Die Kopenhagen-Trilogie. Kindheit, Jugend, Abhängigkeit

Die Kopenhagen-Trilogie. Kindheit, Jugend, Abhängigkeit

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Description

Wie intensiv kann ein Leben sein? Tove Ditlevsen schreibt über ein Frauenleben, ihr eigenes, so bewegend und universell wie niemand sonst. »KINDHEIT« erzählt vom Aufwachsen im Kopenhagen der 1920er Jahre in einfachsten Verhältnissen. Tove passt dort nicht hinein, ihre Kindheit scheint wie für ein anderes Mädchen gemacht. Die Mutter ist unnahbar, der Vater verliert seinen Job als Heizer. Zusammen mit ihrer Freundin, der wilden Ruth, entdeckt Tove die Stadt. Aber eigentlich interessiert sie sich für die Welt der Bücher und hat den brennenden Wunsch, Schriftstellerin zu werden. Dafür ist sie bereit, alles hinter sich zu lassen. »JUGEND« erzählt von der Zeit, in der Tove sich voller Energie ins Leben stürzt. Mit 14 Jahren verlässt sie die Schule, beginnt, in Kopenhagen eine Reihe von kleinen Jobs anzunehmen, arbeitet als Dienstmädchen und Bürogehilfin, sie schlägt sich durch. Mit 17 zieht sie bei den Eltern aus, geht tanzen, lernt Männer kennen, und die Möglichkeit, ein eigenes Buch zu veröffentlichen, rückt in greifbare Nähe. In »ABHÄNGIGKEIT« ist Tove gerade mal 20 Jahre alt und schon als Schriftstellerin berühmt, aber ahnungslos, was ihr an Höhen und Tiefen noch bevorsteht: Im Kopenhagen der 1940er Jahre erlebt sie Affären, den Rausch der Bekanntheit, die Angst, als Künstlerin zu versagen, Schwangerschaftsabbrüche, Mutterschaft, Sucht. Es wird immer deutlicher, wie sehr sie darum kämpfen muss, frei zu sein und frei zu bleiben. Tove Ditlevsens Meisterwerk, die Kopenhagen-Trilogie, wird weltweit als große literarische Wiederentdeckung gefeiert.

Book Information

Main Genre
Novels
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Pages
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Price
47.99 €

Author Description

Tove Ditlevsen (1917–1976) stammte aus einer Arbeiterfamilie in Kopenhagen. Mit 14 Jahren verließ sie die Schule und mit 17 ihr Elternhaus; sie arbeitete als Dienstmädchen und Bürogehilfin. In dieser Zeit schrieb sie bereits Lyrik. Ihr erster Gedichtband machte sie mit 20 Jahren berühmt. Sie gilt inzwischen als eine der bedeutendsten Stimmen Dänemarks.

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Kopenhagen zwischen den Zeilen: Eine Woche mit Tove Ditlefsen“

Ich habe Tove Ditlefsens Trilogie während einer einwöchigen Kopenhagen‑Zeit gelesen – ein Buch mit üppiger Seitenzahl, das ich eigentlich für „zu viel“ hielt, bis ich merkte, wie sehr es mich in die Stadt hineinzieht. Je mehr ich las, desto stärker verschwammen die Grenzen zwischen dem Kopenhagen von damals und dem, durch das ich heute lief. Plötzlich war jeder Straßenzug, jede Hausfassade, jeder graue Morgenhimmel mit Ditlefsens Stimme unterlegt. Es war, als würde ich mich gleichzeitig durch die Stadt bewegen und durch ihr Leben. Ihre Kindheit in Vesterbro, die Enge, die Sehnsucht, die Härte – all das bekam für mich eine fast körperliche Präsenz, weil ich selbst dort stand, wo sie einst stand. Ich konnte mir bildlich vorstellen, wie es damals gewesen sein muss, und gleichzeitig spüren, wie sehr sich die Stadt verändert hat, ohne ihren Grundton zu verlieren. Was mich besonders getroffen hat, war etwas anderes: Ditlefsens Herkunft aus einer Arbeiterfamilie, geprägt von Abhängigkeiten, Schweigen und inneren Brüchen. Das hat bei mir einen Nerv getroffen, weil ich selbst aus einer Suchtfamilie komme, ebenfalls aus einem Arbeiterumfeld, in dem vieles unausgesprochen blieb und man früh lernen musste, zwischen den Zeilen zu leben. In Ditlefsens Beschreibungen habe ich nicht nur ihre Welt erkannt, sondern auch etwas von meiner eigenen. Diese Mischung aus Härte, Sehnsucht und Überlebenswillen war mir schmerzhaft vertraut. Ditlefsen schreibt mit einer Klarheit, die weh tut. Sie beschönigt nichts, sie romantisiert nichts, und gerade dadurch wirkt alles so lebendig. Ihre Art, über Armut, Abhängigkeit, Ambition und Selbstzerstörung zu schreiben, ist gnadenlos ehrlich. Und doch ist da immer dieser poetische Unterstrom, der mich durch die Seiten getragen hat. Vielleicht hat mich die Trilogie deshalb so tief berührt: weil ich sie nicht nur gelesen, sondern erlebt habe. Ich habe Kopenhagen durch Ditlefsens Augen gesehen – und gleichzeitig mein eigenes, heutiges Kopenhagen gespürt. Zwei Zeiten, zwei Städte, ein Gefühl. Und irgendwo dazwischen meine eigene Geschichte, die sich leise eingemischt hat. Für mich ist diese Trilogie nicht einfach Literatur, sondern ein Ort. Und ich werde sie immer mit dieser Woche verbinden, in der ich durch Kopenhagen ging und das Gefühl hatte, dass die Vergangenheit leise neben mir mitläuft.

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