Die Jugend des Königs Henri Quatre

Die Jugend des Königs Henri Quatre

by Heinrich Mann·Book 1 of 2
Softcover
2.52
GuiseHistorischer RomanFranzösische GeschichteHenri Guise

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Description

Heinrich Manns monumentales Panorama vom Leben und Wirken Heinrichs IV zeigt den Konflikt, in dem sich der König befindet: ausgestattet mit der Macht, jedoch zur Güte neigend, ringt er um Einheit und Größe seiner Nation. Aufgewachsen in den Pyrenäen, lernt er in Paris die Korruption am Hof und die Zerrissenheit des Landes kennen. Er kämpft an der Spitze der Hugenotten, überlebt die Bartholomäusnacht, wird gefangengenommen und konvertiert unter Zwang zum Katholizismus. Das Religiöse niedriger veranschlagend als den Sieg der Humanität, bekennt er sich nach der Flucht erneut zum Protestantismus. Die Religionskriege dauern an, sein Schwager Heinrich III. wird ermordet; der neue Thronfolger heißt Henri Quatre.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Softcover
Pages
710
Price
25.70 €

Author Description

Heinrich Mann, war der älteste Bruder Thomas Manns, wurde am 27. März 1871 als Sohn eines Lübecker Senators, Großkaufmanns und Reeders geboren. Dem Spötter seiner Zeit, dem radikalen Demokraten und leidenschaftlichen Kämpfer gegen den Nationalsozialismus wurde, wie vielen anderen Autoren, 1933 das bittere Schicksal der Emigration zuteil, in der er noch vor einer erhofften Rückkehr in die neugegründete DDR am 12. März 1950 in Los Angeles starb. Sein Werk umfasst zwanzig Romane, sechs Novellenbände, sieben Esaybände, mehrere Dramen und Hunderte von zeitkritischen Aufsätzen sowie den autobiografischen Band «Ein Zeitalter wird besichtigt». Berühmt wurde er nicht zuletzt durch seinen Roman «Professor Unrat», der unter dem Titel «Der blaue Engel» mit Emil Jannings und Marlene Dietrich verfilmt wurde. Heinrich Manns Werk ist durch Balzac, Stendhal, Zola und Anatole France beeinflusst. Seine schriftstellereische Entwicklung führte vom Spätimpressionismus seiner berühmten Satire auf die Berliner Gründerzeit und ihre Gesellschaft «Im Schlaraffenland» und dem Renaissance-Romann «Die Göttinen» schließlich zu seinem meisterlichen Spätwerk «Die Jugend des Königs Henri Quatre» und «Die Vollendung des Königs Henri Quatre», das an der Gestalt eines vorbildlichen Volkskönigs die Probleme Macht und Humanität diskutiert.

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Heinrich Mann nimmt uns in Die Jugend des Königs Henri Quatre mit in das Frankreich des 16. Jahrhunderts – eine Zeit voller Religionskriege, Intrigen und Machtspiele.

Der erste Band seines zweiteiligen Romans erzählt von der Kindheit und Jugend des späteren Königs Henri IV., einem Typen, der sich durch seine unkonventionelle Art und seinen Freiheitsdrang schnell von der Masse abhebt. Henri wächst in der rauen Gascogne auf, einer Gegend, die von bäuerlicher Einfachheit und hartnäckigem Widerstand geprägt ist. Seine Mutter, eine strenge Hugenottin, sorgt dafür, dass er früh lernt, für seine Überzeugungen einzustehen. Aber das Leben meint es nicht immer gut mit Henri: Schon als junger Mann wird er in die religiösen Konflikte seiner Zeit verwickelt, was ihn prägt und seine Persönlichkeit formt. Heinrich Mann gelingt es dabei, aus dem historischen König einen vielschichtigen Charakter zu machen – menschlich, sympathisch, aber auch nicht ohne Fehler. Die Sprache des Romans ist anspruchsvoll, aber nie trocken. Mann verbindet historische Fakten mit einem feinen Gespür für Charaktere und ihre Entwicklung. Seine Erzählweise ist mal nachdenklich, mal lebhaft, und immer wieder findet er Platz für gesellschaftskritische Seitenhiebe. Besonders beeindruckend ist, wie er es schafft, die politische Lage der Zeit so anschaulich zu machen, dass man mitten im Geschehen zu sein glaubt. Obwohl der Roman in der Vergangenheit spielt, hat er eine gewisse Aktualität: Manns Botschaft – ein Plädoyer für Toleranz und Menschlichkeit – könnte kaum zeitgemäßer sein. Gleichzeitig merkt man, dass der Roman während Heinrich Manns Exil entstand, was ihn noch persönlicher und politischer macht. Die Mischung aus historischen Fakten, lebendigen Figuren und der thematischen Tiefe macht das Buch zu etwas Besonderem. Mit *Die Jugend des Königs Henri Quatre* hat Heinrich Mann einen historischen Roman geschrieben, der Geschichte lebendig und spannend macht. Manchmal ist der Stil ein bisschen schwerfällig, aber die Geschichte und die Figuren reißen das wieder raus. Für Fans von anspruchsvollen, aber lohnenden historischen Romanen ist das Buch definitiv einen Blick wert.

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