Die Schuhe meines Vaters

Die Schuhe meines Vaters

Paperback
3.715

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Description

Im Sommer 2018 kommt der Vater von Andreas Schäfer zu Besuch nach Berlin. Kurz zuvor hat er erfahren, dass er an Krebs erkrankt ist, doch Beschwerden hat er keine. Er geht in die Oper, unternimmt einen Ausflug ans Meer, sitzt auf dem Sofa des Sohnes und sagt verwundert: »Dass da was ist!« Aber was? Was ist da im Kopf des Vaters? Er fährt nach Frankfurt zurück, wo er seit der Trennung von der griechischen Mutter allein lebt. Auch zur Biopsie geht er allein. Am Tag der Untersuchung meldet sich ein Arzt und teilt dem Sohn mit, dass der Vater eine Hirnblutung erlitten habe: »Ihr Vater wird sterben«, sagt er. »Er liegt im künstlichen Koma. Sie müssen entscheiden, wann wir die Maschinen abstellen.« Wie damit umgehen, wenn einem das Leben des eigenen Vaters in die Hände gelegt wird? ›Die Schuhe meines Vaters‹ ist ein ebenso erschütterndes wie zu Herzen gehendes Buch über Väter und Söhne und die unerwarteten Wege der Trauer. Aufrichtig, poetisch und einfühlsam erzählt Andreas Schäfer vom eigenen Schockzustand – vor allem aber nähert er sich dem Vater an, dem leidenschaftlich gern Reisenden, dem Kriegstraumatisierten, und ihrem besonderen, nicht immer einfachen Verhältnis.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Paperback
Pages
192
Price
13.40 €

Author Description

ANDREAS SCHÄFER, 1969 in Hamburg geboren, in Frankfurt/Main aufgewachsen, lebt heute mit seiner Familie in Berlin. Er schreibt Romane, Essays, Libretti und Radiofeatures. Sein Debüt ›Auf dem Weg nach Messara‹ wurde u. a. mit dem Bremer Literaturförderpreis ausgezeichnet. Es folgten die Romane (alle DuMont) ›Wir vier‹ (2010), der u. a. für den Deutschen Buchpreis nominiert war, ›Gesichter‹ (2013), der Spiegel-Bestseller ›Das Gartenzimmer› (2020) und zuletzt ›Die Schuhe meines Vaters‹ (2022).

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Andreas Schäfer schreibt über seinen Vater, über ihre letzte Begegnung, dessen Leben und den Verlust, den er nach seinem Tod empfindet. Der autobiografische Text ist in drei Teile eingeteilt. Zu Beginn erleben wir die beiden gemeinsam, wie sie Rituale abspulen und über die bereits prekäre gesundheitliche Situation fast kein Wort verlieren. Schließlich landet der Vater im Krankenhaus, und der Sohn muss die schwere Entscheidung treffen, ob die Maschinen abgestellt werden sollen. Nach dem Tod setzt er sich mit dem Leben des Vaters auseinander, analytisch die Stationen abgehend, die ihn ausgemacht haben. Und schließlich begibt sich der Sohn selbst auf eine Reise, um auf den Spuren des Vaters zu wandeln. „Kein Sohn will die Achtung vor dem eigenen Vater verlieren, und natürlich ist mit diesem Buch auch die sprachmagische Hoffnung verbunden, mithilfe neutraler Sätze die (falls noch vorhandenen) letzten Spuren der frühen Verächtlichkeit ihm gegenüber zu tilgen und ins rechte Sohnes-Verhältnis zurückzufinden.“ Im Vergleich mit anderen vergleichbaren Werken habe ich Schäfers Art eher als kühle, distanzierte Berichterstattung empfunden, die weniger seine Gefühle offenbart. Seine Sprache und Einteilung habe ich als ansprechend empfunden.

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🅁🄴🅉🄴🄽🅂🄸🄾🄽 👞 [unbezahlte Werbung] Die Schuhe meines Vaters von Andreas Schäfer Mein Leseeindruck: Ein ruhiges Buch. Wie geht man damit um, wenn einem das Leben des eigenen Vaters in die eigenen Hände gelegt wird? Wie gelingt der Abschied, wenn der Zeitpunkt des Abschieds selbst bestimmt werden muss? Andreas' Vater erfährt, dass ein eigentlich vor langer Zeit überwundener Krebs zurückgekehrt ist. Unbemerkt, so hat er doch gar keine Beschwerden! Ein Einzelkämpfer, der Vater, und doch berichtet er seinem Sohn Andreas von der bevorstehenden Biopsie - beistehen soll ihm keiner. Ein Anruf aus dem Krankenhaus später, es meldet sich der Oberarzt der Neurochirurgie: Bei der Biopsie kam es zu Komplikationen, der Vater hat eine schwere Hirnblutung erlitten. Er liegt im künstlichen Koma. Er wird sterben. 》 Sie müssen entscheiden, wann wir die Maschinen abstellen. 《 Andreas Schäfer erzählt einfühlsam und aufrichtig vom eigenen Schockzustand, das Werk ist autobiographisch. Diese Geschichte geht wirklich unter die Haut. Es beginnt eine neue Reise, Andreas und seine Mutter müssen sich endgültig verabschieden. Aber es beginnt auch eine Reise in die Vergangenheit des Vaters, Andreas Schäfer erinnert sich an viele Ereignisse aus dem Leben seiner Eltern. Ein Leben welches nicht immer einfach war und trotzdem sind die Worte über den Vater voller Wärme. Ich möchte euch dieses Buch sehr empfehlen, geprägt von weisen Erkenntnissen und einer ruhigen, teilweise poetischen Erzählung.

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