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Der Sommer, in dem alles begann

3.7(63)
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About the book

Hélène, Marguerite und Odette – drei Frauen aus drei Generationen, deren Wege sich in einem bretonischen Dorf kreuzen und alles verändern:

Hélène ist sechzehn und lebt in einem kleinen Dorf im felsigen Finistère. Sie liebt ihre raue Heimat, ihren Freund Yannick und das friedliche Dorfleben. Doch die Ankunft Marguerites, der neuen eleganten Französischlehrerin aus Paris, und ihres Mannes Raymond, einem charmanten Schriftsteller mit Schreibblockade, bringt Unruhe ins Dorf.

Hélène fühlt sich zu Raymond und seinen Büchern hingezogen, während Marguerite heimlich nach ihrer Mutter sucht, die aus dieser Gegend stammen soll. Ihre Suche führt sie zunächst zu Yannick, der sie mit seinem bretonischen Heimatstolz in den Bann zieht.

Und dann ist da Odette, Witwe und Dorfladenbesitzerin, deren Vater während der deutschen Besatzung ermordet wurde. Sie wurde in den 1940ern nach Paris geschickt, wo sie als Hausmädchen vergewaltigt wurde und das daraus hervorgegangene Kind abgeben musste. Erst Jahre später kehrte Odette in ihr Heimatdorf zurück.

Die Schicksale dieser drei Frauen sind enger miteinander verwoben als sie ahnen. Während sich Hélène und Marguerite anfreunden, verfolgt Odette ihren eigenen Plan. Eine bretonische Sommergeschichte - geheimnisvoll und dramatisch wie das Leben selbst.

Editions (2)

ISBN9783462008791
PublisherKiepenheuer & Witsch
Publication Date05/08/25
Pages240

Reviews & Ratings

63 ratings

17 reviews

3.7

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  • wolkenwehe
    wolkenwehe

    66 Followers

    3.0

    „Der Sommer, in dem alles begann“ wird auf drei Zeitebenen erzählt. Nur am Anfang und am Ende spielt das Jahr 2015 eine (Neben-)Rolle. Das Hauptaugenmerk richtet die Autorin auf das Leben der 16-jährigen Hélène in einem Dorf im Finistère der Bretagne im Jahr 1994. In Rückblenden werden die Erlebnisse der zunächst ebenfalls 16-jährigen Odette in Paris der Nachkriegszeit erzählt. Der Wechsel der Zeitebenen ist kein Problem, doch die Anzahl an Themen macht das Ganze schon schwerer. Das Streben nach Unabhängigkeit der Bretonen, die Gewalt im Krieg, der Verlust von Eltern, die Suche nach der leiblichen Mutter, Schreibblockaden eines Schriftstellers und noch so einiges mehr werden in diesen Coming-of-Age-Roman mit adulter Identitätssuche gepackt. Damit wird der Leser stark beansprucht, wenn nicht gar erschlagen. Durchaus spannende Themen bleiben an der Oberfläche. Figuren bleiben blass und dem Leser fremd. So hat mich persönlich das eigentlich tragische Ende kalt gelassen.

    Aug 14, 2025

  • turbulenzen.und.so
    turbulenzen.und.so

    139 Followers

    4.0

    Drei Frauen steuern auf eine Katastrophe zu. Spannend.

    Odette, Marguerite, Hélène - drei Frauenschicksale die auf verschlungene Art miteinander verwoben sind und dies auf verschiedenen Zeitebenen. Claire Léost führt dabei gekonnt in die Irre. Ohne spoilern zu wollen, muss ich sagen, dass ich eine Person lange nicht wiedererkannt habe. Das Leben verändert eventuell, vor allem, wenn das Leben es nicht nur gut meint. Der Fokus auf den drei Frauen, die für mich durchweg starke Charaktere sind, hat mir besonders gefallen. Da war es für mich auch zu ertragen, aber vor allem absolut nachvollziehbar, dass mir die ein oder andere zwischenzeitlich unsympathisch vorkam. Diese Kehrtwenden des Verhaltens empfand ich als absolut verständlich und machten das Lesen nur umso spannender. Die Autorin lässt alle drei Frauen sich entwickeln, in die ein oder andere Richtung. Es gab nur wenige Situationen, in denen ich Entscheidungen in Frage gestellt habe. Im Nachhinein ergab aber alles einen Sinn. Womit ich hadere, was aber das Buch für mich gerade deshalb besonders macht, weil es eben nicht in den Kitsch abdriftet, ist die Welle auf die es am Ende zubraust. Unaufhaltsam braut sich da etwas Dunkles zusammen, das wird beim Lesen klar. Was am Ende dann passiert, habe ich nicht kommen sehen und es hat mich mit voller Wucht getroffen. Dennoch oder gerade deshalb war dieses Ende stimmig. Denn genau so ist doch das Leben - unvorhersehbar und leider oft nicht gerecht. 'Ja ... Und dagegen hilft leider gar nichts. Weder die Zeit noch Literatur oder Philosophie. Unsere Toten tragen wir überall mit uns herum.' [Seite 107]

    Drei Frauen steuern auf eine Katastrophe zu. Spannend.

    Feb 9, 2025

  • buecherwaerme
    buecherwaerme

    37 Followers

    3.0

    Tragische Sommerlektüre Wir erhalten Einblicke in das Leben dreier Frauen, die alle mit einem Dorf in der wilden Bretagne verwoben sind. Nach und nach erfahren wir, was sich in einem schicksalhaften Sommer zugetragen hat, den eine der Frauen nicht überlebt. Die Handlung an sich hat mich angesprochen. Die Stimmung in dem bretonischen Dorf fand ich sehr stimmig beschrieben. Auch die raue Landschaft habe ich sehen können. Ich bin allerdings leider nicht mit den Figuren warm geworden und fand ihre Handlungen auch manchmal nicht nachvollziehbar. Es bleibt bis zum Ende eine emotionale Distanz trotz aller tragischen Ereignisse, die den Frauen zustoßen. Auch mit der Erzählweise war ich nicht ganz glücklich. Es gibt zwar Kapitel, die Zeitsprünge deutlich machen, aber innerhalb der Kapitel war mir manchmal unklar, wie viel Zeit vergangen ist. Insgesamt lässt sich das Buch gut als schnelle Sommerlektüre lesen. Als Sommerlektüre mit tragischem Ausgang.

    Apr 3, 2024

3 of 17 reviews

Author

About Claire Léost

Claire Léost wurde 1976 in der Bretagne geboren und lebt heute in Paris. Ihr erster Roman »Le monde à nos pieds« wurde für das französische Fernsehen verfilmt. Ebenso wie ihr zweiter Roman »Der Sommer, in dem alles begann«, für den sie 2021 den Literaturpreis der Bretagne erhielt.

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