Der Tunnelbauer
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Maja Nielsens Geschichten sind als Bücher, Hörbücher und Rundfunkfeatures erschienen. Ihre erfolgreiche Abenteuer!-Reihe im Gerstenberg Verlag wurde vielfach ausgezeichnet. Maja Nielsen wurde von den Buchhändlern zur Lesekünstlerin des Jahres 2013 gewählt. Für ihren Roman "Tatort Eden 1919" erhält sie den Jugendbuchpreis Friedolin der Stiftung Weltethos. Im Jahr 2025 wird sie für ihren Jugendroman "Der Tunnelbauer" mit dem Buxtehuder Bullen geehrt. www.majanielsen.com
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DER TUNNELBAUER Maja Nielsen, wundervoll gelesen von Mio Lechenmayr und Diana Ganter … ist die Geschichte zweier Massenfluchten aus der DDR im Jahre 1962 und 1964. Sie wurden als „Tunnel 29" und "Tunnel 57“ bekannt. Die Zahlen bezeichnen die Anzahl der Menschen, die durch diese Tunnel von Ost- nach Westberlin flohen. 1961: Für Achim Neumann läuft es in Ostberlin richtig gut: Gerade hat er sein Abitur in der Tasche und dann lernt er auch noch Chris kennen und verliebt sich in sie. Demnächst kann er seinen Studienplatz antreten und alles wäre perfekt, wenn das DDR-Regime nicht über Nacht die Mauer baute. Als dann auch noch sein Freund Hartmut fälschlicherweise als Anführer einiger Aufständischer festgenommen und zu 6½ Jahren Zuchthaus verurteilt wird, ändert sich schlagartig sein Leben und er beginnt seine Flucht in den Westen zu planen. Doch in Westdeutschland angekommen, merkt er schnell, dass er seine Freunde und Familie vermisst, allen voran Chris. Er schließt sich einer Gruppe Fluchthelfern an, die einen Tunnel von West nach Ost graben wollen. Das Unterfangen ist schwierig, da die Stasi ihre Informanden überall hat. Ob Achim es schafft, seine Familie und Chris in den Westen zu holen, hört ihr euch am besten selber an. Was für eine spannende Geschichte. Selten habe ich so mitgefiebert wie mit Achim. Kaum vorstellbar ist es, wie Achim und seine Mithelfer viele Jahre in wechselnden Schichten an diesen Tunneln arbeiteten; immer mit der Angst im Nacken entdeckt oder verraten zu werden. Auch wenn sie gerade "Schichtfrei“ hatten, durften sie das Gebäude, wo der Tunneleingang sich befand, nicht verlassen. Kontinuierlich wurde das Gebiet im Westen nahe der Mauer von den Grenzsoldaten im Osten beobachtet. Fazit: Ein wichtiges Hörbuch, das bereits im Alter ab 13 Jahre gehört werden sollte. Ein wichtiges Stück Geschichte, das nicht in Vergessenheit geraten darf. Große Hörempfehlung von mir. 5/ 5

Bewegende, sehr persönliche Geschichte über die Zeit des Mauerbaus und die Flucht aus der DDR
Was bedeutete es damals, in der DDR zu leben, eventuell sogar verfolgt zu werden und um die eigene Zukunft zu fürchten? Für mich (und meine Kinder) bisher nur schwer vorstellbar. Klar wusste ich über Zahlen und Fakten Bescheid, aber was es für eine einzelne Person bedeutete, war mir bisher nie so wirklich bewusst. Zum Glück bin ich auf das Buch „Der Tunnelbauer“ von Maja Nielsen gestoßen, denn hier wird das Schicksal von Joachim Neumann ganz nah erzählt. Achim lebt in Ost-Berlin als die Mauer gebaut wird. Doch als er selbst ins Visier der Stasi gerät, entscheidet er sich zu fliehen und verhilft später vielen anderen Menschen zur Flucht aus der DDR. Maja Nielsen erzählt Achims ganz persönliche Geschichte. Wir erfahren, was ihn zu der Flucht bewegt hat und wie verzweifelt er versucht, seinen Lieben im Osten zu helfen. Immer wieder habe ich bei den verschiedenen Fluchtversuchen mitgefiebert und war sehr bewegt, von der Verzweiflung, den großen Ungerechtigkeiten und der Liebe. Die Geschichte ist so fesselnd geschrieben, dass ich sie fast nicht weglegen konnte. Die zusätzlichen Fotos am Ende des Buches haben mir die verschiedenen Personen noch nähergebracht und machen die Geschichte noch fassbarer auch für jüngere Leser*innen, die bisher wenig über die DDR wissen. Auch wenn „Der Tunnelbauer“ als Jugendbuch gedacht ist, empfehle ich es allen Menschen ab ca. 13 Jahren.

Jung, verliebt, alle Wege stehen ihnen offen. Würde sie nicht die Mauer begrenzen. Ein Buch über den Mut, die DDR zu verlassen, ohne Hoffnung auf ein Wiedersehen mit seinen Liebsten. Ein Buch über die eigenen Wertvorstellungen, welche mit Freiheitsentzug bestraft wurden. Ein Buch über Nächstenliebe, ansonsten würde man vermutlich nicht in der Flüchtlingshilfe sein eigenes Leben aufs Spiel setzen!
Zugegeben, in Berlin sind die Zeichen der Mauer noch gut erkennbar. Ob Mauerreste oder das Band, das an Stelle der Mauer in den Boden eingelassen ist, man findet sie. Aber meine Generation (ich bin 1982 geboren) kann kaum bis gar nicht mehr nachvollziehen, was die Mauer für die Menschen bedeutet hat. Zerrissene Familien oder Todesangst, wenn man in die Nähe des Grenzstreifens kam. Auch die Angst davor, dass man von der engsten Familie und Freunden verraten wird, weil diese für die Stasi gearbeitet haben. Anfang der 60er verbringt eine Clique um Achim einen tollen Sommer an der Ostsee. Das Abitur in der Tasche verabreden sich die Freunde, sich immer in den Schnapszahljahren (66, 77, 88,…) wieder zu treffen. Doch der Staat hat andre Pläne und macht den Freunden einen Strich durch die Rechnung. 1961 passiert das, was ursprünglich politisch abgewiegelt wurde: Berlin und Deutschland wurde durch einen Mauerbau getrennt. In dieser politisch angespannten Zeit wird Achims Freund wegen einer Kleinigkeit verhaftet und zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Achim selbst gelingt noch schnell die Flucht, aber die anderen müssen in der DDR verbleiben. Auf die Freunde wird der Druck erhöht, zum Teil werden sie so unter Druck gesetzt, dass sie gezwungener Maßen als Spione eingesetzt werden. Doch Achim will das nicht auf sich sitzen lassen. Er setzt alles daran, mit anderen Menschen und Gleichgesinnten den Bewohnern der DDR die Flucht zu ermöglichen. Dieses Unterfangen ist hoch riskant. Ob Haft, oder sogar der Tod drohen. Achim kann mit Spionen Kontakt zu seiner Jugendliebe Chris aufnehmen, und sie zur Flucht überreden. Einige Menschen gelingt die Flucht im Kofferraum eines Autos. Da kommt die Stasi doch schnell dahinter. Hunde werden angesetzt, die Autos auseinander genommen. Dann baut Achim aber an einem Tunnel unter der Mauer. Gestartet wird in Hinterhöfen, und in wochenlanger Schwerstarbeit werden Tunnel ausgehoben. Immer mit der Angst im Hinterkopf, entdeckt zu werden. Zwar gelingt im ersten Tunnel die Flucht für einige, aber der Tunnel stürzt zum Teil ein, zum anderen werden die Fluchthelfer entdeckt, weil sie verraten wurden. Nicht mal dem nächsten kann man trauen. Doch die Flucht durch den Tunnel soll ein weiteres Mal gelingen. Es ist unvorstellbar, was von den Fluchthelfern geleistet wurde. Ob auf Westdeutscher oder Ostdeutscher Seite: es hat sehr viel Mut und Durchhaltevermögen benötigt, um den Alltag im geteilten Deutschland zu bewältigen, aber auch zur Flucht zu verhelfen. Das Hörbuch selbst ist wunderbar umgesetzt. Maja Nielsen hat super recherchiert und die Geschichte lebendig aufbereitet. Ich habe richtig mitgefiebert. Es ist unglaublich, was hier an Arbeit geleistet wurde. Woran man denken musste beim Tunnelbau. Allein Achims Studium als Tunnelbauer kommt ihm hier dermaßen zur Hilfe. Er kann sein Wissen praktisch anwenden. Sein Studium ist teilweise mehr Tarnung als wirkliches Studium und muss nebenher laufen. Die Sorge um die Familie und die Freunde treibt alle an. Die Erleichterung, wenn etwas gelingt, ist spürbar. Man kann sich das – wenn man es selbst nicht miterlebt hat – nicht vorstellen, wie das sein muss, wenn man nicht weiß, wem man wirklich vertrauen kann oder nicht. Es ist fast lähmend, weil man nicht weiß, wie man der Situation entrinnen kann. Maja Nielsen hat diesen Tatsachenbericht wirklich sehr plastisch aufbereitet und ich bin nach wie vor sehr fasziniert, wie echt es sich angefühlt hat, man war im Prinzip mit dabei. Und vielleicht hat es gerade das so faszinierend gemacht, dass diese Geschichte wirklich passiert ist. Denn Achim ist kein anderer als Joachim Neumann, der sein Leben dafür riskiert hat, anderen zu helfen. Maja Nielsen und Joachim Neumann berichten übrigens immer wieder von diesem Tatsachenbericht. Ob auf Autoren-/Leserreise, oder auf ihren Webseiten. Auch der Verlag Gerstenberg stellt viele Unterlage, u. a. auch für Unterrichtsstunden, zur Verfügung. Gruselig, spannend, und einfach wichtig, dass solche Geschichten immer wieder erzählt werden. Denn sie haben nichts an ihrer Aktualität verloren.
Es ist ein emotionales Jugendbuch, das uns die traurige Vergangenheit des geteilten Deutschlands erzählt. Ich habe selten so oft geweint auf so wenigen Seiten. Ich habe die Figuren sehr gut nachvollziehen können und war mehr als bewegt von der Geschichte. Die abschließende Chronik und auch die weiteren Informationsmöglichkeiten habe ich als großartig empfunden. Wirklich fantastisches Buch mit starker Übermittlung unserer Vergangenheit.
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Maja Nielsens Geschichten sind als Bücher, Hörbücher und Rundfunkfeatures erschienen. Ihre erfolgreiche Abenteuer!-Reihe im Gerstenberg Verlag wurde vielfach ausgezeichnet. Maja Nielsen wurde von den Buchhändlern zur Lesekünstlerin des Jahres 2013 gewählt. Für ihren Roman "Tatort Eden 1919" erhält sie den Jugendbuchpreis Friedolin der Stiftung Weltethos. Im Jahr 2025 wird sie für ihren Jugendroman "Der Tunnelbauer" mit dem Buxtehuder Bullen geehrt. www.majanielsen.com
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DER TUNNELBAUER Maja Nielsen, wundervoll gelesen von Mio Lechenmayr und Diana Ganter … ist die Geschichte zweier Massenfluchten aus der DDR im Jahre 1962 und 1964. Sie wurden als „Tunnel 29" und "Tunnel 57“ bekannt. Die Zahlen bezeichnen die Anzahl der Menschen, die durch diese Tunnel von Ost- nach Westberlin flohen. 1961: Für Achim Neumann läuft es in Ostberlin richtig gut: Gerade hat er sein Abitur in der Tasche und dann lernt er auch noch Chris kennen und verliebt sich in sie. Demnächst kann er seinen Studienplatz antreten und alles wäre perfekt, wenn das DDR-Regime nicht über Nacht die Mauer baute. Als dann auch noch sein Freund Hartmut fälschlicherweise als Anführer einiger Aufständischer festgenommen und zu 6½ Jahren Zuchthaus verurteilt wird, ändert sich schlagartig sein Leben und er beginnt seine Flucht in den Westen zu planen. Doch in Westdeutschland angekommen, merkt er schnell, dass er seine Freunde und Familie vermisst, allen voran Chris. Er schließt sich einer Gruppe Fluchthelfern an, die einen Tunnel von West nach Ost graben wollen. Das Unterfangen ist schwierig, da die Stasi ihre Informanden überall hat. Ob Achim es schafft, seine Familie und Chris in den Westen zu holen, hört ihr euch am besten selber an. Was für eine spannende Geschichte. Selten habe ich so mitgefiebert wie mit Achim. Kaum vorstellbar ist es, wie Achim und seine Mithelfer viele Jahre in wechselnden Schichten an diesen Tunneln arbeiteten; immer mit der Angst im Nacken entdeckt oder verraten zu werden. Auch wenn sie gerade "Schichtfrei“ hatten, durften sie das Gebäude, wo der Tunneleingang sich befand, nicht verlassen. Kontinuierlich wurde das Gebiet im Westen nahe der Mauer von den Grenzsoldaten im Osten beobachtet. Fazit: Ein wichtiges Hörbuch, das bereits im Alter ab 13 Jahre gehört werden sollte. Ein wichtiges Stück Geschichte, das nicht in Vergessenheit geraten darf. Große Hörempfehlung von mir. 5/ 5

Bewegende, sehr persönliche Geschichte über die Zeit des Mauerbaus und die Flucht aus der DDR
Was bedeutete es damals, in der DDR zu leben, eventuell sogar verfolgt zu werden und um die eigene Zukunft zu fürchten? Für mich (und meine Kinder) bisher nur schwer vorstellbar. Klar wusste ich über Zahlen und Fakten Bescheid, aber was es für eine einzelne Person bedeutete, war mir bisher nie so wirklich bewusst. Zum Glück bin ich auf das Buch „Der Tunnelbauer“ von Maja Nielsen gestoßen, denn hier wird das Schicksal von Joachim Neumann ganz nah erzählt. Achim lebt in Ost-Berlin als die Mauer gebaut wird. Doch als er selbst ins Visier der Stasi gerät, entscheidet er sich zu fliehen und verhilft später vielen anderen Menschen zur Flucht aus der DDR. Maja Nielsen erzählt Achims ganz persönliche Geschichte. Wir erfahren, was ihn zu der Flucht bewegt hat und wie verzweifelt er versucht, seinen Lieben im Osten zu helfen. Immer wieder habe ich bei den verschiedenen Fluchtversuchen mitgefiebert und war sehr bewegt, von der Verzweiflung, den großen Ungerechtigkeiten und der Liebe. Die Geschichte ist so fesselnd geschrieben, dass ich sie fast nicht weglegen konnte. Die zusätzlichen Fotos am Ende des Buches haben mir die verschiedenen Personen noch nähergebracht und machen die Geschichte noch fassbarer auch für jüngere Leser*innen, die bisher wenig über die DDR wissen. Auch wenn „Der Tunnelbauer“ als Jugendbuch gedacht ist, empfehle ich es allen Menschen ab ca. 13 Jahren.

Jung, verliebt, alle Wege stehen ihnen offen. Würde sie nicht die Mauer begrenzen. Ein Buch über den Mut, die DDR zu verlassen, ohne Hoffnung auf ein Wiedersehen mit seinen Liebsten. Ein Buch über die eigenen Wertvorstellungen, welche mit Freiheitsentzug bestraft wurden. Ein Buch über Nächstenliebe, ansonsten würde man vermutlich nicht in der Flüchtlingshilfe sein eigenes Leben aufs Spiel setzen!
Zugegeben, in Berlin sind die Zeichen der Mauer noch gut erkennbar. Ob Mauerreste oder das Band, das an Stelle der Mauer in den Boden eingelassen ist, man findet sie. Aber meine Generation (ich bin 1982 geboren) kann kaum bis gar nicht mehr nachvollziehen, was die Mauer für die Menschen bedeutet hat. Zerrissene Familien oder Todesangst, wenn man in die Nähe des Grenzstreifens kam. Auch die Angst davor, dass man von der engsten Familie und Freunden verraten wird, weil diese für die Stasi gearbeitet haben. Anfang der 60er verbringt eine Clique um Achim einen tollen Sommer an der Ostsee. Das Abitur in der Tasche verabreden sich die Freunde, sich immer in den Schnapszahljahren (66, 77, 88,…) wieder zu treffen. Doch der Staat hat andre Pläne und macht den Freunden einen Strich durch die Rechnung. 1961 passiert das, was ursprünglich politisch abgewiegelt wurde: Berlin und Deutschland wurde durch einen Mauerbau getrennt. In dieser politisch angespannten Zeit wird Achims Freund wegen einer Kleinigkeit verhaftet und zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Achim selbst gelingt noch schnell die Flucht, aber die anderen müssen in der DDR verbleiben. Auf die Freunde wird der Druck erhöht, zum Teil werden sie so unter Druck gesetzt, dass sie gezwungener Maßen als Spione eingesetzt werden. Doch Achim will das nicht auf sich sitzen lassen. Er setzt alles daran, mit anderen Menschen und Gleichgesinnten den Bewohnern der DDR die Flucht zu ermöglichen. Dieses Unterfangen ist hoch riskant. Ob Haft, oder sogar der Tod drohen. Achim kann mit Spionen Kontakt zu seiner Jugendliebe Chris aufnehmen, und sie zur Flucht überreden. Einige Menschen gelingt die Flucht im Kofferraum eines Autos. Da kommt die Stasi doch schnell dahinter. Hunde werden angesetzt, die Autos auseinander genommen. Dann baut Achim aber an einem Tunnel unter der Mauer. Gestartet wird in Hinterhöfen, und in wochenlanger Schwerstarbeit werden Tunnel ausgehoben. Immer mit der Angst im Hinterkopf, entdeckt zu werden. Zwar gelingt im ersten Tunnel die Flucht für einige, aber der Tunnel stürzt zum Teil ein, zum anderen werden die Fluchthelfer entdeckt, weil sie verraten wurden. Nicht mal dem nächsten kann man trauen. Doch die Flucht durch den Tunnel soll ein weiteres Mal gelingen. Es ist unvorstellbar, was von den Fluchthelfern geleistet wurde. Ob auf Westdeutscher oder Ostdeutscher Seite: es hat sehr viel Mut und Durchhaltevermögen benötigt, um den Alltag im geteilten Deutschland zu bewältigen, aber auch zur Flucht zu verhelfen. Das Hörbuch selbst ist wunderbar umgesetzt. Maja Nielsen hat super recherchiert und die Geschichte lebendig aufbereitet. Ich habe richtig mitgefiebert. Es ist unglaublich, was hier an Arbeit geleistet wurde. Woran man denken musste beim Tunnelbau. Allein Achims Studium als Tunnelbauer kommt ihm hier dermaßen zur Hilfe. Er kann sein Wissen praktisch anwenden. Sein Studium ist teilweise mehr Tarnung als wirkliches Studium und muss nebenher laufen. Die Sorge um die Familie und die Freunde treibt alle an. Die Erleichterung, wenn etwas gelingt, ist spürbar. Man kann sich das – wenn man es selbst nicht miterlebt hat – nicht vorstellen, wie das sein muss, wenn man nicht weiß, wem man wirklich vertrauen kann oder nicht. Es ist fast lähmend, weil man nicht weiß, wie man der Situation entrinnen kann. Maja Nielsen hat diesen Tatsachenbericht wirklich sehr plastisch aufbereitet und ich bin nach wie vor sehr fasziniert, wie echt es sich angefühlt hat, man war im Prinzip mit dabei. Und vielleicht hat es gerade das so faszinierend gemacht, dass diese Geschichte wirklich passiert ist. Denn Achim ist kein anderer als Joachim Neumann, der sein Leben dafür riskiert hat, anderen zu helfen. Maja Nielsen und Joachim Neumann berichten übrigens immer wieder von diesem Tatsachenbericht. Ob auf Autoren-/Leserreise, oder auf ihren Webseiten. Auch der Verlag Gerstenberg stellt viele Unterlage, u. a. auch für Unterrichtsstunden, zur Verfügung. Gruselig, spannend, und einfach wichtig, dass solche Geschichten immer wieder erzählt werden. Denn sie haben nichts an ihrer Aktualität verloren.














