Die Tänzerin

Die Tänzerin

Softcover
4.35

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Description

Ein braver Japaner reist im Auftrag seines Ministeriums wegen bestimmter Studien nach Berlin und lernt dort eine sechzehnjährige Tänzerin kennen. Als er zu ihr zieht, wird ihm das Stipendium entzogen. Jedoch ermöglicht ihm die Berichterstattung für japanische Zeitungen, ein Leben in glücklicher Armut mit seiner Elise, die schwanger ist. Ein verlockendes Angebot, in japanische Dienste zurückzukehren, stellt die Treue des Ota Toyotaro auf die Probe.
Er schwankt.
Mori Ögai (1862-1922) hat in seiner ersten Geschichte aus dem Jahr 1890 eigene Erfahrungen eines mehrjährigen Deutschlandaufenthalts verarbeitet. Die Tänzerin ist die erste Ich-Erzählung der neueren japanischen Literatur. Ihre Wirkung in Japan ist in Deutschland nur mit der von Goethes Werther zu vergleichen.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
60
Price
14.40 €

Author Description

Mori Ōgai (森 鷗外) wurde am 17. Februar 1862 unter dem Namen Mori Rintarō in Tsuwano geboren und starb am 9. Juli 1922 in Tokio. Rintarō besuchte eine private Sprachschule, bevor er an der Kaiserlichen Universität Tokio Medizin studierte. Es folgte ein vierjähriger Studienaufenthalt in Deutschland, wo Mori neben der Koch'schen Bakteriologie sein Interesse für europäische Literatur, Philosophie, Theater und Malerei weiterentwickelte. Nach seiner Rückkehr nach Japan arbeitete er als Dozent an der Medizinischen Hochschule des Heeres, dessen Leitung er schließlich übernahm. Als Mediziner und als Literat gelingen Mori bahnbrechende Leistungen – schon bald gilt er als Mitbegründer der modernen japanischen Literatur. Es folgen Übersetzungen zahlreicher Meisterwerke der europäischen Literatur, allein 1913 erscheinen seine bahnbrechenden Übertragungen von Shakespeares Macbeth, Ibsens Nora sowie beider Teile von Goethes Faust.

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Das Buch ist mit 60 Seiten tatsächlich eines der kürzesten, die ich je gelesen habe. Ich bin tatsächlich über einen Zeitungsartikel über den Autor gestolpert. Da ich ein großer Fan bin von Büchern und Autoren und besonders deren Schreibstil, aus dem 19 Jhd . bin war das Büchlein Pflicht für mich. Noch neugieriger hat mich dann nur noch gemacht, dass in der Buchbeschreibung stand: "Nur zu vergleichen mit Goethes Werther" und dass es die erste Ich-Erzählung ist, die damals 1890 in Japan veröffentlicht wurde. Was als revolutionär galt. Und das die Geschichte "die Tänzerin" teilweise Autobiografisch ist. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und plätschert einige Seiten lang, hin und her. Man erfährt einiges über den Hintergrund des Protagonisten und für mich hat es sich fast angefühlt als würde er ein guter Freund sein, der seine Gedanken mit mir teilt. Und es ist wirklich ein interessantes Leben, das der japanische Medizinstudent in Berlin führt. Dann lernt er die Tänzerin Elis kennen und sein sonst so geordnetes Leben und sein Umfeld gerät außer Kontrolle. Natürlich ist diese kleine und am Ende doch sehr tragische Liebesgeschichte nicht zu vergleichen mit den ganzen Lovestorys in diesen letzten Jahren. Wer nach so etwas sucht, ist hier nicht an der richtigen Stelle. Aber trotz der Tragik, die einen umso mehr mitreißt wenn man sich wieder erinnert, das dies dem Autor selbst passiert ist, ist sie trotzdem einfach irgendwie perfekt. Die Geschichte "im Umbau" die ebenfalls im Buch enthalten ist (aber keine Ich Erzählung) gibt einem dann nochmal die Möglichkeit ein wenig durchzuatmen und das Buch mit einem Lächeln zu beenden.

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