Der Ruf der Kalahari
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Description
Berlin, 1901. Jella lebt mit ihrer Mutter allein in der Stadt, seitdem ihr Vater in Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, verschollen ist. Die beiden halten sich mit Näharbeiten über Wasser, denn Jellas Großvater, ein reicher Baron, will von den beiden Frauen nichts wissen. Jella ist nicht nur deswegen eine Außenseiterin. Sie hat Abitur gemacht, will studieren. Doch all ihre Pläne scheitern, als ihre Mutter unerwartet stirbt. Hals über Kopf reist die junge Frau nach Afrika, um dort endlich ihren Vater zu suchen und ein neues Leben zu beginnen. Und so begibt sie sich auf eine Reise durch die Steppe, die so manches Abenteuer bereithalten wird – und am Ende vielleicht die große Liebe …
Die Afrika Saga bei Blanvalet:
1. Der Ruf der Kalahari
2. Sehnsucht nach Owitambe
3. Zauber der Savanne
Alle Bände können auch unabhängig voneinander gelesen werden.
Book Information
Author Description
Patricia Mennen wurde in Augsburg geboren und wuchs in der kleinen mittelalterlichen Stadt Riedlingen an der Donau auf. In Würzburg und München studierte sie Germanistik, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften. Ihre ständigen Begleiter sind ein Stift und ein Notizbuch, denn überall findet sie Ideen und Inspirationen. Patricia Mennen reist leidenschaftlich gern und hat bereits zahlreiche Romane, Kindersachbücher und Ratgeber veröffentlicht. Gemeinsam mit ihrer Familie lebt sie abwechselnd in der Nähe des Bodensees und in der Provence.
Posts
Der Roman verbindet zunächst geschickt ein Zeitbild des Berlins des beginnenden 20. Jahrhunderts mit der Kolonialzeit im damaligen "Deutsch-Südwest". Das Bindeglied ist Jella, die gerade als Jahrgangsbeste ihr Abitur gemacht hat, was im deutschen Kaiserreich bemerkenswert und ein Zeichen für ihre besondere Intelligenz wie auch für ihr Selbstbewusstsein und ihre Zielstrebigkeit ist. Das erwünschte Medizinstudium bleibt ihr dennoch verwehrt. Der renommierte Mediziner Robert Koch nimmt sie jedoch unter seine Fittiche und ermöglicht ihr eine Ausbildung zur Krankenschwester wie auch die Teilnahme an seinen Vorlesungen. Nach der Lossagung vom herrischen und intriganten Großvater lebt sie mit ihrer Mutter in ärmlichsten Verhältnissen. Ihren Vater hat sie nach dessen Auswanderung nach Afrika nie kennengelernt. Nach dem Tod ihrer Mutter nimmt sie der bekannte Zeichner Heinrich Zille in seine Familie auf und ermöglicht ihr die Überfahrt nach Afrika, wo Jella sich auf die Suche nach ihrem Vater begibt. Von hier ab spielt das Buch in "Deutsch-Südwest". Der Autorin gelingt es zunächst sehr einfühlsam und mit viel Sympathie für die einheimische Bevölkerung die Problematik der Kolonialisierung darzustellen. Das ist das Hauptverdienst des Buchs. Abstriche in der Bewertung mache ich aber aus zwei Gründen. Da ist zum einen der Versuch, die afrikanische Mystik in die Handlung einzubauen. Mein rationaler Hintergrund tut sich schwer damit, z.B. die "Seelenverwandtschaft" zwischen Jella und der Buschfrau Nashemi nachzuvollziehen, die die Handlung in der Endphase des Buchs entscheidend beeinflusst. Apropos Endphase: Hier werden doch allzu viel Zufälle miteinander kombiniert, um das gewünschte Ende zu erzwingen.
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Berlin, 1901. Jella lebt mit ihrer Mutter allein in der Stadt, seitdem ihr Vater in Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, verschollen ist. Die beiden halten sich mit Näharbeiten über Wasser, denn Jellas Großvater, ein reicher Baron, will von den beiden Frauen nichts wissen. Jella ist nicht nur deswegen eine Außenseiterin. Sie hat Abitur gemacht, will studieren. Doch all ihre Pläne scheitern, als ihre Mutter unerwartet stirbt. Hals über Kopf reist die junge Frau nach Afrika, um dort endlich ihren Vater zu suchen und ein neues Leben zu beginnen. Und so begibt sie sich auf eine Reise durch die Steppe, die so manches Abenteuer bereithalten wird – und am Ende vielleicht die große Liebe …
Die Afrika Saga bei Blanvalet:
1. Der Ruf der Kalahari
2. Sehnsucht nach Owitambe
3. Zauber der Savanne
Alle Bände können auch unabhängig voneinander gelesen werden.
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Author Description
Patricia Mennen wurde in Augsburg geboren und wuchs in der kleinen mittelalterlichen Stadt Riedlingen an der Donau auf. In Würzburg und München studierte sie Germanistik, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften. Ihre ständigen Begleiter sind ein Stift und ein Notizbuch, denn überall findet sie Ideen und Inspirationen. Patricia Mennen reist leidenschaftlich gern und hat bereits zahlreiche Romane, Kindersachbücher und Ratgeber veröffentlicht. Gemeinsam mit ihrer Familie lebt sie abwechselnd in der Nähe des Bodensees und in der Provence.
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Der Roman verbindet zunächst geschickt ein Zeitbild des Berlins des beginnenden 20. Jahrhunderts mit der Kolonialzeit im damaligen "Deutsch-Südwest". Das Bindeglied ist Jella, die gerade als Jahrgangsbeste ihr Abitur gemacht hat, was im deutschen Kaiserreich bemerkenswert und ein Zeichen für ihre besondere Intelligenz wie auch für ihr Selbstbewusstsein und ihre Zielstrebigkeit ist. Das erwünschte Medizinstudium bleibt ihr dennoch verwehrt. Der renommierte Mediziner Robert Koch nimmt sie jedoch unter seine Fittiche und ermöglicht ihr eine Ausbildung zur Krankenschwester wie auch die Teilnahme an seinen Vorlesungen. Nach der Lossagung vom herrischen und intriganten Großvater lebt sie mit ihrer Mutter in ärmlichsten Verhältnissen. Ihren Vater hat sie nach dessen Auswanderung nach Afrika nie kennengelernt. Nach dem Tod ihrer Mutter nimmt sie der bekannte Zeichner Heinrich Zille in seine Familie auf und ermöglicht ihr die Überfahrt nach Afrika, wo Jella sich auf die Suche nach ihrem Vater begibt. Von hier ab spielt das Buch in "Deutsch-Südwest". Der Autorin gelingt es zunächst sehr einfühlsam und mit viel Sympathie für die einheimische Bevölkerung die Problematik der Kolonialisierung darzustellen. Das ist das Hauptverdienst des Buchs. Abstriche in der Bewertung mache ich aber aus zwei Gründen. Da ist zum einen der Versuch, die afrikanische Mystik in die Handlung einzubauen. Mein rationaler Hintergrund tut sich schwer damit, z.B. die "Seelenverwandtschaft" zwischen Jella und der Buschfrau Nashemi nachzuvollziehen, die die Handlung in der Endphase des Buchs entscheidend beeinflusst. Apropos Endphase: Hier werden doch allzu viel Zufälle miteinander kombiniert, um das gewünschte Ende zu erzwingen.




