Der Weg des ewigen Winters
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Book Information
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Niilo Sevänen (*1979) ist Sänger, Bassist, Komponist und Texter von der weltweit erfolgreichen Melodic-Death-Metal-Band INSOMNIUM. Er hat Literatur- und Kulturgeschichte an der Universität Turku studiert. Sein Romandebüt DER WEG DES EWIGEN WINTERS war einer der am meisten erwarteten Fantasy-Romane des Jahres 2024 in Finnland. Zuvor hatte Sevänen eine preisgekrönte Fantasy-Kurzgeschichte, »WINTER’S GATE« veröffentlicht.
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Einfach wow!!
Ich hab das Buch in der Buchhandlung von einer Verkäuferin empfohlen bekommen und hab es deswegen direkt gekauft. Und ich muss sagen, es hätte nicht besser sein können! Die ersten 50 Seiten waren etwas zäh, aber dann ging es richtig los. Eigentlich wird man das ganze Buch hindurch wahnsinnig in Atem gehalten und wer hofft, dass Fragen geklärt werde, der wird leider enttäuscht, aber auf eine positive Art! Bis zum Schluss werden mehr und mehr Fragen aufgeworfen und das Ganze endet mit einem Cliffhanger und einem weiteren Fragezeichen. Man könnte denken, dass sei unbefriedigend, aber ich bin dadurch nur noch mehr angefixt, finde es über die Maßen spannend und freue mich auf den nächsten Teil! Ein halber Stern Abzug, weil es gut noch ein paar Seiten mehr hätten sein können, aber das ist echt meckern auf hohem Niveau 😉
Ein vielversprechender, phantastischer Debütroman voller Atmosphäre und mythischen Elementen ❄️
"Lass die Macht frei aus deinem Inneren strömen, halte sie nicht zurück. Folge deinem Instinkt und deinem Gefühl. (...) Vergiss dich selbst und geh bis zum Äußersten. Über die Grenzen. Dann geschehen Wunder." (S. 243) Das Romandebüt vom Insomnium-Sänger, ein Auftakt zu einem nordischen Fantasy-Epos, ein Bestseller in Finnland sowie dort nominiert als bestes Fantasybuch des Jahres. Musste ich mehr wissen? Nein, absolut nicht 😂 Da ich die Band schon seit langer Zeit sehr gerne höre und das Genre (gerade bezogen auf die nordische Mythologie) ja irgendwie auch mein Zuhause ist, wusste ich, dass das hier ein absoluter Pflichtkauf ist. Noch dazu mit einem wunderschönen Cover und in Zeiten, wo die High Fantasy Neuerscheinungen doch teilweise wirklich etwas frustrierend in Deutschland sind. Dafür vielen Dank an den @bastei_luebbe Verlag, dass ihr uns den Titel nach Deutschland gebracht habt. Und hier hoffe ich natürlich auch auf die weiteren Teile 🙏🏼 Zum Inhaltlichen und zum Setting: es geht um ein alternatives Europa im Jahre 1007 zu Zeiten des Byzantinischen Reiches und Konstantinopel, ein Setting, was ich sehr ansprechend finde und so bisher noch nicht im Phantastischen las. In der Geschichte herrscht seit sieben Jahren eisiger Winter und ein blauer Stern steht drohend am Himmel. Da die Zivilisationen von Norden nach Süden zerbrochen sind, haben sich wilde Banden und Söldnertrupps organisiert. Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Mädchen Halla, welches von den Trupps gejagt wird, da es angeblich gefährlich sein soll. Orpheus, der Bruder von Hallas Mutter, schlittert vollkommen zufällig in die Jagd und sieht sich plötzlich in der Verantwortung, Halla vor den Mördern zu beschützen. Das Setting hat mir total gut gefallen. Die Beschreibungen des unerbittlichen Winters und die ganze Atmosphäre kam richtig gut rüber. Besonders stark fand ich das Einweben verschiedener Mythen und Sagen, sowohl aus der Antike, als auch aus dem Nordischen. Das verlieh der Geschichte durchgehend einen mystischen, historisch angehauchten Touch. Die Charaktere hätten meiner Meinung nach noch etwas Feinschliff vertragen können. Die Ansätze waren gut, richtig gelungen fand ich aber vor allem Orpheus mit seiner tollpatschigen, rotzigen aber irgendwie herzlichen Art sowie Halla, ein starkes junges Mädchen, das durch ihre Erfahrungen sehr leiden musste, das aber stets nach vorne blickt. Was ich ebenfalls toll fand, war die Überlegung des Autors, Traum und Realität zu vermischen. Die Traumwelt spielt in der Geschichte nämlich eine nicht unwesentliche Rolle und waren teils sogar meine liebsten Stellen im Buch. Insgesamt muss ich sagen, dass das Buch kein Highlight wurde, da ich hier dann doch einige Kritikpunkte habe, die zu einem nicht ganz perfekten und mitreißendem Leseerlebnis geführt haben. Ich habe das Buch aber dennoch gerne gelesen und würde mich freuen, wenn die Reihe weiter übersetzt wird. Ich bin nämlich doch echt neugierig, wie es hier weitergeht und glaube, es könnte noch ziemlich episch werden!

Der erste Teil der mystischen Fantasy-Trilogie war eine spannende Flucht durch eine eisige Winterwelt, bei der Freund und Feind kaum auseinander zu halten sind. Niilo Sevänen gibt sich viel Mühe eine düstere Atmosphäre zu schaffen und schmückt sie mit einer Vielzahl mytologischer Gestalten, Adeligen, Monstern und christlichen Würdenträgern aus. Mit vielerlei Perspektiven springt man von Jäger zu Flüchtlingen und ist von Beginn an mitten in der Handlung. Dadurch brauchte es etwas Zeit, bis ich die Handlungsstränge für mich sortiert hat. Trotz der vielen Perspektiven ist es mir gelungen einige Lieblingsprotagonisten zu finden und die Geschichte hauptsächlich aus ihrer Sicht zu lesen. Von Seite zu Seite wird die Hetzjagd auf die kleine Halla dramatischer und die Frage in meinem Kopf: "Wer sind nach Hallas Eltern?", immer lauter. Der erste Teil endet mit einem Enthüllung und einem Cliffhanger. Uff, ich fühle mich richtig stark ausgebremst und hoffe, dass ich nicht allzulange auf den zweiten Teil warten muss. Uff, ich fühle mich richtig stark ausgebremst und hoffe sehr, dass ich nicht zu lange auf den 2. Teil warten muss. Angekündigt ist er leider noch nicht.

Leider konnte es mich nicht abholen.
Mit "Der Weg des ewigen Winters" liefert uns der Sänger und Bassist der Methal Band Insomnium, Niilo Sevänen, sein Debütroman, der in Finnland ein Bestseller ist und als bester Fantasyroman des Jahres nominiert war. Ich war wahnsinnig gespannt auf den ersten Band der Trilogie, doch letzten Endes leider auch sehr enttäuscht. Übersetzt aus dem Finnischen von Gabriele Schrey-Vasara. Wir schreiben das Jahr 1007. Konstantinopel, wie auch der Rest Europas, liegt seit nunmehr sieben Jahren im ewigen Winter. Es heißt ein kleines Mädchen mit magischen Kräften könne der eisigen Kälte ein Ende bereiten. Sie soll die einzige sein, die das vermag, doch zudem ist dieses Mädchen auch diejenige, die den Herrschern gefährlich werden kann. Und so beginnt die Jagd auf Halla ... Und hier werden wir auch gleich mitten ins Geschehen geworfen und befinden uns mit Halla und ihrer Mutter auf der Flucht. Die Kreaturen der Finsternis greifen die Kirche an, in die Mutter und Tochter sich geflüchtet haben. Doch Bruder Gregorius weist ihnen den Weg durch die Katakomben. Gleich darauf landen wir bei Orpheus dem Bruder von Hallas Mutter und somit ihr Onkel. Ein Tunichtgut und Trunkenbold, der kurz darauf mit Halla im Schlepptau fliehen muss, während eine Horde fieser Gestalten und Söldner hinter ihnen herjagen. Der einzige Verbündete ist nur ein sprechender Fuchs. Neben der Flucht in der realen Welt, müssen wir des Nachts mit Halla in ihren Träumen ebenfalls flüchten. Hier werden wir von bösartigen, wilden Tieren und Raubvögeln gejagt. Und dann ist da noch Königin Theophanu, die auf der Suche nach ihrem Sohn, Otto III, durch Italien jagt. ... Kommt ihr noch mit? Nein? So ging es mir das ganze Buch. Grundsätzlich mag ich es wirklich gern, wenn ich mitten ins Geschehen geworfen werde, jedoch sollte ich dann nach und nach aufgeklärt werden. Das passierte hier jedoch nicht und so hing ich in der Luft und fühlte mich so ziemlich im Stich gelassen. Daran änderte sich bis zum Ende des Buches auch nichts. Und auch im Bezug auf die Charaktere bin ich enttäuscht. Sie ließen mich absolut kalt und blieben für mich Fremde. Ich wurde überhaupt nicht warm mit ihnen. Weder mit der kleinen Halla, noch mit ihrem Onkel oder dem Fuchs Reineke, noch mit der Söldnerin Skadi und Co. Und am allerwenigsten mit Königin Theophanu. Sie und ihr Erzählstrang sind für mich ein absolutes Rätsel. Dieser Strang fühlte sich die ganze Zeit wie ein Fremdkörper an. Es war, als würde ich parallel ein anderes Buch lesen, in dem es zufällig auch eiskalt war. Vielleicht wird die Verbindung zu Halla ja im zweiten Buch geknüpft, fpr mich hätte das allerdings schon ins erste Buch gehört, damit sich dieser Teil etwas homogener anfühlt. Insgesamt haben mich die Figuren überhaupt nicht interessiert und wenn ich in ihnen weder Freunde noch Feinde finde, dann ist irgendwas schief gelaufen. Was ich jedoch mochte war das Setting. Sevänen hat eine wunderbar düstere und eisige Atmosphäre geschaffen. Der Grundstein der Geschichte ist unsere bekannte Welt, die mit Fantasyelementen, nordischer Mythologie und Elementen des alten Christentums, sowie Figuren aus bekannten Fabeln gemischt wurde. Auf den Bezug historischer Persönlichkeiten und auch Ereignissen hätte er jedoch verzichten sollen, sie passen nicht so richtig in die Geschichte und ich bin mir auch nicht sicher wie gut diese recherchiert sind. Insgesamt scheint mir hier einiges zu sehr gewollt - es ist zu viel gemixt, dadurch zu konfus. Und am Ende bin ich nicht schlauer als zu Beginn und ich habe keinen Plan, warum alle hinter Halla her sind. Was genau macht sie so gefährlich? Wenn ihr es wisst, lasst es mich gerne wissen.

Der Weg des ewigen Winters ist der Auftakt einer Fantasy-Saga, welche 1007 in Europa spielt. Seit sieben Jahren befindet dieses sich im Griff eines apokalyptischen Winters. Das junge Mädchen Halla wird zur zentralen Figur: Sie allein besitzt anscheinend Kräfte, die den ewigen Frost möglicherweise beenden könnten und wird deshalb von mächtigen und gefährlichen Parteien gejagt. ❄️ Wir erleben die Geschichte aus mehreren Perspektiven: darunter Hallas eher widerwilliger Beschützer Orpheus, einem Lautenspieler und Taugenichts. Skadi, eine von Hallas Verfolger:innen. Hallas Sicht selbst. Kaiserin Theophanu, die ihren verschwundenen Sohn sucht. Dieser Mehrstrang-Aufbau verleiht dem Roman Tiefe, verlangt Lesenden aber zusammen mit vielen Namen und Ortsangaben auch viel Aufmerksamkeit ab. 🧐 Positiv hervorzuheben ist die Darstellung der Charaktere, die auf ihre Art und Weise unperfekt, voller Ecken und Kanten, Ängsten und Zweifeln sind. Dennoch haben sie das Herz am richtigen Fleck und stehen füreinander ein. Meine Lieblinge sind definitiv Halla und Fuchs Reineke, wobei ich alle irgendwie liebenswert, vielschichtig und besonders finde. Auch Hallas Traumsequenzen haben mir gefallen. 👍🏻 Mich beeindruckt vor allem der atmosphärische Schreibstil: Die nordisch-mythischen Elemente und der historische Hintergrund verschmelzen zu einer dunklen, mystischen Welt, die mit eindrucksvollen Bildern und interessanten Setting punktet. ✍️ Einige ziemlich ausführliche Szenen und die verschiedenen Handlungsstränge können die Dynamik allerdings bremsen. Das Buch hat einige spannende Momente, zieht sich aber teilweise leider auch ganz schön. 🥱 Düstere Fantasy trifft hier auf nordische Mythologie: Eine Welt im Griff eines endlosen Winters, zerrissene Reiche und Figuren, die alles andere als klassische Helden sind. Die kalte, beklemmende Atmosphäre zieht in ihren Bann. Die Erzählweise ist eher ruhig und die Geschichte voller Geheimnisse und offener Fragen, die erst noch gelüftet werden wollen. 🖤 Den Autoren Niilo Sevänen könnte man übrigens möglicherweise bereits als Sänger und Bassisten der Melodic-Death-Metal-Band INSOMNIUM kennen. 🎵

Der Weg des ewigen Winters von Niilo Sevänen ist ein epischer historisch-fantastischer Roman, der im Jahr 1007 in einer von ewigem Winter geprägten Welt spielt. Europa ist von eisiger Kälte erfasst, und die Zivilisation ist zerfallen. Mehrere Handlungsstränge verflechten sich: Ein kleines Mädchen namens Halla, das mystische Kräfte besitzt und verfolgt wird, ein unzuverlässiger Lautenspieler, der gezwungen ist, sie zu beschützen, und weitere Figuren aus dem byzantinischen Reich, die ihren eigenen Zielen folgen. Die Geschichte kombiniert historische Anklänge, Mythologie und Fantasy-Elemente in einem düsteren Setting. 🌨️ Was ich schwierig fand • Der Einstieg war für mich sehr chaotisch: Bereits die ersten Kapitel wirkten unstrukturiert und schwer verständlich, sodass ich mich nicht in die Geschichte einfinden konnte. • Der Schreibstil hat mir nicht zugesagt; die Sprache fühlt sich für mich sperrig an, und ich bin nicht gut hineingekommen. • Die vielen Perspektivwechsel und die Komplexität der Welt haben mich eher verwirrt, statt mich zu fesseln. 🔍 Warum ich abgebrochen habe Obwohl viele Leser*innen den Roman interessant und atmosphärisch finden und andere von dem Setting und den Ideen begeistert sind, konnte ich persönlich nicht weit genug eintauchen, um einen Zugang zur Geschichte zu finden. Der Schreibstil und der Aufbau haben bei mir nicht die gewünschte Klarheit oder Spannung erzeugt, und deswegen habe ich mich entschieden, das Buch abzubrechen. ⭐ Fazit Ein ambitioniertes Fantasy-Debüt mit einer dichten, komplexen Welt, das für Fans von historischen Mystery-Fantasy funktionieren kann. Für mich persönlich war der Stil jedoch zu schwer zugänglich, und ich konnte mich nicht mit der Erzählweise anfreunden – deshalb habe ich das Buch nicht weitergelesen.
Leider hat mich dieses Buch wenig begeistert. Ja das Setting selbst startete spannend in einem alternativ historischen mittelalterlichen Europa. Der Autor würfelt hier verschiedene Religionen und auch geschichtliche Ereignisse zusammen. Die nordische Mythologie dominiert hier deutlich, dennoch blieb es ein seltsamer Mix, der sich während des gesamten Buches komisch anfühlte. Die Figuren schmolzen im Verlauf zu einer Schicksalsgruppe rund um das kleine Mädchen Halla zusammen. Aber wirklich interessiert hat mich niemand, auch nicht das Kind. Und das ist in meinem Leseuniversum eigentlich das Todesurteil, wenn mir absolut jede Figur im Buch egal ist. Schade.
Faszinierendes Debüt
›Das hier ist vielleicht das Dümmste, was ich je getan habe‹, überlegte er. ›Oder das Mutigste. Gibt es dazwischen einen Unterschied?‹ (S. 124) Konstantinopel im Jahr 1007 nach Christus. Seit 7 Jahren ist der Winter auf dem Vormarsch in Europa. Der Barde Orpheus, der bisher vor allem durch seinen unsteten Lebenswandel zwischen Schenke und Bühne aufgefallen ist, muss von einem Moment auf den anderen die Verantwortung für seine Nichte Halla übernehmen. Wo sie Unterschlupf finden können, ist ebenso unklar wie eine Antwort auf die Frage, wer sie verfolgt. Fest steht nur, dass Halla, das Mädchen mit den so merkwürdig blauen Augen, aus irgendeinem Grund wichtig ist - und dass es gefährlich ist, in ihrer Gesellschaft zu reisen. Das Buch ist in drei Teile gegliedert, denen jeweils ein Chronikeintrag vorangestellt ist. Neben Halla und Orpheus steht die Söldnerin Skadi im Fokus. Ein weiterer Erzählstrang folgt Theophanu, der Mutter des jungen Kaisers Otto III, der seit 7 Jahren verschollen ist. Theophanus Suche nach ihrem Sohn bildet ein Gegengewicht zur Jagd- und Fluchtgeschichte, die zum Teil auf einer Traumebene erzählt wird. Obwohl die spannende, atmosphärisch erzählte Abenteuergeschichte im Vordergrund steht, behandelt „Der Weg des ewigen Winters“ auch Themen mit Gegenwartsbezug. Es geht um den Einfluss des Klimas auf das Leben der Menschen - um Klimaanpassung und Flucht. Weiterhin beleuchtet das Buch Fragen wie: Was ist man den Menschen schuldig, die einen großgezogen haben? Was sind Lebensräume wert? Und welchen Ratgebern kann man trauen? Schlauen Füchsen mit einer goldenen Schwanzspitze? Da es sich um den Auftaktband eines mehrbändigen Werkes handelt, bleibt vieles bis zum Ende rätselhaft - dadurch aber nicht weniger faszinierend. Gelungen ist insbesondere die Mischung aus historischer Fiktion und Fantasy - aus nordischer Mythologie und christlicher Chronikliteratur. Insgesamt ist „Der Weg des ewigen Winters“ ein gelungenes Debüt, das Lust auf mehr macht. In seinem unwirtlichen, winterlichen Setting ist das Buch perfekt für die kalte Jahreszeit - oder für (gedankliche) Abkühlung im Sommer.
Düster, komplex und atmosphärisch dicht – eine anspruchsvolle, vielschichtige Fantasyreise
**** Mein Eindruck **** Coverdesign, Titelwahl und Klappentext sind äußerst stimmig und einladend und spiegeln den Inhalt des Buches sehr gut wider. Obwohl ich wusste, dass die Handlung um das Jahr 1000 nach Christus spielt, war ich dennoch überrascht, wie intensiv sich diese Zeit beim Lesen anfühlte. Es ist eine Epoche, in die ich literarisch bislang kaum gereist bin, und die Atmosphäre wurde sprachlich so treffend eingefangen, dass ich mich schnell darin verlor. Erst nach und nach offenbarte sich mir die Vielschichtigkeit der Handlung und die zunehmende Düsternis, die sich über die Geschichte legt. Die Komplexität der verschiedenen Handlungsstränge verlangt Aufmerksamkeit, dieses Buch liest man nicht nebenbei. Allerdings bin ich bei diesem anspruchsvollen Setting auch nicht von etwas anderem ausgegangen. Dennoch hätte ich mir zur besseren Orientierung gelegentlich kleine Hinweise gewünscht, da der Wiedereinstieg nach einer Lesepause nicht ganz leicht fiel. Diese Geschichte fordert Zeit und Konzentration, doch sie verdient beides. Die Welt wirkt lebendig durch ihre Figuren, die klassische Rollenbilder aufgreifen und ihnen zugleich Ecken, Kanten und individuelle Tiefe verleihen. Sympathieträger sind durchaus vorhanden, auch wenn sich bei mir eine tiefe emotionale Bindung noch nicht vollständig eingestellt hat. Dafür brauche ich vermutlich weitere Bände und mehr Zeit mit den Charakteren. Mein Interesse und meine Aufmerksamkeit waren jedoch durchgehend geweckt, was ich als sehr positives Zeichen werte. Wenn die emotionale Nähe zugunsten der komplexen Verstrickungen etwas in den Hintergrund rückt, spricht das hier eher für die erzählerische Dichte als dagegen. Sprachlich und handwerklich wird einem in diesem Buch definitiv einiges geboten. Es ist eine anspruchsvolle, vielschichtige Fantasy, atmosphärisch dicht erzählt und in ihrer Struktur durchdacht. **** Empfehlung? **** Wer komplex aufgebaute, historisch durchdrungene Fantasy mit dunkler Stimmung und erzählerischer Tiefe schätzt, sollte diesem Buch bewusst Zeit widmen. Es fordert seine Leserinnen und Leser, belohnt aber mit Intensität und Atmosphäre.
Dieses Buch hat mich echt überrascht – im absolut besten Sinne. Ich hatte beim Lesen immer wieder Witcher-Vibes: ein junges Mädchen, eine Vorsehung, dieses Gefühl, dass etwas Großes über ihr schwebt und sie langsam da hineinwächst. Genau mein Ding. Das Setting mochte ich richtig gern. Europa, das im ewigen Winter versinkt, ein bisschen nordische Mythologie und ein bisschen Wikinger-Feeling. Düstere Stimmung von der ersten Seite an. Es gibt mehrere Handlungsstränge, die erst nebeneinander laufen und dann nach und nach zusammenkommen. Und die verschiedenen Erzählsichten haben super reingepasst – jede Figur bringt was Eigenes, Wichtiges mit, ohne dass es verwirrend wird. Und die Charaktere… so gut! Wirklich. Jeder hatte Tiefe, keine flachen Nebenrollen, alle mit Entwicklung, mit Momenten, die einen packen. Genau so will ich das in Fantasy. Für mich war das Buch ein richtiges Highlight. Es hatte einfach alles, was ich mir wünsche: tolle Figuren, starke Entwicklungen, Atmosphäre, ein bisschen Mythos, Spannung– einfach dieses Gesamtpaket, das einen reinzieht. Ich bin jetzt schon total gespannt auf Band 2 und hoffe soooo sehr, dass wir nicht viel zu lange drauf warten müssen.
Odin und Jesus, Gestaltwandler und geflügelte Ungeheuer, Rom, Athen, Konstantinopel, weiße Hexen, Zauberkinder, sprechende Tiere - ist das noch opulent oder schon überladen? 😅 Nicht ganz einfach, den roten Faden zu finden, vielleicht, weil's nicht nur einen gibt? Die Übersetzung bisweilen holprig, aber irgendwie originell und liebenswert. Es geht drunter und drüber - aber die Lektüre dieser wundersamen Story fand ich über alle Maßen vergnüglich. Her mit der Fortsetzung!
Leider nicht mein Fall
[Werbung | Rezensionsexemplar] Leider konnte mich Der Weg des ewigen Winters nicht wirklich überzeugen. Obwohl die Grundidee und die Atmosphäre viel Potenzial haben, bin ich nur sehr schwer in die Geschichte hineingekommen. Der Schreibstil war für mich persönlich eher sperrig und hat es mir erschwert, einen richtigen Lesefluss zu entwickeln. Gerade am Anfang hatte ich das Gefühl, dass die Handlung nur sehr langsam vorankommt und mich emotional nicht abholt. Ich konnte keine echte Verbindung zu den Figuren aufbauen, was es zusätzlich schwierig gemacht hat, am Ball zu bleiben. Trotz mehrerer Anläufe habe ich das Buch schließlich abgebrochen, da es mich einfach nicht genug fesseln konnte. Ich bin mir sicher, dass das Buch seine Zielgruppe hat und Leserinnen und Leser, die ruhige, dichte Erzählweisen mögen, könnten hier mehr Freude finden als ich. Für mich blieb die Geschichte jedoch leider zu distanziert und zu mühsam zu lesen.
warm anziehen, diese story hat es in sich!!
wir folgen halla und ihrem onkel auf einer reise ohne ziel, allein mit dem gedanken der flucht, denn die kleine halla ist von einer magischen atmosphäre umgeben. sie wird gejagt, von bestien und bösewichten, und auch wenn sie selbst manchmal nicht so richtig versteht warum, schlägt sie sich tapfer durch die gefahren der welt die außerhalb der eingeschneiten städte europas, regieren. als leser versinkt man mit unseren figuren in einer hitzigen hetzjagd im tiefsten winter und auch begünstigt durch den detaillierten schreibstil, fliegen die seiten nur so vorbei. meine empathie für die charaktere ist mit jeder seite gestiegen und durch manch gruselige situationen hätte ich unsere protagonisten am liebsten einmal kräftig geschüttelt. ohne zu viel verraten zu wollen, heißt es für mich nun geduldig auf den zweiten teil warten und glaubt mir das wird eine lange weile dauern, hoffentlich nur nicht ganze 7 jahre.

Tolle Grundidee, nur leider in meinen Augen nicht so gelungen.
definitiv eine spannende Grundidee. eine Welt, die seit Jahren im Frost erstarrt ist, dazu Mythen, Magie und eine Reise, die eigentlich großes Potenzial mitbringt. Leider konnte mich das Buch insgesamt nicht wirklich abholen. Der Schreibstil ist sehr bildreich und detailliert. Leider wirkt es aber oft auch sperrig und schwerfällig. Gerade in ruhigeren Passagen zieht sich die Handlung, was den Lesefluss deutlich ausbremst. Die Atmosphäre ist zwar düster und kalt, allerdings blieb mir die emotionale Nähe zu den Figuren größtenteils aus. Viele Szenen fühlen sich distanziert an, sodass Spannung eher weniger aufkommt. Man merkt, dass hier viel Welt und Mythos aufgebaut werden soll, doch die Geschichte verliert sich dabei zu oft in Beschreibungen, statt mich abzuholen. Unterm Strich ein Buch mit interessanten Ansätzen und einer starken idee hinter, das für mich aber eindeutig ausbaupotenzial hat. Für Fans sehr langsamer, atmosphärischer Fantasy vielleicht einen Blick wert, für mich persönlich jedoch leider nichts.
Konnte mich nicht überzeugen
Der Weg des ewigen Winters hatte auf den ersten Blick eine vielversprechende Idee: eine Welt im endlosen Winter, ein Mädchen das beschützt werden muss. Die Geschichte empfand ich über weite Strecken als langweilig und ereignisarm. Ein Großteil der Handlung besteht daraus, dass die Figurenvor denen fliehen, die hinter Halla her sind, ohne dass daraus echte Spannung oder Entwicklung entsteht. Der Schreibstil wirkte auf mich sehr schlicht, teilweise so, als wäre er von einem Kind geschrieben. Beschreibungen bleiben oberflächlich, Dialoge sind einfach gehalten und Emotionen kommen bei mir gar nicht auf. Dadurch fiel es mir schwer, eine tiefere Verbindung zur Geschichte aufzubauen. Besonders enttäuschend fand ich den Umgang mit der Figur Halla. Sie wird als außergewöhnlich und besonders dargestellt, doch diese Besonderheit schlägt sich kaum in ihrem Handeln nieder. Statt aktiv zu werden oder entscheidend in die Handlung einzugreifen, bleibt sie größtenteils passiv. Ihr Potenzial wird angedeutet, aber wirklich erfahren tut man nichts, was die Figur blass wirken lässt, obwohl sie eigentlich im Mittelpunkt stehen könnte. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass das Buch viele gute Ansätze besitzt, diese aber nicht konsequent nutzt. Die Idee des ewigen Winters und der besonderen Protagonistin hätte deutlich mehr Spannung und Tiefe vertragen. Fazit: Der Weg des ewigen Winters bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die Handlung ist zu ruhig, der Schreibstil zu simpel und die Hauptfigur trotz ihrer Besonderheit zu wenig aktiv. Für Leserinnen und Leser, die eine spannende oder tiefgründige Geschichte erwarten, könnte das Buch enttäuschend sein. Bei Trilogien oder Dilogien mag ich nicht dass man erst in weiteren Bänden die Charaktere kennenlernt oder deren Besonderheiten erfährt, weil die Geschichte dann auf der selben Stelle stehen bleibt, sondern dass man die Protagonisten kennenlernt und sich die Geschichte dann weiter entwickelt und nicht ständig ein Fragezeichen über den Protagonisten hängt.
Eis, Blut und ein kleiner Funken Hoffnung
Kälte, die einem direkt durch die Knochen kriecht, hat ja ihren eigenen Charakter. Hier fühlt sich dieser Winter an, als hätte er schlechte Laune und würde sie ganz Europa heimzahlen. Zwischen zusammengebrochenen Reichen, plündernden Banden und einer Stadt, die eher friert, als hofft, stolpert man zusammen mit Halla in eine Geschichte, die erst sanft anpackt und dann ordentlich zubeißt. Der Moment, in dem klar wird, dass dieses kleine Mädchen der letzte Funken Wärme in einer erfrierenden Welt ist, sitzt. Und dann kommt Orpheus, dieser charmante Taugenichts, der mehr Talent fürs Davonreden als fürs Kämpfen hat. Im nächsten Atemzug erwischt man sich beim Grinsen, weil er wieder irgendeinen Unsinn verzapft, und direkt danach beim Zusammenzucken, weil die Welt da draußen wirklich messerscharf ist. Diese Mischung aus Hoffnung, Dreck und mystischem Schimmer macht den Reiz aus. Was richtig hängen bleibt: die Atmosphäre. Man kann fast hören, wie Eis an alten Mauern knackt, wie Atem in der Luft gefriert, wie Schritte in verlassenen Straßen hallen. Und trotzdem drückt sich da immer wieder ein bisschen Licht durch. Halla, dieses Kind mit Kräften, die man nicht richtig greifen kann, wirkt nie überhöht, sondern eher wie jemand, der etwas auf den Schultern trägt, das eigentlich viel zu groß ist. Zwischendurch fragt man sich, wie man selbst in so einer Welt klarkäme. Wahrscheinlich nicht besonders glorreich. Aber genau das macht’s so nahbar. Der Roman verbindet Abenteuer, historische Anmutung und düstere Fantasy zu einem Mix, der erstaunlich rund läuft. Die Reise ist rau, intensiv und manchmal bitter, aber sie zieht ohne große Diskussion mit. Am Ende klappt man das Buch zu und merkt, dass man noch immer diese frostige Stimmung in sich trägt. Und genau das ist die Art Atmosphäre, die länger nachhallt als so mancher Plot.

Historische Fantasy aus Finnland
Rezensionsexemplar/Anzeige Der Weg des ewigen Winters war mein erstes historisches Fantasy Buch. Das Setting mit Konstantinopel im Jahr 1007 war ungewohnt, aber total interessant! Wie historisch korrekt manche Dinge waren, weiß ich nicht - muss es aber bei einem Fantasy Titel auch nicht finde ich. 🤷🏼♀️ Der Einstieg in das Buch startet chaotisch mit einer Verfolgungsjagd. Am Anfang weiß man noch nicht was da passiert und es dauert etwas bis man reinkommt, aber ich persönlich mag es, wenn es mitten im Geschehen startet. Die Story besteht daraus, dass die kleine Halla, aus uns noch nicht bekannten Gründen, verfolgt wird. Zu ihrem Schutz gesellen sich mit der Zeit verschiedene Personen dazu und wir haben unsere „Party“. Hier ist schon mein erster Kritikpunkt: Die Beweggründe, weshalb sich die Leute für Halla interessieren waren mir etwas zu mau, bzw. wurde es hingenommen, wenn es hieß „kann ich nicht sagen“. Ich denke wir bekommen da mehr Futter in Band 2, aber das ist für mich nicht ganz ausreichend. Die Geschichte wird aus verschiedenen POVs und der Erzählerperspektive erzählt. Aus Hallas POV gibt es eine Traumebene, welche ich besonders gerne hatte. Die Geschichte wird in einem sehr hohen Tempo erzählt, da die Charaktere ja dauerhaft auf der Flucht sind, leider kommt man gefühlt aber im Hauptplot (wer will Halla und weshalb?) eher langsam voran. Der Cliffhanger am Ende war dafür ziemlich gut und ich denke die großen Aufdeckungen kommen dann im zweiten Teil. Ich fand es insgesamt echt gut und würde es auch weiterlesen!
Ich durfte das Buch schon vorab lesen und ich bin restlos begeistert. Ein grandioser und spannender erster Auftakt einer Trilogie. Fantasy, wie man sie liebt mit einem historischen Hintergrund. Die Daten stimmen Logischerweise nicht mit den echten geschichtlichen Überlieferungen überein, aber das ist total okay. Die Geschichte ist von Seite 1 an spannend und fesselnd - man fühlt schnell mit den Charakteren und fiebert bei allen Entscheidungen mit. Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht und werde definitiv die Trilogie lesen
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Book Information
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Niilo Sevänen (*1979) ist Sänger, Bassist, Komponist und Texter von der weltweit erfolgreichen Melodic-Death-Metal-Band INSOMNIUM. Er hat Literatur- und Kulturgeschichte an der Universität Turku studiert. Sein Romandebüt DER WEG DES EWIGEN WINTERS war einer der am meisten erwarteten Fantasy-Romane des Jahres 2024 in Finnland. Zuvor hatte Sevänen eine preisgekrönte Fantasy-Kurzgeschichte, »WINTER’S GATE« veröffentlicht.
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Einfach wow!!
Ich hab das Buch in der Buchhandlung von einer Verkäuferin empfohlen bekommen und hab es deswegen direkt gekauft. Und ich muss sagen, es hätte nicht besser sein können! Die ersten 50 Seiten waren etwas zäh, aber dann ging es richtig los. Eigentlich wird man das ganze Buch hindurch wahnsinnig in Atem gehalten und wer hofft, dass Fragen geklärt werde, der wird leider enttäuscht, aber auf eine positive Art! Bis zum Schluss werden mehr und mehr Fragen aufgeworfen und das Ganze endet mit einem Cliffhanger und einem weiteren Fragezeichen. Man könnte denken, dass sei unbefriedigend, aber ich bin dadurch nur noch mehr angefixt, finde es über die Maßen spannend und freue mich auf den nächsten Teil! Ein halber Stern Abzug, weil es gut noch ein paar Seiten mehr hätten sein können, aber das ist echt meckern auf hohem Niveau 😉
Ein vielversprechender, phantastischer Debütroman voller Atmosphäre und mythischen Elementen ❄️
"Lass die Macht frei aus deinem Inneren strömen, halte sie nicht zurück. Folge deinem Instinkt und deinem Gefühl. (...) Vergiss dich selbst und geh bis zum Äußersten. Über die Grenzen. Dann geschehen Wunder." (S. 243) Das Romandebüt vom Insomnium-Sänger, ein Auftakt zu einem nordischen Fantasy-Epos, ein Bestseller in Finnland sowie dort nominiert als bestes Fantasybuch des Jahres. Musste ich mehr wissen? Nein, absolut nicht 😂 Da ich die Band schon seit langer Zeit sehr gerne höre und das Genre (gerade bezogen auf die nordische Mythologie) ja irgendwie auch mein Zuhause ist, wusste ich, dass das hier ein absoluter Pflichtkauf ist. Noch dazu mit einem wunderschönen Cover und in Zeiten, wo die High Fantasy Neuerscheinungen doch teilweise wirklich etwas frustrierend in Deutschland sind. Dafür vielen Dank an den @bastei_luebbe Verlag, dass ihr uns den Titel nach Deutschland gebracht habt. Und hier hoffe ich natürlich auch auf die weiteren Teile 🙏🏼 Zum Inhaltlichen und zum Setting: es geht um ein alternatives Europa im Jahre 1007 zu Zeiten des Byzantinischen Reiches und Konstantinopel, ein Setting, was ich sehr ansprechend finde und so bisher noch nicht im Phantastischen las. In der Geschichte herrscht seit sieben Jahren eisiger Winter und ein blauer Stern steht drohend am Himmel. Da die Zivilisationen von Norden nach Süden zerbrochen sind, haben sich wilde Banden und Söldnertrupps organisiert. Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Mädchen Halla, welches von den Trupps gejagt wird, da es angeblich gefährlich sein soll. Orpheus, der Bruder von Hallas Mutter, schlittert vollkommen zufällig in die Jagd und sieht sich plötzlich in der Verantwortung, Halla vor den Mördern zu beschützen. Das Setting hat mir total gut gefallen. Die Beschreibungen des unerbittlichen Winters und die ganze Atmosphäre kam richtig gut rüber. Besonders stark fand ich das Einweben verschiedener Mythen und Sagen, sowohl aus der Antike, als auch aus dem Nordischen. Das verlieh der Geschichte durchgehend einen mystischen, historisch angehauchten Touch. Die Charaktere hätten meiner Meinung nach noch etwas Feinschliff vertragen können. Die Ansätze waren gut, richtig gelungen fand ich aber vor allem Orpheus mit seiner tollpatschigen, rotzigen aber irgendwie herzlichen Art sowie Halla, ein starkes junges Mädchen, das durch ihre Erfahrungen sehr leiden musste, das aber stets nach vorne blickt. Was ich ebenfalls toll fand, war die Überlegung des Autors, Traum und Realität zu vermischen. Die Traumwelt spielt in der Geschichte nämlich eine nicht unwesentliche Rolle und waren teils sogar meine liebsten Stellen im Buch. Insgesamt muss ich sagen, dass das Buch kein Highlight wurde, da ich hier dann doch einige Kritikpunkte habe, die zu einem nicht ganz perfekten und mitreißendem Leseerlebnis geführt haben. Ich habe das Buch aber dennoch gerne gelesen und würde mich freuen, wenn die Reihe weiter übersetzt wird. Ich bin nämlich doch echt neugierig, wie es hier weitergeht und glaube, es könnte noch ziemlich episch werden!

Der erste Teil der mystischen Fantasy-Trilogie war eine spannende Flucht durch eine eisige Winterwelt, bei der Freund und Feind kaum auseinander zu halten sind. Niilo Sevänen gibt sich viel Mühe eine düstere Atmosphäre zu schaffen und schmückt sie mit einer Vielzahl mytologischer Gestalten, Adeligen, Monstern und christlichen Würdenträgern aus. Mit vielerlei Perspektiven springt man von Jäger zu Flüchtlingen und ist von Beginn an mitten in der Handlung. Dadurch brauchte es etwas Zeit, bis ich die Handlungsstränge für mich sortiert hat. Trotz der vielen Perspektiven ist es mir gelungen einige Lieblingsprotagonisten zu finden und die Geschichte hauptsächlich aus ihrer Sicht zu lesen. Von Seite zu Seite wird die Hetzjagd auf die kleine Halla dramatischer und die Frage in meinem Kopf: "Wer sind nach Hallas Eltern?", immer lauter. Der erste Teil endet mit einem Enthüllung und einem Cliffhanger. Uff, ich fühle mich richtig stark ausgebremst und hoffe, dass ich nicht allzulange auf den zweiten Teil warten muss. Uff, ich fühle mich richtig stark ausgebremst und hoffe sehr, dass ich nicht zu lange auf den 2. Teil warten muss. Angekündigt ist er leider noch nicht.

Leider konnte es mich nicht abholen.
Mit "Der Weg des ewigen Winters" liefert uns der Sänger und Bassist der Methal Band Insomnium, Niilo Sevänen, sein Debütroman, der in Finnland ein Bestseller ist und als bester Fantasyroman des Jahres nominiert war. Ich war wahnsinnig gespannt auf den ersten Band der Trilogie, doch letzten Endes leider auch sehr enttäuscht. Übersetzt aus dem Finnischen von Gabriele Schrey-Vasara. Wir schreiben das Jahr 1007. Konstantinopel, wie auch der Rest Europas, liegt seit nunmehr sieben Jahren im ewigen Winter. Es heißt ein kleines Mädchen mit magischen Kräften könne der eisigen Kälte ein Ende bereiten. Sie soll die einzige sein, die das vermag, doch zudem ist dieses Mädchen auch diejenige, die den Herrschern gefährlich werden kann. Und so beginnt die Jagd auf Halla ... Und hier werden wir auch gleich mitten ins Geschehen geworfen und befinden uns mit Halla und ihrer Mutter auf der Flucht. Die Kreaturen der Finsternis greifen die Kirche an, in die Mutter und Tochter sich geflüchtet haben. Doch Bruder Gregorius weist ihnen den Weg durch die Katakomben. Gleich darauf landen wir bei Orpheus dem Bruder von Hallas Mutter und somit ihr Onkel. Ein Tunichtgut und Trunkenbold, der kurz darauf mit Halla im Schlepptau fliehen muss, während eine Horde fieser Gestalten und Söldner hinter ihnen herjagen. Der einzige Verbündete ist nur ein sprechender Fuchs. Neben der Flucht in der realen Welt, müssen wir des Nachts mit Halla in ihren Träumen ebenfalls flüchten. Hier werden wir von bösartigen, wilden Tieren und Raubvögeln gejagt. Und dann ist da noch Königin Theophanu, die auf der Suche nach ihrem Sohn, Otto III, durch Italien jagt. ... Kommt ihr noch mit? Nein? So ging es mir das ganze Buch. Grundsätzlich mag ich es wirklich gern, wenn ich mitten ins Geschehen geworfen werde, jedoch sollte ich dann nach und nach aufgeklärt werden. Das passierte hier jedoch nicht und so hing ich in der Luft und fühlte mich so ziemlich im Stich gelassen. Daran änderte sich bis zum Ende des Buches auch nichts. Und auch im Bezug auf die Charaktere bin ich enttäuscht. Sie ließen mich absolut kalt und blieben für mich Fremde. Ich wurde überhaupt nicht warm mit ihnen. Weder mit der kleinen Halla, noch mit ihrem Onkel oder dem Fuchs Reineke, noch mit der Söldnerin Skadi und Co. Und am allerwenigsten mit Königin Theophanu. Sie und ihr Erzählstrang sind für mich ein absolutes Rätsel. Dieser Strang fühlte sich die ganze Zeit wie ein Fremdkörper an. Es war, als würde ich parallel ein anderes Buch lesen, in dem es zufällig auch eiskalt war. Vielleicht wird die Verbindung zu Halla ja im zweiten Buch geknüpft, fpr mich hätte das allerdings schon ins erste Buch gehört, damit sich dieser Teil etwas homogener anfühlt. Insgesamt haben mich die Figuren überhaupt nicht interessiert und wenn ich in ihnen weder Freunde noch Feinde finde, dann ist irgendwas schief gelaufen. Was ich jedoch mochte war das Setting. Sevänen hat eine wunderbar düstere und eisige Atmosphäre geschaffen. Der Grundstein der Geschichte ist unsere bekannte Welt, die mit Fantasyelementen, nordischer Mythologie und Elementen des alten Christentums, sowie Figuren aus bekannten Fabeln gemischt wurde. Auf den Bezug historischer Persönlichkeiten und auch Ereignissen hätte er jedoch verzichten sollen, sie passen nicht so richtig in die Geschichte und ich bin mir auch nicht sicher wie gut diese recherchiert sind. Insgesamt scheint mir hier einiges zu sehr gewollt - es ist zu viel gemixt, dadurch zu konfus. Und am Ende bin ich nicht schlauer als zu Beginn und ich habe keinen Plan, warum alle hinter Halla her sind. Was genau macht sie so gefährlich? Wenn ihr es wisst, lasst es mich gerne wissen.

Der Weg des ewigen Winters ist der Auftakt einer Fantasy-Saga, welche 1007 in Europa spielt. Seit sieben Jahren befindet dieses sich im Griff eines apokalyptischen Winters. Das junge Mädchen Halla wird zur zentralen Figur: Sie allein besitzt anscheinend Kräfte, die den ewigen Frost möglicherweise beenden könnten und wird deshalb von mächtigen und gefährlichen Parteien gejagt. ❄️ Wir erleben die Geschichte aus mehreren Perspektiven: darunter Hallas eher widerwilliger Beschützer Orpheus, einem Lautenspieler und Taugenichts. Skadi, eine von Hallas Verfolger:innen. Hallas Sicht selbst. Kaiserin Theophanu, die ihren verschwundenen Sohn sucht. Dieser Mehrstrang-Aufbau verleiht dem Roman Tiefe, verlangt Lesenden aber zusammen mit vielen Namen und Ortsangaben auch viel Aufmerksamkeit ab. 🧐 Positiv hervorzuheben ist die Darstellung der Charaktere, die auf ihre Art und Weise unperfekt, voller Ecken und Kanten, Ängsten und Zweifeln sind. Dennoch haben sie das Herz am richtigen Fleck und stehen füreinander ein. Meine Lieblinge sind definitiv Halla und Fuchs Reineke, wobei ich alle irgendwie liebenswert, vielschichtig und besonders finde. Auch Hallas Traumsequenzen haben mir gefallen. 👍🏻 Mich beeindruckt vor allem der atmosphärische Schreibstil: Die nordisch-mythischen Elemente und der historische Hintergrund verschmelzen zu einer dunklen, mystischen Welt, die mit eindrucksvollen Bildern und interessanten Setting punktet. ✍️ Einige ziemlich ausführliche Szenen und die verschiedenen Handlungsstränge können die Dynamik allerdings bremsen. Das Buch hat einige spannende Momente, zieht sich aber teilweise leider auch ganz schön. 🥱 Düstere Fantasy trifft hier auf nordische Mythologie: Eine Welt im Griff eines endlosen Winters, zerrissene Reiche und Figuren, die alles andere als klassische Helden sind. Die kalte, beklemmende Atmosphäre zieht in ihren Bann. Die Erzählweise ist eher ruhig und die Geschichte voller Geheimnisse und offener Fragen, die erst noch gelüftet werden wollen. 🖤 Den Autoren Niilo Sevänen könnte man übrigens möglicherweise bereits als Sänger und Bassisten der Melodic-Death-Metal-Band INSOMNIUM kennen. 🎵

Der Weg des ewigen Winters von Niilo Sevänen ist ein epischer historisch-fantastischer Roman, der im Jahr 1007 in einer von ewigem Winter geprägten Welt spielt. Europa ist von eisiger Kälte erfasst, und die Zivilisation ist zerfallen. Mehrere Handlungsstränge verflechten sich: Ein kleines Mädchen namens Halla, das mystische Kräfte besitzt und verfolgt wird, ein unzuverlässiger Lautenspieler, der gezwungen ist, sie zu beschützen, und weitere Figuren aus dem byzantinischen Reich, die ihren eigenen Zielen folgen. Die Geschichte kombiniert historische Anklänge, Mythologie und Fantasy-Elemente in einem düsteren Setting. 🌨️ Was ich schwierig fand • Der Einstieg war für mich sehr chaotisch: Bereits die ersten Kapitel wirkten unstrukturiert und schwer verständlich, sodass ich mich nicht in die Geschichte einfinden konnte. • Der Schreibstil hat mir nicht zugesagt; die Sprache fühlt sich für mich sperrig an, und ich bin nicht gut hineingekommen. • Die vielen Perspektivwechsel und die Komplexität der Welt haben mich eher verwirrt, statt mich zu fesseln. 🔍 Warum ich abgebrochen habe Obwohl viele Leser*innen den Roman interessant und atmosphärisch finden und andere von dem Setting und den Ideen begeistert sind, konnte ich persönlich nicht weit genug eintauchen, um einen Zugang zur Geschichte zu finden. Der Schreibstil und der Aufbau haben bei mir nicht die gewünschte Klarheit oder Spannung erzeugt, und deswegen habe ich mich entschieden, das Buch abzubrechen. ⭐ Fazit Ein ambitioniertes Fantasy-Debüt mit einer dichten, komplexen Welt, das für Fans von historischen Mystery-Fantasy funktionieren kann. Für mich persönlich war der Stil jedoch zu schwer zugänglich, und ich konnte mich nicht mit der Erzählweise anfreunden – deshalb habe ich das Buch nicht weitergelesen.
Leider hat mich dieses Buch wenig begeistert. Ja das Setting selbst startete spannend in einem alternativ historischen mittelalterlichen Europa. Der Autor würfelt hier verschiedene Religionen und auch geschichtliche Ereignisse zusammen. Die nordische Mythologie dominiert hier deutlich, dennoch blieb es ein seltsamer Mix, der sich während des gesamten Buches komisch anfühlte. Die Figuren schmolzen im Verlauf zu einer Schicksalsgruppe rund um das kleine Mädchen Halla zusammen. Aber wirklich interessiert hat mich niemand, auch nicht das Kind. Und das ist in meinem Leseuniversum eigentlich das Todesurteil, wenn mir absolut jede Figur im Buch egal ist. Schade.
Faszinierendes Debüt
›Das hier ist vielleicht das Dümmste, was ich je getan habe‹, überlegte er. ›Oder das Mutigste. Gibt es dazwischen einen Unterschied?‹ (S. 124) Konstantinopel im Jahr 1007 nach Christus. Seit 7 Jahren ist der Winter auf dem Vormarsch in Europa. Der Barde Orpheus, der bisher vor allem durch seinen unsteten Lebenswandel zwischen Schenke und Bühne aufgefallen ist, muss von einem Moment auf den anderen die Verantwortung für seine Nichte Halla übernehmen. Wo sie Unterschlupf finden können, ist ebenso unklar wie eine Antwort auf die Frage, wer sie verfolgt. Fest steht nur, dass Halla, das Mädchen mit den so merkwürdig blauen Augen, aus irgendeinem Grund wichtig ist - und dass es gefährlich ist, in ihrer Gesellschaft zu reisen. Das Buch ist in drei Teile gegliedert, denen jeweils ein Chronikeintrag vorangestellt ist. Neben Halla und Orpheus steht die Söldnerin Skadi im Fokus. Ein weiterer Erzählstrang folgt Theophanu, der Mutter des jungen Kaisers Otto III, der seit 7 Jahren verschollen ist. Theophanus Suche nach ihrem Sohn bildet ein Gegengewicht zur Jagd- und Fluchtgeschichte, die zum Teil auf einer Traumebene erzählt wird. Obwohl die spannende, atmosphärisch erzählte Abenteuergeschichte im Vordergrund steht, behandelt „Der Weg des ewigen Winters“ auch Themen mit Gegenwartsbezug. Es geht um den Einfluss des Klimas auf das Leben der Menschen - um Klimaanpassung und Flucht. Weiterhin beleuchtet das Buch Fragen wie: Was ist man den Menschen schuldig, die einen großgezogen haben? Was sind Lebensräume wert? Und welchen Ratgebern kann man trauen? Schlauen Füchsen mit einer goldenen Schwanzspitze? Da es sich um den Auftaktband eines mehrbändigen Werkes handelt, bleibt vieles bis zum Ende rätselhaft - dadurch aber nicht weniger faszinierend. Gelungen ist insbesondere die Mischung aus historischer Fiktion und Fantasy - aus nordischer Mythologie und christlicher Chronikliteratur. Insgesamt ist „Der Weg des ewigen Winters“ ein gelungenes Debüt, das Lust auf mehr macht. In seinem unwirtlichen, winterlichen Setting ist das Buch perfekt für die kalte Jahreszeit - oder für (gedankliche) Abkühlung im Sommer.
Düster, komplex und atmosphärisch dicht – eine anspruchsvolle, vielschichtige Fantasyreise
**** Mein Eindruck **** Coverdesign, Titelwahl und Klappentext sind äußerst stimmig und einladend und spiegeln den Inhalt des Buches sehr gut wider. Obwohl ich wusste, dass die Handlung um das Jahr 1000 nach Christus spielt, war ich dennoch überrascht, wie intensiv sich diese Zeit beim Lesen anfühlte. Es ist eine Epoche, in die ich literarisch bislang kaum gereist bin, und die Atmosphäre wurde sprachlich so treffend eingefangen, dass ich mich schnell darin verlor. Erst nach und nach offenbarte sich mir die Vielschichtigkeit der Handlung und die zunehmende Düsternis, die sich über die Geschichte legt. Die Komplexität der verschiedenen Handlungsstränge verlangt Aufmerksamkeit, dieses Buch liest man nicht nebenbei. Allerdings bin ich bei diesem anspruchsvollen Setting auch nicht von etwas anderem ausgegangen. Dennoch hätte ich mir zur besseren Orientierung gelegentlich kleine Hinweise gewünscht, da der Wiedereinstieg nach einer Lesepause nicht ganz leicht fiel. Diese Geschichte fordert Zeit und Konzentration, doch sie verdient beides. Die Welt wirkt lebendig durch ihre Figuren, die klassische Rollenbilder aufgreifen und ihnen zugleich Ecken, Kanten und individuelle Tiefe verleihen. Sympathieträger sind durchaus vorhanden, auch wenn sich bei mir eine tiefe emotionale Bindung noch nicht vollständig eingestellt hat. Dafür brauche ich vermutlich weitere Bände und mehr Zeit mit den Charakteren. Mein Interesse und meine Aufmerksamkeit waren jedoch durchgehend geweckt, was ich als sehr positives Zeichen werte. Wenn die emotionale Nähe zugunsten der komplexen Verstrickungen etwas in den Hintergrund rückt, spricht das hier eher für die erzählerische Dichte als dagegen. Sprachlich und handwerklich wird einem in diesem Buch definitiv einiges geboten. Es ist eine anspruchsvolle, vielschichtige Fantasy, atmosphärisch dicht erzählt und in ihrer Struktur durchdacht. **** Empfehlung? **** Wer komplex aufgebaute, historisch durchdrungene Fantasy mit dunkler Stimmung und erzählerischer Tiefe schätzt, sollte diesem Buch bewusst Zeit widmen. Es fordert seine Leserinnen und Leser, belohnt aber mit Intensität und Atmosphäre.
Dieses Buch hat mich echt überrascht – im absolut besten Sinne. Ich hatte beim Lesen immer wieder Witcher-Vibes: ein junges Mädchen, eine Vorsehung, dieses Gefühl, dass etwas Großes über ihr schwebt und sie langsam da hineinwächst. Genau mein Ding. Das Setting mochte ich richtig gern. Europa, das im ewigen Winter versinkt, ein bisschen nordische Mythologie und ein bisschen Wikinger-Feeling. Düstere Stimmung von der ersten Seite an. Es gibt mehrere Handlungsstränge, die erst nebeneinander laufen und dann nach und nach zusammenkommen. Und die verschiedenen Erzählsichten haben super reingepasst – jede Figur bringt was Eigenes, Wichtiges mit, ohne dass es verwirrend wird. Und die Charaktere… so gut! Wirklich. Jeder hatte Tiefe, keine flachen Nebenrollen, alle mit Entwicklung, mit Momenten, die einen packen. Genau so will ich das in Fantasy. Für mich war das Buch ein richtiges Highlight. Es hatte einfach alles, was ich mir wünsche: tolle Figuren, starke Entwicklungen, Atmosphäre, ein bisschen Mythos, Spannung– einfach dieses Gesamtpaket, das einen reinzieht. Ich bin jetzt schon total gespannt auf Band 2 und hoffe soooo sehr, dass wir nicht viel zu lange drauf warten müssen.
Odin und Jesus, Gestaltwandler und geflügelte Ungeheuer, Rom, Athen, Konstantinopel, weiße Hexen, Zauberkinder, sprechende Tiere - ist das noch opulent oder schon überladen? 😅 Nicht ganz einfach, den roten Faden zu finden, vielleicht, weil's nicht nur einen gibt? Die Übersetzung bisweilen holprig, aber irgendwie originell und liebenswert. Es geht drunter und drüber - aber die Lektüre dieser wundersamen Story fand ich über alle Maßen vergnüglich. Her mit der Fortsetzung!
Leider nicht mein Fall
[Werbung | Rezensionsexemplar] Leider konnte mich Der Weg des ewigen Winters nicht wirklich überzeugen. Obwohl die Grundidee und die Atmosphäre viel Potenzial haben, bin ich nur sehr schwer in die Geschichte hineingekommen. Der Schreibstil war für mich persönlich eher sperrig und hat es mir erschwert, einen richtigen Lesefluss zu entwickeln. Gerade am Anfang hatte ich das Gefühl, dass die Handlung nur sehr langsam vorankommt und mich emotional nicht abholt. Ich konnte keine echte Verbindung zu den Figuren aufbauen, was es zusätzlich schwierig gemacht hat, am Ball zu bleiben. Trotz mehrerer Anläufe habe ich das Buch schließlich abgebrochen, da es mich einfach nicht genug fesseln konnte. Ich bin mir sicher, dass das Buch seine Zielgruppe hat und Leserinnen und Leser, die ruhige, dichte Erzählweisen mögen, könnten hier mehr Freude finden als ich. Für mich blieb die Geschichte jedoch leider zu distanziert und zu mühsam zu lesen.
warm anziehen, diese story hat es in sich!!
wir folgen halla und ihrem onkel auf einer reise ohne ziel, allein mit dem gedanken der flucht, denn die kleine halla ist von einer magischen atmosphäre umgeben. sie wird gejagt, von bestien und bösewichten, und auch wenn sie selbst manchmal nicht so richtig versteht warum, schlägt sie sich tapfer durch die gefahren der welt die außerhalb der eingeschneiten städte europas, regieren. als leser versinkt man mit unseren figuren in einer hitzigen hetzjagd im tiefsten winter und auch begünstigt durch den detaillierten schreibstil, fliegen die seiten nur so vorbei. meine empathie für die charaktere ist mit jeder seite gestiegen und durch manch gruselige situationen hätte ich unsere protagonisten am liebsten einmal kräftig geschüttelt. ohne zu viel verraten zu wollen, heißt es für mich nun geduldig auf den zweiten teil warten und glaubt mir das wird eine lange weile dauern, hoffentlich nur nicht ganze 7 jahre.

Tolle Grundidee, nur leider in meinen Augen nicht so gelungen.
definitiv eine spannende Grundidee. eine Welt, die seit Jahren im Frost erstarrt ist, dazu Mythen, Magie und eine Reise, die eigentlich großes Potenzial mitbringt. Leider konnte mich das Buch insgesamt nicht wirklich abholen. Der Schreibstil ist sehr bildreich und detailliert. Leider wirkt es aber oft auch sperrig und schwerfällig. Gerade in ruhigeren Passagen zieht sich die Handlung, was den Lesefluss deutlich ausbremst. Die Atmosphäre ist zwar düster und kalt, allerdings blieb mir die emotionale Nähe zu den Figuren größtenteils aus. Viele Szenen fühlen sich distanziert an, sodass Spannung eher weniger aufkommt. Man merkt, dass hier viel Welt und Mythos aufgebaut werden soll, doch die Geschichte verliert sich dabei zu oft in Beschreibungen, statt mich abzuholen. Unterm Strich ein Buch mit interessanten Ansätzen und einer starken idee hinter, das für mich aber eindeutig ausbaupotenzial hat. Für Fans sehr langsamer, atmosphärischer Fantasy vielleicht einen Blick wert, für mich persönlich jedoch leider nichts.
Konnte mich nicht überzeugen
Der Weg des ewigen Winters hatte auf den ersten Blick eine vielversprechende Idee: eine Welt im endlosen Winter, ein Mädchen das beschützt werden muss. Die Geschichte empfand ich über weite Strecken als langweilig und ereignisarm. Ein Großteil der Handlung besteht daraus, dass die Figurenvor denen fliehen, die hinter Halla her sind, ohne dass daraus echte Spannung oder Entwicklung entsteht. Der Schreibstil wirkte auf mich sehr schlicht, teilweise so, als wäre er von einem Kind geschrieben. Beschreibungen bleiben oberflächlich, Dialoge sind einfach gehalten und Emotionen kommen bei mir gar nicht auf. Dadurch fiel es mir schwer, eine tiefere Verbindung zur Geschichte aufzubauen. Besonders enttäuschend fand ich den Umgang mit der Figur Halla. Sie wird als außergewöhnlich und besonders dargestellt, doch diese Besonderheit schlägt sich kaum in ihrem Handeln nieder. Statt aktiv zu werden oder entscheidend in die Handlung einzugreifen, bleibt sie größtenteils passiv. Ihr Potenzial wird angedeutet, aber wirklich erfahren tut man nichts, was die Figur blass wirken lässt, obwohl sie eigentlich im Mittelpunkt stehen könnte. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass das Buch viele gute Ansätze besitzt, diese aber nicht konsequent nutzt. Die Idee des ewigen Winters und der besonderen Protagonistin hätte deutlich mehr Spannung und Tiefe vertragen. Fazit: Der Weg des ewigen Winters bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die Handlung ist zu ruhig, der Schreibstil zu simpel und die Hauptfigur trotz ihrer Besonderheit zu wenig aktiv. Für Leserinnen und Leser, die eine spannende oder tiefgründige Geschichte erwarten, könnte das Buch enttäuschend sein. Bei Trilogien oder Dilogien mag ich nicht dass man erst in weiteren Bänden die Charaktere kennenlernt oder deren Besonderheiten erfährt, weil die Geschichte dann auf der selben Stelle stehen bleibt, sondern dass man die Protagonisten kennenlernt und sich die Geschichte dann weiter entwickelt und nicht ständig ein Fragezeichen über den Protagonisten hängt.
Eis, Blut und ein kleiner Funken Hoffnung
Kälte, die einem direkt durch die Knochen kriecht, hat ja ihren eigenen Charakter. Hier fühlt sich dieser Winter an, als hätte er schlechte Laune und würde sie ganz Europa heimzahlen. Zwischen zusammengebrochenen Reichen, plündernden Banden und einer Stadt, die eher friert, als hofft, stolpert man zusammen mit Halla in eine Geschichte, die erst sanft anpackt und dann ordentlich zubeißt. Der Moment, in dem klar wird, dass dieses kleine Mädchen der letzte Funken Wärme in einer erfrierenden Welt ist, sitzt. Und dann kommt Orpheus, dieser charmante Taugenichts, der mehr Talent fürs Davonreden als fürs Kämpfen hat. Im nächsten Atemzug erwischt man sich beim Grinsen, weil er wieder irgendeinen Unsinn verzapft, und direkt danach beim Zusammenzucken, weil die Welt da draußen wirklich messerscharf ist. Diese Mischung aus Hoffnung, Dreck und mystischem Schimmer macht den Reiz aus. Was richtig hängen bleibt: die Atmosphäre. Man kann fast hören, wie Eis an alten Mauern knackt, wie Atem in der Luft gefriert, wie Schritte in verlassenen Straßen hallen. Und trotzdem drückt sich da immer wieder ein bisschen Licht durch. Halla, dieses Kind mit Kräften, die man nicht richtig greifen kann, wirkt nie überhöht, sondern eher wie jemand, der etwas auf den Schultern trägt, das eigentlich viel zu groß ist. Zwischendurch fragt man sich, wie man selbst in so einer Welt klarkäme. Wahrscheinlich nicht besonders glorreich. Aber genau das macht’s so nahbar. Der Roman verbindet Abenteuer, historische Anmutung und düstere Fantasy zu einem Mix, der erstaunlich rund läuft. Die Reise ist rau, intensiv und manchmal bitter, aber sie zieht ohne große Diskussion mit. Am Ende klappt man das Buch zu und merkt, dass man noch immer diese frostige Stimmung in sich trägt. Und genau das ist die Art Atmosphäre, die länger nachhallt als so mancher Plot.

Historische Fantasy aus Finnland
Rezensionsexemplar/Anzeige Der Weg des ewigen Winters war mein erstes historisches Fantasy Buch. Das Setting mit Konstantinopel im Jahr 1007 war ungewohnt, aber total interessant! Wie historisch korrekt manche Dinge waren, weiß ich nicht - muss es aber bei einem Fantasy Titel auch nicht finde ich. 🤷🏼♀️ Der Einstieg in das Buch startet chaotisch mit einer Verfolgungsjagd. Am Anfang weiß man noch nicht was da passiert und es dauert etwas bis man reinkommt, aber ich persönlich mag es, wenn es mitten im Geschehen startet. Die Story besteht daraus, dass die kleine Halla, aus uns noch nicht bekannten Gründen, verfolgt wird. Zu ihrem Schutz gesellen sich mit der Zeit verschiedene Personen dazu und wir haben unsere „Party“. Hier ist schon mein erster Kritikpunkt: Die Beweggründe, weshalb sich die Leute für Halla interessieren waren mir etwas zu mau, bzw. wurde es hingenommen, wenn es hieß „kann ich nicht sagen“. Ich denke wir bekommen da mehr Futter in Band 2, aber das ist für mich nicht ganz ausreichend. Die Geschichte wird aus verschiedenen POVs und der Erzählerperspektive erzählt. Aus Hallas POV gibt es eine Traumebene, welche ich besonders gerne hatte. Die Geschichte wird in einem sehr hohen Tempo erzählt, da die Charaktere ja dauerhaft auf der Flucht sind, leider kommt man gefühlt aber im Hauptplot (wer will Halla und weshalb?) eher langsam voran. Der Cliffhanger am Ende war dafür ziemlich gut und ich denke die großen Aufdeckungen kommen dann im zweiten Teil. Ich fand es insgesamt echt gut und würde es auch weiterlesen!
Ich durfte das Buch schon vorab lesen und ich bin restlos begeistert. Ein grandioser und spannender erster Auftakt einer Trilogie. Fantasy, wie man sie liebt mit einem historischen Hintergrund. Die Daten stimmen Logischerweise nicht mit den echten geschichtlichen Überlieferungen überein, aber das ist total okay. Die Geschichte ist von Seite 1 an spannend und fesselnd - man fühlt schnell mit den Charakteren und fiebert bei allen Entscheidungen mit. Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht und werde definitiv die Trilogie lesen



























