daher, dass die Kanalinseln ein ganz anderer Drehort für so einen Roman ist, aber auch davon, dass der Fokus explizit eher auf den romantischen Part gesetzt wurde. Alles in allem hats mir wirklich gut gefallen, es ließ sich leicht und flüssig lesen und war definitiv interessant
Vielen Dank an Bastei Lübbe Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Meine Meinung zu „die Übersetzerin“ von Jenny Lecoat: Zunächst habe ich etwas gebraucht mich mit der Geschichte vertraut zu machen. Der Schreibstil hat mir aber von der ersten Seite an sehr gefallen. Es handelt sich bei dem Buch um einen Roman, der auf einer wahren Begebenheit beruht. Allerdings hätte der Titel auch jeden anderen Namen tragen können, da wirklich nur in den ersten Seiten auf die Stelle der Übersetzerin eingegangen wurde. Hedy ist eine tolle Protagonistin, deren Gefühle ich aber leider nicht vollends vermittelt bekommen habe. Sie ist mutig, ängstlich, und frech. Zwischen Hedy und Kurt entwickelt sich sehr schnell eine Liebesbeziehung, die mir etwas zu schnell ging, ich aber dennoch in einer so schwierigen Zeit sehr schön fand. Für mich ein klarer Pluspunkt ist das Beruhen auf einer wahren Begebenheit. Ich lese sehr gerne Bücher, die zu der Zeit des zweiten Weltkriegs spielen, und einen Funken Wahrheit besitzen. Der Roman ist trotz der Ängste der Protagonisten wenig mit Spannung beladen, was wahrscheinlich auch viel an den sehr langen Kapiteln liegt. Die Geschichte hätte echt um einiges mehr Potenzial gehabt, welches leider auf vielen Strecken nicht genutzt wurde.
Ein interessantes und durchgehend spannendes Buch über eine komplexe und schwierige Zeit. Bis auf winzige Details sehr sauber recherchiert. Erfreulich auch, dass die Autorin nicht der Versuchung erlegen ist, der Geschichte diese unnötige, übersteigerte Dramatik mitzugeben, die man leider gelegentlich in historischen Romanen findet. Die Wahrheit ist in aller Regel dramatisch genug.
Ein wirkliches interessantes Thema, beruhend auf einer wahren Geschichte. Leider für mich nicht so richtig gut umgesetzt. Der Anteil der Liebesgeschichte im Roman war mir viel zu hoch, wobei mir die Anziehung der Beiden einfach nicht klar ist, dafür lerne ich als Leser die Charaktere nicht tief genug kennen. Gut trotzdem weil gerade die Besatzungszeit der Kanalsinseln während des 2. Weltkrieges gut rüber kommt und gerade im letzten Drittel wird es wirklich spannend.
Eindrucksvoll, emotional und erschreckend Worum geht’s? Die Jüdin Hedy flüchtet vor den Nazis aus Deutschland nach Jersey. Doch auch dort fallen die Deutschen ein. Sie ist gezwungen, bei der Station der Wehrmacht eine Stelle als Übersetzerin anzunehmen. Heimlich versucht sie, von innen heraus die Soldaten zu boykottieren, bis sie den Leutnant Kurt Neumann trifft und sich in diesen verliebt. Meine Meinung: „Die Übersetzerin“ von Jenny Lecoat ist ein absolut beeindruckendes Buch. Basierend auf einer wahren Begebenheit zaubert die Autorin aus wahren und fiktiven Details eine Geschichte, die so ergreifend und zu Herzen gehend ist, wie ich selten ein Buch gelesen habe. Perfekt recherchiert erweckt die Autorin das Bild einer Zeit wieder zum Leben, mit all seinen Grausamkeiten aber auch den kleinen glücklichen Momenten, und verzaubert ihre LeserInnen mit ihren Worten. Wir lernen Hedy kennen. Sie ist Jüdin und auf der Flucht, aber dennoch eine starke Frau, eine Kämpferin und eine Frau, die zu ihrem Wort steht. Man bewundert und bemitleidet sie gleichermaßen. Es ist erschreckend, was sie alles durchleben muss. An ihrer Seite Anton, ihr bester Kumpel, der gezwungen wird, in den Krieg zu ziehen. Und Dorothea, eine mindestens genauso starke Frau wie Hedy selbst und die Frau von Anton. Ich finde es schön, wie die Autorin auch die schwierige Entwicklung der Beziehung der Frauen zueinander beschreibt. Und dann haben wir noch Kurt, den Leutnant, in den Hedy sich verliebt. Auch er gefällt mir gut, ein starker Mann, der sich ebenfalls gegen das System auflehnt. Auch die Charaktere der „Bösen“ gefallen mit gut. Fischer, Wildgrube, Orange und wie sie alle heißen. Jenny Lecoat hat wirklich authentische Charaktere zum Leben erschaffen. Die Geschichte selbst hat mich ebenfalls ergriffen. Selbst kleinste Details hat die Autorin mit einbezogen und dadurch eine noch realere Welt gemalt. Die Beschreibung der Zustände in der Bevölkerung, der Hunger, der stumme Kampf – absolut eindrucksvoll dargestellt. Das Kämpfen der Einzelnen und der Gemeinschaft. Die Verfolgung von Hedy durch die Nazis. Überhaupt das Leben in dieser Zeit zwischen den Einheimischen und den Nazis. Alles wirkt so unglaublich real! Die Geschichte war spannend, erschreckend, mitreißend und auf ihre Art faszinierend. Besonders gut hat mir auch der Epilog am Ende gefallen, wo wir noch ein bisschen über die Zukunft von Hedy und Dorothea erfahren durften, die mir beide sehr ans Herz gewachsen sind! Fazit: „Die Übersetzerin“ von Jenny Lecoat ist eine unglaublich eindrucksvolle Geschichte, in der sich wahre Begebenheit und Fiktion gekonnt mischen. Die Autorin lässt eine Zeit wiederaufleben, die grausam und erschreckend war. Mit Hedy und Dorothea erschafft sie zwei außergewöhnliche Charaktere, die man einfach ins Herz schließen muss und mit denen man mitfühlt, mitleidet, mitkämpft und sich mitfreut über jeden noch so kleinen gewonnenen Kampf. Auch die Beschreibung der Landschaft, die Gefühle der Menschen, all das wirkt so unglaublich real und greifbar. Die Erlebnisse dieses schrecklichen Krieges, die Besatzung, das Leben der Besetzer und der Besetzten. Die anschließende Befreiung und das Leben danach. Vielen Dank auch für den Epilog, in dem wir noch etwas über die Zukunft von Hedy und Dorothea erfahren durften – ich habe die beiden Frauen Seite für Seite immer mehr ins Herz geschlossen und war froh, am Ende noch etwas über ihre Zukunft lesen zu dürfen. 5 Sterne von mir für dieses beeindruckende Werk über eine erschreckende Zeit und über starke Menschen!
Zum Buch: Hedwig, genannt Hedy, ist als Jüdin aus Wien auf die KanalInsel geflohen. Dort erlebt sie 1940 die Besetzung der Deutschen. Als in einem Stützpunkt Übersetzer gesucht werden, verheimlicht sie ihre Herkunft und beginnt bei der Deutschen Besatzung zu arbeiten. Dort lernt sie den Leutnant Kurt Neumann kennen und lieben, stets bewusst das sie immer in Gefahr ist entdeckt und desotiert zu werden ... Meine Meinung: Eine Kriegsgeschichte mit wahren Hintergrund, gut recherchiert, warmherzig und authentisch erzählt. Aber es hatte auch seine Längen, manchmal war es meiner Meinung nach nicht relevant für die Geschichte und richtig gepackt hatte mich das Buch auch erst in der zweiten Hälfte. Das Ende, das letzte Viertel war dann so spannend und packend das ich es kaum noch aus der Hand legen konnte. Alles in allem ein bewegender, sehr bedrückende Roman über eine Zeit, die wir alle gerne Rückgängig machen würden. Die dunkle Vergangenheit, sehr authentisch und ehrlich erzählt. Für alle, die sich für die Zeit interessieren ist es sicherlich spannend zu lesen.
Beschreibung Als sich Österreich dem nationalsozialistischen Deutschen Reich anschließt, flieht Hedy von Wien auf die britische Kanalinsel Jersey. Doch schon bald treffen auch auf der Insel die Deutschen ein und unter der Besatzungsmacht ist das Leben für die junge Jüdin äußerst gefährlich. Aus ihrer Not heraus nimmt Hedy eine Stelle als Übersetzerin bei den deutschen Besatzern an und begegnet dem Soldaten Kurt, in dem sie gegen jede Vernunft die große Liebe findet. Zusammen versuchen sie die schweren Kriegsjahre zu überstehen… Meine Meinung Romane, die auf wahren Begebenheiten oder realen Personen beruhen, lese ich äußerst gerne und so ist Jenny Lecoats historischer Roman »Die Übersetzerin« auf meinen Radarschirm geraten. Die Autorin hat um die Jüdin Hedwig Bercu-Goldenberg (kurz ›Hedy‹), welche mit Anfang 20 vor den Nationalsozialisten von Österreich auf die britische Kanalinsel Jersey floh und dort als Übersetzerin für die deutschen Besatzer arbeitete, eine eindrucksvolle Geschichte und Romanze gewoben. Dabei wurden Namen verändert und Jenny Lecoat hat die historisch belegten Details mit freier Hand für fiktionale Einflüsse zu einem ergreifenden Gesamtpaket verschnürt. In »Die Übersetzerin« wird ein Zeitrahmen von 1940 bis 1946 eingefangen und ein deutliches Bild der Situation für die Bewohnerinnen und Bewohner der Kanalinsel Jersey zur Zeit des Zweiten Weltkriegs unter den deutschen Besatzern gezeichnet. Die harten Lebensumstände für die britische Bevölkerung mit Lebensmittelknappheit, Verboten und Rationierungen stellen den Hintergrund für eine besondere Romanze. Hedy mit ihrer jüdischen Herkunft und dem ständigen Bangen um ihre Sicherheit gerät in einen Gewissenskonflikt, als ihr vorgeschlagen wird, dass sie sich doch auf die Stelle als Übersetzerin bei den deutschen Besatzern bewerben soll. Doch die Not ist so groß, sodass sie für ihr Überleben zu allem bereit ist. Besonders die angespannte Atmosphäre auf Jersey hat Jenny Lecoat so dicht gewoben, dass sie zum Greifen nah scheint und man ein gutes Bild von der besonderen Stellung der Kanalinsel während des Krieges erhält. Die Inselbewohnerinnen und Bewohner waren der deutschen Besatzungsmacht ausgeliefert und wurden damit in die Situation gebracht, die für ein Überleben die Kooperation erforderlich machte. Gut gefallen haben mir daher die Kleinigkeiten, mit denen Hedy und ihre Freundin Dorothea eine Art stille Rebellion führen. Allerdings setzen sich die beiden damit auch einer großen Gefahr aus. Die Romanze zwischen Hedy und dem deutschen Wehrmachtssoldaten Kurt zeigt herrlich auf, dass Feind nicht immer gleich Feind ist und macht trotz der Nähe zum Kitschigen einen authentischen Eindruck. Ich habe auf jeden Fall bis zum Schluss mit Kurt und Hedys Schicksal mitgefiebert! Etwas zu kurz kommt mir allerdings die Vergangenheit der beiden Protagonisten. Gerade bei Hedy wären Rückblenden zu ihrer Flucht von Österreich auf Jersey ein guter Punkt gewesen, um der Geschichte noch mehr Tiefe zu verleihen. Fazit Eine ergreifende Lektüre, die das Leben auf der Kanalinsel Jersey während des Zweiten Weltkriegs mit einer berührenden Liebesgeschichte verknüpft. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 28.11.2021
Ich wollte schon länger so einen Roman lesen. Eine Geschichte von unmöglicher Liebe. Eine Geschichte von Verzweiflung und Angst. Es war grausam, zu lesen, wie es war. Besetzt. Ausgeliefert. Zunächst plätschert das Buch so hin und man wird in die Situation eingeführt. Man lernt Hedy und Kurt ein wenig kennen und ihre Gefühle zu ihren Lagen. Es wurden aber auch die anderen Charaktere wie Dorothea und Anton eingeführt (ich konnte nie verstehen, was Hedy gegen Dorothea hat, mich hat ihre Feindseligkeit total gestört). Dann trafen sie aufeinander. Hedy und Kurt. Ihre Liebe war komplett wahnsinnig und manches Mal fragte ich mich, ob das zu dieser Zeit möglich war. Auch die Überzeugungen von Kurt. Aber es beruht ja auf einer wahren Geschichte. Irgendwann ab Mitte des Buchen spitzte sich die Lage zu und hatte ich wirklich Sorge, Kurt, Dorothea und Hedy könnten es nicht überleben. Die Autorin hat es geschafft, das Leid und die unterschwellige Angst der Protagonisten auf die Leser:innen zu übertragen. Doch mir fehlte die Tiefe zu den Charakteren. Natürlich hatte ich Angst, aber ich litt nicht so mit, wie ich es gerne getan hätte. Besonders fiel mir das bei Kurt und Hedys Momenten auf oder wenn sie kein Essen mehr hatten und ich mich fragte, ob und wie sie es überleben. Es gab aber keine Erklärung. So hat man die Persönlichkeiten nur angekratzt, sie fühlten sich manchmal für mich nicht real an. Vermutlich hatte ich einfach zu wenig Bindung zu ihnen. Das Buch hätte wirklich ein paar Seiten länger sein können, um noch tiefer in die Geschichte einzutauchen. Am Ende aber habe ich viel dazu gelernt und mir ein ganz neues Bild machen können. Die Einheimischen, die Bewohner der Insel, wurden gequält und unterdrückt, doch die kleinen Aufstände und die Liebe von Kurt zu Hedy hat mir wirklich Hoffnung gegeben.

































