Die Tinktur des Todes
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Description
»Eine Aufsehen erregende Kriminalgeschichte vor dem Hintergrund medizinischer Experimente im Edinburgh des 19. Jahrhunderts. Das Buch lässt sowohl die Stadt als auch die Epoche lebendig werden und ist eine großartige Lektüre.« Ian Rankin
1847: Eine brutale Mordserie an jungen Frauen erschüttert Edinburgh. Alle Opfer sind auf dieselbe grausame Weise gestorben. Zur gleichen Zeit tritt der Medizinstudent Will Raven seine Stelle bei dem brillanten und renommierten Geburtshelfer Dr. Simpson an, in dessen Haus regelmäßig bahnbrechende Experimente mit neu entdeckten Betäubungsmitteln stattfinden. Hier trifft Will auf das wissbegierige Hausmädchen Sarah, die jedoch einen großen Bogen um ihn macht und rasch erkennt, dass er ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt. Beide haben ganz persönliche Motive, die Morde aufklären zu wollen. Ihre Ermittlungen führen sie in die dunkelsten Ecken von Edinburghs Unterwelt und nur, wenn es ihnen gelingt, ihre gegenseitige Abneigung zu überwinden, haben sie eine Chance, lebend wieder herauszufinden.
»Parrys viktorianisches Edinburgh wird auf eindringliche Weise lebendig – als Welt des Schmerzes.« Val McDermid
Ambrose Parry ist das gemeinsame Pseudonym von Christopher Brookmyre und Marisa Haetzman. Das Paar ist verheiratet und lebt in Schottland. Brookmyre arbeitete nach seinem Studium der Englischen Literatur- und Theaterwissenschaften als Journalist in London, Los Angeles und Edinburgh. Der mehrfach preisgekrönte Autor hat über zwanzig Romane veröffentlicht, darunter internationale Bestseller. Marisa Haetzman ist Medizinhistorikerin und hat zwanzig Jahre als Anästhesistin gearbeitet. Ihre Forschungsarbeit zur modernen Anästhesie inspirierte das Paar, »Die Tinktur des Todes« zu schreiben.
Sherlock Holmes trifft Jack the Ripper – die packende Krimi-Reihe im historischen Edinburgh
Die „Morde von Edinburgh“-Reihe schickt sich an, dem viktorianischen Historienroman ein neues, schauriges Kapitel hinzuzufügen, das sich vor den großen Vorbildern des Genres nicht verstecken muss. Denn mit den sympathischen Protagonisten Will Raven und Sarah Fisher hat Ambrose Parry ein neues Powerpaar erschaffen, dem seine Fans in jedes Abenteuer folgen.
Book Information
Author Description
Ambrose Parry ist das Pseudonym der Autoren Christopher Brookmyre und Marisa Haetzman. Das Paar ist verheiratet und lebt in Schottland. Brookmyre arbeitete nach seinem Studium der Englischen Literatur- und Theaterwissenschaften als Journalist in London, Los Angeles und Edinburgh. Der mehrfach preisgekrönte Autor hat über zwanzig Romane veröffentlicht, darunter internationale Bestseller. Marisa Haetzman ist Medizinhistorikerin und hat zwanzig Jahre als Anästhesistin gearbeitet. Ihre Forschungsarbeit zur modernen Anästhesie inspirierte das Paar zu ihrer gemeinsamen Krimireihe um Will Raven und Sarah Fisher.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Naja 🫤
Eigentlich bin ich a bissl enttäuscht, da sich das Buch laut dem Klappentext super gut angehört hatte 🧐. Ich hatte mich auch riesig gefreut, als ich es aus meiner SuB Büchse gezogen hatte. Ich liebe Bücher aus der Zeit. Wenn es dann mal zum Spannungsaufbau kam, war es auch voll gut 👍, aber zwischendurch passiert halt lange nix. Ich werde die Reihe dann nicht fortsetzen….. Schade ☹️
Dieses Buch lag in schon recht lange auf meinem Stapel, und immer kam mir irgendwas dazwischen. Nun hab ich es doch endlich gelesen und bin im großen und ganzen Recht happy. Das Buch ist ein historischer Krimi, obwohl es fur mich eher "Cozy Crime" ist, da die historischen sowie die "Roman-"Elemente überwiegen. Trotzdem hat das Buch mich nicht enttäuscht und war ein sehr angenehmer Read passend zur Jahreszeit. Das Buch spielt in Edinburgh in der Mitte des 19. Jahrhunderts und behandelt neben einer Serie an Morden an Frauen aus den unteren Gesellschaftsschichten vor allen die Erlebnisse eines jungen Medizinstudenten und eines medizinisch ambitionierten Hausmädchens, eingebettet in die Suche nach einem vernünftigen Anästhesetikum. Die Chemie der Charaktere untereinander (Haupt- wie Neben-) hat mir gefallen. Die Charaktervorstellung lässt noch ein wenig Luft nach oben, aber das war bei dem ersten Teil einer Serie zu erwarten. Atmosphärisch mochte ich die Erzählung. Auch wenn phasenweise recht wenig passiert ist, hat mich das nicht gestört. Einige Nebenstories konnten ganz gut davon ablenken, dass es zeitweise wenig Fortschritte in der Hauptstory gab. Die Auflösung des Plots ist nicht unbedingt vorhersehbar, allerdings auch keine Meisterleistung der Literatur, worüber ich aber auch ganz gut wegsehen konnte. Alles in allem ein Buch, das man sich mal zur Hand nehmen kann und recht gut nebenbei wegliest.
Fesselnd bis zum Schluss
Super spannend, bis zur letzten Seite, wenn auch mit einigen langsamen Parts zwischendurch. Dadurch, dass das Buch von einer Anästhesisten und Medizinhistorikerin stammt, liefert die Geschichte - neben des fesselnden Falles - unheimlich interessante Einblicke in die Entstehung der Anästhesie und den damaligen Stand der Frauenheilkunde.
Gute und interessante Story, teilweise etwas langwierig.
Fand die Geschichte ganz gut. Bin lange Zeit gar nicht drauf gekommen, wer hinter den Morden steckt, habe zwischenzeitlich so gut wie alle verdächtigt 😂 Das Buch beginnt schon direkt mit dem ersten Todesfall, was den Einstieg leicht und auch direkt spannend macht. Allerdings hatte ich dann ziemliche lange das Gefühl, dass gar nix voran geht. Wobei ich das nicht grundsätzlich schlecht fand, weil man trotzdem viel über die Charaktere und deren Hintergründe erfahren hat...zumindest langsam. Und es hatte am Ende halt auch alles, was passiert ist, einen Sinn und wurde am Ende gut aufgeklärt. Ich mochte an dem Buch, dass es hierbei auch um den medizinischen Fortschritt bzw Forschung geht zu der damaligen Zeit und fand es auch irgendwie erschreckend zu lesen, wie schwierig so eine Geburt oder allgemein Operationen waren. Werde mir die folgenden Bände auf jeden Fall auch noch holen 😊
"Das war Edinburgh: öffentlicher Anstand und heimliche Sünde, Stadt tausender Doppelleben." Worum geht's? Edinburgh 1847. Der junge Will Raven wird Famulus bei dem berühmten Dr. Simpson. Gleichzeitig verstirbt eine Freundin von ihm auf unerklärliche Weise. Er möchte unbedingt herausfinden, woran sie starb. Im Haus der Simpsons, in dem er fortan lebt, begegnet er dem Hausmädchen Sarah. Auch sie verlor eine Freundin auf gleicher Art und Weise. Zusammen möchten sie die Begründung finden.. Schreibstil/Gestaltung: Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig. Dadurch, dass die Geschichte im Jahr 1847 spielt, sind auch die Gespräche dementsprechend angepasst. "So sehr, dass Sie sich in die fremden Gefilde des obersten Stocks wagen und bei mir klopfen. Solche Neugier kommt nicht von selbst, Mr. Raven. Etwas anderes speist sie, und Sie sollten mir die Höflichkeit erweisen, es mir zu verraten." Ebenso wurden "alte" Wörter benutzt, die viele heute gar nicht mehr kennen oder verwenden (Bücklinge, Famulus, Dirne, distungiert, Weibsvolk, Trottoir, Zauderei) Das Buch ist aus der 3. Person des Personalien Erzählers geschrieben. Er schlüpft abwechselnd in die Rolle von Sarah und Raven. Mit 61 Kapiteln ist das Buch relativ lang, ebenso wie die Kapitel selbst. Meine Meinung: Sehr interessant fand ich, dass man die Entstehungsgeschichte von Betäubungsmitteln zur Anästhesie lesen konnte. Ebenso, wie manche Operationen früher durchgeführt wurden und welche Hilfsmittel damals nur zur Verfügung standen. Manche Begriffe waren mir schon bekannt, da ich sie bei Serien wie Grey's Anatomy des öfteren schon gehört habe. Das hat es etwas angenehmer gemacht. Mein Fazit: Ich war, auf Grund des Klappentextes, voller Erwartungen, was das Buch so mit sich bringt. Ich habe gedacht, es ginge in die Richtung Jack the Ripper. Dass viel mehr Morde passieren und man mehr in die "Ermittlungen" von Will eintaucht. Leider hat sich das Buch sehr gezogen und meine Erwartungen nicht erfüllt. Erst ca. bei dem letzten Viertel wurde es spannender, dennoch kann ich es leider nicht empfehlen, außer man hat einen langen Atem. Schade, man hätte sicher viel mehr heraus holen können. 3,5/5 ⭐
Handlung und Charaktere gut, aber..
Ost der Schreibstil mein Problem. An sich ist er flüssig und gut zu lesen. Allerdings fühlen sich die Kapitel sich sehr abgehackt und teilweise zusammenhangslos an. Auch ist es manchmal etwas schwierig sich an die neue Sichtweise zu gewöhnen. Ansonsten hat das Buch aber viel Spaß gemacht. Die Handlung ist zwar etwas tröpfelnd, aber spannend geschrieben. Auch die Charaktere konnten mich überzeugen, besonders Sarah hat es mir angetan.
In diesem Buch passiert lange Zeit nicht viel, was mit dem Fall zu tun hat, vor dem Raven und Sarah stehen. Aber dennoch hat es mich komplett überzeugt. Ich liebe die Zeit und die Umgebung, in der es spielt, die beiden Hauptcharaktere haben mich von Anfang an überzeugt und ich sprachlich habe ich das Buch auch sehr genossen. Es reiht sich damit in die Jahreshighlights von 2024 ein und ich werde sicherlich auch weiter lesen in dieser Reihe.
𝐃𝐢𝐞 𝐓𝐢𝐧𝐤𝐭𝐮𝐫 𝐝𝐞𝐬 𝐓𝐨𝐝𝐞𝐬 Historische Kriminalromane lese ich ja immer gern und nun habe ich mit dieser Reihe begonnen. Wirklich hübsch ist zunächst einmal das Cover, was uns direkt verrät, es geht in ein viktorianisches Setting. Und genauso ist es, wir erleben eine Giftmordserie in Edinburg des Jahres 1848. Und wir begleiten zwei Protagonisten, Raven, einen jungen Arzt und Sarah, ein Hausmädchen. Beide finden in dieser Mordermittlung zusammen und ein bischen love gibt's dann auch. Die Kriminalgeschichte selbst fand ich so mittelprächtig spannend. Mal wieder war schon in der Mitte des Buches klar, wer der/die Täter/in ist. Auch die Liebesgeschichte musste wohl irgendwie sein. Ich hätte auch drauf verzichten können. Sehr lesenswert dagegen war der gesamte medizinhistorische Hintergrund. Die Geburten bei denen Raven assistiert und das Herumhandtieren mit frühen Anästhetika haben mich selbst in meine eigene Studienzeit zurückversetzt. Das fand ich extrem spannend geschildert und das gibt diesem Kriminalroman am Ende die richtige Würze. Diese Reihe ist sicherlich allen zu empfehlen, die viktorianische Krimis mögen.

Ach, was für einen coolen, historischen Krimi ich mir da aus dem Regal gezogen habe 😊 Das Setting war atmosphärisch und sehr stimmig zur Geschichte. Die Charaktere überzeugend und spannend. Zum Ende hin konnte man sich einiges zusammenreimen, aber die eine oder andere Überraschung hat mich dann doch überrumpelt. Besonders spannend fand ich auch die Schilderung der Fälle, die Raven und Dr. Simpson zusammen abgearbeitet haben. Das waren damals im 19. Jahrhundert doch noch teilweise sehr dunkle Zeiten. Alles andere als dunkel war der Haushalt in der Queen Street Nr. 52 😍😍😍 So behaglich und offen kommt die Truppe der Simpson Praxis daher und wirkt wie eine große Familie (ist sie ja auch zum Teil). Ich freue mich sehr darauf in „Das Gift der Lüge“ wieder zurückzukehren 😊
Schöne Atmosphäre, aber mir fehlte der große Wow-Moment
Das Buch war insgesamt wirklich schön geschrieben. Der Schreibstil ist sehr fließend und angenehm zu lesen, sodass ich ziemlich schnell durch die Seiten gekommen bin. Besonders gefallen hat mir, wie bildhaft alles beschrieben ist, viele Szenen haben sich beim Lesen fast wie ein Film vor meinem inneren Auge abgespielt. Auch die Figuren waren gut ausgearbeitet, man bekommt genug Raum, sie kennenzulernen und ihre Dynamiken zu verstehen. Außerdem spielt die Geschichte in der viktorianischen Zeit, was ich persönlich immer sehr mag. Diese Atmosphäre wurde hier wirklich gelungen eingefangen und hat dem Ganzen eine besondere Stimmung gegeben. Trotzdem war ich am Ende ein bisschen enttäuscht. Ich hatte mir irgendwie etwas anderes vorgestellt und habe die ganze Zeit auf diesen einen großen Moment gewartet, einen Plot-Twist oder eine Wendung, die mich wirklich überrascht. Leider blieb dieser Effekt für mich aus. Vieles war relativ vorhersehbar, und gerade gegen Ende hatte ich nicht das Gefühl, dass noch etwas wirklich Unerwartetes passiert. Dafür, dass das Buch ungefähr 400 Seiten hat (ich habe es als E-Reader gelesen), kam mir die Handlung stellenweise auch etwas langgezogen vor. Ich hätte mir ein etwas schnelleres Tempo und vielleicht ein paar mehr überraschende Entwicklungen gewünscht. Insgesamt definitiv kein schlechtes Buch, der Schreibstil, die Atmosphäre und die Charaktere waren wirklich schön gemacht. Aber die ganz große Begeisterung oder dieser „Wow“-Moment, der ein Buch für mich unvergesslich macht, hat mir leider ein bisschen gefehlt.
English: Basically, it's about a series of murders set in the time period of 18th century medicine. German: Im Grunde genommen geht es um eine Mordserie, welche auf dem zeitlichen Stand der Medizin des 18. Jahrhunderts spielt.
English: The ending was actually really well written. The problem, however, is (from my point of view) that the actual story was written in a very drawn-out and boring way. German: Das Ende war tatsächlich wirklich gut geschrieben. Das Problem ist allerdings (aus meiner Sicht), dass die eigentliche Geschichte sehr langgezogen und langweilig verfasst wurde.

Düstere, beklemmende Stimmung
Die Story zieht sich etwas und die "etwas anderen Ermittlungsmethoden" sind wohl der Zeit 1847 geschuldet, aber es war mal ein etwas anderer Krimi. Zeitweilig fragte ich mich, was das mit der Story zu tun hatte, aber das Ende klärt auf. Trickerwarnung: Es geht um grauenvoll beschriebene Geburtsmethoden, fragwürdige Abtreibungsversuche und Experimente zur Verbesserung von Betäubungsmitteln an Personen.
Also ich muss ja direkt mal gestehen, dass ich mir ja etwas ganz anderes unter dem Buch vorgestellt hatte. Schon allein durch den ersten Satz im Klappentext hatte ich eher etwas, hm, aktiveres/ actionreicheres/ lebhafteres(?) erwartet. Im Prinzip scheint dieser also nur zur Effekthascherei gedacht. Nichtsdestotrotz fand ich das Buch mit seiner sehr ruhigen Handlung gut und keineswegs langweilig, denn ich konnte die Charaktere kennen lernen, darauf hinfiebern ihre Geheimnisse zu ergründen und das Setting genießen. Es fühlte sich einfach gut an beim Lesen. Die wechselnden Sichten zwischen Will und Sarah gefielen mir, da ich so auch ein gutes Gefühl für die Protagonisten bekam. Der Schreibstil war schön zu lesen, wenngleich ich froh um das eBook war, da sich das Nachschlagen des einen oder anderen Wortes so wesentlich einfacher gestaltete. Wobei vieles, besonders die medizinischen Aspekte, auch im Buch erklärt werden, was die erschreckende Vorgehensweise der damaligen Zeit jedoch nicht unbedingt besser macht. Viele Dinge waren mitunter auch vorhersehbar und öfter stellte ich diverse Handlungen in Frage, aber es war nie so gravierend, dass ich die Lust am Lesen verlor. Sicher, es werden einige Klischees erfüllt. Beispielsweise das wissbegierige Hausmädchen, oder besser gesagt das aufmüpfige, was zu dieser Zeit ja eher ungewöhnlich ist, da der Stellenwerte der Frau eher nicht nennenswert ist. Der arme Student aus niederen Verhältnissen, der sich ja eigentlich keine Ausbildung solchen Ausmaßes leisten kann, es aber dennoch tut. Der gute Professor, der ihn aufnimmt, die Art des Hausmädchen toleriert und für die Armen da ist, weil er ja selbst mal klein angefangen hat, weswegen er voller Mitleid ist. (Und nein, das ist kein Spoiler, da es bereits auf den ersten seiten klar ist/ wird.) Ehrlich gesagt fand ich das nicht so schlimm. Vom Aufbau her war es recht gelungen, mitunter wegen dem Bedienen der Klischees. Erst mal kennen lernen, dann langsam Tempo anziehen, bei 80% wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und von meinem Puls sprechen wir erst gar nicht. Einzig im großen Finale gab es aus meiner Sicht den einen oder anderen Dämpfer. Nichtsdestotrotz konnte ich das Buch zufrieden abschließen und obwohl ich die Protagonisten nur so kurz begleitet habe, fand ich es fast schade sie ihrer Wege ziehen zu lassen. Doch bitte, keinen zweiten Band, denn das passt ganz gut wie es ist. Wobei ich ihn vermutlich dann trotzdem lesen würde, einfach um alte Gesichter wieder zu sehen. Ich hab das Setting und die Atmosphäre richtig geliebt beim Lesen. Die Bücher von Oscar de'Muriel, die so gerne lese, waren es, die mich anspornten zur "Tinktur des Todes" zu greifen, da es ebenfalls im viktorianischen Edinburgh spielt. Wer benannte Bücher kennt, sollte aber keine Vergleiche ziehen, da es in "Die Tinktur des Todes" um Welten ruhiger zugeht. Eine Zeit und ein Ort mit ganz eigenem Charme, wie ich finde. Fazit: Ein Spannungsroman aus dem viktorianischen Edinburgh, der hält was er verspricht. Detailreich, atmosphärisch und unterhaltsam.
Krimi mit sowohl historischem als auch medizinischem Hintergrund
Die Tinktur des Todes Ambrose Parry Dieser Krimi mit (nicht ganz wahrheitsgemäßem) medizinischem Hintergrund lässt das Edinburgh des 19. Jahrhunderts vollkommen lebendig werden, was sicher nicht zuletzt daran liegt, dass sich das Autorenpaar wie selbstverständlich natürlich auch einer dem entsprechenden Sprache bedient hat. Der Fall ist wird schlüssig aufgeklärt, man erfährt einiges über die Hintergründe der Protagonisten, die Stadt dieser Zeit wird authentisch und gut vorstellbar gezeichnet genau so wie das Leben dort und es gibt kaum Längen. Wer also Krimiliteratur mit historischem Hintergrund mag und auch vor ein wenig ungewohnter Sprache nicht zurückschreckt, ist hier sehr gut bedient. Note: ⭐️⭐️⭐️⭐️
Er ist ein angehender junger, ambitionierter Arzt und hat ein Praktikum bei einem Spezialisten auf dem Gebiet der Geburtshilfe ergattert. Will Raven kann sein Glück kaum fassen, dass seine Geliebte tot aufgefunden wurde, könnte ein nicht unbedeutender Stolperstein in seiner Karriere bedeuten. Ohnehin ist die ganze medizinische Gemeinschaft in Aufregung. Viele neue Entdeckungen wie Äther erleichtern ihre Arbeit. Der Umgang mit den neuen Stoffen will jedoch geübt sein, denn anhand einer Überdosis ist schon mancher verstorben. Während seiner Tätigkeit für Dr. Simpson bemerkt Will dass seine Geliebte nicht die Ausnahme war und immer wieder junge Frauen unter mysteriösen Umständen ums Leben kommen. Gemeinsam mit dem schlauen Zimmermädchen Sarah beginnt er zu ermitteln und kommt einem Engelmacher ohne gleichen auf die Spur. Ich danke jellybooks für die Bereitstellung dieses Leseexemplars, das mir sehr viel Freude bereitet hat. Ich bin generell interessiert an der Geschichte der Medizin und in diesem Werk wird sie verknüpft mit einem spannenden Krimi. Die Hauptfiguren fand ich sehr sympathisch, insbesondere das Zimmermädchen, das wissbegieriger ist, als manch ein Medizinstudent. Sarah hadert mit ihrem Schicksal, da sie als Frau nicht dieselben Möglichkeiten hat, Wissen zu erwerben und anzuwenden wie ein Mann. Da kommen ihr Wills Nachforschungen gerade recht. Beherzt stürzt sie sich in die Aufklärung der Todesfälle junger Frauen, der auch eine Freundin von ihr zum Opfer fiel. Will ist sehr klug, verbirgt aber seine wahre Herkunft um unter den doch gutsituierten Studiosi nicht anzuecken. Zu allem Unglück ist ihm ein Geldhai auf den Fersen, von dem er sich Geld geliehen hat und er sich gerade außer Stande sieht es zurückzuzahlen. Darin verwoben wird die Geschichte des Siegeszugs von Anästhetika und der steinige Weg zur Beherrschung der Narkose erzählt, der so manches unschuldige Opfer fordert. Ich habe mich sehr amüsiert und mit den Figuren mitgefiebert. Außerdem hatte ich erst kurz vor der Auflösung einen Verdacht, um wen es sich bei dem Mörder handelt. Ein toller medizinischer Krimi angesiedelt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Diese Reihe hat in mir einen Fan gefunden und ich werde mir mit Sicherheit Band 2 holen, sobald er in Deutsch erscheint.
Ein äußerst gelungener, historischer Krimi
Der Klappentext des Buches im Thalia-Onlineshop hatte mich sofort überzeugt und, kaum war es da, habe ich das Buch verschlungen. Zugegeben ... ich liebe die Kombination aus Krimi, Historie und Medizin und "die Tinktur des Todes" hat mich nicht enttäuscht. Der Krimi ist großartig geschrieben und vereint teils spannende Handlung mit medizinischem Wissen. Allem voran steht die etwas eigene Hauptfigur Will Raven, mit der man sich dennoch sehr gut indentifizieren kann. Seine Romanze zur ebenso wichtigen Hauptprotaginistin Sarah Fisher, lockert dern Roman etwas auf und zeigt von beiden Rollen mehr Tiefe. Gleichzeitig bleibt sie aber im Hintergrund und stört die eigentliche Handlung nicht. Kurz gefasst: Sehr empfehlenswertes Buch für alle, die die Thematik mögen. Ich freue mich auf die nächsten Teile!
Im September habe ich dieses Buch gelesen. 📖 Es spielt im 19. Jahrhundert in Schottland, was ich schon mal erfrischend fand. Denn sonst spielen die Cozy Crimes aus diesem Jahrhundert, die ich bisher gelesen habe, in England. Dieser Krimi entwickelt sich wirklich sehr, sehr langsam, was jedoch nicht langatmig ist. Denn auch die sonstige Handlung ist sehr gut und macht Spaß zu lesen - wenn man von den Grausamkeiten absieht, die früher bei Geburten passiert sind. Denn oft geht es genau darum, weil der Protagonist Will Raven seine Famulatur bei einem Arzt macht, der oft zu Geburten gerufen wird. 🤰 Immer wieder tauchen Frauen auf, die auf unerklärliche Weise tot sind, Fremdeinwirkung wird anfangs noch nicht vermutet. Doch da auch eine Freundin von Will tot ist, möchte er wissen, was mit ihr passiert ist. Bald schließt er sich mit dem Hausmädchen des Arztes Sarah zusammen. Diese ist sehr wissbegierig und taff. Ich mag sie sehr. Die beiden haben beschlossen, den Fall zusammen aufzuklären, denn auf die Polizei können sie sich in dem Fall kaum verlassen - es sind schließlich Frauen der Unterschicht, die es betrifft. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und da es sich hierbei um den Auftakt einer Reihe handelt, bin ich total gespannt auf die nachfolgenden Bände. 📚 ❓ Hast du dieses Buch schon gelesen oder ein anderes dieser Reihe? Wie hat es dir gefallen?
Historischer Krimi, Cozy vibes, aber wirklich gelungen!
Die Entdeckung des Chloroforms, ein Mörder und eine zarte Liaison. Der Schreibstil ist flüssig, das Buch liest sich quasi von selbst. Die Figuren sind sehr sympathisch und die Protagonistin ist ein kluges Hausmädchen namens Sarah Fisher. Endlich mal ein Krimi, bei dem mich die Enthüllung des Täters überrascht hat. Und das Ende lässt mich grinsend zurück.
Krimis sind eigentlich so gar nicht mein Genre. Diesen fand ich dennoch ganz gut, weil er gewisse Sherlock Holmes - Vibes hat und ich ein großer Fan der Sherlock Holmes Bücher bin. Vor allem die weibliche Protagonistin überraschete mich ein paar Mal mit ihrer Cleverness und ihrem Mut. Auch fand ich gut das medizinisch-geschichtliche Ereignisse in die Handlung mit eingearbeitet wurden. Lerneffekte die nebenher beim Lesen passieren sind mir immer sehr willkommen! Leider habe ich relativ früh durchschaut um wen es sich bei dem Täter handelt. Wäre dem nicht so gewesen, hätte ich es mit Sicherheit noch besser bewertet.
Der Schreibstil liest sich durchaus unterhaltsam, geradezu süffig, und lässt das historische Edinburgh in Bildern voll dichter Atmosphäre vor dem Leser auferstehen. Schnell wird klar: diese Stadt hat zwei Gesichter, denn die dekadente Welt der reichen Oberschicht hat nur wenig gemein mit der von harter Arbeit geprägten Welt der Bediensteten – oder gar dem Überlebenskampf der Bettler und Dirnen._ _ Die Krimi-Handlung des Buches beginnt damit, dass eine dieser blutjungen Dirnen tot aufgefunden wird, so schrecklich verrenkt, als sei sie unter unsäglichen Schmerzen gestorben. Der Unglückliche, der ihre Leiche findet, ist Protagonist Will Raven, der zwar ihre Dienste in Anspruch nahm, ihr aber auch in echter Freundschaft zugetan war. Um nicht ihres Mordes beschuldigt zu werden, nimmt er Reißaus… Doch im Laufe des Buches wird sich herausstellen, dass Evie bei weitem nicht das einzige Opfer war, und sein Gewissen lässt ihm keine Ruhe._ _ Die Besetzung dieses Historiendramas:_ _ Das Buch zieht den Leser schnell hinein in diese vielschichtige Gesellschaft, die noch gar nicht so lange her ist und doch aus heutiger Sicht so fremdartig erscheint. Da trifft es sich gut, dass verschiedene Charaktere als Sympathieträger fungieren und die Lesenden in ihre jeweiligen Kreise mitnehmen – allerdings fand ich die Protagonisten nicht immer hundertprozentig glaubhaft und zum Teil auch etwas stereotyp._ _ So entspricht das Hausmädchen Sarah zum Beispiel dem in Historienromanen altbekannten Klischee der ‘Feministin vor ihrer Zeit’: sie ist intelligent und selbstbewusst, würde lieber Studieren dürfen als Wäsche falten und findet neben ihren zahlreichen Pflichten noch die Zeit und Muße, die medizinischen Fachbücher ihres Arbeitgebers zu lesen. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie eine niedere Angestellte dieser Zeit das alles bewerkstelligen sollte._ _ Liebe zu Zeiten des Chloroform:_ _ Die Liebesgeschichte scheint unvermeidlich, sorgt aber für etwas unfreiwillige Komik, da sie sich allzu sehr in die Gefilde der Historienschmonzette verirrt. Natürlich können Will und Sarah sich anfangs nicht ausstehen, natürlich werden sie immer wieder aus unerfindlichen Gründen irgendwo zusammengepfercht, so dass sie auf Tuchfühlung gehen müssen, natürlich zeigt der kleine Will dann in einer hochgefährlichen Situation noch sein Stehvermögen._ _ Der interessanteste Charakter war für mich Dr. James Young Simpson, den es im echten Leben tatsächlich gab, und der die erfundenen Charaktere wunderbar ergänzt. Seine Selbstversuche mit Anästhetika sorgen auch für eine Prise Humor._ _ Mord und Medizin:_ _ Da ich mich ungemein für Medizin und Medizingeschichte interessiere und außerdem gerne Krimis lese, schien dieses Buch wie für mich höchstpersönlich geschrieben. Hier kamen also zwei ganz unterschiedliche Erwartungen zusammen, und leider wurde nur eine davon vollständig erfüllt – im gewissen Sinne sogar über das Maß hinaus._ _ Das Pseudonym ‘Ambrose Parry’ teilen sich tatsächlich der Schriftsteller Chris Brookmyre und die beratende Anästhesistin Dr. Marisa Haetzman. Die besten Voraussetzungen also für gründlich recherchierte, fundierte Szenen mit medizinischem Hintergrund, und tatsächlich habe ich da nichts zu meckern – ich habe sehr viel über die Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Zeit erfahren, was ich noch nicht wusste, sowie über die Anästhesie und deren Erforschung._ _ In vielen Szenen erlebt man das ganze Elend hautnah und ungeschönt mit, am liebsten würde man sich danach das imaginierte Blut von den Fingern waschen._ _ *** Triggerwarnung brutaler Kindstod ***_ _ Wenn man das Buch liest, könnte man den Eindruck gewinnen, dass damals jede zweite schwangere Frau in Edinburgh ein zu enges Becken hatte, um das Baby auf normalem Wege ans Tageslicht zu befördern. Und mangels anderer Optionen musste das Baby dann oft bei lebendigem Leibe im Geburtskanal zerkleinert werden… Das wird schonungslos bis ins Detail beschrieben und liest sich so grauenvoll, wie man sich das nur vorstellen kann._ _ Bei allem medizinischen Interesse fragte ich mich, ob ich wirklich direkt mehrere solcher Szenen brauchte, um zu verstehen, dass die Geburt für Frauen damals ein enormes Risiko darstellte. Überhaupt kommen Frauen hier in großer Zahl auf allerschrecklichste Weise zu Tode._ _ *** Triggerwarnung Ende ***._ _ Als Krimi leider enttäuschend:_ _ Schon recht früh im Buch schien mir die Lösung allzu offensichtlich, ich hoffte jedoch darauf, dass es sich dabei um eine falsche Fährte handelte. Je weiter die Handlung voranschritt, desto öfter dachte ich mir mit leiser Verzweiflung: lass das bittebitte nicht wirklich die Antwort sein… Leider vergeblich._ _ Besonders bitter fand ich, dass das Buch beworben wird als ‘so genial wie Sherlock Holmes’, jedoch keinem der als so intelligent dargestellten Protagonist*innen das Offensichtliche in den Sinn kommt._ _ Fazit_ _ Edinburgh, 1847: die Leichen mehrerer junger Frauen werden gefunden – sie sind anscheinend auf grausamste Art gestorben. Der junge Medizinstudent Will, das Hausmädchen Sarah und der brillante Dr. Simpson geraten mitten hinein in die Aufklärung der Morde._ _ Der Roman liest sich unterhaltsam runter, kann mit Atmosphäre punkten und ist sicher vor allem für Leser*innen spannend, die sich für die Geschichte der Medizin interessieren. Als Krimi ist das Buch für mich aber leider ein Flopp, weil die Lösung meines Erachtens schon sehr früh im Buch offensichtlich ist._ _ Diese Rezension erschien zunächst auf meinem Buchblog: https://wordpress.mikkaliest.de/rezension-ambrose-perry-die-tinktur-des-todes/
Ein historischer Roman mit kriminalistischen Zügen, für mich jedoch definitiv mehr historischer Roman als Krimi. Eine interessante Geschichte über Medizin im 19. Jahrhundert, über Entbindungen, Abtreibungen und die Rolle der Frau zu dieser Zeit. Sympathische Charaktere und ein schönes Drumherum haben mich das Buch gerne lesen lassen.
Langatmig und teils doch grausam Ich hatte mir viel von diesem Buch versprochen , aber so ganz mein Fall war es nicht. Es war wirklich gut recherchiert und auch interessant, aber für einen Krimi doch recht langatmig. Bis wirklich Spannung aufkam, musste ich erstmal ca.150 Seiten lesen, das ist mir eindeutig zu lang. Einerseits fand ich den Schreibstil passend zur Zeit und bei einem reinen Historischen Roman, wäre ich auch gefesselt gewesen, aber nicht bei einem Historischen Krimi. Da erwarte ich ein wenig mehr Spannung. Man erfährt trotzdem eine Menge, wie es damals so zuging und welche niedere Stellung Frauen damals hatten. Da bin ich froh, dass ich damals nicht gelebt habe. Die Protas fand ich angenehm, aber eine richtige Bindung konnte ich trotzdem nicht aufbauen. Ich fand die Idee durchaus gut, aber die Umsetzung war nicht ganz meins. Ich konnte mir alles gut vorstellen, angefangen von den Zwielichtigkeiten der damaligen Zeit , deren Gestalten , bis hin zu den damaligen Behandlungsmethoden der Frauenheilkunde war alles sehr realistische. Teils wurde einem ganz anders, bei dem Gedanken, wie Frauen damals bei einer komplizierten Geburt behandelt wurden, bei der sie nicht selten auch starben. Für mich war es also eher eine grausige sehr reale Geschichte , als ein Krimi, denn das was es zu letzterem gemacht hätte, fehlte mir leider, auch wenn es einige zwielichtige Gestalten gab. Ich werde Teil 2 nicht lesen. Ja, ich mag es auch mal grausam , dann aber nicht in dieser Form, sondern eher bei Geschichten sie man als erfunden einstufen kann. Was am Anfang zu langatmig war, war am Ende zu grausam. Da ich noch nicht mal eine Verbindung zu den Protas bekam, war dies nicht meine Geschichte. Eigentlich schade, da mir die Idee gut gefiel.
Langatmig und teils doch grausam Ich hatte mir viel von diesem Buch versprochen , aber so ganz mein Fall war es nicht. Es war wirklich gut recherchiert und auch interessant, aber für einen Krimi doch recht langatmig. Bis wirklich Spannung aufkam, musste ich erstmal ca.150 Seiten lesen, das ist mir eindeutig zu lang. Einerseits fand ich den Schreibstil passend zur Zeit und bei einem reinen Historischen Roman, wäre ich auch gefesselt gewesen, aber nicht bei einem Historischen Krimi. Da erwarte ich ein wenig mehr Spannung. Man erfährt trotzdem eine Menge, wie es damals so zuging und welche niedere Stellung Frauen damals hatten. Da bin ich froh, dass ich damals nicht gelebt habe. Die Protas fand ich angenehm, aber eine richtige Bindung konnte ich trotzdem nicht aufbauen. Ich fand die Idee durchaus gut, aber die Umsetzung war nicht ganz meins. Ich konnte mir alles gut vorstellen, angefangen von den Zwielichtigkeiten der damaligen Zeit , deren Gestalten , bis hin zu den damaligen Behandlungsmethoden der Frauenheilkunde war alles sehr realistische. Teils wurde einem ganz anders, bei dem Gedanken, wie Frauen damals bei einer komplizierten Geburt behandelt wurden, bei der sie nicht selten auch starben. Für mich war es also eher eine grausige sehr reale Geschichte , als ein Krimi, denn das was es zu letzterem gemacht hätte, fehlte mir leider, auch wenn es einige zwielichtige Gestalten gab. Ich werde Teil 2 nicht lesen. Ja, ich mag es auch mal grausam , dann aber nicht in dieser Form, sondern eher bei Geschichten sie man als erfunden einstufen kann. Was am Anfang zu langatmig war, war am Ende zu grausam. Da ich noch nicht mal eine Verbindung zu den Protas bekam, war dies nicht meine Geschichte. Eigentlich schade, da mir die Idee gut gefiel.
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Protagonist(s)
Pace
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»Eine Aufsehen erregende Kriminalgeschichte vor dem Hintergrund medizinischer Experimente im Edinburgh des 19. Jahrhunderts. Das Buch lässt sowohl die Stadt als auch die Epoche lebendig werden und ist eine großartige Lektüre.« Ian Rankin
1847: Eine brutale Mordserie an jungen Frauen erschüttert Edinburgh. Alle Opfer sind auf dieselbe grausame Weise gestorben. Zur gleichen Zeit tritt der Medizinstudent Will Raven seine Stelle bei dem brillanten und renommierten Geburtshelfer Dr. Simpson an, in dessen Haus regelmäßig bahnbrechende Experimente mit neu entdeckten Betäubungsmitteln stattfinden. Hier trifft Will auf das wissbegierige Hausmädchen Sarah, die jedoch einen großen Bogen um ihn macht und rasch erkennt, dass er ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt. Beide haben ganz persönliche Motive, die Morde aufklären zu wollen. Ihre Ermittlungen führen sie in die dunkelsten Ecken von Edinburghs Unterwelt und nur, wenn es ihnen gelingt, ihre gegenseitige Abneigung zu überwinden, haben sie eine Chance, lebend wieder herauszufinden.
»Parrys viktorianisches Edinburgh wird auf eindringliche Weise lebendig – als Welt des Schmerzes.« Val McDermid
Ambrose Parry ist das gemeinsame Pseudonym von Christopher Brookmyre und Marisa Haetzman. Das Paar ist verheiratet und lebt in Schottland. Brookmyre arbeitete nach seinem Studium der Englischen Literatur- und Theaterwissenschaften als Journalist in London, Los Angeles und Edinburgh. Der mehrfach preisgekrönte Autor hat über zwanzig Romane veröffentlicht, darunter internationale Bestseller. Marisa Haetzman ist Medizinhistorikerin und hat zwanzig Jahre als Anästhesistin gearbeitet. Ihre Forschungsarbeit zur modernen Anästhesie inspirierte das Paar, »Die Tinktur des Todes« zu schreiben.
Sherlock Holmes trifft Jack the Ripper – die packende Krimi-Reihe im historischen Edinburgh
Die „Morde von Edinburgh“-Reihe schickt sich an, dem viktorianischen Historienroman ein neues, schauriges Kapitel hinzuzufügen, das sich vor den großen Vorbildern des Genres nicht verstecken muss. Denn mit den sympathischen Protagonisten Will Raven und Sarah Fisher hat Ambrose Parry ein neues Powerpaar erschaffen, dem seine Fans in jedes Abenteuer folgen.
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Author Description
Ambrose Parry ist das Pseudonym der Autoren Christopher Brookmyre und Marisa Haetzman. Das Paar ist verheiratet und lebt in Schottland. Brookmyre arbeitete nach seinem Studium der Englischen Literatur- und Theaterwissenschaften als Journalist in London, Los Angeles und Edinburgh. Der mehrfach preisgekrönte Autor hat über zwanzig Romane veröffentlicht, darunter internationale Bestseller. Marisa Haetzman ist Medizinhistorikerin und hat zwanzig Jahre als Anästhesistin gearbeitet. Ihre Forschungsarbeit zur modernen Anästhesie inspirierte das Paar zu ihrer gemeinsamen Krimireihe um Will Raven und Sarah Fisher.
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Naja 🫤
Eigentlich bin ich a bissl enttäuscht, da sich das Buch laut dem Klappentext super gut angehört hatte 🧐. Ich hatte mich auch riesig gefreut, als ich es aus meiner SuB Büchse gezogen hatte. Ich liebe Bücher aus der Zeit. Wenn es dann mal zum Spannungsaufbau kam, war es auch voll gut 👍, aber zwischendurch passiert halt lange nix. Ich werde die Reihe dann nicht fortsetzen….. Schade ☹️
Dieses Buch lag in schon recht lange auf meinem Stapel, und immer kam mir irgendwas dazwischen. Nun hab ich es doch endlich gelesen und bin im großen und ganzen Recht happy. Das Buch ist ein historischer Krimi, obwohl es fur mich eher "Cozy Crime" ist, da die historischen sowie die "Roman-"Elemente überwiegen. Trotzdem hat das Buch mich nicht enttäuscht und war ein sehr angenehmer Read passend zur Jahreszeit. Das Buch spielt in Edinburgh in der Mitte des 19. Jahrhunderts und behandelt neben einer Serie an Morden an Frauen aus den unteren Gesellschaftsschichten vor allen die Erlebnisse eines jungen Medizinstudenten und eines medizinisch ambitionierten Hausmädchens, eingebettet in die Suche nach einem vernünftigen Anästhesetikum. Die Chemie der Charaktere untereinander (Haupt- wie Neben-) hat mir gefallen. Die Charaktervorstellung lässt noch ein wenig Luft nach oben, aber das war bei dem ersten Teil einer Serie zu erwarten. Atmosphärisch mochte ich die Erzählung. Auch wenn phasenweise recht wenig passiert ist, hat mich das nicht gestört. Einige Nebenstories konnten ganz gut davon ablenken, dass es zeitweise wenig Fortschritte in der Hauptstory gab. Die Auflösung des Plots ist nicht unbedingt vorhersehbar, allerdings auch keine Meisterleistung der Literatur, worüber ich aber auch ganz gut wegsehen konnte. Alles in allem ein Buch, das man sich mal zur Hand nehmen kann und recht gut nebenbei wegliest.
Fesselnd bis zum Schluss
Super spannend, bis zur letzten Seite, wenn auch mit einigen langsamen Parts zwischendurch. Dadurch, dass das Buch von einer Anästhesisten und Medizinhistorikerin stammt, liefert die Geschichte - neben des fesselnden Falles - unheimlich interessante Einblicke in die Entstehung der Anästhesie und den damaligen Stand der Frauenheilkunde.
Gute und interessante Story, teilweise etwas langwierig.
Fand die Geschichte ganz gut. Bin lange Zeit gar nicht drauf gekommen, wer hinter den Morden steckt, habe zwischenzeitlich so gut wie alle verdächtigt 😂 Das Buch beginnt schon direkt mit dem ersten Todesfall, was den Einstieg leicht und auch direkt spannend macht. Allerdings hatte ich dann ziemliche lange das Gefühl, dass gar nix voran geht. Wobei ich das nicht grundsätzlich schlecht fand, weil man trotzdem viel über die Charaktere und deren Hintergründe erfahren hat...zumindest langsam. Und es hatte am Ende halt auch alles, was passiert ist, einen Sinn und wurde am Ende gut aufgeklärt. Ich mochte an dem Buch, dass es hierbei auch um den medizinischen Fortschritt bzw Forschung geht zu der damaligen Zeit und fand es auch irgendwie erschreckend zu lesen, wie schwierig so eine Geburt oder allgemein Operationen waren. Werde mir die folgenden Bände auf jeden Fall auch noch holen 😊
"Das war Edinburgh: öffentlicher Anstand und heimliche Sünde, Stadt tausender Doppelleben." Worum geht's? Edinburgh 1847. Der junge Will Raven wird Famulus bei dem berühmten Dr. Simpson. Gleichzeitig verstirbt eine Freundin von ihm auf unerklärliche Weise. Er möchte unbedingt herausfinden, woran sie starb. Im Haus der Simpsons, in dem er fortan lebt, begegnet er dem Hausmädchen Sarah. Auch sie verlor eine Freundin auf gleicher Art und Weise. Zusammen möchten sie die Begründung finden.. Schreibstil/Gestaltung: Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig. Dadurch, dass die Geschichte im Jahr 1847 spielt, sind auch die Gespräche dementsprechend angepasst. "So sehr, dass Sie sich in die fremden Gefilde des obersten Stocks wagen und bei mir klopfen. Solche Neugier kommt nicht von selbst, Mr. Raven. Etwas anderes speist sie, und Sie sollten mir die Höflichkeit erweisen, es mir zu verraten." Ebenso wurden "alte" Wörter benutzt, die viele heute gar nicht mehr kennen oder verwenden (Bücklinge, Famulus, Dirne, distungiert, Weibsvolk, Trottoir, Zauderei) Das Buch ist aus der 3. Person des Personalien Erzählers geschrieben. Er schlüpft abwechselnd in die Rolle von Sarah und Raven. Mit 61 Kapiteln ist das Buch relativ lang, ebenso wie die Kapitel selbst. Meine Meinung: Sehr interessant fand ich, dass man die Entstehungsgeschichte von Betäubungsmitteln zur Anästhesie lesen konnte. Ebenso, wie manche Operationen früher durchgeführt wurden und welche Hilfsmittel damals nur zur Verfügung standen. Manche Begriffe waren mir schon bekannt, da ich sie bei Serien wie Grey's Anatomy des öfteren schon gehört habe. Das hat es etwas angenehmer gemacht. Mein Fazit: Ich war, auf Grund des Klappentextes, voller Erwartungen, was das Buch so mit sich bringt. Ich habe gedacht, es ginge in die Richtung Jack the Ripper. Dass viel mehr Morde passieren und man mehr in die "Ermittlungen" von Will eintaucht. Leider hat sich das Buch sehr gezogen und meine Erwartungen nicht erfüllt. Erst ca. bei dem letzten Viertel wurde es spannender, dennoch kann ich es leider nicht empfehlen, außer man hat einen langen Atem. Schade, man hätte sicher viel mehr heraus holen können. 3,5/5 ⭐
Handlung und Charaktere gut, aber..
Ost der Schreibstil mein Problem. An sich ist er flüssig und gut zu lesen. Allerdings fühlen sich die Kapitel sich sehr abgehackt und teilweise zusammenhangslos an. Auch ist es manchmal etwas schwierig sich an die neue Sichtweise zu gewöhnen. Ansonsten hat das Buch aber viel Spaß gemacht. Die Handlung ist zwar etwas tröpfelnd, aber spannend geschrieben. Auch die Charaktere konnten mich überzeugen, besonders Sarah hat es mir angetan.
In diesem Buch passiert lange Zeit nicht viel, was mit dem Fall zu tun hat, vor dem Raven und Sarah stehen. Aber dennoch hat es mich komplett überzeugt. Ich liebe die Zeit und die Umgebung, in der es spielt, die beiden Hauptcharaktere haben mich von Anfang an überzeugt und ich sprachlich habe ich das Buch auch sehr genossen. Es reiht sich damit in die Jahreshighlights von 2024 ein und ich werde sicherlich auch weiter lesen in dieser Reihe.
𝐃𝐢𝐞 𝐓𝐢𝐧𝐤𝐭𝐮𝐫 𝐝𝐞𝐬 𝐓𝐨𝐝𝐞𝐬 Historische Kriminalromane lese ich ja immer gern und nun habe ich mit dieser Reihe begonnen. Wirklich hübsch ist zunächst einmal das Cover, was uns direkt verrät, es geht in ein viktorianisches Setting. Und genauso ist es, wir erleben eine Giftmordserie in Edinburg des Jahres 1848. Und wir begleiten zwei Protagonisten, Raven, einen jungen Arzt und Sarah, ein Hausmädchen. Beide finden in dieser Mordermittlung zusammen und ein bischen love gibt's dann auch. Die Kriminalgeschichte selbst fand ich so mittelprächtig spannend. Mal wieder war schon in der Mitte des Buches klar, wer der/die Täter/in ist. Auch die Liebesgeschichte musste wohl irgendwie sein. Ich hätte auch drauf verzichten können. Sehr lesenswert dagegen war der gesamte medizinhistorische Hintergrund. Die Geburten bei denen Raven assistiert und das Herumhandtieren mit frühen Anästhetika haben mich selbst in meine eigene Studienzeit zurückversetzt. Das fand ich extrem spannend geschildert und das gibt diesem Kriminalroman am Ende die richtige Würze. Diese Reihe ist sicherlich allen zu empfehlen, die viktorianische Krimis mögen.

Ach, was für einen coolen, historischen Krimi ich mir da aus dem Regal gezogen habe 😊 Das Setting war atmosphärisch und sehr stimmig zur Geschichte. Die Charaktere überzeugend und spannend. Zum Ende hin konnte man sich einiges zusammenreimen, aber die eine oder andere Überraschung hat mich dann doch überrumpelt. Besonders spannend fand ich auch die Schilderung der Fälle, die Raven und Dr. Simpson zusammen abgearbeitet haben. Das waren damals im 19. Jahrhundert doch noch teilweise sehr dunkle Zeiten. Alles andere als dunkel war der Haushalt in der Queen Street Nr. 52 😍😍😍 So behaglich und offen kommt die Truppe der Simpson Praxis daher und wirkt wie eine große Familie (ist sie ja auch zum Teil). Ich freue mich sehr darauf in „Das Gift der Lüge“ wieder zurückzukehren 😊
Schöne Atmosphäre, aber mir fehlte der große Wow-Moment
Das Buch war insgesamt wirklich schön geschrieben. Der Schreibstil ist sehr fließend und angenehm zu lesen, sodass ich ziemlich schnell durch die Seiten gekommen bin. Besonders gefallen hat mir, wie bildhaft alles beschrieben ist, viele Szenen haben sich beim Lesen fast wie ein Film vor meinem inneren Auge abgespielt. Auch die Figuren waren gut ausgearbeitet, man bekommt genug Raum, sie kennenzulernen und ihre Dynamiken zu verstehen. Außerdem spielt die Geschichte in der viktorianischen Zeit, was ich persönlich immer sehr mag. Diese Atmosphäre wurde hier wirklich gelungen eingefangen und hat dem Ganzen eine besondere Stimmung gegeben. Trotzdem war ich am Ende ein bisschen enttäuscht. Ich hatte mir irgendwie etwas anderes vorgestellt und habe die ganze Zeit auf diesen einen großen Moment gewartet, einen Plot-Twist oder eine Wendung, die mich wirklich überrascht. Leider blieb dieser Effekt für mich aus. Vieles war relativ vorhersehbar, und gerade gegen Ende hatte ich nicht das Gefühl, dass noch etwas wirklich Unerwartetes passiert. Dafür, dass das Buch ungefähr 400 Seiten hat (ich habe es als E-Reader gelesen), kam mir die Handlung stellenweise auch etwas langgezogen vor. Ich hätte mir ein etwas schnelleres Tempo und vielleicht ein paar mehr überraschende Entwicklungen gewünscht. Insgesamt definitiv kein schlechtes Buch, der Schreibstil, die Atmosphäre und die Charaktere waren wirklich schön gemacht. Aber die ganz große Begeisterung oder dieser „Wow“-Moment, der ein Buch für mich unvergesslich macht, hat mir leider ein bisschen gefehlt.
English: Basically, it's about a series of murders set in the time period of 18th century medicine. German: Im Grunde genommen geht es um eine Mordserie, welche auf dem zeitlichen Stand der Medizin des 18. Jahrhunderts spielt.
English: The ending was actually really well written. The problem, however, is (from my point of view) that the actual story was written in a very drawn-out and boring way. German: Das Ende war tatsächlich wirklich gut geschrieben. Das Problem ist allerdings (aus meiner Sicht), dass die eigentliche Geschichte sehr langgezogen und langweilig verfasst wurde.

Düstere, beklemmende Stimmung
Die Story zieht sich etwas und die "etwas anderen Ermittlungsmethoden" sind wohl der Zeit 1847 geschuldet, aber es war mal ein etwas anderer Krimi. Zeitweilig fragte ich mich, was das mit der Story zu tun hatte, aber das Ende klärt auf. Trickerwarnung: Es geht um grauenvoll beschriebene Geburtsmethoden, fragwürdige Abtreibungsversuche und Experimente zur Verbesserung von Betäubungsmitteln an Personen.
Also ich muss ja direkt mal gestehen, dass ich mir ja etwas ganz anderes unter dem Buch vorgestellt hatte. Schon allein durch den ersten Satz im Klappentext hatte ich eher etwas, hm, aktiveres/ actionreicheres/ lebhafteres(?) erwartet. Im Prinzip scheint dieser also nur zur Effekthascherei gedacht. Nichtsdestotrotz fand ich das Buch mit seiner sehr ruhigen Handlung gut und keineswegs langweilig, denn ich konnte die Charaktere kennen lernen, darauf hinfiebern ihre Geheimnisse zu ergründen und das Setting genießen. Es fühlte sich einfach gut an beim Lesen. Die wechselnden Sichten zwischen Will und Sarah gefielen mir, da ich so auch ein gutes Gefühl für die Protagonisten bekam. Der Schreibstil war schön zu lesen, wenngleich ich froh um das eBook war, da sich das Nachschlagen des einen oder anderen Wortes so wesentlich einfacher gestaltete. Wobei vieles, besonders die medizinischen Aspekte, auch im Buch erklärt werden, was die erschreckende Vorgehensweise der damaligen Zeit jedoch nicht unbedingt besser macht. Viele Dinge waren mitunter auch vorhersehbar und öfter stellte ich diverse Handlungen in Frage, aber es war nie so gravierend, dass ich die Lust am Lesen verlor. Sicher, es werden einige Klischees erfüllt. Beispielsweise das wissbegierige Hausmädchen, oder besser gesagt das aufmüpfige, was zu dieser Zeit ja eher ungewöhnlich ist, da der Stellenwerte der Frau eher nicht nennenswert ist. Der arme Student aus niederen Verhältnissen, der sich ja eigentlich keine Ausbildung solchen Ausmaßes leisten kann, es aber dennoch tut. Der gute Professor, der ihn aufnimmt, die Art des Hausmädchen toleriert und für die Armen da ist, weil er ja selbst mal klein angefangen hat, weswegen er voller Mitleid ist. (Und nein, das ist kein Spoiler, da es bereits auf den ersten seiten klar ist/ wird.) Ehrlich gesagt fand ich das nicht so schlimm. Vom Aufbau her war es recht gelungen, mitunter wegen dem Bedienen der Klischees. Erst mal kennen lernen, dann langsam Tempo anziehen, bei 80% wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und von meinem Puls sprechen wir erst gar nicht. Einzig im großen Finale gab es aus meiner Sicht den einen oder anderen Dämpfer. Nichtsdestotrotz konnte ich das Buch zufrieden abschließen und obwohl ich die Protagonisten nur so kurz begleitet habe, fand ich es fast schade sie ihrer Wege ziehen zu lassen. Doch bitte, keinen zweiten Band, denn das passt ganz gut wie es ist. Wobei ich ihn vermutlich dann trotzdem lesen würde, einfach um alte Gesichter wieder zu sehen. Ich hab das Setting und die Atmosphäre richtig geliebt beim Lesen. Die Bücher von Oscar de'Muriel, die so gerne lese, waren es, die mich anspornten zur "Tinktur des Todes" zu greifen, da es ebenfalls im viktorianischen Edinburgh spielt. Wer benannte Bücher kennt, sollte aber keine Vergleiche ziehen, da es in "Die Tinktur des Todes" um Welten ruhiger zugeht. Eine Zeit und ein Ort mit ganz eigenem Charme, wie ich finde. Fazit: Ein Spannungsroman aus dem viktorianischen Edinburgh, der hält was er verspricht. Detailreich, atmosphärisch und unterhaltsam.
Krimi mit sowohl historischem als auch medizinischem Hintergrund
Die Tinktur des Todes Ambrose Parry Dieser Krimi mit (nicht ganz wahrheitsgemäßem) medizinischem Hintergrund lässt das Edinburgh des 19. Jahrhunderts vollkommen lebendig werden, was sicher nicht zuletzt daran liegt, dass sich das Autorenpaar wie selbstverständlich natürlich auch einer dem entsprechenden Sprache bedient hat. Der Fall ist wird schlüssig aufgeklärt, man erfährt einiges über die Hintergründe der Protagonisten, die Stadt dieser Zeit wird authentisch und gut vorstellbar gezeichnet genau so wie das Leben dort und es gibt kaum Längen. Wer also Krimiliteratur mit historischem Hintergrund mag und auch vor ein wenig ungewohnter Sprache nicht zurückschreckt, ist hier sehr gut bedient. Note: ⭐️⭐️⭐️⭐️
Er ist ein angehender junger, ambitionierter Arzt und hat ein Praktikum bei einem Spezialisten auf dem Gebiet der Geburtshilfe ergattert. Will Raven kann sein Glück kaum fassen, dass seine Geliebte tot aufgefunden wurde, könnte ein nicht unbedeutender Stolperstein in seiner Karriere bedeuten. Ohnehin ist die ganze medizinische Gemeinschaft in Aufregung. Viele neue Entdeckungen wie Äther erleichtern ihre Arbeit. Der Umgang mit den neuen Stoffen will jedoch geübt sein, denn anhand einer Überdosis ist schon mancher verstorben. Während seiner Tätigkeit für Dr. Simpson bemerkt Will dass seine Geliebte nicht die Ausnahme war und immer wieder junge Frauen unter mysteriösen Umständen ums Leben kommen. Gemeinsam mit dem schlauen Zimmermädchen Sarah beginnt er zu ermitteln und kommt einem Engelmacher ohne gleichen auf die Spur. Ich danke jellybooks für die Bereitstellung dieses Leseexemplars, das mir sehr viel Freude bereitet hat. Ich bin generell interessiert an der Geschichte der Medizin und in diesem Werk wird sie verknüpft mit einem spannenden Krimi. Die Hauptfiguren fand ich sehr sympathisch, insbesondere das Zimmermädchen, das wissbegieriger ist, als manch ein Medizinstudent. Sarah hadert mit ihrem Schicksal, da sie als Frau nicht dieselben Möglichkeiten hat, Wissen zu erwerben und anzuwenden wie ein Mann. Da kommen ihr Wills Nachforschungen gerade recht. Beherzt stürzt sie sich in die Aufklärung der Todesfälle junger Frauen, der auch eine Freundin von ihr zum Opfer fiel. Will ist sehr klug, verbirgt aber seine wahre Herkunft um unter den doch gutsituierten Studiosi nicht anzuecken. Zu allem Unglück ist ihm ein Geldhai auf den Fersen, von dem er sich Geld geliehen hat und er sich gerade außer Stande sieht es zurückzuzahlen. Darin verwoben wird die Geschichte des Siegeszugs von Anästhetika und der steinige Weg zur Beherrschung der Narkose erzählt, der so manches unschuldige Opfer fordert. Ich habe mich sehr amüsiert und mit den Figuren mitgefiebert. Außerdem hatte ich erst kurz vor der Auflösung einen Verdacht, um wen es sich bei dem Mörder handelt. Ein toller medizinischer Krimi angesiedelt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Diese Reihe hat in mir einen Fan gefunden und ich werde mir mit Sicherheit Band 2 holen, sobald er in Deutsch erscheint.
Ein äußerst gelungener, historischer Krimi
Der Klappentext des Buches im Thalia-Onlineshop hatte mich sofort überzeugt und, kaum war es da, habe ich das Buch verschlungen. Zugegeben ... ich liebe die Kombination aus Krimi, Historie und Medizin und "die Tinktur des Todes" hat mich nicht enttäuscht. Der Krimi ist großartig geschrieben und vereint teils spannende Handlung mit medizinischem Wissen. Allem voran steht die etwas eigene Hauptfigur Will Raven, mit der man sich dennoch sehr gut indentifizieren kann. Seine Romanze zur ebenso wichtigen Hauptprotaginistin Sarah Fisher, lockert dern Roman etwas auf und zeigt von beiden Rollen mehr Tiefe. Gleichzeitig bleibt sie aber im Hintergrund und stört die eigentliche Handlung nicht. Kurz gefasst: Sehr empfehlenswertes Buch für alle, die die Thematik mögen. Ich freue mich auf die nächsten Teile!
Im September habe ich dieses Buch gelesen. 📖 Es spielt im 19. Jahrhundert in Schottland, was ich schon mal erfrischend fand. Denn sonst spielen die Cozy Crimes aus diesem Jahrhundert, die ich bisher gelesen habe, in England. Dieser Krimi entwickelt sich wirklich sehr, sehr langsam, was jedoch nicht langatmig ist. Denn auch die sonstige Handlung ist sehr gut und macht Spaß zu lesen - wenn man von den Grausamkeiten absieht, die früher bei Geburten passiert sind. Denn oft geht es genau darum, weil der Protagonist Will Raven seine Famulatur bei einem Arzt macht, der oft zu Geburten gerufen wird. 🤰 Immer wieder tauchen Frauen auf, die auf unerklärliche Weise tot sind, Fremdeinwirkung wird anfangs noch nicht vermutet. Doch da auch eine Freundin von Will tot ist, möchte er wissen, was mit ihr passiert ist. Bald schließt er sich mit dem Hausmädchen des Arztes Sarah zusammen. Diese ist sehr wissbegierig und taff. Ich mag sie sehr. Die beiden haben beschlossen, den Fall zusammen aufzuklären, denn auf die Polizei können sie sich in dem Fall kaum verlassen - es sind schließlich Frauen der Unterschicht, die es betrifft. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und da es sich hierbei um den Auftakt einer Reihe handelt, bin ich total gespannt auf die nachfolgenden Bände. 📚 ❓ Hast du dieses Buch schon gelesen oder ein anderes dieser Reihe? Wie hat es dir gefallen?
Historischer Krimi, Cozy vibes, aber wirklich gelungen!
Die Entdeckung des Chloroforms, ein Mörder und eine zarte Liaison. Der Schreibstil ist flüssig, das Buch liest sich quasi von selbst. Die Figuren sind sehr sympathisch und die Protagonistin ist ein kluges Hausmädchen namens Sarah Fisher. Endlich mal ein Krimi, bei dem mich die Enthüllung des Täters überrascht hat. Und das Ende lässt mich grinsend zurück.
Krimis sind eigentlich so gar nicht mein Genre. Diesen fand ich dennoch ganz gut, weil er gewisse Sherlock Holmes - Vibes hat und ich ein großer Fan der Sherlock Holmes Bücher bin. Vor allem die weibliche Protagonistin überraschete mich ein paar Mal mit ihrer Cleverness und ihrem Mut. Auch fand ich gut das medizinisch-geschichtliche Ereignisse in die Handlung mit eingearbeitet wurden. Lerneffekte die nebenher beim Lesen passieren sind mir immer sehr willkommen! Leider habe ich relativ früh durchschaut um wen es sich bei dem Täter handelt. Wäre dem nicht so gewesen, hätte ich es mit Sicherheit noch besser bewertet.
Der Schreibstil liest sich durchaus unterhaltsam, geradezu süffig, und lässt das historische Edinburgh in Bildern voll dichter Atmosphäre vor dem Leser auferstehen. Schnell wird klar: diese Stadt hat zwei Gesichter, denn die dekadente Welt der reichen Oberschicht hat nur wenig gemein mit der von harter Arbeit geprägten Welt der Bediensteten – oder gar dem Überlebenskampf der Bettler und Dirnen._ _ Die Krimi-Handlung des Buches beginnt damit, dass eine dieser blutjungen Dirnen tot aufgefunden wird, so schrecklich verrenkt, als sei sie unter unsäglichen Schmerzen gestorben. Der Unglückliche, der ihre Leiche findet, ist Protagonist Will Raven, der zwar ihre Dienste in Anspruch nahm, ihr aber auch in echter Freundschaft zugetan war. Um nicht ihres Mordes beschuldigt zu werden, nimmt er Reißaus… Doch im Laufe des Buches wird sich herausstellen, dass Evie bei weitem nicht das einzige Opfer war, und sein Gewissen lässt ihm keine Ruhe._ _ Die Besetzung dieses Historiendramas:_ _ Das Buch zieht den Leser schnell hinein in diese vielschichtige Gesellschaft, die noch gar nicht so lange her ist und doch aus heutiger Sicht so fremdartig erscheint. Da trifft es sich gut, dass verschiedene Charaktere als Sympathieträger fungieren und die Lesenden in ihre jeweiligen Kreise mitnehmen – allerdings fand ich die Protagonisten nicht immer hundertprozentig glaubhaft und zum Teil auch etwas stereotyp._ _ So entspricht das Hausmädchen Sarah zum Beispiel dem in Historienromanen altbekannten Klischee der ‘Feministin vor ihrer Zeit’: sie ist intelligent und selbstbewusst, würde lieber Studieren dürfen als Wäsche falten und findet neben ihren zahlreichen Pflichten noch die Zeit und Muße, die medizinischen Fachbücher ihres Arbeitgebers zu lesen. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie eine niedere Angestellte dieser Zeit das alles bewerkstelligen sollte._ _ Liebe zu Zeiten des Chloroform:_ _ Die Liebesgeschichte scheint unvermeidlich, sorgt aber für etwas unfreiwillige Komik, da sie sich allzu sehr in die Gefilde der Historienschmonzette verirrt. Natürlich können Will und Sarah sich anfangs nicht ausstehen, natürlich werden sie immer wieder aus unerfindlichen Gründen irgendwo zusammengepfercht, so dass sie auf Tuchfühlung gehen müssen, natürlich zeigt der kleine Will dann in einer hochgefährlichen Situation noch sein Stehvermögen._ _ Der interessanteste Charakter war für mich Dr. James Young Simpson, den es im echten Leben tatsächlich gab, und der die erfundenen Charaktere wunderbar ergänzt. Seine Selbstversuche mit Anästhetika sorgen auch für eine Prise Humor._ _ Mord und Medizin:_ _ Da ich mich ungemein für Medizin und Medizingeschichte interessiere und außerdem gerne Krimis lese, schien dieses Buch wie für mich höchstpersönlich geschrieben. Hier kamen also zwei ganz unterschiedliche Erwartungen zusammen, und leider wurde nur eine davon vollständig erfüllt – im gewissen Sinne sogar über das Maß hinaus._ _ Das Pseudonym ‘Ambrose Parry’ teilen sich tatsächlich der Schriftsteller Chris Brookmyre und die beratende Anästhesistin Dr. Marisa Haetzman. Die besten Voraussetzungen also für gründlich recherchierte, fundierte Szenen mit medizinischem Hintergrund, und tatsächlich habe ich da nichts zu meckern – ich habe sehr viel über die Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Zeit erfahren, was ich noch nicht wusste, sowie über die Anästhesie und deren Erforschung._ _ In vielen Szenen erlebt man das ganze Elend hautnah und ungeschönt mit, am liebsten würde man sich danach das imaginierte Blut von den Fingern waschen._ _ *** Triggerwarnung brutaler Kindstod ***_ _ Wenn man das Buch liest, könnte man den Eindruck gewinnen, dass damals jede zweite schwangere Frau in Edinburgh ein zu enges Becken hatte, um das Baby auf normalem Wege ans Tageslicht zu befördern. Und mangels anderer Optionen musste das Baby dann oft bei lebendigem Leibe im Geburtskanal zerkleinert werden… Das wird schonungslos bis ins Detail beschrieben und liest sich so grauenvoll, wie man sich das nur vorstellen kann._ _ Bei allem medizinischen Interesse fragte ich mich, ob ich wirklich direkt mehrere solcher Szenen brauchte, um zu verstehen, dass die Geburt für Frauen damals ein enormes Risiko darstellte. Überhaupt kommen Frauen hier in großer Zahl auf allerschrecklichste Weise zu Tode._ _ *** Triggerwarnung Ende ***._ _ Als Krimi leider enttäuschend:_ _ Schon recht früh im Buch schien mir die Lösung allzu offensichtlich, ich hoffte jedoch darauf, dass es sich dabei um eine falsche Fährte handelte. Je weiter die Handlung voranschritt, desto öfter dachte ich mir mit leiser Verzweiflung: lass das bittebitte nicht wirklich die Antwort sein… Leider vergeblich._ _ Besonders bitter fand ich, dass das Buch beworben wird als ‘so genial wie Sherlock Holmes’, jedoch keinem der als so intelligent dargestellten Protagonist*innen das Offensichtliche in den Sinn kommt._ _ Fazit_ _ Edinburgh, 1847: die Leichen mehrerer junger Frauen werden gefunden – sie sind anscheinend auf grausamste Art gestorben. Der junge Medizinstudent Will, das Hausmädchen Sarah und der brillante Dr. Simpson geraten mitten hinein in die Aufklärung der Morde._ _ Der Roman liest sich unterhaltsam runter, kann mit Atmosphäre punkten und ist sicher vor allem für Leser*innen spannend, die sich für die Geschichte der Medizin interessieren. Als Krimi ist das Buch für mich aber leider ein Flopp, weil die Lösung meines Erachtens schon sehr früh im Buch offensichtlich ist._ _ Diese Rezension erschien zunächst auf meinem Buchblog: https://wordpress.mikkaliest.de/rezension-ambrose-perry-die-tinktur-des-todes/
Ein historischer Roman mit kriminalistischen Zügen, für mich jedoch definitiv mehr historischer Roman als Krimi. Eine interessante Geschichte über Medizin im 19. Jahrhundert, über Entbindungen, Abtreibungen und die Rolle der Frau zu dieser Zeit. Sympathische Charaktere und ein schönes Drumherum haben mich das Buch gerne lesen lassen.
Langatmig und teils doch grausam Ich hatte mir viel von diesem Buch versprochen , aber so ganz mein Fall war es nicht. Es war wirklich gut recherchiert und auch interessant, aber für einen Krimi doch recht langatmig. Bis wirklich Spannung aufkam, musste ich erstmal ca.150 Seiten lesen, das ist mir eindeutig zu lang. Einerseits fand ich den Schreibstil passend zur Zeit und bei einem reinen Historischen Roman, wäre ich auch gefesselt gewesen, aber nicht bei einem Historischen Krimi. Da erwarte ich ein wenig mehr Spannung. Man erfährt trotzdem eine Menge, wie es damals so zuging und welche niedere Stellung Frauen damals hatten. Da bin ich froh, dass ich damals nicht gelebt habe. Die Protas fand ich angenehm, aber eine richtige Bindung konnte ich trotzdem nicht aufbauen. Ich fand die Idee durchaus gut, aber die Umsetzung war nicht ganz meins. Ich konnte mir alles gut vorstellen, angefangen von den Zwielichtigkeiten der damaligen Zeit , deren Gestalten , bis hin zu den damaligen Behandlungsmethoden der Frauenheilkunde war alles sehr realistische. Teils wurde einem ganz anders, bei dem Gedanken, wie Frauen damals bei einer komplizierten Geburt behandelt wurden, bei der sie nicht selten auch starben. Für mich war es also eher eine grausige sehr reale Geschichte , als ein Krimi, denn das was es zu letzterem gemacht hätte, fehlte mir leider, auch wenn es einige zwielichtige Gestalten gab. Ich werde Teil 2 nicht lesen. Ja, ich mag es auch mal grausam , dann aber nicht in dieser Form, sondern eher bei Geschichten sie man als erfunden einstufen kann. Was am Anfang zu langatmig war, war am Ende zu grausam. Da ich noch nicht mal eine Verbindung zu den Protas bekam, war dies nicht meine Geschichte. Eigentlich schade, da mir die Idee gut gefiel.
Langatmig und teils doch grausam Ich hatte mir viel von diesem Buch versprochen , aber so ganz mein Fall war es nicht. Es war wirklich gut recherchiert und auch interessant, aber für einen Krimi doch recht langatmig. Bis wirklich Spannung aufkam, musste ich erstmal ca.150 Seiten lesen, das ist mir eindeutig zu lang. Einerseits fand ich den Schreibstil passend zur Zeit und bei einem reinen Historischen Roman, wäre ich auch gefesselt gewesen, aber nicht bei einem Historischen Krimi. Da erwarte ich ein wenig mehr Spannung. Man erfährt trotzdem eine Menge, wie es damals so zuging und welche niedere Stellung Frauen damals hatten. Da bin ich froh, dass ich damals nicht gelebt habe. Die Protas fand ich angenehm, aber eine richtige Bindung konnte ich trotzdem nicht aufbauen. Ich fand die Idee durchaus gut, aber die Umsetzung war nicht ganz meins. Ich konnte mir alles gut vorstellen, angefangen von den Zwielichtigkeiten der damaligen Zeit , deren Gestalten , bis hin zu den damaligen Behandlungsmethoden der Frauenheilkunde war alles sehr realistische. Teils wurde einem ganz anders, bei dem Gedanken, wie Frauen damals bei einer komplizierten Geburt behandelt wurden, bei der sie nicht selten auch starben. Für mich war es also eher eine grausige sehr reale Geschichte , als ein Krimi, denn das was es zu letzterem gemacht hätte, fehlte mir leider, auch wenn es einige zwielichtige Gestalten gab. Ich werde Teil 2 nicht lesen. Ja, ich mag es auch mal grausam , dann aber nicht in dieser Form, sondern eher bei Geschichten sie man als erfunden einstufen kann. Was am Anfang zu langatmig war, war am Ende zu grausam. Da ich noch nicht mal eine Verbindung zu den Protas bekam, war dies nicht meine Geschichte. Eigentlich schade, da mir die Idee gut gefiel.





































