Die Jugend des Königs Henri Quatre

Die Jugend des Königs Henri Quatre

Softcover
2.52

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Description

»Vier Jahre ist der kleine Henri alt, als er uns zuerst sichtbar wird, im Sprühen eines Wasserfalls und des Lichts. Und als wir ihn verlassen, ist die eine Hälfte seines Schnurrbarts weiß von den Mühen des Lebens, und der 35-jährige wird als letzter Prinz von Geblüt den Thron Frankreichs besteigen und ein wahrer Souverän sein, nämlich ein Mann, der alles selber durchlitten hat, was der Durchschnitt seines Volkes durchleiden musste, und der durch seine Verbundenheit mit den Menschen das Recht bekommen hat, über den Parteien und ihren Losungen zu stehen.« - Arnold Zweig

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
492
Price
14.00 €

Author Description

Luiz Heinrich Mann, geboren 1871, wuchs in großbürgerlichen Verhältnissen auf, sein Vater Thomas Johann Heinrich Mann war Kaufmann, Reeder, Konsul und Senator, seine Mutter Julia da Silva-Bruns war die Tochter eines nach Brasilien ausgewanderten Kaufmanns. Ab 1894 veröffentlichte er zum Teil gesellschaftskritische Literatur; bekannt wurde er vor allem durch die Romane ›Professor Unrat‹ (1905) und ›Der Untertan‹ (1918). Mann engagierte sich für Republik und Demokratie, betrieb Kulturpolitik und wurde 1931 Präsident der Sektion Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste. — Im Februar 1933 wurde er aus der Preußischen Akademie der Künste ausgeschlossen, seine Werke wurden öffentlich verbrannt und aus Bibliotheken und Büchereien entfernt, im August 1933 wurde er ausgebürgert. Mann emigrierte zunächst nach Frankreich, dann in die USA, wo er fast mittellos in Los Angeles und Santa Monica lebte, teils mit Unterstützung durch seinen Bruder Thomas. 1949 wurde er in der neu gegründeten DDR zum Präsidenten der Akademie der Künste gewählt, starb aber im März 1950 im US-amerikanischen Exil in Santa Monica.

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Heinrich Mann nimmt uns in Die Jugend des Königs Henri Quatre mit in das Frankreich des 16. Jahrhunderts – eine Zeit voller Religionskriege, Intrigen und Machtspiele.

Der erste Band seines zweiteiligen Romans erzählt von der Kindheit und Jugend des späteren Königs Henri IV., einem Typen, der sich durch seine unkonventionelle Art und seinen Freiheitsdrang schnell von der Masse abhebt. Henri wächst in der rauen Gascogne auf, einer Gegend, die von bäuerlicher Einfachheit und hartnäckigem Widerstand geprägt ist. Seine Mutter, eine strenge Hugenottin, sorgt dafür, dass er früh lernt, für seine Überzeugungen einzustehen. Aber das Leben meint es nicht immer gut mit Henri: Schon als junger Mann wird er in die religiösen Konflikte seiner Zeit verwickelt, was ihn prägt und seine Persönlichkeit formt. Heinrich Mann gelingt es dabei, aus dem historischen König einen vielschichtigen Charakter zu machen – menschlich, sympathisch, aber auch nicht ohne Fehler. Die Sprache des Romans ist anspruchsvoll, aber nie trocken. Mann verbindet historische Fakten mit einem feinen Gespür für Charaktere und ihre Entwicklung. Seine Erzählweise ist mal nachdenklich, mal lebhaft, und immer wieder findet er Platz für gesellschaftskritische Seitenhiebe. Besonders beeindruckend ist, wie er es schafft, die politische Lage der Zeit so anschaulich zu machen, dass man mitten im Geschehen zu sein glaubt. Obwohl der Roman in der Vergangenheit spielt, hat er eine gewisse Aktualität: Manns Botschaft – ein Plädoyer für Toleranz und Menschlichkeit – könnte kaum zeitgemäßer sein. Gleichzeitig merkt man, dass der Roman während Heinrich Manns Exil entstand, was ihn noch persönlicher und politischer macht. Die Mischung aus historischen Fakten, lebendigen Figuren und der thematischen Tiefe macht das Buch zu etwas Besonderem. Mit *Die Jugend des Königs Henri Quatre* hat Heinrich Mann einen historischen Roman geschrieben, der Geschichte lebendig und spannend macht. Manchmal ist der Stil ein bisschen schwerfällig, aber die Geschichte und die Figuren reißen das wieder raus. Für Fans von anspruchsvollen, aber lohnenden historischen Romanen ist das Buch definitiv einen Blick wert.

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