Die andere Seite des Himmels

Die andere Seite des Himmels

Softcover
4.040
SiebzigerFamiliengeschichteComing Of AgeKindheitserfahrungen

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Description

Die Kindheit ist ein Ort, an den wir immer wieder zurückkehren

Die zwölfjährige Bean und ihre Schwester Liz können gut auf sich allein aufpassen – und das müssen sie auch. Denn im Leben ihrer Mutter ist nur Platz für Träume, nicht für ihre Töchter. Bean und Liz wundern sich nicht, als sie nach einem Streit wieder einmal die Flucht ergreift. Dass sie jedoch wochenlang verschwindet, ist neu. Mutig schlagen sich die beiden Mädchen quer durch Amerika von Kalifornien bis nach Virginia durch, wo sie ihr liebenswerter Onkel unbeholfen aufnimmt. Endlich lernen Bean und Liz ihre Familie kennen. Doch gerade als sie sich zu Hause fühlen, taucht ihre Mutter wieder auf …

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
368
Price
10.30 €

Author Description

Jeannette Walls wurde in Phoenix, Arizona, geboren. Sie studierte am Barnard College und arbeitete über zwanzig Jahre als Journalistin in New York. 2006 erschien ihr Debüt Schloss aus Glas, das zum internationalen Bestseller avancierte und in dreiundzwanzig Sprachen übersetzt wurde. Walls lebt in Virginia.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
71%
N/A
N/A
N/A
48%
N/A
61%
69%
N/A
67%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
46%
70%
47%
43%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate100%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%

Posts

5
All
4.5

Verlorene Kindheit und die Suche nach Halt

Ich weiß noch, wie ich als Jugendliche "Schloss aus Glas" von der Autorin an einem einzigen Tag verschlungen habe und mich komplett damit identifizieren konnte. Im Kern ging mir das mit diesem Buch ganz ähnlich. Im Zentrum der Geschichte stehen zwei Kinder, die schon immer keine stabile Beziehung zu ihrer Mutter hatten. Sie hatten nie wirklich eine Mutter vor sich, sondern eher eine fremde Freundin, die man glücklich machen möchte – und sich dabei selbst komplett verliert. Besonders die Zeit, in der man beginnt zu wachsen und sich zu entwickeln, geht dadurch verloren. Bean übernimmt daher schon von Anfang an große Verantwortung. Als die Mutter schließlich ganz verschwindet, beginnt eine unglaublich große Reise für beide Kinder. Sie beginnen, sich selbst und ihre Wurzeln kennenzulernen. Doch genau diese Wurzeln scheinen sie gleichzeitig einzuengen und am Wachsen zu hindern. Trotzdem schaffen sie es immer wieder, neue Hoffnung zu schöpfen. Die Charaktere sind meiner Meinung nach gut ausgearbeitet. Besonders Bean mochte ich sehr, da sie mit einem besonderen Schicksalsschlag zu kämpfen hat. Die Mutter hingegen wirkt immer wieder wie eine Fremde, die das Glück ihrer Kinder zerstört. Was mich besonders mitgenommen hat, war, dass sie ihren Kindern immer wieder ihre eigene Wahrheit und ihr eigenes Scheitern aufgedrückt hat. Das Ende mochte ich insgesamt sehr. Zwischen Instabilität, Frust und Verlustängsten finden beide Mädchen ihren eigenen Weg. Sie entdecken neue Lebensaufgaben und Bestimmungen für sich. Einen halben Stern ziehe ich jedoch ab. Es wird häufig über farbige Menschen im Virginia der Siebzigerjahre gesprochen. Natürlich ist das ein wichtiges Thema und vermittelt ein klares Bild eines engstirnigen und konservativen Ortes. Allerdings gab es für mich daraus keinen wirklich storybasierten Konflikt.

5

Hier verbirgt sich ein kleines Highlight

Erwartet habe ich von dem Buch nicht viel, bekam aber sehr viel. Es konnte mich total begeistern. Vom Schreibstil bis hin zur Story und dem schönen Cover. Das Buch habe ich als Buddyread gelesen und statt es in 9 Tagen zu lesen, haben wir es in vier geschafft. Das spricht für das Buch. Die Protagonistin Bean (Jean), aus deren Ich-Perspektive wir das Buch lesen, ist zwölf Jahre alt, jedoch sehr reif. Reifer als ihre große 15-jährige Schwester. Bis dahin macht sie aber einiges an Entwicklung im Buch durch. Das Buch spielt im Jahr 1969/1970 und bringt die entsprechenden Vibes gut rüber. Es werden viele Probleme angesprochen, wie Mutterversagen, Provinzkorruption, Rassismus und was für Probleme das Erwachsen werden mit sich bringt. Aber auch das Zusammenführen der Familie. Mich konnte der Roman super begeistern absolute Leseempfehlung.

Hier verbirgt sich ein kleines Highlight
4

Wie schon in Schloss aus Glas erzählt Jeannette Walls auch in diesem Buch eine bewegende Geschichte über das Aufwachsen in den USA der 1970er Jahre ohne viel Geld. Die beiden Schwestern und Protagonistinnen Bean und Liz wachsen bei ihrer Mutter auf, die mehr mit ihren eigenen Träumen beschäftigt ist als mit der Verantwortung für ihre Töchter. Nach einem Streit verlässt die Mutte, wie so oft, das Haus und lässt die beiden Mädchen (etwa 12 und 14 Jahre alt) allein zurück. Zunächst hoffen Bean und Liz noch auf ihre Rückkehr, doch Wochen vergehen, ohne dass sich die Mutter meldet. Schließlich fassen sie den Entschluss, sich allein auf den Weg zu ihren einzigen Verwandten in die Südstaaten zu machen. Dort beginnen sie, sich ein neues Leben aufzubauen und wieder zur Schule zu gehen. Als sie jedoch anfangen, für den Besitzer der örtlichen Fabrik als Haushaltshilfen zu arbeiten, nimmt die Geschichte eine Wendung. Was mich an dem Buch gestört hat, ist der Umgang der Autorin mit rassistischer Sprache. Einige Begriffe und Formulierungen hätte man meiner Meinung nach vermeiden können – hier hätte ich mir mehr Sensibilität und eine diskriminierungsfreie Ausdrucksweise gewünscht. Dafür ziehe ich einen Punkt ab. Insgesamt hat mir die Geschichte jedoch, wie auch Schloss aus Glas, sehr gut gefallen.

4

Kinder einer Sängerin, die sie immer wieder alleine lässt, um ihrer Karriere nachzugehen. Die Geschwister Liz und Bean verstehen sich super und kommen alleine gut zurecht. Doch irgendwann lässt ihre Mutter sie länger allein als sonst und die beiden machen sich auf eigene Faust auf den Weg nach Virginia. Dort lebt Verwandschaft von ihnen und die beiden haben sichtlich Spaß daran, die Welt und das Haus ihres Onkels zu besichtigen. Bean, die nicht den gleichen Vater hat wie Liz, lernt dort auch die Familie ihres Vaters kennen und noch viele andere Dinge kommen ans Licht. Die Hauptfiguren waren wirklich toll und auch die Sprache des Romans war sehr passend. Man hatte die beiden wirklich immer vor Augen und es war einfach schön, mit ihnen diesen Weg zu gehen und so viele Erfahrungen zu machen. Das Buch kann ich wirklich jedem empfehlen, der einen Einblick in andere Welten möchte, in andere Familien und in die Köpfe von Kindern, die ihr Leben in so jungen Jahren ein Stück weit bereits selbst bestreiten. Wirklich lesenswert!

5

Irgendwie hatte ich gar nicht mitbekommen, dass es ein 3. Buch gibt. Wieso nicht? Das hier war auch wieder super.

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