Die Musik auf den Dächern
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Description
Book Information
Author Description
Selim Özdogan, geboren 1971 in Köln, zweisprachig aufgewachsen, Abitur, danach Studium der Völkerkunde, Philosophie und Anglistik, abgebrochen. Zahlreiche Jobs, Veröffentlichungen seit 1995. Sein Debütroman »Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist« wurde zum Kultbuch. Zuletzt erschien bei Edition Nautilus der Kriminalroman »Der die Träume hört« (2019). Selim Özdogan lebt in Köln.
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Selim Özdogan hat bereits zahlreiche Romane und Kurzgeschichtenbände veröffentlicht und nahm 2016 am Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Der dort vorgetragene Text ist auch in „Die Musik auf den Dächern“ zu finden und wurde von der Jury damals leidenschaftlich diskutiert. Auf der Buchmesse habe ich intuitiv zu diesem Kurzgeschichtenband gegriffen und wusste weder etwas über den Autor, noch hatte ich zuvor besonderes Interesse an Kurzgeschichten. Ich sollte aber mit meiner Wahl goldrichtig liegen, denn in den 27 Erzählungen (+ Epilog) macht Selim Özdogan mit unglaublicher sprachlicher Feinfühligkeit, subtilem Witz und außergewöhnlichen Perspektiven komplexe Gefühlswelten richtiggehend spürbar. Auf wenigen Seiten taucht man tief in das Setting und die Sichtweise der Protagonisten ein, die mit psychischen Erkrankungen, Identitätsfragen, Einsamkeit, Klassismus oder persönlichen Traumata zu kämpfen haben. Eine „Migrationshintergründlerin“ schließt sich einer Selbsthilfegruppe an, ein thailändischer Mann, der Bungalows am Strand vermietet, erzählt seine Sicht der Dinge, ein Fuchs beobachtet die „Bassschamanen“ im Wald oder eine verheiratete Mutter wartet noch immer auf ihre Jugendliebe. Auch der Rattenfänger von Hameln, Hakenkreuze, der Duft von Kaffee und ein Hase im Kopf spielen eine Rolle. Die Themen sind so vielfältig wie mitreißend. Ich habe darin einen wahren Schatz an Kreativität und Schönheit, aber auch melancholischer und tiefsinniger Gedanken entdeckt.
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Selim Özdogan, geboren 1971 in Köln, zweisprachig aufgewachsen, Abitur, danach Studium der Völkerkunde, Philosophie und Anglistik, abgebrochen. Zahlreiche Jobs, Veröffentlichungen seit 1995. Sein Debütroman »Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist« wurde zum Kultbuch. Zuletzt erschien bei Edition Nautilus der Kriminalroman »Der die Träume hört« (2019). Selim Özdogan lebt in Köln.
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Selim Özdogan hat bereits zahlreiche Romane und Kurzgeschichtenbände veröffentlicht und nahm 2016 am Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Der dort vorgetragene Text ist auch in „Die Musik auf den Dächern“ zu finden und wurde von der Jury damals leidenschaftlich diskutiert. Auf der Buchmesse habe ich intuitiv zu diesem Kurzgeschichtenband gegriffen und wusste weder etwas über den Autor, noch hatte ich zuvor besonderes Interesse an Kurzgeschichten. Ich sollte aber mit meiner Wahl goldrichtig liegen, denn in den 27 Erzählungen (+ Epilog) macht Selim Özdogan mit unglaublicher sprachlicher Feinfühligkeit, subtilem Witz und außergewöhnlichen Perspektiven komplexe Gefühlswelten richtiggehend spürbar. Auf wenigen Seiten taucht man tief in das Setting und die Sichtweise der Protagonisten ein, die mit psychischen Erkrankungen, Identitätsfragen, Einsamkeit, Klassismus oder persönlichen Traumata zu kämpfen haben. Eine „Migrationshintergründlerin“ schließt sich einer Selbsthilfegruppe an, ein thailändischer Mann, der Bungalows am Strand vermietet, erzählt seine Sicht der Dinge, ein Fuchs beobachtet die „Bassschamanen“ im Wald oder eine verheiratete Mutter wartet noch immer auf ihre Jugendliebe. Auch der Rattenfänger von Hameln, Hakenkreuze, der Duft von Kaffee und ein Hase im Kopf spielen eine Rolle. Die Themen sind so vielfältig wie mitreißend. Ich habe darin einen wahren Schatz an Kreativität und Schönheit, aber auch melancholischer und tiefsinniger Gedanken entdeckt.




