Der sixtinische Himmel

Der sixtinische Himmel

Softcover
4.318

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Description

Michelangelo und sein berühmtes Fresko

Italien, Anfang des 16. Jahrhunderts. Der junge Aurelio kommt nach Rom, um beim größten Bildhauer seiner Zeit in die Lehre zu gehen: Michelangelo Buonarroti. Gerade hat Papst Julius II. den Künstler mit einem Deckenfresko für die Sixtinische Kapelle beauftragt. Widerstrebend macht sich Michelangelo ans Werk – gilt seine Leidenschaft doch der Bildhauerei. Und nicht selten wird Aurelio Zeuge der Machtspiele zwischen seinem Maestro und Julius. Nachts jedoch erschafft Michelangelo aus weißem Marmor das Bildnis der Frau, die keiner jemals sehen darf: die Kurtisane des Papstes.

Book Information

Main Genre
Historical Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
576
Price
14.40 €

Author Description

Leon Morell, Jahrgang 1967, studierte Musik- und Literaturwissenschaft, war Dozent für Kreatives Schreiben und ist seit 2012 Mitinhaber einer literarischen Buchhandlung in Berlin. Seine große Begeisterung gilt Italien und der italienischen Renaissance.

Posts

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Italien, Anfang des 16. Jahrhunderts: Der junge Bauernsohn Aurelio macht sich nach dem Ableben seines Vaters auf dem Weg nach Rom, um sich einen langgehegten Traum zu erfüllen – er möchte Schüler des berühmten Bildhauers Michelangelo Buonarroti werden. Bereits als Kind hat er diesen bei einer zufälligen Begegnung in Bologna kennengelernt und Michelangelo, der sich tatsächlich noch daran erinnern kann, nimmt ihn unter seine Fittiche. Doch statt Skulpturen zu fertigen, wird Michelangelo von Papst Julius II dazu genötigt die Sixtinische Kapelle mit einem biblischen Decken-Fresko zu versehen, die das Vorgängergemälde ersetzen soll. Und so entsteht ein Jahrhundertwerk der Renaissance, das Michelangelo zu einem der berühmtesten Künstler der Geschichte machen wird, ihn aber auch unwiderruflich viel kostet. ➸ Wenn es um historische Romane geht, bin ich eigentlich eher jemand, der gerne mal einen großen Bogen um solche Bücher macht. Aber von Zeit zu Zeit juckt es mich in den Fingern und ich könnte alles verschlingen, was ich zu einem bestimmten Thema in die Finger bekomme. Vor ein paar Jahren habe ich beispielsweise jedes Buch von Philippa Gregory zu Heinrich VIII und seinen sechs Ehefrauen inhaliert und da dieses Jahr wieder ein Italienurlaub mit einem Abstecher nach Rom ansteht, bin ich zufällig auf “Der sixtinische Himmel“ gestoßen, dessen Klappentext mich sofort angesprochen hat. Und was soll ich sagen? Ich glaub, ich hab damit eine neue Obsession freigeschalten 😊. Erzählt wird der auf vielen Tatsachen beruhende und mit Fiktion ausgeschmückte Roman aus der Sicht von Aurelio, dessen außergewöhnliche Schönheit vor allem Michelangelo sofort in seinen Bann zieht, denn Leon Morell lässt nicht nur seinen Künstler außergewöhnliches erschaffen, sondern malt sprachlich gesehen auch selbst ein so lebendiges Bild vom Vatikan des frühen 16. Jahrhunderts, sodass die Figuren und die Erschaffung des Freskos wie von selbst vor dem inneren Auge entstehen. Man ist ganz nah dabei, wenn Aurelio den Ätzkalk anrührt, Pigmente mischt und Putz kopfüber an die Decke anbringt. Man spürt die Verzweiflung, wenn Schimmel entsteht, die Arbeiten zum Stillstand kommen und Michelangelo, von künstlerischer Besessenheit und Selbstzweifel getrieben, Essen und Schlaf verweigert. Er ist ein Mann, der sich selbst als hässlich empfindet und seinen Skulpturen die ihm verwehrte Schönheit verleiht. Ein Mann, der weiß, wie Leid und Verzweiflung aussehen und es vehement ablehnt, auch nur einen Pinselstrich für sein Fresko aus der Hand zu geben. Der Autor schafft es die damalige Zeit in seinem feinen Schreibstil einzufangen, erzählt dabei aber nie zu ausschweifend oder überladend. Es gibt Passagen, die ich direkt mit einem Stift markieren, und Passagen, über die ich sofort im Internet nachforschen musste. Ich war fasziniert und berührt von der Dramatik der Geschichte, aber auch ehrfürchtig, was die Entstehung des Freskos angeht. Bisher war dieses nämlich für mich nichts weiter als ein übertrieben buntes und zusammengewürfeltes Wimmelbild - wie kompliziert die Fertigstellung allerdings in Wirklichkeit gewesen sein muss, lässt mich dann doch etwas demütig und beeindruckt zurück. Im Urlaub werd ich Rom dieses Mal definitiv mit etwas anderen Augen betrachten. Fazit: "Der Sixtinische Himmel“ ist ein herrlich historischer Schmöker, der zwar auch ein paar fiktionale Elemente mit einfließen lässt, aber mich durch seine unkomplizierte Nahbarkeit sehr beeindruckt hat. Er gewährt einen ungewöhnlichen Blick auf den italienischen Bildhauer, Dichter und Maler Michelangelo Buonarroti und erinnert, wie er zu einem der bedeutendsten Künstler unserer Zeit wurde. Klare Leseempfehlung!

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Aurelio möchte seit er ein Kind ist Bildhauer werden. Als er nun alt genug ist möchte er nach Rom zu Michelangelo, dem berühmten Künstler jener Zeit. Das Buch beginnt mit dem Prolog und der ersten Begegnung der Beiden, darauffolgend seine Familiengeschichte und die Reise nach Rom mit Margherita. Er kann auch tatsächlich sich bei Michelangelo beweisen und wird vorerst als Model angestellt und Gehilfe eingestellt. Nun wird er aber auch tiefere Einblicke in die Kunst, aber auch mit verbundener Intrigen der Politik oder heimlichen Beziehungen, erhalten.

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So ein schönes Buch über die Entstehung des Deckengemäldes der Sixtinischen Kapelle. Der Autor nimmt uns mit in das Rom des 16. Jahrhunderts und nimmt uns mit zu Michelangelo und seinem Gehilfen. Ich kann an diesem Buch nichts kritisieren. Der Flair Roms wird so schön eingefangen, die Zerrissenheit Michelangelos ist fast spürbar, die Charaktere sind alle sehr nahbar. Neben dieser einfach schönen Geschichte erfährt man zudem sehr viel über die damalige Kunst, die Bildhauerei und die Bedeutung des Deckengemäldes. Plötzlich ist es kein riesiges Wimmelbild mehr.. Keine Längen, kurze Kapitel, flüssig zu lesen, Spannung und unerwartete Wendungen - rundum gut.

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Zufällig bin ich auf das Buch und den Autor gestoßen. Es ist leicht und flüssig zu lesen, der bildliche Schreibstil lässt einen in die Geschichte eintauchen. Ich habe das Buch gerne gelesen, weil ich Rom liebe und die Personen, Orte, Gebäude und auch die Kunst neben dem Lesen im Internet recherchiere. Klare Empfehlung für jeden, der Geschichte und die ewige Stadt Rom mag.

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Ein wunderbares Buch über Michelangelo und das Deckenfresko der sixtinischen Kapelle. Ein Buch an das ich noch 3 Jahre später oft zurückdenken muss.

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Der sixtinische Himmel von Leon Morell ist im März 2013 im Fischer-Verlag erschienen und handelt vom Künsler Michelangelo und die Erschaffung der Fresken in der sixtinischen Kapelle. Inhalt: Nach einem dramtischen Überfall auf das Gut seiner Familie hält Aurelio nichts mehr in seiner Heimat. Er beschließt nach Rom aufzubrechen und seinen Traum zu verwirklichen. Er möchte Bildhauer werden und das beim besten Künstler des 16. Jahrhunderts: Michelangelo. Michelangelo ist Künstler durch und durch. Mal geht er in seiner Kunst auf, mal raubt sie ihm fast die Lebenskräfte. Als Aurelio bei ihm auftaucht, wird er gerade mit den Deckenfresken der sixtinischen Kapelle beauftragt, die für ihn anfangs eher eine Bürde sind, da er sich als reiner Bildhauer sieht. In Bramante und Raffael sieht er seine künstlerischen Feinde. Aurelio ist ein Bauersjunge mit begabten Händen. Dies und sein Aussehen erhalten ihm die Stellung als Gehilfen von Michelangelo. In Rom angekommen muss er schnell erkennen, dass er nicht zum Bildhauer bestimmt ist. Hier werden ihm auf schmerzliche Weise seine einfache Herkunft und alle Sünden, die es auf der Welt gibt, vorgeführt. Besonders in Form von Margherita, die er auf dem Weg nach Rom kennenlernt und die es sich zum Ziel gesetzt hat, die berühmteste Kurtisane Roms zu werden. Papst Julius (Caesar) II ist ein ehrgeiziger und machthungriger Papst. Noch zu Lebzeiten möchte er sich verherrlichen lassen und betraut Michelangelo zunächst mit seinem Grabmal, beschließ dann aber durch den Einfluss von Bramante, Michelangelo die Decke der sixtinischen Kapelle bemalen zu lassen. Auch der Sünde erliegt der Papst in Form einer Kurtisane: Sie gilt als die schönste Frau Roms, obwohl niemand sie je zu Gesicht bekommen hat. Jeder, der ihren Namen (Aphrodite) ausspricht oder sie gesehen hat, wird geblendet oder ihm wird die Zunge entfernt. Bewertung: in diesem Roman versteht es der Autor auf wunderbare Weise den Künstler Michelangelo und das Rom des beginnenden 16. Jahrhunderts zum Leben zu erwecken. Man kann sich dank des bildhaften Schreibtstils alles sehr gut vorstellen und ist quasi live bei der Entstehung der Deckenfresken in der sixtinischen Kapelle dabei. Der Künstler Michelangelo wird mit all seinen Ecken und Kanten beschrieben und ist ein sehr komplexer Charakter. Bei Aurelio, dem Bauersjungen, habe ich gerne mitgefiebert und seinen Weg zum Erwachsenen begleitet. Der flüssige Schreibtstil hat es einem leicht gemacht, das Buch zügig durchzulesen. Das einzige Manko, weswegen ich einen Stern Abzug gebe, es konnte mich nicht komplett mitreißen und manchmal war es mir auch zu sehr Künstlerbiografie als Roman. Für diejenigen, die gerne Künslerbiografien lesen, kann ich dieses Buch daher wärmstens empfehlen. EDIT: Im Nachwort fehlte mir auch die Trennung von Fiktion und Wahrheit. Über die Kurtisane des Papstes gab es nur Gerüchte und keine konkreten Nachweise. Dies habe ich erst durch ein Interview mit dem Autor im Internet erfahren

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