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6. Juli 1944, Hartford, Connecticut, USA: Während viele der Männer, Väter, Söhne und Brüder im 2. Weltkrieg kämpfen, durchleben die Frauen und Kinder eine schwierige und sorgenvolle Zeit voller Entbehrungen. Umso größer war die Vorfeude auf DAS Ereignis an diesem heißen Julitag: der Ringling Bros & Barnum and Baileys Circus kommt mit einem Großzelt in die Stadt. 7.000 Personen fasst das Zelt, die Vorführung beginnt um 14 Uhr. Doch kurz nach Beginn der Vorstellung bricht ein Feuer aus, das sich zu einem schrecklichen Inferno entwickelt und 167 Menschen (vorwiegend Frauen und Kinder) das Leben kostet, Hunderte werden teilweise schwerst verletzt, Tausende traumatisiert. Als Stewart O'Nan Jahrzehnte später von diesem Ereignis erfährt, kann er nicht glauben, dass es kaum Literatur dazu gibt und so entscheidet er, der sonst Romane schreibt, sich dazu, selbst ein Sachbuch über den Zirkusbrand zu schreiben. Anfangs habe ich mir sehr schwer getan mit diesem Buch. O'Nan nimmt sich Zeit für die einzelnen Opfer und Überlebenden und ihre Geschichte an diesem Tag. Er widmet sich auch besonders den bis heute unidentifizierten Toten. Ich dachte erst, das wird mir heftig und zu viel. Aber mit der Zeit haben mich die Schicksale der Menschen so gepackt und berührt, dass es mir am Ende schwer fiel, das Buch wieder loszulassen, selbst, nachdem ich es fertig gelesen hatte. O'Nan erzählt nicht nur die Geschichte dieses einen Tages, sondern er verfolgt das Leben der Angehörigen und Überlebenden und involvierten Polizeibeamten über 55 Jahre hinweg, bis Ende der 90er Jahre. Und er macht das so akribisch wie empathisch. Dieses Buch und die Schicksale der Menschen wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben.
Nov 10, 2025
6. Juli 1944, Hartford, Connecticut, USA: Während viele der Männer, Väter, Söhne und Brüder im 2. Weltkrieg kämpfen, durchleben die Frauen und Kinder eine schwierige und sorgenvolle Zeit voller Entbehrungen. Umso größer war die Vorfeude auf DAS Ereignis an diesem heißen Julitag: der Ringling Bros & Barnum and Baileys Circus kommt mit einem Großzelt in die Stadt. 7.000 Personen fasst das Zelt, die Vorführung beginnt um 14 Uhr. Doch kurz nach Beginn der Vorstellung bricht ein Feuer aus, das sich zu einem schrecklichen Inferno entwickelt und 167 Menschen (vorwiegend Frauen und Kinder) das Leben kostet, Hunderte werden teilweise schwerst verletzt, Tausende traumatisiert. Als Stewart O'Nan Jahrzehnte später von diesem Ereignis erfährt, kann er nicht glauben, dass es kaum Literatur dazu gibt und so entscheidet er, der sonst Romane schreibt, sich dazu, selbst ein Sachbuch über den Zirkusbrand zu schreiben. Anfangs habe ich mir sehr schwer getan mit diesem Buch. O'Nan nimmt sich Zeit für die einzelnen Opfer und Überlebenden und ihre Geschichte an diesem Tag. Er widmet sich auch besonders den bis heute unidentifizierten Toten. Ich dachte erst, das wird mir heftig und zu viel. Aber mit der Zeit haben mich die Schicksale der Menschen so gepackt und berührt, dass es mir am Ende schwer fiel, das Buch wieder loszulassen, selbst, nachdem ich es fertig gelesen hatte. O'Nan erzählt nicht nur die Geschichte dieses einen Tages, sondern er verfolgt das Leben der Angehörigen und Überlebenden und involvierten Polizeibeamten über 55 Jahre hinweg, bis Ende der 90er Jahre. Und er macht das so akribisch wie empathisch. Dieses Buch und die Schicksale der Menschen wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben.
Nov 10, 2025





