Der Sündenfall von Wilmslow

Der Sündenfall von Wilmslow

Hardback
2.45
CodierungInformatikEnigmaSelbstmord

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Description

England, 1954, der kalte Krieg hält die Welt in seinem eisernen Griff - und im kleinen Städtchen Wilmslow wird ein Mann tot aufgefunden. Es ist der Mathematiker Alan Turing, neben seinem Bett liegt ein mit Zyankali versetzter Apfel, alles deutet auf Selbstmord hin. Hat Turing die Repressionen nicht mehr ertragen, unter denen er als Homosexueller zu leiden hatte? Oder hat sein Tod doch etwas mit seiner Arbeit für den Geheimdienst während des Zweiten Weltkriegs zu tun? Der junge Detective Sergeant Leonard Corell, selbst einst ein vielversprechender Mathematiker, hegt den Verdacht, dass höhere Mächte ihre Finger im Spiel haben. Gegen Widerstände beginnt er, die Teile eines Puzzles zusammenzusetzen, das vielleicht eines der am besten gehüteten Geheimnisse des Kriegs offenbart.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
464
Price
22.70 €

Author Description

David Lagercrantz, geboren 1962, ist ein anerkannter schwedischer Autor und Journalist, der dokumentargeschichtliche Romane und Biografien über schwedische Erfinder und andere gesellschaftliche Größen verfasst hat, bevor er sich der Belletristik zugewandt hat. »Der Sündenfall von Wilmslow« wurde von der schwedischen Kritik überschwänglich aufgenommen worden. Deutschen Lesern ist Lagercrantz durch die Biografie „Ich bin Zlatan“ ein Begriff. Lagercrantz macht zurzeit als Autor des vierten Teils von Stieg Larssons „Millenium“-Serie Furore.

Posts

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All
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Ein Genie zwischen den Zeilen verloren

Als ich die ersten Seiten von „Der Sündenfall von Wilmslow” aufschlug, fühlte es sich an wie der Besuch in einem Museum mit halbfertigen Exponaten – vielversprechende Ansätze, aber nirgends die erhoffte Vollendung. Ich war voller Erwartungen an dieses Buch gestartet. Alan Turing, diese faszinierende Figur zwischen Genialität und Tragik, schien wie geschaffen für eine packende literarische Umsetzung. Lagercrantz hatte alle Zutaten für einen großartigen Roman in der Hand – doch beim Lesen beschlich mich zunehmend das Gefühl, als würde der Autor selbst nicht wissen, welche Geschichte er eigentlich erzählen möchte. Was mir gefallen hat: Die Figur Alan Turing selbst ist durchaus interessant gezeichnet. Lagercrantz gelingt es, einige Facetten des Mathematikers und Codebrechers zu beleuchten, und man spürt die Faszination für diese außergewöhnliche Persönlichkeit. Die historischen Bezüge sind solide recherchiert. Doch hier beginnen auch schon meine Kritikpunkte: Das Buch schwankt unentschlossen zwischen den Genres. Mal will es Krimi sein, dann wieder historischer Roman – und wird keinem davon wirklich gerecht. Die Tiefe, die ich mir von einer Turing-Geschichte erhofft hatte, bleibt aus. Alle anderen Figuren wirken wie Statisten auf einer Bühne, die nur da sind, weil jemand sie dort hingestellt hat. Sie haben weder Profil noch Zweck. Die eigentliche Geschichte konnte mich nicht abholen und hinterließ mich seltsam unberührt. Am Ende fühlte sich das Buch für mich an wie ein Puzzle mit zu vielen fehlenden Teilen, die Konturen sind erkennbar, aber das große Bild bleibt verschwommen. Nur Alan Turing selbst rettet dieses Werk vor dem völligen Scheitern.

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