Die Menschheit hat den Verstand verloren

Die Menschheit hat den Verstand verloren

Paperback
4.285
Brüder LöwenherzKriegszeitenKalle BlomquistKrieg

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Ein einzigartiges Zeitdokument von Astrid Lindgren - ab Januar 2026 im Kino

„Wie ist es möglich, dass die Menschheit solche Qualen erleiden muss, und warum gibt es Krieg?“

Astrid Lindgren hat unsere Kindheit geprägt. Mit Pippi Langstrumpf und Wir Kinder aus Bullerbü hat sie unseren Blick auf die Welt verändert. Ihre Geschichten handeln von Mut, Hoffnung, Liebe und Widerstand. Lange bevor diese Bücher entstanden, schrieb sie ihre Gedanken über das dunkelste Kapitel des 20. Jahrhunderts nieder: den Zweiten Weltkrieg. In ihren Tagebüchern schildert sie, wie Europa von Faschismus, Rassismus und Gewalt vergiftet wird. Nachdenklich und betroffen, aber auch mit dem so unverwechselbaren Tonfall stellt Astrid Lindgren in ihren Tagebüchern wichtige Fragen, die heute wieder von erschreckender Aktualität sind: Was ist gut und was ist böse? Was tun, wenn Fremdenfeindlichkeit und Rassismus das Denken und Handeln der Menschen bestimmen? Wie kann jeder Einzelne von uns Stellung beziehen? Neben dem Kriegsgeschehen erzählt sie von ihrem Familienleben und den ersten Schreibversuchen: 1944 schenkt sie ihrer Tochter das Manuskript von Pippi Langstrumpf zum Geburtstag. Das persönliche Zeitdokument einer sehr klugen Frau, die schon immer den Blick für das große Ganze hatte.

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Diaries & Letters
Format
Paperback
Pages
592
Price
23.70 €

Author Description

Astrid Lindgren (1907-2002) ist die wichtigste Kinderbuchautorin des 20. Jahrhunderts, Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Karlsson vom Dach, Ronja Räubertochter und Die Brüder Löwenherz sind Klassiker, die bereits von mehreren Generationen von Kindern und Eltern gelesen wurden. Sie überwinden mühelos die Grenzen von Alter, Geschlecht, Herkunft und Politik. Astrid Lindgrens Bücher wurden in über 96 Sprachen übersetzt und haben sich mehr als 150 Millionen Mal verkauft. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin hat sie sich stets für Rechte von Kindern eingesetzt.

Posts

13
All
4

Ein unglaublich lesenswerter Einblick…

Die Tagebücher, die Astrid Lindgren während des zweiten Weltkriegs geschrieben hat, sind unglaublich interessant…zum einen weil man Einblicke aus ihrer Sicht erhält, aber auch durch Zeitungsausschnitte sowie Briefe von verschiedenen Personen. . Was ich auch super spannend fand, ist, dass Astrid Lindgren noch mal einen ganz anderen Blick auf den Krieg hatte, da Schweden keine Kriegspartei war, sondern neben einigen wenigen anderen Ländern, tatsächlich in Frieden gelebt hat , während auf der ganzen Welt Krieg geherrscht hat… . Etwas schwierig fand ich, war der Aufbau der Tagebücher: Denn zum Ende jedes Tagebuchs hat man die Zeitungsausschnitte, Briefe etc. und die Übersetzungen kommen gesammelt danach und nicht direkt unter dem eigentlichen Artikel usw. . Aber definitiv ein sehr lesenswertes, interessantes Buch…

Ein unglaublich lesenswerter Einblick…
5

Ich muss Astrid Lindgren recht geben: "die Menschheit hat den Verstand verloren"Sie schreibt in ihrem Tagebuch von 19 44 auf Seite 386: " ... Außerdem muss man sich nur ein wenig auf der Welt umsehen, um zu begreifen, dass nichts ist, wie es sein sollte, und auch nie werden wird. " Wenn man sich gerade die Kriege und Unruhen auf der Welt anschaut ist dieser Satz sehr aktuell. Das Tagebuch von 1939 bis 1945 ist von unschätzbarem Wert, oft sehr bedrückend, dass man beim Lesen die Fassung verliert. Es besteht nicht nur aus familiären Aufzeichnungen der Kriegsjahre sondern aus Artikeln aus Tageszeitungen , die sie eingeklebt hat und weiteren Informationsquellen durch ihre Bereitschaft bei der geheimen Postzenzur zu arbeiten, wo sie militärische wie private Post nach Schweden und ins Ausland prüfen musste. Sie musste über Dampf diese Briefe öffnen ... und viele Geheimnisse unkenntlich machen, ... Das hielt sie nicht davon ab Informationen abzuschreiben und in ihrem Tagebuch zu zitieren und zu fotografieren. Keine leichte Kost, aber sehr lesenswert.

5

This book touched me deeply and gave me several new insights about the past. It was quite interesting and also very touching to hear the facts from a different perspective - from a person living in a neutral country who watched everything "from a distance" (it is quite close though). You could easily feel the length and the agonies of WW2 while reading her personal thoughts and impressions.

5

Es ist ein Glücksfall, dass diese prägende Frau, in diesen Jahren Tagebuch geführt hat und den Fokus dabei auf die politischen Entwicklungen und alltäglichen Auswirkungen des letzten Weltkriegs gelegt hat. Entstanden ist ein sehr lesenswertes Buch einer Frau, die die Menschen und Menschenkinder liebte, sowie eine eindringliche Ermahnung, im Ringen um Frieden nie nachzulassen. 🕊️

5

Eine Perspektive des Zweiten Weltkriegs außerhalb des Geschehens.

Es handelt sich um ein Tagebuch von Astrid Lindgren, das während des Zweiten Weltkriegs verfasst wurde! Ich finde es äußerst lehrreich! Schweden hat den Krieg aus der Distanz miterlebt. Ich halte es heutzutage für sehr wichtig, es zu lesen! Es informiert darüber, wie sich alles in einer solch schrecklichen Zeit verändert hat! Und wie lange so etwas andauern kann. Insbesondere die Angst davor, was als nächstes passieren könnte, oder welche Auswirkungen entstehen könnten. Selbst wenn im eigenen Land keine Bomben fallen!

4

Als die spätere Kinderbuchautorin Astrid Lindgren am 1. September 1939 beginnt , ein Tagebuch zu führen, weil in Europa der Krieg ausgebrochen ist, kann sie nicht ahnen, dass sie dieses Tagebuch sechs lange Jahre lang führen wird. Zunächst akribisch, später in größeren Abständen, hält sie die Kriegsgeschehnisse fest und geht dabei besonders darauf ein, inwiefern Schweden und seine Nachbarländer Norwegen und Finnland betroffen sind. Schweden sollte neutral bleiben und die unmittelbaren Auswirkungen auf Lindgren und ihre Familie waren gering – und doch beschäftigten die Grausamkeiten des Krieges Lindgren sehr, immer wieder erwähnt sie im Verlaufe des Tagebuches, wie dankbar sie ist, dass sie nicht hungern und um Leib und Leben fürchten müssen. Das geht so weit, dass man den Eindruck gewinnt, sie fühle sich regelrecht schuldig deswegen. Dennoch musste ich bei der Lektüre bzw. beim Anhören gelegentlich darüber schmunzeln, wie genau Lindgren festhält, was zu irgendwelchen Festen alles aufgetischt wurde und welche Geschenke es gab. Doch damit verstärkt sie eben den Kontrast zu den Lebensumständen in den am Krieg beteiligten Ländern. Astrid Lindgrens Kriegstagebücher sind vor allem insofern einmal eine ganz andere Lektüre über den 2. Weltkrieg, als sie aus einer Sicht geschrieben sind, die nur selten in der Kriegsliteratur zu finden ist – der einer Privatperson in einem neutralen Land. Für mich ist das der größte Pluspunkt des Buches, denn das ist wirklich interessant. Auch waren mir viele Details über den 2. Weltkrieg in Skandinavien bisher unbekannt. Doch natürlich ist dies kein Sachbuch, es ist ein Tagebuch, und wir erfahren auch, was in den abgedeckten 6 Jahren alles in Lindgrens Familie passierte: die häufigen Erkrankungen der Tochter Karin, die Schulprobleme des Sohnes Lars und die Ehekrise mit ihrem Mann Sture Lindgren. Vor allem letzteres wirkte sich natürlich auf die Tagebücher aus, denn Lindgren fehlte im zweiten Halbjahr 1944 deswegen oft die Kraft, regelmäßig zu schreiben. Besonders Freunde ihrer Kinderbücher (und wer ist das nicht?) werden sich über Einträge freuen, die das Manuskript von Pippi Langstrumpf erwähnen. Insgesamt sind Lindgrens Tagebucheinträge geprägt von ihrer Empathie, häufig denkt sie an die Menschen in den Kriegsländern, auch im Aggressorland Deutschland, denen es so schlecht geht. Für Westeuropäer etwas überraschend sind die Aussagen, in denen klar wird, dass man sich in Schweden bei aller Abscheu vor dem Naziregime aus Angst vor den Russen in bestimmten Kriegsphasen eher deutsche als russische Erfolge wünschte. Ich habe lediglich einen Kritikpunkt: Es hat mich sehr überrascht, ja zunächst gar schockiert, dass in den Einträgen nach der deutschen Kapitulation so wenig über die Vernichtung der Juden und über die Atombombenabwürfe in Japan gesagt wird. Da hatte ich etwas anderes erwartet. Aus früheren Einträgen ist jedoch klar, dass Lindgren auch vom Schicksal der Juden betroffen war. Dass sie so wenig zum Atomkrieg sagt, ist vielleicht einfach der Konzentration auf das längst kriegsfreie Europa geschuldet – das Tagebuch ist das einer sympathischen, mitfühlenden Frau. Zum Hörbuch: Eva Mattes liest mit sanfter, ruhiger Stimme, sehr angenehm. Eine unterhaltsame, bewegende Schilderung der Kriegszeit aus der Sicht einer intelligenten Frau in einem neutralen Land.

5

Wahnsinn! Schrecklich! Alles zugleich

4

Die Kriegstagebücher sind ein einmaliges historisches Dokument Astrid Lindgrens und zeigen eine vollkommen andere Seite von ihr. Eindrücklich schildert sie ihr Leben während des zweiten Weltkriegs. Die Sonderrolle Schwedens aber auch die Nähe zu betroffenen Ländern wird eindrucksvoll gezeigt. Lindgren sammelte akribisch Zeitungsausschnitte und sonstige Zeitdokumente und fügte sie ihrem Tagebuch bei, sodass ein einmaliges Zeitdokument entstand. Die Kraft ihrer Worte ist schon in diesem Tagebuch - zu einer Zeit vor ihrer Schriftstellerei - deutlich spürbar.

4

Eine interessante Mischung aus Astrid Lindgrens Gedanken in dieser Zeit und den Zeitungsartikeln, die über den Krieg berichten.

2.5

Es ist schön mal etwas über Lindgrens Leben zu erfahren und die Themen sind leider auch so aktuell.

4

Ein sehr eindrucksvolles Buch, das einem einen Einblick über das Leben in den Jahren des Zweiten Weltkriegs in Schweden gibt. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und nicht selten möchte man einzelne Passagen markieren und teilen. Leider ist das Blättern zwischen teilweise drei verschiedenen Seiten/Passagen etwas umständlich, was dem Inhalt jedoch nicht schadet.

5

"Der Frieden kann den Müttern nicht ihre Söhne zurückgeben, Kindern nicht ihre Eltern, den kleinen Hamburger und Warschauer Kindern nicht das Leben. Der Hass ist nicht zu Ende an jenem Tag, an dem der Frieden kommt, jene, deren Angehörige in deutschen Konzentrationslagern zu Tode gequält wurden, vergessen nichts, nur weil Frieden ist, und die Erinnerungen an tausende von verhungernden Kindern in Griechenland wohnt immer noch in den Herzen ihrer Mütter." Dieses Zitat verdeutlicht mit welcher Kraft Lindgren erzählen kann, ob sie nun über Pippi Langstrumpf redet oder über den Krieg. Lindgren hält ab 1939 akribisch genau fest, wie der zweite Weltkrieg verläuft, sie schneidet Zeitungsausschnitte aus, berichtet über die verschiedenen Schlachten aus Sicht des neutralen Landes Schwedens. Dabei erzählt sie einfühlsam und mit viel Mitgefühl. Deutlich werden dabei die priviligierte Sonderrolle, die Schweden während des 2. Weltkriegs spielte, und die Angst der Bevölkerung vor der Roten Armee. Das Buch ist ein anschauliches, gefühlvolles Dokument des zweiten Weltkrieges.

Create Post