Die Legenden von Mond und Sonne

Die Legenden von Mond und Sonne

by Lucy Hounsom·Book 1 of 2
Paperback
3.723
Epische FantasyZauberschuleFreundschaftHeldin

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Description

Bei der Zeremonie zum Eintritt in die Gesellschaft der Erwachsenen geschieht etwas Unvorstellbares: Ein heiliges Artefakt zerbricht unter der Berührung der jungen Kyndra. Kurz darauf verwüstet ein Sturm ihr Dorf und die Bewohner geben dem Mädchen die Schuld an all dem Unglück. Die Situation droht zu eskalieren – bis zwei Fremde auftauchen und Kyndra mit Kräften, die seit Jahrhunderten nicht mehr gewirkt worden waren, in Sicherheit bringen. Gemeinsam fliehen sie zu der versunkenen Festung Naris, doch hier erwarten sie Intrigen, Fanatiker und Rebellen. In den unterirdischen Hallen findet Kyndra aber auch ihr wahres Ziel, und sie muss Verrat und Wahnsinn bekämpfen, um sich letztlich ihrem Schicksal zu stellen.

Book Information

Main Genre
Fantasy
Sub Genre
Epic
Format
Paperback
Pages
528
Price
17.50 €

Author Description

Lucy Hounsom arbeitet als Buchhändlerin für Waterstones. Sie hat einen BA in English & Creative Writing von der Royal Holloway University of London. Ihren Master in Creative Writing machte sie bei Sir Andrew Motion. »Naris. Die Legenden von Mond und Sonne« war ihr erster Roman, mit »Naris. Das Schicksal der Sterne« setzt sie die erfolgreiche »Naris«-Trilogie fort.

Posts

9
All
5

Mein Meinung In dem Buch Naris - Die Legenden von Mond und Sonne geht es um die Geschichte der Kyndra Vale. Sie ist nicht die typische Heldin, denn sie möchte lieber wieder nach Hause und auch manchmal Angst. Nediah, Bregenne, kait und Medavle sind von vorne rein sehr geheimnisvoll und man erfährt nur häppchenweise was von ihren Geheimnissen. Von anderen Charakteren hätte ich gerne mehr erfahren, da sie ein bisschen neben Kyndra verblassten. Ich hoffe ja das ich im nächsten Teil mehr über die anderen Charaktere erfahre. Richtig toll an diesem Buch war die Karte von Mariar vorne drin, dabei konnte man sich beim lesen, dieses Land und deren Schauplätze in der Fantasie bildlich vorstellen. Die Beschreibungen von der Autorin sind sehr detailliert und bildhaft beschrieben. Die 9 Galerien die spiralförmig in die Tiefe führten mit ihren großen Toren, der Beutel mit dem lebendigen roten Sand und den Envoi konnte ich mir, dadurch bildlich gut vorstellen, während des Lesens. Der Schreibstil der Autorin Lucy Hounsom ist ziemlich flüssig und angenehm zu lesen. Den Spannungsbogen konnte Lucy Housom in ihrem Buch bis zum Schluss aufrecht erhalten, durch die vielen Wendungen/Geheimnisse, die man während des Lesens erfährt. Was ich sehr toll fand das, man am Ende des Buches auf die meisten offenen Fragen auch die Antworten bekommen hatte. Fazit: Naris – Die Legenden von Mond und Sonne bekommt von mir 5/5 Sternen. Somit gebe ich für diesen All Age Fantasyroman eine klare Leseempfehlung weiter.

1

Ich hab das Buch nicht ganz gelesen. Das erste Kapitel war für mich so langweilig, dass ich die nächsten Seiten überflogen hab. Für mich waren es zu viele Charaktere und iwi konnte ich mich nicht einfinden. Ich mag es gar nicht Bücher abzubrechen, aber ich will mich nicht durchquelen. 1 Stern weil es sehr anschaulich alles beschrieben worden ist. Band 2 werde ich nicht lesen.

4.5

Ich fand’s ganz gut!

1

https://martinabookaholic.wordpress.com/2015/07/03/rezension-naris-die-legenden-von-mond-und-sonne/ Meine Gedanken zum Buch: Wo soll ich nur anfangen bei diesem Buch, auf das ich mich eigentlich gefreut habe, da mich in den letzten Monaten doch für High Fantasybücher begeistern konnte, mit denen ich lange auf dem Kriegsfuß gestanden bin … und jetzt weiß ich auch wieder warum. Weil ich zu Beginn genau solche high Fantasybücher wie dieses hier gelesen habe und das hier ist wieder genauso ein Buch, dass mir High Fantasy vermiest und madig macht. :/ Vor allem liegt es daran, dass sehr wenig passiert ist und die Handlung einfach nur sterbenslangweilig war. Außerdem konnte ich mich mit der Hauptfigur Kyndra, aus deren Sicht die meiste Zeit erzählt wird, überhaupt nicht identifizieren. Sie war mir nicht direkt ständig unsympathisch, aber leider doch die meiste Zeit, da sie manchmal sehr egoistische Gedanken hatte, die für mich einfach nicht passten. (Die zwei Zitate am Ende verdeutlichen das) Hinzu kommt, dass mir der Schreibstil auch nicht gefallen hat, was das Lesen zusätzlich erschwert hat und ich muss gestehen, ab der Hälfte habe ich vieles noch nur überflogen und schnell weitergeblättert, weil sowieso NICHTS passiert ist… zumindest nichts halbwegs Interessantes. Es gab nicht mal eine richtige Liebesgeschichte, was sowieso ein no go bei mir ist… und da diese ganzen Sachen alle auf einmal zusammen gekommen sind, kann ich dem Buch nicht mehr als 1-Stern geben… das ich, ehrlich gesagt, sogar abgebrochen hätte, wenn es kein Rezensionsexemplar gewesen wäre. Manche Bücher und Leser passen wohl nicht zusammen, und so ging es mir hier mit diesem Buch. Sehr schade, da ein Funken der Grundidee Potential gehabt hätte, aber für mich nicht ausgeschöpft wurde. Dieses Mal von mir leider keine Empfehlung.. nicht einmal für High Fantasy Fans, da es definitiv bessere Bücher in dem Genre gibt. Das Ende war dann wieder etwas besser, aber generell noch immer nicht meins und auch zu offen. Bzw. wirkte das alles auf mich wie ein langer Vorband für den nächsten Teil und genauso endet es auch… unabgeschlossen und unbefriedigend in jeglicher Hinsicht. :( (Mehr dazu auf meinem Blog)

4

Kyndra, die Sterngeborene, hat sich dazu entschlossen gemeinsam mit ihren Freunden im Nachbarland Acre nach Verbündeten zu suchen, bevor das Land über ihre Heimat herfallen kann. Sie begegnen einem Land in Aufruhr, in dem diverse Mächte um die Macht kämpfen. Kyndra muss sich entscheiden! Ich habe lange auf diesen zweiten Band gewartet, nachdem der erste mich mit seiner soliden Handlungsführung und seinen Charakteren überzeugt hatte. Das Cover ist in der Tradition des ersten Bandes gehalten und hat somit Widererkennungswert, was ich persönlich als positiv wahrnehme. Das Mädchen (Kyndra) wirkt mit dem Schwert an seiner Seite kriegerischer, was, wie ich nach der Lektüre feststellte, bezeichnend für die Handlung ist. Der Einstieg fiel mir nicht unbedingt leicht. Zu lange ist es schon her, dass ich den ersten Band gelesen hatte. Ich musste erst mal in meinen gedanklichen Schubladen kramen und verstaubte Verbindungen wieder knüpfen, ehe ich mit einem deutlichen Aha-Effekt nach 20 oder 30 Seiten wieder im Buch war. Die ersten Kapitel beginnen gleich mit zwei fremden (Haupt)Charakteren, die nicht unbedingt vollkommen handzahm sind. Hagdon, der General des Imperiums, kommt charismatisch daher, hat aber für seine Handlungen und Entscheidungen einen tieferen Grund, was ihn für mich zumindest interessant machte. Char, ein junger Sklavenhändler, kämpft mit seinen eigenen dunklen Dämonen. Kyndra, die Protagonistin aus dem letzten Band, ist diesmal natürlich ebenfalls mit von der Partie. Doch wir treffen mit ihr auf eine unsichere Führerin, die ihre neue Macht noch nicht annehmen will und fürchtet, in die falsche Richtung zu driften. Diese Unsicherheit von ihr, das langsame Heranreifen zur Anführerin, zieht sich durch das ganze Buch, ohne extrem thematisiert zu werden. Die Thematik hält sich dezent im Hintergrund, was ich gut finde. Auch der Handlungsstrang in der Heimat wird weitergeführt. Die Geschichte rund um Brégenne und Gareth und den Eisenhandschuh habe ich besonders gern gelesen, da mir das Setting einigermaßen vertraut war. Die Handlung unterschied sich aufgrund der überraschenden Actionszenen grundlegend vom ersten Band. Während in Band 1 Kyndra eingeführt und aufgebaut wurde und die Szenerie eher einem Schulsetting glich, wurde in diesem Buch Abenteuer und viel Action großgeschrieben. Einerseits heiße ich das gut, da dadurch viel Spannung in „Das Schicksal der Sterne“ miteinfloss. Andererseits litt unter den vielen Szenen auch ein wenig der rote Faden, der manchmal arg dünn wurde und sich erst zum Ende hin wieder zu einem dicken Strang verspann. Das Ende riss übrigens vieles für mich wieder heraus, da es mich wirklich feurig überraschte und in sich stimmig war. Auch die zarten Liebesgeschichten wirkten im vorliegenden Buch lange nicht so klischeehaft wie im ersten Band (ich bin ja immer noch für Nedirah (meine Lieblingsnebenfigur) und Brégenne ;)). Und hielten sich schön zurück. Der Schreibstil von Lucy Hounsom ist wunderschön bildhaft und plastisch, sodass man manchmal wirklich glaubt die Sterne vor sich zu sehen. Manchmal mutet der Stil fast schon poetisch an. Trotzdem war ich nicht ganz zufrieden mit dem Buch. Ich brauchte ein bisschen, ehe ich mich an die neuen Charaktere gewöhnt hatte und mit Char, dem Sklavenhändler, wurde ich bis zum Ende nicht wirklich warm. Außerdem schwächelte die Handlung des Buches in der Mitte. Aus dem Grund kann ich nur schwache vier Sterne geben, bin jedoch auf den dritten und hoffentlich finalen Band der Reihe gespannt.

5

Naris – Die Legenden von Mond und Sonne 🌞🌛

Band 1/2 Kyndra Vale lebt als Außenseiterin in einem kleinen Dorf, bis eine Zeremonie plötzlich alles verändert. Kurz darauf wird sie gezwungen zu fliehen und gelangt nach Naris, einer geheimnisvollen Festung voller Magie, Intrigen und uralter Geheimnisse. Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Der Anfang beginnt zwar eher ruhig, aber danach wird die Geschichte immer spannender und entwickelt sich zu einer epischen Fantasyreise voller Magie, Prophezeiungen und überraschender Wendungen. Besonders interessant fand ich die Welt rund um Naris und das Magiesystem mit Sonne und Mond. Auch die Charaktere mochte ich sehr. Vor allem Brégenne und Nediah, die Kyndra retten und begleiten, fand ich spannend und sympathisch. Die Menschen, die versteckt im Berg leben, hatten für mich teilweise etwas von den Zwergen aus Herr der Ringe – geheimnisvoll, abgeschottet und voller alter Traditionen. Genau diese Atmosphäre hat mir richtig gut gefallen. Der Schreibstil war angenehm zu lesen und ich konnte schnell in die Geschichte eintauchen. Außerdem endet das Buch spannend, aber ohne extremen Cliffhanger, sodass man direkt Lust auf Band 2 bekommt. Für Fans von High Fantasy mit Magie, geheimnisvollen Völkern und einer atmosphärischen Welt definitiv empfehlenswert ✨📚 💕 Romance: ★☆☆☆☆ 🌶️ Spicy: ☆☆☆☆☆ ⚔️ Spannung: ★★★★☆ 🌑 Düster: ★★★☆☆ 👑 Intrigen: ★★★★☆ 🪄 Magie: ★★★★★ 🌍 Worldbuilding: ★★★★★ 😭 Emotionen: ★★★☆☆ 📖 Schreibstil: ★★★★☆ 🔥 Suchtfaktor: ★★★★☆

Naris – Die Legenden von Mond und Sonne 🌞🌛
5

Inhalt: Seit 500 Jahren entscheidet in Kyndras Dorf ein uraltes Artefakt über die Berufung und den wahren Namen eines jungen Menschen. Doch bei der Zeremonie zum Eintritt in das Erwachsenenalter zerbricht es unter den Händen der jungen Kyndra. Zur selben Zeit treffen zwei Fremde in dem Dorf ein, die zu Kyndras Überraschung über Wissen über die verlorene Welt Acre zu verfügen scheinen. Aber dann brechen Stürme über das Dorf hinein und plötzlich sieht Kyndra sich von dem ebenso wütenden wie abergläubischen Dorf in die Enge getrieben und in Todesgefahr. Doch sie wird von den beiden Fremden gerettet - und bricht widerwillig zu einer Reise auf, die ihr ganzes Leben verändern wird ... Meine Meinung: Der Weltenaufbau zog mich komplett in seinen Bann. Das liegt vor allem darin, dass die Welt eine Geschichte hat, was ihr Authentizität verleiht, zudem enthält diese Geschichte eine ungewöhnliche und fesselnde Idee, die mich komplett verzauberte - ich war lange nicht mehr so sehr von einer High Fantasy-Welt begeistert wie von dieser. Kyndra besitzt ein Buch, das von der untergegangenen Welt Acre handelt. Einer Welt, in der es Drachenreiter und vor allem die sogenannten Wirker gibt, bei denen die eine Hälfte über die Energie der Sonne und die andere über die Energie des Mondes gebietet. Außer Kyndra kennt niemand diese Geschichten - bis die beiden Fremden in ihr Dorf kommen ... Gleich zu Beginn wird ein Auszug aus diesem Buch abgedruckt, der anfangs vielleicht ein wenig viel Infodumping ist. Aber schnell war ich froh, diese Informationen so auf den Punkt gebracht zu finden. Auch eine Karte vorne im Buch trägt dazu bei, die Reise nachzuvollziehen. Einige Enthüllungen habe ich mir schon schnell erschlossen, die Handlung an sich bleibt aber eher unvorhersehbar und die genaueren Zusammenhänge konnten mich begeistern. Das Ende an sich ist weitgehend abgeschlossen, lässt aber kleine Fragen und viel Potenzial für die Folgebände offen, auf die ich mich schon sehr freue. Somit vermochte mich das Buch an seine Seiten zu fesseln, sodass ich es leider auch nicht schaffte, es beiseite zu legen und bis in die Nacht las. Kyndra ist anfangs natürlich eher unwissend. Die Hauptperspektive liegt bei ihr, dazu gibt es mit steigernder Tendenz zum Ende hin Sichtwechsel zu anderen Charakteren auf für High Fantasy typische Weise, sodass man sich als Leser schneller einen Eindruck von Intrigen und Absichten machen kann, sodass Spannung aufgebaut wurde, trotzdem wurden die wahren Absichten aber erst am Ende wirklich klar. Kyndra entwickelt sich im Laufe des Buches stark weiter. Sie ist der Welt anfangs aufgrund ihrer Hilflosigkeit ausgeliefert und versucht sich dennoch darin zu behaupten. Sie will unbedingt ihrer Familie in ihrem zerstörten Dorf helfen und dahin zurückkehren, auch wenn die abergläubischen Dorfbewohner sie fast umgebracht hätten. Gleichzeitig ist sie offen und neugierig, gerade da sie das erste Mal ihr einsiedlerisches Dorf verlässt. Keine Kick Ass-Heldin also, sondern ein junges Mädchen, das zum ersten Mal einer fremden Welt begegnet und nicht weiß, wem sie trauen kann - nichtsdestotrotz mochte ich sie und bin gespannt darauf, wie sie sich in den Fortsetzungen weiter entwickelt. Aber auch einige andere Charaktere, besonders der ein oder andere, aus dessen Sicht man auch mal lesen darf, wuchsen mir ans Herz, zumal man als Leser auch hier immer mal wieder einen Einblick in die Vergangenheit erhält, sodass nicht nur der Welt, sondern auch den Charakteren Tiefe verliehen wird. Auch die Antagonistenfrage ist nicht ganz klar, da hier oft sehr nachvollziehbare Gründe für das Verhalten sowie Ängste und Empfindungen vorliegen. Eine Liebesgeschichte gibt es zumindest ausgehend von der Protagonistin kaum, hier konnte vor allem bei den Nebencharakteren eine Beziehung mein Herz erwärmen, insgesamt steht das aber ziemlich im Hintergrund. Fazit: Fesselndes Buch mit sympathischen Charakteren, Gegenspielern mit nachvollziehbaren Gründen für ihr Verhalten, einer faszinierenden Idee und besonders einem Weltenaufbau, der mich in seinen Bann zog

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! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZUM VORGÄNGER ! Inhalt: Kyndra bricht gemeinsam mit ihren Begleitern auf, um Acre zu erkunden und Frieden für ihr Land zu suchen. Doch was ist geblieben von dem machtsüchtigen Imperium, das vor fünfhundert Jahren Krieg gebracht hatte? Und lässt sich dort wirklich Frieden finden? Derweil muss Brégenne feststellen, dass Mariar beziehungsweise Rairam im Falle eines Angriffs wehrlos ist. Also fasst sie den Entschluss, sich ihren Ratsmitgliedern zu widersetzen und ihr Land zu warnen - selbst wenn das bedeutet, die Identität der Wirker nach jahrhundertelanger Geheimhaltung zu enthüllen. Meine Meinung: Schon beim ersten Band war ich total mitgerissen von dem World Building und dadurch, dass man nun auch Acre kennenlernt (und nicht länger nur aus Kieriks Erinnerung), bestätigt sich das nur noch. Schon Mariar-jetzt-Rairam ist ein Land voller unterschiedlicher Kulturen und Lebensweisen, und auch Acre ist voller Vielfalt, von der man als Leser*in natürlich nur einen Bruchteil erfährt. Aber allein schon die Tatsache, dass es zwei Zeitebenen gibt, die von Bedeutung sind, nämlich einmal die der Gegenwart, in der die Handlung spielt, und die der Vergangenheit von vor fünfhundert Jahren, die die jetzigen Zustände erheblich beeinflusst hat, ist beeindruckend und lässt die Welt, die somit eine Vergangenheit hat, wirklich erscheinen. Das Imperium, das, wie der/die Leser*in schnell feststellt, einiges an Glanz verloren hat, erinnerte mich von dieser Ausbreitung inklusive technischer Erneuerungen hin zum schleichenden Verfall ganz grob an die Geschichte des Römischen Imperiums. Auch die Magie fasziniert immer noch. Die Wirker von Naris, aber auch andere außergewöhnliche Phänomene, denen man nun in Acre begegnet, wie den Khronostianern (leicht inspiriert von der griechischen Mythologie, vermute ich :D), die die Zeit manipulieren können. Allerdings muss ich sagen, dass dieser Teil durchaus zweiter-Band-Charakter hat. Er hat einfach nicht die Epik des Auftaktes mit all seinen Enthüllungen oder des Show-Downs, auch wenn es durchaus nicht an Spannung mangelt. Auf Kyndras Seite, weil unklar ist, wem sie vertrauen können und welcher Seite sie sich anschließen sollen, auf der von Naris wegen der Ungewissheit des Schicksals von Rairam - und weil der Panzerhandschuh, den Gareth aus dem Archiv geklaut hat, sich immer mehr zu einer Bedrohung für seinen Geist und sein Leben entwickelt. Und auch sonst ist die Autorin nicht gerade zimperlich mit ihren Leser*innen. Die Liebesgeschichten spielen weiterhin kaum und wenn, maximal weit im Hintergrund eine Rolle. Nediah und Brégenne haben sich ihre Gefühle einander immer noch nicht so ganz gestanden, gleichzeitig gibt es eine weitere Entwicklung, die ich erst geshippt habe, wobei es mir dann zwischenzeitlich doch etwas schnell ging, aber da das alles wie gesagt für das Geschehen kaum von Bedeutung ist, kann man damit leben. Erzählt wird die Handlung aus mehreren Sichten, neben Kyndras gibt es da Medavle, Brégenne, aber auch neue Charaktere wie Char oder Hegdon, die einen Einblick in die acreanische Lebensweise geben. Kyndra zeigt wunderbar, dass Macht ihren Preis hat. Sie kämpft gegen ihr Erbe an, um nicht ihre Menschlichkeit zu verlieren und befindet sich gleichzeitig wieder im Konflikt, dass sie ihren Freunden im Ernstfall nicht helfen kann, wenn sie sich weigert ihre Kräfte einzusetzen. Als mahnendes Beispiel fungiert Kierik mit seinen Taten der Vergangenheit, die Kyndra immer wieder einholen. Dadurch, dass er in ihren respektive genaugenommen seinen Erinnerungen in Kyndra weiterlebt, bleibt auch die Faszination seines Charakters erhalten, deren Sicht man teilweise aus erster Hand erfährt, während seine Handlungen andererseits oft verurteilt werden. Aber gerade diese Macht der Sterne fasziniert. Und ich mochte es, wie Kyndra neben ihrer starken Seite auch ihre verletzliche behält, und wie sie dagegen kämpft, ihre Menschlichkeit zu verlieren. Nediah mochte ich schon im ersten Band, genau wie Brégenne, die ich mit diesem Teil zunehmend ins Herz schloss. Sie ist einfach ein starker, aber innerlich auch sensibler Charakter mit einer leicht rebellischen, eigenständigen Art, der sich trotz seiner Macht manchmal kindliche Freude erhalten hat und sich auch verändert. Auch Char ist ein faszinierender Charakter, von dem man anfangs nicht so ganz weiß, wie man ihn einschätzen soll. Medavle habe ich allerdings nicht so ganz getraut, einfach, weil seine Rache nicht wirklich erfüllend war, und man in den Passagen aus seiner Sicht merkt, dass er nicht wirklich loyal ist und eher nach eigenen Interessen handelt, und zudem sehr der Vergangenheit nachtrauert, was ich als sehr gefährlich empfand. Unwillkürlich hab ich mich gefragt, wofür er sich wirklich einsetzt. Die Geschichte konnte mich auch diesmal fesseln und ich kehrte immer wieder gerne nach Acre zurück, sodass ich mich jetzt schon auf den Abschluss der Trilogie freue. Fazit: Fesselnder, spannender zweiter Band mit einem tiefgründigen, vielschichtigen und faszinierenden World Building einer Welt mit Vergangenheit und sympathischen Charakteren, dem es zwar an der Epik eines Auftaktes oder Abschlusses fehlt, bei dem es jedoch trotzdem nie langweilig wird und der auch den Preis von Macht aufzeigt

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