Die Familie Aubrey

Die Familie Aubrey

Hardback
5.02

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Description

In „Die Familie Aubrey“, einem Bestseller aus dem Jahr 1957, verwandelte Rebecca West ihre eigene Kindheit in einen Klassiker der englischen Literatur.

Rose Aubrey ist eines von vier Geschwistern. Mit der Weisheit eines Kindes betrachtet sie ihre Zwillingsschwester Mary, deren Charakter perfekt mit dem ihren korrespondiert. Die schöne, begriffsstutzige Schwester Cordelia, die bemitleidet wird, weil sie als Einzige der Familie nicht über musikalisches Talent verfügt. Ihren geliebten kleinen Bruder Richard Quinn. Ihren charmanten, aber höchst unzuverlässigen Vater Piers, dessen törichte Geschäfte die Familie immer wieder an den Rand des finanziellen und sozialen Ruins treiben. Es ist schließlich ihre exzentrische Mutter Clare, die sich als die wirklich Starke der Familie erweist.

Rebecca West zeichnet ein liebevolles Bild einer außergewöhnlichen Bohemien-Familie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die junge Protagonistin Rose lotet die schwer fassbaren Grenzen zwischen Kindheit und Erwachsensein, Freiheit und Abhängigkeit, dem Gewöhnlichen und dem Geheimnisvollen aus.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
592
Price
26.80 €

Author Description

Dame Rebecca West (1892-1983) wurde als Cicily Isabel Fairfield geboren und wählte ihren Künstlernamen nach einer starken Frauenfigur in einem Ibsen-Drama. West war Journalistin und Reiseschriftstellerin. Sie schrieb unter anderem für The New York Herald Tribune und Harper's Bazaar. Als Berichterstatterin für den Daily Telegraph nahm sie an den Nürnberger Prozessen teil. Sie pendelte zwischen London, New York, Rom und Florenz. Neben ihren journalistischen Texten verfasste sie mehrere erfolgreiche Romane und Erzählungen. »Die Familie Aubrey« ist der erste Teil einer dreibändigen Familiengeschichte. Erstmals 1956 veröffentlicht, wurde der Roman mit dem Originaltitel »The fountain overflows« zum Verkaufshit. »Im Herzen der Nacht« und »Rosamund« erschienen posthum. Die Aubrey-Trilogie ist von Wests eigener Familiengeschichte inspiriert und umfasst fast das gesamte 20. Jahrhundert.

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All
5

Sternebewertung fiktiv

Rebecca West war eine eine Autorin, Journalistin und Kritikerin. Ihre Biografie interessiert mich sehr und wird daher hier bald einziehen. Bei der Recherche zu ihr habe ich oft gelesen, dass die Protagonisten Rose im Roman sie und ihre Kindheit darstellen soll. „Die Familie Aubrey“ ist der erste Band einer Trilogie. Dieser Roman, erstmals 1957 veröffentlicht, entführt uns in die Welt der Aubrey Familie, eine Welt voller Musik, finanzieller Sorgen und komplexer familiärer Dynamiken. Im Mittelpunkt stehen die Zwillingsschwestern Rose und Mary, beide hochmusikalisch, die sich durch ihr Klavierspiel definieren. Ihre Schwester Cordelia hingegen kämpft verzweifelt darum, ebenfalls musikalische Anerkennung zu finden, doch es fehlt ihr schlicht an Talent. Dieses Ungleichgewicht sorgt innerhalb der Familie für Spannungen, insbesondere zwischen den Schwestern. Die Geschichte beginnt mit einem Umzug: Familie Aubrey verlässt ihr altes Zuhause und zieht nach London. Grund dafür ist der Vater, ein charismatischer, aber verantwortungsloser Mann, der nicht mit Geld umgehen kann. Immer wieder verspielt er das Familienvermögen, wodurch seine Frau gezwungen ist, die Familie über Wasser zu halten. Während er meist abwesend ist, kämpft die Mutter um Stabilität. Dennoch sind Rose und Mary echte „Papa-Kinder“ – eine typische, aber dennoch tragische Familienkonstellation, in der die Mutter die Last trägt, während der Vater trotz aller Fehler bewundert wird. Besonders auffällig ist die Beziehung zwischen den Geschwistern. Die Zwillinge Rose und Mary bilden eine unzertrennliche Einheit, während Cordelia, die unmusikalische Außenseiterin, oft ausgeschlossen oder gar bloßgestellt wird. Diese Geschwisterdynamik ist eines der prägendsten Elemente des Romans: Musik ist nicht nur eine Leidenschaft, sondern auch ein Machtinstrument innerhalb der Familie. Wer Talent hat, gehört dazu, wer keines hat, bleibt außen vor. Rebecca Wests Schreibstil ist eindringlich und detailreich. Die Beschreibungen sind atmosphärisch dicht, fast schon zu ausschweifend. Gerade in der ersten Hälfte des Romans entfaltet sich die Geschichte auf fesselnde Weise, doch in manchen Passagen verliert sich die Autorin in Wiederholungen und Detailverliebtheit. Wer gerne Wälzer liest und keine Angst vor langen, verschachtelten Sätzen hat, wird sich daran jedoch kaum stören. Ob man nach dem ersten Band die ganze Trilogie lesen möchte, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wer sich mit den Aubreys verbunden fühlt und mehr über ihre Zukunft erfahren will, wird sicher weiterlesen. Wer hingegen das Gefühl hat, die Geschichte sei bereits auserzählt, könnte sich mit dem ersten Band begnügen. Ich werde abwarten und auf meinen inneren Monk hören, wenn Band 2 erscheint. 😅

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