Die Krone der Drachen
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Description
Die Jagd auf die Krone der Drachen ist eröffnet!
Zina lebt als Dienstmädchen im Palast des Sonnenkaisers und führt ein sklavenähnliches Dasein. Um sich aus diesem Leben befreien zu können, will sie sich auf die Suche nach der legendären Dracheninsel machen. Denn wer den König der Drachen besiegt, gewinnt dessen Macht. Nun ist die Gelegenheit so günstig wie nie zuvor: Der Sonnenkaiser hat seinen Sohn ausgeschickt, um den Drachenkönig zu töten, doch dieser konnte ihn lediglich verwunden. Auf ihrer Reise lernt Zina nicht nur sich selbst kennen, sondern taucht außerhalb der Palastmauern in eine Welt voller Magie und Geheimnisse ein ...
Book Information
Author Description
Anne Buchberger wurde 1995 in Heidelberg geboren und lebt und studiert in München. Seit sie einen Stift halten kann, gehört das Schreiben und Geschichtenerzählen zu ihren großen Leidenschaften.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Phantasie pur, dennoch nicht zu unrealistisch
Eine spannende Geschichte, die sehr dezent von Fabelwesen handelt. Alles Protagonisten, egal ob männlich oder weiblich sind sehr verschieden und ergänzen sich doch. Als Egoist verliert man, ein Team gewinnt zusammen. Wunderbar beschriebene Schauplätze. Es hat Spass gemacht, wieder einmal etwas ausserhalb Krimi oder Thriller zu lesen. Leider ballt sich vieles dann wieder auf den letzten 80 Seiten.
Schöne Abenteuergeschichte
Die Krone der Drachen ist eine Art Abenteuerroman. Um ihre Freiheit zu erlangen machen die drei Protagonisten sind auf eine sehr beschwerliche Reise in das Reich der Drachen. Bis auf die letzten Kapitel, wird ausschließlich die Reise beschrieben. Dabei ist es sehr detailliert und macht viel Spaß zu lesen. Allerdings ist es auch meistens recht unspektakulär. Leider gibt es nur wenig spannende oder überraschende Stellen. Trotzdem ist es schön zu sehen, wie alle 3 sich auf ihrer Reise entwickeln. Das Buch ist aus der Sicht von jedem geschrieben, sodass man alle Perspektiven miterleben kann.
Die Drachen haben gereicht, um mich zu überzeugen~
Ich fand das Buch ganz gut, aber leider habe ich kaum mit den Charaktere mitfühlen können. Die Szenerien waren schön beschrieben und die Handlungen waren immer spannend, aber bis auf die Drachen hat dem Buch noch einiges gefehlt um es mit voller Begeisterung weiterzuempfehlen.
Den Einstieg fand ich richtig toll. Es ging relativ schnell mit allem zur Sache, man durfte seine Umgebung beim Lesen kennen lernen, wie auch die Protagonisten. Der Schreibstil war entsprechend gut zu lesen, die Beschreibungen detailliert, aber nicht ausschweifend. Etwas schade finde ich, dass der Klappentext so wenig preis gibt, denn Zina reist nicht alleine und gerade das finde ich auch das tolle an der Geschichte, denn sie wird begleitet von ihrem Freund Daniel, der sich nichts mehr wünscht als seine Flügel zurück und einem Adeligen. Auf diesen werde ich jetzt mal nicht im Detail eingehen. Auf jeden Fall sind alle Charaktere zwar sehr unterschiedlich, vertreten aber die selben Grundsätze, wodurch es eine schöne und abenteuerliche Reise wird, die man mit ihnen erlebt. Die Ideen, wie Anne Buchberger diese Welt gestaltet hat, fand ich einfach fantastisch und hätte zu gerne noch mehr darüber gelesen. Was ich etwas schade fand, war, dass manche Dinge aus deren Vergangenheit wohl angeschnitten werden, wie der Verlust von Daniels Flügeln oder was im Palast geschah, aber nie ausgeführt, was ich für meinen Teil unglaublich schade fand, da sie die Charaktere einfach greifbarer gemacht hätte. So blieben diese teilweise etwas flach. Auch der Mittelteil zog sich meiner Meinung nach etwas, vergleichsweise zum temporeichen Anfang und dem Ende. Die Liebesgeschichte war zwar präsent, aber sehr erträglich. Genau so wie ich sie gerne mag. Doch alles in allem war die Geschichte sehr schön zu lesen. Sie hätte, wie gesagt, einfach ein paar Seiten mehr haben und der Mittelteil etwas aufregender sein können, aber nichtsdestotrotz hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Ich finde besonders schön, dass sie zwar abgeschlossen ist, aber dennoch Potential für mehr bietet. Besonders aus dieser Welt würde ich unglaublich gerne noch weiter Geschichten lesen, weil ich sie so unfassbar schön finde - besonders den Part außerhalb des Palastes. Fazit: Eien unterhaltsame High-Fantasy Geschichte mit tollem Worldbuilding und der einen oder anderen Länge.
Nachdem Navid, der Sohn des Sonnenkaisers, es nicht geschafft hat, den Drachenkönig zu töten, macht sich die Dienerin Zina selbst auf den Weg in dessen Land, um ihn zu suchen. Sie erhofft sich durch sein Blut die Freiheit zu erlangen, dass das hat besondere Eigenschaften. Begleitet wird sie von ihrem Freund David und Azad, einem weiteren Sohn des Kaisers und jeder von ihnen hat andere Beweggründe, diese gefährliche Reise anzutreten. Die Autorin entführt ihre Leser in eine Welt voller Magie und vor allem voller Drachen. Die Geschichte ist überraschenderweise recht anspruchsvoll und teilweise recht düster, was mir sehr gut gefallen hat. Es handelt sich hier tatsächlich um ein recht klassisches Element der High Fantasy, das die Autorin sehr spannend und mit vielen guten Ideen umgesetzt hat, nämlich die Heldenreise. Erzählt wird die Handlung nicht aus der Ich-Perspektive und auch nicht ausschließlich aus der Sicht von Zina, was ich schon einmal sehr interessant fand. Die drei Hauptcharaktere sind sehr unterschiedlich, was auf jeden Fall einen sehr wichtige Aspekt der Handlung ausmacht. Denn, obwohl sie so unterschiedlich sind, funktionieren sie als Team wirklich gut. Aber zuerst müssen sie erst einmal lernen, dem anderen zu vertrauen. Es gibt sogar eine Romanze, die mir ebenfalls richtig gut gefallen hat und die auch richtig gut zur gesamten Geschichte passt. Am Ende sind alle Fragen beantwortet, es handelt sich hier bei diesem Buch um einen Einteiler. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung mit voller Punktzahl.
Als der älteste Sohn des Sonnenkaisers den Drachenkönig schwer verwundet, sehen die beiden Diener Zina und David ihre Chance gekommen. Gemeinsam mit dem jüngeren Sohn des Sonnenkaisers, Azad, machen sie sich auf den Weg, um das kostbare Blut zu finden. Auf ihrer Reise müssen sie sich vielen Gefahren stellen und lernen ihre Magie und sich selbst auf eine neue Weise kennen. Fangen wir mit dem besten Teil des Buches an: Der Schreibstil der Autorin ist wunderschön! Durch die Verwendung von Bildern und Symbolik hat dieser manchmal einen beinahe lyrischen Charakter, ohne sich aufzuzwängen. Die Sätze in dieser Geschichte haben ihre ganz eigene Schönheit und wenn man sie getrennt von allem anderen betrachten würde, wäre dies sicher eines der besten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Auch die grundlegende Idee des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die Welt – oder zumindest das, was man von ihr erfährt – ist magisch, mit tollen Ideen und ich würde sie gerne erkunden. Ebenso ist die Geschichte theoretisch sehr interessant. Leider hat mir dann die Umsetzung von alldem überhaupt nicht gefallen. Es wird so vieles vorausgesetzt, was man als Leser nicht wissen kann. Zeitweise dachte ich, dies wäre vielleicht eine Fortsetzung zu einem anderen Buch, so verloren habe ich mich gefühlt. Besonders stark merkt man dies bei den Charakteren. Die beiden Diener, Zina und David lernen den Sohn des Kaisers, Azad, anscheinend auf ihrer gemeinsamen Reise erst richtig kennen. Natürlich haben sie sich gegenseitig schonmal im Palast gesehen, es gab aber scheinbar keine richtigen Interaktionen zuvor. Dennoch unterhalten sie sich nach kurzer Zeit, als würden sie sich schon ewig kennen. Es gibt ein paar Andeutungen, dass sie sich zuvor eben auch schon kannten, offen im Text steht jedoch etwas anderes. Mich hat dieser Umstand ziemlich verwirrt und dementsprechend hat mir dann auch die Charakterentwicklung nicht gefallen. Denn nein, wenn jemand nach nur wenigen Tagen gemeinsamer Zeit genau weiß, wie sich die andere Person fühlt, wie sie charakterlich „immer“ ist und welche Gefühle sie hat, dann ist das einfach nicht überzeugend. In diesem Zusammenhang war dann auch die Liebesgeschichte nicht glaubhaft und eher seltsam. Das Worldbuilding und das Magiesystem sind beide extrem weich. Man bekommt so gut wie nichts darüber erklärt und die wenigen Brocken, die die Autorin einem zuwirft sind zwar toll, aber oft nicht hilfreich, um Fragen zu klären. Ein Beispiel dafür sind die Flussfresser, mit denen wir es von Anfang an zu tun bekommen. Im späteren Verlauf des Buches spielt die Form dieser Tiere eine Rolle, allerdings wird uns nie genau erklärt, wie sie denn aussehen. Auch Konzepte wie der „wahre Weg“ werden einfach in den Text geworfen, ohne eine wirkliche Erklärung zu liefern. Natürlich kann man sich viel aus dem Kontext schließen, aber es bleiben eben immer Fragen offen und wenn dies bei jedem einzelnen Punkt des Worldbuildings, des Magiesystems, ja sogar bei den Charakteren so ist, dann ist das irgendwann einfach zu viel. An einer Stelle im Buch kulminieren sich mehrere Probleme so weit, dass Zina und Azad einen kurzen, aber emotionalen Streit haben. An dieser Stelle habe ich sehr stark gemerkt, wie schwerwiegend dieses beschriebene Problem ist. Da ich keines der angesprochenen Themen wirklich verstanden habe, hatte diese gesamte Szene für mich keinerlei emotionales Gewicht. Die Charaktere hätten genauso gut über Aktien streiten können, es hätte mich vielleicht sogar mehr interessiert. Fazit: Dieses Buch hat mir leider gezeigt, dass ein toller Schreibstil und eine gute Idee leider eben nicht alles sind. Mir fehlte hier ein überzeugendes Worldbuilding, gute Charakterentwicklung und eine Menge Antworten auf Fragen.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Die Jagd auf die Krone der Drachen ist eröffnet!
Zina lebt als Dienstmädchen im Palast des Sonnenkaisers und führt ein sklavenähnliches Dasein. Um sich aus diesem Leben befreien zu können, will sie sich auf die Suche nach der legendären Dracheninsel machen. Denn wer den König der Drachen besiegt, gewinnt dessen Macht. Nun ist die Gelegenheit so günstig wie nie zuvor: Der Sonnenkaiser hat seinen Sohn ausgeschickt, um den Drachenkönig zu töten, doch dieser konnte ihn lediglich verwunden. Auf ihrer Reise lernt Zina nicht nur sich selbst kennen, sondern taucht außerhalb der Palastmauern in eine Welt voller Magie und Geheimnisse ein ...
Book Information
Author Description
Anne Buchberger wurde 1995 in Heidelberg geboren und lebt und studiert in München. Seit sie einen Stift halten kann, gehört das Schreiben und Geschichtenerzählen zu ihren großen Leidenschaften.
Posts
Phantasie pur, dennoch nicht zu unrealistisch
Eine spannende Geschichte, die sehr dezent von Fabelwesen handelt. Alles Protagonisten, egal ob männlich oder weiblich sind sehr verschieden und ergänzen sich doch. Als Egoist verliert man, ein Team gewinnt zusammen. Wunderbar beschriebene Schauplätze. Es hat Spass gemacht, wieder einmal etwas ausserhalb Krimi oder Thriller zu lesen. Leider ballt sich vieles dann wieder auf den letzten 80 Seiten.
Schöne Abenteuergeschichte
Die Krone der Drachen ist eine Art Abenteuerroman. Um ihre Freiheit zu erlangen machen die drei Protagonisten sind auf eine sehr beschwerliche Reise in das Reich der Drachen. Bis auf die letzten Kapitel, wird ausschließlich die Reise beschrieben. Dabei ist es sehr detailliert und macht viel Spaß zu lesen. Allerdings ist es auch meistens recht unspektakulär. Leider gibt es nur wenig spannende oder überraschende Stellen. Trotzdem ist es schön zu sehen, wie alle 3 sich auf ihrer Reise entwickeln. Das Buch ist aus der Sicht von jedem geschrieben, sodass man alle Perspektiven miterleben kann.
Die Drachen haben gereicht, um mich zu überzeugen~
Ich fand das Buch ganz gut, aber leider habe ich kaum mit den Charaktere mitfühlen können. Die Szenerien waren schön beschrieben und die Handlungen waren immer spannend, aber bis auf die Drachen hat dem Buch noch einiges gefehlt um es mit voller Begeisterung weiterzuempfehlen.
Den Einstieg fand ich richtig toll. Es ging relativ schnell mit allem zur Sache, man durfte seine Umgebung beim Lesen kennen lernen, wie auch die Protagonisten. Der Schreibstil war entsprechend gut zu lesen, die Beschreibungen detailliert, aber nicht ausschweifend. Etwas schade finde ich, dass der Klappentext so wenig preis gibt, denn Zina reist nicht alleine und gerade das finde ich auch das tolle an der Geschichte, denn sie wird begleitet von ihrem Freund Daniel, der sich nichts mehr wünscht als seine Flügel zurück und einem Adeligen. Auf diesen werde ich jetzt mal nicht im Detail eingehen. Auf jeden Fall sind alle Charaktere zwar sehr unterschiedlich, vertreten aber die selben Grundsätze, wodurch es eine schöne und abenteuerliche Reise wird, die man mit ihnen erlebt. Die Ideen, wie Anne Buchberger diese Welt gestaltet hat, fand ich einfach fantastisch und hätte zu gerne noch mehr darüber gelesen. Was ich etwas schade fand, war, dass manche Dinge aus deren Vergangenheit wohl angeschnitten werden, wie der Verlust von Daniels Flügeln oder was im Palast geschah, aber nie ausgeführt, was ich für meinen Teil unglaublich schade fand, da sie die Charaktere einfach greifbarer gemacht hätte. So blieben diese teilweise etwas flach. Auch der Mittelteil zog sich meiner Meinung nach etwas, vergleichsweise zum temporeichen Anfang und dem Ende. Die Liebesgeschichte war zwar präsent, aber sehr erträglich. Genau so wie ich sie gerne mag. Doch alles in allem war die Geschichte sehr schön zu lesen. Sie hätte, wie gesagt, einfach ein paar Seiten mehr haben und der Mittelteil etwas aufregender sein können, aber nichtsdestotrotz hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Ich finde besonders schön, dass sie zwar abgeschlossen ist, aber dennoch Potential für mehr bietet. Besonders aus dieser Welt würde ich unglaublich gerne noch weiter Geschichten lesen, weil ich sie so unfassbar schön finde - besonders den Part außerhalb des Palastes. Fazit: Eien unterhaltsame High-Fantasy Geschichte mit tollem Worldbuilding und der einen oder anderen Länge.
Nachdem Navid, der Sohn des Sonnenkaisers, es nicht geschafft hat, den Drachenkönig zu töten, macht sich die Dienerin Zina selbst auf den Weg in dessen Land, um ihn zu suchen. Sie erhofft sich durch sein Blut die Freiheit zu erlangen, dass das hat besondere Eigenschaften. Begleitet wird sie von ihrem Freund David und Azad, einem weiteren Sohn des Kaisers und jeder von ihnen hat andere Beweggründe, diese gefährliche Reise anzutreten. Die Autorin entführt ihre Leser in eine Welt voller Magie und vor allem voller Drachen. Die Geschichte ist überraschenderweise recht anspruchsvoll und teilweise recht düster, was mir sehr gut gefallen hat. Es handelt sich hier tatsächlich um ein recht klassisches Element der High Fantasy, das die Autorin sehr spannend und mit vielen guten Ideen umgesetzt hat, nämlich die Heldenreise. Erzählt wird die Handlung nicht aus der Ich-Perspektive und auch nicht ausschließlich aus der Sicht von Zina, was ich schon einmal sehr interessant fand. Die drei Hauptcharaktere sind sehr unterschiedlich, was auf jeden Fall einen sehr wichtige Aspekt der Handlung ausmacht. Denn, obwohl sie so unterschiedlich sind, funktionieren sie als Team wirklich gut. Aber zuerst müssen sie erst einmal lernen, dem anderen zu vertrauen. Es gibt sogar eine Romanze, die mir ebenfalls richtig gut gefallen hat und die auch richtig gut zur gesamten Geschichte passt. Am Ende sind alle Fragen beantwortet, es handelt sich hier bei diesem Buch um einen Einteiler. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung mit voller Punktzahl.
Als der älteste Sohn des Sonnenkaisers den Drachenkönig schwer verwundet, sehen die beiden Diener Zina und David ihre Chance gekommen. Gemeinsam mit dem jüngeren Sohn des Sonnenkaisers, Azad, machen sie sich auf den Weg, um das kostbare Blut zu finden. Auf ihrer Reise müssen sie sich vielen Gefahren stellen und lernen ihre Magie und sich selbst auf eine neue Weise kennen. Fangen wir mit dem besten Teil des Buches an: Der Schreibstil der Autorin ist wunderschön! Durch die Verwendung von Bildern und Symbolik hat dieser manchmal einen beinahe lyrischen Charakter, ohne sich aufzuzwängen. Die Sätze in dieser Geschichte haben ihre ganz eigene Schönheit und wenn man sie getrennt von allem anderen betrachten würde, wäre dies sicher eines der besten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Auch die grundlegende Idee des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die Welt – oder zumindest das, was man von ihr erfährt – ist magisch, mit tollen Ideen und ich würde sie gerne erkunden. Ebenso ist die Geschichte theoretisch sehr interessant. Leider hat mir dann die Umsetzung von alldem überhaupt nicht gefallen. Es wird so vieles vorausgesetzt, was man als Leser nicht wissen kann. Zeitweise dachte ich, dies wäre vielleicht eine Fortsetzung zu einem anderen Buch, so verloren habe ich mich gefühlt. Besonders stark merkt man dies bei den Charakteren. Die beiden Diener, Zina und David lernen den Sohn des Kaisers, Azad, anscheinend auf ihrer gemeinsamen Reise erst richtig kennen. Natürlich haben sie sich gegenseitig schonmal im Palast gesehen, es gab aber scheinbar keine richtigen Interaktionen zuvor. Dennoch unterhalten sie sich nach kurzer Zeit, als würden sie sich schon ewig kennen. Es gibt ein paar Andeutungen, dass sie sich zuvor eben auch schon kannten, offen im Text steht jedoch etwas anderes. Mich hat dieser Umstand ziemlich verwirrt und dementsprechend hat mir dann auch die Charakterentwicklung nicht gefallen. Denn nein, wenn jemand nach nur wenigen Tagen gemeinsamer Zeit genau weiß, wie sich die andere Person fühlt, wie sie charakterlich „immer“ ist und welche Gefühle sie hat, dann ist das einfach nicht überzeugend. In diesem Zusammenhang war dann auch die Liebesgeschichte nicht glaubhaft und eher seltsam. Das Worldbuilding und das Magiesystem sind beide extrem weich. Man bekommt so gut wie nichts darüber erklärt und die wenigen Brocken, die die Autorin einem zuwirft sind zwar toll, aber oft nicht hilfreich, um Fragen zu klären. Ein Beispiel dafür sind die Flussfresser, mit denen wir es von Anfang an zu tun bekommen. Im späteren Verlauf des Buches spielt die Form dieser Tiere eine Rolle, allerdings wird uns nie genau erklärt, wie sie denn aussehen. Auch Konzepte wie der „wahre Weg“ werden einfach in den Text geworfen, ohne eine wirkliche Erklärung zu liefern. Natürlich kann man sich viel aus dem Kontext schließen, aber es bleiben eben immer Fragen offen und wenn dies bei jedem einzelnen Punkt des Worldbuildings, des Magiesystems, ja sogar bei den Charakteren so ist, dann ist das irgendwann einfach zu viel. An einer Stelle im Buch kulminieren sich mehrere Probleme so weit, dass Zina und Azad einen kurzen, aber emotionalen Streit haben. An dieser Stelle habe ich sehr stark gemerkt, wie schwerwiegend dieses beschriebene Problem ist. Da ich keines der angesprochenen Themen wirklich verstanden habe, hatte diese gesamte Szene für mich keinerlei emotionales Gewicht. Die Charaktere hätten genauso gut über Aktien streiten können, es hätte mich vielleicht sogar mehr interessiert. Fazit: Dieses Buch hat mir leider gezeigt, dass ein toller Schreibstil und eine gute Idee leider eben nicht alles sind. Mir fehlte hier ein überzeugendes Worldbuilding, gute Charakterentwicklung und eine Menge Antworten auf Fragen.










