Die Gesetze der menschlichen Natur - The Laws of Human Nature
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Description
Book Information
Author Description
Robert Greene studierte an der University of California at Berkeley und an der University of Wisconsin at Madison Klassische Philologie und Vergleichende Literaturwissenschaft. Nach dem Studium arbeitete er in New York als Redakteur und Journalist für mehrere Magazine, unter anderen für den Esquire, und in Hollywood als Drehbuchautor. Power – Die 48 Gesetze der Macht war sowohl in den USA als auch international ein Bestseller. Es wurde in 24 Sprachen übersetzt.
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Zwiegespalten
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich dieses Buch bewerten soll. Ich fand The 48 Laws of Power schon wie eine Art Brandstiftung für die Gesellschaft, weil es manipulativ ist und einem dabei hilft, Menschen für den persönlichen Erfolg auszunutzen. The Laws of Human Nature greift dieses Thema erneut auf – sogar in noch größerem Umfang. Robert Greene versucht hier zwar auch, Verhaltenstypen zu erklären und aufzuzeigen, woran man sie erkennt. Tatsächlich trifft er meiner Meinung nach mit einigen Beobachtungen sogar ins Schwarze. Trotzdem ist auch dieses Buch für mich in erster Linie wieder ein Lehrbuch der Manipulation, und genau das finde ich gefährlich an Robert Greene. Er setzt voraus – oder besser gesagt: Er predigt den Menschen –, dass sie gar nicht anders können, als schlecht zu sein. Dass es in der Natur des Menschen liegt, böse Taten zu vollbringen, Intrigen zu spinnen, zu mobben, zu lügen und vieles mehr. Als ob genau diese negativen Eigenschaften den Menschen im Kern ausmachen würden. Für mich als gläubigen Christen ist diese Haltung unhaltbar. Natürlich laufe auch ich nicht den ganzen Tag mit einem Heiligenschein herum. Aber Lektüre dieser Art hat für mich einen sehr bitteren Beigeschmack. Denn wenn wir irgendwann aufhören, uns schuldig zu fühlen, wenn wir etwas Schlechtes tun, weil uns eingeredet wird, wir könnten gar nicht anders handeln, da es eben „in unserer Natur“ liege – in was für eine Welt führt uns eine solche Denkweise dann? Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich einfach neugierig war, was Robert Greene mit diesem Buch vermitteln wollte, und ich bereue es tatsächlich nicht, es gelesen zu haben. Dennoch würde ich es nur Menschen weiterempfehlen, die gefestigt sind, eine gesunde Weltanschauung besitzen und vor allem eine gute moralische Orientierung im Leben haben. Andernfalls kann dieses Buch schnell zu einem Wegweiser werden, um andere Menschen zu manipulieren, auszunutzen und eine Gesellschaft zu fördern, deren Werte weit entfernt sind von dem, wie sie eigentlich sein sollten. Von mir daher nur zwei Sterne.
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Robert Greene studierte an der University of California at Berkeley und an der University of Wisconsin at Madison Klassische Philologie und Vergleichende Literaturwissenschaft. Nach dem Studium arbeitete er in New York als Redakteur und Journalist für mehrere Magazine, unter anderen für den Esquire, und in Hollywood als Drehbuchautor. Power – Die 48 Gesetze der Macht war sowohl in den USA als auch international ein Bestseller. Es wurde in 24 Sprachen übersetzt.
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Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich dieses Buch bewerten soll. Ich fand The 48 Laws of Power schon wie eine Art Brandstiftung für die Gesellschaft, weil es manipulativ ist und einem dabei hilft, Menschen für den persönlichen Erfolg auszunutzen. The Laws of Human Nature greift dieses Thema erneut auf – sogar in noch größerem Umfang. Robert Greene versucht hier zwar auch, Verhaltenstypen zu erklären und aufzuzeigen, woran man sie erkennt. Tatsächlich trifft er meiner Meinung nach mit einigen Beobachtungen sogar ins Schwarze. Trotzdem ist auch dieses Buch für mich in erster Linie wieder ein Lehrbuch der Manipulation, und genau das finde ich gefährlich an Robert Greene. Er setzt voraus – oder besser gesagt: Er predigt den Menschen –, dass sie gar nicht anders können, als schlecht zu sein. Dass es in der Natur des Menschen liegt, böse Taten zu vollbringen, Intrigen zu spinnen, zu mobben, zu lügen und vieles mehr. Als ob genau diese negativen Eigenschaften den Menschen im Kern ausmachen würden. Für mich als gläubigen Christen ist diese Haltung unhaltbar. Natürlich laufe auch ich nicht den ganzen Tag mit einem Heiligenschein herum. Aber Lektüre dieser Art hat für mich einen sehr bitteren Beigeschmack. Denn wenn wir irgendwann aufhören, uns schuldig zu fühlen, wenn wir etwas Schlechtes tun, weil uns eingeredet wird, wir könnten gar nicht anders handeln, da es eben „in unserer Natur“ liege – in was für eine Welt führt uns eine solche Denkweise dann? Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich einfach neugierig war, was Robert Greene mit diesem Buch vermitteln wollte, und ich bereue es tatsächlich nicht, es gelesen zu haben. Dennoch würde ich es nur Menschen weiterempfehlen, die gefestigt sind, eine gesunde Weltanschauung besitzen und vor allem eine gute moralische Orientierung im Leben haben. Andernfalls kann dieses Buch schnell zu einem Wegweiser werden, um andere Menschen zu manipulieren, auszunutzen und eine Gesellschaft zu fördern, deren Werte weit entfernt sind von dem, wie sie eigentlich sein sollten. Von mir daher nur zwei Sterne.








