Die Schlange von Sirmione

Die Schlange von Sirmione

Softcover
3.15

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Description

Der Gardasee: Lago della morte? Eine Wiener Ermittlerin mit Biss soll eine Auszeit nehmen – und landet bei der italienischen Polizia. Sind Zornnattern giftig? Nein, aber Respekt sollte man ihnen aufgrund ihres temperamentvollen Verhaltens trotzdem entgegenbringen. Edwina Teufel ist eigentlich Chefinspektorin in Wien und durch ihren Biss absolut erfolgreich in der Verbrechensaufklärung. Dieser steht ihr – ebenso wie ihr hitziges Temperament – allerdings häufig im Weg, denn was sie gar nicht leiden kann, sind Gedankenlosigkeit und Nachlässigkeit. Gerechtes und sauberes Arbeiten ist ihr Credo. Und bei Schlampereien, die im schlimmsten Fall den Opfern oder deren Angehörigen schaden, droht der eine oder andere Wutausbruch im Bundeskriminalamt, weshalb Edwina von den Kolleg*innen gern „Zornnatter“ genannt wird. Auf den Rat der Polizeitherapeutin hin nimmt sich Edwina schließlich ein Jahr Auszeit am Gardasee und möchte mit ihrem Toni das Dolce Vita genießen. Sabbatical mit Todesfolge Doch die eifrige Wiener Ermittlerin findet, dass es auch zu viel Far Niente gibt, und arbeitet ein paar Stunden in einem Fundbüro, um ihren Arbeitsdrang zu befriedigen. Als im Fundbüro eine Schlange abgegeben wird, ist das idyllische Leben in Bella Italia endgültig vorbei. Der Schlangenfinder wird am nächsten Morgen tot aufgefunden. Schnell spricht sich herum, dass es sich um den bekannten Eistüten-König von Sirmione handelt. Selbstverständlich heuert Edwina nun bei der Polizia an und mischt sich – ohne den Commissario Adriano Alceste immer in ihre Unternehmungen einzuweihen – tatkräftig in die Ermittlungen ein. La vita è bella – oder la vita è pericolosa? Isabella Archan nimmt uns mit an den Lago di Garda, aber sie geht nicht mit uns Pizzaessen und anschließend auf ein Glas Aperol Spritz mit Ausblick auf den See, während die Sonne romantisch in der Ferne untergeht. Nein, sie schleicht mit uns durch die Gassen von Sirmione und schickt uns zu einem Tortellinifestessen und einem Poesiewettbewerb, um eine*n Mörder*in zu finden. Schlagfertig, zielsicher und definitiv nicht auf den Mund gefallen: So mischt Edwina Teufel Sirmione auf!

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
Humor
Format
Softcover
Pages
384
Price
14.95 €

Posts

3
All
1

Fürchterlich! Schreibstil unausgegoren, Handlung irgendwie krude und die Ermittlerin dermaßen unsympathisch.....

3.5

„Da begegne ich dem Eistüten–König vom Gardasee und statt leckerem Eis bringt er mir eine arme Schlange vorbei …“ (S. 33) Weil die Wiener Chefinspektorin Edwina Teufel ihrem Nachnamen alle Ehre gemacht hat und im Dienst zu oft ausgerastet ist, wurde sie für mehrere Monate freigestellt. Die verbringt sie am Gardasee, wo ihr Lebensgefährte Toni als Landschaftsgärtner arbeitet. Damit sie sich nicht zu sehr langweilt, hilft sie regelmäßig im Fundbüro von Rosa Rinaldini aus. Eines Tages kommt ein verwirrter älterer Kunde und möchte sein „tödliches Poem“ zurück, dass er vor Jahren verloren hat. Da Edwina weiß nicht, wie sie ihm helfen kann, fängt er zu weinen an. Dann entdeckt sie die Schachtel in seiner Hand, deren Deckel sich bewegt. Sie öffnet sie und findet eine verletzte Zornnatter. Rosa erzählt ihr später, dass der Mann Giovanni di Levia war, dem ¾ aller Eisdielen in Sirmione und ein Hotel gehören. Doch sein Geld hat ihn nicht glücklich gemacht. Er hat drei dramatische Scheidungen hinter sich und ist nach jeder wunderlicher geworden. Am nächsten Morgen erfährt Edwina von ihrer Vermieterin, dass Giovanni nach dem Besuch im Fundbüro zu Hause gestürzt und verstorben ist. Das kommt ihr suspekt vor. Also geht sie zu dessen Villa, um die örtliche Polizei von dem gestrigen Vorfall zu unterrichten und ihre Hilfe anzubieten. Nur leider will der zuständige Commissario Adriano Alceste diese nicht. Sie bittet ihn, wenigstens eine Obduktion anzuordnen und behält recht, bei Giovannis Tod hat jemand nachgeholfen! Als dann auch noch Rosas Enkel Bruno verhaftet wird, muss sich Edwina ja einmischen um zu helfen! Wie bei ihrer Reihe um die „MörderMitzi“ setzt Isabella Archan auch hier auf eine Ermittlerin, die in ihrer Vergangenheit etwas Traumatisches erlebt hat und es ihrem Gegenüber nicht auf Anhieb leicht macht, sie zu akzeptieren. Edwina kann nie richtig abschalten und muss sich immer beschäftigen – am besten natürlich mit einem Fall. Leider hat sie eine sehr kurze Zündschnur, was ihr den Spitznamen Zornnatter eingebracht hat, den sie mit Stolz trägt. Sie hat eine gute Nase für Ungereimtheiten bei Todesfällen und ist sie sich sofort sicher, dass Giovanni ermordet wurde. Der reiche Alte war ein Einzelgänger, hatte kaum noch Personal und seine letzte Frau vergrault. Außerdem hielt er sich für einen großen Poeten und trug seine Gedichte jedem vor, ob der sie nun hören wollte oder nicht. Oder wie seine letzte Frau sagt: „Giovanni gehörte zu den Männern, die man sich angelt, weil man sich ein Luxusleben erhofft. Stattdessen hat man seine Allüren zu ertragen.“ (S. 38) Edwina konzentriert sich bei ihrer Recherche auf die Frage, wem Giovannis Tod nützt bzw. wer ihn beerbt. Vor allem Letzteres interessiert alle sehr, weil er nie Kinder hatte und es auch sonst keine Familie gibt. Zudem geht das Gerücht, dass er überall im Haus Bargeld versteckt hatte – ging es dem Täter vielleicht darum? Oder hängt es doch mit dem ominösen tödlichen Poem zusammen, dass er so dringend gesucht hat? Edwina verbeißt sich wie ihre Namenspatronin, die Zornnatter, in dem Fall und ignoriert, dass der Commissario sie gar nicht dabeihaben will. Schließlich weiß sie es besser als er! Zum Glück kann sie es sich wenigstens verkneifen, ihre Wiener Kollegen um Mithilfe zu bitten. Und eigentlich hat sie ja auch Urlaub und noch längst nicht alle Eisdielen durchprobiert und Sehenswürdigkeiten besucht. „Die Schlange von Sirmione“ verbindet spannende Unterhaltung, Dolce Vita und Schlangen – man sollte also besser nicht an Ophidiophobie leiden 😉.

Post image
3

Locker, leichte Unterhaltung mit Urlaubsfeeling.

Inhalt: Die aus Wien stammende Chefinspektorin Edwina Teufel nimmt sich nach einem Zusammenbruch eine Auszeit am Gardasee. Gegen die Langweile arbeitet sie aushilfsweise im Fundbüro in Sirmione. Eines Tages erscheint dort der scheinbar verwirrte Eistüten-König Giovanni di Levia. Er redet etwas von einem tödlichen Poem und hat eine Schlange bei sich. Edwina schickt ihn genervt fort. Die Schlange lässt er allerdings im Fundbüro zurück. Am nächsten Morgen ist Giovanni tot. Edwina, die auch die Zornnatter genannt wird, lässt das keine Ruhe. Sie beginnt eigene Ermittlungen anzustellen. Sehr zum Leidwesen von Commissario Adriano Alceste...... Leseeindruck: "Die Schlange von Sirmione" ist ein locker, leichter Krimi. Er verbreitet viel Urlaubsfeeling. Zudem konnte ich einiges rund um den Gardasee lernen, auch geschichtliches. Der Schreibstil ist leicht zu lesen und enthält einen Mix zwischen italienischen und österreichischen Worten. Der Fall ist relativ verworren. Es gibt einige Verdächtige. Zeitweise hatte ich das Gefühl, durch das ganze Drumherum, kommen die Ermittlungen zu kurz. Am Ende konnte mich die Auflösung jedoch überraschen. Ein bisschen schade fand ich, dass ich einfach keinen Zugang zu den Figuren fand. Zwar konnte ich ein paar Handlungen von ihnen nachvollziehen, mir hat aber die emotionale Ebene gefehlt. Fazit: Wer locker, leichte Urlaubskrinis mag, ist mit "Die Schlange von Sirmione" gut beraten. Der Fall ist spannend, meinem Empfinden nach aber zu sehr im Hintergrund. Es gibt ein paar witzige Ideen und Zusammenhänge, die gut in die Geschichte passen. Insgesamt wurde ich gut unterhalten.

Locker, leichte Unterhaltung mit Urlaubsfeeling.
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