Gut geschrieben, gegen Ende verliert die Geschichte aber ihren Reiz
Der erste Teil ist richtig gut. Er beschreibt sehr detailiert wie Lucia aufwächst und wie sie zur Pestärztin wird. Die darin enthaltenen geschichtlichen Aspekte der Pest finde ich gut dargestellt. Mit dem heutigen Wissen über Gesundheit und Krankheit stellt es mir die Haare auf wenn ich darüber lese, wie dazumal versucht wurde, die Pest zu behandeln. Trotzdem finde ich, dass gut beschrieben wurde, wie sie es versucht haben. Ab dem zweiten Teil verliert die Geschichte leider etwas von ihrem Reiz. Es ist schön Lucia weiter zu begleiten. Leider rückt jedoch das ganze Thema um ihre berufliche Entwicklung sehr in den Hintergrund und die Geschichte entwickelt sich zum klassischen Freud und Leid und Happy End Roman. Das Leben unter den Juden wurde im zweiten schön dargestellt, die Aufsässigkeit von Lucia gefällt mir, auch wenn ich sie teilweise etwas naiv finde. Der dritte Teil ist zwar immer noch gut geschrieben, für mich aber doch etwas weit hergeholt und absehbar. Auch wenn es unerwartete Wendungen gibt, hat die Geschichte hier ihren Charm verloren. Der Schreibstil und die Chrakterie haben mir aber über die ganze Geschichte gut gefallen.




