Die Assistentin

Die Assistentin

Softcover
3.32225

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Eigentlich will Charlotte ja Musikerin werden. Aber dann nimmt sie die Stelle in einem Verlag an, ihren Eltern zuliebe. Dass die jungen Frauen im Vorzimmer des Verlegers häufig wechseln, erfährt Charlotte schnell. Und sie nimmt sich vor: Sie wird ihren nicht ganz einfachen Chef in den Griff bekommen. Dafür muss sie viel in Kauf nehmen, sehr viel, vielleicht ihre Gesundheit aufs Spiel setzen. Vielleicht sogar Bo verlieren, in den sie sich doch gerade erst verliebt hat.

Mit Gelassenheit, Humor und Tiefgang erzählt Caroline Wahl von einer jungen Frau, die sich nicht zum Opfer machen lassen will und doch in eine Lage gerät, die viele Menschen kennen: wenn einem der Beruf zur Hölle wird. Eine ganz alltägliche Leidensgeschichte, ein Roman über Resilienz und Überleben.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
368
Price
14.40 €

Author Description

Caroline Wahl, geboren 1995 in Mainz, wuchs in der Nähe von Heidelberg auf. Sie hat Germanistik in Tübingen und Deutsche Literatur in Berlin studiert. 2023 erschien ihr Debütroman 22 Bahnen, für den sie u. a. mit dem Ulla-Hahn-Autorenpreis und dem Grimmelshausen-Förderpreis ausgezeichnet wurde. Außerdem wurde 22 Bahnen Lieblingsbuch der Unabhängigen 2023. Auch ihre Romane Windstärke 17 und Die Assistentin wurden zum Ereignis und standen monatelang an der Spitze der Bestsellerlisten. Caroline Wahl lebt in Kiel.

Posts

451
All
4.5

Was für ein Buch

Ich muss gestehen, am Anfang… ja, ich wurde so richtig zickig beim Lesen, diese Wiederholungen, dieses Schnodderige. Aber im Verlauf, puh, das hat mich wirklich gepackt. Diese subtile Veränderung von Charlotte, ihr Ehrgeiz und ihre Verbissenheit, fast ein bisschen wie ein Spiegel 🪞 für mich. Ich vermute, wer sowas im beruflichen nicht selbst erlebt hat, kann es nur schwer nachvollziehen. Aber alles in allem ein Augenöffner, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen.

Was für ein Buch
2

🧔 Patriarchat 🧔 Wie "der Teufel trägt Prada" nur schlechter

Hmm.. Das neue Buch von Caroline Wahl. Ich war sehr gespannt auf das Buch und habe mir viel von dem Inhalt und den Themen versprochen. Leider ist die Umsetzung nicht so gut gelungen. Charlotte ist die Protagonistin. Das Buch ist aus ihrer Sicht geschrieben. Sie arbeitet als Assistentin für einen Verläger, der scheinbar ein Narzist ist. Es wird Charlottes Geschichte erzählt. Situationen mit ihren Eltern beschrieben, Liebe und das Behaupten in ihrem Beruf. Es geht auch etwas um Sexismus, bossing und Gefallenwollen. Charlotte hat mich irgendwann nur noch genervt. Es ist mir nicht ganz ersichtlich, ob die Autorin genau das erreichen wollte. Häufig dachte ich mir bei den Beschreibungen und Dialogen: "Alter - Charlotte jetzt mach doch mal den Mund auf und steh für dich ein!" Das passierte nicht, selbst das Ende ist unscheinbar und das Buch läuft einfach so aus. Nichts für starke Frauen. Es fehlt ein Charakter, der die Balance herstellt und ausspricht, was sich die lesende Person denkt. Jemand der klar Position bezieht. Ich hätte gerne erlebt, wie der Verläger in die Schranken gewiesen wird oder eben Charlotte die Augen geöffnet werden oder Mut gemacht wird für sich und ihre Träume einzustehen und den unbequemen unsicheren Weg zu gehen! Naja - ein Buch für zwischendurch. Es ließ sich leicht lesen und war auch schnell gelesen. Ich lese recht gerne zeitgenössisches allerdings lieber mit mehr Tiefe. Für alle, die was Leichtes lesen wollen.

4

Krasse Geschichte von Machtmissbrauch und einer Verlagsassistentin auf dem Weg zu sich selbst

Jetzt lag das Buch echt lange auf dem SuB, weil ich vorab schon so viel negative Kritik gehört hatte. Im Nachhinein kann ich zwar verstehen, warum manche das Buch nicht mochten, aber ich fand es von Anfang an gut. Tatsächlich konnte mich Charlottes Geschichte und auch der eigenwillige Erzählstil packen und überzeugen. Charlotte kommt nach München, um einen neuen Job anzutreten. Wirklich gewollt hat sie ihn nicht, das waren eher ihre Eltern, die in dem Job als Assistentin des Verlegers eines großen, namhaften Verlags ein Karrieresprungbrett witterten. Charlottes Aufgaben sind vielfältig, umfangreich und teilweise absurd. Es gibt ein regelrechtes Manual, an das sich die Assistentinnen des Chefs bis ins kleinste Detail halten müssen, und dabei geht es auch um so wichtige Dinge wie den Hitzegrad des Tees oder die Aufbereitung der Bowl samt Servieranweisungen. Im Grunde merkt Charlotte sofort, dass dieser Job sie alles kosten wird und dennoch nimmt sie die Herausforderung an. Vielleicht kann ja gerade sie die Beste sein und hier länger als alle Assistentinnen vor ihr bestehen?! Der Roman liest sich wie ein wilder, chaotischer Ritt – manchmal dachte ich, dass ich direkt in ein ADHS-Gehirn Einblick habe. Gedankenschleifen, Sprünge, Abschweifungen (mehrere Seiten zusammenhangloses Geläster über Cathy Hummels zum Beispiel) und Vorwegnahmen genauso wie Wiederholungen. Was das Buch dann dennoch auch von Sprachstil her faszinierend macht, ist die gelegentliche Stimme der Autorin aus dem Off – eine Metaebene, die Wahl dazu nutzt, ihren eigenen Text zu kritisieren und einzuordnen. Ich fand das ganz gelungen, vor allem wohl auch, weil es aus meiner Sicht immer genau den Punkt traf, über den ich mich gerade aufregen wollte. Caroline Wahl schreibt wie auch in ihren beiden vorherigen Büchern pointiert und mit kurzen Sätzen, manchmal ein bisschen rotzig. Dann wieder sehr gewollt literarisch. Dadurch, dass sich das Buch dem Schreibstil entsprechend sehr schnell liest (und man dank der zahlreichen Wiederholungen und Vorwegnahmen auch nicht so doll aufpassen muss), fand ich es auch gar nicht zu lang, wie ich öfters in der Kritik gelesen habe. “Die Assistentin” ist ein Roman über den Machtmissbrauch eines Vorgesetzten im Verlagswesen, aber auch eine Geschichte von Selbstfindung und Selbstbehauptung. Den nervenaufreibenden Alltag der Assistentinnen in dem Buchverlag fand ich einerseits faszinierend – ich habe mich natürlich die ganze Zeit gefragt, was denn noch passieren muss, bis Charlotte endlich die Reißleine zieht – und andererseits Ohnmacht produzierenden Übermächtigkeit kaum auszuhalten. Die Liebesgeschichte, die da um der Liebesgeschichte willen dabei sein musste, hätte mir nicht gefehlt. Sie war genauso emotionslos und aufgesetzt wie Wahl sie auf der Metaebene angekündigt hat. Insgesamt fand ich das Buch gut, aber nicht besonders spektakulär. Es war inhaltlich interessant, aber stilistisch müsste ich sowas jetzt nicht andauern lesen. Ich bin sehr gespannt, wie der nächste Roman (“1999 Meter über dem Meer“) von Caroline Wahl sein wird, der am 28.0.582026 bei Rowohlt erscheint. © Tintenhain

5

Zwischen Bürokrise und Alltag

Charlotte arbeitet als Assistentin in einem Verlag, wo sie ständig zwischen den Erwartungen ihres toxischen Chefs und den alltäglichen Aufgaben jonglieren muss. Ihr Chef macht alles kompliziert und übt vielerlei Machtspiele gegenüber seinen Assistenten aus. Die Atmosphäre im Büro ist dabei oft angespannt. Die Schreib- und Erzählweise ist anfangs wirklich ungewöhnlich bzw. ist sie einfach ungewohnt denke ich. Sobald man sich darauf einlässt, gefiel es mir aber wirklich gut. Die Geschichte ist leider nah an der Realität, wie toxisch das Verhältnis zwischen Chef und Assistenz sein kann. Man spürt im ganzen Buch Charlottes Emotionen und fühlt (leidet) mit ihr. Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen 😊

2.5

Charlotte zieht in eine Stadt, die sie nicht mag ( München), in eine Wohnung, die ihr gar nicht gefällt und nimmt einen Job als Assistentin für einen Geschäftsführer eines Verlages an, den sie nicht machen möchte. Sie vertraut der Einschätzung ihrer Eltern, dass der Job besser ist, als ihr Wunsch Musik zu machen . Sie ist Berufseinsteigerin und ist gerade mit ihrem Studium fertig geworden. Das Verhältnis zu ihrem Chef Herr Maise kann man nur als toxisch bezeichnen und die Art und Weise, wird deutlich gezeigt.

Der Schreibstil ist direkt, schnörkellos. Ich kam mit Kommentaren eines allwissenden Erzählers nicht ins flüssige Lesen und durch die Vorwegnahme von Ereignissen , und deren Bedeutung, fehlte mir die Spannung. Nach zirka 100-120 Seiten kommt man besser rein- die Wiederholungen werden weniger. Vorweg eine Leseprobe - empfehle ich.

2.5

Leichtes Buch, leider aber auch (für mich) eher nervige und zu gewollte Wiederholungen. Hätte ich lassen können.

4

Fasziniert lässt mich dieses Buch zurück. Diese Buch war ganz anders geschrieben, als die beiden ersten Bücher von Caroline Wahl ( 22 Bahnen und Windstärke 17) die ich gelesen habe. Ich war von Anfang an gefesselt von diesem interessanten Schreibstil, der einerseits erstmals große Fragezeichen bei mir ausgelöst hat mich aber andererseits so neugierig gemacht hat, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen. Es war phasenweise so komisch ironisch bis es dann tragisch dramatisch wurde. Anfangs war mir nicht klar, was möchte dieses Buch? Doch letztendlich finde ich wurde er sehr trauriges Thema, das sicherlich viele Menschen im stillen durchmachen auf unterhaltsame Weise dargestellt. Es sollte von vielen Menschen aufmerksam gelesen werden, denn es bietet die Möglichkeit so vielleicht aufmerksamer durch die Welt zu gehen und die Not eines Mitmenschen zu erkennen und diesem dann Unterstützung anzubieten. Klare Leseempfehlung

5

| Als Charlotte sich am Freitagabend mit ihrer Karte ausbuchte, stolz ein Foto von dem inzwischen zweistelligen Gleitzeitkonto-Saldo machte und danach in ihrem neuen karierten Mantel und mit Musik in den Ohren zwischen Männern in Anzügen zur S-Bahn lief, kam sie sich vor wie eine Businesswoman, ein Wort, das im Gegensatz zu Businessman vom Korrekturprogramm lustiger- oder traurigerweise rot unterstrichen wird. 📚🎹💭 |

Bei den ganzen durchwachsenen bis eher negativen Rezensionen hier auf Reado und anderen Bewertungsplattformen könnte man fast annehmen, Caroline Wahls Schreibstil wäre Staatsfeind Nummer eins geworden. Was wirklich schade ist, denn ich mag und schätze ihre unkonventionelle und eher unverbrauchte Art des Schreibens sehr. Anders muss nicht immer schlecht sein. Und ja, ich gebe zu, es ist anfangs gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Seiten ist das sehr schnell wieder vergessen. Es fühlt sich manchmal an wie ein Tagebucheintrag oder ein Video ohne Schnitt. Und gerade das gefällt mir so gut daran. "Die Assistentin" zeigt eine toxische Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehung auf, die glaubwürdig und überzeugend dargestellt wird. Anfangs habe ich noch über die Eigenheiten des Verlegers geschmunzelt, weil ich tatsächlich selbst so einen Menschen kenne, der ähnlich gestrickt ist. Mit dem weiteren Fortschreiten des Buches und der immer schwieriger werdenden Situation zwischen Charlotte und dem Verleger habe ich jedoch nur noch den Kopf schütteln können. Emotionen wie Unglaube, Schock, Mitgefühl und teilweise sogar Abscheu haben bei mir regelmäßig während des Lesens die Schicht gewechselt. Charlottes Gefühls- und Gedankenwelt kann ich sehr gut nachvollziehen. Vielleicht gerade deshalb, weil ich mich selbst so oft in ihr erkannt habe. Ich finde, Caroline Wahl hat einen großartigen Roman geschrieben, der patriarchale Strukturen aufdecken und kritisieren soll. Ich für meinen Teil habe mir einige Dinge aus diesem Buch mitgenommen. Vielleicht können andere das auch.

5

Wirklich wirklich gut! 💯

Lese und höre sehr verschiedene Meinungen zu dem Buch, vor allem was Stil, Vorwegnehmen der Story und die Wiederholungen angeht. Die allwissende Erzähler:in, die oft Dinge vorwegnimmt, passt in meiner Empfindung zu 100%! Alle, die schon mal in ähnlichen Arbeitsverhältnissen waren werden das sicher verstehen: Man weiß eigentlich die ganze Zeit was abgeht, was gut für eine:n selbst und was die richtigen Konsequenzen wären. Und schaut sich selbst dabei zu, wie man alles ignoriert. Und diese Gefühl, hat mich durch das Buch getragen und nochmal viele Prozesse in Gang gesetzt. Ich mochte die Sprache! Und hab die vielen popkulturellen Anspielungen geliebt, vor allem die, die ich auch aus meiner Kindheit kenne. Ich bin kein schneller Leser und hab es wirklich in 4 Tagen verschlungen. Es ist schon speziell. Aber großartig.

1.5

Abgebrochen

Boah. Ich weiß gar nicht wo ich hier anfangen soll! Klischeehaft, plump, absolut grenzwertige Darstellung von Selbstverletzung und der Schreibstil? Ständige Wiederholungen und es klingt wirklich nicht so, als hätte eine erwachsene Frau diesen Text geschrieben. Auch inhaltlich hat mich diese Geschichte einfach nur gelangweilt und mich sehr oft mit den Augen rollen lassen. Ich wollte es wirklich mögen, aber das war nichts.

4

Ungewöhnlicher Stil

Das Buch ist bei vielen Rezensionen nicht so gut weggekommen. Ich habe bisher noch kein Buch der Autorin gelesen, hatte somit keine bestimmten Erwartungen und eventuell liegt es auch daran, dass ich es ganz gut fand. Es geht um Charlotte, eine junge Frau, die am liebsten Musik machen würde, aber sich von ihren Eltern beeinflussen lässt, was "Vernünftiges" zu machen, und deswegen trotz ihres schlechten Bauchgefühls eine Stelle als Assistentin eines Verlegers annimmt. Dadurch landet sie in einem zermürbenden Arbeitsverhältnis, das alle Grenzen einer normalen Arbeitsbeziehung überschreitet. Der Stil ist sehr ungewöhnlich und sicher gewöhnungsbedürftig. Es gibt viele Wiederholungen, oft wird Ereignissen vorgegriffen oder Sachen werden angeteasert und zwischendurch rechtfertigt bzw. erklärt die Autorin auch mittendrin, warum sie die Geschichte so aufgebaut hat und warum gewisse Sachen so geschehen. Ich empfand den Schreibstil trotzdem als flüssig und konnte ihm gut folgen. Dass der Ausgang mancher Dinge schon vorweggenommen wurde, hat die Geschichte für mich nicht langweilig gemacht, denn ich war neugierig, wie es zu diesem Ausgang gekommen ist. Für mich war das Innenleben der Hauptfigur sehr authentisch und nachvollziehbar geschrieben, ebenso wie die ambivalente Beziehung zu ihren Eltern, das Machtgefälle zwischen Verleger und Charlotte und das Wegschauen vieler Menschen, die nicht eingreifen.

3

Anders als erwartet

Ich mag Caroline Wahls Schreibstil normalerweise sehr, die ersten beiden Bücher haben mich komplett mitgenommen. Umso größer war meine Vorfreude auf „Die Assistentin“. Doch diesmal hat es sich für mich anders angefühlt. Der Stil war wiedererkennbar, aber für mich fehlte die Wärme, die Tiefe, das Emotionale. Ich konnte keine richtige Verbindung zur Hauptfigur aufbauen, vieles blieb mir zu distanziert. Das Ende kam für meinen Geschmack zu plötzlich. Fast, als würde etwas fehlen. Irgendwie war das Buch auf einmal vorbei. Auch wenn die Botschaft stark ist, hat sie mich emotional nicht so erreicht wie gehofft. Ich bin ein bisschen traurig, weil ich so viel erwartet habe.

4.5

Eigenwillig- aber gut

Ich habe das Buch an zwei Tagen wie in einem Rausch gelesen. Der Schreibstil von Caroline Wahl war auch bei ihren Vorgänger Romanen sehr eigenwillig. Hier hat sie es nochmal getoppt. Ich wusste lange nicht, ob ich diese Art der Erzählung mag. Diese ständigen Wiederholungen und die Vorwegnahme des Geschehens mit Spoilern hat mich am Anfang eher genervt. Aber es passte zu der schwierigen Protagonistin und der ( vermutlich) chaotischen Verlagswelt und dem unberechenbaren Verleger. Ich wurde grandios gut unterhalten.

4

Ich mochte das Buch. Ja, ich kann nachvollziehen, dass manche ihre Probleme mit dem Schreibstil hatten, da es viele Wiederholungen gibt und das Ende schon vorweggenommen wird, aber mir hat das gefallen. Erstens zwang mich dieser Schreibstil dazu, langsamer zu lesen und zweitens hat es mich besser nachempfinden lassen. Eine Sogwirkung entwickelt dieser Schreibstil nicht, sondern er führt einen langsam voran, manchmal sogar 2 Schritte zurück, um dann wieder einen voranzukommen. Allerdings habe ich dadurch diese ausweglose Situation der Protagonistin Charlotte viel deutlicher gespürt. Wie tief sie in diesem toxischen Berufsverhältnis drinsteckt. Wie hilflos sie sich fühlt. Wie sehr sie sich wünscht, dass die Eltern einschreiten und ihr nicht ständig den Ratschlag geben, durchzuhalten. Ich war aber auch teilweise genervt von ihr, da sie von außen Hilfe erwartet, statt selbst einfach zu „machen“ und zu kündigen. Hab aber auch gleichzeitig gemerkt, dass sie es alleine einfach nicht schafft, dass sie unsicher ist, dass sie vielleicht auch eine andere erwachsene Perspektive gebraucht hätte. Das Buch selbst erklärt schon sehr gut den Inhalt, eine Indie-Version von „Der Teufel trägt Prada“. Etwas bedrückender, etwas melancholischer. Ein wirklich narzisstischer Verleger, der seiner Assistentin so viel abverlangt, dass selbst ihr Körper anfängt zu streiken. Und eine Assistentin, die so sehr über ihre Grenzen geht, bis gar nichts mehr geht. Der Schluss hat es dann abgerundet und ich fand es einfach gut. S.36 „Rückblickend fragt sich Charlotte manchmal, wann genau sie begriffen hat, dass sie in so etwas wie die düstere, auf ZDFneo oder ARTE ausgestrahlte Indie-Variante von Der Teufel trägt Prada geraten war. Sie fragt sich, ob es einen Moment gab, in dem es ihr wie Schuppen von den Augen fiel, oder ob es ihr allmählich dämmerte.“ S.196 „Der Verleger wird die beiden ersten Oktoberwochen spontan nach Kapstadt fliegen, um einen Autor zu treffen. Außerdem will er Pilates machen und einfach mal Zeit für sich selbst haben. Dort wird er so mit sich selbst beschäftigt sein, dass er seine Assistentin für seine Verhältnisse äußerst wenig einspannen wird. Charlotte fragt sich manchmal, ob alles danach ohne diese lichten Tage nicht so wehgetan hätte.“ S.270 „Toxisch, Charlotte hasste dieses neue inflationär gebrauchte Wort. Jede Beziehung, jede Freundschaft, jedes Körper-, Männer- und Frauenbild war auf einmal toxisch. Konnte man nicht einfach „kacke“ sagen?“ S.307 „Die Mutter hatte es nicht verstanden, meinte, dass die Tochter doch rausgehen könne, Sport und frische Luft täten gut, und dass doch alles gut sei, dass sie ihre Gedanken doch selbst in der Hand habe. Eben nicht, dachte Charlotte und schwieg.“

5

Ungewohnt. Und genau deshalb so besonders.

So, das war er also der neue Roman von Caroline Wahl. Nach „22 Bahnen“ und „Windstärke 17“ hatte ich mich sehr auf „Die Assistentin“ gefreut. Nun dann vorher schon arge Kritiken gelesen und gehört. „Die Assistentin“ ist anders, der Stil ist besonders und so ganz anders. Okay, die Anführungszeichen bei der wörtlichen Rede fehlen oft immer noch. Die Art des Erzählens, die Weise die Geschichte voran zu treiben ist jedoch außergewöhnlich. Ich habe es so noch nicht gelesen. „Die Assistentin“ ist kein Roman den man einfach so liest, nein, man muss sich drauf einlassen. Ich habe es getan und wurde nicht enttäuscht. Anfangs komisch, dann doch spannend und auf den Schluss hinfiebernd. Die Hauptfigur bleibt auf Distanz – und kommt einem trotzdem nah. Ich konnte mit Charlotte mitfühlen. Charlotte Wahl beschreibt Patriarchale Machtverhältnisse, Neid, Ehrgeiz, Gefallenwollen, mentale Gesundheit, körperliche Gesundheit und das Zusammenspiel von Arbeit und Leben. Und das ganze sehr zutreffend. Passt auf Euch auf. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ 5 von 5 Sternen – weil nicht jedes Buch gefallen will. #DieAssistentin #CarolineWahl #UngewohntUndStark #StilDerBleibt #BücherDieSichTrauen #LiteraturDieAndersIst

4.5

Ein besonderes Leseerlebnis, das polarisiert – aber berührt

Ich war ehrlich gesagt etwas skeptisch, als ich Die Assistentin begonnen habe – ich hatte im Vorfeld einiges an Kritik gehört und war entsprechend voreingenommen. Umso schöner, dass mich das Buch dann doch positiv überrascht hat. Der Schreibstil ist definitiv besonders. Es fühlt sich manchmal an, als wäre jemand im Raum, der das Geschehen kommentiert oder den Leser direkt anspricht – fast wie ein Moderator, der einen durch die Geschichte führt. Diese Erzählweise ist ungewöhnlich, aber irgendwie auch mutig. Ich hätte diese Einschübe nicht unbedingt gebraucht, fand sie aber auch nicht wirklich störend. Etwas irritiert war ich am Anfang, als reale Personen wie Cathy Hummels erwähnt wurden oder Figuren auftauchten, die stark an bekannte Gesichter aus der Medienwelt erinnerten. Ich habe den Bezug nicht ganz verstanden und hätte mir gewünscht, dass die Geschichte stärker für sich selbst steht – ohne diese Parallelen zur echten Welt. Dafür mochte ich die Schilderungen des Büroalltags sehr – diese nüchterne, manchmal fast beklemmende Atmosphäre hat Caroline Wahl großartig eingefangen. Die Hauptfigur blieb für mich ambivalent: Ich wusste bis zum Schluss nicht, ob ich sie mag oder nicht. Aber genau das macht den Reiz aus – sie ist vielschichtig, unperfekt und echt. Das Ende kam für meinen Geschmack etwas abrupt. Ich hätte gerne noch ein paar Seiten weitergelesen, um mehr zu erfahren, was aus ihr wird. Trotzdem bleibt das Buch im Kopf – und das spricht definitiv für sich. Fazit: Ein ungewöhnliches, kluges und sprachlich starkes Buch, das polarisiert, aber genau deshalb wirkt.

2

Schlechter als erwartet

Das Buch konnte mich leider kaum überzeugen. Ich empfand es insgesamt als sehr langatmig, der Schreibstil war für mich äußerst gewöhnungsbedürftig und sprach mich emotional überhaupt nicht an. Vor allem die ersten rund 100 Seiten waren zäh und anstrengend zu lesen. Danach wurde es zwar etwas besser, diese leichte Verbesserung reichte jedoch nicht aus, um das Ruder noch herumzureißen. Besonders der nüchterne, distanzierte Schreibstil ließ die Geschichte kalt und emotionslos wirken, sodass ich kaum eine Verbindung zur Handlung aufbauen konnte. Trotz allem ist die Protagonistin Charlotte für mich ein gelungener Aspekt des Romans. Auch wenn mir das Lesen insgesamt schwerfiel, bekam ich einen guten und nachvollziehbaren Einblick in ihre Persönlichkeit und inneren Konflikte.

4

Es ist so viel über dieses Buch geschrieben worden. Ich kann nur sagen, ich fand es wirklich gut und habe es in einem Rutsch durchgelesen. Mich störte die auch Erzählweise überhaupt nicht. Im Gegenteil!

4

Nichts Glattes, nichts Leichtes – dafür viel Wahrheit.

Dieses Buch wird in den sozialen Medien entweder gefeiert oder kritisiert, dazwischen scheint es wenig zu geben. Ich persönlich habe es gemocht und konnte mich gut in Charlotte hineinversetzen. Der Blick des Erzählers auf die Handlung und die kleinen Vorwegnahmen haben meinen Lesefluss nicht gestört, im Gegenteil, sie haben mir geholfen, das innere Chaos von Charlotte zu greifen. Ich habe ihre Sucht nach Anerkennung, nach Lob und nach Kontrolle sehr deutlich gespürt. Diese schlaflosen Nächte, das panische Notizenmachen, die Angst, dass alles entgleitet, und gleichzeitig die lächelnde Fassade, die nach außen alles überspielt. All das war für mich sehr nachvollziehbar. „Die Assistentin“ erzählt von Machtmissbrauch, vom Wegschauen der anderen und von Strukturen, die krank machen. Charlotte hat in der Musik einen Anker gefunden, während die Eltern zwar das Beste wollten, aber viel zu oft die Augen verschlossen haben. Das Ende kam recht abrupt, passte für mich aber gut zur Geschichte. Ich verstehe die Kritik an Schreibstil und Themen, doch gerade darin liegt für mich die Stärke des Buches. Denn oft ist es genau so, wie es hier beschrieben wird: Von außen belächelt und abgetan, während Betroffene innerlich am Limit sind. Für mich war es eine intensive Lektüre, die vieles sichtbar macht, worüber oft geschwiegen wird.

Nichts Glattes, nichts Leichtes – dafür viel Wahrheit.
4

Es kam mir vor, als würde ich den Besprechungen C. Wahls mit ihrer Lektorin zuhören. Überraschender Weise haben mich die Teaser, die dem Verlauf der Geschichte immer wieder vorgreifen nicht gestört. Ich vermute, dass die Geschichte starke biografische Bezüge hat. Interessantes Experiment für einen ungewöhnlichen Schreibstil. Bissle Abzug gab’s für die vielen Wiederholungen der Unarten des Verlegers, das ist zunehmend langweilig. Vielleicht gewollt um die Situation skurril zu beschreiben. Mir hat’s gefallen. Mutig und anders als die bisherigen 2 Bücher.

Es kam mir vor, als würde ich den Besprechungen C. Wahls mit ihrer Lektorin zuhören. Überraschender Weise haben mich die Teaser, die dem Verlauf der Geschichte immer wieder vorgreifen nicht gestört. Ich vermute, dass die Geschichte starke biografische Bezüge hat. Interessantes Experiment für einen ungewöhnlichen Schreibstil. Bissle Abzug gab’s für die vielen Wiederholungen der Unarten des Verlegers, das ist zunehmend langweilig. Vielleicht gewollt um die Situation skurril zu beschreiben. Mir hat’s gefallen. Mutig und anders als die bisherigen 2 Bücher.

4

Charlotte arbeitet als Assistentin in der Verlagsbranche. Ihr Chef ist schwierig, hat sehr hohe Erwartungen an seine Mitarbeiter. Nebenbei macht sie Musik. Das braucht sie zum abschalten. Auch privat könnte es bei Charlotte besser laufen. Der Mann, den sie neu kennengelernt hat, meldet sich nicht mehr. Ihre Eltern können sie auch nicht verstehen. Als der Chef immer mehr schräger wird und Charlotte schon körperliche Symptome hat, wird es Zeit zu handeln oder lieber doch nicht und durchhalten und auf gute Tage vom Chef hoffen? Ja dieses Buch spaltet die Leserschaft. Die Vorgänger von Caro Wahl sind ganz anders. Ich bin sehr großer Fan von „Windstärke 17“. Die Bücher kann man einfach nicht miteinander vergleichen. In diesem Buch gibts viele Andeutungen wie es weitergeht, viele Wiederholungen und der Schreibstil ist anfangs gewöhnungsbedürftig. Richtig toll fand ich wie die Machtstrukturen der Arbeitswelt dargestellt wurden. Auch die Zerrissenheit von Charlotte war toll. Ist es schon zu viel? Halte ich das noch aus? Was muss eigentlich noch passieren? Sie will Aufmerksamkeit von ihm, will gelobt werden. Langsam schleichen sich körperliche Symptome ein, werden ignoriert. Andere Assistentinnen schaffen das nicht. Da ist Charlotte wieder stolz. Traurig und schmerzhaft ist Charlottes Weg. Ich hätte sie gern mal geschüttelt oder einfach in den Arm genommen. Man muss sich schon einlassen auf diesen besonderen, fast experimentellen Schreibstil. Wird aber belohnt mit einer Geschichte um eine junge Frau, die ihren Weg sucht und dabei leider ganz schön unter die Räder kommt. Von mir gibt’s eine Empfehlung.

2

Ich habe das Buch auf Seite 122 abgebrochen. Die Darstellung des narzisstischen Chefs wirkt auf mich, zumindest heutzutage, stark überzogen, und das Aushalten seines Verhaltens durch die Assistentin, ihr Anbiedern, lese ich schlicht ungern. Hinzu kommt, dass mir der Schreibstil in diesem Buch nicht zugesagt hat – schade, denn die ersten beiden Bücher der Autorin mochte ich sehr.

5

Ich bin durchgeflogen...

... kann aber gut verstehen, wenn es anderen gar nicht gefällt. Es geht um Charlotte, die sich in einem toxischen und vollkommen überlastenden Arbeitsverhältnis mit "dem Verleger" wiederfindet. Dieser ist kaum einzuschätzen, wechselt ohne wirklichen Grund von Lob zu Schimpftiraden, auch herablassend, er ruft sie einfach an, um mit ihr zu plaudern, fragt sie nach Privatem aus, kommentiert ihren Kleidungsstil und berührt sie häufig wie ganz nebenbei. Es wird deutlich, wie schwer eine sexuelle Übergriffigkeit für die Betroffenen teilweise festzumachen ist und wie problematisch es sein kann, wenn das Umfeld (hier die Eltern) nicht zuhören können/ wollen und die Probleme des anderen nicht ernst nehmen. Der Schreibstil ist sehr eigen, knapp, nicht verschnörkelt. Oft werden Gedanken oder Handlungsstränge voraus genommen, was mich aber nicht gestört hat, sondern eher die Beklemmung steigert - man weiß schon recht bald, welche Ausmaße das Verhältnis annehmen wird und will Charlotte eigentlich permanent in den Arm nehmen und sie bestärken, endlich zu kündigen. Zudem gibt die Autorin in der 4. Person immer wieder Anmerkungen, wie die Geschichte jetzt weitergehen könnte und was sich der Leser vielleicht für Charlotte wünschen würde. Das fand ich toll, hat hier wunderbar gepasst und habe ich so noch nicht gelesen. Ich hab das Buch inhaliert und musste mich zum Schluss etwas bremsen, damit es nicht so schnell vorbei ist.

3.5

ich finde, ja (aber…)

Kaum ein Buch oder Autorin werden hier grade so hoch diskutiert und kritisiert, wie „Die Assistentin“ von Caroline Wahl. Ihr dritter Roman war highly anticipated und die Buchbubble seit der LBM im März in Aufruhr- neuer Verlag, neue Geschichte, andere Richtung? In „Die Assistentin“ geht es um Charlotte, die einen Job bei einem Verleger in München antritt und relativ schnell wird klar, dass das Arbeitsumfeld dort alles andere als toll ist. 24/7 erreichbar sein, ziemlich weirde und grenzüberschreitende Aufgaben vom Chef und eine immens hohe Fluktuation bei den Mitarbeitenden. Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen, ich lese gerne Bücher über das Verlagswesen und mag den Blick hinter die Kulissen. Mit Caroline Wahls kurzen, prägnanten Sätzen komme ich persönlich auch sehr gut klar und mochte ihren Schreibstil auch bei den vorherigen Romanen sehr gern. Die vielen Wiederholungen und das ständige Vorweggreifen der Handlung hat mich allerdings schon etwas gestört, auch wenn ich glaube, die Intention dahinter zu verstehen. Es visualisiert den Teufelskreis dieses toxischen Umfelds einfach sehr gut- dort wiederholt sich auch jeden Tag der gleiche Mist, es gibt keinen Ausweg, auch wenn man ihn sich oft ausmalt. Caroline Wahl bringt außerdem immer wieder einzelne Kapitel und Textstellen ein, in denen die Erzählstimme in den Vordergrund tritt und sich bemerkbar macht. Das hat mich beim ersten Mal irritiert, weil ich es so noch nicht kannte- fands dann aber genau deswegen auch wieder interessant und es hat mich zum Nachdenken angeregt, was wohl der Grund für diese weitere Distanzierung zur Protagonistin ist? Insgesamt war es für mich ein gutes Buch, weil ich mich gerne von Texten, bzw. Schreibstilen herausfordern lasse und mich auch gerne frage, was wohl der Grund für die Stilmittel sind. Ich glaube auch, dass man hierüber sehr gut in einem Buchclub diskutieren könnte! Wer aber hier eine Fortsetzung oder etwas ähnliches wie ihre letzten Romane erwartet, der wird enttäuscht werden. Da der Schreibstil wirklich sehr speziell ist, empfehle ich hier, einfach mal online in die Leseprobe reinzulesen oder vor Ort in der Buchhandlung einen Blick reinzuwerfen.

ich finde, ja (aber…)
4

Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Die Autorin konnte mich hier mit ihrem Schreibstil, an den ich mich zunächst gewöhnen musste, und dem Thema sehr gut mitnehmen. Ich habe mit der Verlagsbranche nichts zu tun, fand aber die Beschreibungen dazu sehr interessant. Auch hat mir der Aufbau der zunächst kaum wahrnehmbaren, subtilen Übergriffe bis hin zum überdeutlichen Machtmissbrauch sehr gut gefallen. Die Entwicklung der Protagonistin bis hin zum Zusammenbruch und der darauf folgenden Befreiung aus dem Abhängigkeitsverhältnis wurden sehr gut erzähl. Die Stilmittel der Autorin waren manchmal knapp an der Grenze zu viel zu werden, aber irgendwie auch interessant. Trotz anfänglicher Skepss, konnte mich die Geschichte wirklich positiv überraschen.

3.5

In der Summe ziemlich platt und dennoch hat mich Caroline Wahls Beitrag zum „Männlichen Patriarchat“ vor allem sprachlich köstlich amüsiert! Dass sie das Hörbuch selber eingelesen hat, war sicher nicht ihre beste Idee, denn selbst bei mehr wie doppelte Geschwindigkeit bleibt es fast unerträglich monoton!

3

Man kann es gelesen haben. Man muss sehr stark sein, um sich die Geschichte von der Autorin selbst vorlesen zu lassen…

Man kann es gelesen haben. Die Figur ist sehr unsympathisch, aber umso authentischer. Es gibt sie im echten Leben, und ich habe ihre Geschichte nicht ungern verfolgt. Caroline Wahl überschätzt sich mit diesem Text wiederum maßlos, wird jedoch ebenso von zu vielen und allzu bereitwillig überschätzt. Der Text ist nichts Besonderes, weist deutliche handwerkliche Mängel auf und liest sich eher wie ein durchschnittliches Anfängerwerk. „Klug, sensibel und zugleich kraftvoll“ soll das Buch sein – großer Unfug. Gern wollte Caroline Wahl ein wichtiges feministisches Werk schreiben, mit der Verlagsbranche abrechnen, deren Sexismus anprangern und sich für die Frau einsetzen. Beim Wollen blieb es. Was im Buch groß angekündigt und in der öffentlichen Debatte völlig unkritisch aufgegriffen wurde, ist letztlich ein inkompetenter, überforderter Boomer-Chef, der als Kind seiner Zeit – wie viele andere (nicht alle) – in seinem Handeln Grenzen verletzt, die heute endlich anerkannt, damals jedoch gnadenlos ignoriert wurden: chauvinistisch, bevormundend und gönnerhaft, dabei jedoch auf eine viel zu „zahme“, beinahe dümmlich-„unschuldige“ Weise. In dieser Hinsicht ist das Buch eine vertane Chance. Schade. Nun zum „Hörbuch“. Der erste Satz des Hörbuchs ist Programm: „DASS DAS GANZE eine riesengroße Fehlentscheidung war, hatte Charlotte eigentlich von Anfang an gespürt“. Hätte Caroline Wahl doch auf der Metaebene den eigenen Wink mit dem Baumstamm verstanden… Man muss sehr stark sein, um sich die Geschichte von der Autorin selbst vorlesen zu lassen, denn – und das ist entgegen aller Beschwichtigungsversuche eindeutig der Fall – Caroline Wahl kann es nicht. Das Hörbuch ist eine Folter in Zeitlupe. Für das Ausharren müssten alle tapferen Zuhörer*innen vermutlich auch einen Preis verlangen – und falls sie ihn nicht bekämen, mit ebenso haltlosen wie unsachlichen Vorwürfen wie Frau Wahl um sich werfen. Das Buch kann man gelesen haben. Charlottes Geschichte wirkt glaubwürdig – es ist eine von vielen Geschichten über Unsicherheiten, über Scheitern und über das Sich-dem-Schicksal-Ergeben.

1.5

Einfach Nein.

Ich konnte dem Buch nichts abgewinnen. Schreibstil so gar nicht meins - langatmig und unglaublich langweilig. Das hätte ich nicht noch weitere 300 Seiten ausgehalten. Hat mich null unterhalten.

4

Ich habe einige Rezensionen gelesen und war mir nicjt sicher ob ich das Buch eigentlich lesen sollte, aber wenn man der Geschichte und dem ungewöhnlichen Schreibstil eine Chance gibt, kann das Buch den Leser fesseln, und man will unbedingt wissen wie es aus geht.

2

Joar, ich fand’s naja.

2.5

Komischer Erzählstil

Mir haben die 4th Wall Breaks überhaupt nicht gefallen, auch die Vorgriffe auf die Handlung nicht. Fand das Spannungsverhältnis zwischen Verleger und der Assistentin sehr spannend und wahrscheinlich auch realistisch. Die Protagonistin war aber irgendwie für mich nicht schlüssig in manchen Handlungen (Kohlrabi klauen why) und alles in allem mochte ich es einfach nicht. Und warum muss ich drei Seiten über Cathy Hummels lesen?

2.5

🎧🗃️📱🎶 Schade — aber dazu später mehr.

Anfangs fand ich die Geschichte nicht schlecht, und mit Charlotte konnte ich nach und nach immer besser mitfühlen. Trotzdem fiel es mir oft schwer, richtig dran zu bleiben: Die auktoriale Erzählweise, bei der alles schon vorher erklärt wird und dann noch so Sätze wie „Aber dazu später mehr“ genutzt werden, hat mich irgendwann genervt und die Spannung rausgenommen. Dass Caroline Wahl das Hörbuch selbst liest, hat meinen Hörfluss auch eher gestört — ist sicher Geschmackssache, meins war es nicht. Insgesamt hätte die Geschichte echt Potenzial gehabt, aber die Art zu erzählen hat mich leider eher ermüdet als richtig gepackt.

🎧🗃️📱🎶
Schade — aber dazu später mehr.
4

Grusliges aus der Arbeitswelt Die frisch nach München gezogene Charlotte leidet in ihrem neuen Verlagsjob als Assistentin, sprich Sekretärin, wie ein Hund unter den Launen ihres vollkommen unberechenbaren Chefs. Tragisch

Zitat: "... die Dramaturgie ist irgendwie gar nicht so gut, es schleppt sich, wann geht es endlich ab, wird sich der Leser fragen, aber Spoiler, so richtig abgehen wird es nicht!" Dieses Buch ist tatsächlich völlig anders als ihre beiden Vorgängerromane, schildert aber mit großer Genauigkeit die Auswirkungen eines ungesunden Arbeitsverhältnisses. Dramatische Zuspitzung oder unerwartete Twists wird man hier vergeblich suchen.

3

Schwer in Gang kommende Abrechnung mit Machtmissbrauch im Verlagsbetrieb. Auch wenn nach circa 60% die Eingewöhnung an den sehr eigenwilligen, hektischen Schreibstil von Caroline Wahl endlich abgeschlossen ist, zischt es irgendwie nicht so richtig und der Roman schmeckt wie abgestandenes Sprudelwasser. Die Wut auf patriarchale Strukturen hab ich anderswo schon mal viel besser gelesen (Fallwickl) und auch der Blick auf die Metaebene (wie man eine Geschichte schreibt) pusht nur bedingt den zunehmend lahmenden Lesemuskel über den Berg. Caroline Wahl hätte mal doch lieber eine Novelle verfasst. Unnötige Dehnungsübungen kann man machen, muss man aber nicht.

3

Thema gut, Erzählstil anstrengend

Es geht um Charlotte, eine junge Frau, die auf Anraten ihrer Eltern eine Stelle als Assistentin in einem Verlag antritt. Die noch lebensunerfahrene Protagonistin, die sich gerade erst vom Elternhaus abnabelt, indem sie auszieht und in die entfernte, ihr ganz unbekannte Stadt München zieht, hat noch nicht die Selbstsicherheit, sich vehement gegen Unzumutbarkeiten zu wehren, zumal in einer männerbeherrschten Branche. Schonungslos offenbart Caroline Wahl wie die junge Frau an der Belastung und den Übergriffigkeiten seitens ihres Chefs/des Verlegers durch Machtmissbrauch und völliges Vereinnahmen ihrer Person, beinahe zerbricht. Indem selbstverständlich Arbeitsbereitschaft rund um die Uhr erwartet wird, ohne Feierabend und Wahrung einer Privatsphäre, indem keinerlei Grenzen zwischen geschäftlichen Aufgabenbereichen und Privatleben gezogen werden, für dessen Organisation der Arbeitgeber doch eigentlich selbst verantwortlich ist, werden die zu erledigenden Dinge immer zahlreicher und immer absurder im Erfüllungsanspruch. Die Autorin verwendet eine allwissende Erzählerin, um Handlungen zu kommentieren und sehr häufig auch um zukünftige Geschehnisse vorwegzunehmen. Im ersten Drittel kommt es zu manchmal kaum noch erträglichen Wiederholungen, teilweise auch ganzer Dialoge, die bei der 3./4.Wiederholung kaum noch aus haltbar sind, so dass ich kurzzeitig abbrechen wollte. Im mittleren Drittel wurde es besser, im letzten Drittel wirklich gut. Thematisch hat die Autorin gut sensibilisiert, wie Machtmissbrauch entsteht und angewandt wird, wer die Opfer sind und wie sie sich fühlen könnten, denn „Charlottes“gibt es gewiss viele. Ich persönlich hätte mir einen anderen Erzählstil gewünscht, mit strafferen Handlungssträngen, denn stilistisch kam es mir vor, als wenn ein Kind ausufernd seine Erlebnisse schildert, was dem Zuhörer manchmal Geduld abverlangt und unweigerlich mit vielen Wiederholungen verbunden ist. Fazit: gerne mehr von Caroline Wahl, aber bitte unter Verwendung anderer Stilmittel!

2

Nach über 9 Stunden mit P statt B und K statt G, einer seltsam monotonen Intonation und massigen Wiederholungen, hat die Autorin mich überzeugt kein Buch mehr von ihr in die Hand zu nehmen. Die Story ist einfach eine flache Version von " Der Teufel trägt Prada", mit einer unsympathischen Hauptfigur. Außerdem brauche ich als Leser keinen Schreib Kurs. Das ist der Job eines Autoren.

5

Ein Job zum Davonlaufen!

„Die Assistentin“ von Caroline Wahl hat mir richtig gut gefallen! Der Schreibstil ist locker, modern und spiegelt für mich absolut meine Generation wider. Mit feinem Sarkasmus und einer Prise Humor liest sich das Buch flüssig und leicht, sodass man gerne Seite um Seite umblättert. Als Münchnerin habe ich die Kulisse natürlich besonders geschätzt – es macht Spaß, vertraute Orte im Roman wiederzufinden. Die Handlung ist vielleicht nicht die stärkste, aber das hat mich nicht gestört. Viel spannender war für mich die Entwicklung der Protagonistin Charlotte und das „Zuckerbrot und Peitsche Gehabe“ vom Verleger (da musste ich teilweise laut lachen, so bizarr ist der Typ). Auch die Wiederholungen haben mich keineswegs gestört – sie gehören für mich zum besonderen Stil des Buches. Ein Roman, der mir einfach Freude beim Lesen bereitet hat – modern, bissig und mit einem ganz eigenen Tonfall.

Ein Job zum Davonlaufen!
5

Genau mein Geschmack

Ich kann die vielen negativen Kommentare nicht nachvollziehen ich fand es großartig

4.5

Graue Wolken Zeit...das Gefühl, des ausgeliefert sein, sich im Kreis drehend, keine Worte findent, um zu Beschreiben, dass man Fremdbestimmt existiert...

4

Lass dich mal auf was anderes ein … 🥰

Nach 22 Bahnen war ich super gespannt und definitiv Ready für einen weiteren Roman von Caro Wahl. Der Einstieg war Gewöhnungs-bedürftig, denn der Schreibstil musste erstmal verstanden werden, vor allem mit den Wort und Satz Wiederholungen und das Vorgreifen in der Story. Erstmal drin war es dann aber ganz gut verständlich. Vom Ganzen war dieses Buch einfach anders und das macht auch einfach neugierig. Mit der Verlagsbranche kenne ich mich zwar wenig aus; fand den Einblick aber sehr spannend und da die Autorin sehr nahbar aus dem Leben schreibt; konnte ich mich hier und da doch wieder finden. Auch geschmunzelt habe ich an der ein oder anderen Ecke. Insgesamt habe ich das Buch gern gelesen; jedoch war es hin und wieder zu viel und zu wenig zugleich. Es war anders. Es war gut. Aber für mich leider nicht überragend und ich verstehe, weshalb es diverse enttäusche Kritiken gibt; aber man muss sich hier einfach mal drauf einlassen.

Lass dich mal auf was anderes ein … 🥰
2.5

Zu viele Wiederholungen - stilistisch schwierig zu lesen

Die ständigen Wiederholungen störten den Lesefluss sehr. Ebenfalls gefiel mir das vorwegnehmen der Ereignisse und deren Ausgang überhaupt nicht. Hier wird dem Lesenden jegliche Spannung genommen. Positiv zu bewerten sind die Charaktere, die Caroline Wahl lebensecht und wirklich authentisch ausgearbeitet hat.

2

Ich habe selten ein belangloseres Buch gelesen. Habe mich bis zum Ende durchgekämpft, in der Hoffnung, es kommt wenigstens noch ein bisschen was rüber. Ganz schreckliches Leseerlebnis

Zum Buch: Charlotte bewirbt sich für einen Job in der Buchbranche. Ihre Eltern sagen, nimm ihn an, dann bidt du auf dem richrigen Karriereweg. Charlotte wollte aber eigentlich was mit Musik machen. Nun ist sie also Assistentin bei einem Verleger, der Job bzw. der Verleger ist schweirig, sie kämpft sich durch. Und macht zur Entspannung weiter Musik Meine Meinung: Ich habe 22 Bahnen sehr gerne gelesen, die inoffizielle Fortsetzung Wibdstärke 17 fand ich schon nicht mehr so gut. Aber Die Assistentin war für mich ein Flop. Nichtssagend, ewige Wiederholungen und zeitgleich wurde der Story vorgegriffen. Dann Anspielungen auf Psychische Erkrankungen, ein Hype auf Cathi Hummels und ganz furchtbar unsymphatische Charaktere. Manchmal, ganz zu Beginn, fand ich die Annekdoten mit dem Verleger noch kurz witzig, aber schnell legte sich das wieder. Hinzu kommt ein sehr seltsamer Schreibstil und die ständigen Wiederholungen, teilweise sogar in einem Satt oder Abschnitt. Ich frage mich immer noch, was der Sinn, was die Pointe sein sollte. Ich habe mich durchs Buch gequält, immer in der Hoffnung, es kommt wenigstens ein bisschen an der Erfolg von 22 Bahnen rann. Für mich war es jedenfalls nichts, ich fand die gsnze Story mit dem Ende einfach nur schrecklich nichtssagend.

Die Assistentin ist das neueste Buch von Caroline Wahl, welches im August erschienen ist. Wir begleiten Charlotte bei einem Jobeinstieg in die Münchner Verlagswelt. Das scheint gar nicht so einfach. Jeder Arbeitgeber hat ja sicherlich seine ganz individuelle Unternehmenskultur mit impliziten und expliziten Regeln. Um dabei den Durchblick zu behalten, soll Charlotte sich einfach an den Leitfaden halten, welcher ihr überreicht wird. Einarbeitung? Eher dürftig. Man bekommt das Gefühl, von Tag eins an wird nicht mit offenen Karten gespielt. Alle kämpfen nur um das eigene Überleben im Arbeitsalltag mit toxischem und unberechenbarem Vorgesetzten. Charlotte scheint den Arbeitsaufträgen nur hinterherzujagen. Die Anforderungen des Chefs? Überdimensional. Das Verhalten gegenüber den Angestellten? Unter allen Gepflogenheiten im respektvollen Miteinander. Aber: Charlotte will bestehen. Sie möchte es allen beweisen. Ihren Eltern, die wissen wollen, was für Charlotte das Beste ist. Dem Chef, der es geschafft hat, noch alle Assistent:innen zu verschleißen. Nicht zuletzt sich selbst. Ich bin mit dem Hörbuch nicht recht warm geworden. Für mich war die Lesart langsam und eintönig, sodass ich es mir in schnellerer Geschwindigkeit angehört habe. Es gibt auch eine Liebesgeschichte, die für mich nicht so recht zur Story gepasst hat. Vielleicht sollte diese nochmal den persönlichen Arbeitseinsatz und die Prioritäten der Protagonistin verdeutlichen. Alles in allem war das für mich eine traurige und frustrierende Geschichte, die aber sicherlich alltäglich im kapitalistischen Arbeitsalltag so stattfindet. Gerne hätte ich Charlotte an vielen Stellen geschüttelt. Man musste die Aufopferung und den Verfall der Protagonistin auch erstmal aushalten können. Doch nur die Musik konnte Charlotte stärken.

5

Dieses Buch schlägt Wellen, doch es hat mir wirklich gut gefallen.

Charlotte ist ehrgeizig und will es sich und ihren Eltern beweisen. Leider wird es erst nur der Job der 2. Assistenz eines Verlegers, aber sie ist sich sicher, das ist erst der Anfang. Ihr Plan geht auf, sie gibt alles und der Verleger vertraut ihr immer mehr. Aber wann ist "alles geben" für den Job einfach zu viel? Caroline Wahl schreibt über ein toxisches Arbeitsverhältnis, Machtgefüge und eine junge Frau, die sich zu behaupten versucht. Ich finde dieses Thema gut und realistisch beschrieben und absolut wichtig. Meine Empfehlung: Lest dieses Buch! Eine Bemerkung zum Hörbuch: daran scheiden sich die Geister und das kann ich nachvollziehen. Ich habe das Buch bis zum Ende gehört, der Geschichte wegen. Am Anfang hat mich Caroline Wahls Sprecherstimme sehr gestört, z. B. die kaum vorhandene Intonation. Man muss sich daran gewöhnen, aber mit der Zeit wurde Wahls Stimme für mich zu Charlottes Stimme und ab da ging es für mich. Ich finde allerdings nicht, dass ein Hörbuchsprecher so ein Hindernis darstellen sollte und hoffe, dass weitere Hörbücher wieder von professionellen Sprecherinnen eingelesen werden.

3.5

Interessantes Thema, Schreibstil gewöhnungbedürftig

Ich war sehr gespannt auf den Roman, da mir 22 Bahnen und Windstärke 17 extrem gut gefallen haben. Das Thema des Romans hat mich auch direkt abgeholt und ich finde, dass Caroline Wahl es gut hingekriegt hat die Zerrissenheit von Charlotte zu beschreiben. Den Drang perfekt in ihrem Job zu sein, immer mehr zu geben und beliebt zu sein und gleichzeitig merkt, dass es ihr nicht gut tut, dass sie eigentlich etwas anderes machen sollte und es von Anfang an eine Fehlentscheidung war den Job anzunehmen. Der Erzählstil ist allerdings wirklich gewöhnungsbedürftig und ich weiß noch nicht so richtig, ob er mir gut gefallen hat oder nicht. Es gibt viele Teaser, die Autorin spricht praktisch zu einem, erzählt viel drumherum und nimmt auch viel vorweg. Dass viel vorweg genommen wird, hat mich nicht gestört, weil für mich trotzdem die Spannung erhalten blieb und ich weiter lesen wollte, um zu wissen, wie es dann genau ablief. Trotzdem war das ständige Wiederholen des Plots manchmal anstrengend. Mich hat der Erzählstil aber auch immer wieder daran erinnert, wie es ist, wenn jemand einem wirklich eine Geschichte erzählt. Da schweift man auch schnell ab, schiebt noch etwas hinterher, beschreibt Charaktere, die vielleicht erst später wichtig werden. Ich kann aber schlecht einschätzen, ob das so beabsichtigt ist. Insgesamt fand ich den Roman gut, aber bei weitem nicht so gut wie die Vorgänger. Bin trotzdem sehr gespannt auf ihren vierten Roman.

3

Zu viel gewollt

Mir hätte völlig ein Buch über das Verhätnis männlicher Chefs zu weiblichen Angestellten gereicht. Toxische Hierarchien, Stress und Arbeit findet man hier zwar, aber ich habe mehr erwartet und weniger einen Versuch „abstrakte Kunst“ zu schaffen. Ich mochte die metasprachlichen Ausflüge nicht, das hat so gewirkt als wäre es der Autorin egal, was eigentlich wann in ihrem eigenen Roman passiert. Dadurch gab es so einen Willkür Moment. Außerdem wiederholt sie einzelne Sätze manchmal komplett. Es soll wohl kunstvoll wirken? Ich fand der Lesefluss kam dadurch leider ins Stocken. Auch kritisiert werden muss meiner Meinung nach das tatsächliche Spoilern bzw. Vorweggreifen der Autorin von Ereignissen im Buch. „Warum lese ich eigentlich noch?“, habe ich lich tatsächlich ein paar mal gefragt. Trotzdem war die Geschichte an sich interessant, ich habe mit Charlotte mitgefühlt und mich gefragt, wann ihr Stolz verschwindet und sie endlich das Handtuch schmeißt. Achtung Spoiler (geht ums Ende) Das Ende kam mir dann viel zu plötzlich und auch ziemlich unrealistisch. Schade, dass der Chef nicht mal eins ausgewischt bekommt. Was denkt ihr?

3

Nicht für jeden

Ich glaube eigentlich wurde schon alles zu dem Buch gesagt. Ich verstehe total warum Caroline Wahl den Stil des Buches so gewählt hat und ich kann das als gelungen und smart anerkennen, richtig Freude hat es mir trotzdem nicht bereitet. Gerade wenn man die ersten beiden Romane so geliebt hat, das hier ist einfach sehr speziell. Für mich waren die vielen Wiederholungen eher mühsam im Lesefluss und das Ende dann ein bisschen zu schnell, zu cheesy.

5

Caroline Wahl schreibt in einem ganz anderen Schreibstil als in den beiden vorherigen Büchern. Aber hallo, das hat was und passt zu der Geschichte. Ich brauchte ein klein wenig um rein zu kommen. Der Verleger hat mich von Anfang an etwas fertig gemacht, mit seinen tausend Sonderwünschen , alles von der Nase ablesen und am besten Charlotte würde hellsehen. Das Arbeitsverhältnis zwischen Charlotte und dem Verleger ist einfach kacke , um es mit ihren Worten zu sagen. Ich finde die polarisierten Reaktionen auf dieses Buch echt bemerkenswert.

2.5

Die Assistentin Caroline Wahl ET: 28.8.25 Nachdem mir die beiden vorherigen Bücher von Caroline Wahl ausgesprochen gut gefallen haben, war ich natürlich sehr gespannt auf Die Assistentin. Ich mag Wahls Schreibstil und wie sie Figuren lebendig wirken lässt – deshalb war meine Erwartungshaltung entsprechend hoch. Im Mittelpunkt steht Charlotte, die einen Job in einem renommierten Münchner Verlag antritt. Als Assistentin des Verlegers Udo Maise – den sie selbst nur „den Verleger“ nennt – erlebt sie ein ständiges Wechselspiel: mal zeigt er sich freundlich, dann wieder lässt er seine narzisstischen Züge an ihr aus. Anfangs lässt Charlotte sich das gefallen, doch irgendwann kündigt sie – und das war es auch schon. Mutig fand ich, dass die Autorin hier einen neuen Weg eingeschlagen hat – diesen Schritt respektiere ich sehr. Leider konnte mich die Umsetzung diesmal nicht überzeugen. Die Grundidee ist zwar interessant, und stellenweise blitzt auch wieder der typische Wahl-Charme durch. Insgesamt hat mich die Geschichte jedoch nicht gepackt: Die Figuren wirkten auf mich zu blass, und ihr Erzählstil leierte für mein Empfinden zu sehr vor sich hin, sodass die Handlung langatmig wirkte. Fazit: Die Assistentin war für mich persönlich leider nur mittelmäßig. Kein schlechtes Buch, aber eben auch keines, das mir nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird. Von mir gibt es deshalb 2½ von 5 Sternen. Ich hoffe aber sehr, dass Caroline Wahl auch weiterhin Neues ausprobiert – denn Mut zur Veränderung sollte man als Autorin unbedingt haben, auch wenn nicht jedes Experiment für jede Leserin gleich funktioniert.

Post image
2

Mir hat das Thema an sich gut gefallen. Allerdings hat mir der Erzählstil nicht sehr gut gefallen. Es war total schwer rein zu kommen nur am Ende wurde es besser. Die ersten beiden Teile waren für mich deutlich besser.

Create Post