Die Aprilhexe

Die Aprilhexe

Softcover
3.311
Siri HustvedtSofi OksanenPhysikerLebensgeschichte

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Description

Desirée ist eines der vielen behinderten Kinder, die in den fünfziger Jahren in ein Heim gegeben wurden, und eines der wenigen, das bis in die neunziger Jahre überlebt hat. Sie kann weder gehen noch sprechen, aber sie besitzt andere Fähigkeiten. Ihre drei Schwestern wissen nichts von ihrer Existenz. Doch eines Tages bekommt jede von ihnen einen Brief, der sie zwingt, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Margareta, die Physikerin, Christina, die Ärztin, und Birgitta, die Alkoholikerin. Mit ihren anonymen Briefen legt Desirée den Finger auf Wunden, die noch längst nicht verheilt sind.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
512
Price
12.40 €

Author Description

Majgull Axelsson gehört zu den derzeit erfolgreichsten Autorinnen Schwedens. Ihren Durchbruch hatte sie 1997 mit dem Roman Die Aprilhexe, für den ihr der renommierte August-Preis der schwedischen Verlegervereinigung verliehen wurde. Weitere Romane von ihr wurden ins Deutsche übersetzt. Als Journalistin hat sich Majgull Axelsson schon immer für gesellschaftliche Randgruppen interessiert und ihnen in ihren Büchern eine Stimme verliehen.

Posts

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All
2.5

Es geht um drei Pflegeschwestern, die bei derselben Pflegemutter aufwachsen, da sie zu Hause vernachlässigt oder misshandelt wurden. Aber es gibt noch eine vierte Schwester: die leibliche Tochter der Pflegemutter, die dieser direkt nach der sehr schweren Geburt weggenommen und als behindertes Baby in den 1950er-Jahren in ein Pflegeheim gebracht wurde. Die drei anderen wissen nicht, dass es sie gibt, doch die vierte weiß von ihnen. Obwohl sie eine geringe Lebenserwartung hatte, lebt sie lange und hat ein waches, übernatürliches Bewusstsein, mit dem sie in andere Lebewesen schlüpfen und auf Reisen gehen kann, denn sie selbst kann nicht gehen. Die schwedische Autorin kann sehr gut schreiben, aber am Ende habe ich dieses Buch nicht wirklich verstanden. Das lag zum einen an dem mMn fehlplatzierten übernatürlichen Element. Des weiteren verstehe ich, dass die Autorin den damaligen Umgang mit behinderten Kindern und mit gesellschaftlichen Außenseitern aufzeigen und kritisieren wollte (das Buch ist im Original 1997 erschienen), aber es ist zu ausschließlich niederdrückend und tragisch. Ausführlich werden grausame Gräueltaten gegenüber Kindern beschrieben und bis zum Ende neue furchtbar tragische Schicksale aufgedeckt, ohne Erklärungen oder Lösungsansätze zu bieten. Alles irgendwie Gute wird zunichte gemacht. Irgendwann hat mich das ehrlich gesagt nur noch aufgeregt und das Buch hat mich sehr ratlos zurückgelassen.

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"Die Aprilhexe" ist ein Buch über vier Frauen, alle haben eine zerrüttete Kindheit hinter sich, die in Rückblicken beleuchtet wird. Keine der Frauen hatte es leicht, Waise, verstoßen, Misshandlungs- und Vernachlässigungsopfer. Ihr gemeinsamer Nenner ist Ellen, Mutter und Pflegemutter, sowie ihr Untermieter der Arzt Hubertus. Anfangs hat mich die Geschichte ziemlich gefesselt, irgendwann jedoch hat das nachgelassen. Ich konnte auch den großen Plan hinter den Vorkommnissen nicht nachvollziehen, der übernatürliche Teil wirkte für mich auch etwas gewollt. Alles in allem eine interessante Idee und eine gute Geschichte, jedoch hat sich irgendwann alles etwas zu sehr gezogen mit den Rückblicken der einzelnen Schicksale, sodass die Gegenwart ein bisschen auf der Strecke blieb.

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