Der Zirkusbrand
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Description
Der Zirkusbrand - Eine Tragödie, die ein ganzes Land erschütterte
„Ein grandioses Stück Literatur" (Der Spiegel). Der 6. Juli 1944 verhieß für die Bewohner der Stadt Hartford in Connecticut ein vergnüglicher Sommertag zu werden. Doch stattdessen endete er in einer verheerenden Katastrophe: 167 Menschen starben in den Flammen des größten Zirkusbrandes der amerikanischen Geschichte. In seinem fesselnden Tatsachenbericht Der Zirkusbrand verfolgt Stewart O'Nan einfühlsam die Schicksale jener Menschen, die an diesem scheinbar harmlosen Tag losgingen, um sich unterhalten zu lassen, und unvermittelt mit Tod und Schrecken konfrontiert wurden.
O'Nans akribische Recherche und seine brillante Erzählkunst lassen die Ereignisse dieses verhängnisvollen Tages lebendig werden. Mit großem Einfühlungsvermögen schildert er die persönlichen Geschichten der Opfer und ihrer Angehörigen und zeichnet so ein ergreifendes Bild dieser tragischen Katastrophe, die ganz Amerika erschütterte. „Ein Meisterwerk" (Die Welt).
Book Information
Author Description
Stewart O′Nan wurde 1961 in Pittsburgh/Pennsylvania geboren und wuchs in Boston auf. Bevor er Schriftsteller wurde, arbeitete er als Flugzeugingenieur und studierte an der Cornell University Literaturwissenschaft. Für seinen Erstlingsroman «Engel im Schnee» erhielt er 1993 den William-Faulkner-Preis. Er veröffentlichte zahlreiche von der Kritik gefeierte Romane, darunter «Emily, allein» und «Die Chance», und eroberte sich eine große Leserschaft. Stewart O′Nan lebt in Boston.
Posts
6. Juli 1944, Hartford, Connecticut, USA: Während viele der Männer, Väter, Söhne und Brüder im 2. Weltkrieg kämpfen, durchleben die Frauen und Kinder eine schwierige und sorgenvolle Zeit voller Entbehrungen. Umso größer war die Vorfeude auf DAS Ereignis an diesem heißen Julitag: der Ringling Bros & Barnum and Baileys Circus kommt mit einem Großzelt in die Stadt. 7.000 Personen fasst das Zelt, die Vorführung beginnt um 14 Uhr. Doch kurz nach Beginn der Vorstellung bricht ein Feuer aus, das sich zu einem schrecklichen Inferno entwickelt und 167 Menschen (vorwiegend Frauen und Kinder) das Leben kostet, Hunderte werden teilweise schwerst verletzt, Tausende traumatisiert. Als Stewart O'Nan Jahrzehnte später von diesem Ereignis erfährt, kann er nicht glauben, dass es kaum Literatur dazu gibt und so entscheidet er, der sonst Romane schreibt, sich dazu, selbst ein Sachbuch über den Zirkusbrand zu schreiben. Anfangs habe ich mir sehr schwer getan mit diesem Buch. O'Nan nimmt sich Zeit für die einzelnen Opfer und Überlebenden und ihre Geschichte an diesem Tag. Er widmet sich auch besonders den bis heute unidentifizierten Toten. Ich dachte erst, das wird mir heftig und zu viel. Aber mit der Zeit haben mich die Schicksale der Menschen so gepackt und berührt, dass es mir am Ende schwer fiel, das Buch wieder loszulassen, selbst, nachdem ich es fertig gelesen hatte. O'Nan erzählt nicht nur die Geschichte dieses einen Tages, sondern er verfolgt das Leben der Angehörigen und Überlebenden und involvierten Polizeibeamten über 55 Jahre hinweg, bis Ende der 90er Jahre. Und er macht das so akribisch wie empathisch. Dieses Buch und die Schicksale der Menschen wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben.
Inhalt: Es ist ein scheinbar harmloser Sommertag: Doch hunderte Menschen, die am 6. Juli 1944 in Hartford in den Zirkus strömten, um sich unterhalten zu lassen werden an diesem Tag mit Tod und Schrecken konfrontiert. Kaum hat die Show begonnen – die Raubtiernummer ist gerade zu Ende, die Panter sind noch in der Manege, aber der Hochseilakt schwebt schon unter der Kuppel – ertönt ein Schrei: Feuer! Nach wenigen Minuten steht das gesamte Zelt in Flammen, kurz darauf stürzt die Konstruktion zusammen. In der allgemeinen Panik trampeln sich die Menschen tot, werden von den Pfeilern erschlagen, zerquetscht, verbrannt. Die Raubtierdompteuse scheucht indessen seelenruhig die Panther in ihren Käfiggang, während das Orchester mannhaft „The Stars and Stripes Forever“ intoniert. Nach zwanzig Minuten, die Rettungskräfte treffen gerade ein, ist alles vorbei. Das Leid aber bleibt… Beim größten Zirkusbrand in der amerikanischen Geschichte starben 167 Menschen, mehr als 450 wurden teils lebensgefährlich verletzt. Die juristischen Folgen ziehen sich über Jahrzehnte hin… Kommentar zum Buch & Fazit: Bei einem Zirkusbrand sterben 167 Menschen. Eine gute Geschichte? Nein! Brutale Realität! „Der Zirkusbrand“ ist kein Roman, sondern ein literarisches Sachbuch. Stewart O’Nan hat mit Zeugen gesprochen, Archivmaterial durchgesehen und die Geschichte des größten Zirkusbrand in der amerikanischen Geschichte rekonstruiert. Er hat sein Buch „allen Menschen gewidmet, die an jenem Tag in den Zirkus gingen denen, die wieder nach Hause kamen, und denen, die dort blieben“. Es ist wirklich beeindruckend, wie detailliert „Der Zirkusbrand“ und dessen Auswirkungen geschildert werden und mit welcher Präzision sich der Autor den unzähligen Einzelheiten widmet. Der Leser erfährt, dass Zufälle – etwa angelassene Bügeleisen, verspätete oder falsche Busse – lebensrettend sein können aber andererseits auch der Beginn einer Katastrophe sein können. Der Autor hat kein Problem damit, dass in seinem Buch auf Grund unterschiedlicher Aussagen immer wieder Widersprüche auftauchen und manche Frage nie geklärt werden können. Wenn sich Stewart O’Nan auch um Vollständigkeit bemüht, ist es auch ihm nicht Möglich alle Rätsel um den Brand zu lösen. Trotz unzähliger Namen und Fakten liest sich der Text sehr flüssig. Stewart O’Nans Ton ist nüchtern und man merkt, dass er nicht unterhalten, sondern Fakten sammeln und – soweit es möglich ist – aufklären will. Der Bericht wird durch zahlreiche Fotos und Abbildungen illustriert, von deren Entstehung teilweise ebenfalls berichtet wird. Auf über 500 Seiten schildert Stewart O’Nan die Vorgeschichte, den Brand selbst und die weitreichenden Folgen, die dieser mit sich brachte. Das Buch ist unglaublich fesselnd, sehr bedrückend aber wirklich lesenswert.
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Der Zirkusbrand - Eine Tragödie, die ein ganzes Land erschütterte
„Ein grandioses Stück Literatur" (Der Spiegel). Der 6. Juli 1944 verhieß für die Bewohner der Stadt Hartford in Connecticut ein vergnüglicher Sommertag zu werden. Doch stattdessen endete er in einer verheerenden Katastrophe: 167 Menschen starben in den Flammen des größten Zirkusbrandes der amerikanischen Geschichte. In seinem fesselnden Tatsachenbericht Der Zirkusbrand verfolgt Stewart O'Nan einfühlsam die Schicksale jener Menschen, die an diesem scheinbar harmlosen Tag losgingen, um sich unterhalten zu lassen, und unvermittelt mit Tod und Schrecken konfrontiert wurden.
O'Nans akribische Recherche und seine brillante Erzählkunst lassen die Ereignisse dieses verhängnisvollen Tages lebendig werden. Mit großem Einfühlungsvermögen schildert er die persönlichen Geschichten der Opfer und ihrer Angehörigen und zeichnet so ein ergreifendes Bild dieser tragischen Katastrophe, die ganz Amerika erschütterte. „Ein Meisterwerk" (Die Welt).
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Author Description
Stewart O′Nan wurde 1961 in Pittsburgh/Pennsylvania geboren und wuchs in Boston auf. Bevor er Schriftsteller wurde, arbeitete er als Flugzeugingenieur und studierte an der Cornell University Literaturwissenschaft. Für seinen Erstlingsroman «Engel im Schnee» erhielt er 1993 den William-Faulkner-Preis. Er veröffentlichte zahlreiche von der Kritik gefeierte Romane, darunter «Emily, allein» und «Die Chance», und eroberte sich eine große Leserschaft. Stewart O′Nan lebt in Boston.
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6. Juli 1944, Hartford, Connecticut, USA: Während viele der Männer, Väter, Söhne und Brüder im 2. Weltkrieg kämpfen, durchleben die Frauen und Kinder eine schwierige und sorgenvolle Zeit voller Entbehrungen. Umso größer war die Vorfeude auf DAS Ereignis an diesem heißen Julitag: der Ringling Bros & Barnum and Baileys Circus kommt mit einem Großzelt in die Stadt. 7.000 Personen fasst das Zelt, die Vorführung beginnt um 14 Uhr. Doch kurz nach Beginn der Vorstellung bricht ein Feuer aus, das sich zu einem schrecklichen Inferno entwickelt und 167 Menschen (vorwiegend Frauen und Kinder) das Leben kostet, Hunderte werden teilweise schwerst verletzt, Tausende traumatisiert. Als Stewart O'Nan Jahrzehnte später von diesem Ereignis erfährt, kann er nicht glauben, dass es kaum Literatur dazu gibt und so entscheidet er, der sonst Romane schreibt, sich dazu, selbst ein Sachbuch über den Zirkusbrand zu schreiben. Anfangs habe ich mir sehr schwer getan mit diesem Buch. O'Nan nimmt sich Zeit für die einzelnen Opfer und Überlebenden und ihre Geschichte an diesem Tag. Er widmet sich auch besonders den bis heute unidentifizierten Toten. Ich dachte erst, das wird mir heftig und zu viel. Aber mit der Zeit haben mich die Schicksale der Menschen so gepackt und berührt, dass es mir am Ende schwer fiel, das Buch wieder loszulassen, selbst, nachdem ich es fertig gelesen hatte. O'Nan erzählt nicht nur die Geschichte dieses einen Tages, sondern er verfolgt das Leben der Angehörigen und Überlebenden und involvierten Polizeibeamten über 55 Jahre hinweg, bis Ende der 90er Jahre. Und er macht das so akribisch wie empathisch. Dieses Buch und die Schicksale der Menschen wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben.
Inhalt: Es ist ein scheinbar harmloser Sommertag: Doch hunderte Menschen, die am 6. Juli 1944 in Hartford in den Zirkus strömten, um sich unterhalten zu lassen werden an diesem Tag mit Tod und Schrecken konfrontiert. Kaum hat die Show begonnen – die Raubtiernummer ist gerade zu Ende, die Panter sind noch in der Manege, aber der Hochseilakt schwebt schon unter der Kuppel – ertönt ein Schrei: Feuer! Nach wenigen Minuten steht das gesamte Zelt in Flammen, kurz darauf stürzt die Konstruktion zusammen. In der allgemeinen Panik trampeln sich die Menschen tot, werden von den Pfeilern erschlagen, zerquetscht, verbrannt. Die Raubtierdompteuse scheucht indessen seelenruhig die Panther in ihren Käfiggang, während das Orchester mannhaft „The Stars and Stripes Forever“ intoniert. Nach zwanzig Minuten, die Rettungskräfte treffen gerade ein, ist alles vorbei. Das Leid aber bleibt… Beim größten Zirkusbrand in der amerikanischen Geschichte starben 167 Menschen, mehr als 450 wurden teils lebensgefährlich verletzt. Die juristischen Folgen ziehen sich über Jahrzehnte hin… Kommentar zum Buch & Fazit: Bei einem Zirkusbrand sterben 167 Menschen. Eine gute Geschichte? Nein! Brutale Realität! „Der Zirkusbrand“ ist kein Roman, sondern ein literarisches Sachbuch. Stewart O’Nan hat mit Zeugen gesprochen, Archivmaterial durchgesehen und die Geschichte des größten Zirkusbrand in der amerikanischen Geschichte rekonstruiert. Er hat sein Buch „allen Menschen gewidmet, die an jenem Tag in den Zirkus gingen denen, die wieder nach Hause kamen, und denen, die dort blieben“. Es ist wirklich beeindruckend, wie detailliert „Der Zirkusbrand“ und dessen Auswirkungen geschildert werden und mit welcher Präzision sich der Autor den unzähligen Einzelheiten widmet. Der Leser erfährt, dass Zufälle – etwa angelassene Bügeleisen, verspätete oder falsche Busse – lebensrettend sein können aber andererseits auch der Beginn einer Katastrophe sein können. Der Autor hat kein Problem damit, dass in seinem Buch auf Grund unterschiedlicher Aussagen immer wieder Widersprüche auftauchen und manche Frage nie geklärt werden können. Wenn sich Stewart O’Nan auch um Vollständigkeit bemüht, ist es auch ihm nicht Möglich alle Rätsel um den Brand zu lösen. Trotz unzähliger Namen und Fakten liest sich der Text sehr flüssig. Stewart O’Nans Ton ist nüchtern und man merkt, dass er nicht unterhalten, sondern Fakten sammeln und – soweit es möglich ist – aufklären will. Der Bericht wird durch zahlreiche Fotos und Abbildungen illustriert, von deren Entstehung teilweise ebenfalls berichtet wird. Auf über 500 Seiten schildert Stewart O’Nan die Vorgeschichte, den Brand selbst und die weitreichenden Folgen, die dieser mit sich brachte. Das Buch ist unglaublich fesselnd, sehr bedrückend aber wirklich lesenswert.





